Rechtsprechung
| BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98 |
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ZPO § 286 Abs. 1; ; ZPO § ... 287; ; BGB § 117 Abs. 1; ; BGB § 557 Abs. 1 Satz 1; ; BGB § 987; ; BGB § 990; ; BGB § 990 Abs. 1 Satz 2; ; BGB § 987 Abs. 1; ; BGB § 284 Abs. 1; ; EGBGB § 2 Abs. 5; ; EGBGB § 2 Abs. 1; ; GmbHG § 35 Abs. 1
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Schadensersatz - Verspätete Räumung - Herausgabe gemieteter Räume - Grundstückseigentümer - Untervermietung - Räumungsklage - Voreigentümer - Beendigung des Hauptmietverhältnisses - Langjähriger Mietvertrag - Mietzinsausfall - Scheingeschäft - Geänderte Darlegungslast - ...
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 557 Abs. 1
Anspruch des Vermieters gegen den Untermieter des Mieters wegen verspäteter Räumung und Herausgabe der Mietsache - datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Mietrecht
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJOZ 2001, 282
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (6)
- BGH, 06.11.1968 - V ZR 85/65
Schadensersatz wegen verspäteter Räumung einer Mietwohnung - Anspruch auf …
Auszug aus BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Der Sachvortrag der Klägerin rechtfertigt grundsätzlich eine Anwendung der Regeln des Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses (…vgl. Wolf/Eckert/Ball aaO Rdn. 1362;… BGB RGRK Gelhaar aaO;… Emmerich/Sonnenschein aaO; BGH, Urteil vom 6. November 1968 - V ZR 85/65 = WM 1968, 1370, 1371 = LM § 987 BGB Nr. 10).Mit der Aufhebung des Hauptmietverhältnisses zwischen der Voreigentümerin G. und der EHG GmbH endete nicht nur das Besitzrecht der Hauptmieterin, sondern zugleich das von dieser abgeleitete Besitzrecht des Untermieters (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 1968 aaO S. 1371 unter 2. a)).
Seit der Rechtshängigkeit der von der Voreigentümerin am 16. Januar 1991 bei Gericht eingereichten, dem Beklagten am 5. März 1991 zugestellten Eigentumsherausgabeklage (vgl. §§ 261, 253 ZPO), die später zur Verurteilung des Beklagten führte, war dieser gemäß § 987 Abs. 1 BGB zur Herausgabe der gezogenen Nutzungen (Gebrauchsvorteile im Sinne von § 100 BGB) - das heißt des Mietwertes der innegehabten Räume (vgl. BGH, Urteil vom 6. November 1968 aaO S. 1371 unter 2. c)) - verpflichtet.
- BGH, 22.06.1989 - III ZR 100/87
Bindung der Gemeinde an eine formunwirksame Verpflichtungserklärung
Auszug aus BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Schweigen ist grundsätzlich als Verweigerung der Genehmigung anzusehen (…vgl. hierzu Scholz/Schneider, GmbHG 9. Aufl. § 35 Rdn. 51 ff.;… Hachenburg, GmbHG 8. Aufl. § 35 Rdn. 90 ff.;… Lutter/Hommelhoff GmbHG 15. Aufl. § 35 Rdn. 25 ff.;… Hueck/Schulze-Osterloh/Zöllner GmbHG 16. Aufl. § 35 Rdn. 63 ff. sowie BGB RGRK/Steffen aaO § 182 Rdn. 8; auch BGH, Urteil vom 22. Juni 1989 - III ZR 100/87 = BGHR BGB § 182 Genehmigung 1).Ihm fehlte unter diesen Umständen schon das Bewußtsein von der schwebenden Unwirksamkeit des Vertrages, welches zumindest Voraussetzung für die Annahme einer stillschweigenden Genehmigung durch ihn wäre (vgl. BGH, Urteil vom 22. Juni 1989 aaO).
- BGH, 14.07.1995 - V ZR 45/94
Rechte des Besitzers gegenüber dem Anspruch des Eigentümers auf Herausgabe von …
Auszug aus BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Der Wert dieser zu ersetzenden Nutzungen bemißt sich nach dem objektiven Mietwert der Räume (…vgl. Wolf/Eckert/Ball aaO Rdn. 1364;… Scheuer aaO V A Rdn. 128, 129), für dessen Bestimmung als Bemessungsgrundlage der ortsübliche Mietzins herangezogen werden kann (vgl. BGH, Urteile vom 14. Juli 1995 - V ZR 45/94 = NJW 1995, 2627, 2628; vom 7. November 1997 - LwZR 6/97 = NJW 1998, 1707; vom 12. November 1992 - V ZR 230/91 = NJW 1993, 389, 392 unter 2. b); Palandt/Heinrichs BGB 59. Aufl. § 100 Rdn. 2).
- BGH, 12.11.1992 - V ZR 230/91
Zulässige Geltendmachung nichtiger Beurkundung eines DDR-Grundstücksvertrags - …
Auszug aus BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Der Wert dieser zu ersetzenden Nutzungen bemißt sich nach dem objektiven Mietwert der Räume (…vgl. Wolf/Eckert/Ball aaO Rdn. 1364;… Scheuer aaO V A Rdn. 128, 129), für dessen Bestimmung als Bemessungsgrundlage der ortsübliche Mietzins herangezogen werden kann (vgl. BGH, Urteile vom 14. Juli 1995 - V ZR 45/94 = NJW 1995, 2627, 2628; vom 7. November 1997 - LwZR 6/97 = NJW 1998, 1707; vom 12. November 1992 - V ZR 230/91 = NJW 1993, 389, 392 unter 2. b); Palandt/Heinrichs BGB 59. Aufl. § 100 Rdn. 2). - BGH, 24.09.1986 - IVa ZR 236/84
Beratungsverschulden und Schaden bei der Neuordnung der Vermögensverhältnisse von …
Auszug aus BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Dieser in sich schlüssigen und für die Darlegung eines möglichen Schadenseintritts unter Beachtung von § 287 ZPO grundsätzlich ausreichenden (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 1986 - IVa ZR 236/84 = BGHR ZPO § 287 Substantiierung 1 m.w.N.) Behauptung wird im weiteren Verlauf des Verfahrens nachzugehen sein. - BGH, 07.11.1997 - LwZR 6/97
Besitzrecht einer LPG; Ersatz tatsächlich gezogener und schuldhaft nicht …
Auszug aus BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Der Wert dieser zu ersetzenden Nutzungen bemißt sich nach dem objektiven Mietwert der Räume (…vgl. Wolf/Eckert/Ball aaO Rdn. 1364;… Scheuer aaO V A Rdn. 128, 129), für dessen Bestimmung als Bemessungsgrundlage der ortsübliche Mietzins herangezogen werden kann (vgl. BGH, Urteile vom 14. Juli 1995 - V ZR 45/94 = NJW 1995, 2627, 2628; vom 7. November 1997 - LwZR 6/97 = NJW 1998, 1707; vom 12. November 1992 - V ZR 230/91 = NJW 1993, 389, 392 unter 2. b); Palandt/Heinrichs BGB 59. Aufl. § 100 Rdn. 2).
- BGH, 11.12.2020 - V ZR 26/20
Untermieter zieht nicht aus: Nutzungsentschädigung für die ganze Wohnung!
Rn. 6 a) Die Vorschriften der §§ 987 ff. BGB finden auf den Besitzer, dessen ursprüngliches Besitzrecht entfallen ist, und damit auch auf den infolge des Wegfalls des Hauptmietvertrags nicht mehr zum Besitz berechtigten Untermieter Anwendung (vgl. Senat…, Urteil vom 14. März 2014 - V ZR 218/13, WM 2014, 1445 Rn. 6; BGH, Urteil vom 31. Januar 2001 - XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 285; jeweils mwN).Dieses entfällt mit der Beendigung des Hauptmietverhältnisses (vgl. Senat, Urteil vom 6. November 1968 - V ZR 85/65, WM 1968, 1370, 1371; BGH, Rechtsentscheid in Mietsachen vom 21. April 1982 - VIII ARZ 16/81, BGHZ 79, 232, 235; Urteil vom 31. Januar 2001 - XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 285).
Die Vorschrift des § 571 Abs. 2 BGB gilt unmittelbar aber nur im Verhältnis zwischen Eigentümer und Mieter, da sie systematisch an die Regelung des § 546a BGB anknüpft und wie diese das Bestehen eines (beendeten) Mietverhältnisses voraussetzt (vgl. BGH, Urteil vom 31. Januar 2001 - XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 284 zu § 557 BGB aF betreffend Vereinsräume;… BeckOK MietR/Klotz-Hörlin [1.8.2020], § 571 BGB Rn. 5;… MüKoBGB/Bieber, 8. Aufl., § 546a Rn. 3;… Staudinger/Rolfs, BGB [2018], § 546a Rn. 10, 12;… Blank/Börstinghaus/Blank, Miete, 5. Aufl., § 546a Rn. 5;… Gramlich, Mietrecht, 15. Aufl., § 546a Rn. 1;… Schmidt/Futterer/Streyl, Mietrecht, 14. Aufl., § 546a Rn. 5, § 571 Rn. 1, 3; Greiner, ZMR 1998, 403, 404 f.).
- AG Brandenburg, 29.04.2016 - 31 C 266/15
Keine Forderungsabtretung in Wohnraum-Untermietsverträgen!
Nach gefestigter Rechtsprechung (vgl. u.a.: BGH, Urteil vom 14.03.2014, Az.: V ZR 218/13, u.a. in: NZM 2014, Seiten 582 ff; BGH, Urteil vom 12.08.2009, Az.: XII ZR 76/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 1522 ff.; BGH, Urteil vom 26.07.2005, Az.: X ZR 109/03, u.a. in: NJW 2006, Seiten 63 f.; BGH, Urteil vom 03.06.2005, Az.: V ZR 106/04, u.a. in: NJW-RR 2005, Seiten 1542 ff.; BGH, Urteil vom 31.01.2001, XII ZR 221/98, u.a. in: NJOZ 2001, Seiten 282 f. = "juris"; BGH, Urteil vom 20.02.1998, Az.: V ZR 319/96, u.a. in: NJW 1998, Seiten 1709 f. BGH, Urteil vom 07.11.1997, Az.: LwZR 6/97, u.a. in: NJW 1998, Seite 1707; BGH, Urteil vom 19.10.1995, Az.: IX ZR 82/94, u.a. in: BGHZ 131, Seiten 95 ff; BGH, Urteil vom 14.07.1995, Az.: V ZR 45/94, u.a. in: NJW 1995, Seiten 2627 f.; BGH, Urteil vom 12.11.1992, Az.: V ZR 230/91, u.a. in: NJW 1993, Seiten 389 ff.; BGH, Urteil vom 06.11.1968, Az.: V ZR 85/65, u.a. in: MDR 1969, Seite 128; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26.11.2009, Az.: I-24 U 91/09, u.a. in: ZMR 2010, Seiten 755 f.; OLG Hamburg, Urteil vom 19.08.1998, Az.: 4 U 28/97, u.a. in: NZM 1999, Seiten 1052 f.; OLG Naumburg, Urteil vom 16.07.1998, Az.: 11 U 40/98, u.a. in: JMBl LSA 1998, Seiten 457 ff.; LG Bonn, ZMR 2013, Seiten 959 ff.; LG Köln, Urteil vom 22.08.1996, Az.: 1 S 102/96, u.a. in: WuM 1997, Seite 46; LG Kiel, WuM 1995, Seite 540; LG Tübingen, Urteil vom 10.01.1990, Az.: 6 S 339/89, u.a. in: WuM 1990, Seiten 217 f.; LG Düsseldorf, Urteil vom 16.09.1986, Az.: 24 S 75/86, u.a. in: WuM 1988, Seite 163; LG Saarbrücken, Urteil vom 06.05.1965, Az.: 2 S 1/63, u.a. in: …Denn mit der Beendigung des Hauptmietvertrages zwischen der Klägerin und der Firma … GmbH endete nicht nur das Besitzrecht der Mieterin/Untervermieterin - d.h. hier der GmbH -, sondern zugleich auch das von dieser abgeleitete Besitzrecht des Beklagten/Untermieters (BGH, Urteil vom 31.01.2001, XII ZR 221/98, u.a. in: NJOZ 2001, Seiten 282 f. = "juris").
Spätestens also mit der Rechtshängigkeit des zwischen der Klägerin/Eigentümerin und der (Haupt-)Mieterin/Untervermieterin Räumungs- und Herausgabe-Verfahrens (Az.: 31 C 15/14) und des dann in diesem Verfahren vor dem hiesigen Amtsgericht protokollierten Räumungs- und Herausgabevergleichs vom 15. April 2015 (Az.: 31 C 15/14) stand somit fest, dass auch dem hiesigen Beklagten/Untermieter als Besitzer der Wohnung ein Recht zum Besitz nicht mehr zur Seite stand (BGH, Urteil vom 14.03.2014, Az.: V ZR 218/13, u.a. in: NZM 2014, Seiten 582 ff; BGH, Urteil vom 12.08.2009, Az.: XII ZR 76/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 1522 ff.; BGH, Urteil vom 26.07.2005, Az.: X ZR 109/03, u.a. in: NJW 2006, Seiten 63 f.; BGH, Urteil vom 03.06.2005, Az.: V ZR 106/04, u.a. in: NJW-RR 2005, Seiten 1542 ff.; BGH, Urteil vom 31.01.2001, XII ZR 221/98, u.a. in: NJOZ 2001, Seiten 282 f. = "juris"; BGH, Urteil vom 20.02.1998, Az.: V ZR 319/96, u.a. in: NJW 1998, Seiten 1709 f. BGH, Urteil vom 07.11.1997, Az.: LwZR 6/97, u.a. in: NJW 1998, Seite 1707; BGH, Urteil vom 19.10.1995, Az.: IX ZR 82/94, u.a. in: BGHZ 131, Seiten 95 ff; BGH, Urteil vom 14.07.1995, Az.: V ZR 45/94, u.a. in: NJW 1995, Seiten 2627 f.; BGH, Urteil vom 12.11.1992, Az.: V ZR 230/91, u.a. in: NJW 1993, Seiten 389 ff.; BGH, Urteil vom 06.11.1968, Az.: V ZR 85/65, u.a. in: MDR 1969, Seite 128; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26.11.2009, Az.: I-24 U 91/09, u.a. in: ZMR 2010, Seiten 755 f.; OLG Hamburg, Urteil vom 19.08.1998, Az.: 4 U 28/97, u.a. in: NZM 1999, Seiten 1052 f.; OLG Naumburg, Urteil vom 16.07.1998, Az.: 11 U 40/98, u.a. in: JMBl LSA 1998, Seiten 457 ff.; LG Bonn, ZMR 2013, Seiten 959 ff.; LG Köln, Urteil vom 22.08.1996, Az.: 1 S 102/96, u.a. in: WuM 1997, Seite 46; LG Kiel, WuM 1995, Seite 540; LG Tübingen, Urteil vom 10.01.1990, Az.: 6 S 339/89, u.a. in: WuM 1990, Seiten 217 f.; LG Düsseldorf, Urteil vom 16.09.1986, Az.: 24 S 75/86, u.a. in: WuM 1988, Seite 163; LG Saarbrücken, Urteil vom 06.05.1965, Az.: 2 S 1/63, u.a. in: …
Bereits seit der Rechtshängigkeit der von der Klägerin/Vermieterin bei Gericht eingereichten und der Firma … GmbH zugestellten Eigentumsherausgabeklage (vgl. §§ 261, 253 ZPO) war nämlich der Beklagte/Untermieter gemäß § 987 Abs. 1 BGB zur Herausgabe der gezogenen Nutzungen (Gebrauchsvorteile im Sinne von § 100 BGB) - das heißt des Mietwertes der innegehabten Räume (BGH, Urteil vom 31.01.2001, XII ZR 221/98, u.a. in: NJOZ 2001, Seiten 282 f. = "juris"; BGH, Urteil vom 06.11.1968, Az.: V ZR 85/65, u.a. in: MDR 1969, Seite 128) - an die Klägerin/Vermieterin verpflichtet.
Der Wert dieser zu ersetzenden Nutzungen bemisst sich nach dem objektiven Mietwert der Räume, für dessen Bestimmung als Bemessungsgrundlage der ortsübliche Mietzins herangezogen werden kann (BGH, Urteil vom 31.01.2001, XII ZR 221/98, u.a. in: NJOZ 2001, Seiten 282 f. = "juris"; BGH, Urteil vom 07.11.1997, Az.: LwZR 6/97, u.a. in: NJW 1998, Seite 1707; BGH, Urteil vom 14.07.1995, Az.: V ZR 45/94, u.a. in: NJW 1995, Seiten 2627 f.; BGH, Urteil vom 12.11.1992, Az.: V ZR 230/91, u.a. in: NJW 1993, Seiten 389 ff.).
Die Höhe des ortsüblichen Mietzinses ist vorliegend zudem unstreitig geblieben (BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az.: XII ZR 221/98, u.a. in: NJOZ 2001, Seite 282 f. = BeckRS 2001, Nr.: 02388 = "juris"), so dass der Klägerin daher gegenüber dem Beklagten für den hier streitigen Zeitraum vom 01.01.2015 bis zum 31.10.2015 noch ein Anspruch auf Zahlung in Höhe von 495, 00 Euro/Monat, mithin ein Anspruch auf Zahlung in Höhe von insgesamt 4.950,00 Euro (10 Monate x 495, 00 EUR/Monat) zur Seite steht.
- OLG Hamburg, 23.09.2024 - 4 U 31/24
Haftung des Untermieters für den Vorenthaltungsschaden bei verspäteter Rückgabe …
Im Rahmen der Haftung des Untermieters gemäß §§ 990 Abs. 2, 280 Abs. 1, 2, 286 BGB wegen verspäteter Rückgabe der Mietfläche an den Eigentümer und Hauptvermieter bezieht sich auch für den Bereich der Geschäftsraummiete der Schadensersatzanspruch auf das gesamte Mietobjekt, wenn eine von einem Untermieter genutzte Teilfläche nicht zur Vermietung zur Verfügung stand und eine Vermietung der restlichen Flächen ohne die vom Untermieter genutzten Teilflächen nicht möglich war (Anschluss an BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az.XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 286 unter dd).Für den Schadensersatzanspruch des Eigentümers und Hauptvermieters gegen den Untermieter wegen Vorenthaltung kann zur Schadensermittlung auf den ortsüblichen Mietzins zurückgegriffen werden (Anschluss an BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az. XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 286 unter ee).
Der zur Herausgabe verpflichtete Besitzer haftet im Fall des Verzugs gem. § 990 Abs. 2 iVm §§ 280 Abs. 1, 2, 286 BGB (auch) auf Ersatz des durch die Verzögerung der Herausgabe entstehenden Schadens, wenn er bei Erwerb des Besitzes bösgläubig war oder von dem Mangel im Besitzrecht später erfahren hat (vgl. BGH, Urteil vom 11.12.2020, Az. V ZR 26/20, NJW 2021, 1088, Tz. 6, sowie für die Geschäftsraummiete BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az. XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 285).
Auch der Rechtsprechung des XII. Zivilsenats ist zu entnehmen, dass sich der Schadensersatzanspruch auf das gesamte Mietobjekt bezieht, wenn eine von einem Untermieter genutzte Teilfläche nicht zur Vermietung zur Verfügung steht und eine Vermietung der restlichen Flächen ohne die vom Untermieter genutzten Teilflächen nicht möglich war (BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az.XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 286 unter dd).
Das Gericht entscheidet insoweit, da es um die Höhe des entstandenen Schadens geht, gemäß § 287 Abs. 1 Satz 1 und 2 ZPO unter Würdigung aller Umstände nach freier Überzeugung und sieht von der Einholung eines Sachverständigengutachtens ab (vgl. zur Anwendbarkeit des § 287 ZPO in vergleichbaren Konstellationen: BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az. XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 286 unter dd).
Jedenfalls ist nämlich - wie auch in § 546a Abs. 1 Alt.2 BGB vorgesehen - für den Schadensersatzanspruch zwischen Hauptvermieter und Untermieter wegen Vorenthaltung anerkannt, dass zur Schadensermittlung auf den ortsüblichen Mietzins zurückgegriffen werden kann (BGH, Urteil vom 31.01.2001, Az. XII ZR 221/98, NJOZ 2001, 282, 286 unter ee), und der Beklagte hat nicht in Abrede gestellt, dass die Vermietung durch die Klägerin an Frau A zu einem Preis erfolgt ist, der auch 2023 noch ortsüblich und marktgerecht war.
- AG Berlin-Neukölln, 21.05.2013 - 8 C 304/12
Kenntnis der Räumungspflicht einer Wohnung: Mitnutzer haftet!
Der Beklagte zu 1) haftet dabei aus dem Mietvertrag auf Zahlung von Nutzungsentschädigung nach Beendigung des Mietverhältnisses gem. § 546 a BGB, der Beklagte zu 2) haftet - ohne Mieter zu sein - aus §§ 987, 990 als bösgläubiger Mitbesitzer der Wohnung (vgl. BGH XII ZR 221/98), denn ab der Kenntnis von der Beendigung des Hauptmietvertrages und Einreichung der Räumungsklage auch gegen ihn selbst war ihm bekannt, dass eine Verpflichtung zur Räumung der Wohnung bestand.
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