Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
- Justiz Baden-Württemberg
§ 241 Abs 2 BGB, § 242 BGB, § 280 Abs 1 BGB, § 306 Abs 2 BGB, § 307 Abs 1 S 1 BGB
Löschung von Beiträgen strafbaren Inhalts in sozialen Netzwerken - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Berechtigung zur Löschung von Beiträgen in einem sozialen Netzwerk durch den Betreiber; Strafbarkeit von Nutzerbeiträgen in einem sozialen Netzwerk; Datenberichtigungsanspruch in einem sozialen Netzwerk; Voraussetzungen für einen Unterlassungsanspruch in einem sozialen ...
Kurzfassungen/Presse (6)
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
Facebook ist unabhängig von den Nutzungsbedingungen kraft Gesetzes verpflichtet und berechtigt strafbare Inhalte zu löschen
- mdr-recht.de (Kurzinformation)
Löschung von Beiträgen strafbaren Inhalts in sozialen Netzwerken
- computerundrecht.de (Kurzinformation)
Löschung von Beiträgen strafbaren Inhalts in sozialen Netzwerken
- ip-rechtsberater.de (Kurzinformation)
Löschung von Beiträgen strafbaren Inhalts in sozialen Netzwerken
- Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)
Zur Löschung von Facebook-Beiträgen mit strafbarem Inhalt
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Löschungsberechtigung des Betreibers eines sozialen Netzwerks von strafbaren Inhalten von Beiträgen
Verfahrensgang
- LG Karlsruhe, 04.08.2022 - 3 O 134/21
- LG Karlsruhe, 27.10.2022 - 3 O 134/21
- OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
- OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Corona: Rechtsprechungsübersichten 
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (45)
- OLG Celle, 20.01.2022 - 13 U 84/19
Löschung von Kommentaren in einem sozialen Netzwerk; Sperrung eines …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Rn. 218 Die Feststellungsanträge sind auch nicht gemäß § 256 Abs. 2 ZPO zulässig (so allerdings OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19).Denn die Beitragslöschungen und Accountsperrungen haben tatsächlich - unstreitig - stattgefunden (vgl. OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; siehe auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19).
Es liegen insoweit auch keine unrichtigen Daten im Sinne von Art. 16 DSGVO vor, wenn und weil die Accountsperrungen und Beitragslöschungen - unabhängig von ihrer Berechtigung - tatsächlich stattgefunden haben und es sich bei der in ihrem System ebenfalls hinterlegten Auffassung der Beklagten, Löschung und Sperrung seien rechtmäßig gewesen, um ein nicht dem Anspruch aus Art. 16 DSGVO unterfallendes Werturteil handelt (OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; im Ergebnis ebenso OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19).
Rn. 266 (1) Soweit sich der Kläger zur Begründung dieses Anspruchs erstinstanzlich allein auf § 242 BGB als Anspruchsgrundlage berufen hat, schließt sich der Senat der hierzu bereits vorliegenden - soweit ersichtlich einheitlichen - Rechtsprechung anderer Oberlandesgerichte an (OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 218 f.) an.
Eine Auskunftspflicht über bloße, bei objektiver Betrachtung fernliegende Mutmaßungen kann eine Vertragspartei gegenüber der anderen jedoch auch und gerade unter Berücksichtigung der Maßstäbe von Treu und Glauben nicht geltend machen (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 219).
Die vorübergehende Deaktivierung von Funktionen eines Facebook-Accounts stellt - wenn überhaupt - jedenfalls keine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung dar (siehe auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 89/20; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, GRUR-RS 2020, 2103; OLG München, Urteil vom 14.12.2021, 18 U 6997/20, GRUR-RS 2021, 53369; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19; OLG Dresden, Beschluss vom 11.6.2019, 4 U 760/19, ZD 2019, 567, 568).
Rn. 276 Einen ersatzfähigen materiellen Schaden, etwa wegen einer unberechtigten Nutzung der von dem Kläger generierten Daten durch die Beklagte, hat der Kläger bereits nicht schlüssig vorgetragen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 89/20; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, GRUR-RS 2020, 2103; OLG München, Urteil vom 14.12.2021, 18 U 6997/20, GRUR-RS 2021, 53369; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19).
- OLG Stuttgart, 24.11.2021 - 4 U 484/20
Löschung eines auf Facebook geposteten Beitrags: Nichtigkeit der …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Der Kläger kann sein Rechtsschutzziel nämlich auch durch eine - gegenüber der Feststellungsklage vorrangige (vgl. nur BGH, Urteil vom 8.5.2015, V ZR 62/14, NJW-RR 2015, 1039) - Leistungsklage verfolgen, indem er die Wiederherstellung der gelöschten Beiträge und die Unterlassung erneuter Kontosperren beantragt (ebenso in gleichgelagerten Fällen OLG Karlsruhe, Urteil vom 3.7.2020, 15 U 120/19, GRUR-RS 2020, 41910; OLG Bamberg, Beschluss vom 28.4.2020, 4 U 228/19, GRUR-RR 2020, 42035; OLG Nürnberg, Urteil vom 18.2.2020, 18 U 3465/19, ZUM-RD 2021, 16, 19; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, MMR 2021, 79, 80 f.; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 99 f.; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 213; OLG Dresden, Urteil vom 12.1.2021, 4 U 1600/20, NJ 2021, 117, 119; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 ; OLG Schleswig, Beschluss vom 1.3.2021, 7 U 152/20, GRUR-RS 2021, 53244; OLG Hamm, Beschluss vom 15.9.2020, 29 U 6/20, GRUR-RS 2020, 25382).Auch im Übrigen stand die Beklagte etwaigen Vertragsverstößen der Nutzer nicht wehrlos gegenüber, da in diesem Fall die gesetzlich geregelten Möglichkeiten der Reaktion bei einer Pflichtverletzung des anderen Teils eingreifen ( OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 ; OLG Karlsruhe Urteil vom 4.2.2022, 10 U 17/20 ).
Soweit das Oberlandesgericht Stuttgart in einer vergleichbaren Konstellation einen Anspruch aus Art. 16 DSGVO angenommen hat, weil es irreführende, unklare oder missverständliche Daten gesehen hat, die nach der Zweckbestimmung ihrer Verarbeitung die betroffene Person "in ein falsches Licht" rücken und somit ihre Rechtsstellung beeinträchtigen könnten ( OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810), tritt der Senat dem jedenfalls im vorliegend zu entscheidenden Fall nicht bei.
Die vorübergehende Deaktivierung von Funktionen eines Facebook-Accounts stellt - wenn überhaupt - jedenfalls keine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung dar (siehe auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 89/20; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, GRUR-RS 2020, 2103; OLG München, Urteil vom 14.12.2021, 18 U 6997/20, GRUR-RS 2021, 53369; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19; OLG Dresden, Beschluss vom 11.6.2019, 4 U 760/19, ZD 2019, 567, 568).
Rn. 276 Einen ersatzfähigen materiellen Schaden, etwa wegen einer unberechtigten Nutzung der von dem Kläger generierten Daten durch die Beklagte, hat der Kläger bereits nicht schlüssig vorgetragen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 89/20; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, GRUR-RS 2020, 2103; OLG München, Urteil vom 14.12.2021, 18 U 6997/20, GRUR-RS 2021, 53369; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19).
- OLG München, 07.01.2020 - 18 U 1491/19
Facebook durfte teils volksverhetzenden Beitrag löschen
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Der Kläger kann sein Rechtsschutzziel nämlich auch durch eine - gegenüber der Feststellungsklage vorrangige (vgl. nur BGH, Urteil vom 8.5.2015, V ZR 62/14, NJW-RR 2015, 1039) - Leistungsklage verfolgen, indem er die Wiederherstellung der gelöschten Beiträge und die Unterlassung erneuter Kontosperren beantragt (ebenso in gleichgelagerten Fällen OLG Karlsruhe, Urteil vom 3.7.2020, 15 U 120/19, GRUR-RS 2020, 41910; OLG Bamberg, Beschluss vom 28.4.2020, 4 U 228/19, GRUR-RR 2020, 42035; OLG Nürnberg, Urteil vom 18.2.2020, 18 U 3465/19, ZUM-RD 2021, 16, 19; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, MMR 2021, 79, 80 f.; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 99 f.; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 213; OLG Dresden, Urteil vom 12.1.2021, 4 U 1600/20, NJ 2021, 117, 119; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 ; OLG Schleswig, Beschluss vom 1.3.2021, 7 U 152/20, GRUR-RS 2021, 53244; OLG Hamm, Beschluss vom 15.9.2020, 29 U 6/20, GRUR-RS 2020, 25382).Eine vertragliche Pflichtverletzung durch die Beklagte ist insoweit jedenfalls dann nicht ersichtlich, wenn die betreffenden Beiträge des Nutzers keine Grundlage mehr für weitere Sanktionen der Beklagten bei etwaigen zukünftigen Vertragsverstößen sein können, weil sie ohnehin von der Beklagten nicht mehr als zurückliegende Vertragsverstöße gezählt werden (OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; siehe auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19, GRUR-RS 2020, 41910; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, MMR 2021, 79).
Die vorübergehende Deaktivierung von Funktionen eines Facebook-Accounts stellt - wenn überhaupt - jedenfalls keine schwerwiegende Persönlichkeitsrechtsverletzung dar (siehe auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 89/20; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, GRUR-RS 2020, 2103; OLG München, Urteil vom 14.12.2021, 18 U 6997/20, GRUR-RS 2021, 53369; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19; OLG Dresden, Beschluss vom 11.6.2019, 4 U 760/19, ZD 2019, 567, 568).
Rn. 276 Einen ersatzfähigen materiellen Schaden, etwa wegen einer unberechtigten Nutzung der von dem Kläger generierten Daten durch die Beklagte, hat der Kläger bereits nicht schlüssig vorgetragen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 17.7.2020, 15 U 120/19; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 89/20; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 , GRUR-RS 2021, 57810; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, GRUR-RS 2020, 2103; OLG München, Urteil vom 14.12.2021, 18 U 6997/20, GRUR-RS 2021, 53369; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19).
- OLG Karlsruhe, 04.02.2022 - 10 U 17/20
Wirksamkeit der Entfernungs- und Sperrungsvorbehalte in den Allgemeinen …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Auf die diesbezüglichen grundlegenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Urteile vom 29.7.2021, III ZR 179/20, ZUM 2021, 953, 957 ff., und III ZR 192/20, ZUM-RD 2021, 612, 618 ff.), denen sich der erkennende Senat bereits zu einem früheren Zeitpunkt angeschlossen hat ( OLG Karlsruhe, Urteil vom 4.2.2022, 10 U 17/20 ), wird zustimmend Bezug genommen.Auch im Übrigen stand die Beklagte etwaigen Vertragsverstößen der Nutzer nicht wehrlos gegenüber, da in diesem Fall die gesetzlich geregelten Möglichkeiten der Reaktion bei einer Pflichtverletzung des anderen Teils eingreifen ( OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 ; OLG Karlsruhe Urteil vom 4.2.2022, 10 U 17/20 ).
Rn. 260 Das Landgericht hat außerdem zu Recht darauf hingewiesen, dass der von dem Kläger geltend gemachte pauschale Anspruch auf Unterlassung einer erneuten Kontosperrung wegen eines - wie ausgeführt - strafbaren und damit kraft Gesetzes unzulässigen Inhalts nicht besteht (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 4.2.2022, 10 U 17/20 , GRUR-RS 2022, 1154).
§ 708 Nr. 10 ZPO findet keine Anwendung, weil das Urteil keine vermögensrechtliche Streitigkeit betrifft (vgl. nur OLG Karlsruhe, Urteil vom 4.2.2022, 10 U 17/20 ).
- BVerfG, 19.12.2021 - 1 BvR 1073/20
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen fachgerichtliche Versagung der Auskunft …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Fernliegende Deutungen sind dabei ausgeschlossen (zum Vorstehenden BVerfG, Beschluss vom 19.12.2021, 1 BvR 1073/20, NJW 2022, 680, 682; BVerfG, Beschluss vom 25.10.2005, 1 BvR 1696/98, NJW 2006, 207, 208; BVerfG, Beschluss vom 10.10.1995, 1 BvR 1476/91 u.a., NJW 1995, 3303, 3305).Es sind dies Konstellationen, in denen eine vorherige Auseinandersetzung erkennbar nur äußerlich zum Anlass genommen wird, über andere Personen herzuziehen oder sie niederzumachen, etwa in Fällen der Privatfehde (vgl. BVerfG, Beschluss vom 19.12.2021, 1 BvR 1073/20, NJW 2022, 680, 682; BVerfG, Beschluss vom 17.9.2012, 1 BvR 2979/10, NJW 2012, 3712, 3713).
Zu den hierbei zu berücksichtigenden Umständen gehören insbesondere Inhalt, Form, Anlass und Wirkung der Äußerung sowie Person und Anzahl der Äußernden, der Betroffenen und der Rezipienten (vgl. BVerfG, Beschluss vom 19.12.2021, 1 BvR 1073/20, NJW 2022, 680, 682; BVerfG, Beschluss vom 19.5.2020, 1 BvR 2397/19, NJW 2020, 2622, 2625).
- OLG Karlsruhe, 24.05.2022 - 14 U 270/20
Freischaltung eines gelöschten Beitrags auf 'facebook' Unwirksamkeit …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Ein Unterlassungsanspruch in dem von dem Kläger begehrten umfassenden Umfang besteht vor diesem Hintergrund nicht, denn dies würde voraussetzen, dass ausnahmslos in jedem Fall vor jeder Sperre eine Anhörung unerlässlich wäre (ebenso OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; KG, Beschluss vom 20.2.2023, 10 W 85/22, GRUR-RS 2023, 2693; OLG München, Urteil vom 12.4.2022, 18 U 6473/20, GRUR-RS 2022, 11666).Rn. 266 (1) Soweit sich der Kläger zur Begründung dieses Anspruchs erstinstanzlich allein auf § 242 BGB als Anspruchsgrundlage berufen hat, schließt sich der Senat der hierzu bereits vorliegenden - soweit ersichtlich einheitlichen - Rechtsprechung anderer Oberlandesgerichte an (OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 218 f.) an.
Eine Auskunftspflicht über bloße, bei objektiver Betrachtung fernliegende Mutmaßungen kann eine Vertragspartei gegenüber der anderen jedoch auch und gerade unter Berücksichtigung der Maßstäbe von Treu und Glauben nicht geltend machen (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 219).
- BGH, 29.07.2021 - III ZR 179/20
Facebooks Regeln gegen "Hassrede" verstoßen gegen AGB-Recht
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Auf die diesbezüglichen grundlegenden Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Urteile vom 29.7.2021, III ZR 179/20, ZUM 2021, 953, 957 ff., und III ZR 192/20, ZUM-RD 2021, 612, 618 ff.), denen sich der erkennende Senat bereits zu einem früheren Zeitpunkt angeschlossen hat ( OLG Karlsruhe, Urteil vom 4.2.2022, 10 U 17/20 ), wird zustimmend Bezug genommen.Gemäß § 10 Satz 1 Nr. 2 TMG; § 4 Abs. 1 Nr. 2 i. V. m. § 3 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 und 3 NetzDG war und ist die Beklagte unabhängig von dem Inhalt ihrer Nutzungsbedingungen gehalten, unverzüglich tätig zu werden, um strafbare Inhalte in ihrem sozialen Netzwerk zu entfernen oder zu sperren, sobald sie Kenntnis von Tatsachen oder Umständen erlangt hat, aus denen die Rechtswidrigkeit der Beiträge offensichtlich wird (BGH, Urteil vom 29.7.2021, III ZR 179/20, BGH, NJW 2021, 3179, 3188).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist vor Durchführung einer Kontosperre lediglich im Regelfall geboten, dass der Nutzer von der Beklagten dazu angehört wird; in eng begrenzten, in Allgemeinen Geschäftsbedingungen näher zu bestimmenden Ausnahmefällen ist dies dagegen nicht erforderlich (BGH, Urteil vom 29.7.2021, III ZR 179/20, NJW 2021, 3179, 3181, 3189).
- OLG Frankfurt, 30.06.2022 - 16 U 229/20
Löschung von Post bei Facebook - Nachholung unterlassener Anhörung
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Der Kläger kann sein Rechtsschutzziel nämlich auch durch eine - gegenüber der Feststellungsklage vorrangige (vgl. nur BGH, Urteil vom 8.5.2015, V ZR 62/14, NJW-RR 2015, 1039) - Leistungsklage verfolgen, indem er die Wiederherstellung der gelöschten Beiträge und die Unterlassung erneuter Kontosperren beantragt (ebenso in gleichgelagerten Fällen OLG Karlsruhe, Urteil vom 3.7.2020, 15 U 120/19, GRUR-RS 2020, 41910; OLG Bamberg, Beschluss vom 28.4.2020, 4 U 228/19, GRUR-RR 2020, 42035; OLG Nürnberg, Urteil vom 18.2.2020, 18 U 3465/19, ZUM-RD 2021, 16, 19; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, MMR 2021, 79, 80 f.; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 99 f.; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 213; OLG Dresden, Urteil vom 12.1.2021, 4 U 1600/20, NJ 2021, 117, 119; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 ; OLG Schleswig, Beschluss vom 1.3.2021, 7 U 152/20, GRUR-RS 2021, 53244; OLG Hamm, Beschluss vom 15.9.2020, 29 U 6/20, GRUR-RS 2020, 25382).Rn. 266 (1) Soweit sich der Kläger zur Begründung dieses Anspruchs erstinstanzlich allein auf § 242 BGB als Anspruchsgrundlage berufen hat, schließt sich der Senat der hierzu bereits vorliegenden - soweit ersichtlich einheitlichen - Rechtsprechung anderer Oberlandesgerichte an (OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 218 f.) an.
Eine Auskunftspflicht über bloße, bei objektiver Betrachtung fernliegende Mutmaßungen kann eine Vertragspartei gegenüber der anderen jedoch auch und gerade unter Berücksichtigung der Maßstäbe von Treu und Glauben nicht geltend machen (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 219).
- OLG München, 20.09.2022 - 18 U 6314/20
Keine Sperre eines Social-Media-Accounts ohne Begründung
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Der Kläger kann sein Rechtsschutzziel nämlich auch durch eine - gegenüber der Feststellungsklage vorrangige (vgl. nur BGH, Urteil vom 8.5.2015, V ZR 62/14, NJW-RR 2015, 1039) - Leistungsklage verfolgen, indem er die Wiederherstellung der gelöschten Beiträge und die Unterlassung erneuter Kontosperren beantragt (ebenso in gleichgelagerten Fällen OLG Karlsruhe, Urteil vom 3.7.2020, 15 U 120/19, GRUR-RS 2020, 41910; OLG Bamberg, Beschluss vom 28.4.2020, 4 U 228/19, GRUR-RR 2020, 42035; OLG Nürnberg, Urteil vom 18.2.2020, 18 U 3465/19, ZUM-RD 2021, 16, 19; OLG München, Urteil vom 7.1.2020, 18 U 1491/19, MMR 2021, 79, 80 f.; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 99 f.; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 213; OLG Dresden, Urteil vom 12.1.2021, 4 U 1600/20, NJ 2021, 117, 119; OLG Stuttgart, Urteil vom 24.11.2021, 4 U 484/20 ; OLG Schleswig, Beschluss vom 1.3.2021, 7 U 152/20, GRUR-RS 2021, 53244; OLG Hamm, Beschluss vom 15.9.2020, 29 U 6/20, GRUR-RS 2020, 25382).Rn. 266 (1) Soweit sich der Kläger zur Begründung dieses Anspruchs erstinstanzlich allein auf § 242 BGB als Anspruchsgrundlage berufen hat, schließt sich der Senat der hierzu bereits vorliegenden - soweit ersichtlich einheitlichen - Rechtsprechung anderer Oberlandesgerichte an (OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 218 f.) an.
Eine Auskunftspflicht über bloße, bei objektiver Betrachtung fernliegende Mutmaßungen kann eine Vertragspartei gegenüber der anderen jedoch auch und gerade unter Berücksichtigung der Maßstäbe von Treu und Glauben nicht geltend machen (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 219).
- OLG Dresden, 20.08.2020 - 4 U 784/20
Löschung eines Beitrags begründet keinen DSGVO-Schadensersatzanspruch
Auszug aus OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
Rn. 266 (1) Soweit sich der Kläger zur Begründung dieses Anspruchs erstinstanzlich allein auf § 242 BGB als Anspruchsgrundlage berufen hat, schließt sich der Senat der hierzu bereits vorliegenden - soweit ersichtlich einheitlichen - Rechtsprechung anderer Oberlandesgerichte an (OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 218 f.) an.Eine Auskunftspflicht über bloße, bei objektiver Betrachtung fernliegende Mutmaßungen kann eine Vertragspartei gegenüber der anderen jedoch auch und gerade unter Berücksichtigung der Maßstäbe von Treu und Glauben nicht geltend machen (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.4.2022, 14 U 270/20, GRUR-RS 2022, 11300; OLG Karlsruhe, Urteil vom 2.8.2022, 19 U 96/19; OLG Dresden, Urteil vom 20.8.2020, 4 U 784/20, NJW-RR 2020, 1370, 1372; OLG München, Urteil vom 20.9.2022, 18 U 6314/20, GRUR 2023, 96, 100; OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19, GRUR-RS 2022, 1200; OLG Frankfurt, Urteil vom 30.6.2022, 16 U 229/20, MMR 2023, 212, 219).
- KG, 20.02.2023 - 10 W 85/22
Ansprüche auf Aufhebung einer Sperrung des Nutzerkontos, Freischaltung eines …
- OLG München, 12.04.2022 - 18 U 6473/20
Anhörungspflicht vor Sperrung eines Facebook-Kontos
- OLG München, 14.12.2021 - 18 U 6997/20
Keine Account-Sperre ohne Anhörung
- BVerfG, 10.10.1995 - 1 BvR 1476/91
"Soldaten sind Mörder"
- EuGH, 12.01.2023 - C-154/21
Jeder hat das Recht zu erfahren, an wen seine personenbezogenen Daten …
- BGH, 17.12.2013 - VI ZR 211/12
Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Internetveröffentlichung: Zurechnung bei …
- BVerfG, 25.10.2005 - 1 BvR 1696/98
Stolpe - Unterlassungsanspruch bei mehrdeutigen Äußerungen
- BGH, 06.03.2007 - VI ZR 51/06
Personen der Zeitgeschichte & abgestuftes Schutzkonzept - Veröffentlichung von …
- BGH, 15.11.1994 - VI ZR 56/94
Veröffentlichung des Widerrufs einer unwahren Tatsachenbehauptung auf der …
- BVerfG, 19.05.2020 - 1 BvR 2397/19
Klarstellung verfassungsrechtlicher Maßgaben für strafrechtliche Verurteilungen …
- OLG Dresden, 11.06.2019 - 4 U 760/19
Löschung eines Posts und Sperrung eines Kontos in einem sozialen Netzwerk durch …
- BGH, 06.03.2007 - VI ZR 13/06
Caroline von Monaco - Zum abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG bei …
- BVerfG, 08.02.2017 - 1 BvR 2973/14
Die falsche Einordnung einer Äußerung als Schmähkritik verkürzt den …
- BVerfG, 17.09.2012 - 1 BvR 2979/10
Die Bezeichnung anderer als "rechtsradikal" ist ein Werturteil und fällt unter …
- BGH, 29.05.1951 - 2 StR 153/51
Rechtsmittel
- BGH, 22.01.1985 - VI ZR 28/83
Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Ausstrahlung eines Nacktfotos im …
- BGH, 08.11.2022 - VI ZR 57/21
Allgemeines Persönlichkeitsrecht: Bildberichterstattung über einen Aufnäher auf …
- OLG Rostock, 29.09.2021 - 2 U 4/20
Sperrung eines Facebook-Nutzerkontos und Löschung des Profilbildes wegen der …
- OLG Frankfurt, 21.09.1999 - 11 U 28/99
Zulässigkeit der Veröffentlichung einer Nacktaufnahme mit satirischem Begleittext
- BGH, 29.07.2021 - III ZR 192/20
Zu Ansprüchen gegen die Anbieterin eines sozialen Netzwerks, die unter dem …
- BGH, 08.05.2015 - V ZR 62/14
Grundstücksnutzung durch einen Telekommunikationsdienstleistungsanbieter: Bindung …
- BGH, 02.12.2015 - IV ZR 28/15
Kapitalbildende Lebensversicherung: Auskunftsanspruch des Versicherungsnehmers …
- OLG Nürnberg, 04.08.2020 - 3 U 3641/19
Zulässige Einschränkung von Meinungsäußerungen in sozialen Netzwerken
- BGH, 09.01.2013 - VIII ZR 94/12
Zulässigkeit einer Saldoklage bei Mietrückständen
- BGH, 27.01.2015 - VI ZB 40/14
Berufung im Arzthaftungsprozess: Anforderungen an den Inhalt der …
- BGH, 19.11.2014 - IV ZR 47/14
Rechtliches Gehör: Ablehnung einer mündlichen Anhörung des gerichtlichen …
- OLG München, 18.02.2020 - 18 U 3465/19
Rechtmäßigkeit der Sperrung eines Social-Media-Accounts
- BGH, 06.12.2001 - VII ZR 440/00
Bestimmtheit eines Feststellungsantrages
- OLG Hamm, 15.09.2020 - 29 U 6/20
Die Facebook-Regeln zur Sperre bei Hassrede-Postings sind rechtmäßig
- BGH, 21.07.2020 - VI ZB 68/19
Inhaltliche Anforderungen an die Berufungsbegründung nach Abweisung einer Klage …
- BGH, 13.11.2001 - VI ZR 414/00
Anforderungen an die Berufungsbegründung
- OLG Dresden, 12.01.2021 - 4 U 1600/20
- BGH, 15.03.2022 - VIII ZB 43/21
Inhaltliche Anforderungen an eine Berufungsbegründung
- OLG Bamberg, 28.04.2020 - 4 U 228/19
Beitragslöschung auf Facebook und vorübergehende Kontensperrung nach Hassrede …
- OLG Schleswig, 01.03.2021 - 7 U 152/20
Berechtigung von Facebook (jetzt Meta) zur Löschung von Posts mit "Hassrede" und …
- OLG Karlsruhe, 15.01.2025 - 14 U 150/23
Ansprüche wegen vorübergehender Deaktivierung eines privat genutzten Kontos eines …
Rn. 50 Die Klägerin könnte ihr Rechtsschutzziel nämlich auch durch eine - gegenüber der Feststellungsklage vorrangige (vgl. nur BGH…, Urteil vom 08.05.2015 - V ZR 62/14, Rn. 35, juris) - Leistungsklage verfolgen, indem sie die Wiederherstellung der gelöschten Beiträge und - was sie auch getan hat - die Unterlassung erneuter Kontosperren beantragt (ganz herrschende Meinung, vgl. nur OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , Rn. 216 ff., juris mit weit.Über die möglichen Ansprüche der Klägerin im Zusammenhang mit den streitgegenständlichen Accountsperrungen und Beitragslöschungen könnte vorliegend einerseits - angesichts des Sachverhalts nur rein theoretisch - im Rahmen des vorrangigen Leistungsantrages - gerichtet auf Wiederherstellung der gelöschten Beiträge - entschieden werden und wird andererseits im Rahmen des geltend gemachten Unterlassungsanspruchs entschieden; eine darüber hinausgehende "Vorgreiflichkeit" ist nicht ersichtlich (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , Rn. 218 , juris; OLG Dresden…, Beschluss vom 13.02.2024 - 4 U 1325/23, Rn. 9, juris).
Rn. 63 (1) Soweit die Beklagte vorbringt, sie sei zur Rechtsverteidigung im vorliegenden Verfahren zwingend auf die Vorhaltung der Daten zur vorübergehenden Deaktivierung ab dem 09.09.2022 angewiesen, weil die Beklagte die gegen sie erhobenen Ansprüche und zugrundeliegenden Maßnahmen gegen die Klägerin andernfalls nicht mehr anhand eigener Aufzeichnungen verifizieren oder falsifizieren könnte, ist dies jedenfalls für die vorliegende Konstellation nicht nachvollziehbar (wie hier OLG Frankfurt
…, Urteil vom 14.11.2024 - 16 U 52/23, Rn. 60 ff., insbes. Rn. 70, juris; anders in einer abweichenden Fallkonstellation OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , Rn. 245 f., juris).Ein mit dem Hauptantrag Ziffer 3 verfolgter Unterlassungsanspruch in dem von der Klägerin begehrten umfassenden Umfang besteht vor diesem Hintergrund nicht, denn dies würde voraussetzen, dass ausnahmslos in jedem Fall vor jeder Sperre eine Anhörung unerlässlich wäre ( OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , Rn. 262 , juris, mit weit.
Rn. 82 Es war von folgenden Streitwerten auszugehen (vgl. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 19.06.2023 - 10 U 24/22 , Rn 29, 31, 37, 41 f.):.
- OLG Köln, 25.01.2024 - 15 U 45/23
Account-Sperre auf Social Media: Anspruch auf Zurücksetzung der Lösch- und …
Es kann mit Blick auf ein mögliches Vollstreckungsverfahren und auch mit Blick auf mögliche zukünftige rechtliche Auseinandersetzungen der Parteien nicht zweifelhaft sein, dass die Beklagte den Sachverhalt, auf dessen Grundlage sie vom Landgericht rechtskräftig zur Wiederherstellung des Profils des Klägers verurteilt worden ist, und dass sie auch das landgerichtliche Urteil selbst weiterhin speichern darf (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962 Rn. 124 für ein laufendes Verfahren).Denn der Kläger macht nicht geltend, dass im Datenbestand der Beklagten die Anzahl der tatsächlich vorgenommenen Sperrungen unzutreffend erfasst ist (vgl. dazu OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962 Rn. 123).
Werturteile von Privaten sind grundsätzlich schon wegen des Schutzes der Meinungsfreiheit aus dem Anwendungsbereich der Berichtigungspflicht ausgenommen, soweit sie keine Tatsachenbestandteile enthalten (vgl. OLG Celle…, Urteil vom 20. Januar 2022 - 13 U 84/19, MMR 2022, 399 Rn. 45; OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023 - 10 U 24/22, juris Rn. 255 in MMR 2023, 962 insoweit nicht abgedruckt; LG Frankfurt am Main…, Urteil vom 3. September 2020 - 2-03 O 48/19, MMR 2021, 271 Rn. 89 f;… Worms in BeckOK Datenschutzrecht, Art. 16 DSGVO Rn. 54 [Stand: 1. August 2023];… Herbst in Kühling/Buchner, DS-GVO BDSG, 4. Aufl., § 16 DSGVO Rn. 8 f.).
Soweit dies in der obergerichtlichen Rechtsprechung ohne nähere Begründung abweichend beurteilt wird (…vgl. OLG München, Urteile vom 7. Januar 2020 - 18 U 1491/19, MMR 2021, 79 Rn. 146;… vom 12. April 2022 - 18 U 6473/20, juris Rn. 45; OLG Rostock…, Urteil vom 29. September 2021 - 2 U 4/20, juris Rn. 25 f.; OLG Dresden…, Urteil vom 8. März 2022 - 4 U 1050/22, MMR 2022, 479 Rn. 14; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 24. Mai 2022 - 14 U 270/20, juris Rn. 53), widerspricht dies nach Auffassung des Senats den Wertungen, die für die Verneinung eines Anspruchs aus Art. 16 Satz 1 DSGVO maßgeblich sind, ohne dass ein Grund dafür ersichtlich wäre, warum diese Wertungen nicht auch für die Auslegung des Vertrags und für die Bestimmung vertraglicher Rücksichtspflichten maßgeblich sein sollen (vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962 Rn. 123).
Der Klageantrag, wonach es der Beklagten ausnahmslos - also auch bei strafbaren Inhalten - verboten werden soll, den Kläger zu sperren, ohne ihn vorab zu informieren, geht deshalb zu weit (im Ergebnis ebenso OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962 Rn. 134; KG…, Beschluss vom 20. Februar 2023 - 10 W 85/22, MMR 2023, 509 Rn. 28).
- OLG Karlsruhe, 28.11.2023 - 14 U 620/22
Vorteil Boris Becker - Unterlassungs- und Löschungsansprüche von Boris Becker …
Rn. 42 Das Landgericht führt ferner zutreffend aus, dass das Informationsinteresse nicht schrankenlos besteht, sondern die Belange der Medien unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls in einen möglichst schonenden Ausgleich mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des von der Berichterstattung Betroffenen zu bringen sind (vgl. BGH…, Urteil vom 09.04.2019 - VI ZR 533/16, juris Rn. 11 f. m. w. N.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , juris Rn. 238 ).Schließlich sind für die Gewichtung dieser abzuwägenden Belange die Umstände der Gewinnung der Abbildung, etwa durch Ausnutzung von Heimlichkeit und beharrlicher Nachstellung, bedeutsam sowie die Situation, in der der Betroffene erfasst und wie er dargestellt wird (vgl. BGH…, Urteil vom 07.07.2020 - VI ZR 250/19, juris Rn. 19 m. w. N.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , juris Rn. 238 ).
Wenn das Bildnis nicht schon als solches eine für die öffentliche Meinungsbildung bedeutsame Aussage enthält, muss der Informationswert der Veröffentlichung auch im Zusammenhang mit der begleitenden Wortberichterstattung beurteilt werden (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , juris Rn. 238 ).
- OLG Dresden, 12.12.2023 - 4 U 1049/23
Nutzerkonto; soziales Netzwerk; Deaktivierung; Wiederherstellung; Schaden
Der Antrag ist bereits unzulässig, denn es fehlt am Feststellungsinteresse (vgl. Senat…, Urteil vom 08.03.2022 - 4 U 1050/21, Rdnr. 27 - juris; vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22, Rdnr. 216 - juris). - OLG Hamm, 03.06.2025 - 21 U 62/23
Erforderlichkeit der Beauftragung eines Rechtsanwalts; Unterlassung- und …
Denn die Videolöschungen und Kontosperrungen haben tatsächlich - unstreitig - stattgefunden, so dass schon vor diesem Hintergrund keine "unrichtigen" Daten im Sinne von Art. 16 DSGVO vorliegen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962, juris Rn. 245; OLG Celle…, Urteil vom 20.01.2022 - 13 U 84/19, MMR 2022, 399, juris Rn. 97;… siehe auch Keber/Keppeler in Schwartmann/Jaspers/Thüsing/Kugelmann, DS-GVO/BDSG, 3. Aufl., Art. 16 DSGVO Rn. 7).Der Kläger kann keine Klage wegen Ansprüchen erheben, die er auf vertragswidrige Lösch- und Sperrvorgänge der Beklagten stützt (Vorgerichtliche Kosten als Schadensersatz; Unterlassung künftiger vertragswidriger Einschränkungen oder Löschungen des YouTube-Kanals), und gleichzeitig von der Beklagten verlangen, ihre Aufzeichnungen darüber zu löschen, ob solche etwaigen Verstöße stattgefunden haben (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962, juris Rn. 246; siehe auch OLG Köln…, Urteil vom 25.01.2024 - 15 U 45/23, juris Rn. 17;… BeckOK Datenschutzrecht/Worms, Stand: 01.11.2024, Art. 17 DSGVO Rn. 87; a.A. OLG Frankfurt…, Urteil vom 14.11.2024 - 16 U 52/23, K&R 2025, 138, juris Rn. 70).
- OLG Brandenburg, 04.12.2023 - 1 U 18/22
Leistungsklage mit dem Ziel der Wiederherstellung gelöschter Beiträge und der …
Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass die Einschaltung eines dritten Unternehmens weitere Ansprüche der Klägerin gegen die Beklagte begründen könnte (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023, Az.: 10 U 24/22, juris Rn. 266 m.w.N.; OLG München…, Urteil vom 7. Januar 2020, Az.: 18 U 1491/19 Pre, juris Rn. 149).Einen solchen Anspruch macht die Klägerin aber gerade nicht geltend; sie möchte vielmehr über die logistische Beteiligung anderer Unternehmen an Kontensperrungen und Beitragslöschungen informiert werden (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 26. Mai 2023, Az.: 10 U 24/22, juris Rn. 267).
- OLG Dresden, 05.02.2024 - 4 U 1325/23
Zulässigkeit einer negativen Feststellungsklage bei Vorliegen eines …
Die Berufung ist unbegründet, soweit der Kläger eine weitergehende Verurteilung der Beklagten aus Ziffer 1 seiner Anträge bezüglich einer Datenlöschung "aller" Datensätze zu Sperr- und Löschvermerken beantragt, weil diese Klageerhebung nicht hinreichend bestimmt im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO ist (vgl. OLG Karlsruhe Urt. v. 26.5.2023 - 10 U 24/22, GRUR-RS 2023, 14075, Rn. 98).Die negative Feststellungsklage (Ziffer 2 der Anträge), dass der Beklagten kein Recht zustand, den Beitrag vom 17.07.2021 zu löschen und gegen den Kläger am 17.07.2021 eine Sperre zu verhängen, ist bereits unzulässig, denn es fehlt am Feststellungsinteresse (vgl. Senat…, Urteil vom 08.03.2022 - 4 U 1050/21, Rdnr. 27 - juris; vgl. OLG Karlsruhe Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22, GRUR-RS 2023, 14075, Rn. 95).
Eine abstrakte Verbotsregelung kann demgemäß nicht ausgesprochen werden (vgl. OLG Karlsruhe Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22, GRUR-RS 2023, 14075, Rn. 134).
- LG Ellwangen/Jagst, 24.01.2024 - 1 O 73/22
Persönlichkeitsrechtsverletzung einer der sog. Querdenken-Bewegung zuzurechnenden …
Die Steigerungsform des Idioten ist in der Alltagssprache der "Vollidiot" (siehe auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22 , GRUR-RS 2023, 14075 - Vollcovidiot). - OLG Dresden, 16.06.2025 - 4 U 1664/24
Erlöschen des datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruchs durch Erfüllung
Dem folgt der Senat mit der obergerichtlichen Rechtsprechung (…s. nur OLG Schleswig, Hinweisbeschluss v. 16.10.2024 - 5 U 56/24, GRUR-RS 2024, 38496 Rn. 62;… KG, Urt. v. 04.06.2024 - 21 U 3/24, GRUR-RS 2024, 17906 Rn. 26; OLG Saarbrücken…, Urteil vom 03.05.2024 - 5 U 72/23 -, Rn. 40, juris; OLG München…, Urteil vom 24.04.2024 - 34 U 2306/23 e -, Rn. 44, juris; OLG Nürnberg…, Urteil vom 29.11.2023 - 4 U 347/21 -, Rn. 79, juris; OLG Köln…, Urteil vom 10.08.2023 - I-15 U 149/22 -, Rn. 25, juris; OLG Karlsruhe, Urteil vom 26.05.2023 - 10 U 24/22, MMR 2023, 962; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 09.03.2023 - I-16 U 154/21 -, Rn. 29, juris; LAG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 16.03.2022 - 23 Sa 1133/21 -, Rn. 55, juris). - OLG Dresden, 13.02.2024 - 4 U 1325/23
Zulässigkeit einer Zwischenfeststellungsklage hinsichtlich der Rechtswidrigkeit …
Über die möglichen Ansprüche des Klägers im Zusammenhang mit der hier streitgegenständlichen Accountsperrung und Beitragslöschung wurde vorliegend aber bereits im Rahmen der umfassend formulierten Leistungsanträge des Klägers positiv entschieden (vgl. OLG Karlsruhe Urt. v. 26.5.2023 - 10 U 24/22, GRUR-RS 2023, 14075 Rn. 96, beck-online; a.A., wenngleich ohne Begründung: OLG Celle, Urteil vom 20.1.2022, 13 U 84/19).
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Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- Justiz Baden-Württemberg
Vollcovidioten
§ 43 Abs 1 GKG, § 45 Abs 1 S 3 GKG, § 63 Abs 3 S 1 Nr 3 GKG
Streitwerte bei Ansprüchen nach Accountlöschung in einem sozialen Netzwerk - Vollcovidioten - IWW
§ 43 Abs. 1 GKG; § 45 Abs. 1 S. 3 GKG; § 63 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 GKG
Streitwert - JurPC
Streitwerte bei Ansprüchen nach Accountlöschung bei sozialen Netzwerken
- rechtsportal.de
GKG § 63 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 ; GKG § 45 Abs. 1 S. 3
Bestimmung des Streitwerts bezüglich der Änderung gespeicherter Daten zu einem Nutzer in einem sozialen Netzwerk; Verhängung einer Sperre gegen den Nutzer eines sozialen Netzwerks; Einschränkung der Nutzungsmöglichkeiten des Nutzers einer Internetplattform; ...
Verfahrensgang
- LG Karlsruhe, 04.08.2022 - 3 O 134/21
- LG Karlsruhe, 27.10.2022 - 3 O 134/21
- OLG Karlsruhe, 26.05.2023 - 10 U 24/22
- OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BGH, 27.05.2021 - III ZR 351/20
Nichtzulassungsbeschwerde: Beschwerdewert bei Antrag auf Feststellung der …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Rn. 30 2. Der mit Ziffer 2 gestellte Antrag betrifft zum einen die Feststellung der Rechtswidrigkeit einer Beitragslöschung, die mit (500 Euro abzgl. 20 Prozent =) 400 Euro zu bewerten ist (vgl. BGH, Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).Einen Feststellungsantrag bezüglich einer 30-tägigen Nutzungssperre bewertet der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung, der sich der Senat anschließt, mit (2.500 Euro abzgl. 20 Prozent =) 2.000 Euro (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Hierfür ist ein Streitwert von (1.000 Euro abzgl. 20 Prozent =) 800 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 35 7. Mit dem Antrag Ziffer 7 wird die Wiederherstellung eines Beitrags angestrebt, wofür ein Streitwert von 500 Euro angemessen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 36 8. Mit dem Antrag Ziffer 8 wird die Wiederherstellung zweier Beiträge angestrebt, wofür ein Streitwert von 1.000 Euro angemessen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Hierfür ist ein Streitwert von 1.500 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Hierfür ist ebenfalls ein Streitwert von 1.500 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Auch hierfür ist ein Streitwert von 1.500 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
- BGH, 28.01.2021 - III ZR 162/20
Feststellung der dreitägigen Sperrung eines Nutzerkontos auf einer Social …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Zum anderen wird die Feststellung der Rechtswidrigkeit einer dreitägigen Nutzungssperre begehrt, die ebenfalls mit (500 Euro abzgl. 20 Prozent =) 400 Euro zu bewerten ist (vgl. BGH, Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20).Der Feststellungsantrag bezüglich einer 24-stündigen Nutzungssperre ist mit (250 Euro abzgl. 20 Prozent =) 200 Euro angemessen bewertet (vgl. BGH, Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20, zu einer dreitägigen Sperre).
Hierfür ist ein Streitwert von (1.000 Euro abzgl. 20 Prozent =) 800 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 35 7. Mit dem Antrag Ziffer 7 wird die Wiederherstellung eines Beitrags angestrebt, wofür ein Streitwert von 500 Euro angemessen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 36 8. Mit dem Antrag Ziffer 8 wird die Wiederherstellung zweier Beiträge angestrebt, wofür ein Streitwert von 1.000 Euro angemessen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 41 13. Der Antrag Ziffer 13, der auf Auskunftserteilung über den Einsatz beauftragter Unternehmen gerichtet ist, ist mit 500 Euro zu bewerten (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20).
Rn. 42 14. Auch der Antrag Ziffer 14, der auf Auskunftserteilung über eine Beteiligung der Bundesregierung gerichtet ist, hat einen Wert von 500 Euro (vgl. BGH, Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20).
- BGH, 17.12.2020 - III ZR 76/20
Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren: Beschwer nach Abweisung vorn …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Rn. 29 1. Die mit Ziffer 1 begehrte Löschung von Datensätzen über bereits erfolgte Sperrungen war mit 1.250 Euro zu bewerten (vgl. BGH, Beschluss vom 26.11.2020, III ZR 124/20; Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20).Hierfür ist ein Streitwert von (1.000 Euro abzgl. 20 Prozent =) 800 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Da diesen Kontosperren ein Wert von 2.750 Euro beizumessen (vgl. Ziffer 3) und bei einem Auskunftsanspruch ein Abschlag von mindestens 75 Prozent gegenüber dem Leistungsanspruch zu machen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20), ist für die Auskunftsansprüche ein Streitwert von 687,50 Euro anzusetzen.
Rn. 35 7. Mit dem Antrag Ziffer 7 wird die Wiederherstellung eines Beitrags angestrebt, wofür ein Streitwert von 500 Euro angemessen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 36 8. Mit dem Antrag Ziffer 8 wird die Wiederherstellung zweier Beiträge angestrebt, wofür ein Streitwert von 1.000 Euro angemessen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Rn. 41 13. Der Antrag Ziffer 13, der auf Auskunftserteilung über den Einsatz beauftragter Unternehmen gerichtet ist, ist mit 500 Euro zu bewerten (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20).
- BGH, 17.12.2020 - III ZR 60/20
Bemessen des Werts der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer i.R.d. …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Einen Feststellungsantrag bezüglich einer 30-tägigen Nutzungssperre bewertet der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung, der sich der Senat anschließt, mit (2.500 Euro abzgl. 20 Prozent =) 2.000 Euro (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).Hierfür ist ein Streitwert von 1.500 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Hierfür ist ebenfalls ein Streitwert von 1.500 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Auch hierfür ist ein Streitwert von 1.500 Euro anzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
- BGH, 25.02.2021 - III ZR 172/20
Nichtzulassungsbeschwerde: Bemessung der Beschwer für Sperrung des Kontos eines …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Rn. 30 2. Der mit Ziffer 2 gestellte Antrag betrifft zum einen die Feststellung der Rechtswidrigkeit einer Beitragslöschung, die mit (500 Euro abzgl. 20 Prozent =) 400 Euro zu bewerten ist (vgl. BGH, Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).Einen Feststellungsantrag bezüglich einer 30-tägigen Nutzungssperre bewertet der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung, der sich der Senat anschließt, mit (2.500 Euro abzgl. 20 Prozent =) 2.000 Euro (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 60/20; Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20; Beschluss vom 27.5.2021, III ZR 351/20).
Da diesen Kontosperren ein Wert von 2.750 Euro beizumessen (vgl. Ziffer 3) und bei einem Auskunftsanspruch ein Abschlag von mindestens 75 Prozent gegenüber dem Leistungsanspruch zu machen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20; Beschluss vom 25.2.2021, III ZR 172/20), ist für die Auskunftsansprüche ein Streitwert von 687,50 Euro anzusetzen.
- BGH, 26.11.2020 - III ZR 124/20
Nichtzulassungsbeschwerde: Beschwerdewert bei Streit über die Sperrung eines …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 19.06.2023 - 10 U 24/22
Rn. 29 1. Die mit Ziffer 1 begehrte Löschung von Datensätzen über bereits erfolgte Sperrungen war mit 1.250 Euro zu bewerten (vgl. BGH, Beschluss vom 26.11.2020, III ZR 124/20; Beschluss vom 17.12.2020, III ZR 76/20).
- OLG Karlsruhe, 05.07.2023 - 10 W 5/23
Scraping
Im Anschluss an die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluss vom 28.1.2021, III ZR 162/20) und des Senats ( OLG Karlsruhe, Beschluss vom 19.6.2023, 10 U 24/22 ) zum Wert eines im Wege eines Annexantrags geltend gemachten Auskunftsanspruchs im Zusammenhang mit Leistungs- und Unterlassungsanträgen wegen (behaupteter) Rechtsverletzungen durch die Betreiber von sozialen Netzwerken erscheint dieser Wert mit nicht mehr als 500 Euro angemessen eingeordnet (ebenso etwa LG Bonn, Urteil vom 7.6.2023, 13 O 126/22; LG Bamberg, Urteil vom 6.6.2023, 42 O 782/22; LG Regensburg, Urteil vom 11.5.2023, 72 O 1413/22; LG Stuttgart, Urteil vom 26.1.2023, 53 O 95/22 ; das OLG Hamm, Beschluss vom 17.1.2023, 7 W 3/23, geht sogar von einem Wert von lediglich 250 Euro aus, während das OLG Dresden, Beschluss vom 28.9.2022, 17 AR 36/22, eine Spanne zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro nennt, die dem Senat jedoch übersetzt erscheint). - OLG Karlsruhe, 29.09.2023 - 7 W 30/23
Streitwert bei Klage gegen Löschung von Sozialnetzwerk-Konto
In gleicher Höhe ist der Streitwert nach Ansicht des Senats für den vorliegenden Antrag zu bemessen, der sich nicht auf die Unterlassung einer Löschung bzw. Kontensperrung aufgrund eines konkreten Beitrages bezieht, sondern die grundsätzliche Information und Äußerungsmöglichkeit vor einer Kontensperrung/-deaktivierung zum Gegenstand hat (so auch OLG Karlsruhe, Beschluss vom 19.06.2023 - 10 U 24/22 -, Rn. 39 , juris).
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