Rechtsprechung
| BFH, 06.12.2016 - I R 79/15 |
Volltextveröffentlichungen (15)
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Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft
- openjur.de
- Bundesfinanzhof
FGO § 40 Abs 2, GewStG § 8 Nr 1 Buchst a, GewStDV § 19 Abs 1, GewStDV § 19 Abs 2, KredWG § 1, KredWG § 2
Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft - rechtsinformationen.bund.de
Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 40 Abs 2 FGO, § 8 Nr 1 Buchst a GewStG 2002, § 19 Abs 1 GewStDV 2002, § 19 Abs 2 GewStDV 2002, § 1 KredWG
Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft - IWW
§ 8 Nr. 1 Buchst. a des Gewerbesteuergesetzes, § ... 19 Abs. 1 der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), § 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG, § 19 Abs. 1 GewStDV, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 35b Abs. 2 Satz 2 GewStG, § 10a Satz 6 GewStG, § 40 Abs. 2 FGO, § 10d Abs. 4 Satz 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § 171 Abs. 10, § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 351 Abs. 2 der Abgabenordnung, § 42 FGO, § 35b Abs. 2 Satz 3 GewStG, § 19 Abs. 1 Satz 1 GewStDV, § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG, Art. 80 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes, § 19 GewStDV, § 1 Abs. 1 des Gesetzes über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz, § 1 Abs. 1 Satz 1 KWG, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, § 1 Abs. 1 KWG, § 32 KWG, § 54 Abs. 1 Nr. 2 KWG, § 2 Abs. 1 KWG, § 2 Abs. 1 Nr. 7 KWG, § 2 KWG, § 19 Abs. 4 GewStDV, § 19 Abs. 2 Satz 1 GewStDV, § 25 KWG, Art. 3 Abs. 1 GG, § 19 Abs. 2 GewStDV, § 25 Abs. 1 Satz 1 KWG, § 25 Abs. 1 Satz 3 KWG, § 50d Abs. 8 EStG, § 135 Abs. 2 FGO
- Wolters Kluwer
Hinzurechnung von Zinsen bei der Ermittlung des Gewerbeertrags; Zulässigkeit der Klage gegen eine Messbetragsfestsetzung auf Null
- Betriebs-Berater
Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft
- ra.de
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
GewStG § 8 Nr. 1 Buchst. a; GewStDV § 19 Abs. 1; GewStDV § 19 Abs. 2; KWG § 1; KWG § 2
GewSt-Begünstigung für Konzernfinanzierungsgesellschaften - Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
FGO § 40 Abs. 2; EStG § 10d Abs. 4 S. 4; GewStG § 35b Abs. 2 S. 2
Zulässigkeit einer Klage gegen Nullbescheid - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Hinzurechnung von Zinsen bei der Ermittlung des Gewerbeertrags
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (9)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Konzernfinanzierungsgesellschaft - und das Bankenprivileg
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Klage gegen einen Verlustfeststellungsbescheid - und die Beschwer beim Nullbescheid
- nwb.de (Kurzmitteilung)
Beschwer bei Nullbescheid
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Beschwer bei sog. Nullbescheid - Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft
- deloitte-tax-news.de (Kurzinformation)
Bankenprivileg für Konzernfinanzierungsgesellschaft
- deloitte-tax-news.de (Kurzinformation)
Zulässigkeit der Klage gegen Nullbescheid
- noerr.com (Kurzinformation)
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei Konzernfinanzierungsgesellschaften
- pwc.de (Kurzinformation)
Gewerbesteuerliches Bankenprivileg auch für Konzernfinanzierungsgesellschaften
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Bankenprivileg auch für Konzernfinanzierungsgesellschaften
Sonstiges (2)
Verfahrensgang
- FG Hamburg, 28.08.2015 - 6 K 285/13
- BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Papierfundstellen
- BFHE 256, 199
- DB 2017, 824
- BStBl II 2019, 173
- NZG 2017, 718
Wird zitiert von ... (26) Zitiert selbst (14)
- BFH, 16.10.2002 - I R 23/02
Kreditinstitut i.S.d. § 19 GewStDV
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Rn. 15 Der Begünstigung des § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG liegt der Gedanke zugrunde, dass Kreditinstitute wirtschaftlich nur Durchlaufstellen des Geld- und Kreditverkehrs sind und dass deshalb das Passiv- und Aktivgeschäft artmäßig in etwa übereinstimmen (Senatsurteil vom 16. Oktober 2002 I R 23/02, BFH/NV 2003, 653;… BFH-Urteil vom 10. Februar 1987 VIII R 257/81, BFH/NV 1987, 391; beide m.w.N.).Dies gilt unabhängig davon, dass das Betreiben von Bankgeschäften ohne einschlägige Erlaubnis einen Straftatbestand (§ 54 Abs. 1 Nr. 2 KWG) erfüllen kann (s. Senatsurteil in BFH/NV 2003, 653, m.w.N.;… s.a. Güroff in Glanegger/Güroff, GewStG, 8. Aufl., § 8 Nr. 1a Rz 93a; Köster in Lenski/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, § 8 Nr. 1 Buchst. a Rz 196a;… Schäfer in Boos/Fischer/Schulte-Mattler, KWG, 5. Aufl., § 1 Rz 12).
Dem steht das Senatsurteil in BFH/NV 2003, 653 nicht entgegen (so aber Linkermann, EFG 2016, 138); soweit der Senat dort auf § 2 Abs. 1 (Satz 2) Nr. 7 KWG eingegangen war, war dies nicht entscheidungserheblich.
Nicht zuletzt ist darauf zu verweisen, dass sich § 19 GewStDV in der bis zum Erhebungszeitraum 1989 geltenden Fassung tatbestandlich auf "Unternehmen, für die die Vorschriften des Gesetzes über das Kreditwesen gelten" mit der Folge bezog, dass der persönliche Anwendungsbereich nur für solche Unternehmen eröffnet war, die tatsächlich in ihrer Tätigkeit entsprechenden Regelungen unterworfen waren (s. Pyszka/Brauer, DB 2002, 2456, 2457; Niedersächsisches FG, Urteil vom 28. Februar 2002 6 K 914/99, EFG 2002, 778 [als Vorinstanz zum Senatsurteil in BFH/NV 2003, 653]).
- BVerfG, 12.10.1976 - 1 BvR 197/73
Verfassungsmäßigkeit des § 19 GewStDV hinsichtlich der Pfanleiher
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Rn. 14 a) Gemäß § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG wird die Bundesregierung --im Einklang mit Art. 80 Abs. 1 Satz 2 des Grundgesetzes --GG-- (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 12. Oktober 1976 1 BvR 197/73, BVerfGE 42, 374)-- ermächtigt, mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung Vorschriften zu erlassen über die Beschränkung der Hinzurechnung von Entgelten für Schulden und ihnen gleichgestellte Beträge (§ 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG).Der Verordnungsgeber wollte der wirtschafts-, kredit- und währungspolitischen Funktion des Bankgewerbes angemessen Rechnung tragen und den Umstand berücksichtigen, dass bei Banken der Fremdmitteleinsatz typischerweise besonders groß ist (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 42, 374).
- FG Hamburg, 28.08.2015 - 6 K 285/13
Beschwer durch einen Gewerbesteuermessbescheid - Anwendung des Bankenprivilegs …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 28. August 2015 6 K 285/13 wird als unbegründet zurückgewiesen.Das Finanzgericht (FG) Hamburg gab der dagegen gerichteten Klage statt (Urteil vom 28. August 2015 6 K 285/13, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2016, 133).
- BFH, 10.02.1987 - VIII R 257/81
Beschränkung der Hinzurechnung von Dauerschulden bei Kreditinstituten - …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Rn. 15 Der Begünstigung des § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG liegt der Gedanke zugrunde, dass Kreditinstitute wirtschaftlich nur Durchlaufstellen des Geld- und Kreditverkehrs sind und dass deshalb das Passiv- und Aktivgeschäft artmäßig in etwa übereinstimmen (…Senatsurteil vom 16. Oktober 2002 I R 23/02, BFH/NV 2003, 653; BFH-Urteil vom 10. Februar 1987 VIII R 257/81, BFH/NV 1987, 391; beide m.w.N.).Hieraus ist im Sinne einer Negativabgrenzung abzuleiten, dass jedenfalls Unternehmen, die nur deshalb vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (seit 1. Mai 2002: Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht --BaFin--) als dem Kreditwesengesetz unterstellt angesehen werden, weil sie neben ihrem Warengeschäft in minimalem Umfang auch einige Bankgeschäfte betreiben, nicht als Kreditinstitute i.S. von § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG angesehen werden können (so BFH-Urteil in BFH/NV 1987, 391).
- BFH, 11.01.2012 - I R 27/11
Verhältnis von § 50d Abs. 8 und Abs. 9 Satz 1 Nr. 2 EStG
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Wenn damit zweifelsfrei feststeht, dass die Klägerin die materiellen Voraussetzungen erfüllt, muss dies nicht noch gesondert nachgewiesen werden (s. zum Nachweiserfordernis des § 50d Abs. 8 EStG das Senatsurteil vom 11. Januar 2012 I R 27/11, BFHE 236, 327, dort Rz 12). - BFH, 12.07.2016 - IX R 31/15
Gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags - Bindungswirkung der …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Damit ist der (negative) Gewerbeertrag für die Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den Schluss des Erhebungszeitraums (hier: auf den 31. Dezember 2011) im Sinne einer "inhaltlichen Bindung" maßgebend (…z.B. --zu § 10d Abs. 4 Satz 4 EStG-- BFH-Urteile vom 10. Februar 2015 IX R 6/14, BFH/NV 2015, 812; vom 12. Juli 2016 IX R 31/15, BFHE 255, 1). - BFH, 23.04.2008 - X R 32/06
Der Verfall von Anrechnungsüberhängen bei der Gewerbesteueranrechnung gemäß § 35 …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Rn. 8 Zwar fehlt es für die Anfechtung eines auf Null lautenden Steuerbescheids (Entsprechendes gilt für einen Messbescheid) regelmäßig an der für die Zulässigkeit einer Klage erforderlichen Beschwer (…ständige Rechtsprechung, z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Beschluss vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.); dies gilt aber nicht, wenn sich die Steuerfestsetzung nicht in der Konkretisierung des Steuerschuldverhältnisses erschöpft (z.B. BFH-Urteil vom 23. April 2008 X R 32/06, BFHE 221, 102, BStBl II 2009, 7), etwa weil der zugrunde gelegte Gewinn eine verbindliche Entscheidungsgrundlage für andere Bescheide bildet (z.B. Senatsurteile vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 21. September 2011 I R 7/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616;… s.a. BFH-Urteil vom 9. September 2010 IV R 38/08, BFH/NV 2011, 423). - BFH, 21.09.2011 - I R 7/11
Teilwertabschreibung auf Investmentanteile im Anlagevermögen bei voraussichtlich …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Rn. 8 Zwar fehlt es für die Anfechtung eines auf Null lautenden Steuerbescheids (Entsprechendes gilt für einen Messbescheid) regelmäßig an der für die Zulässigkeit einer Klage erforderlichen Beschwer (…ständige Rechtsprechung, z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Beschluss vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.); dies gilt aber nicht, wenn sich die Steuerfestsetzung nicht in der Konkretisierung des Steuerschuldverhältnisses erschöpft (z.B. BFH-Urteil vom 23. April 2008 X R 32/06, BFHE 221, 102, BStBl II 2009, 7), etwa weil der zugrunde gelegte Gewinn eine verbindliche Entscheidungsgrundlage für andere Bescheide bildet (z.B. Senatsurteile vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 21. September 2011 I R 7/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616;… s.a. BFH-Urteil vom 9. September 2010 IV R 38/08, BFH/NV 2011, 423). - BFH, 10.02.2015 - IX R 6/14
Änderungsmöglichkeit des Steuerbescheides als Voraussetzung für den erstmaligen …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Damit ist der (negative) Gewerbeertrag für die Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den Schluss des Erhebungszeitraums (hier: auf den 31. Dezember 2011) im Sinne einer "inhaltlichen Bindung" maßgebend (z.B. --zu § 10d Abs. 4 Satz 4 EStG-- BFH-Urteile vom 10. Februar 2015 IX R 6/14, BFH/NV 2015, 812; vom 12. Juli 2016 IX R 31/15, BFHE 255, 1). - BFH, 08.06.2011 - I R 79/10
Keine Klagebefugnis des aufnehmenden Unternehmens bei Einbringung eines (Teil-) …
Auszug aus BFH, 06.12.2016 - I R 79/15
Rn. 8 Zwar fehlt es für die Anfechtung eines auf Null lautenden Steuerbescheids (Entsprechendes gilt für einen Messbescheid) regelmäßig an der für die Zulässigkeit einer Klage erforderlichen Beschwer (…ständige Rechtsprechung, z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Beschluss vom 16. Dezember 2014 X B 113/14, BFH/NV 2015, 510, m.w.N.); dies gilt aber nicht, wenn sich die Steuerfestsetzung nicht in der Konkretisierung des Steuerschuldverhältnisses erschöpft (z.B. BFH-Urteil vom 23. April 2008 X R 32/06, BFHE 221, 102, BStBl II 2009, 7), etwa weil der zugrunde gelegte Gewinn eine verbindliche Entscheidungsgrundlage für andere Bescheide bildet (z.B. Senatsurteile vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421; vom 21. September 2011 I R 7/11, BFHE 235, 273, BStBl II 2014, 616;… s.a. BFH-Urteil vom 9. September 2010 IV R 38/08, BFH/NV 2011, 423). - BFH, 09.09.2010 - IV R 38/08
Voraussichtlich dauernde Wertminderung als Voraussetzung einer …
- FG Niedersachsen, 19.11.2015 - 5 K 286/12
Einkommensteuerliche Zurechnung von Anteilen einer GmbH zum …
- BFH, 16.12.2014 - X B 113/14
Verfahrensgegenstand bei Herabsetzung der Einkommensteuer auf 0 EUR während des …
- FG Niedersachsen, 28.02.2002 - 6 K 914/99
Kreditinstut als ein vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen erteilte …
- FG Münster, 30.11.2023 - 10 K 2062/20
Beschränkung auf die Hinzurechnung von Zinsen bei der Ermittlung des …
Während der laufenden Betriebsprüfung beantragte die Klägerin unter Bezugnahme auf das Urteil des BFH vom 6.12.2016 (Az. I R 79/15, BStBl. II 2019, 173) sowie eine entsprechende Verfügung der OFD Nordrhein-Westfalen vom 21.2.2018 (OFD Nordrhein-Westfalen Kurzinformation Gewerbesteuer Nr. 01/2018 sowie DB 2018, 675) bezüglich der Hinzurechnung der Entgelte für Schulden für Zwecke der Gewerbesteuer gemäß § 8 Nr. 1 GewStG die Anwendung des sog. "Bankenprivilegs" nach § 19 Abs. 1 GewStDV.Dies ergebe sich auch nicht aus Rz. 22 des BFH-Urteils vom 6.12.2016 (Az. I R 79/15, BStBl. II 2019, 173).
Rn. 40 Zur Begründung führt das FA aus, die Klägerin räume ein, dass der BFH in seinem Urteil vom 6.12.2016 (Az. I R 79/15, BStBl. II 2019, 173) als eine Voraussetzung für die Anwendung des sog. Bankenprivilegs auf Nichtbanken gefordert habe, dass es sich bei der maßgeblichen Gesellschaft um ein im Wesentlichen am Geld- und Kreditverkehr ausgerichtetes Unternehmen handle.
Soweit die Klägerin hierzu auf die Entscheidung des BFH vom 6.12.2016 (Az. I R 79/15, BStBl. II 2019, 173) verweise, verkenne sie, dass der BFH in diesem Streitfall wegen § 118 FGO gehindert gewesen sei, das Vorliegen der Gewinnerzielungsabsicht eigenständig zu überprüfen.
In diesem Sinne versteht der Senat auch die Rechtsprechung des BFH, wonach Konzernfinanzierungsgesellschaften vom Anwendungsbereich des § 19 Abs. 1 GewStDV a.F. erfasst werden (vgl. BFH-Urteil vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173; vgl. hierzu auch nachfolgend unter Abschn. dd.).
Rn. 59 Vor diesem Hintergrund kann der Senat unentschieden lassen, ob die Gewinnerzielungsabsicht der Klägerin vorliegend bereits mit Blick auf eine Marktüblichkeit der Zinssätze zu bejahen wäre (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173).
Dies folgt im Wesentlich bereits aus dem Wortlaut des § 19 Abs. 1 GewStDV, der ausschließlich auf § 1 Abs. 1 KWG und nicht auch auf § 2 KWG Bezug nimmt (vgl. BFH-Urteil vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173 mit weiteren Ausführungen zum Zweck der Regelung des § 19 Abs. 1 GewStDV;… offen gelassen noch durch BFH-Urteil vom 16.10.2002- I R 32/02, BFH/NV 2003, 653).
Eine Zuordnung der Klägerin zum persönlichen Anwendungsbereich des § 19 Abs. 1 GewStDV i.V.m. § 1 Abs. 1 KWG wird darüber hinaus auch nicht durch die Frage berührt, ob die Klägerin für den Betrieb der Bankgeschäfte einer Erlaubnis der Aufsichtsbehörde gemäß § 32 KWG bedurfte (…vgl. BFH-Urteile vom 16.10.2002- I R 32/02, BFH/NV 2003, 653; vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173; FG Hamburg, Urteil vom 7.12.2016 - 6 K 66/16, DStRE 2018, 234;… zur Ausnahme von der Erlaubnispflicht für Unternehmen i.S.d. § 2 Abs. 1 KWG: Schwennicke in Schwennicke/Auerbach, KWG, 4. Aufl. 2021, § 32 Rn. 20).
Rn. 82 ff. Schließlich ist die Anwendung des § 19 GewStDV auch nicht durch eine vom Wortlaut abweichende (einschränkende) Auslegung der Norm, die Konzernfinanzierungsgesellschaften generell aus dem Tatbestand ausnimmt, ausgeschlossen (BFH-Urteil vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173;… a.A. Güroff in Glanegger/Güroff, GewStG, 10. Aufl. 2021, § 8 Nr. 1 Buchst. a Rn. 52a).
In diesem Fall wird es dem Unternehmen zugestanden, den Nachweis nach § 19 Abs. 2 GewStDV auf andere Weise durch "entsprechende Statistiken" zu führen (so BFH-Urteil vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173).
Grundvoraussetzung für die Annahmen eines "Kreditinstituts" i.S.d. § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG ist deshalb, dass es sich um ein im Wesentlichen am Geld- und Kreditverkehr und damit an den eigentlichen Bankgeschäften ausgerichtetes Unternehmen handelt (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 6.12.2016 - I R 79/15, BStBl. II 2019, 173 zu § 19 GewStDV n.F.).
In diesem Sinne versteht der Senat auch die jüngste Entscheidung des BFH vom 6.12.2016 - I R 79/16 (BStBl. II 2019, 173), in der der BFH zwar auch zu § 19 GewStDV n.F., d.h. unter Geltung des § 19 Abs. 2 GewStDV, ausführt, Grundvoraussetzung für die Annahme eines "Kreditinstituts" i.S.d. § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG sei, dass es sich um ein im Wesentlichen am Geld- und Kreditverkehr und damit an den eigentlichen Bankgeschäften ausgerichtetes Unternehmen handle.
Möglicherweise ist allerdings - aufgrund dessen, dass der BFH dies in seiner Entscheidung vom 6.12.2016 - I R 79/15 (BStBl. II 2019, 173) unter den allgemeinen Ausführungen noch ausdrücklich aufführt - unter Berufung auf den Sinn und Zweck der Ermächtigungsgrundlage des § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG im Sinne einer Negativabgrenzung abzuleiten, dass solche Unternehmen, die nur deshalb von der BaFin als dem Kreditwesengesetz unterstellt angesehen werden, weil sie neben ihrem Warengeschäft in minimalem Umfang auch einige Bankgeschäfte betreiben, nicht als Kreditinstitute i.S.v. § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG angesehen werden können.
Rn. 99 (1) Der BFH versteht in seiner jüngsten Entscheidung vom 6.12.2016 - I R 79/15 (BStBl. II 2019, 173) das Kriterium der wesentlichen Ausrichtung an den eigentlichen Bankengeschäften - unter Bezugnahme auf die ältere Rechtsprechung vom 10.2.1987 - VIII R 257/81 (…BFH/NV 1987, 391) - i.S.e. Negativabgrenzung dahingehend, dass jedenfalls Unternehmen, die nur deshalb von der BaFin als dem Kreditwesengesetz unterstellt angesehen werden, weil sie neben ihrem Warengeschäft in minimalem Umfang auch einige Bankgeschäfte betreiben, nicht als Kreditinstitute i.S.v. § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e GewStG angesehen werden könnten.
- BFH, 19.12.2018 - I R 71/16
Steuerfreistellung nach § 8b Abs. 2 KStG bei gewinn- und umsatzabhängigen …
Rn. 16 b) Das Vorliegen einer Beschwer hat der Senat unter Geltung des § 10d Abs. 4 Satz 4 und 5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 (JStG 2010) vom 8. Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768, BStBl I 2010, 1394) mit Urteilen in BFHE 256, 314, BStBl II 2017, 704 sowie in BFH/NV 2018, 838, bezogen auf einen auf Null EUR lautenden Körperschaftsteuerbescheid ebenso bejaht, wie unter Geltung des § 35b Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 GewStG i.d.F. des JStG 2010 mit Urteil vom 6. Dezember 2016 I R 79/15 (BFHE 256, 199), bezogen auf einen auf Null EUR lautenden Gewerbesteuermessbescheid. - FG Berlin-Brandenburg, 28.06.2022 - 4 K 4039/20
Gewerbesteuerliches sog. Bankenprivileg und Gesellschafterdarlehen: Unbedingte …
Rn. 73 Unerheblich ist, ob das Unternehmen eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht -BaFin- nach § 32 KWG beantragt (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 19 m. w. N.) oder erhalten (BFH…, Urteil vom 16.10.2002 I R 23/02, BFH/NV 2003, 653, Rn. 20 m. w. N.) hat.Auch sog. Konzernfinanzierungsgesellschaften wurden jedenfalls vor Ergänzung des Verweises auf § 2 Abs. 1 KWG im Tatbestand des § 19 Abs. 1 Satz 1 GewStDV durch die Fünfte Verordnung zur Änderung steuerlicher Verordnungen vom 25.06.2020 (BGBl. I, S. 1495), also auch in den Streitjahren, vom Anwendungsbereich des § 19 Abs. 1 GewStDV erfasst (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 22 m. w. N.;… a. A. Güroff in Glanegger/Güroff, 9. Aufl. 2019, § 8 Nr. 1 Buchst. a) GewStG, Rn. 52a).
Vom Anwendungsbereich des § 19 Abs. 1 GewStDV in der in den Streitjahren geltenden Fassung sind demnach auch Konzernfinanzierungsgesellschaften nicht ausgenommen, also solche Unternehmen, die Bankgeschäfte ausschließlich mit ihrem Mutterunternehmen oder ihren Tochter- oder Schwesterunternehmen betreiben und deshalb nach § 2 Abs. 1 Nr. 7 KWG nicht als Kreditinstitute gelten (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 20f. m. w. N.; Oberfinanzdirektion -OFD- Nordrhein-Westfalen Kurzinformation Gewerbesteuer Nr. 01/2018 vom 21.02.2018, Der Betrieb -DB- 2018, 675;… Hofmeister in Brandis/Heuermann, Dokumentenstand 157. EL Mai 2021, § 8 GewStG, Rn. 93;… a. A. Güroff in Glanegger/Güroff, 10. Aufl. 2021, § 8 Nr. 1a GewStG, Rn. 52a), wobei die Klägerin jedenfalls Einlagengeschäfte i. S. d. § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG in Form der Aufnahme von Darlehen nicht nur mit gruppenangehörigen Unternehmen, sondern auch mit Banken getätigt hat, und dies auch mit mehreren Banken und einem Volumen in Millionenhöhe, sodass an der Anwendbarkeit von § 2 Ab. 1 Nr. 7 KWG ohnehin Zweifel bestünden (näher dazu Wieland, BB 2012, 917 (921)).
Zutreffend folgt dem der BFH auch im Rahmen des § 19 Abs. 1 GewStDV; denn im Urteil vom 06.12.2016 (I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 18) hat er die Würdigung der Vorinstanz (FG Hamburg…, Urteil vom 28.08.2015 6 K 285/13, EFG 2016, 133, juris Rn. 41) nicht beanstandet, welche die Bejahung des gewerbsmäßigen Betreibens von Bankgeschäften im entschiedenen Fall darauf gestützt hatte, dass die Geschäfte auf gewisse Dauer angelegt waren und mit Blick auf eine Marktüblichkeit der Zinssätze eine Gewinnerzielungsabsicht bestand.
Rn. 80 Grundvoraussetzung für die Annahme eines "Kreditinstituts" i. S. des § 35c Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e) GewStG ist, dass es sich um ein im Wesentlichen am Geld- und Kreditverkehr und damit an den eigentlichen Bankgeschäften ausgerichtetes Unternehmen handelt (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 15 m. w. N.).
Zwar hat der BFH unter diesem Gesichtspunkt bislang lediglich solche Unternehmen aus dem Anwendungsbereich von § 19 Abs. 1 GewStDV ausgeschieden, die neben anderen Geschäften in minimalem Umfang auch einige Bankgeschäfte betreiben (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 15 m. w. N.), ohne damit auszuschließen, dass die Schwelle des mindestens zu fordernden absoluten und relativen Umfangs der Bankgeschäfte auch höher sein könnte.
Das gilt erst Recht im Rahmen von § 19 Abs. 1 und Abs. 2 GewStDV, denn ein anderes Verständnis wäre schwerlich mit der BFH-Rechtsprechung in Einklang zu bringen, wonach Konzernfinanzierungsgesellschaften vom Anwendungsbereich des § 19 Abs. 1 GewStDV a. F. erfasst werden (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 22 m. w. N.).
Der Verordnungsgeber habe der wirtschafts-, kredit- und währungspolitischen Funktion des Bankgewerbes angemessen Rechnung tragen und den Umstand berücksichtigen wollen, dass bei Banken der Fremdmitteleinsatz typischerweise besonders groß sei (BFH, Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl II 2019, 173, Rn. 15 m. w. N.).
- FG Hessen, 26.08.2020 - 8 K 622/19
1. Ob die Voraussetzungen des sog. Bankenprivilegs i.S.d. § 19 Abs. 1 GewStDV …
Dies ergebe sich letztlich auch aus dem BFH-Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15.Bei der Klägerin handele es sich gerade nicht um eine reine Finanzierungsgesellschaft, wie in dem von dem BFH am 06.12.2016, I R 79/15, entschiedenen Fall, da die Klägerin in den Streitjahren überwiegend Umsätze aus anderen Dienstleistungen erwirtschaftet hätte.
Denn die Gewährung der in § 35 c Nr. 2 Buchst. e GewStG vorgesehene Vergünstigung an Betriebe dieser Art würde nach Auffassung des BFH die reinen Handelsunternehmen in einer Weise benachteiligen, für die sich ein vernünftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonst wie einleuchtender Grund nicht finden ließe (…vgl. zum Ganzen die zu § 19 GewStDV 1986 a.F. ergangenen BFH-Urteile vom 10.02.1987 VIII R 257/81, BFH/NV 1997, 391 und vom 21.05.1997 I R 62/96, BFH/NV 1998, 210 sowie zu der an der Ermächtigungsnorm vorzunehmenden Auslegung des § 19 Abs. 1 GewStDV n.F. BFH-Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl. II 2019, 173, jeweils m.w.N.).
Dementsprechend stellt der BFH in seinem Urteil vom 10.02.1987 auch auf den Anteil der Erträge aus Bankgeschäften ab und beurteilt die Anforderung des § 19 Abs. 2 GewStDV in seinem Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15 (BStBl. II 2019, 173) als zusätzliches Nachweiserfordernis.
Dieser Umstand ändert nichts daran, dass die für die Schaffung der Ermächtigungsgrundlage maßgeblichen Gesichtspunkte und Zwecke auch weiterhin bei der Auslegung der auf dieser Grundlage erlassenen Verordnungsregelungen zu beachten sind (vgl. dazu im Ergebnis auch das zu § 19 Abs. 1 GewStDV n.F. ergangene BFH-Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15, BStBl. II 2019, 173).
Dazu, dass auch Konzernfinanzierungsgesellschaften Kreditinstitute i.S.d. § 35 c Nr. 2 Buchst. e GewStG bzw. § 19 GewStDV sein können vgl. im Übrigen BFH-Urteil vom 06.12.2016 I R 79/15 (BStBl. II 2019, 173).
- BFH, 11.12.2018 - III R 23/16
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei Leasing
Damit ist der (negative) Gewerbeertrag für die Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den Schluss des Erhebungszeitraums (hier: auf den 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2011) im Sinne einer "inhaltlichen Bindung" maßgebend (BFH-Urteil vom 6. Dezember 2016 I R 79/15, BFHE 256, 199, Rz 9), so dass im Feststellungsverfahren der Gewinn/ Verlust aus Gewerbebetrieb nicht eigenständig zu ermitteln ist (BFH-Urteil vom 16. Mai 2018 XI R 50/17, BFHE 261, 342, BStBl II 2018, 752, Rz 20). - BFH, 21.05.2025 - III R 6/24
Zum Bankenprivileg bei einer Konzernfinanzierungsgesellschaft
Während einer Betriebsprüfung unter anderem für die Gewerbesteuer 2012 bis 2015 beantragte die Klägerin unter Bezugnahme auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 06.12.2016 - I R 79/15 (BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173) und eine Verfügung der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen die Anwendung des Bankenprivilegs.Diese Begünstigung wird als Bankenprivileg bezeichnet (vgl. zu dessen Zweck die BFH-Urteile vom 23.08.2000 - I R 98/96, BFHE 193, 144, BStBl II 2002, 207, unter II.A.3.a und vom 06.12.2016 - I R 79/15, BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173, Rz 15 sowie das Senatsurteil vom 30.11.2023 - III R 55/20, BFHE 283, 184, BStBl II 2024, 378, Rz 12).
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf das BFH-Urteil vom 06.12.2016 - I R 79/15 (BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173) und das Senatsurteil vom 30.11.2023 - III R 55/20 (BFHE 283, 184, BStBl II 2024, 378) verwiesen.
Rn. 22 bb) Bankgeschäfte werden nach der Begriffsbestimmung laut der Begründung des Gesetzentwurfs (…BTDrucks 13/7142, S. 62, rechte Spalte oben) gewerbsmäßig betrieben, wenn der Betrieb auf eine gewisse Dauer angelegt ist und der Betreiber ihn mit der Absicht der Gewinnerzielung verfolgt (vgl. BFH-Urteil vom 06.12.2016 - I R 79/15, BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173, Rz 18;… Schäfer in Fischer/Schulte-Mattler, 6. Aufl. 2023, § 1 KWG, Rz 22).
Soweit der BFH im Urteil vom 06.12.2016 - I R 79/15 (BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173, Rz 18) die Annahme der Gewinnerzielungsabsicht mit Blick auf die Marktüblichkeit der Zinssätze bestätigt hat, handelte es sich um eine einzelfallbezogene Sachverhaltswürdigung und nicht um die Formulierung eines zwingenden rechtsgrundsätzlichen Erfordernisses.
- BFH, 30.11.2023 - III R 55/20
Zum gewerbesteuerlichen Bankenprivileg
Sie soll der wirtschafts-, kredit- und währungspolitischen Funktion des Bankgewerbes angemessen Rechnung tragen und den Umstand berücksichtigen, dass bei einer Bank der Fremdmitteleinsatz typischerweise besonders groß ist (vgl. etwa Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 06.12.2016 - I R 79/15, BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173, Rz 15 und vom 23.08.2000 - I R 98/96, BFHE 193, 144, BStBl II 2002, 207, unter II.A.3.a, jeweils m.w.N.).Dies hat der BFH bereits im Urteil vom 06.12.2016 - I R 79/15 (BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173) entschieden; der Senat schließt sich dieser Entscheidung an.
Aus dem BFH-Urteil vom 06.12.2016 - I R 79/15 (BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173) folgt für Konzernfinanzierungsgesellschaften nichts anderes, auch wenn das Urteil ein Unternehmen betraf, das ausschließlich Bankgeschäfte tätigte.
Rn. 16 dd) Um ein im Wesentlichen am Geldverkehr und Kreditverkehr und damit an den eigentlichen Bankgeschäften ausgerichtetes Unternehmen (vgl. etwa BFH-Urteile vom 06.12.2016 - I R 79/15, BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173 …und vom 10.02.1987 - VIII R 257/81, BFH/NV 1987, 391) handelt es sich, wenn im Durchschnitt aller Monatsausweise des Wirtschaftsjahrs des Kreditinstituts nach § 25 KWG oder entsprechender Statistiken die Aktivposten aus Bankgeschäften und dem Erwerb von Geldforderungen die Aktivposten aus anderen Geschäften überwiegen; in den Vergleich sind Aktivposten aus Anlagen nach § 19 Abs. 1 GewStDV nicht einzubeziehen (§ 19 Abs. 2 GewStDV).
- BFH, 28.11.2019 - IV R 43/16
Unzulässigkeit eines erstmals im Revisionsverfahren gestellten …
Eine Messbetragsfestsetzung von Null löst wegen der in § 35b Abs. 2 Satz 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) angeordneten Bindungswirkung für den Verlustfeststellungsbescheid eine Beschwer aus (BFH-Urteil vom 06.12.2016 - I R 79/15, BFHE 256, 199, BStBl II 2019, 173, Rz 7 f.). - FG Münster, 30.06.2021 - 13 K 272/19
Zurechnung von Einkünften aufgrund einer disquotalen Ausschüttung; Feststellung …
Die Höhe des dabei zugrunde gelegten Gewinns aus Gewerbebetrieb (1.541.354 EUR) hat aber Bedeutung für die Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes gem. § 35b Abs. 2 Satz 2 GewStG, so dass die Klägerin insofern beschwert ist (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6.12.2016 I R 79/15, Amtliche Sammlung der Entscheidungen des BFH - BFHE - 256, 199, Bundessteuerblatt - BStBl - II 2019, 173, Rz. 9). - FG Schleswig-Holstein, 30.06.2020 - 1 K 55/16
Gewerbesteuer: Zugehörigkeit von Drittunternehmen gegen Entgelt zur Verfügung …
Denn im Hinblick auf die nach § 35 b Abs. 2 Satz 2 GewStG bestehende Maßgeblichkeit des Gewerbesteuermessbescheides und des darin ausgewiesenen (negativen) Gewerbeertrags für den Verlustfeststellungsbescheid ist die Klägerin im Streitfall auch bei einer Nullfestsetzung des Gewerbesteuermessbetrages beschwert im Sinne des § 40 Abs. 2 FGO (vgl. BFH, Urteil vom 6. Dezember 2016 I R 79/15, BFH/NV 2017, 851).Denn der (negative) Gewerbeertrag im Streitjahr ist für die Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes auf den Schluss des Erhebungszeitraums (hier: auf den 31. Dezember 2011) im Sinne einer "inhaltlichen Bindung" maßgebend (vgl. BFH, Urteil vom 6. Dezember 2016 I R 79/15, BFH/NV 2017, 851).
Da auf dieser Grundlage eine eigenständige Prüfung im Rahmen des Feststellungsverfahrens nicht mehr stattfindet, folgt daraus eine sachliche Beschwer, die den Steuerpflichtigen auch bei Vorliegen eines Nullbescheids zur Anfechtung berechtigt (vgl. BFH, Urteil vom 6. Dezember 2016 I R 79/15, BFH/NV 2017, 851 m.w.N.).
- BFH, 20.03.2025 - IV R 27/22
Übertragung von Pensionsverpflichtungen - erstmalige Anwendung des § 4f EStG
- BFH, 16.07.2020 - IV R 30/18
Keine Hinzurechnung von Schuldzinsen aus Erwerb einer mitunternehmerischen …
- BFH, 01.06.2022 - III R 56/20
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Mieten für Mehrwegbehältnisse im Handel
- BFH, 18.12.2024 - I R 12/21
Missbräuchliche Inanspruchnahme eines abkommensrechtlichen Schachtelprivilegs
- BFH, 17.03.2021 - IV R 7/20
Verhältnis der Verlustfeststellung zur Messbetragsfestsetzung
- BFH, 10.02.2022 - IV R 33/18
Verhältnis der Verlustfeststellung zur Messbetragsfestsetzung - Aufwendungen für …
- FG Düsseldorf, 24.09.2020 - 14 K 3796/13
Erstausbildung: Rettungshelferkurs während des Zivildienstes ist keine …
- BFH, 29.08.2024 - V R 43/21
Zusammenfassung von Betrieben gewerblicher Art (BgA) gemäß § 4 Abs. 6 Satz 1 des …
- BFH, 09.03.2023 - IV R 11/20
Erweiterte Kürzung: Keine teleologische Reduktion im Fall von Sondervergütungen …
- FG Düsseldorf, 23.11.2023 - 14 K 1037/22
Gewerberaummiete und Gewerbesteuermessbetrag
- FG Berlin-Brandenburg, 08.07.2025 - 6 K 6040/22
Treuhandmodell in Bezug auf Betriebsvorrichtungen bei erweiterter Kürzung
- FG Düsseldorf, 18.08.2023 - 3 K 2043/19
Gewerbesteuer: Gewerbesteuerbefreiung für Leistungen zur "Erweiterten Ambulanten …
- FG Rheinland-Pfalz, 29.07.2021 - 3 K 1383/20
Betriebsverpachtung als Betriebsübergang im Ganzen i.S.d. § 2 Abs. 5 GewStG - …
- FG Köln, 20.05.2020 - 2 K 1079/19
Beschwer wegen einer geschlechterbezogenen Diskriminierung durch die …
- FG Sachsen, 13.10.2021 - 2 K 942/20
Berechnung des Kürzungsbetrages unter Berücksichtigung der Ersatzwirtschaftswerte …
- FG Münster, 16.09.2021 - 13 V 1459/21
Aussetzung der Vollziehung der Bescheide über Körperschaftsteuer und den …
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