Rechtsprechung
| BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18 |
Volltextveröffentlichungen (19)
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- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Satzungsüberlagernde Wirkung eines Teilgewinnabführungsvertrags
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 53 GmbHG, § 54 GmbHG, § 292 Abs 1 Nr 2 AktG, § 294 Abs 1 AktG, § 202 Abs 1 Nr 1 UmwG
Satzungsüberlagernde Wirkung eines Teilgewinnabführungsvertrags - IWW
§ 292 Abs. 1 Nr. 2 AktG, § ... 29 Abs. 1 GmbHG, §§ 291 ff. AktG, §§ 53, 54 GmbHG, § 46 Nr. 1 GmbHG, § 292 Abs. 2 AktG, § 291 Abs. 1 AktG, § 53 Abs. 2 Satz 1 GmbHG, § 54 Abs. 1 Satz 1 GmbHG, § 30 Abs. 1 Satz 2 Fall 1 GmbHG, § 291 AktG, § 292 AktG, § 302 Abs. 1 AktG, § 30 Abs. 1 GmbHG, § 29 GmbHG, § 72 GmbHG, §§ 76 ff., §§ 111 ff. AktG, § 37 GmbHG, § 49 Abs. 2 GmbHG, § 294 Abs. 1 AktG, § 202 Abs. 1 Nr. 1 UmwG, §§ 292 ff. AktG, § 294 Abs. 1 Satz 1 AktG, § 294 Abs. 2 AktG, § 407 Abs. 1 Satz 1 AktG, § 14 HGB, § 293 Abs. 3 AktG, § 313 Abs. 1 BGB, § 564 Satz 1 ZPO
- Deutsches Notarinstitut
GmbHG §§ 53, 54; AktG §§ 292 Abs. 1 Nr. 2, 294 Abs. 1; UmwG § 202 Abs. 1 Nr. 1
Teilgewinnabführungsvertrag; Wirksamkeitsvoraussetzungen; Beurkundungserfordernis; satzungsüberlagernde Wirkung - Wolters Kluwer
- Betriebs-Berater
Fortbestand eines wirksam abgeschlossenen Teilgewinnabführungsvertrags bleibt von Formwechsel (hier: GmbH in AG) unberührt
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
Auswirkungen des Rechtsformwechsels einer GmbH auf deren Teilgewinnabführungsverträge
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
Konzernrecht: Teilgewinnabführungsverträge im GmbH-Konzern
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
AktG § 292 Abs. 1 N. 2; AktG § 294; GmbHG § 53; GmbHG § 54; BGB § 138 Abs. 1
Satzungsüberlagernde Wirkung eines Teilgewinnabführungsvertrags und sittenwidrige Verletzung von Pflichten aus diesem Vertrag - Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Keine besonderen Wirksamkeitsanforderungen an Teilgewinnabführungsverträge mit abführungspflichtiger GmbH bei fehlender satzungsüberlagernder Wirkung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (7)
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Fortbestand eines wirksam abgeschlossenen Teilgewinnabführungsvertrags bleibt von Formwechsel (hier: GmbH in AG) unberührt
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Wirksam abgeschlossener Teilgewinnabführungsvertrag bleibt von Formwechsel (hier: GmbH in AG) unberührt
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Anforderungen an Teilgewinnabführungsverträge einer GmbH
- bundesanzeiger-verlag.de (Kurzinformation)
Teilgewinnabführungsverträge einer GmbH unterliegen idR nicht Satzungsanforderungen
- rosepartner.de (Kurzinformation)
GmbH-Gewinnabführungsverträge
- haufe.de (Kurzinformation)
Anforderungen an den Teilgewinnabführungsvertrag bei der GmbH
- fgvw.de (Kurzinformation)
Anforderungen an den Teilgewinnabführungsvertrag bei der GmbH
Besprechungen u.ä.
- heckschen-vandeloo.de (Entscheidungsbesprechung)
Wirksamkeitsvoraussetzungen bei Teilgewinnabführungsvertrag mit abführungspflichtiger GmbH
Verfahrensgang
- LG Mühlhausen, 22.01.2015 - 1 HKO 9/14
- OLG Jena, 16.05.2018 - 2 U 79/15
- BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Papierfundstellen
- BGHZ 223, 13
- NJW 2019, 3302
- ZIP 2019, 1857
- MDR 2019, 1320
- DNotZ 2020, 210
- WM 2019, 1841
- BB 2019, 2319
- DB 2019, 2123
- NZG 2019, 1149
Wird zitiert von ... (18) Zitiert selbst (31)
- BGH, 31.05.2011 - II ZR 109/10
GmbH: Stimmrecht des herrschenden Gesellschafters bei Beschlussfassung über die …
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Rn. 17 aa) Nach der Rechtsprechung des Senats sind allerdings auf Unternehmensverträge im Sinne des § 291 Abs. 1 AktG, die zwischen zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung abgeschlossen werden, die bei einer Änderung des Gesellschaftsvertrags geltenden Formvorschriften (§§ 53, 54 GmbHG) entsprechend anzuwenden, weil der durch einen Unternehmensvertrag bewirkte Eingriff in den Gesellschaftszweck, die Zuständigkeitskompetenz der Gesellschafter und ihr Gewinnbezugsrecht satzungsgleich die rechtliche Grundstruktur der sich der Beherrschung unterstellenden GmbH ändert und ihm auch eine einer Satzungsänderung entsprechende Bedeutung zukommt (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 19).Rn. 22 (1) Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass die Wirksamkeitsvoraussetzungen für Unternehmensverträge mit einer GmbH als abführungspflichtiger Gesellschaft primär aus einer entsprechenden Anwendung der Vorschriften über Satzungsänderungen im Recht der GmbH abzuleiten sind und die Vorschriften der §§ 291 ff. AktG im Einzelfall entsprechende Anwendung finden, wenn der Schutzzweck der Vorschrift bei einer abhängigen GmbH gleichermaßen zutrifft und sie nicht auf Unterschieden der Binnenverfassung zwischen der Aktiengesellschaft und der GmbH beruhen (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36;… Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 384/13, BGHZ 206, 74 Rn. 14; vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 20).
Ein zur außerordentlichen Kündigung berechtigender wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Unternehmensvertrags bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann (BGH…, Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 382/13, BGHZ 206, 74 Rn. 19; Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 10).
- OLG München, 17.03.2011 - 31 Wx 68/11
Handelsregisterverfahren: Eintragungsfähigkeit eines …
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Rn. 19 (1) Die instanzgerichtliche Rechtsprechung geht wie das Berufungsgericht davon aus, dass Teilgewinnabführungsverträge den beschriebenen Wirksamkeitsvoraussetzungen nicht unterliegen, wenn sie nach Inhalt und Wirkung keiner Änderung der Satzung gleichkommen (BayObLG, ZIP 2003, 845, 847; OLG München, ZIP 2011, 811; KG, ZIP 2014, 968, 969; LG Darmstadt, ZIP 2005, 402, 404; AG Charlottenburg, GmbHR 2006, 258 f.; vgl. auch OLG Zweibrücken, ZIP 2014, 1020, 1022 für einen Betriebspachtvertrag; hierzu aA LG Berlin, ZIP 1991, 1180, 1181 f.).Diese Sicht hat im Schrifttum Zustimmung gefunden (…Altmeppen in Roth/Altmeppen, GmbHG, 9. Aufl., Anhang § 13 Rn. 124 f.;… Beurskens in Baumbach/Hueck, GmbHG, 21. Aufl., Anhang KonzernR Rn. 97;… Schnorbus in Rohwedder/Schmidt-Leithoff, GmbHG, 6. Aufl., Anhang § 52 Rn. 128;… Verse in Henssler/Strohn, GesR, 4. Aufl., Anhang § 13 GmbHG Rn. 122; Morshäuser/Dietz-Vellmer, NZG 2011, 1135, 1136 f.; Schmidt-Ott, GmbHR 2001, 182, 184; 784, 785; Schlitt/Beck, NZG 2001, 688, 691;… Habersack, Liber amicorum Happ, 2006, S. 49, 54 f.;… Krafka, Registerrecht, 11. Aufl., Rn. 1112; für Gewinnabführung in Höhe von 20 %: Heckschen, GWR 2011, 214;… für die stille Gesellschaft: MünchKommHGB/K. Schmidt, 3. Aufl., § 230 Rn. 114 f.;… Gehrlein in Ebenroth/Boujong/ Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., § 230 HGB Rn. 30;… Mock in Röhricht/Graf von Westphalen/Haas, HGB, 5. Aufl., § 230 Rn. 46;… Blaurock, Handbuch Stille Gesellschaft, 8. Aufl., Rn. 9.61 f.;… MünchHdbGesR II/Keul, 5. Aufl., § 76 Rn. 77 ff.; differenzierend Mertens, AG 2000, 32, 33 ff.).
Rn. 27 Soweit vertreten wird, besondere Schutzvorkehrungen seien dann geboten, wenn ein Großteil oder zumindest überwiegender Anteil der Gewinne abzuführen ist (…MünchKommHGB/K. Schmidt, 3. Aufl., § 230 Rn. 114;… Heckschen/ Kreußlein, in: Heckschen/Heidinger, Die GmbH in der Gestaltungs- und Beratungspraxis, 4. Aufl., Kapitel 15 Rn. 142 ff.; Heckschen, GWR 2011, 214), bedarf diese Frage im vorliegenden Fall keiner Entscheidung, weil die Parteien des vorliegenden Rechtsstreits die Abführung von nur bis zu 20 % des Jahresüberschusses der Beklagten vereinbart haben.
- BGH, 24.10.1988 - II ZB 7/88
Anmeldung einer GmbH zum Handelsregister; Anforderungen an die Form eines …
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Rn. 17 aa) Nach der Rechtsprechung des Senats sind allerdings auf Unternehmensverträge im Sinne des § 291 Abs. 1 AktG, die zwischen zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung abgeschlossen werden, die bei einer Änderung des Gesellschaftsvertrags geltenden Formvorschriften (§§ 53, 54 GmbHG) entsprechend anzuwenden, weil der durch einen Unternehmensvertrag bewirkte Eingriff in den Gesellschaftszweck, die Zuständigkeitskompetenz der Gesellschafter und ihr Gewinnbezugsrecht satzungsgleich die rechtliche Grundstruktur der sich der Beherrschung unterstellenden GmbH ändert und ihm auch eine einer Satzungsänderung entsprechende Bedeutung zukommt (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 19).Unter Berücksichtigung der Eigenart des Unternehmensvertrags folgt daraus, dass die materielle Wirksamkeit des Vertrags von der Einhaltung der Schriftform für den Unternehmensvertrag, der notariellen Beurkundung des Zustimmungsbeschlusses entsprechend § 53 Abs. 2 Satz 1 GmbHG und der Eintragung von Zustimmungsbeschluss und Unternehmensvertrag in das Handelsregister entsprechend § 54 Abs. 1 Satz 1 GmbHG abhängig ist (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 341 f.; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36).
Rn. 22 (1) Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass die Wirksamkeitsvoraussetzungen für Unternehmensverträge mit einer GmbH als abführungspflichtiger Gesellschaft primär aus einer entsprechenden Anwendung der Vorschriften über Satzungsänderungen im Recht der GmbH abzuleiten sind und die Vorschriften der §§ 291 ff. AktG im Einzelfall entsprechende Anwendung finden, wenn der Schutzzweck der Vorschrift bei einer abhängigen GmbH gleichermaßen zutrifft und sie nicht auf Unterschieden der Binnenverfassung zwischen der Aktiengesellschaft und der GmbH beruhen (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36;… Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 384/13, BGHZ 206, 74 Rn. 14;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 20).
- LG München I, 12.05.2011 - 5 HKO 14543/10
Spruchverfahren: Statthaftigkeit bei interner Umstrukturierung eines Konzerns
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Verträge - auch Unternehmensverträge - bestehen mit dem Rechtsträger in der geänderten Rechtsform unter Anwendung der für diesen geltenden Normen unverändert weiter, es sei denn, das Vertragsverhältnis ist mit der Rechtsform der verpflichteten Gesellschaft nicht vereinbar (OLG Düsseldorf, ZIP 2004, 753, 755; LG München I, ZIP 2011, 1511, 1512;… MünchKommAktG/Altmeppen, 4. Aufl., § 297 Rn. 137;… Veil in Spindler/Stilz, AktG, 4. Aufl., § 297 Rn. 48;…Emmerich in Emmerich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 9. Aufl., § 297 AktG Rn. 45;… Kierstein in Maulbetsch/Klumpp/Rose, UmwG, § 202 Rn. 8;… Decher/Hoger in Lutter, UmwG, 5. Aufl., § 202 Rn. 47;… Leonard in Semler/ Stengel, UmwG, 4. Aufl., § 202 Rn. 9, 16;… Winter in Schmitt/Hörtnagl/Stratz, UmwG, 8. Aufl., § 202 Rn. 5;… Meister/Klöcker in Kallmeyer, UmwG, 6. Aufl., § 202 Rn. 18; Schlitt/Beck, NZG 2001, 688, 691;… MünchHdBGesR IV/Krieger, 4. Aufl., § 71 Rn. 216;… Limmer, Handbuch der Unternehmensumwandlung, 6. Aufl., Teil 4 Rn. 342).Das Berufungsgericht hat zutreffend angenommen, dass die fehlende Eintragung des Unternehmensvertrags in das Handelsregister nicht zur Beendigung eines wirksam geschlossenen Teilgewinnabführungsvertrags führt, weil diese Eintragung zwar nach § 294 Abs. 1 Satz 1 AktG geboten ist, ihr aber nur deklaratorische Bedeutung zukommt (LG München I, ZIP 2011, 1511, 1512;… MünchKommAktG/Altmeppen, 4. Aufl., § 294 Rn. 17;… Veil in Spindler/Stilz, AktG, 4. Aufl., § 294 Rn. 3;… Emmerich in Emmerich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 8. Aufl., § 294 AktG Rn. 4;… KK-AktG/Koppensteiner, 3. Aufl., § 294 Rn. 4;… Mülbert in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 294 Rn. 11, 63;… Decher/Hoger in Lutter, UmwG, 5. Aufl., § 202 Rn. 45, 47;… Leonard in Semler/ Stengel, UmwG, 4. Aufl., § 202 Rn. 9;… MünchHdbGesR II/Keul, 5. Aufl., § 87 Rn. 15, 31;… Vossius, Festschrift Widmann, 2000, S. 133, 158;… Semler, Festschrift Werner, 1984, S. 854, 871;… Winter, Festschrift Pelzer, 2001, S. 645, 649 f.;… Westermann, Festschrift Ulmer, 2003, S. 657, 671; Schlitt/Beck, NZG 2001, 688, 691; aA Mertens, AG 2000, 32, 38).
- BGH, 16.06.2015 - II ZR 384/13
Aufhebung eines Unternehmensvertrags mit einer abhängigen GmbH
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Rn. 22 (1) Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass die Wirksamkeitsvoraussetzungen für Unternehmensverträge mit einer GmbH als abführungspflichtiger Gesellschaft primär aus einer entsprechenden Anwendung der Vorschriften über Satzungsänderungen im Recht der GmbH abzuleiten sind und die Vorschriften der §§ 291 ff. AktG im Einzelfall entsprechende Anwendung finden, wenn der Schutzzweck der Vorschrift bei einer abhängigen GmbH gleichermaßen zutrifft und sie nicht auf Unterschieden der Binnenverfassung zwischen der Aktiengesellschaft und der GmbH beruhen (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36; Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 384/13, BGHZ 206, 74 Rn. 14;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 20).Ein zur außerordentlichen Kündigung berechtigender wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Unternehmensvertrags bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann (BGH, Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 382/13, BGHZ 206, 74 Rn. 19;… Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 10).
- BGH, 08.01.2019 - II ZR 364/18
GmbH: Analoge Anwendung des Rechts der Aktiengesellschaft bei Übertragung des …
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Anders als im Aktienrecht, das in den §§ 76 ff. und §§ 111 ff. AktG klare Kompetenzabgrenzungen hinsichtlich der Wahrnehmung der Leitungs- und der Überwachungsaufgaben der Gesellschaft enthält, auf die die Aktionäre in sehr beschränktem Maße Einfluss nehmen können, sind die Gesellschafter in der GmbH das zentrale Entscheidungsorgan, das in der Gesellschafterversammlung die für die Geschicke der Gesellschaft wesentlichen Entscheidungen treffen und durch Weisungen an die Geschäftsführer (§ 37 GmbHG) umsetzen kann (BGH, Urteil vom 8. Januar 2019 - II ZR 364/18, ZIP 2019, 701 Rn. 33 f. z.V.b. in BGHZ).Bei besonders bedeutsamen Geschäften ist der Geschäftsführer verpflichtet, die Zustimmung der Gesellschafterversammlung von sich aus einzuholen, § 49 Abs. 2 GmbHG (BGH, Urteil vom 29. März 1973 - II ZR 139/70, WM 1973, 510, 511; Urteil vom 5. Dezember 1983 - II ZR 56/82, ZIP 1984, 310, 311; Urteil vom 25. Februar 1991 - II ZR 76/90, ZIP 1991, 509, 510 f.;… Urteil vom 30. Mai 2005 - II ZR 236/03, juris Rn. 12; Urteil vom 8. Januar 2019 - II ZR 364/18, ZIP 2019, 701 Rn. 37 z.V.b. in BGHZ).
- BGH, 05.11.2001 - II ZR 119/00
Anwendung der Grundsätze der fehlerhaften Gesellschaft auf einen …
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Unter Berücksichtigung der Eigenart des Unternehmensvertrags folgt daraus, dass die materielle Wirksamkeit des Vertrags von der Einhaltung der Schriftform für den Unternehmensvertrag, der notariellen Beurkundung des Zustimmungsbeschlusses entsprechend § 53 Abs. 2 Satz 1 GmbHG und der Eintragung von Zustimmungsbeschluss und Unternehmensvertrag in das Handelsregister entsprechend § 54 Abs. 1 Satz 1 GmbHG abhängig ist (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 341 f.; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36).Rn. 22 (1) Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass die Wirksamkeitsvoraussetzungen für Unternehmensverträge mit einer GmbH als abführungspflichtiger Gesellschaft primär aus einer entsprechenden Anwendung der Vorschriften über Satzungsänderungen im Recht der GmbH abzuleiten sind und die Vorschriften der §§ 291 ff. AktG im Einzelfall entsprechende Anwendung finden, wenn der Schutzzweck der Vorschrift bei einer abhängigen GmbH gleichermaßen zutrifft und sie nicht auf Unterschieden der Binnenverfassung zwischen der Aktiengesellschaft und der GmbH beruhen (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36;… Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 384/13, BGHZ 206, 74 Rn. 14;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 20).
- BGH, 30.01.1992 - II ZB 15/91
Anmeldung zum Handelsregister bei Unternehmensvertrag
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Rn. 17 aa) Nach der Rechtsprechung des Senats sind allerdings auf Unternehmensverträge im Sinne des § 291 Abs. 1 AktG, die zwischen zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung abgeschlossen werden, die bei einer Änderung des Gesellschaftsvertrags geltenden Formvorschriften (§§ 53, 54 GmbHG) entsprechend anzuwenden, weil der durch einen Unternehmensvertrag bewirkte Eingriff in den Gesellschaftszweck, die Zuständigkeitskompetenz der Gesellschafter und ihr Gewinnbezugsrecht satzungsgleich die rechtliche Grundstruktur der sich der Beherrschung unterstellenden GmbH ändert und ihm auch eine einer Satzungsänderung entsprechende Bedeutung zukommt (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 19).Rn. 22 (1) Der Senat hält an seiner Rechtsprechung fest, dass die Wirksamkeitsvoraussetzungen für Unternehmensverträge mit einer GmbH als abführungspflichtiger Gesellschaft primär aus einer entsprechenden Anwendung der Vorschriften über Satzungsänderungen im Recht der GmbH abzuleiten sind und die Vorschriften der §§ 291 ff. AktG im Einzelfall entsprechende Anwendung finden, wenn der Schutzzweck der Vorschrift bei einer abhängigen GmbH gleichermaßen zutrifft und sie nicht auf Unterschieden der Binnenverfassung zwischen der Aktiengesellschaft und der GmbH beruhen (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36;… Urteil vom 16. Juni 2015 - II ZR 384/13, BGHZ 206, 74 Rn. 14;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 20).
- BGH, 04.05.2016 - XII ZR 62/15
Zur außerordentlichen Kündbarkeit von langfristigen Fitness-Studioverträgen
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Liegen die Gründe, aus denen sich eine Vertragspartei von dem Vertrag lösen möchte, in der ihr durch Gesetz oder den Vertrag zugewiesenen Risikosphäre, ist die Kündigung nur ausnahmsweise gerechtfertigt (BGH, Urteil vom 4. Mai 2016 - XII ZR 62/15, WM 2016, 1360 Rn. 12;… Urteil vom 31. Mai 2016 - XI ZR 370/15, BGHZ 210, 263 Rn. 35;… Urteil vom 21. Februar 2017 - XI ZR 185/16, BGHZ 214, 94 Rn. 92;… Mülbert in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 297 Rn. 21;… Langenbucher in K. Schmidt/Lutter, AktG, 3. Aufl., § 297 Rn. 7 ff.;… Emmerich in Emmerich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 9. Aufl., § 297 AktG Rn. 20). - BGH, 21.02.2017 - XI ZR 185/16
Kündigungsrecht einer Bausparkasse zehn Jahre nach Zuteilungsreife bejaht
Auszug aus BGH, 16.07.2019 - II ZR 175/18
Liegen die Gründe, aus denen sich eine Vertragspartei von dem Vertrag lösen möchte, in der ihr durch Gesetz oder den Vertrag zugewiesenen Risikosphäre, ist die Kündigung nur ausnahmsweise gerechtfertigt (BGH…, Urteil vom 4. Mai 2016 - XII ZR 62/15, WM 2016, 1360 Rn. 12;… Urteil vom 31. Mai 2016 - XI ZR 370/15, BGHZ 210, 263 Rn. 35; Urteil vom 21. Februar 2017 - XI ZR 185/16, BGHZ 214, 94 Rn. 92;… Mülbert in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 297 Rn. 21;… Langenbucher in K. Schmidt/Lutter, AktG, 3. Aufl., § 297 Rn. 7 ff.;… Emmerich in Emmerich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 9. Aufl., § 297 AktG Rn. 20). - BGH, 03.11.2015 - II ZR 446/13
Zwangsvollstreckung gegen eine BGB-Gesellschaft: Aktivlegitimation für eine …
- BGH, 09.04.2013 - II ZR 273/11
Fristlose Kündigung eines Geschäftsführers wegen Abschlusses eines …
- BGH, 26.10.2009 - II ZR 222/08
Schadensersatzpflicht des Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH
- BGH, 28.10.2002 - II ZR 353/00
Außerordentliche betriebsbedingte Kündigung des …
- BGH, 19.04.2011 - II ZR 237/09
Kein Anspruch des ausgeschlossenen Minderheitsaktionärs auf den festen Ausgleich …
- BGH, 31.05.2016 - XI ZR 370/15
Kündigung von Anleihen: Außerordentliche Kündigung von …
- OLG Düsseldorf, 27.02.2004 - 19 W 3/00
- BGH, 09.03.1992 - II ZR 102/91
Kündigung aus wichtigem Grund durch GmbH-Geschäftsfüher bei Vorwürfen durch …
- OLG Frankfurt, 29.09.2009 - 5 U 107/08
Aktiengesellschaft: Entstehung und Fälligkeit des Ausgleichsanspruchs des …
- BGH, 10.07.2006 - II ZR 238/04
Aufrechnung gegen Verlustausgleichsanspruch nicht generell unzulässig
- BGH, 05.12.1983 - II ZR 56/82
Weiterleitung von Geldbeträgen - Steuerberater - Gesellschafterversammlung - …
- BGH, 25.02.1991 - II ZR 76/90
Änderung einer langjährig praktizierten Geschäftspolitik
- BGH, 29.03.1973 - II ZR 139/70
Anforderungen für einen wirksamen Gesellschafterbeschluss - Teilnahme an der …
- BGH, 29.09.1955 - II ZR 225/54
Unechter Satzungsbestandteil
- OLG Zweibrücken, 29.10.2013 - 3 W 82/13
Nürburgring: wichtiger Sanierungsschritt gebilligt
- BGH, 30.05.2005 - II ZR 236/03
Voraussetzungen eines Insichgeschäfts des Geschäftsführers einer GmbH
- BayObLG, 18.02.2003 - 3Z BR 233/02
Keine Eintragungspflicht eines Gewinnabführungsvertrags bei GmbH
- KG, 24.03.2014 - 12 W 43/12
Handelsregistersache: Eintragungsfähigkeit eines von einer GmbH mit zwei stillen …
- OLG München, 29.10.2008 - 31 Wx 92/07
Aktiengesellschaft: Anforderungen an einen Teilgewinnabführungsvertrag
- LG Darmstadt, 24.08.2004 - 8 O 96/04
Behandlung der stillen Beteiligung an einer GmbH
- LG Berlin, 14.08.1991 - 94 O 164/91
- BGH, 31.01.2023 - II ZB 10/22
Handelsregistersache: Eintragungsfähigkeit des zwischen zwei Gesellschaften mit …
Wird ein solcher Vertrag mit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Untergesellschaft abgeschlossen, sind die bei einer Änderung des Gesellschaftsvertrags geltenden Formvorschriften (§§ 53, 54 GmbHG) entsprechend anzuwenden, weil der durch einen Unternehmensvertrag bewirkte Eingriff in den Gesellschaftszweck, die Zuständigkeitskompetenz der Gesellschafter und ihr Gewinnbezugsrecht satzungsgleich die rechtliche Grundstruktur der sich der Beherrschung unterstellenden GmbH ändert und ihm auch eine einer Satzungsänderung entsprechende Bedeutung zukommt (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Beschluss vom 30. Januar 1992 - II ZB 15/91, ZIP 1992, 395, 397; Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13 Rn. 22;… vgl. auch Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 19).Rn. 16 Unter Berücksichtigung der Eigenart des Unternehmensvertrags folgt daraus, dass die materielle Wirksamkeit des Vertrags von der Einhaltung der Schriftform für den Unternehmensvertrag, der notariellen Beurkundung des Zustimmungsbeschlusses entsprechend § 53 Abs. 2 Satz 1 GmbHG und der Eintragung von Zustimmungsbeschluss und Unternehmensvertrag in das Handelsregister entsprechend § 54 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 GmbHG abhängig ist (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 341 f.; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36; Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13 Rn. 17).
Entsprechend erhält auch die Eintragung des Gewinnabführungsvertrags im Handelsregister der verpflichteten Gesellschaft ihre Verbindlichkeit für den Rechtsverkehr dadurch, dass der Vertrag entsprechend § 54 Abs. 3 GmbHG mit der Eintragung wirksam wird (BGH, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88, BGHZ 105, 324, 338; Urteil vom 5. November 2001 - II ZR 119/00, ZIP 2002, 35, 36; Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13 Rn. 17;… vgl. auch MünchKommHGB/Krafka, 5. Aufl., § 8 Rn. 43).
- OLG Jena, 22.03.2023 - 2 U 492/17 Mit Beschluss vom 05.12.2018 (Blatt 1912 -1917 der Akte) hat der Senat die Verhandlung bis zur Entscheidung des BGH über die Nichtzulassungsbeschwerden bzw. Revisionen in den Verfahren II ZR 426/17 (betreffend 2 U 89/17) und II ZR 175/18 (betreffend 2 U 79/15) ausgesetzt.
Er bleibt Inhaber des Vermögens mit allen Rechten und Pflichten (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 30, juris).
Mit seinem Urteil vom 16.07.2019 (Az. II ZR 175/18) hat der BGH die Revision zurückgewiesen.
Insoweit wird auf das Urteil des Senats im Verfahren 2 U 79/15 und des BGH im Verfahren II ZR 175/18 verwiesen.
Tatsächlich haftete der zur Erlangung des Rangrücktrittes gewählten Konstruktion zur Altschuldentilgung von Anfang an - auch angesichts der Kopplung der Abführungspflichten an die Tilgung der Altschulden und deren Höhe von über 14 Mio. DM - das Risiko an, dass die Beklagte auf unabsehbare Zeit mit der Verpflichtung zur Gewinnabführung belastet werden könnte (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 39, juris).
- BGH, 16.07.2019 - II ZR 426/17
Veräußerung von betriebsnotwendigem Vermögen durch eine GmbH an eine Gesellschaft …
Der Senat nimmt zur Begründung insoweit auf seine Entscheidung vom heutigen Tag Bezug, die ebenfalls zwischen den Parteien dieses Rechtsstreits ergangen ist (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, zVb in BGHZ) und mit der das Zustandekommen und der Fortbestand des Teilgewinnabführungsvertrags rechtskräftig feststeht (vgl. BGH, Urteil vom 9. April 1986 - IVb ZR 14/85, MDR 1986, 741).
- BGH, 18.01.2022 - II ZR 71/20
Vereinbarung des tatsächlichen Zuflusses einer Zahlung an die Untergesellschaft …
Ebenso wie der Abschluss eines solchen Unternehmensvertrags keinen rein schuldrechtlichen Charakter hat, sondern als gesellschaftsrechtlicher Organisationsvertrag den rechtlichen Status der Untergesellschaft ändert (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13 Rn. 17 mwN), hat auch die Aufhebung nicht nur schuldrechtliche Wirkung und unterliegt daher grundsätzlich denselben Regeln (vgl. BGH…, Urteil vom 31. Mai 2011 - II ZR 109/10, BGHZ 190, 45 Rn. 19; OLG Jena, NZG 2021, 1025, 1026;… RNotZ 2021, 539 Rn. 17).Im Vertragskonzern mit einer GmbH wie der Klägerin als Untergesellschaft ist der Rechtsgedanke des § 302 AktG entsprechend anzuwenden (BGH, Urteil vom 11. Oktober 1999 - II ZR 120/98, BGHZ 142, 382, 384;… Urteil vom 10. Juli 2006 - II ZR 238/04, BGHZ 168, 285 Rn. 6;… Urteil vom 7. Oktober 2014 - II ZR 361/13, BGHZ 202, 317 Rn. 8 mwN; Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13 Rn. 23).
- BFH, 11.12.2024 - I R 33/22
Organschaft und atypisch stille Beteiligung
Rn. 22 Diese Maßgeblichkeit der handelsrechtlichen Gewinnermittlung hat zur Folge, dass der Gewinnanteil des (atypisch) still Beteiligten als Aufwand (Abführungsverpflichtung aus einem Teilgewinnabführungsvertrag im Sinne des § 292 Abs. 1 Nr. 2 AktG) zu erfassen ist, der den abzuführenden Jahresüberschuss mindert (s. z.B. Hageböke, DB 2015, 1993; derselbe, Der Konzern 2013, 334, 341;… Hierstätter in Prinz/Witt, Steuerliche Organschaft, 3. Aufl., Rz 23.100; G. Wagner, ebenda, Rz 4.26; Kleinheisterkamp, JbFSt 2015/2016, 561; L. Schmidt/Werner, GmbHR 2010, 29, 31 f.; Suchanek, GmbHR 2015, 1031, 1033; vgl. auch das zum Teilgewinnabführungsvertrag einer abführungsverpflichteten GmbH ergangene Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 16.07.2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13, Rz 24 und zur fehlenden handelsbilanziellen Relevanz der steuerrechtlichen Qualifizierung einer stillen Beteiligung als atypisch Hoffmann/Lüdenbach, NWB Kommentar Bilanzierung, 13. Aufl., § …Sie müssen aber nur dann die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen in entsprechender Anwendung der §§ 291 ff. AktG erfüllen, wenn sie satzungsüberlagernde Wirkung haben (vgl. BGH-Urteil vom 16.07.2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13, auch zum Streitstand im Zivilrecht; Beschluss des Kammergerichts Berlin vom 24.03.2014 - 12 W 43/12, GmbHR 2014, 756).
Bei diesen Zahlungen handelt es sich um "Geschäftsunkosten, die --wie andere Verbindlichkeiten auch-- den verteilungsfähigen (Rein-)Gewinn der Gesellschaft mindern" (so ausdrücklich BGH-Urteil vom 16.07.2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13, m.w.N.).
- BGH, 28.10.2025 - II ZR 41/24
Klage auf Feststellung der Unwirksamkeit der Kündigung des Anstellungsvertrags …
Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft leiten die Gesellschaft gemäß § 76 AktG unter eigener Verantwortung und sind anders als der Geschäftsführer einer GmbH nach § 37 Abs. 1 GmbHG gerade nicht an Weisungen anderer Gesellschaftsorgane oder eines (Groß-)Aktionärs gebunden (BGH…, Urteil vom 5. Mai 2008 - II ZR 108/07, ZIP 2008, 1230 Rn. 13; Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18, BGHZ 223, 13 Rn. 25 mwN). - OLG Jena, 17.02.2021 - 2 W 31/21 a) Auf Unternehmensverträge im Sinne des § 291 Abs. 1 AktG, die zwischen zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung abgeschlossen werden, sind die bei einer Änderung des Gesellschaftsvertrags geltenden Formvorschriften (§§ 53, 54 GmbHG) entsprechend anzuwenden, weil der durch einen Unternehmensvertrag bewirkte Eingriff in den Gesellschaftszweck, die Zuständigkeitskompetenz der Gesellschafter und ihr Gewinnbezugsrecht satzungsgleich die rechtliche Grundstruktur der verpflichteten GmbH ändert und ihm auch eine einer Satzungsänderung entsprechende Bedeutung zukommt (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 17, juris).{RN:Randnummer}.
Soweit das GmbHG - wie mit den §§ 53 und 54 - Regelungen enthält, die der durch einen Unternehmensvertrag geschaffenen Situation für die Gesellschaft Rechnung tragen, liegt deren Heranziehung näher als ein Rückgriff auf die Regelungen des Aktiengesetzes (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 22, juris).{RN:Randnummer}.
Die materielle Wirksamkeit des Vertrags ist von der Einhaltung der Schriftform für den Unternehmensvertrag, der notariellen Beurkundung des Zustimmungsbeschlusses der abhängigen Gesellschaft entsprechend § 53 Abs. 2 Satz 1 GmbHG und entsprechend § 54 Abs. 1 Satz 1 GmbHG von der Eintragung von Zustimmungsbeschluss und Unternehmensvertrag in das Handelsregister abhängig (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 17, juris; BGH…, Beschluss vom 24. Oktober 1988 - II ZB 7/88 -, Rn. 20, 23, 24, 28, 33, juris).
- OLG Jena, 15.02.2021 - 2 W 53/21
Sofortige Beschwerde gegen die Zwischenverfügung eines Registergerichts Anmeldung …
Auf Unternehmensverträge im Sinne des § 291 Abs. 1 AktG , die zwischen zwei Gesellschaften mit beschränkter Haftung abgeschlossen werden, sind die bei einer Änderung des Gesellschaftsvertrags geltenden Formvorschriften (§§ 53, 54 GmbHG ) entsprechend anzuwenden, weil der durch einen Unternehmensvertrag bewirkte Eingriff in den Gesellschaftszweck, die Zuständigkeitskompetenz der Gesellschafter und ihr Gewinnbezugsrecht satzungsgleich die rechtliche Grundstruktur der verpflichteten GmbH ändert und ihm auch eine einer Satzungsänderung entsprechende Bedeutung zukommt (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 17, juris).Soweit das GmbHG - wie mit den §§ 53 und 54 - Regelungen enthält, die der durch einen Unternehmensvertrag geschaffenen Situation für die Gesellschaft Rechnung tragen, liegt deren Heranziehung näher als ein Rückgriff auf die Regelungen des Aktiengesetzes (BGH, Urteil vom 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 -, Rn. 22, juris).
- LG München I, 25.08.2023 - 5 HKO 4013/22
Unwirksamkeit eines Jahresabschlusses bei Überbewertung eines Bilanzpostens
Ein Teilgewinnabführungsvertrag im Sinne des § 292 Abs. 1 Nr. 2 AktG mit einer GmbH als im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abführungspflichtiger Gesellschaft unterliegt keinen besonderen Wirksamkeitsanforderungen, wenn sie wie hier keine satzungsüberlagernde Wirkung haben und jedenfalls nicht der Großteil der Gewinne abzuführen ist (vgl. BGHZ 223, 13, 19 ff. = NJW 2019, 3302, 3304 f. = NZG 2019, 1149, 1151 f. = AG 2019, 828, 829 f. = ZIP 2019, 1857, 1859 f. = WM 2019, 1841, 1843 f. = DB 2019, 2123, 2124 f. = BB 2019, 2319, 2320 f. = DZWIR 2019, 139, 141 f. = Der Konzern 2020, 64, 65 f. = MDR 2019, 1320 f. = DNotZ 2020, 210, 213 ff. = DStR 2019, 2155, 2157 f.; BayObLGZ 2003, 21, 23 ff. = ZIP 2003, 845, 847 = DB 2003, 1269, 1270 = GmbHR 2003, 534, 535 f. = NJW-RR 2003, 908, 909 = FGPrax 2003, 133, 134.;… a.A. Liebscher in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 4. Aufl., Anh § 13 Rdn. 715).Die Vorschrift des § 294 Abs. 2 AktG kann nicht zur Anwendung gelangen angesichts der bereits vor dem Formwechsel eingetretenen Wirksamkeit des Vertrages und der bestehenden Vertragskontinuität; infolge des Formwechsels besteht der Rechtsträger in der durch den Umwandlungsbeschluss bestimmten Rechtsform gemäß § 202 Abs. 1 Nr. 1 UmwG weiter, weshalb er Inhaber des Vermögens mit allen Rechten und Pflichten bleibt (vgl. BGHZ 223, 13, 24 f. = NJW 2019, 3302, 3305 f. = NZG 2019, 1149, 1152 f. = AG 2019, 828, 831 = ZIP 2019, 1857, 1860 f. = WM 2019, 1841, 1844 f. = DB 2019, 2123, 2126 = BB 2019, 2319, 2322 = DZWIR 2019, 139, 142 = Der Konzern 2020, 64, 66 f. = MDR 2019, 1320 f. = DNotZ 2020, 210, 216 f. = DStR 2019, 2155, 2158 f.).
- BAG, 19.02.2026 - 6 AZR 102/25
Feststellung von Forderungen zur Insolvenztabelle
Die Vorschriften des Aktiengesetzes über Unternehmensverträge (§§ 291 ff. AktG) finden entsprechende Anwendung, wenn der Schutzzweck der Norm bei einer abhängigen GmbH gleichermaßen zutrifft und sie nicht auf Unterschieden der Binnenverfassung zwischen der Aktiengesellschaft und der GmbH beruhen (st. Rspr., zuletzt BGH 16. Juli 2019 - II ZR 175/18 - Rn. 22 mwN, BGHZ 223, 13). - OLG Jena, 21.04.2021 - 2 U 112/15
- OLG Jena, 29.03.2023 - 2 U 834/18
- LSG Sachsen, 18.02.2026 - L 1 BA 20/24
- OLG Stuttgart, 26.07.2024 - 20 AktG 1/24
Freigabeverfahren in Bezug auf die Eintragung von Beschlüssen einer …
- OLG Jena, 25.03.2020 - 2 U 516/18
- OLG Frankfurt, 11.02.2022 - 20 W 47/21
Handelsregister: Eintragungsfähigkeit des Unternehmesvertrages bei der …
- OLG Jena, 25.08.2021 - 2 U 89/17
- OLG Jena, 13.11.2024 - 2 U 129/24
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