Rechtsprechung
| BGH, 10.04.1986 - VII ZR 286/85 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Beweislastverteilung bei einer negativen Feststellungsklage - Rechtskraftwirkung eines abweisenden Urteils einer negativer Feststellungsklage - Auswirkungen der Verkennung der Darlegungslast und Beweislast druch das Gericht auf die Rechtskraftwirkung des Urteils
- Universität des Saarlandes
Rechtskraftumfang des die negative Feststellungsklage abweisenden Urteils
- Juristenzeitung(kostenpflichtig)
Zur Rechtskraftwirkung eines die negative Feststellungsklage abweisenden Urteils
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 322
Umfang der Rechtskraft der Abweisung einer negativen Feststellungsklage - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1986, 2508
- NJW 1988, 806
- MDR 1986, 1016
- WM 1986, 954
- BauR 1986, 488
Wird zitiert von ... (30) Zitiert selbst (5)
- BGH, 17.05.1977 - VI ZR 174/74
Verneinende Feststellungsklage gegen Zedenten und Zessionar
Auszug aus BGH, 10.04.1986 - VII ZR 286/85
Eine derartige Auffassung ist zwar unrichtig (BGH NJW 1977, 1637, 1638, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 69, 37, 43; NJW 1983, 2032, 2033;… vgl. ferner Stein/Jonas/Schumann/Leipold, ZPO, 19. Aufl., § 256 Anm. IV 5;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, aaO, § 256 Anm. 4 D, jeweils m.w.N.). - BGH, 14.12.1967 - II ZR 30/67
Gesellschafterversammlung
- BGH, 12.12.1974 - II ZR 113/73
Ersatz des Schadens an einer Stromleitung und eine Gasleitung beim Setzen eines …
Auszug aus BGH, 10.04.1986 - VII ZR 286/85
Dem entspricht die Rechtskraftwirkung eines derartigen Urteils (BGH NJW 1975, 1320 f; NJW 1983, 2032 f; Beschluß vom 26. September 1985 - III ZR 174/84 = WM 1985, 1408;… Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht, 13. Aufl., § 154 IV 2 c;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 14. Aufl., § 322 Rdn. 11;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 44. Aufl., § 322 Anm. 4 "Feststellungsurteil" b bb;… Thomas/Putzo, ZPO, 13. Aufl., § 256 I 6). - BGH, 26.09.1985 - III ZR 174/84
Bindung des Berufungsgerichts an Rechtskraft des im Vorprozess erlassenen Urteils …
Auszug aus BGH, 10.04.1986 - VII ZR 286/85
Dem entspricht die Rechtskraftwirkung eines derartigen Urteils (BGH NJW 1975, 1320 f; NJW 1983, 2032 f; Beschluß vom 26. September 1985 - III ZR 174/84 = WM 1985, 1408;… Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht, 13. Aufl., § 154 IV 2 c;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 14. Aufl., § 322 Rdn. 11;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 44. Aufl., § 322 Anm. 4 "Feststellungsurteil" b bb;… Thomas/Putzo, ZPO, 13. Aufl., § 256 I 6). - LG Münster, 31.08.1983 - 14 O 603/82
Auszug aus BGH, 10.04.1986 - VII ZR 286/85
In dem Verfahren 14 O 603/82 LG Münster hat er von dem Kläger restlichen Werklohn von 5.345,08 DM nebst Zinsen begehrt.
- BGH, 11.10.2018 - I ZR 114/17
Leistungsklage des Zessionars gegen den Schuldner: Zulässigkeit und Begründetheit …
Dem entspricht die Rechtskraftwirkung eines derartigen Urteils (BGH…, Urteil vom 17. Februar 1983 - III ZR 184/81, NJW 1983, 2032, 2033 [juris Rn. 20]; Urteil vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85, NJW 1986, 2508, 2509 [juris Rn. 10]). - BGH, 03.04.2001 - XI ZR 120/00
Beweislast für Hingabe eines Darlehens
Gleichgültig ob der vermeintliche Gläubiger auf Feststellung seines Anspruchs klagt oder der vermeintliche Schuldner den Rechtsweg beschreitet, um das Nichtbestehen des Anspruchs feststellen zu lassen ("negative Feststellungsklage"), immer hat der Gläubiger die Voraussetzungen seines Rechts darzulegen und zu beweisen (BGH, Urteile vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85, WM 1986, 954, vom 25. Oktober 1991 - V ZR 196/90, WM 1992, 313, 317 und vom 2. März 1993 - VI ZR 74/92, NJW 1993, 1716, 1717;… MünchKomm-ZPO/Prütting, 2. Aufl. § 286 Rdn. 118;… Musielak/Foerste, ZPO 2. Aufl. § 286 Rdn. 35). - BGH, 25.10.1991 - V ZR 196/90
Miteigentümer bei Grunddienstbarkeit als notwendige Streitgenossen; Darlegungs- …
Dann aber ist es bei der negativen Feststellungsklage Sache der beklagten Partei, denjenigen Anspruch, dessen sie sich berühmt, nach Grund und Höhe darzulegen und im Falle des Bestreitens zu beweisen (BGH, Urt. v. 10. April 1986, VII ZR 286/85, NJW 1986, 2508, 2509;… Stein/Jonas/Schumann, ZP0, 20. Aufl., § 256 Rdn. 117;… Zöller/Stephan, ZP0, 17. Aufl., § 256 Rdn. 18).
- BGH, 02.03.1993 - VI ZR 74/92
Beweislast bei negativer Feststellungsklage
Nach ständiger Rechtsprechung ist deshalb die Umkehr der Parteirollen bei der negativen Feststellungsklage auf die Darlegungs- und Beweislastverteilung ohne Einfluß (Senatsurteil vom 17. Mai 1977 - VI ZR 174/74 - NJW 1977, 1637, 1638 sowie BGH, Urteile vom 23. Juni 1958 - VII ZR 107/57 - WM 1958, 1275, 1276; vom 17. Februar 1983 - III ZR 184/81 - NJW 1983, 2032, 2033; vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85 - NJW 1986, 2508, 2509 und vom 25. Oktober 1991 - V ZR 196/90 - NJW 1992, 1101, 1103) [BGH 25.10.1991 - V ZR 196/90]. - BGH, 26.06.2003 - I ZR 269/00
Bindungswirkung eines Urteils hinsichtlich präjudizieller Rechtsverhältnisse
Dementsprechend besitzt ein Urteil, das eine negative Feststellungsklage aus sachlichen Gründen abweist, dieselbe Rechtskraftwirkung wie ein Urteil, das das Gegenteil dessen, was mit der negativen Feststellungsklage begehrt wird, positiv feststellt (BGH, Urt. v. 9.4.1986 - IVb ZR 14/85, NJW 1986, 2508; Urt. v. 10.4.1986 - VII ZR 286/85, NJW 1986, 2508, 2509; BGH NJW 1995, 1757).Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß die Bestimmung des § 322 Abs. 1 ZPO der Rechtskraft eines Urteils bewußt enge Grenzen gesetzt hat dergestalt, daß diese sich auf den unmittelbaren Gegenstand des Urteils, d.h. die Rechtsfolge beschränkt, die den Entscheidungssatz bildet, nicht aber auf einzelne Urteilselemente, tatsächliche Feststellungen und rechtliche Folgerungen erstreckt, auf denen die getroffene Entscheidung aufbaut (vgl. BGH NJW 1986, 2508, 2509; BGH NJW 1995, 967).
- BSG, 04.06.2009 - B 12 KR 31/07 R
Sozialversicherungspflicht - Anfrageverfahren - Entscheidung der DRV Bund auch …
Zwischen den Beteiligten steht daher umgekehrt verbindlich und positiv fest, dass der Kläger im streitigen Zeitraum nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung, der sozialen Pflegeversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung und nach dem Recht der Arbeitsförderung war (vgl zu den Wirkungen einer aus Sachgründen abgewiesenen Feststellungsklage exemplarisch Bundesgerichtshof, Urteil vom 17.2.1983, III ZR 184/81, WM 1983, 454 = ZIP 1983, 620 und vom 10.4.1986, VII ZR 286/85, WM 1986, 954 = NJW 1986, 2508; Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 14.4.1983, 5 C 110/79, Buchholz 355 RBerG Nr. 37). - BGH, 11.11.1994 - V ZR 46/93
Umfang der Rechtskraft und Präklusion von Tatsachen durch anderweitige …
April 1986, VII ZR 286/85, Nr. 111, 2. - OLG Braunschweig, 22.06.2022 - 4 U 557/21
Wirksamkeit des Widerrufs eines Verbraucherdarlehensvertrages; Feststellung des …
Ein Urteil, das einer negativen Feststellungsklage aus sachlichen Gründen nicht stattgibt, hat grundsätzlich dieselbe Bedeutung wie ein Urteil, das das logische Gegenteil dessen, was mit der negativen Feststellungsklage begehrt wird, positiv feststellen würde (vgl. BGH, Urteil vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85 -, Rn. 10, juris).Ein Urteil, das einer negativen Feststellungsklage aus sachlichen Gründen nicht stattgibt, hat grundsätzlich dieselbe Bedeutung wie ein Urteil, das das logische Gegenteil dessen, was mit der negativen Feststellungsklage begehrt wird, positiv feststellt (vgl. BGH, Urteil vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85 -, Rn. 10, juris; BGH…, Urteil vom 12. Dezember 1974 - II ZR 113/73 -, Rn. 6, juris).
Da die Urteilsformel - wie bei jedem klageabweisenden Urteil - regelmäßig nicht ausreicht, um den Rechtskraftgehalt der Entscheidung zu erfassen, müssen Tatbestand und Entscheidungsgründe ergänzend herangezogen werden (vgl. BGH, Urteil vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85 -, Rn. 13, juris; BGH…, Urteil vom 12. Dezember 1974 - II ZR 113/73 -, Rn. 6, juris).
Anderenfalls würden die Grundsätze über die Bestimmung der Rechtskraft für den Bereich der negativen Feststellungsklage relativiert und damit die Geschlossenheit des Rechtskraftsystems aufgeben werden, ohne dass es für eine solche Ungleichbehandlung einen sachlichen oder rechtlichen Grund gäbe (vgl. BGH, Urteil vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85 -, Rn. 17, juris).
- BGH, 28.04.2011 - V ZR 220/10
Vernehmung des Prozessgegners als Partei
Rn. 17 aa) Der Verstoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG ist deshalb entscheidungserheblich, weil die Zurückweisung des Feststellungsantrags als unbegründet zur Folge hätte, dass mit Eintritt der Rechtskraft dieser Entscheidung das (kontradiktorische) Gegenteil feststünde (vgl. BGH, Urteil vom 10. April 1986 - VII ZR 286/85, NJW 1986, 2508, 2509). - VK Bund, 24.04.2012 - VK 2-169/11
Bereitstellung eines Software-Handelspartnerrahmenvertrages zur bundesweiten …
Nach dem in der Rechtsprechung aller Gerichtszweige herrschenden "zweigliedrigen" Streitgegenstandsbegriff wird der Streitgegenstand durch Klage-/Antragsanspruch und Klage-/Antragsgrund bestimmt, mit anderen Worten durch den geltend gemachten materiellrechtlichen Anspruch (Klageanspruch) und durch den ihm zugrunde liegenden, das heißt zu seiner Begründung vorgetragenen Sachverhalt (Klagegrund) (ständige Rspr., vgl. nur BGH, 13.07.2004, KZR 40/02; BGH, 08.05.2001, KVR 12/99; BVerwG, 26.10.2006, 10 C 12/05; BVerwG, 10.05.1994, 9 C 501/93; BVerwG, 13.09.1984, 2 C 22/83; BVerwG, 20.04.1977, 6 C 7/74), nicht aber - wie die Ag suggeriert - durch die im einzelnen zur Begründung des Klage- bzw. Antragsanspruchs vorgetragenen tatsächlichen Feststellungen/Behauptungen oder rechtlichen Argumente/Folgerungen hieraus; diese bilden vielmehr den nicht vom Streitgegenstandsbegriff umfassten sog. "Streitstoff" (ständige Rspr., vgl. nur BGH, 26.06.2003, I ZR 269/00; BGH, 11.11.1994, V ZR 46/93; BGH, 10.04.1986, VII ZR 286/85). - BGH, 26.03.1992 - IX ZR 108/91
Verjährung des Ersatzanspruchs aus ungerechtfertigter einstweiliger Verfügung
- BGH, 12.01.1987 - II ZR 154/86
Berechnung des dem Kommanditisten zustehenden Gewinns - Voraussetzungen für die …
- LG Hamburg, 11.04.2019 - 305a O 9/16
Bauträger-Kaufvertrag: Ansprüche im Zusammenhang mit dem Erwerb einer …
- OLG Oldenburg, 09.04.1991 - 5 U 142/90
Beweislast, Auskunftsanspruch, Miterbe, Nachlaß, Nachlaßgegenstand, …
- OLG München, 12.01.2023 - 8 U 2672/17
Zur Haftung der Gründungsgesellschafter für den Prospekt des Immobilienfonds …
- OLG Düsseldorf, 29.04.2005 - 23 U 157/04
Zur Zulässigkeit und Begründetheit einer negativen Feststellungsklage der …
- OLG Hamm, 27.04.1993 - 15 W 327/92
Beteiligung eines Wohnungseigentümers an einem gerichtlichen Verfahren; Ansprüche …
- KG, 21.10.2011 - 5 U 56/10
Feststellungsklage auf Nichtbestehen eines Anspruchs auf Übertragung eines …
- BGH, 01.09.2004 - XII ZR 168/01
Rechtskraft eines Feststellungsurteils
- OLG Hamm, 10.04.2019 - 31 U 146/17
- OLG Düsseldorf, 18.12.2012 - 21 U 4/12
Rechtsmittelbefugnis bei negativer Feststellungsklage und Widerklage auf Leistung
- OLG Düsseldorf, 08.01.2002 - 24 U 115/01
Zu den Voraussetzungen für Nutzungsentschädigungsansprüche in Höhe der Kaltmiete …
- OLG Hamm, 27.01.1999 - 3 U 58/98
Ärztlicher Fehler im Rahmen einer Operation zur Behebung einer Inkontinenz; …
- BGH, 14.12.1989 - III ZR 198/88
Schadensersatzpflicht einer Bank gegenüber einem Kreditnehmer wegen …
- OLG Hamburg, 18.09.2003 - 3 U 250/01
Berodual
- OVG Nordrhein-Westfalen, 14.11.1994 - 25 A 1134/92
Klage gegen die Untersagung der Wahrnehmung der Geschäfte als Vorsitzender und …
- KG, 17.12.2012 - 23 W 55/12
Verfahrensaussetzung bei Mitumfassung der mit einer Leistungsklage geltend …
- LG München I, 04.10.2022 - 28 O 5442/22
Leistungsverweigerungsrecht, Darlehensverträge, Ausübung des Widerrufsrechts, …
- BGH, 02.03.1993 - IV ZR 74/92
Auffahrunfall - § 256 ZPO, Beweislast bei negativer Feststellungsklage: Klage muß …
- OLG Frankfurt, 03.07.1992 - 20 REMiet 2/92
Umlage von Modernisierungskosten auf den Mieter
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Rechtsprechung
| BGH, 09.04.1986 - VIII ZR 100/85 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Fortsetzung des Gebrauchs eines Pachtobjekts durch Belassen bei einem Unterpächter - Folgen des mangelnden Willens des Pächters den Besitz an den Unterpächter zu mitteln - Anforderungen an den Ausschluss der Fortsetzungsfiktion
- rechtsportal.de
BGB § 568
Fortsetzung des Pachtverhältnisses - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW-RR 1986, 1020
- MDR 1986, 1016
- BB 1987, 509
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (1)
- BGH, 08.01.1969 - VIII ZR 184/66
Festsetzung einer Grundmiete als Entschädigung - Gewährung einer …
Auszug aus BGH, 09.04.1986 - VIII ZR 100/85
Der erkennende Senat hat im Urteil vom 8. Januar 1969 (VIII ZR 184/66 = WM 1969, 298 = MDR 1969, 658) ausgeführt, daß eine Fortsetzung des Mietgebrauchs im Sinne von § 568 BGB immer dann vorliege, wenn Art und Umfang des Mietgebrauchs, wie er bis zur Beendigung der Mietzeit ausgeübt wurde, auch über den Zeitpunkt der Beendigung hinaus aufrechterhalten bleibe.Das muß jedoch in zeitlichem Zusammenhang mit dem Ablauftermin geschehen (Senatsurteil vom 8. Januar 1969 - VIII ZR 184/66 = WM 1969, 298 unter 3 b m.Nachw.).
- BGH, 30.11.2012 - V ZR 234/11
Wohnungseigentum: Ordnungsmäßige Verwaltung durch Wohnungseigentümer; Beschluss …
Das gilt insbesondere für die höchstrichterlich noch nicht geklärte Problematik, ob und ggf. mit welchen Folgen die vollmachtlose Kündigung eines Mietvertrages nach § 180 Satz 2 BGB genehmigungsfähig ist (generell ablehnend bei Gestaltungsrechten OLG Celle OLGR 1999, 97 f.; bejahend für die Kündigung eines Darlehensvertrages OLG Brandenburg, OLG-NL 2006, 121, 124; ebenso für die Kündigung eines Arbeitsvertrages, allerdings unter Einschränkung der Rückwirkungsfiktion nach § 184 BGB BAG, NJW 1987 1038, 1039; ähnlich für das gesetzliche Vorkaufsrecht Senat, Urteil vom 15. Juni 1960 - V ZR 191/58, NJW 1960, 1805, 1807 und für die Nachfristsetzung nach § 326 BGB aF Urteil vom 22. Oktober 1989 - V ZR 401/98, WM 2000, 150, 151; ebenso BGH, Urteil vom 29. Mai 1991 - VIII ZR 4/90, BGHZ 114, 360, 366; ohne jede Einschränkung für die Anspruchsanmeldung nach § 651g Abs. 1 BGB dagegen BGH, Urteil vom 26. Mai 2010 - Xa ZR 124/09, NJW 2010, 2950, 2951 f.), und für die Frage, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen die Vorschrift des § 545 BGB bei einer Untervermietung zur Anwendung gelangt (zu § 568 BGB aF vgl. BGH, Beschluss vom 9. April 1986 - VIII ZR 100/85, NJW-RR 1986, 1020 f.). - AG Brandenburg, 19.05.2009 - 34 C 77/08
Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem überbauten Teil des Grundstücks; …
Darin liegt auch kein Verstoß gegen die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 f.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 ).Er nahm diese aber in Kauf, um für den Abkaufpreis feste Verhältnisse zu schaffen und fortgesetzte nachbarliche Streitigkeiten über den jeweiligen Wert der überbauten Fläche abzuschneiden ( Motive zum BGB 1888 Bd. III Seiten 285/287, Denkschrift 1896 Seite 129; BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Diese Regelung verstößt auch weder gegen die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie ( Art. 14 GG ) noch gegen § 905 BGB ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Nach § 915 BGB sind also Veränderungen des Grundstückswerts, die erst zeitlich nach der Grenzüberschreitung eintreten, für die Bemessung der Überbaurente oder des Abkaufpreises ohne Bedeutung ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Nach Auffassung des BGH ist der in der üblichen Weise zu ermittelnde Verkehrswert der überbauten Bodenfläche somit die maßgebende Grundlage für die Bemessung des Abkaufpreises ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Für das Entgelt im Fall der Grundabnahme stellt das Gesetz in § 915 Abs. 1 Satz 1 BGB nämlich ausdrücklich auf den Wert des überbauten Grundstücksteils zum damaligen Zeitpunkt bei der Ermittlung des Quadratmeterpreises für die überbaute Bodenfläche ab ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 65, Seiten 395 ff. = WM 1976, Seiten 213 ff. = ZMR 1977, Seite 182 = NJW 1976, Seite 669; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Diese Schwierigkeiten der Sachverhaltsfeststellung sind aber kein zureichender Grund, im Rahmen einer entsprechenden Anwendung der §§ 912 ff. BGB die gesetzgeberische Grundentscheidung abzuändern ( BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Auch in diesem Zusammenhang kann nämlich nicht außer Betracht bleiben, dass der Gesetzgeber Härten aus Bodenwertveränderungen bewusst in Kauf genommen hat ( BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).
Die Beklagte ist im Übrigen hier zwar vortrags- und beweispflichtig für den zur Berechnung maßgeblichen Zeitpunkt (BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203;… vgl. auch: Baumgärtel, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, Band 2 § 912 BGB, Rn. 9), so dass notfalls unter Einschaltung von Sachverständigen festgestellt werden müsste, wann das Gebäude der Beklagten über die Grenze gebaut wurde.
Zudem kann das Gericht insoweit auch von der Möglichkeit des § 287 ZPO Gebrauch machen (BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203).
Dem erkennenden Gericht lagen hier insofern aber - wie bereits in dem gerichtlichen Anschreiben vom 05.12.2008 (Blatt 70 der Akte) ausgeführt - leider nur noch alte Grundbuchakten der Gemeinde Kuhlowitz ab dem Jahre 1929 zur Einsicht vor, demzufolge hier der Kaufpreis/Verkehrswert für derartige Grundstücke am 04.06.1929 bei ca. 0,02 Reichsmark/m² (1.330 m² + 4.950 m² für insgesamt 84, 00 Reichsmark), am 04.04.1932 bei ca. 0,04 Reichsmark/m² (1.812 m² für insgesamt 89, 00 Reichsmark), am 01.01.1935 bei weniger als 0, 01 Reichsmark/m² (2.500 m² für insgesamt 1, 00 Reichsmark) und am 14.10.1964 bei genau 0, 13 MDN/m² (1.849 m² für insgesamt 240, 37 MDN) lag, so dass das Gericht hier insoweit von der Möglichkeit des § 287 ZPO Gebrauch machen muss ( BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ) und von einem Wert des überbauten Grundstücksteils der Straße zum damaligen Zeitpunkt von "lediglich" ca. 0,02 Mark(des deutschen Kaiserreichs)/m² (die Hälfte von 0, 04 Mark/m²) ausgeht, da insofern auch die o. g. Rechtsprechung des BGH zum geringeren Wert von Straßen -Grundstücken hier mit zu beachten ist.
- BGH, 21.04.2010 - VIII ZR 184/09
Stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses: Wirksamkeit des mit der …
Ein bereits mit der Kündigung erklärter Widerspruch gegen eine stillschweigende Vertragsfortsetzung ist wirksam; eines zeitlichen Zusammenhangs mit der Vertragsbeendigung bedarf es nicht (im Anschluss an BGH, 9. April 1986, VIII ZR 100/85, NJW-RR 1986, 1020) 11 .Rn. 8 a) Nach der Rechtsprechung des Senats kann der Widerspruch grundsätzlich auch schon vor dem Beginn der zweiwöchigen Widerspruchsfrist erhoben werden (Senatsurteil vom 8. Januar 1969 - VIII ZR 184/66, WM 1969, 298, unter 3 b; Senatsbeschluss vom 9. April 1986 - VIII ZR 100/85, NJW-RR 1986, 1020, unter [II] 3; Senatsurteile vom 16. September 1987 - VIII ZR 156/86, NJW-RR 1988, 76, unter 2 c bb, sowie vom 7. Januar 2004 - VIII ZR 103/03, NJW-RR 2004, 558, unter II 1 b cc; jeweils zu § 568 BGB aF).
Rn. 10 In seinem Beschluss vom 9. April 1986 (aaO) hat der Senat (allgemein) einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Widerspruch und Vertragsende für erforderlich gehalten.
- AG München, 07.04.2016 - 432 C 2769/16
Ärger im Kleingarten
Dies gilt nach einer älteren und strengeren Entscheidung des Bundesgerichtshofs jedenfalls dann, wenn die Erklärung "in zeitlichem Zusammenhang mit dem Ablauftermin geschehen" ist (BGH NJW-RR 1986 1020). - BGH, 16.09.1987 - VIII ZR 156/86
Widerspruch gegen Verlängerung des Mietverhältnisses durch außerordentliche …
Eine Fortsetzung des Mietgebrauchs im Sinne von § 568 BGB liegt immer dann vor, wenn Art und Umfang des Mietgebrauchs, wie er bis zur Beendigung der Mietzeit ausgeübt wurde, auch über den Zeitpunkt der Beendigung hinaus aufrechterhalten bleiben (Senatsurteil vom 8. Januar 1969 - VIII ZR 184/66 = WM 1969, 298; Senatsbeschluß vom 9. April 1986 - VIII ZR 100/85 = WM 1986, 914). - OLG Düsseldorf, 05.11.2002 - 24 U 32/02
Zur Frage der persönlichen Haftung aus einem Mietvertrag, den der Vertreter einer …
Anknüpfungspunkt ist insoweit nur das rein tatsächliche Verhalten der Parteien (BGH NJW-RR 1988, 76/77; NJW-RR 1986, 1020/1021; OLG Düsseldorf OLGR 1993, 124 f.;… Palandt/Weidenkaff BGB, 61. Auflage, § 545 Rn. 7 m.w.N.). - KG, 20.01.2014 - 8 U 168/13
Stillschweigende Verlängerung kann bei Gewerberaummietverhältnis durch AGB …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich der Senat anschließt, kann der Widerspruch grundsätzlich auch schon vor dem Beginn der zweiwöchigen Widerspruchsfrist erhoben werden (BGH, Urteil vom 8. Januar 1969 - VIII ZR 184/66, WM 1969, 298, unter 3 b; BGH, Beschluss vom 9. April 1986 - VIII ZR 100/85, NJW-RR 1986, 1020, unter [II] 3; BGH, Urteile vom 16. September 1987 - VIII ZR 156/86, NJW-RR 1988, 76, unter 2 c bb, sowie vom 7. Januar 2004 - VIII ZR 103/03, NJW-RR 2004, 558, unter II 1 b cc; jeweils zu § 568 BGB aF; BGH, NJW 2010, 2124). - OLG Bamberg, 19.07.2002 - 6 U 62/01
Zulässigkeit der Befristung eines zu Zeiten der ehemaligen DDR begründeten …
Zwar kann auch ein schon vor Ablauf des Vertrags und vor Beginn der zweiwöchigen Erklärungsfrist ausgesprochener Widerspruch genügen, um die Rechtsfolgen des § 568 a. F. BGB nicht eintreten zu lassen, jedoch nur dann, wenn ein "nicht nur loser zeitlicher Zusammenhang" zwischen Erklärung und Vertragsablauf besteht, der auch nicht durch Hinzutreten entgegenstehender Umstände gestört sein darf (vgl. BGH NJW-RR 86, 1020 = ZMR 86, 274; BayObLG NJW 81, 2759, 2760; OLG Schleswig NJW 82, 449 f.). - OLG Koblenz, 16.02.1989 - 5 U 1071/88
Auslegung eines als Mietvertrag über Dampfstrahlreinigungsgerät bezeichneten …
Eine Fortsetzung des Mietgebrauchs im Sinne dieser Vorschrift liegt immer dann vor, wenn Art und Umfang des Mietgebrauchs, wie er bis zur Beendigung der Mietzeit ausgeübt wurde, auch über den Zeitpunkt der Beendigung hinaus aufrechterhalten bleibt (BGH LM § 535 BGB Nr. 42; BGH NJW-RR 1986, 1020). - LG Berlin, 28.10.2022 - 34 O 41/22
Anscheinsvollmacht durch Überlassung von gemietetem Fahrzeug und Vorlage von …
Grundsätzlich steht es der Eigennutzung gleich, wenn der Mieter die Sache einem Dritten überlassen hatte und dieser den Gebrauch fortsetzt, weil die Drittüberlassung ebenfalls eine Form des Mietgebrauchs darstellt (…Schmidt-Futterer/Streyl, 15. Aufl. 2021, BGB § 545 Rn. 14; BGH, Beschluss vom 9. April 1986 - VIII ZR 100/85 -, juris; BGH…, Beschluss vom 21. April 2010 - VIII ZR 184/09 -, Rn. 7, juris).
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Rechtsprechung
| BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Wolters Kluwer
Vollmacht - Postvollmacht - Postbenutzungsverhältnis
- Juristenzeitung
Zur Reichweite einer erteilten Postvollmacht
- rechtsportal.de
BGB §§ 164, 167; PostO § 46 Abs. 1
Rechtsfolgen einer Postvollmacht - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- BGHZ 98, 140
- NJW 1986, 2825
- NJW 1986, 2826
- NJW-RR 1986, 1312 (Ls.)
- ZIP 1986, 1103
- MDR 1986, 1016
- BB 1986, 1670
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (6)
- BGH, 20.10.1952 - IV ZR 44/52
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85
Einen derartigen Anspruch macht die Klägerin indessen nicht geltend; insbesondere ist der Wert des Besitzes keineswegs identisch mit dem Sachwert, der Gegenstand der Klage ist (BGH Urteil vom 20. Oktober 1952 - IV ZR 44/52 = LM Nr. 15 zu § 812 BGB = NJW 1953, 58 [BGH 20.10.1952 - IV ZR 44/52];… Palandt/Thomas, BGB 45. Aufl., 1986, § 812 Anm. 4 b aa und § 818 Anm. 5 c a. E.;… MünchKomm/Lieb § 812 Rdn. 292 Fußn. 608, § 818 Rdn. 22 und 40;… Erman/H. P. Westermann, BGB § 818 Rdn. 26 und 30). - BGH, 23.02.1956 - III ZR 324/54
Personenbeförderung der Bundespost
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85
Zwar sind die Rechtsbeziehungen zwischen der Deutschen Bundespost und den Teilnehmern am Postgiroverkehr ebenso wie die aus diesem Rechtsverhältnis abgeleiteten Leistungen der Deutschen Bundespost nach inzwischen einhelliger Ansicht dem öffentlichen Recht zuzuordnen (RGZ 161, 174 f.; BGH 20, 102, 105; 67, 69, 70; offengelassen in BGHZ 9, 13, 17; BVerwG 1985, 675; Kämmerer/Eidenmüller, Der Wirtschaftskommentator, Post- und Fernmeldewesen, § 3 PostgiroO Anm. 2;… Staudinger/Marburger, BGB 12. Aufl., 1986, § 783 Rdn. 43 m. Nachw.;… BGB-RGRK/Steifen 12. Aufl., 1978, vor § 783 Rdn. 19). - BGH, 01.07.1976 - VII ZR 143/75
Rechtsweg für Klage der Post auf Fehlbetrag aus Postscheckdienst
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85
Dementsprechend werden auch Rückzahlungsansprüche der Deutschen Bundespost gegen die unberechtigten Empfänger eines Post- oder Zahlungsüberweisungsbetrages allgemein dem Verwaltungsrechtsweg zugewiesen und materiell-rechtlich nach den Grundsätzen der öffentlich-rechtlichen Erstattung beurteilt (vgl. BGHZ 67, 69, 70 sowie die bei Altmannsperger, Kommentar zum PostG § 15 Rdn. 17 und § 26 Rdn. 47 b und c zitierte verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung).
- BGH, 08.06.1964 - VIII ZR 206/62
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85
Die Annahme einer stillschweigend erteilten Vollmacht scheitert schon daran, daß keine Anhaltspunkte für einen Willen des Beklagten zur Vollmachterteilung vorliegen (vgl. Senatsurteil vom 8. Juni 1964 - VIII ZR 206/62 = LM Nr. 24 zu § 164 BGB;… MünchKomm/Thiele 2. Aufl., 1984, § 167 Rdn. 25). - BGH, 06.02.1953 - I ZR 80/52
Steckengebliebene Postschecküberweisung
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85
Zwar sind die Rechtsbeziehungen zwischen der Deutschen Bundespost und den Teilnehmern am Postgiroverkehr ebenso wie die aus diesem Rechtsverhältnis abgeleiteten Leistungen der Deutschen Bundespost nach inzwischen einhelliger Ansicht dem öffentlichen Recht zuzuordnen (RGZ 161, 174 f.; BGH 20, 102, 105; 67, 69, 70; offengelassen in BGHZ 9, 13, 17; BVerwG 1985, 675; Kämmerer/Eidenmüller, Der Wirtschaftskommentator, Post- und Fernmeldewesen, § 3 PostgiroO Anm. 2;… Staudinger/Marburger, BGB 12. Aufl., 1986, § 783 Rdn. 43 m. Nachw.;… BGB-RGRK/Steifen 12. Aufl., 1978, vor § 783 Rdn. 19). - RG, 23.06.1939 - III 169/38
1. Zur Rechtsnatur des Postscheckverhältnisses. 2. Kann der Postscheckkunde, …
Auszug aus BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85
Zwar sind die Rechtsbeziehungen zwischen der Deutschen Bundespost und den Teilnehmern am Postgiroverkehr ebenso wie die aus diesem Rechtsverhältnis abgeleiteten Leistungen der Deutschen Bundespost nach inzwischen einhelliger Ansicht dem öffentlichen Recht zuzuordnen (RGZ 161, 174 f.; BGH 20, 102, 105; 67, 69, 70; offengelassen in BGHZ 9, 13, 17; BVerwG 1985, 675; Kämmerer/Eidenmüller, Der Wirtschaftskommentator, Post- und Fernmeldewesen, § 3 PostgiroO Anm. 2;… Staudinger/Marburger, BGB 12. Aufl., 1986, § 783 Rdn. 43 m. Nachw.;… BGB-RGRK/Steifen 12. Aufl., 1978, vor § 783 Rdn. 19).
- OLG Köln, 23.01.2002 - 5 U 85/01
Hodentorsion - Schmerzensgeld 18.000 Euro
Nach der herrschen Adäquanztheorie ist das Ereignis im Rechtsinne ursächlich, wenn es im allgemeinen und nicht nur unter besonders eigenartigen, unwahrscheinlichen und nach dem gewöhnlichen Verlauf der Dinge außer Betracht zu lassenden Umstände geeignet ist, einen Erfolg der eingetretenen Art herbeizuführen (vgl. BGHZ 98, 140). - BGH, 29.07.1991 - NotZ 25/90
Rechtsweg für Schadensersatzansprüche gegen die Notarkammer
Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Leistungsverwaltung ist, ebenso wie bei der öffentlichen Anstaltsnutzung, anerkannt, daß der Vollzug der öffentlichen Leistungen nach privatrechtlichen Grundsätzen erfolgen kann ("Zweistufenlehre" - vgl. Urteile des III. Zivilsenats vom 16. Dezember 1971 - III ZR 204/69 = LM § 13 GVG Nr. 123; vom 17. Januar 1972 - III ZR 86/69 = WM 1972, 339 f = BB 1973, 258; vom 6. Juni 1977 - III ZR 63/75 = Warn 1977, 413; vom 4. Juni 1987 - III ZR 88/86 = WM 1987, 1428, …und vom 11. Oktober 1990 - III ZR 169/89 = BGHR GVG § 13 Straßenreinigungsentgelt 1; Urteil des VIII. Zivilsenats vom 2. Juli 1986 - VIII ZR 194/85 = BGHZ 98, 140 [BGH 02.07.1986 - VIII ZR 194/85];… Erichsen/Martens Allgemeines Verwaltungsrecht 8. Aufl. 1988 § 2 II 3, §§ 31 und 44). - BGH, 07.11.1996 - IX ZB 15/96
Rechtsweg für Rückforderungsansprüche aus einer Hermes-Bürgschaft
Auf der zweiten Stufe geht es dann nur noch um das "Wie"; hier haben die Behörden grundsätzlich die Wahl, ob sie das Geschäft öffentlich-rechtlich (dann verschmilzt die zweite mit der ersten Stufe) oder - wie meist - zivilrechtlich abwickeln wollen (BVerfGE 47, 253, 273; BVerwGE 1, 308, 310; 45, 13, 14; BGHZ 92, 94, 95 f; 98, 140, 143 f; 115, 275, 279;… BGH, Urt. v. 12. Oktober 1993 - XI ZB 14/93, WM 1993, 2078, 2079; Stern, Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland Bd. III S. 1402 ff;… Ipsen, in: Isensee/Kirchhof, Handbuch des Staatsrechts Bd. IV § 92 Rdnr. 59;… Wolff/Bachof/Stober, Verwaltungsrecht I 10. Aufl. § 22 Rdnr. 65 ff;… Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht 9. Aufl. § 17 Rdnr. 30). - BGH, 29.07.1991 - NotZ 24/90
Anspruch auf Schadensersatz gegenüber einem Notar - Inanspruchnahme einer …
Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Leistungsverwaltung ist, ebenso wie bei der öffentlichen Anstaltsnutzung, anerkannt, daß der Vollzug der öffentlichen Leistungen nach privatrechtlichen Grundsätzen erfolgen kann ("Zweistufenlehre" - vgl. Urteile des III. Zivilsenats vom 16. Dezember 1971 - III ZR 204/69 = LM § 13 GVG Nr. 123; vom 17. Januar 1972 - III ZR 86/69 = WM 1972, 339 f = BB 1973, 258; vom 6. Juni 1977 - III ZR 63/75 = Warn 1977, 413; vom 4. Juni 1987 - III ZR 88/86 = WM 1987, 1428, …und vom 11. Oktober 1990 - III ZR 169/89 = BGHR GVG § 13 Straßenreinigungsentgelt 1; Urteil des VIII. Zivilsenats vom 2. Juli 1986 - VIII ZR 194/85 = BGHZ 98, 140 [BGH 02.07.1986 - VIII ZR 194/85];… Erichsen/Martens Allgemeines Verwaltungsrecht 8. Aufl. 1988 § 2 II 3, §§ 31 und 44). - BGH, 16.02.1987 - NotZ 18/86 Die Entscheidung des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 2. Juli 1986 - VIII ZR 194/85 (…BGHR BGB 167 I Postvollmacht 1) steht dieser Beurteilung nicht entgegen.
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