Rechtsprechung
| BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25 |
Volltextveröffentlichungen (12)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Anwendbarkeit des § 556c BGB bei Umstellung von durch Mieter betriebenen Einzelöfen auf gewerbliche Wärmelieferung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 556c BGB
- IWW
§ 556 BGB, § ... 167 ZPO, §§ 195, 199 BGB, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB, §§ 133, 157 BGB, § 556c BGB, § 556c Abs. 1 Satz 1 BGB, §§ 1, 2 BetrKV, § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 555b Nr. 2 und Nr. 4 BGB, §§ 559 ff. BGB, § 2 Nr. 4 Buchst. c BetrKV, 199 Abs. 1 BGB, § 7 Abs. 2 der Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heiz- und Warmwasserkosten, § 8 Abs. 2 HeizkostenV, § 556c Abs. 4 BGB, § 556 Abs. 1 BGB, § 1 Abs. 1 Nr. 2, § 7 Abs. 4 HeizkostenV, § 7 Abs. 2 HeizkostenV, § 27 Abs. 1 der II. Berechnungsverordnung, § 556c Abs. 1 BGB, § 556 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 554 Abs. 3 Satz 1 BGB, § 555c BGB, § 556 Abs. 3 Satz 1 Halbs. 1 BGB, § 7 Abs. 4, § 8 Abs. 4 HeizkostenV, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
- mietrechtkreuztal.de
Contracting-Wärmekosten: Ohne klare Vereinbarung keine volle Umlage
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 556c
- rechtsportal.de
BGB § 556c
- rechtsportal.de
Vornahme der Umstellung der Wärmeversorgung eines Gebäudes von durch die Mieter betriebenen Einzelöfen auf eine Wärmelieferung; Kostentragung der Wärmelieferung als Betriebskosten durch einen Mieter
- datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Kosten bei Umstellung auf Zentralheizung bei Wärmecontracting voll umlagefähig?
Kurzfassungen/Presse (4)
- bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)
Zur Umlage von Wärmelieferungskosten auf die Wohnungsmieter bei einer vom Vermieter vorgenommenen Umstellung der Wärmeversorgung des Gebäudes von durch die Mieter betriebenen Einzelöfen auf eine Wärmelieferung
- beck-aktuell.NACHRICHTEN (Kurzinformation)
Wärmecontracting statt Elektroöfen: BGH schützt Mieter beim Heizungsumbau
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Umlage von Wärmelieferungskosten auf die Wohnungsmieter bei Umstellung auf Nahwärme-Contracting
- otto-schmidt.de (Kurzinformation)
Zur Umlage von Wärmelieferungskosten auf die Mieter bei Umstellung von durch die Mieter betriebenen Einzelöfen auf eine Wärmelieferung
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Kosten bei Umstellung auf Zentralheizung bei Wärmecontracting voll umlagefähig? (IMR 2026, 310)
Verfahrensgang
- AG Berlin-Charlottenburg, 14.02.2023 - 225 C 17/22
- LG Berlin II, 22.01.2025 - 64 S 33/23
- BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (21)
- BGH, 22.02.2006 - VIII ZR 362/04
Zulässigkeit des Wärmecontracting
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Rn. 36 (a) Vor der Einführung der Vorschrift des § 556c BGB durch das Gesetz über die energetische Modernisierung von vermietetem Wohnraum und über die vereinfachte Durchsetzung von Räumungstiteln vom 11. März 2013 (Mietrechtsänderungsgesetz - MietRÄndG; BGBl. I S. 434) in das Bürgerliche Gesetzbuch konnte ein Vermieter von Wohnraum, der während des laufenden Mietverhältnisses den Betrieb einer vorhandenen Heizungsanlage auf einen Dritten überträgt (Wärmecontracting), die Kosten der Wärmelieferung nach § 1 Abs. 1 Nr. 2, § 7 Abs. 4 HeizkostenV, die anders als bei einer Abrechnung nach § 7 Abs. 2 HeizkostenV auch kalkulatorische Kosten für Instandhaltungen, Abschreibungen, Kapital und Gewinn enthält, nur dann auf den Mieter umlegen, wenn hierfür im Mietvertrag eine ausdrückliche Regelung getroffen wurde oder der Mieter der Änderung zustimmte (vgl. Senatsurteile vom 6. April 2005 - VIII ZR 54/04, NJW 2005, 1776 unter [II] 2; vom 1. Juni 2005 - VIII ZR 84/04, WuM 2005, 456 unter II 2; vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, NJW 2006, 2185 Rn. 10;… vom 20. September 2006 - VIII ZR 279/05, NJW-RR 2007, 84 Rn. 11).Dabei konnte nach der Rechtsprechung des Senats die im Mietvertrag enthaltene Verweisung auf die Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 der II. Berechnungsverordnung, soweit die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses maßgebliche Fassung eine Umlegung der entsprechenden Wärmelieferungskosten vorsah (vgl. Senatsurteile vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, NJW 2006, aaO Rn. 15;… vom 27. Juni 2007 - VIII ZR 202/06, NJW 2007, 3060 Rn. 19), oder auf die seit dem 1. Januar 2004 geltende Betriebskostenverordnung genügen (…vgl. Senatsurteil vom 18. Dezember 2019 - VIII ZR 62/19, NJW-RR 2020, 332 Rn. 10 mwN).
Ohne eine derartige Regelung oder die Zustimmung des Mieters kam nach der Rechtsprechung des Senats eine Umlage auch nicht im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung in Betracht (vgl. Senatsurteil vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, aaO Rn. 16; siehe auch Milger, NZM 2008, 1, 7).
Auch enthält der Vertrag keine Klausel, wonach der Vermieter die Betriebskosten einschließlich der Wärmelieferungskosten, wie sie später in der Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 der II. Berechnungsverordnung vom 5. April 1984 (BGBl. I S. 553; vgl. hierzu Senatsurteile vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, NJW 2006, 2185 Rn. 15;… vom 27. Juni 2007 - VIII ZR 202/06, NJW 2007, 3060 Rn. 19) aufgeführt worden oder nunmehr in § 556 Abs. 1 Satz 2 BGB in Verbindung mit § 2 Nr. 4 Buchst. c BetrKV genannt sind (…vgl. zur Umlage von Betriebskosten auf den Mieter durch eine formularmäßige Vereinbarung Senatsurteil vom 10. Februar 2016 - VIII ZR 137/15, NJW 2016, 1308 Rn. 13 ff.), auf den Mieter umlegen kann.
- BGH, 24.02.2021 - VIII ZR 36/20
Kein Widerrufsrecht des Leasingnehmers bei Kilometerleasingverträgen
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Rn. 33 (1) Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (st. Rspr.;… siehe nur Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, NVwZ-RR 2017, 372 Rn. 32; vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, BGHZ 229, 59 Rn. 38; jeweils mwN;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, NJW-RR 2025, 1228 Rn. 23).Rn. 34 Eine Analogie setzt daher zunächst voraus, dass die Übertragung der gesetzlichen Regelung auf den ungeregelten Fall nicht durch eine gesetzgeberische Entscheidung ausgeschlossen ist (…BGH, Urteile vom 28. November 2019 - IX ZR 239/18, BGHZ 224, 177 Rn. 16; vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO Rn. 39;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO Rn. 24; jeweils mwN).
Die Lücke muss sich also aus einem unbeabsichtigten Abweichen des Gesetzgebers von seinem - dem konkreten Gesetzgebungsvorhaben zugrundeliegenden - Regelungsplan ergeben (st. Rspr.;… siehe nur Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, aaO; vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO Rn. 40;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO; jeweils mwN), wie er sich selbst im Wege der historischen und teleologischen Auslegung ergibt und aufgrund konkreter Umstände positiv festgestellt werden kann (st. Rspr.;… Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, aaO; vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO; jeweils mwN; vgl. auch BVerfGE 118, 212, 243; 128, 193, 210: "erkennbar planwidrige Gesetzeslücke").
- BGH, 21.05.2025 - VIII ZR 201/23
Vorkaufsrecht eines Mieters auch bei Umwandlung in Teileigentum
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Rn. 33 (1) Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (st. Rspr.;… siehe nur Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, NVwZ-RR 2017, 372 Rn. 32;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, BGHZ 229, 59 Rn. 38; jeweils mwN; vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, NJW-RR 2025, 1228 Rn. 23).Rn. 34 Eine Analogie setzt daher zunächst voraus, dass die Übertragung der gesetzlichen Regelung auf den ungeregelten Fall nicht durch eine gesetzgeberische Entscheidung ausgeschlossen ist (…BGH, Urteile vom 28. November 2019 - IX ZR 239/18, BGHZ 224, 177 Rn. 16;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO Rn. 39; vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO Rn. 24; jeweils mwN).
Die Lücke muss sich also aus einem unbeabsichtigten Abweichen des Gesetzgebers von seinem - dem konkreten Gesetzgebungsvorhaben zugrundeliegenden - Regelungsplan ergeben (st. Rspr.;… siehe nur Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, aaO;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO Rn. 40; vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO; jeweils mwN), wie er sich selbst im Wege der historischen und teleologischen Auslegung ergibt und aufgrund konkreter Umstände positiv festgestellt werden kann (st. Rspr.;… Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, aaO;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO; vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO; jeweils mwN; vgl. auch BVerfGE 118, 212, 243; 128, 193, 210: "erkennbar planwidrige Gesetzeslücke").
- BGH, 09.07.2014 - VIII ZR 36/14
Wohnraummiete: Stillschweigende Vereinbarung einer Änderung der …
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Denn aus Sicht des Mieters ist der Übersendung einer Betriebskostenabrechnung, die vom Mietvertrag abweicht, nicht ohne Weiteres, sondern nur bei Vorliegen besonderer Umstände ein Angebot des Vermieters zu entnehmen, eine Änderung des Mietvertrags herbeiführen zu wollen (…vgl. Senatsurteile vom 10. Oktober 2007 - VIII ZR 279/06, NJW 2008, 283 Rn. 18 f.;… vom 13. Februar 2008 - VIII ZR 14/06, NJW 2008, 1302 Rn. 10; vom 9. Juli 2014 - VIII ZR 36/14, NZM 2014, 748 Rn. 19).Rn. 44 Jedoch stellt etwa die Ankündigung einer Änderung der Nebenkosten sowie die nachfolgende Übersendung einer Abrechnung, in die auch die mitgeteilten zusätzlichen Betriebskosten eingestellt sind, aus der maßgeblichen Sicht des objektiven Empfängers ein Angebot zur Änderung der Betriebskostenumlagevereinbarung dar, das der Mieter durch Begleichung einer auf der Abrechnung beruhenden Nachforderung oder Zahlung der daraufhin angepassten (erhöhten) Vorauszahlungen akzeptiert haben kann (vgl. Senatsurteil vom 9. Juli 2014 - VIII ZR 36/14, aaO Rn. 20; siehe auch Senatsurteil vom 21. Januar 2004 - VIII ZR 101/03, WuM 2004, 151 unter II 2 c [zur Umlage von Aufzugskosten]).
- BGH, 27.06.2007 - VIII ZR 202/06
Berechtigung des Vermieters zur Umstellung auf Fernwärme
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Dabei konnte nach der Rechtsprechung des Senats die im Mietvertrag enthaltene Verweisung auf die Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 der II. Berechnungsverordnung, soweit die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses maßgebliche Fassung eine Umlegung der entsprechenden Wärmelieferungskosten vorsah (…vgl. Senatsurteile vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, NJW 2006, aaO Rn. 15; vom 27. Juni 2007 - VIII ZR 202/06, NJW 2007, 3060 Rn. 19), oder auf die seit dem 1. Januar 2004 geltende Betriebskostenverordnung genügen (…vgl. Senatsurteil vom 18. Dezember 2019 - VIII ZR 62/19, NJW-RR 2020, 332 Rn. 10 mwN).Auch enthält der Vertrag keine Klausel, wonach der Vermieter die Betriebskosten einschließlich der Wärmelieferungskosten, wie sie später in der Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 der II. Berechnungsverordnung vom 5. April 1984 (BGBl. I S. 553;… vgl. hierzu Senatsurteile vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, NJW 2006, 2185 Rn. 15; vom 27. Juni 2007 - VIII ZR 202/06, NJW 2007, 3060 Rn. 19) aufgeführt worden oder nunmehr in § 556 Abs. 1 Satz 2 BGB in Verbindung mit § 2 Nr. 4 Buchst. c BetrKV genannt sind (…vgl. zur Umlage von Betriebskosten auf den Mieter durch eine formularmäßige Vereinbarung Senatsurteil vom 10. Februar 2016 - VIII ZR 137/15, NJW 2016, 1308 Rn. 13 ff.), auf den Mieter umlegen kann.
- BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 47/25
Zur Umlage von Wärmelieferungskosten auf die Wohnungsmieter bei einer vom …
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Zur Anwendbarkeit der Vorschrift des § 556c BGB auf eine durch den Vermieter von Wohnraum vorgenommene Umstellung der Wärmeversorgung eines Gebäudes von durch die Mieter betriebenen Einzelöfen auf eine Wärmelieferung (im Anschluss an Senatsurteil vom heutigen Tag - VIII ZR 47/25, zur Veröffentlichung bestimmt).Insofern bedarf es weiterer Feststellungen seitens des Berufungsgerichts, wobei der Umstand, dass der Mietvertrag - anders als im Parallelverfahren VIII ZR 47/25 - keine Ausführungen zu der Möglichkeit einer Wärmeversorgung durch eine zentrale vermieterseitige Eigenversorgung oder durch eine Wärmelieferung enthält, für sich genommen, der Annahme einer möglichen Umlage auch der Wärmelieferungskosten im Sinne von § 7 Abs. 4, § 8 Abs. 4 HeizkostenV auf die Beklagten nicht entgegensteht.
- BGH, 18.01.2017 - VIII ZR 278/15
Anspruch auf Einspeisevergütung: Vorliegen eines Satzungsbeschlusses über den …
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Rn. 33 (1) Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (st. Rspr.; siehe nur Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, NVwZ-RR 2017, 372 Rn. 32;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, BGHZ 229, 59 Rn. 38; jeweils mwN;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, NJW-RR 2025, 1228 Rn. 23).Die Lücke muss sich also aus einem unbeabsichtigten Abweichen des Gesetzgebers von seinem - dem konkreten Gesetzgebungsvorhaben zugrundeliegenden - Regelungsplan ergeben (st. Rspr.; siehe nur Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, aaO;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO Rn. 40;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO; jeweils mwN), wie er sich selbst im Wege der historischen und teleologischen Auslegung ergibt und aufgrund konkreter Umstände positiv festgestellt werden kann (st. Rspr.; Senatsurteile vom 18. Januar 2017 - VIII ZR 278/15, aaO;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO;… vom 21. Mai 2025 - VIII ZR 201/23, aaO; jeweils mwN; vgl. auch BVerfGE 118, 212, 243; 128, 193, 210: "erkennbar planwidrige Gesetzeslücke").
- BGH, 10.10.2007 - VIII ZR 279/06
Geltendmachung von Einwendungen gegen die Nebenkostenabrechnung
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Denn aus Sicht des Mieters ist der Übersendung einer Betriebskostenabrechnung, die vom Mietvertrag abweicht, nicht ohne Weiteres, sondern nur bei Vorliegen besonderer Umstände ein Angebot des Vermieters zu entnehmen, eine Änderung des Mietvertrags herbeiführen zu wollen (vgl. Senatsurteile vom 10. Oktober 2007 - VIII ZR 279/06, NJW 2008, 283 Rn. 18 f.;… vom 13. Februar 2008 - VIII ZR 14/06, NJW 2008, 1302 Rn. 10;… vom 9. Juli 2014 - VIII ZR 36/14, NZM 2014, 748 Rn. 19). - BGH, 10.02.2016 - VIII ZR 137/15
Wohnraummietvertrag: Wirksamkeit einer formularmäßigen Vereinbarung über die …
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Auch enthält der Vertrag keine Klausel, wonach der Vermieter die Betriebskosten einschließlich der Wärmelieferungskosten, wie sie später in der Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 der II. Berechnungsverordnung vom 5. April 1984 (BGBl. I S. 553;… vgl. hierzu Senatsurteile vom 22. Februar 2006 - VIII ZR 362/04, NJW 2006, 2185 Rn. 15;… vom 27. Juni 2007 - VIII ZR 202/06, NJW 2007, 3060 Rn. 19) aufgeführt worden oder nunmehr in § 556 Abs. 1 Satz 2 BGB in Verbindung mit § 2 Nr. 4 Buchst. c BetrKV genannt sind (vgl. zur Umlage von Betriebskosten auf den Mieter durch eine formularmäßige Vereinbarung Senatsurteil vom 10. Februar 2016 - VIII ZR 137/15, NJW 2016, 1308 Rn. 13 ff.), auf den Mieter umlegen kann. - BGH, 13.02.2008 - VIII ZR 14/06
Auslegung eines Mietvertrages hinsichtlich der Betriebskostenvorauszahlung
Auszug aus BGH, 20.05.2026 - VIII ZR 46/25
Denn aus Sicht des Mieters ist der Übersendung einer Betriebskostenabrechnung, die vom Mietvertrag abweicht, nicht ohne Weiteres, sondern nur bei Vorliegen besonderer Umstände ein Angebot des Vermieters zu entnehmen, eine Änderung des Mietvertrags herbeiführen zu wollen (…vgl. Senatsurteile vom 10. Oktober 2007 - VIII ZR 279/06, NJW 2008, 283 Rn. 18 f.; vom 13. Februar 2008 - VIII ZR 14/06, NJW 2008, 1302 Rn. 10;… vom 9. Juli 2014 - VIII ZR 36/14, NZM 2014, 748 Rn. 19). - BGH, 20.02.2019 - VIII ZR 7/18
Streit zwischen privaten Krankenversicherern und Krankenhäusern: Zu Unrecht für …
- BGH, 21.01.2004 - VIII ZR 101/03
Erhöhung einer Teilinklusivmiete
- BGH, 25.03.2015 - VIII ZR 243/13
Zur Verbrauchereigenschaft der Wohnungseigentümergemeinschaft
- BVerfG, 25.01.2011 - 1 BvR 918/10
Dreiteilungsmethode
- BGH, 17.11.2010 - VIII ZR 211/09
Gerichtliches Mahnverfahren: Anforderungen an die Individualisierung des im …
- BVerfG, 14.06.2007 - 2 BvR 1447/05
Revisionsgrenzen bei Rechtsfolgenzumessung
- BGH, 18.12.2019 - VIII ZR 62/19
Handeln bei einer an den Hausmeister entrichteten Notdienstpauschale um vom …
- BGH, 06.04.2005 - VIII ZR 54/04
Zustimmungsbedürftigkeit des Wärmecontracting während laufenden Mietverhältnisses
- BGH, 28.11.2019 - IX ZR 239/18
Qualifizierung der Ansprüche des Abwicklers einer Rechtsanwaltskanzlei auf …
- BGH, 20.09.2006 - VIII ZR 279/05
Formale Anforderungen an die Umlage von Betriebskosten durch schriftliche …
- BGH, 01.06.2005 - VIII ZR 84/04
Umstellung der Versorgung mit Heizenergie auf Fernwärme
- BGH, 01.07.2026 - VIII ZR 211/23
Zulässigkeit des geltend gemachten Auskunftsanspruchs des Klägers der für das …
Rn. 41 (1) Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (st. Rspr.;… siehe nur BGH, Urteile vom 27. Juni 2018 - IV ZR 222/16, BGHZ 219, 142 Rn. 23;… vom 19. November 2019 - II ZR 233/18, WM 2020, 319 Rn. 19;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, BGHZ 229, 59 Rn. 38; vom 20. Mai 2026 - VIII ZR 46/25, juris Rn. 33; jeweils mwN).Denn eine Planwidrigkeit lässt sich hier unter Berücksichtigung des Ablaufs des Gesetzgebungsverfahrens betreffend das maßgebliche, am 1. Januar 2021 in Kraft getretene Gesetz zur Änderung des Justizkosten- und des Rechtsanwaltsvergütungsrechts und zur Änderung des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 21. Dezember 2020 (Kostenrechtsänderungsgesetz 2021, BGBl. I S. 3229) nicht - wie geboten (…vgl. Senatsurteile vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, aaO Rn. 40; vom 20. Mai 2026 - VIII ZR 46/25, aaO Rn. 34, jeweils mwN) - feststellen.
- OLG Naumburg, 16.07.2026 - 2 Wx 4/26 Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (BGH, Urteil vom 20. Mai 2026 - VIII ZR 46/25 -, Rn. 33, juris).
Auch den oben zitierten Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte der namensrechtlichen Reform lässt sich nicht mit der erforderlichen Sicherheit entnehmen, dass der Gesetzgeber über den in § 1617i Abs. 1 Nr. 2 BGB gesetzlich normierten Fall, den Familiennamen nur eines Elternteils als Geburtsnamen erhalten zu haben, hinaus, auch den Fall eines gemeinsamen Ehenamens der Eltern als Geburtsnamen regeln wollte (vgl. allg. zur Analogie: BGH, Urteil vom 20. Mai 2026 - VIII ZR 46/25 -, Rn. 35, juris).
- OLG Naumburg, 15.07.2026 - 2 Wx 4/26 Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (BGH, Urteil vom 20. Mai 2026 - VIII ZR 46/25 -, Rn. 33, juris).
Auch den oben zitierten Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte der namensrechtlichen Reform lässt sich nicht mit der erforderlichen Sicherheit entnehmen, dass der Gesetzgeber über den in § 1617i Abs. 1 Nr. 2 BGB gesetzlich normierten Fall, den Familiennamen nur eines Elternteils als Geburtsnamen erhalten zu haben, hinaus, auch den Fall eines gemeinsamen Ehenamens der Eltern als Geburtsnamen regeln wollte (vgl. allg. zur Analogie: BGH, Urteil vom 20. Mai 2026 - VIII ZR 46/25 -, Rn. 35, juris).
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