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Rechtsprechung
   BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,137
BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85 (https://dejure.org/1986,137)
BGH, Entscheidung vom 07.03.1986 - V ZR 92/85 (https://dejure.org/1986,137)
BGH, Entscheidung vom 07. März 1986 - V ZR 92/85 (https://dejure.org/1986,137)
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Wurzeln

§ 812 BGB, Erstattungsanspruch nach Selbstbeseitigung der Eigentumsstörung (§ 1004 BGB);

§ 13 GVG

Volltextveröffentlichungen (10)

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Baumwurzeln und Verstopfung einer Abwasserleitung auf Nachbargrundstück

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Haftung des Grundstücksnachbarn für Verstopfung der Abflussrohre durch Baumwurzeln

  • rabüro.de

    Zum nachbarrechtlichen Beseitigungsanspruch wegen Abwasserleitungen verstopfenden Wurzelwerk

  • Universität des Saarlandes

    Nachbarrecht: Umfang des Störungsbeseitigungsanspruchs

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 1004 Abs. 1
    Beeinträchtigung einer Abwasserleitung durch vom Nebengrundstück eingedrungene Baumwurzeln

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • BGHZ 97, 231
  • NJW 1986, 2640
  • NJW-RR 1986, 1203 (Ls.)
  • MDR 1986, 742
  • VersR 1986, 687
 
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Wird zitiert von ... (71)Zitiert selbst (6)

  • BGH, 23.02.1973 - V ZR 109/71

    Verjährung des nachbarrechtlichen Beseitigungsanspruchs

    Auszug aus BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85
    Das Selbsthilferecht und der Beseitigungsanspruch bestehen nebeneinander, und zwar ohne Vorrang des einen vor dem anderen (BGHZ 60, 235, 241 ff., Senatsurt. vom 8. Juni 1979, V ZR 46/78, LM Nr. 156 zu § 1004 BGB).
  • BGH, 09.07.1958 - V ZR 202/57

    Nachbarliches Gemeinschaftsverhältnis

    Auszug aus BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85
    Unter diesen Umständen bedarf es nicht der Abgrenzung zwischen dem Umfang des Beseitigungsanspruches nach § 1004 Abs. 1 BGB und einem verschuldensabhängigen Schadensersatzanspruch aus § 823 Abs. 1 BGB (vgl. BGHZ 28, 110, 113).
  • BVerwG, 01.02.1980 - 4 C 40.77

    Rechtsweg bei Ansprüchen aus ungerechtfertigter Bereicherung; Rechtsnatur von …

    Auszug aus BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85
    Maßgebend für die Rechtswegzuweisung ist die Rechtsnatur der den Bereicherungsanspruch auslösenden Verpflichtung der Beklagten zur Beseitigung einer Eigentumsstörung (vgl. BVerwG Urt. vom 1. Februar 1980, 4 C 40.77, DVBl 1980, 686, 687).
  • BGH, 08.06.1979 - V ZR 46/78
    Auszug aus BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85
    Das Selbsthilferecht und der Beseitigungsanspruch bestehen nebeneinander, und zwar ohne Vorrang des einen vor dem anderen (BGHZ 60, 235, 241 ff., Senatsurt. vom 8. Juni 1979, V ZR 46/78, LM Nr. 156 zu § 1004 BGB).
  • BGH, 18.03.1964 - V ZR 44/62

    Rechtsweg für Immissionsabwehrklage

    Auszug aus BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85
    Ob durch einen Eingriff in das Eigentum ein privatrechtlicher oder ein öffentlich-rechtlicher Beseitigungsanspruch ausgelöst wird, bestimmt sich danach, ob der Eingriff nach seiner Rechtsqualität dem öffentlichen Recht oder dem Privatrecht zugerechnet werden muß und ob mit dem Beseitigungsanspruch die Aufhebung oder Änderung einer hoheitlichen Maßnahme begehrt wird (vgl. BGHZ 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; Senatsurt. vom 3. Dezember 1971, V ZR 138/69, LM Nr. 121 zu § 13 GVG).
  • BGH, 03.12.1971 - V ZR 138/69

    Rechtsweg bei einer Abwehrklage gegen den Träger der Straßenbaulast - Aufgaben …

    Auszug aus BGH, 07.03.1986 - V ZR 92/85
    Ob durch einen Eingriff in das Eigentum ein privatrechtlicher oder ein öffentlich-rechtlicher Beseitigungsanspruch ausgelöst wird, bestimmt sich danach, ob der Eingriff nach seiner Rechtsqualität dem öffentlichen Recht oder dem Privatrecht zugerechnet werden muß und ob mit dem Beseitigungsanspruch die Aufhebung oder Änderung einer hoheitlichen Maßnahme begehrt wird (vgl. BGHZ 41, 264, 266 [BGH 18.03.1964 - V ZR 44/62]; Senatsurt. vom 3. Dezember 1971, V ZR 138/69, LM Nr. 121 zu § 13 GVG).
  • BGH, 14.06.2019 - V ZR 102/18

    Duldung der vom Nachbargrundstück herüberragenden Zweige durch den Eigentümer des …

    Das Selbsthilferecht des Eigentümers aus § 910 Abs. 1 Satz 2 BGB schließt einen solchen Beseitigungsanspruch nicht aus; beide bestehen gleichrangig nebeneinander (Senat, Urteil vom 23. Februar 1973 - V ZR 109/71, BGHZ 60, 235, 241 f.; Urteil vom 7. März 1986 - V ZR 92/85, BGHZ 97, 231, 234; Urteil vom 28. November 2003 - V ZR 99/03, NJW 2004, 603, 604).
  • BGH, 22.02.2019 - V ZR 136/18

    Nachbarrecht: Verjährung des Anspruchs des Grundstückseigentümers auf …

    Rn. 14 Unabhängig von dem der Verjährung unterliegenden Anspruch aus § 1004 BGB steht dem Eigentümer eines Grundstücks das Selbsthilferecht des § 910 BGB zu, wonach er die von einem Nachbargrundstück herüberragenden Zweige abschneiden und behalten kann (vgl. Senat, Urteil vom 23. Februar 1973 - V ZR 109/71, BGHZ 60, 235, 241 f.; Urteil vom 7. März 1986 - V ZR 92/85, BGHZ 97, 231, 234; Urteil vom 28. November 2003 - V ZR 99/03, NJW 2004, 603).
  • BGH, 14.11.2003 - V ZR 102/03

    Kiefern in Nachbars Garten

    So hat der Senat in den Fällen des Eindringens von Baumwurzeln in die Abwasserleitungen des Nachbarn den Eigentümer für verantwortlich gehalten, weil er den Baum gepflanzt (BGHZ 97, 231; 106, 142; 135, 235;… Urt. v. 8.2.1991, V ZR 346/89, NJW 1991, 2826) bzw. unterhalten hat (…Urt. v. 21.10.1994, V ZR 12/94, NJW 1995, 395, 396).
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Rechtsprechung
   BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85   

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https://dejure.org/1986,362
BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85 (https://dejure.org/1986,362)
BGH, Entscheidung vom 21.03.1986 - V ZR 23/85 (https://dejure.org/1986,362)
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Volltextveröffentlichungen (5)

Papierfundstellen

  • BGHZ 97, 264
  • NJW 1986, 2245
  • NJW-RR 1986, 1203 (Ls.)
  • ZIP 1986, 923
  • MDR 1986, 835
  • DNotZ 1987, 28
  • FamRZ 1986, 969
  • BB 1986, 1535
 
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Wird zitiert von ... (39)Zitiert selbst (10)

  • BGH, 15.06.1960 - V ZR 191/58

    Wirksamkeit der Erklärung einer Gemeinde, sie übe ein Vorkaufsrecht aus

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Er hat jedoch - in Übereinstimmung mit der überwiegenden Meinung im Schrifttum und in der Rechtsprechung (…vgl. z. B. Staudinger/Dilcher, BGB 12. Aufl. vor § 158 Rdn. 32 - 36;… Staudinger/Kaduk, BGB 12. Aufl. § 349 Rdn. 6 jeweils m. zahlr. Nachw.;… BGB-RGRK 12. Aufl. vor § 158 Rdn. 18 und § 325 Rdn. 28;… MünchKomm/Janßen 2. Aufl. § 349 Rdnr. 1 für das Rücktrittsrecht;… Soergel/Siebert/Knopp, BGB 11. Aufl. § 158 Rdn. 35/36 m. Nachw.;… Larenz, BGB Allgem. Teil 6. Aufl. S. 486;… Esser, Schuldrecht Allgem. Teil 6. Aufl. S. 272 für das Rücktrittsrecht; vgl. auch OLG Frankfurt NJW 1970, 1646 für den Kirchenaustritt) ausgesprochen, daß Gestaltungsrechte grundsätzlich keine Bedingung vertragen, weil sie die Rechtslage eindeutig klären müssen (BGHZ 32, 375, 383).
  • BGH, 04.04.1973 - VIII ZR 47/72

    Anforderungen an die bedingte Kündigung einer angemieteten Reklamefläche - …

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Für die Kündigung ist dies allgemein anerkannt (…vgl. z. B. Staudinger/Dilcher aaO Rdn. 34 m. Nachw.;… Soergel/Siebert aaO Rdn. 37;… BAG Urt. vom 27. Juni 1968, 2 AZR 329/67, NJW 1968, 2878;… BGH Urt. vom 28. Juni 1977, III ZR 13/75, LM Nr. 4 zu § 609 BGB; Urt. vom 4. April 1973, VIII ZR 47/72, WM 1973, 694).
  • BAG, 27.06.1968 - 2 AZR 329/67

    Bedingte außerordentliche Kündigung - Kündigungsempfänger

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Für die Kündigung ist dies allgemein anerkannt (…vgl. z. B. Staudinger/Dilcher aaO Rdn. 34 m. Nachw.;… Soergel/Siebert aaO Rdn. 37; BAG Urt. vom 27. Juni 1968, 2 AZR 329/67, NJW 1968, 2878;… BGH Urt. vom 28. Juni 1977, III ZR 13/75, LM Nr. 4 zu § 609 BGB;… Urt. vom 4. April 1973, VIII ZR 47/72, WM 1973, 694).
  • BGH, 13.06.1978 - VI ZR 39/77

    Teilurteil über Anspruchsgrund

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Eine Teilabweisung ist möglich, soweit über einen abgrenzbaren Teil eines Anspruchs entschieden werden, der beschiedene Teil vom Rest des Anspruchs getrennt und über ihn, wäre er allein im Streit, ein Vollendurteil ergehen könnte (…BGH Urt. vom 13. Juli 1978, III ZR 85/74, LM Nr. 26 zu § 301 ZPO; vgl. auch BGHZ 72, 34, 37 und die Anm. von Dunz in LM Nr. 25 zu § 301 ZPO).
  • BGH, 28.06.1977 - III ZR 13/75

    Kündbarkeit eines Darlehensvertrages wegen Anhebung des Zinsfußes - Möglichkeit …

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Für die Kündigung ist dies allgemein anerkannt (…vgl. z. B. Staudinger/Dilcher aaO Rdn. 34 m. Nachw.;… Soergel/Siebert aaO Rdn. 37;… BAG Urt. vom 27. Juni 1968, 2 AZR 329/67, NJW 1968, 2878; BGH Urt. vom 28. Juni 1977, III ZR 13/75, LM Nr. 4 zu § 609 BGB;… Urt. vom 4. April 1973, VIII ZR 47/72, WM 1973, 694).
  • RG, 17.05.1907 - II 45/07

    Bedingte Anfechtung

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Der Erklärungsempfänger soll nicht im Ungewissen über den durch die Willenserklärung des Berechtigten neu zu schaffenden Rechtszustand sein (vgl. z. B. RGZ 66, 153, 154; auch Senatsurt. vom 27. Mai 1981, V ZR 104/78, WM 1981, 729 zur Klarheit der Rücktrittserklärung).
  • BGH, 13.07.1978 - III ZR 85/74

    Entschädigungsansprüche auf Grund von Beeinträchtigungen durch die Anordnung des …

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Eine Teilabweisung ist möglich, soweit über einen abgrenzbaren Teil eines Anspruchs entschieden werden, der beschiedene Teil vom Rest des Anspruchs getrennt und über ihn, wäre er allein im Streit, ein Vollendurteil ergehen könnte (BGH Urt. vom 13. Juli 1978, III ZR 85/74, LM Nr. 26 zu § 301 ZPO; vgl. auch BGHZ 72, 34, 37 und die Anm. von Dunz in LM Nr. 25 zu § 301 ZPO).
  • RG, 28.06.1918 - II 86/18

    Wirksame Bestimmung einer Rücktrittsfrist vor Verzug

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Zwar wäre ein vor Eintritt der zum Rücktritt berechtigenden Voraussetzungen erklärter Rücktritt ohne Rechtswirkung, wenn damit die Umwandlung des Schuldverhältnisses in das Abwicklungsverhältnis sofort vollzogen werden sollte (…von Bülow aaO S. 431; vgl. auch RGZ 93, 180, 182 zur Unwirksamkeit einer Nachfristsetzung vor Verzugseintritt).
  • OLG Frankfurt, 20.03.1970 - 6 W 27/70
    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Er hat jedoch - in Übereinstimmung mit der überwiegenden Meinung im Schrifttum und in der Rechtsprechung (…vgl. z. B. Staudinger/Dilcher, BGB 12. Aufl. vor § 158 Rdn. 32 - 36;… Staudinger/Kaduk, BGB 12. Aufl. § 349 Rdn. 6 jeweils m. zahlr. Nachw.;… BGB-RGRK 12. Aufl. vor § 158 Rdn. 18 und § 325 Rdn. 28;… MünchKomm/Janßen 2. Aufl. § 349 Rdnr. 1 für das Rücktrittsrecht;… Soergel/Siebert/Knopp, BGB 11. Aufl. § 158 Rdn. 35/36 m. Nachw.;… Larenz, BGB Allgem. Teil 6. Aufl. S. 486;… Esser, Schuldrecht Allgem. Teil 6. Aufl. S. 272 für das Rücktrittsrecht; vgl. auch OLG Frankfurt NJW 1970, 1646 für den Kirchenaustritt) ausgesprochen, daß Gestaltungsrechte grundsätzlich keine Bedingung vertragen, weil sie die Rechtslage eindeutig klären müssen (BGHZ 32, 375, 383).
  • BGH, 28.03.1969 - V ZR 142/65

    Übertragung eines Erbbaurechts - Räumung und Herausgabe des Grundstücks - …

    Auszug aus BGH, 21.03.1986 - V ZR 23/85
    Ob es zulässig ist, einen Rücktritt aufschiebend bedingt zu erklären, hat der Senat in seinem Urteil vom 28. März 1969 (V ZR 142/65, LM Nr. 16 zu § 242 BGB) offengelassen.
  • BGH, 19.09.2018 - VIII ZR 231/17

    Fristlose Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses kann mit hilfsweise erklärter …

    Zwar verträgt eine Kündigung grundsätzlich keine Bedingung, weil eine Gestaltungserklärung die Rechtslage eindeutig klären muss und den Erklärungsempfänger nicht im Ungewissen über den durch die Willenserklärung neu zu schaffenden Rechtszustand lassen darf (vgl. BGH, Urteile vom 21. März 1986 - V ZR 23/85, BGHZ 97, 264, 267 [zum Rücktritt]; vom 22. Oktober 2003 - XII ZR 112/02, NJW 2004, 284 unter 2 a aa [zur Kündigung eines Gewerberaummietverhältnisses]; vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 6/04, NZM 2005, 334 unter II 2 e [zur Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses]; BAGE 97, 193, 195 [zur Kündigung eines Arbeitsverhältnisses];… BAG, NZA-RR 2013, 609 Rn. 15 [zur Kündigung eines Dienstverhältnisses]).
  • BGH, 19.09.2018 - VIII ZR 261/17

    Fristlose Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses kann mit hilfsweise erklärter …

    Zwar verträgt eine Kündigung grundsätzlich keine Bedingung, weil eine Gestaltungserklärung die Rechtslage eindeutig klären muss und den Erklärungsempfänger nicht im Ungewissen über den durch die Willenserklärung neu zu schaffenden Rechtszustand lassen darf (vgl. BGH, Urteile vom 21. März 1986 - V ZR 23/85, BGHZ 97, 264, 267 [zum Rücktritt]; vom 22. Oktober 2003 - XII ZR 112/02, NJW 2004, 284 unter 2 a aa [zur Kündigung eines Gewerberaummietverhältnisses]; vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 6/04, NZM 2005, 334 unter II 2 e [zur Kündigung eines Wohnraummietverhältnisses]; BAGE 97, 193, 195 [zur Kündigung eines Arbeitsverhältnisses];… BAG, NZA-RR 2013, 609 Rn. 15 [zur Kündigung eines Dienstverhältnisses]).
  • BGH, 05.03.2019 - VIII ZR 190/18

    Antragstellung durch Bezugnahme auf die Klageschrift; Urteilsergänzung bei …

    Eine solche Erklärung darf zwar als Ausübung eines Gestaltungsrechts nicht unter eine Bedingung im Sinne von § 158 BGB gestellt werden (BGH, Urteil vom 21. März 1986 - V ZR 23/85, BGHZ 97, 264, 267 [zum Rücktritt];… vgl. auch Senatsurteil vom 19. September 2018 - VIII ZR 231/17, NJW 2018, 3517 Rn. 41, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt [zur Kündigung]).
  • BAG, 24.05.2005 - 8 AZR 398/04

    Kündigung - Unterrichtungspflicht über Betriebsübergang

    Der Widerspruch ist als Gestaltungsrecht bedingungsfeindlich, weil dem Erklärungsempfänger keine Ungewissheit und kein Schwebezustand zugemutet werden können (vgl. BGH 21. März 1986 - V ZR 23/85 - BGHZ 97, 264, zu II 2 a der Gründe;… Palandt/Heinrichs BGB 64. Aufl. Einf v § 158 Rn. 13).
  • BGH, 15.05.1998 - V ZR 89/97

    Ausübung des Vorkaufsrechts

    Wie beim Rücktrittsrecht schafft der Erklärende aber durch eine sogenannte Rechtsbedingung, d.h. durch die Abhängigkeit seiner Erklärung von der behördlichen Genehmigung (…vgl. z.B. Palandt/Heinrichs, BGB Einf. vor § 158 Rdn. 5), keine untragbare Ungewißheit über den neuen Rechtszustand (vgl. BGHZ 97, 264, 267).
  • BGH, 26.03.2004 - V ZR 90/03

    Rechte des Eigentümers bei einem notariell beurkundeten unwiderruflichen …

    Der Grundsatz, daß die Ausübung eines Gestaltungsrechts nicht von einer Bedingung abhängig gemacht werden soll (vgl. Senat, BGHZ 97, 264, 266 m.w.N.), steht einer solchen Regelung nicht entgegen.
  • AG Bremen, 22.12.2011 - 10 C 331/11

    Zurückbehaltungsrecht bei fehlendem Nachweis der Anlage der Mietsicherheit

    Es ist vorliegend auch kein Fall gegeben, in dem das Bestehen einer Bedingung der Wirksamkeit des einseitigen Rechtsgeschäfts nicht entgegenstehen würde, weil durch die Erklärung unter einer Bedingung keine unzumutbare Ungewissheit für den Erklärungsempfänger geschaffen wird (siehe hierzu BGH, Urt.v. 21.03.1986 - V ZR 23/85, NJW 1986, 2245, 2246 f.;… Soergel-Wolf (13.A.), § 158 BGB Rn. 43;… Staudinger-Bork (2010), Vorbem zu §§ 158 ff. BGB Rn. 40 f.).
  • OLG Düsseldorf, 11.07.2005 - 9 U 196/03

    Nichtigkeit einer Auflassungserklärung wegen Geschäftsunfähigkeit des …

    Letzteres gilt z.B. bei Rechtsbedingungen, aber auch für Bedingungen, deren Eintritt allein vom Willen des Erklärungsempfängers abhängt (vgl. BGHZ 97, 264, 267).

    Die von der Klägerin gesetzte Bedingung ist insofern mit derjenigen, die der Entscheidung des Bundesgerichtshofes abgedruckt in BGHZ 97, 264 ff. zugrunde lag, vergleichbar.

    Der Bundesgerichtshof hielt in der angeführten Entscheidung wegen der Bedingungsfeindlichkeit des Rücktritts eine solche Verknüpfung mit einem unbekannten Versteigerungsverhalten eines Dritten für nicht zulässig, weshalb es an einer wirksamen Rücktrittserklärung fehlte (vgl. BGHZ 97, 264, 268).

  • BSG, 19.12.2012 - B 12 KR 29/10 R

    Krankenversicherung - Betriebskrankenkasse - fakultativer Finanzausgleich - …

    In diesem Sinne gestaltend wirken können dabei ohne Weiteres auch Rechte, die erst zur "Herstellung" von Rechtsbeziehungen führen (…vgl etwa H. J. Wolff/Bachof/Stober/Kluth, aaO, § 43 RdNr 8; auch BGHZ 97, 264, 267: Schutz vor Ungewissheit über "den neuen Rechtszustand").

    Entgegen der vom Beklagten vertretenen Auffassung schließt es die Einordnung der Zustimmungserklärung als Willenserklärung des öffentlichen Rechts nicht aus, hierauf die für privatrechtliche Willenserklärungen entwickelten Grundsätze entsprechend anzuwenden; insoweit gilt lediglich - unabhängig von deren Charakter als privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich - das, was aus der Rechtsnatur jeder (fremdwirkenden) "Gestaltungserklärung" folgt: Soweit die Beifügung von Bedingungen nicht bereits von Gesetzes wegen ausgeschlossen ist, ist die Ausübung von Gestaltungsrechten grundsätzlich - wegen des belastenden Charakters, der (allein) schon der Gestaltungswirkung anhaftet - bedingungsfeindlich, weil dem "Gestaltungsgegner" die mit einer Bedingung verbundene (einseitig begründete) Unsicherheit (und ein Streit hierüber), ob die Bedingung (tatsächlich) eintritt und sich die belastende Gestaltungswirkung später (tatsächlich) realisiert, nicht (zusätzlich auch) noch zugemutet werden soll (…vgl zB - für privatrechtliche Gestaltungserklärungen allgemein - Armgardt, in jurisPK-BGB, 6. Aufl 2012, § 158 RdNr 20;… M. Wolf in: Soergel/Siebert, BGB, 13. Aufl 1999, § 158 RdNr 43; Bork in: Staudinger, BGB, Neubearbeitung 2010, Vorbem zu §§ 158 ff RdNr 38 ff; ferner BGHZ 97, 264, 267, und BGHZ 156, 328, 332 f)..

    So können Gestaltungserklärungen im Allgemeinen dann unter einer (allerdings nur aufschiebenden) Bedingung abgegeben werden, wenn im Einzelfall eine (einseitig begründete) Unsicherheit über den Eintritt der Bedingung nicht besteht, aber auch dann, wenn eine solche (bestehende) Unsicherheit zumutbar bzw tragbar ist (vgl stellvertretend Wackerbarth in: Heidel/Hüßtege/Mansel/Noack, BGB, 2. Aufl 2012, § 158 RdNr 35, unter Hinweis auf BGHZ 97, 264, 267; BGHZ 156, 328, 332 f).

  • OLG Hamburg, 24.04.2013 - 8 U 41/12

    Gewerberaummiete: Rechtzeitigkeit der Kündigung des Vermieters nach …

    Solche Erklärungen sind, sofern sie in einen fremden Rechtskreis eingreifen, grundsätzlich bedingungsfeindlich, da zum Schutze des Erklärungsempfängers die Rechtslage eindeutig geklärt sein muss ( BGHZ 97, 264, 267).
  • BGH, 11.07.1994 - II ZR 146/92

    Dauer einer eigenkapitalersetzenden Nutzungsüberlassung; Rechte des …

  • KG, 10.02.2003 - 8 U 140/02

    Kündigung eines Gewerberaummietvertrages wegen Zahlungsverzuges: Unwirksamkeit …

  • BGH, 17.04.2024 - IV ZR 125/22

    Anspruch auf Rückabwicklung von fondsgebundenen Rentenversicherungsverträgen nach …

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 203/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • BGH, 25.06.2010 - V ZR 151/09

    Anspruch auf Erteilung der Zustimmung zu einer Grundbuchberichtigung bzgl. einer …

  • OLG Hamburg, 21.07.2000 - 4 U 238/99

    Bedingte Kündigung eines (Gewerberaum-)Mietverhältnisses für den Fall der …

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 172/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 176/13
  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 193/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 184/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 173/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 207/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 162/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 199/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 174/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2015 - 14 U 187/13

    Zulässigkeit alternativer Klagehäufung

  • OLG Frankfurt, 29.09.2015 - 11 U 8/15

    Anforderungen an die Kündigung eines Kfz-Händlervertrages

  • SG Stuttgart, 26.11.2009 - S 16 KR 84/07

    Finanzierung von Hilfen an notleidende Krankenkassen

  • OLG Brandenburg, 19.08.1998 - 13 U 24/97

    Schadensersatz wegen vorzeitiger Beendigung eines Darlehensvertrags; Notwendiger …

  • LSG Bayern, 07.04.2022 - L 7 AS 559/20

    Kein Anspruch auf Auszahlung des Zuschusses zur privaten Kranken- und …

  • KG, 19.07.2012 - 23 U 79/12

    Neufahrzeugkauf: Voraussetzung für ein Rücktrittsrecht nach den zu sog, …

  • OLG Nürnberg, 29.04.2021 - 5 U 3953/19

    Keine vorsätzlich sittenwidrige Schädigung beim Motor OM 607

  • OLG Celle, 21.05.2008 - 20 U 60/06

    Strahlbeinsyndrom - Rücktritt vom Pferdekauf

  • LAG Baden-Württemberg, 07.08.1997 - 8 Sa 89/96

    Vorbehalt; Änderungskündigung; Änderungsschutzklage; Streitgegenstand; …

  • LAG Baden-Württemberg, 07.08.1997 - 8 Sa 82/96

    Rechtliches Interesse an einer Änderungsschutzklage bei einer unter Vorbehalt …

  • LAG Baden-Württemberg, 07.08.1997 - 8 Sa 81/96

    Vorbehalt; Änderungskündigung; Änderungsschutzklage; Streitgegenstand; …

  • AG Heidelberg, 03.03.2000 - HRB 831

    Vorlage zur Vorabentscheidung über die Frage der Rechtmäßigkeit der Verlegung …

  • LG Stuttgart, 11.05.1993 - 2 AktE 1/92

    Einstufung als Spitze eines Teilkonzerns

  • OLG Brandenburg, 19.03.2009 - 5 W (Lw) 5/08

    Kündigung der Mitgliedschaft in einer LPG; Rückforderung der Agrarflächen als …

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Rechtsprechung
   BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,650
BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85 (https://dejure.org/1986,650)
BGH, Entscheidung vom 04.04.1986 - V ZR 17/85 (https://dejure.org/1986,650)
BGH, Entscheidung vom 04. April 1986 - V ZR 17/85 (https://dejure.org/1986,650)
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Volltextveröffentlichungen (6)

Papierfundstellen

  • BGHZ 97, 292
  • NJW 1986, 2639
  • NJW-RR 1986, 1203 (Ls.)
  • MDR 1986, 835
  • DNotZ 1986, 749
 
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Wird zitiert von ... (26)Zitiert selbst (9)

  • BGH, 26.11.1971 - V ZR 11/70

    Überbaurente

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Soweit es sich mithin um den Ausgleich für die Grenzüberschreitung, also den Verlust der Bodennutzung selbst handelt, kommt neben der Überbaurente z. B. ein Schadensersatzanspruch gegen den "Überbauenden« etwa aus unerlaubter Handlung nicht mehr in Betracht (BGHZ 57, 304, 308).

    Für die Höhe der Überbaurente legt das Berufungsgericht zutreffend nach der Rechtsprechung des Senats den Verkehrswert der überbauten Bodenfläche zugrunde (BGHZ 57, 304, 306) und hält die vom Kläger vorgenommene Berechnung auf der Grundlage eines Nutzungsverlustes nach der entgangenen Miete für ungeeignet (…vgl. auch Staudinger/Beutler aaO § 912 Rdn. 23 m. w. Nachw.; Berg JR 1972, 152).

    Soweit die Revision - offenbar im Hinblick auf BGHZ 57, 304, 307 - darlegt, daß dem Kläger bei Entdeckung der Gebäudeneigung nach Beendigung der Abrißarbeiten (Ostern 1979) schon seit 19. Januar 1979 eine Baugenehmigung erteilt war und er deshalb sehr wohl bereits eine konkrete Planung gehabt habe, die nach Entdeckung des Überbaus teilweise habe abgeändert werden müssen, ist dieser Vortrag unerheblich.

    Ob allenfalls einmal für die Rentenberechnung auf einen Vergleich abgestellt werden könnte zwischen dem Wert eines ohne Überbau errichtbaren (größeren) Hauses und dem des infolge des Überbaus kleineren Hauses (BGHZ 57, 304, 306/307), kann auch hier offenbleiben.

    Darin liegt auch kein Verstoß gegen die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie (BGHZ 57, 304, 305).

  • BGH, 09.01.1963 - V ZR 125/61

    Überbau bei Grunddienstbarkeiten

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Das bloße Hineinragen in den Luftraum eines anderen Grundstücks erfüllt grundsätzlich den Tatbestand des Überbaus (vgl. BGHZ 39, 5, 13;… BGH Urt. v. 19. Dezember 1975, V ZR 25/74, NJW 1976, 669, insoweit in BGHZ 65, 395 [BGH 19.12.1975 - V ZR 25/74] nicht abgedruckt).

    Es handelt sich um einen allgemeinen Grundsatz, der über den unmittelbar im Gesetz geregelten Fall hinaus auf ähnliche Tatbestände ausgedehnt werden kann (BGHZ 39, 5, 11).

    Soweit das Reichsgericht in RGZ 88, 39, 41 zur gegenteiligen Auffassung neigte, darf nicht außer Betracht bleiben, daß es lange Zeit die §§ 912 ff. BGB als Ausnahmevorschriften ansah und deshalb eine Ausdehnung auf andere ähnliche Sachverhalte überhaupt ablehnte (vgl. die Darstellung in BGHZ 39, 5, 8 m. w. Nachw.), erstmalig mit der Entscheidung RGZ 160, 166, 174 ff. (analoge Anwendung der Überbauvorschriften auf den sogenannten Eigengrenzüberbau) begann eine grundlegende Änderung in der höchstrichterlichen Rechtsprechung, die der Senat weiterentwickelt hat (vgl. insbes. BGHZ 39, 5 ff.).

  • BGH, 09.07.1958 - V ZR 202/57

    Nachbarliches Gemeinschaftsverhältnis

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Der Senat, der die Frage in BGHZ 28, 110, 116 noch offengelassen hat, schließt sich deshalb für den vorliegenden Fall nunmehr der im Schrifttum vorherrschenden Auffassung zur analogen Anwendung der Überbauvorschriften an (…vgl. Erman/Hagen, BGB 7. Aufl. § 912 Rdn. 4;… MünchKomm/Säcker § 912 Rdn. 55;… Palandt/Bassenge, BGB 45. Aufl. § 912 Anm. 2 c cc;… Staudinger/Beutler, BGB 12. Aufl. § 912 Rdn. 10;… Dehner, Nachbarrecht im Bundesgebiet (ohne Bayern) 6. Aufl. § 24 VII 5;… Soergel/Baur, BGB 11. Aufl. § 912 Rdn. 5;… H. Westermann, Sachenrecht 5. Aufl. § 64 II 2 a. E.; Glaser BlGBW 1961, 4;… a.A. BGB-RGRK 12. Aufl. § 912 Rdn. 8 und 14).

    Der Kläger macht im vorliegenden Fall auch nicht etwa den Ersatz eines besonderen überbaubedingten Aufwands für seinen Neubau (vgl. BGHZ 28, 110 ff.: Aufwendungen für die Ausfüllung eines Hohlraums zwischen den beiden Gebäuden) geltend, sondern begehrt vielmehr eine Entschädigung dafür, daß er seinen Neubau nicht um 6, 95 qm Nutzfläche größer hat ausführen können.

  • BGH, 14.07.1972 - V ZR 147/70

    Widerspruch gegen Überbau

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Nach Feststellung eines Überhangs wird in der Regel auch ein Widerspruch des Nachbarn zu spät kommen, wenn sich die Neigung oder Ausbauchung ohne Zerstörung des Gebäudes nicht rückgängig machen läßt (vgl. BGHZ 59, 191, 196).

    Unterbleibt ein Widerspruch, so tritt die Duldungspflicht von selbst und unwiderruflich ein, ohne daß es darauf ankommt, aus welchen Gründen der Nachbar zu widersprechen versäumt hat (BGHZ 59, 191, 193).

  • BGH, 19.12.1975 - V ZR 25/74

    Bemessung einer Überbaurente

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Das bloße Hineinragen in den Luftraum eines anderen Grundstücks erfüllt grundsätzlich den Tatbestand des Überbaus (vgl. BGHZ 39, 5, 13; BGH Urt. v. 19. Dezember 1975, V ZR 25/74, NJW 1976, 669, insoweit in BGHZ 65, 395 [BGH 19.12.1975 - V ZR 25/74] nicht abgedruckt).

    Das von der Revision angezogene Senatsurteil vom 19. Dezember 1975 (BGHZ 65, 395 [BGH 19.12.1975 - V ZR 25/74]) betrifft den Sonderfall einer Überbauung von Straßenland und kann auf den vorliegenden Fall nicht angewendet werden (vgl. auch Mattern in Anm. zu LM Nr. 30 zu § 912 BGB).

  • RG, 15.01.1916 - V 260/15

    Grenzüberbau

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Soweit das Reichsgericht in RGZ 88, 39, 41 zur gegenteiligen Auffassung neigte, darf nicht außer Betracht bleiben, daß es lange Zeit die §§ 912 ff. BGB als Ausnahmevorschriften ansah und deshalb eine Ausdehnung auf andere ähnliche Sachverhalte überhaupt ablehnte (vgl. die Darstellung in BGHZ 39, 5, 8 m. w. Nachw.), erstmalig mit der Entscheidung RGZ 160, 166, 174 ff. (analoge Anwendung der Überbauvorschriften auf den sogenannten Eigengrenzüberbau) begann eine grundlegende Änderung in der höchstrichterlichen Rechtsprechung, die der Senat weiterentwickelt hat (vgl. insbes. BGHZ 39, 5 ff.).
  • RG, 30.03.1939 - V 121/38

    Wie sind die Rechtsverhältnisse an einem Gebäude zu beurteilen, wenn der …

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Soweit das Reichsgericht in RGZ 88, 39, 41 zur gegenteiligen Auffassung neigte, darf nicht außer Betracht bleiben, daß es lange Zeit die §§ 912 ff. BGB als Ausnahmevorschriften ansah und deshalb eine Ausdehnung auf andere ähnliche Sachverhalte überhaupt ablehnte (vgl. die Darstellung in BGHZ 39, 5, 8 m. w. Nachw.), erstmalig mit der Entscheidung RGZ 160, 166, 174 ff. (analoge Anwendung der Überbauvorschriften auf den sogenannten Eigengrenzüberbau) begann eine grundlegende Änderung in der höchstrichterlichen Rechtsprechung, die der Senat weiterentwickelt hat (vgl. insbes. BGHZ 39, 5 ff.).
  • BGH, 26.10.1978 - III ZR 26/77

    Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch bei Bauarbeiten an öffentlicher Straße

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    § 912 Abs. 2 BGB ist insoweit eine abschließende gesetzliche Sonderregelung, die den nur subsidiären nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch verdrängt (vgl. BGHZ 72, 289, 295).
  • RG, 11.05.1942 - V 124/41

    1. Sind für Grenzüberbauten, die vor dem 1. Januar 1900 errichtet wurden, nach …

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 17/85
    Auch wenn sich im vorliegenden Fall das Gebäude des Beklagten möglicherweise bereits vor dem Jahre 1900 geneigt hat, ist die Anwendung der Überbauvorschriften nicht ausgeschlossen (Art. 181 Abs. 1 EGBGB; RGZ 169, 172, 176).
  • BGH, 28.01.2011 - V ZR 147/10

    Anspruch des Eigentümers auf Herausgabe des überbauten Teils seines Grundstücks; …

    Rn. 33 Da die Klägerin für die der Rentenberechnung zugrunde zu legenden Umstände darlegungs- und beweispflichtig ist (vgl. Senat, Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 298), zu der maßgeblichen Bemessungsgrundlage aber nichts vorgetragen hatte, genügte das einfache Bestreiten der Angabe einer Rentenhöhe seitens der Klägerin durch die Beklagten der in § 138 Abs. 2 ZPO bestimmten verfahrensrechtlichen Pflicht, sich zu dem Vorbringen des Gegners zu erklären (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1995 - X ZR 42/93, NJW 1995, 3311, 3312).
  • BGH, 12.10.2018 - V ZR 81/18

    Berechnung einer Überbaurente

    Nach ständiger Rechtsprechung des Senats ist deshalb der bezogen auf den Zeitpunkt der Grenzüberschreitung nach Maßgabe der Wertermittlungsverordnung zu ermittelnde Verkehrswert der überbauten Bodenfläche die maßgebende Grundlage für die Bemessung der Überbaurente; daraus ist die Rente als angemessene Verzinsung zu ermitteln (vgl. Senat, Urteil vom 26. November 1971 - V ZR 11/70, BGHZ 57, 304, 305 ff.; Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 297;… Urteil vom 28. Januar 2011 - V ZR 147/10, NJW 2011, 1069 Rn. 31).

    Rn. 11 b) Diese Entscheidung des Gesetzgebers führt auf der einen Seite dazu, dass der Eigentümer des überbauten Grundstücks auch dann keine höhere Geldrente bzw. keinen höheren Abkaufpreis erhält, wenn er infolge des Überbaus höherwertige Nutzungen nicht verwirklichen kann (vgl. Senat, Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 296).

    Wie der Eigentümer die überbaute Teilfläche im Zeitpunkt der Grenzüberschreitung (baulich) nutzen will, ist dagegen für den Verkehrswert und damit auch für die Bemessung der Überbaurente unerheblich (vgl. Senat, Urteil vom 26. November 1971 - V ZR 11/70, BGHZ 57, 304, 307; Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 296).

    Zwar hat der Senat offen gelassen, ob der Wegfall anderweitiger Bebauungsmöglichkeiten werterhöhend zu berücksichtigen ist, wenn der Nachbar schon konkretisierende Baupläne entworfen hatte, und dann für die Rentenberechnung auf einen Vergleich zwischen dem Wert eines ohne den Überbau errichtbaren größeren Hauses und dem errichteten kleinerem Gebäude abgestellt werden kann (Senat, Urteil vom 26. November 1971 - V ZR 11/70, BGHZ 57, 304, 307; Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 296; dazu Vogel, GE 2007, 492, 493).

  • BGH, 19.09.2008 - V ZR 152/07

    Duldung eines den Regeln der Baukunst nicht entsprechenden Überbaus durch den …

    Die Vorschrift ist aber Ausdruck eines allgemeinen Grundsatzes, welcher über den unmittelbar im Gesetz geregelten Fall hinaus auf ähnliche Tatbestände ausgedehnt werden kann (Senat, BGHZ 97, 292, 294 f.).
  • BGH, 15.07.2016 - V ZR 195/15

    Überbau im Beitrittsgebiet: Anspruch auf Ankauf der überbauten Flächen nach dem …

    Rn. 27 (a) Die Vorschrift des § 912 BGB beruht auf dem Rechtsgedanken, dass die mit der Beseitigung eines Überbaus verbundene Zerschlagung wirtschaftlicher Werte vermieden werden soll, die dadurch entsteht, dass sich der Abbruch eines überbauten Gebäudeteils meist nicht auf diesen beschränken lässt, sondern zu einer Beeinträchtigung und Wertminderung auch des bestehen bleibenden, auf eigenem Grund gebauten Gebäudeteils führt (Senat, Urteile vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 294, vom 16. Januar 2004 - V ZR 243/03, BGHZ 157, 301, 304 …und vom 19. September 2008 - V ZR 152/07, NJW-RR 2009, 24 Rn. 10;… Staudinger/Roth BGB [2016], § 912 Rn. 1;… MüKoBGB/Säcker, 6. Aufl., § 912 Rn. 1).
  • BGH, 27.03.2015 - V ZR 216/13

    Ufergrundstücke an einem Flusslauf im früheren Ostteil von Berlin: …

    Die Vorschrift beruht auf dem Rechtsgedanken, dass die mit der Beseitigung eines Überbaus verbundene Zerschlagung wirtschaftlicher Werte vermieden werden soll (Senat, Urteile vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 294, vom 16. Januar 2004- V ZR 243/03, BGHZ 157, 301, 304 und vom 19. September 2008- V ZR 152/07, NJW-RR 2009, 24;… Staudinger/Roth BGB [2009], § 912 Rn. 1;… MüKoBGB/Säcker, 6. Aufl., § 912 Rn. 1).
  • BGH, 19.09.2003 - V ZR 360/02

    Haftung des bösgläubigen Besitzers

    c) Der Schadensersatzanspruch aus § 990 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 286 BGB a.F. wird durch die Vorschriften der §§ 912 ff. BGB über den Überbau nur ausgeschlossen, wenn eine Duldungspflicht nach § 912 BGB bejaht wird (Ergänzung des Senatsurt. v. 4. April 1986, V ZR 17/85, NJW 1986, 2639).

    Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts hat der Senat in seinem von dem Berufungsgericht zitierten Urteil vom 4. April 1986 (V ZR 17/85, NJW 1986, 2639) nichts anderes entschieden.

  • AG Brandenburg, 19.05.2009 - 34 C 77/08

    Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem überbauten Teil des Grundstücks; …

    Maßgeblich hierfür sind die Vorschriften der §§ 912 ff. BGB betreffend den Überbau, denn sie gelten auch bezüglich eines Überbaus, der - wie der vorliegende - vor dem 01.01.1900 entstanden ist; auf alle Fragen, die den Inhalt eines bei Inkrafttreten des BGB am 01.01.1900 bestehenden Eigentums betreffen, waren und sind nämlich nach Art. 181 Abs. 1 EGBGB von diesem Zeitpunkt ab die Bestimmungen des BGB anzuwenden ( Reichsgericht, RGZ Band 169, Seite 172; BGH, BGHZ 97, Seite 292 = NJW 1986, Seite 2639; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 08.06.2006, Az.: 3 U 143/05 , in: "[...]" sowie teilweise in: BauR 2006, Seite 1521 = OLG-Report 2006, Seiten 860 f. ).

    In diesem Fall läuft die Anwendung anderer Anspruchsgrundlagen den sich aus §§ 912 ff. BGB ergebenden Ansprüchen nämlich zuwider ( BGH, BGHZ 156, Seiten 170 ff. = NJW 2003, Seiten 3621 f. = BGH-Report 2003, Seiten 1394 f. = MDR 2004, Seiten 89 f. = NZM 2003, Seiten 996 f. = BauR 2004, Seiten 344 f. = Das Grundeigentum 2004, Seite 229 = WM 2004, Seiten 676 f.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. ).

    Darin liegt auch kein Verstoß gegen die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 f.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 ).

    Er nahm diese aber in Kauf, um für den Abkaufpreis feste Verhältnisse zu schaffen und fortgesetzte nachbarliche Streitigkeiten über den jeweiligen Wert der überbauten Fläche abzuschneiden ( Motive zum BGB 1888 Bd. III Seiten 285/287, Denkschrift 1896 Seite 129; BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Diese Regelung verstößt auch weder gegen die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie ( Art. 14 GG ) noch gegen § 905 BGB ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Nach § 915 BGB sind also Veränderungen des Grundstückswerts, die erst zeitlich nach der Grenzüberschreitung eintreten, für die Bemessung der Überbaurente oder des Abkaufpreises ohne Bedeutung ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Nach Auffassung des BGH ist der in der üblichen Weise zu ermittelnde Verkehrswert der überbauten Bodenfläche somit die maßgebende Grundlage für die Bemessung des Abkaufpreises ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Für das Entgelt im Fall der Grundabnahme stellt das Gesetz in § 915 Abs. 1 Satz 1 BGB nämlich ausdrücklich auf den Wert des überbauten Grundstücksteils zum damaligen Zeitpunkt bei der Ermittlung des Quadratmeterpreises für die überbaute Bodenfläche ab ( BGH, BGHZ 57, Seiten 304 ff. = WM 1972, Seiten 134 ff.; BGH, BGHZ 65, Seiten 395 ff. = WM 1976, Seiten 213 ff. = ZMR 1977, Seite 182 = NJW 1976, Seite 669; BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Diese Schwierigkeiten der Sachverhaltsfeststellung sind aber kein zureichender Grund, im Rahmen einer entsprechenden Anwendung der §§ 912 ff. BGB die gesetzgeberische Grundentscheidung abzuändern ( BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Auch in diesem Zusammenhang kann nämlich nicht außer Betracht bleiben, dass der Gesetzgeber Härten aus Bodenwertveränderungen bewusst in Kauf genommen hat ( BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ).

    Die Beklagte ist im Übrigen hier zwar vortrags- und beweispflichtig für den zur Berechnung maßgeblichen Zeitpunkt (BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203;… vgl. auch: Baumgärtel, Handbuch der Beweislast im Privatrecht, Band 2 § 912 BGB, Rn. 9), so dass notfalls unter Einschaltung von Sachverständigen festgestellt werden müsste, wann das Gebäude der Beklagten über die Grenze gebaut wurde.

    Zudem kann das Gericht insoweit auch von der Möglichkeit des § 287 ZPO Gebrauch machen (BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203).

    Dem erkennenden Gericht lagen hier insofern aber - wie bereits in dem gerichtlichen Anschreiben vom 05.12.2008 (Blatt 70 der Akte) ausgeführt - leider nur noch alte Grundbuchakten der Gemeinde Kuhlowitz ab dem Jahre 1929 zur Einsicht vor, demzufolge hier der Kaufpreis/Verkehrswert für derartige Grundstücke am 04.06.1929 bei ca. 0,02 Reichsmark/m² (1.330 m² + 4.950 m² für insgesamt 84, 00 Reichsmark), am 04.04.1932 bei ca. 0,04 Reichsmark/m² (1.812 m² für insgesamt 89, 00 Reichsmark), am 01.01.1935 bei weniger als 0, 01 Reichsmark/m² (2.500 m² für insgesamt 1, 00 Reichsmark) und am 14.10.1964 bei genau 0, 13 MDN/m² (1.849 m² für insgesamt 240, 37 MDN) lag, so dass das Gericht hier insoweit von der Möglichkeit des § 287 ZPO Gebrauch machen muss ( BGH, BGHZ 97, Seiten 292 ff. = DB 1986, Seiten 1669 f. = WM 1986, Seiten 1193 f. = NJW 1986, Seiten 2639 f. = MDR 1986, Seite 835 = LM Nr. 38 zu § 912 BGB = DNotZ 1986, Seiten 750 ff. = JuS 1987, Seiten 143 f. = NJW-RR 1986, Seite 1203 ) und von einem Wert des überbauten Grundstücksteils der Straße zum damaligen Zeitpunkt von "lediglich" ca. 0,02 Mark(des deutschen Kaiserreichs)/m² (die Hälfte von 0, 04 Mark/m²) ausgeht, da insofern auch die o. g. Rechtsprechung des BGH zum geringeren Wert von Straßen -Grundstücken hier mit zu beachten ist.

  • BGH, 22.11.2013 - V ZR 199/12

    Überbaurente bei Durchschneiden eines Gebäudes durch eine Grundstücksteilung …

    Dem entspricht § 915 BGB, der für die Bemessung des Wertersatzes der überbauten Grundstücksfläche bei einem verlangten Ankauf ebenfalls auf den Zeitpunkt der Grenzüberschreitung abstellt (Senat, Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 297).

    Ausgehend von der gesetzgeberischen Grundentscheidung, dass für die Höhe der Rente die Zeit der Grenzüberschreitung maßgebend ist (vgl. Senat, Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 297), kommt es vielmehr auf den Zeitpunkt der Teilung des Grundstücks an, da erst dann eine Überbausituation entsteht, die die entsprechende Anwendung der §§ 912 ff. BGB rechtfertigt.

    Dies entspricht auch dem Zweck der Überbaurente, einen Ausgleich für den durch die Grenzüberschreitung hervorgerufenen Verlust der Bodennutzung zu gewähren (vgl. Senat, Urteil vom 4. April 1986 - V ZR 17/85, BGHZ 97, 292, 295).

  • BGH, 18.07.2008 - V ZR 171/07

    Anspruch des Inhabers einer Grunddienstbarkeit auf Beseitigung eines die Ausübung …

    Liegen deren Voraussetzungen vor, hat der Nachbar weder einen Anspruch auf Beseitigung noch auf Schadensersatz (vgl. Senat BGHZ 97, 292, 295; 156, 170, 172).
  • OLG München, 19.02.2014 - 7 U 4085/11

    Entstehung eines Notwegerechts durch Wegvermessung und Veräußerung von Teilen …

    So hat der BGH bereits ausgesprochen und überzeugend begründet (Urteil vom 4.4.1986 - V ZR 17/85, zitiert nach [...]), dass für einen vor Inkrafttreten des BGB errichteten Überbau die Vorschriften der §§ 912 ff. BGB anzuwenden sind.
  • BGH, 04.12.1987 - V ZR 274/86

    Eigentumsverhältnisse an einem aufstehenden Gebäude bei Teilung eines Grundstücks

  • OLG Karlsruhe, 24.03.2010 - 6 U 20/09

    Nachbarrecht Baden-Württemberg: Anspruch auf Unterlassung der Ableitung von …

  • OLG Frankfurt, 08.06.2006 - 3 U 143/05

    Überbau: Voraussetzungen des Vorliegens eines Überbaus bei fehlenden …

  • BGH, 02.06.1989 - V ZR 167/88

    Begriff der Gebäudeeinheit

  • OLG Brandenburg, 21.10.2010 - 5 U 103/09

    12 dm²-Überbau im Wald muss nicht abgerissen werden

  • OLG Brandenburg, 22.05.2008 - 5 U 58/07

    Grenzüberbau: Herausgabe- und Räumungsanspruch des Grundstückseigentümers gegen …

  • OLG Braunschweig, 19.02.2003 - 7 U 128/02

    Voraussetzungen der Duldungspflicht in Bezug auf nachbarschaftliche …

  • OLG Karlsruhe, 23.10.2012 - 14 Wx 7/11

    Keine Begründung von Wohnungseigentum bei Überbau zum Nachbargrundtsück; §§ 1 …

  • LG Dortmund, 21.01.2015 - 21 S 27/14

    Erstattung von Sachverständigenkosten nach einem Verkehrsunfall; Ermittlung des …

  • LG Konstanz, 20.06.2002 - 2 O 161/01

    Beseitigung des Überbaus auf einem Nachbarsgrundstück; Hineinragen einer …

  • OLG Hamburg, 28.09.2012 - 11 U 76/12

    Nachbarrecht: Duldungspflicht bei nachträglichem Überbau

  • LG FLensburg, 14.07.2005 - 5 T 199/05

    Erbbaurecht für Windenergieanlage.

  • LG Neubrandenburg, 09.10.2009 - 3 O 23/09

    Nachbarrecht: Duldungspflicht bei einer die Grundstücksgrenze überschreitenden …

  • OLG Brandenburg, 28.05.2025 - 5 U 46/24

    Klage eines Grundstücksnachbarn auf Beseitigung eines im Grenzbereich der beiden …

  • LG Frankfurt/Oder, 04.11.2008 - 6a S 109/06
  • AG Iserlohn, 29.09.2016 - 42 C 224/16

    Grundsätze zur Bestimmung des erforderlichen Herstellungsaufwands nach einem …

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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 11.06.1986 - 9 U 51/86   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,1880
OLG Düsseldorf, 11.06.1986 - 9 U 51/86 (https://dejure.org/1986,1880)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 11.06.1986 - 9 U 51/86 (https://dejure.org/1986,1880)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 11. Juni 1986 - 9 U 51/86 (https://dejure.org/1986,1880)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Kanzlei Prof. Schweizer

    Ansprüche bei schädigenden Einwirkungen durch vom Nachbargrundstück hinüberwachsendes Wurzelwerk

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Der beeinträchtigte Grundstücksnachbar hat auch gem. § 1004 I 1 BGB einen Anspruch auf Durchführung von Maßnahmen, mit denen für die Zukunft Einwirkungen des Wurzelwerks der Birke auf seine Kanalleitungen vermieden werden können, §§ 910, 1004 BGB, 44, 46,

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1986, 2648
  • NJW-RR 1986, 1203 (Ls.)
  • MDR 1986, 1029
  • VersR 1987, 186
 
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Wird zitiert von ... (15)Zitiert selbst (2)

  • BGH, 23.02.1973 - V ZR 109/71

    Verjährung des nachbarrechtlichen Beseitigungsanspruchs

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.06.1986 - 9 U 51/86
    Die Rechte aus § 910 BGB und aus § 1004 BGB bestehen nebeneinander (BGHZ 60, 235 ff. = NJW 1973, 703).

    Die Rechte aus § 910 BGB und aus § 1004 BGB bestehen nebeneinander (BGHZ 60, 235 ff. = NJW 1973, 703).

  • BGH, 29.04.1981 - VIII ZR 157/80

    Verpflichtung des Pächters zur Übergabe der Pachtsache in einem zu unmittelbarer …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 11.06.1986 - 9 U 51/86
    Diese Antragstellung bedeutet eine nachträgliche Klagenhäufung, die wie eine Klageänderung zu behandeln ist (BGH, NJW 1957, 543; BGH, MDR 1981, 1012) und die auch im zweiten Rechtszug grundsätzlich möglich ist (§§ 523, 263 ZPO).
  • AG Backnang, 31.03.1989 - 3 C 35/89

    Herunterfallen von Mostbirnen auf das Nachbargrundstück; Pflicht des …

    28 Der Kläger hat nämlich den Beklagten insoweit von der ihm gemäß § 1004 Abs. 1 BGB obliegenden Verpflichtung zur Beseitigung einer Eigentumsstörung befreit (so BGHZ 97, Seite 231, 232; Oberlandesgericht Düsseldorf NJW 1986, Seite 2648).
  • OLG Düsseldorf, 22.06.2007 - 22 U 6/07

    Nachbarschaftliche Ansprüche bei Baumwurzelschäden

    Nach alledem scheiden deliktsrechtliche Ansprüche des Klägers aus (ebenso OLG Düsseldorf 9. Zivilsenat, NJW 1986, 2648, 2649).
  • LG Trier, 06.11.2001 - 1 S 91/01

    Beeinträchtigung der Benutzung eines Grundstückes durch Schattenwurf einer Hecke; …

    Der Abwehranspruch leitet sich aus § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB ab, der durch landesrechtliche Regelungen des Nachbarrechts eingeschränkt, aber nicht vollständig ausgeschlossen werden darf (vgl. OLG Düsseldorf in NJW 1986, 2649 [OLG Düsseldorf 11.06.1986 - 9 U 51/86] ).
  • OLG Köln, 22.09.1998 - 15 U 118/97

    Beseitigung der Wurzeln einer Hybridpappel auf einer Garagenzufahrt zur …

    "Störer" im Sinne von § 1004 Abs. 1 BGB ist auch der Grundstückseigentümer, der die störende Anpflanzung unterhält und die gebotene Vorsorge gegen ein ausgedehntes Wurzelwachstum unterläßt (BGH NJW 1989, 1032 und NJW 1991, 2826; OLG Düsseldorf, NJW 1986, 2648).

    Lediglich solche Beseitigungs- und Unterlassungsansprüche sind hierdurch ausgeschlossen, die ausschließlich mit der Nichteinhaltung des Grenzabstandes begründet werden können (vgl. dazu OLG Köln, VersR 1989, 1202; OlG Düsseldorf, NJW 1986, 2648, 2649).

  • OLG Köln, 20.03.1996 - 27 U 83/95

    Anspruch auf ein Abschneiden von sich auf einem Grundstück befindenden Wurzeln …

    Rn. 102 Das Klagerecht aus § 1004 Abs. 1 BGB besteht neben dem Abschneiderecht des Nachbarn nach § 910 BGB (BGH NJW 1973, 703; BGHZ 97, 231 = NJW 1986, 2640; OLG Düsseldorf NJW 1986, 2648, 2649).
  • LG Krefeld, 30.11.2006 - 3 O 354/05

    Wurzeleinwuchs eines Baumes von einem Nachbargrundstück in den auf dem …

    Dass eine solche Gefahr hier von den Beklagten zu erkennen und durch entsprechende Vorsorge abzuwenden war, läßt sich daher nicht feststellen (vgl. zu einem ähnlich gelagerten Fall OLG Düsseldorf, NJW 1986, 2648; vgl. zudem BGH, Urteil vom 28.11.2003, NJW 2004, 603 ff.).
  • AG Bad Schwartau, 20.01.2004 - 2 C 625/03
    Durch welche Maßnahmen die Störung zu beseitigen ist, muss der Kläger nicht angeben, denn hierüber entscheidet nicht er, sondern - gegebenenfalls - die beklagte Partei als Störer (…vgl. Palandt/Bassenge, zu § 1004 BGB Rn. 51; OLG Düsseldorf, NJW 86, 2648 ff.).
  • VGH Hessen, 02.09.2004 - 23 F 2687/03

    Abfluss, Ausbauklage, Feldweg, Kanalanschluss, Oberflächenwasser

  • OLG Düsseldorf, 16.11.1995 - 18 U 29/95

    Beschädigung privaten Anschlußkanals durch Wurzeln eines auf öffentlichem …

  • LG Krefeld, 18.10.2019 - 1 S 24/19
  • LG Lüneburg, 23.12.2002 - 6 S 146/02
  • AG Siegburg, 18.08.1998 - 5a C 545/97
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Rechtsprechung
   BGH, 04.04.1986 - V ZR 77/85   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,908
BGH, 04.04.1986 - V ZR 77/85 (https://dejure.org/1986,908)
BGH, Entscheidung vom 04.04.1986 - V ZR 77/85 (https://dejure.org/1986,908)
BGH, Entscheidung vom 04. April 1986 - V ZR 77/85 (https://dejure.org/1986,908)
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Volltextveröffentlichungen (5)

Papierfundstellen

  • BGHZ 97, 298
  • NJW 1986, 2643
  • NJW-RR 1986, 1203 (Ls.)
  • MDR 1986, 923
  • NVwZ 1986, 964 (Ls.)
  • DNotZ 1987, 30
  • BauR 1986, 671
  • ZfBR 1984, 150
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (2)

  • BGH, 15.10.1981 - III ZR 86/80

    Entschädigung für die Maklervergütung bei Ausübung der gemeindlichen …

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 77/85
    Nach einer anderen Ansicht erlöschen dagegen die Pflichten des Verkäufers aus dem Erstkaufvertrag (Amann MittBayNot 1976, 153, 156; Zeiß BWNotZ 1977, 43; wohl auch BGH Urt. v. 15. Oktober 1981, III ZR 86/80, NJW 1982, 2068 = LM Nr. 1 zu § 28 BBauG;… vgl. ferner Schrödter, BBauG 4. Aufl. § 28 a Rdn. 11;… Baumeister/Paehler, BBauG § 28 a Rdn. 5;… unklar Schlichter/Stich/Tittel, BBauG 2. Aufl. § 28 a Rdn. 9).

    Bliebe der Erstkaufvertrag von der bestandskräftigen Ausübung des Vorkaufsrechts unberührt, so wäre unverständlich, weshalb die Gemeinde, wenn der Verkäufer vom Vertrag mit ihr zurücktritt, gemäß § 28 a Abs. 3 Satz 4 BBauG die "Kosten des Vertrags« d. h. des Verkäufers und des Käufers (vgl. BGH Urt. v. 15. Oktober 1981, III ZR 86/80, NJW 1982, 2068 m. w. Nachw.) auf der Grundlage des Verkehrswertes zu tragen hat (…vgl. Amann aaO).

  • BGH, 16.02.1984 - V ZB 24/83

    Zum gemeindlichen Vorkaufsrecht bei Wohnungseigentum

    Auszug aus BGH, 04.04.1986 - V ZR 77/85
    Durch §§ 24 ff. BBauG hat der Gesetzgeber der Gemeinde das Recht verliehen, ihr gesetzliches Vorkaufsrecht (§§ 24 f. BBauG) mit der Folge auszuüben, daß sich der Kaufpreis des Grundstücks (oder des verkauften Wohnungseigentums, vgl. dazu Senatsbeschl. v. 16. Februar 1984, V ZB 24/83, WM 1984, 519) nach dem Verkehrswert richtet (§ 28 a BBauG).
  • OLG Frankfurt, 18.05.1995 - 20 W 134/95

    Gemeindliches Vorkaufsrecht bei der Veräußerung von Miteigentumsanteilen

    Hinsichtlich des Vorkaufsrechts der Gemeinden nach § 24 BBauG vom 18.8.1976 war seit der auf Vorlage des OLG Karlsruhe (Rpfleger 1983, 386) ergangenen Entscheidung des BGH vom 16.2.1984 (BGHS 90, 174 = NJW 1984, 1617 = WM 1984, 510 = DNotZ 1984, 375 = MDR 1984, 565 = Rpfleger 1984, 232 = ZfBR 1984, 150 = BauR 1985, 108 mit Krit.

    Anm. Sauren) allgemein anerkannt, daß die Auslegung des in § 24 BBauG verwendeten Begriffs "Vorkaufsrecht beim Kauf von Grundstücken" ergibt, daß auch schon der Verkauf eines ideellen Anteils, namentlich des Wohnungseigentums, das Recht zur Ausübung des Vorkaufsrechts entstehen läßt, und zwar unabhängig davon, ob es sich um den Fall des erstmaligen Verkaufs oder den einer Folgeveräußerung von Wohnungseigentum handelt, und daß es unzulässig ist, darauf abzustellen, ob die Gemeinde eine reale Chance hat, schließlich alle Miteigentumsanteile in ihre Hand zu bekommen (vgl. BGHZ 97, 298/301; BayOblG - 25.2.1985 - MittBayNot 1985, 86/88; BayOblG - 4.7.1985 - Rpfleger 1985, 491; BayOblG - 19.9.1985 - Rpfleger 1986, 52; siehe auch OLG Hamm 15 W 389/92 vom 27.9.1993).

  • OLG Brandenburg, 16.07.2015 - 5 U 98/12

    Grundstückskaufvertrag: Übernahme der öffentlichen Kosten und Abgaben durch den …

    Die Ausübung des gesetzlichen Vorkaufsrechts aus den §§ 24 ff. BauGB bewirkt, dass der Erfüllungsanspruch des Erstkäufers mit Bestandskraft des Bescheides erlischt (vgl. BGH NJW-RR 2009, 1172, Tz. 15; BGHZ 97, 298 (302);… Staudinger/Matusche-Beckmann, BGB, 2004, § 435 Rn. 12;… Soergel/Huber, BGB, 12. Aufl., § 434 Rn. 72;… Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, § 28 Rn. 47;… Schrödter, Baugesetzbuch, 8. Aufl., § 28 Rn. 35).

    Die Verjährung beginnt mit der Entstehung des Anspruchs im Zeitpunkt der Bestandskraft des Bescheides über die Ausübung des Vorkaufsrechts (BGHZ 97, 298 (302)) im Jahr 2006 und war jedenfalls zum Zeitpunkt der Erklärung der Aufrechnung im hier geführten Verfahren nicht abgelaufen.

  • BGH, 10.07.1986 - III ZR 44/85

    Bemessung des Kaufpreises bei Ausübung des gemeindlichen Vorkaufsrechts

    Vielmehr wird zwischen Berechtigten und Verpflichteten ein selbständiger Kaufvertrag neu begründet zu den gleichen Bedingungen, wie er zwischen dem Verpflichteten und dem Dritten abgeschlossen war (BGH Urteil vom 28. November 1962 - VIII ZR 236/61 = LM Nr. 4 zu § 505 BGB m. w. Nachw.; BGH Urteil vom 4. April 1986 BGHZ 97, 298).
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Rechtsprechung
   OLG Zweibrücken, 31.01.1986 - 1 U 37/83   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1986,3024
OLG Zweibrücken, 31.01.1986 - 1 U 37/83 (https://dejure.org/1986,3024)
OLG Zweibrücken, Entscheidung vom 31.01.1986 - 1 U 37/83 (https://dejure.org/1986,3024)
OLG Zweibrücken, Entscheidung vom 31. Januar 1986 - 1 U 37/83 (https://dejure.org/1986,3024)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • zeit.de (Pressebericht)

    Ersatz für versalzene Fichten

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Entschädigung für Streusalzschäden; Erfüllung einer hoheitlichen Aufgabe ; Dritter im Sinne der gesetzlichen Vorschrift ; Wegwirbeln des salzgetränkten Schnees; Berechnung der Höhe des Ersatzanspruches

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1986, 1203
 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (4)

  • BGH, 30.04.1953 - III ZR 377/51

    Verkehrssicherung bei Wasserstraßen

    Auszug aus OLG Zweibrücken, 31.01.1986 - 1 U 37/83
    ... Die Herstellung und Erhaltung der Verkehrswege ist eine Aufgabe des Staates und anderer Körperschaften, die unter öffentl. Recht steht und hoheitlich bewältigt wird, also ein Teil der öffentlichen Verwaltung ist, und eine hoheitliche Tätigkeit darstellt (BGHZ 9, 373, 389; 21, 48, 50).
  • BGH, 10.01.1955 - III ZR 153/53

    Rechtsmittel

    Auszug aus OLG Zweibrücken, 31.01.1986 - 1 U 37/83
    Dem steht nicht entgegen, daß diese Aufgabe überwiegend nicht mit Mitteln der Obrigkeitsverwaltung (durch Anwendung von Befehlen, Zwangs- und Machtwillen), sondern im Rahmen der schlichten Hoheitsverwaltung (durch Ausübung von Schutz und Fürsorge) bewältigt wird (BGH NJW 1953, 778; 1955, 458).
  • BGH, 26.03.1953 - III ZR 220/52

    Rechtliche Stellung einer Universitätsklinik

    Auszug aus OLG Zweibrücken, 31.01.1986 - 1 U 37/83
    Dem steht nicht entgegen, daß diese Aufgabe überwiegend nicht mit Mitteln der Obrigkeitsverwaltung (durch Anwendung von Befehlen, Zwangs- und Machtwillen), sondern im Rahmen der schlichten Hoheitsverwaltung (durch Ausübung von Schutz und Fürsorge) bewältigt wird (BGH NJW 1953, 778; 1955, 458).
  • BGH, 04.06.1956 - III ZR 264/54

    Umfang der Haftung wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht

    Auszug aus OLG Zweibrücken, 31.01.1986 - 1 U 37/83
    ... Die Herstellung und Erhaltung der Verkehrswege ist eine Aufgabe des Staates und anderer Körperschaften, die unter öffentl. Recht steht und hoheitlich bewältigt wird, also ein Teil der öffentlichen Verwaltung ist, und eine hoheitliche Tätigkeit darstellt (BGHZ 9, 373, 389; 21, 48, 50).
  • OLG Saarbrücken, 17.09.2015 - 4 U 27/15

    Haftung einer Gemeinde für Schäden bei der Durchführung des Winterdienstes: …

    Vielmehr muss der gesamte sich auf die Erfüllung einer hoheitlichen Aufgabe beziehende Tätigkeitsbereich als Einheit beurteilt werden (vgl. OLG Zweibrücken, Urt. v. 31.01.1986 - 1 U 37/83, NJW-RR 1986, 1203 (1204)BGHZ 9, 373 (388); BGHZ 16, 111 (112)).

    Rn. 93 Nach der Rechtsprechung kann ein Anspruch auf Grund Amtspflichtverletzung bestehen, soweit mit Streusalz vermischter Schnee beim maschinellen Räumen mehrere Meter weit auf die Grundstücke der Anlieger geschleudert wird und hierdurch auf diesen befindliche Pflanzen (Bäume - oder wie hier eine Thuja-Hecke) in Folge der Einwirkung des Streusalzes beschädigt werden (vgl. OLG Zweibrücken, Urt. v. 31.01.1986 - 1 U 37/83, NJW-RR 1986, 1203 (1204);… OLG Jena, Urt. v. 31.05.2006 - 4 U 281/05, OLGR Jena 2006, 663 - 664, juris Rdn. 10;… LG Ansbach, Urt. v. 23.06.1982 - 3 O 211/82, VersR 1983, 547 f).

    Rn. 94 Anders ist dies dann, wenn die Schäden durch abfließendes salzhaltiges Schmelzwasser und von Fahrzeugen aufgewirbelte salzhaltige Gischt verursacht worden sind (vgl. OLG Zweibrücken, Urt. v. 31.01.1986 - 1 U 37/83, NJW-RR 1986, 1203 (1204);… OLG Jena, Urt. v. 31.05.2006 - 4 U 281/05, OLGR Jena 2006, 663 - 664, juris Rdn. 10;… LG Ansbach, Urt. v. 23.06.1982 - 3 O 211/82, VersR 1983, 547 f;… betreffend eine Haftung gemäß § 22 WHG: BGH, Urt. v. 20.01.1994 - III ZR 166/92, BGHZ 124, 394 - 401, juris Rdn. 15 ff;… LG Karlsruhe, Urt. v. 07.05.1981, 12 U 80/80, NuR 1983, 328, zitiert nach juris).

    Rn. 120 Voraussetzung ist des Weiteren, dass die schadensstiftenden Vorgänge auf ein schuldhaftes Verhalten von Amtsträgern oder - wie hier - von Personen, die als Werkzeuge des Hoheitsträgers anzusehen sind, verursacht wurden (vgl. OLG Zweibrücken, Urt. v. 31.01.1986 - 1 U 37/83, NJW-RR 1986, 1203 (1204)).

    Ein solches Verschulden kann sich zum einen daraus ergeben, dass das Herüberwirbeln des Schnees auf die angrenzenden Grundstücke, insbesondere das Grundstück des Klägers, nicht dadurch verhindert wurde, dass eine andersartige Einstellung des Schneeschildes oder langsamere Fahrweise des Räumfahrzeugs gewählt wurden oder dass durch geeignete bauliche, nicht besonders aufwändige Maßnahme verhindert wird, dass salzgetränkter Schnee auf die Grundstücke der Anlieger geschleudert wird (vgl. OLG Zweibrücken, Urt. v. 31.01.1986 - 1 U 37/83, NJW-RR 1986, 1203 (1204); OLG Jena, Urt. v. 31.05.2006 - 4 U 281/05, OLGR Jena 2006, 663 - 664, juris Rdn. 10; LG Ansbach, Urt. v. 23.06.1982 - 3 O 211/82, VersR 1983, 547 f).

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