Rechtsprechung
| BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23 |
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Gegenstandswert eines Anspruchs auf Herabsetzung der Miete bei einer zwischen den Mietvertragsparteien vereinbarten Staffelmiete
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§ 249 Abs 1 BGB, § 257 BGB, § 280 Abs 1 BGB, § 291 BGB, § 398 BGB
Gegenstandswert eines Anspruchs auf Herabsetzung der Miete bei einer zwischen den Mietvertragsparteien vereinbarten Staffelmiete - IWW
§§ 398, ... 280 Abs. 1 BGB, §§ 39 ff. GKG, § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG, §§ 3 ff. ZPO, § 9 ZPO, § 8 ZPO, § 139 BGB, § 557a Abs. 4 Satz 1 BGB, § 280 Abs. 1, § 249 Abs. 1, § 398 BGB, § 13e Abs. 1 RDG, § 291 BGB, Nr. 2300 VV RVG, § 280 Abs. 1 BGB, § 257 BGB, § 556d Abs. 1 BGB, § 556g BGB, § 13e RDG, § 4 Abs. 5 RDGEG, §§ 556d ff. BGB, § 48 Abs. 1 GKG, § 9 Abs. 1 ZPO, § 3 ZPO, § 551 Abs. 1 BGB, § 2 Abs. 2 Satz 1 RVG, Nr. 1008 VV RVG, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
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Bemessung des Gegenstandswerts eines Anspruchs auf Abgabe einer Erklärung bzgl. der künftigen Herabsetzung der Miete bei einer zwischen den Mietvertragsparteien vereinbarten Staffelmiete
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Gegenstandswert eines Anspruchs auf Herabsetzung der Miete bei einer zwischen den Mietvertragsparteien vereinbarten Staffelmiete
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Gegenstandswert für Mietherabsetzung = 42-facher Überschreitungsbetrag!
Kurzfassungen/Presse
- anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)
Abgabe einer Erklärung, dass die Miete künftig herabgesetzt wird
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Gegenstandswert für Mietherabsetzung = 42-facher Überschreitungsbetrag! (IMR 2025, 81)
Verfahrensgang
- AG Berlin-Schöneberg, 30.03.2023 - 13 C 60/22
- LG Berlin, 14.11.2023 - 63 S 127/23
- BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Papierfundstellen
- NJW-RR 2025, 269
- NZM 2025, 124
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (12)
- BGH, 15.05.2024 - VIII ZR 52/23
Wohnraummietrechtsstreit: Wirksamkeit der Einlegung eines Rechtsmittels durch …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Zur Bemessung des Gegenstandswerts eines Anspruchs auf Abgabe einer Erklärung, dass die Miete künftig herabgesetzt wird, bei einer zwischen den Mietvertragsparteien vereinbarten Staffelmiete im Sinne von § 557a Abs. 1 BGB (im Anschluss an BGH, Urteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 46 f. mwN).Es kommt darauf an, wie sich die voraussichtliche Behandlung des Schadensfalls aus der Sicht des Geschädigten darstellt (…vgl. nur Senatsurteile vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22, NJW-RR 2024, 14 Rn. 24; vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 45 mwN).
Rn. 20 Ob die Erforderlichkeit und Zweckmäßigkeit der ergriffenen Maßnahme gegeben ist, entzieht sich dabei einer generalisierenden Betrachtung; dies ist vielmehr vom Tatrichter aufgrund einer Würdigung der Umstände des Einzelfalls festzustellen (…vgl. Senatsurteile vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22, aaO Rn. 25; vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, aaO Rn. 46).
Denn sie übergeht, dass es sich bei der Aufforderung, die im Wohnungsmietvertrag vereinbarte Miete auf das höchstzulässige Maß herabzusetzen, um eine im engen Zusammenhang mit der von der Klägerin zulässigerweise erhobenen Rüge und dem von ihr geltend gemachten Anspruch auf Rückerstattung zu viel gezahlter Miete stehende Maßnahme handelt, die letztlich dazu dient, für die Zukunft die Geltendmachung weitergehender Rückzahlungsansprüche der Mieter entbehrlich zu machen (…vgl. Senatsurteile vom 27. November 2019 - VIII ZR 285/18, BGHZ 224, 89 Rn. 162;… vom 19. Januar 2022 - VIII ZR 123/21, NJW-RR 2022, 376 Rn. 30;… vom 18. Mai 2022 - VIII ZR 9/22, WuM 2022, 468 Rn. 31; vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, aaO).
Rn. 22 cc) Der von der Klägerin mit dieser Aufforderung verfolgte Anspruch ist deshalb gemäß § 48 Abs. 1 GKG, § 9 ZPO (…vgl. hierzu Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 117) mit dem 42-fachen des von ihr berechtigterweise verlangten Überschreitungsbetrags in Höhe von monatlich 524, 40 EUR als dem höchsten für die Berechnung maßgeblichen Einzelwert innerhalb des gemäß § 9 Abs. 1 ZPO zu betrachtenden Zeitraums von dreieinhalb Jahren (…vgl. hierzu Senatsurteil vom 30. März 2022 - VIII ZR 279/21, WuM 2022, 600 Rn. 47;… Senatsbeschluss vom 10. Oktober 2023 - VIII ZR 45/22, juris Rn. 35; jeweils mwN) zu bemessen (vgl. Senatsurteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 47).
Es hat diesen aber (versehentlich) mit einem zu hohen Betrag bewertet, weil sich der angesetzte Überschreitungsbetrag von monatlich 524, 40 EUR auf die Differenz zwischen der höchstzulässigen Miete von monatlich 440, 22 EUR zu der aufgrund der ersten Mietstaffel ab September 2021 geschuldeten Miete in Höhe von monatlich 964, 62 EUR bezieht, nicht aber auf die Differenz zur Ausgangsmiete in Höhe von 932 EUR, welche jedoch für die bei Beginn des Mietverhältnisses bereits vereinbarte und gezahlte Mietkaution maßgeblich ist (vgl. § 551 Abs. 1 BGB; Senatsurteile vom 20. Juli 2005 - VIII ZR 347/04, NJW 2005, 2773 unter II 2 a; vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 48;… Schmidt-Futterer/Flatow, Mietrecht, 16. Aufl., § 551 BGB Rn. 34).
- BGH, 27.05.2020 - VIII ZR 45/19
Wohnraummietrecht: Rückzahllungs- und Auskunftsanspruch eines Mieters bei …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Denn die Beklagte hat - was aufgrund des auf die Höhe der geltend gemachten Rechtsverfolgungskosten beschränkten Gegenstands des Berufungsverfahrens mit bindender Wirkung feststeht - ihre aus § 556d Abs. 1 BGB folgende Pflicht, von den Mietern nur die höchstzulässige Miete zu verlangen, pflichtwidrig und schuldhaft verletzt und die Klägerin dazu veranlasst, für die Mieter Ansprüche nach § 556g BGB in der seit dem 1. April 2020 geltenden Fassung geltend zu machen (vgl. auch Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116;… vom 23. März 2022 - VIII ZR 133/20, aaO Rn. 22).Das ergibt sich aus der seit dem 1. Oktober 2021 geltenden Vorschrift des § 13e RDG, die im Hinblick auf die im Januar 2022 erfolgte Beauftragung der Klägerin durch die Mieter statt der zuvor maßgeblichen Vorschrift des § 4 Abs. 5 RDGEG aF (vgl. hierzu Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 117) Anwendung findet.
Hierbei ist im Verhältnis zur Beklagten grundsätzlich der Gegenstandswert zugrunde zu legen, der der berechtigten Schadensersatzforderung der Mieter entspricht (vgl. Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, aaO Rn. 116).
Rn. 22 cc) Der von der Klägerin mit dieser Aufforderung verfolgte Anspruch ist deshalb gemäß § 48 Abs. 1 GKG, § 9 ZPO (vgl. hierzu Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 117) mit dem 42-fachen des von ihr berechtigterweise verlangten Überschreitungsbetrags in Höhe von monatlich 524, 40 EUR als dem höchsten für die Berechnung maßgeblichen Einzelwert innerhalb des gemäß § 9 Abs. 1 ZPO zu betrachtenden Zeitraums von dreieinhalb Jahren (…vgl. hierzu Senatsurteil vom 30. März 2022 - VIII ZR 279/21, WuM 2022, 600 Rn. 47;… Senatsbeschluss vom 10. Oktober 2023 - VIII ZR 45/22, juris Rn. 35; jeweils mwN) zu bemessen (…vgl. Senatsurteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 47).
Rn. 23 b) Zudem sind bei der Bemessung des Gegenstandswerts der vorgerichtlichen Tätigkeit der Klägerin - abweichend von der durch das Berufungsgericht übernommenen Berechnung des Amtsgerichts - gemäß § 48 Abs. 1 GKG, § 3 ZPO die im Rügeschreiben gleichfalls geltend gemachten Ansprüche der Mieter auf Rückzahlung zu viel gezahlter Miete zu berücksichtigen (vgl. Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, aaO), welche die Klägerin vorliegend mit dem zweifachen Überschreitungsbetrag (2 x 524, 40 EUR = 1.048,80 EUR) angesetzt hat.
- BGH, 23.03.2022 - VIII ZR 133/20
Rechtsschutzbedürfnis bei Leistungklagen: Fehlende Schutzwürdigkeit nur in …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Rn. 15 1. Das Berufungsgericht ist - ohne dies näher auszuführen - zutreffend davon ausgegangen, dass den Mietern gemäß § 280 Abs. 1 BGB dem Grunde nach ein Anspruch gegen die beklagte Vermieterin auf Freistellung von den ihnen entstandenen vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten (§ 249 Abs. 1, § 257 BGB) zusteht, den die Klägerin als Inkassodienstleisterin gemäß § 398 BGB aus abgetretenem Recht auch im eigenen Namen geltend machen kann und der sich aufgrund der Abtretung in einen Zahlungsanspruch umgewandelt hat (vgl. nur Senatsurteil vom 23. März 2022 - VIII ZR 133/20, NZM 2022, 413 Rn. 22 f. mwN).Denn die Beklagte hat - was aufgrund des auf die Höhe der geltend gemachten Rechtsverfolgungskosten beschränkten Gegenstands des Berufungsverfahrens mit bindender Wirkung feststeht - ihre aus § 556d Abs. 1 BGB folgende Pflicht, von den Mietern nur die höchstzulässige Miete zu verlangen, pflichtwidrig und schuldhaft verletzt und die Klägerin dazu veranlasst, für die Mieter Ansprüche nach § 556g BGB in der seit dem 1. April 2020 geltenden Fassung geltend zu machen (…vgl. auch Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116; vom 23. März 2022 - VIII ZR 133/20, aaO Rn. 22).
- BGH, 20.09.2023 - VIII ZR 247/22
Erstattung außergerichtlicher Kosten für Inkassodienstleister nach erfolgloser …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Es kommt darauf an, wie sich die voraussichtliche Behandlung des Schadensfalls aus der Sicht des Geschädigten darstellt (vgl. nur Senatsurteile vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22, NJW-RR 2024, 14 Rn. 24;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 45 mwN).Rn. 20 Ob die Erforderlichkeit und Zweckmäßigkeit der ergriffenen Maßnahme gegeben ist, entzieht sich dabei einer generalisierenden Betrachtung; dies ist vielmehr vom Tatrichter aufgrund einer Würdigung der Umstände des Einzelfalls festzustellen (vgl. Senatsurteile vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22, aaO Rn. 25;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, aaO Rn. 46).
- BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 347/04
Mietminderung bei Abweichung der im Mietvertrag angegebenen von der tatsächlichen …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Es hat diesen aber (versehentlich) mit einem zu hohen Betrag bewertet, weil sich der angesetzte Überschreitungsbetrag von monatlich 524, 40 EUR auf die Differenz zwischen der höchstzulässigen Miete von monatlich 440, 22 EUR zu der aufgrund der ersten Mietstaffel ab September 2021 geschuldeten Miete in Höhe von monatlich 964, 62 EUR bezieht, nicht aber auf die Differenz zur Ausgangsmiete in Höhe von 932 EUR, welche jedoch für die bei Beginn des Mietverhältnisses bereits vereinbarte und gezahlte Mietkaution maßgeblich ist (vgl. § 551 Abs. 1 BGB; Senatsurteile vom 20. Juli 2005 - VIII ZR 347/04, NJW 2005, 2773 unter II 2 a;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NZM 2024, 755 Rn. 48;… Schmidt-Futterer/Flatow, Mietrecht, 16. Aufl., § 551 BGB Rn. 34). - BGH, 16.04.2024 - VI ZR 223/21
Datenschutzgrundverordnung: Umfang des datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruchs
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Rn. 29 Aus Gründen der prozessualen Fairness (vgl. BGH, Urteil vom 16. April 2024 - VI ZR 223/21, WM 2024, 991 Rn. 19 mwN) und zur Gewährung rechtlichen Gehörs (…vgl. Senatsurteil vom 18. Oktober 2023 - VIII ZR 307/20, BGHZ 238, 327 Rn. 52) ist den Parteien, wie von der Klägerin in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat auch ausdrücklich angeregt, Gelegenheit zu geben, hierzu in der Tatsacheninstanz ergänzend vorzutragen. - BGH, 18.10.2023 - VIII ZR 307/20
Geltendmachung nichtexistenter Forderungen durch medizinisches …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Rn. 29 Aus Gründen der prozessualen Fairness (vgl. BGH…, Urteil vom 16. April 2024 - VI ZR 223/21, WM 2024, 991 Rn. 19 mwN) und zur Gewährung rechtlichen Gehörs (vgl. Senatsurteil vom 18. Oktober 2023 - VIII ZR 307/20, BGHZ 238, 327 Rn. 52) ist den Parteien, wie von der Klägerin in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat auch ausdrücklich angeregt, Gelegenheit zu geben, hierzu in der Tatsacheninstanz ergänzend vorzutragen. - BGH, 27.11.2019 - VIII ZR 285/18
Zur Vereinbarkeit der Tätigkeit des registrierten Inkassodienstleisters "Lexfox" …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Denn sie übergeht, dass es sich bei der Aufforderung, die im Wohnungsmietvertrag vereinbarte Miete auf das höchstzulässige Maß herabzusetzen, um eine im engen Zusammenhang mit der von der Klägerin zulässigerweise erhobenen Rüge und dem von ihr geltend gemachten Anspruch auf Rückerstattung zu viel gezahlter Miete stehende Maßnahme handelt, die letztlich dazu dient, für die Zukunft die Geltendmachung weitergehender Rückzahlungsansprüche der Mieter entbehrlich zu machen (vgl. Senatsurteile vom 27. November 2019 - VIII ZR 285/18, BGHZ 224, 89 Rn. 162;… vom 19. Januar 2022 - VIII ZR 123/21, NJW-RR 2022, 376 Rn. 30;… vom 18. Mai 2022 - VIII ZR 9/22, WuM 2022, 468 Rn. 31;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, aaO). - BGH, 19.01.2022 - VIII ZR 123/21
Beauftragung eines Inkassodienstleisters mit der Beitreibung einer Forderung …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Denn sie übergeht, dass es sich bei der Aufforderung, die im Wohnungsmietvertrag vereinbarte Miete auf das höchstzulässige Maß herabzusetzen, um eine im engen Zusammenhang mit der von der Klägerin zulässigerweise erhobenen Rüge und dem von ihr geltend gemachten Anspruch auf Rückerstattung zu viel gezahlter Miete stehende Maßnahme handelt, die letztlich dazu dient, für die Zukunft die Geltendmachung weitergehender Rückzahlungsansprüche der Mieter entbehrlich zu machen (…vgl. Senatsurteile vom 27. November 2019 - VIII ZR 285/18, BGHZ 224, 89 Rn. 162; vom 19. Januar 2022 - VIII ZR 123/21, NJW-RR 2022, 376 Rn. 30;… vom 18. Mai 2022 - VIII ZR 9/22, WuM 2022, 468 Rn. 31;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, aaO). - BGH, 18.05.2022 - VIII ZR 9/22
Aktivlegitimation eines registrierten Inkassodienstleisters zur Verfolgung der …
Auszug aus BGH, 27.11.2024 - VIII ZR 278/23
Denn sie übergeht, dass es sich bei der Aufforderung, die im Wohnungsmietvertrag vereinbarte Miete auf das höchstzulässige Maß herabzusetzen, um eine im engen Zusammenhang mit der von der Klägerin zulässigerweise erhobenen Rüge und dem von ihr geltend gemachten Anspruch auf Rückerstattung zu viel gezahlter Miete stehende Maßnahme handelt, die letztlich dazu dient, für die Zukunft die Geltendmachung weitergehender Rückzahlungsansprüche der Mieter entbehrlich zu machen (…vgl. Senatsurteile vom 27. November 2019 - VIII ZR 285/18, BGHZ 224, 89 Rn. 162;… vom 19. Januar 2022 - VIII ZR 123/21, NJW-RR 2022, 376 Rn. 30; vom 18. Mai 2022 - VIII ZR 9/22, WuM 2022, 468 Rn. 31;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, aaO). - BGH, 30.03.2022 - VIII ZR 279/21
Wirksamkeit der Abtretung des Anspruchs eines Wohnungsmieters an einen …
- BGH, 10.10.2023 - VIII ZR 45/22
Mietpreisbremse in Berlin bei Staffelmiete: Fortwirkung qualifizierter Rüge der …
- BGH, 19.02.2025 - VIII ZR 138/23
Musterfeststellungsklage zur Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten
Es kommt darauf an, wie sich die voraussichtliche Behandlung des Schadensfalls aus der Sicht des Geschädigten darstellt (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 8. November 1994 - VI ZR 3/94, BGHZ 127, 348, 351;… vom 17. September 2015 - IX ZR 280/14, aaO Rn. 8;… vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22, NJW-RR 2024, 14 Rn. 24;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NJW 2024, 2456 Rn. 45; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, juris Rn. 19). - BGH, 01.07.2026 - VIII ZR 125/23
Vorliegen des betreffenden Ausnahmetatbestands maßgebend für Bestimmung der …
Rn. 43 a) Nach der Rechtsprechung des Senats kann ein solcher Anspruch dem Grunde nach bestehen, wenn der Vermieter seine aus §§ 556d ff. BGB folgende Pflicht, von dem Mieter nur die nach diesen Vorschriften höchstzulässige Miete zu verlangen, schuldhaft verletzt und dadurch Anlass gegeben hat, dass der Mieter - beziehungsweise ein Dritter aus abgetretenem Recht - seine Ansprüche wegen eines Verstoßes gegen die Vorschriften zur Begrenzung der Miethöhe (§§ 556d ff. BGB) geltend macht (st. Rspr.;… vgl. Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116;… vom 29. November 2023 - VIII ZR 75/23, NJW-RR 2024, 282 Rn. 45;… vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23, NJW 2024, 2456 Rn. 43; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, NJW-RR 2025, 269 Rn. 15;… Senatsbeschluss vom 10. Oktober 2023 - VIII ZR 45/22, WuM 2024, 30 Rn. 32). - BGH, 11.06.2026 - VII ZR 93/25
Anspruch auf Ersatz der Kosten einer vom Gläubiger über den Schuldner eingeholten …
Rn. 14 Ob die ergriffene Maßnahme aus der ex-ante-Sicht des Gläubigers erforderlich und zweckmäßig ist, entzieht sich einer generalisierenden Betrachtung; dies ist vielmehr vom Tatrichter aufgrund einer Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalls festzustellen (vgl. BGH…, Urteil vom 19. Februar 2025 - VIII ZR 138/23 Rn. 69, BGHZ 243, 116; Urteil vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23 Rn. 20, MDR 2025, 302;… Urteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23 Rn. 46, MDR 2024, 1064;… Urteil vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22 Rn. 25, MDR 2024, 22;… Beschluss vom 31. Januar 2012 - VIII ZR 277/11 Rn. 4, WuM 2012, 262; grundlegend BGH…, Urteil vom 6. April 1976 - VI ZR 246/74, BGHZ 66, 182, juris Rn. 117).Diese Würdigung unterliegt nur eingeschränkter revisionsrechtlicher Überprüfung (vgl. BGH, Urteil vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23 Rn. 20, MDR 2025, 302;… Urteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23 Rn. 46, MDR 2024, 1064;… Urteil vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22 Rn. 25, MDR 2024, 22), ob die rechtlichen Anforderungen zutreffend erfasst und ausgelegt, alle für die Beurteilung wesentlichen Umstände berücksichtigt sowie die Denkgesetze und die Erfahrungssätze beachtet wurden.
- BGH, 01.07.2026 - VIII ZR 211/23
Zulässigkeit des geltend gemachten Auskunftsanspruchs des Klägers der für das …
Der Gegenstandswert eines - auf die Vorschriften der §§ 556d ff. BGB gestützten - Anspruchs auf Abgabe einer Erklärung des Vermieters, dass die Miete künftig herabgesetzt wird, ist nicht gemäß § 41 Abs. 5 GKG in der vom 1. Januar 2021 bis 31. Mai 2025 geltenden Fassung analog mit dem einfachen Jahresbetrag, sondern gemäß § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG, §§ 3, 9 ZPO mit dem dreieinhalbfachen Jahresbetrag, um den die vereinbarte Miete die höchstzulässige Miete überschreitet, zu bemessen (…im Anschluss an Senatsurteil vom 18. Mai 2022 - VIII ZR 382/21, juris Rn. 54;… vgl. auch Senatsurteile vom 29. November 2023 - VIII ZR 75/23, WuM 2024, 144 Rn. 6, 45; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, NJW-RR 2025, 269 Rn. 16, 18, 22).Richtigerweise bemisst sich dieser Wert in Fällen, bei denen die Vorschrift des § 41 Abs. 5 GKG in der seit dem 1. Juni 2025 geltenden, die Feststellung einer Überschreitung der nach § 556d Abs. 1 oder § 556e BGB zulässigen Miete erstmals ausdrücklich regelnden Fassung - wie hier - noch nicht zur Anwendung kommt, nach § 4 Abs. 5 RDGEG aF, § 23 Abs. 1 RVG, § 48 Abs. 1 GKG, § 9 ZPO mit dem 42-fachen Überschreitungsbetrag (st. Rspr.;… vgl. - in Bezug auf Fälle, bei denen die Beauftragung der Klägerin durch den jeweiligen Mieter nach dem 1. Januar 2021 lag, so dass § 41 Abs. 5 GKG in der ab diesem Zeitpunkt geltenden Fassung bereits anzuwenden gewesen wäre - Senatsurteile vom 29. November 2023 - VIII ZR 75/23, WuM 2024, 144 Rn. 6, 45; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, NJW-RR 2025, 269 Rn. 16, 18, 22).
- BGH, 30.06.2026 - VIII ZR 161/22
Geltendmachen der Ansprüche eines Mieters gegen den Vermieter wegen eines …
Rn. 31 d) Zu Recht hat das Berufungsgericht ferner einen Anspruch der Klägerin aus abgetretenem Recht der Mieter (§ 398 BGB) gegen die Beklagte auf Ersatz von vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten gemäß § 280 Abs. 1, § 249 Abs. 1, § 257 BGB, § 4 Abs. 5 RDGEG aF in der geltend gemachten Höhe von 754, 76 EUR nebst Zinsen (§ 291 BGB) bejaht (…vgl. hierzu Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116 und 118;… vom 23. März 2022 - VIII ZR 133/20, NZM 2022, 413 Rn. 22 f.; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, NZM 2025, 124 Rn. 15 f.).Bei Ansatz eines der berechtigten Forderung der Mieter entsprechenden Gegenstandswerts (47-facher Überschreitungsbetrag;… vgl. zum Ansatz Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, aaO Rn. 117; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, aaO Rn. 22-24) ergibt sich (jedenfalls) der von der Klägerin geltend gemachte Betrag.
- BGH, 30.06.2026 - VIII ZR 150/22
Anspruch einer GmbH gegen beklagte Vermieterin auf Ansprüche wegen behaupteten …
Rn. 32 d) Zu Recht hat das Berufungsgericht auch einen Anspruch der Klägerin aus abgetretenem Recht des Mieters (§ 398 BGB) gegen die Beklagte auf Ersatz von vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten gemäß § 280 Abs. 1, § 249 Abs. 1, § 257 BGB, § 4 Abs. 5 RDGEG aF in Höhe von jedenfalls 400, 01 EUR nebst Zinsen (§ 291 BGB) bejaht (…vgl. hierzu Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116 und 118;… vom 23. März 2022 - VIII ZR 133/20, NZM 2022, 413 Rn. 22 f.; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, NZM 2025, 124 Rn. 15 f.).Bei Ansatz eines der berechtigten Forderung des Mieters entsprechenden Gegenstandswerts (47-facher Überschreitungsbetrag;… vgl. zum Ansatz Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, aaO Rn. 117; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, aaO Rn. 22-24) ergibt sich (jedenfalls) der vom Berufungsgericht der Klägerin zugesprochene Betrag.
- BGH, 30.06.2026 - VIII ZR 162/22
Geltendmachen der Ansprüche eines Mieters gegen den Vermieter wegen eines …
Rn. 30 d) Zu Recht hat das Berufungsgericht auch einen Anspruch der Klägerin aus abgetretenem Recht der Mieter (§ 398 BGB) gegen die Beklagte auf Ersatz von vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten gemäß § 280 Abs. 1, § 249 Abs. 1, § 257 BGB, § 4 Abs. 5 RDGEG aF in der geltend gemachten Höhe von 1.277,58 EUR nebst Zinsen (§ 291 BGB) bejaht (…vgl. hierzu Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116 und 118;… vom 23. März 2022 - VIII ZR 133/20, NZM 2022, 413 Rn. 22 f.; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, NZM 2025, 124 Rn. 15 f.).Bei Ansatz eines der berechtigten Forderung der Mieter entsprechenden Gegenstandswerts (47-facher Überschreitungsbetrag;… vgl. zum Ansatz Senatsurteile vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, aaO Rn. 117; vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23, aaO Rn. 22-24) ergibt sich (jedenfalls) der von der Klägerin geltend gemachte Betrag.
- BGH, 11.06.2026 - VII ZR 96/25
Anspruch auf Ersatz der Kosten einer vom Gläubiger über den Schuldner eingeholten …
Rn. 14 Ob die ergriffene Maßnahme aus der ex-ante-Sicht des Gläubigers erforderlich und zweckmäßig ist, entzieht sich einer generalisierenden Betrachtung; dies ist vielmehr vom Tatrichter aufgrund einer Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalls festzustellen (vgl. BGH…, Urteil vom 19. Februar 2025 - VIII ZR 138/23 Rn. 69, BGHZ 243, 116; Urteil vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23 Rn. 20, MDR 2025, 302;… Urteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23 Rn. 46, MDR 2024, 1064;… Urteil vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22 Rn. 25, MDR 2024, 22;… Beschluss vom 31. Januar 2012 - VIII ZR 277/11 Rn. 4, WuM 2012, 262; grundlegend BGH…, Urteil vom 6. April 1976 - VI ZR 246/74, BGHZ 66, 182, juris Rn. 117).Diese Würdigung unterliegt nur eingeschränkter revisionsrechtlicher Überprüfung (vgl. BGH, Urteil vom 27. November 2024 - VIII ZR 278/23 Rn. 20, MDR 2025, 302;… Urteil vom 15. Mai 2024 - VIII ZR 52/23 Rn. 46, MDR 2024, 1064;… Urteil vom 20. September 2023 - VIII ZR 247/22 Rn. 25, MDR 2024, 22), ob die rechtlichen Anforderungen zutreffend erfasst und ausgelegt, alle für die Beurteilung wesentlichen Umstände berücksichtigt sowie die Denkgesetze und die Erfahrungssätze beachtet wurden.
- LG Berlin II, 26.02.2025 - 64 S 189/23
Rüge einer Mietüberhöhung durch vollmachtlosen Vertreter; Genehmigungsmöglichkeit …
Zwar gilt seit dem 1. Oktober 2021 für Inkassodienstleistungen, die unbestrittene Forderungen betreffen, nach Absatz 2 der Anmerkung zur Nr. 2300 VV RVG ein Gebührenrahmen von 0, 5 bis höchstens 1, 3 (BGH, Urt. v. 27.11.2024 - VIII ZR 278/23 -, GE 2025, 89 ff., Rn. 28, zitiert nach juris).
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