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Weitere Entscheidungen unten: OLG Dresden, 21.02.2020 | KG, 24.08.2020 | KG, 08.01.2020

Rechtsprechung
   KG, 20.03.2020 - Verg 7/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,5519
KG, 20.03.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,5519)
KG, Entscheidung vom 20.03.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,5519)
KG, Entscheidung vom 20. März 2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,5519)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • heuking.de PDF
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Beschwerde gegen den Beschluss einer Vergabekammer Europaweite Ausschreibung eines Rahmenvertrages über U-Bahn-Fahrzeuge Präklusion von Rügen Keine Festlegung einer verbindlichen Höchstabnahmemenge bei der Ausschreibung eines Rahmenvertrages Referenz über einen ...

  • rechtsportal.de

    Beschwerde gegen den Beschluss einer Vergabekammer Europaweite Ausschreibung eines Rahmenvertrages über U-Bahn-Fahrzeuge Präklusion von Rügen Keine Festlegung einer verbindlichen Höchstabnahmemenge bei der Ausschreibung eines Rahmenvertrages Referenz über einen ...

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Rahmenverträge: Auftraggeber muss keine Höchstabnahmemenge angeben!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • berlin.de (Pressemitteilung)

    Sofortige Beschwerde im Vergabenachprüfungsverfahren über die Bestellung neuer U-Bahn-Züge erfolglos

  • Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz ggf. frei) (Leitsatz)
  • vergabeblog.de (Kurzinformation)

    Sofortige Beschwerde im Vergabenachprüfungsverfahren über Bestellung neuer U-Bahn-Züge erfolglos

  • juve.de (Kurzinformation)

    Milliardenschwere Vergabe: Stadler darf U-Bahnen an BVG liefern

  • heuking.de (Kurzinformation)

    Rügepflicht und Rahmenverträge

Besprechungen u.ä.

  • vergabeblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Nicht antragsbefugt, präkludiert und ohnehin unbegründet

Sonstiges (4)

  • berlin.de (Terminmitteilung)
  • berlin.de (Terminmitteilung)

    Vergabenachprüfungsverfahren über die Bestellung neuer U-Bahn-Züge

  • berlin.de (Terminmitteilung)
  • luther-lawfirm.com (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

    BVG darf milliardenschweren U-Bahn Auftrag erteilen

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (39)

  • OLG Düsseldorf, 26.07.2018 - Verg 28/18

    Referenzen beziehen sich nicht auf Projekte, sondern auf Leistungen!

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Der Vergabeverstoß muss dem Bieter sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht erkennbar sein (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. Juli 2018 - VII- Verg 28/18 juris Rn. 24;… Dicks in: Ziekow/Völlink, Vergaberecht, 3. Auflage 2018, § 160 GWB Rn. 48 m.w.N.).

    ist, der in eine Prognoseentscheidung über die Eignung des Bieters oder Bewerbers mündet, steht der Vergabestelle bei der Beurteilung der Eignung ein Spielraum zu, so dass ihre Entscheidung nur einer eingeschränkten Kontrolle durch die Nachprüfungsinstanzen zugänglich ist (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. Juli 2018 - VII- Verg 28/18 juris Rn. 36;… Gnittke/Hattig in: Müller-Wrede, GWB , 1. Auflage 2016, § 122 Rn. 115;… Fehling in: Plünder/Schellenberg, Vergaberecht, 3. Auflage 2019, § 122 GWB Rn. 10).

    Die Entscheidung der Vergabestelle über die Eignung kann von den Nachprüfungsinstanzen daher nur daraufhin überprüft werden, ob das vorgeschriebene Verfahren eingehalten worden ist, ob der öffentliche Auftraggeber die von ihm selbst aufgestellten Bewertungsvorgaben eingehalten hat, ob er den zugrunde gelegten Sachverhalt vollständig und zutreffend ermittelt hat sowie dass er bei seiner Entscheidung keine sachwidrigen Erwägungen angestellt und auch nicht gegen allgemeine Bewertungsgrundsätze verstoßen hat (OLG Naumburg…, Beschluss vom 22. September 2014 - 2 Verg 2/13 juris Rn. 21.; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. Juli 2018 - VII- Verg 28/18 -s juris Rn. 36;… Gnittke/Hattig in: Müller-Wrede, GWB , 1. Aufläge 2016, § 122 Rn. 133;… Opitz in: Beck'scher Vergaberechtskommentar, 3. Auflage 20175 § 122 GWB Rn. 19).

    Es ist auch nicht so, dass die Eignungskriterien selbst erst nach Ablauf der Frist zur Interessenbekundung erfüllt worden wären, was eine Feststellung der Eignung nicht ermöglichen würde, da die Eignung zu diesem Zeitpunkt bereits vorliegen muss (vgl. in diesem Sinne OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. Juli 2018 - VII- Verg 28/18 juris Rn. 46).

  • EuGH, 19.12.2018 - C-216/17

    Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato - Antitrust und Coopservice - …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Dass dies möglicherweise vergaberechtlich problematisch sein könnte, war für die Antragstellerin auch erkennbar, weil einem durchschnittlich fachkundigen Bieter des vorliegenden Vergabeverfahrens bei üblicher Sorgfalt und üblichen Kenntnissen das Urteil des EuGH vom 18. Dezember 2018 - C-216/17 auf das sich die Antragstellerin für ihre Rüge maßgeblich bezieht, bei Ablauf der Angebotsfrist am 7. März 2019 bekannt gewesen wäre und er erkannt hätte, dass der Vorbehalt der Antragsgegnerin, oberhalb der von ihr angegebenen voraussichtlichen Gesamtabnahmemenge Abrufe aus dem ausgeschriebenen Rahmenvertrag vornehmen zu wollen, möglicherweise nicht mit diesem Urteil vereinbar sein könnte.

    Dennoch musste gerade bei nur flüchtiger Kenntnisnahme dieses Urteils und selbst bei bloßer Lektüre redaktioneller Überschriften über dem abgedruckten Urteil (etwa NZBau 2019, 116 : "Unzulässigkeit mengenmäßig unbestimmter Rahmenvereinbarung") für die vergaberechtskundigen Mitarbeiter der von der vorliegenden Ausschreibung angesprochenen Unternehmen klar sein, dass möglicherweise nach diesem Urteil eine Ausschreibung auch im Sektorenbereich auf der Grundlage der Richtlinie 2014/25/EU von dem öffentlichen Auftraggeber bei Ausschreibung eines Rahmenvertrages die verbindliche Angabe einer Höchstabnahmemenge erfordern könnte.

    (4) Schließlich lässt sich auch aus dem Urteil des EuGH vom 19, Dezember 2018 C-216/17 ("Antitrust und Coopservice") nicht herleiten, dass der öffentliche Auftraggeber nach der RL 2014/25/EU eine verbindliche Höchstabnahmemenge bei der Ausschreibung von Rahmenvereinbarungen anzugeben hätte.

    Wie der Senat ebenfalls bereits ausgeführt hat, ändert auch das Urteil des EuGH vom 19. Dezember 2019 C-216/17 ("Antitrust und Coopservice") hieran nichts (vgl. oben B. I. 3. a)).

  • OLG Düsseldorf, 06.09.2017 - Verg 9/17

    Zulässigkeit der Vorgabe eines Mindestrabatts bei der Ausschreibung von …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Auch ist bei einer gegebenenfalls wegen des gerügten Vergabeverstoßes erforderlichen Neuausschreibung regelmäßig anzunehmen, dass sich hierdurch wegen der Möglichkeit, ein neues Angebot einzureichen, die Zuschlagschancen verbessern (vgl. BGH…, Beschluss vom 10. November 2009 - X ZB 8/09 -, juris Rn. 32; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 6. September 2017 - VII- Verg 9/17 juris Rn. 47, 54: "zweite Chance";… Horn/Hofmann in: Beck'scher Vergaberechtskommentar, 3. Auflage 2017, § 160 GWB Rn. 35).

    Daran fehlt es, wenn ein Angebot auch bei Korrektur der gerügten Vergaberechtsverletzung keine Chance auf den Zuschlag hat, wenn also eine Verschlechterung der Zuschlagschancen durch den geltend gemachten Vergabeverstoß ausgeschlossen ist (OLG Brandenburg…, Beschluss vom 9. Februar 2010 Verg W 10/09 -, juris Rn. 35; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 6. September 2017 VII- Verg 9/17 juris Rn. 51; Senat…, Beschluss vom 15. Februar 2002 - Verg 9/17, juris Rn. 22;… Horn/Hofmann in: Beck'scher Vergaberechtskommentar, 3. Auflage 2017, § 160 GWB Rn. 34, 39;… Reidt in: Reidt/Stickler/Glahs, Vergaberecht, 4. Auflage 2018, § 160 GWB Rn. 36).

    Maßgeblich ist auf das allgemeine und grundlegende Wissen der beteiligten Bieterkreise abzustellen (OLG Düsseldorf vom 6. September 2017 - VII- Verg 9/17 juris Rn. 64; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 1. Juni 2016 - Verg 6/16 juris Rn. 36; OLG München…, Beschluss vom 22. Oktober 2015 - Verg 5/15 juris Rn. 43;… Reidt in: Reidt/Stickler/Glahs, Vergaberecht, 4. Auflage 2018, § 160 GWB Rn. 58).

    (1) Das OLG Düsseldorf stellt in seinem Beschluss vom 6. September 2017 - VII- Verg 9/17 - juris Rn. 64 - für die Erkennbarkeit wie der Senat ausdrücklich auf "das allgemeine und grundlegende Wissen der beteiligten Bieterkreise" ab (ebenso OLG München…, Beschluss vom 22. Oktober 2015 - Verg 5/15 juris Rn. 43; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 1. Juni 2016 - VII- Verg 6/16 juris Rn. 36).

  • BVerfG, 29.07.2004 - 2 BvR 2248/03

    Zu den Anforderungen an die Antragsbefugnis im vergaberechtlichen …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    a) Ein Schaden im Sinne von § 160 Abs. 2 S. 2 GWB droht, wenn die Aussichten des Antragstellers auf die Erteilung des Auftrags zumindest verschlechtert worden sein können (BVerfG, Beschluss vom 29. Juli 2004 - 2 BvR 2248/03 -, juris Rn. 27; BGH…, Beschluss vom 26. September 2006 - X ZB 14/06 -, juris Rn. 31; Senat…, Beschluss vom 15. Februar 2002 - Verg 9/17 juris Rn. 22;… Nowak in: Pünder/Schellenberg, Vergaberecht, 3. Auflage 2019, § 160 GWB Rn. 45).

    Das entspricht dem Zweck der Vorschrift, einem Antragsteller, der auch bei rechtmäßigem Verhalten keine Aussicht auf Berücksichtigung seines Angebotes gehabt hätte, eine gegebenenfalls aufwendige, das Vergabeverfahren verzögernde und im Ergebnis überflüssige Prüfung seiner Rügen zu verwehren (BVerfG, Beschluss vom 29. Juli 2004 - 2 BvR 2248/03 juris Rn. 28;… Hofmann in: Müller-Wrede, GWB , 1. Auflage 2016, § 160 Rn. 29;… Summa in: jurisPK-Vergaberecht, 5. Auflage 2016, Stand: 27. März 2020, § 160 GWB Rn. 94).

    Auch wenn an die Darlegung eines drohenden Schadens keine überhöhten Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 29. Juli 2004 - 2 BvR 2248/03 juris Rn. 28), sind doch auch nicht derart geringe Anforderungen zu stellen, dass das Merkmal entgegen der gesetzgeberischen Intention im Ergebnis weitgehend leer liefe.

  • OLG Düsseldorf, 21.10.2015 - Verg 28/14

    Kriterien für die Vergabe von IT-Dienstleistungen (Virenschutz) im …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Aus dem Missbrauchsverbot folgt, dass der öffentliche Auftraggeber den Bietern zum Auftragsumfang die ihm verfügbaren und von den Bietern für eine tragfähige Kalkulation benötigten Angaben machen muss (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21. Oktober 2015 - VII- Verg 28/14 -, juris Rn. 149).

    Insoweit begegnet es auch keinen Bedenken, möglicherweise präkludierte Rügen als jedenfalls unbegründet zurückzuweisen, weil sich die Frage der Unzulässigkeit wegen einer Präklusion dann gar nicht erst stellt (…Summa in: jurisPK-Vergaberecht, 5. Auflage 2016, Stand: 27. März 2020, § 160 GWB Rn. 212; a.A. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21. Oktober 2015 VII- Verg 28/14 juris Rn. 37).

  • BGH, 18.02.2003 - X ZB 43/02

    Zulässigkeit einer Vorlage; Anfechtbarkeit der Aufhebung einer Ausschreibung

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Es reicht nicht aus, wenn beide Entscheidungen durch die übereinstimmende Anwendung eines Rechtssatzes zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen (BGH, Beschluss vom 18. Februar 2003 - X ZB 43/02 juris Rn. 12;… Damaske in: Müller-Wrede, GWB , 1. Auflage 2016, § 179 Rn. 49).

    Vielmehr muss es sich auch um vergleichbare Sachverhaltskonstellation handeln (BGH, Beschluss vom 18. Februar 2003 - X ZB 43/02 juris Rn. 11; BGH…, Beschluss vom 4. April 2017 - X ZB 3/17 juris Rn. 23; Senat…, Beschluss vom 15. April 2002 - KartVerg 3/02 juris Rn. 22, OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 23. Januar 2006 - VII- Verg 96/05, juris Rn. 18; OLG Dresden…, Beschluss vom 4. Juli 2008 - WVerg 3/08, juris Rn. 50).

  • OLG Karlsruhe, 14.08.2019 - 15 Verg 10/19

    Umweltschadenversicherung - Vergabeverfahren für Leistungen der …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Er kann und darf es nicht ignorieren, wenn sämtliche Eignungskriterien sowie die für den Nachweis aufgestellten Referenzanforderungen erfüllt sind (…vgl. Opitz in: Beck'scher Vergaberechtskommentar, 3. Auflage 2017, § 122 GWB Rn. 30; a.A. wohl OLG Karlsruhe, Beschluss vom 14. August 2019 15 Verg 10/19 juris Rn. 39).

    Zur Aufklärung solcher Fehler ist der öffentliche Auftraggeber zur Gewährleistung eines fairen Verfahrens sogar verpflichtet, zumal es unter anderem Sinn des Vergabeverfahrens ist, das wirtschaftlich günstigste Angebot zu wählen und ein solches nicht an formalistischen Gesichtspunkten scheitern zu lassen (vgl. Senat…, Beschluss vom 7. August 2015 - Verg 1/15 juris Rn. 50; OLG München…, Beschluss vom 29. Juli 2010 - Verg 9/10 -, juris Rn. 73; jetzt im Bereich der VOB/A wohl im Ergebnis auch BGH…, Urteil vom 18. Juni: 2019 - X ZR 86/17 -, juris Rn. 21; a.A. wohl OLG Karlsruhe, Beschluss vom 14. August 2019 - 15 Verg 10/19 -, juris Rn. 39).

  • EuGH, 07.04.2016 - C-324/14

    Partner Apelski Dariusz - Vorlage zur Vorabentscheidung - Öffentliche Aufträge - …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Die Zulässigkeit einer Angebotsaufklärung ist, auch wenn sie in den Vergaberichtlinien nicht gesondert geregelt ist, allgemein und insbesondere auch vom EuGH (…vgl. nur Urteil vom 11. Mai 2017 - C-131/16 juris Rn. 39) anerkannt, mag der deutsche Gesetzgeber dies auch nur fragmentarisch in § 15 Abs. 5 S. 1 VgV zum Ausdruck gebracht haben (…Horn, a.a.O., § 15 VgV Rn. 14), Die Abgrenzung zwischen Aufklärung (§ 15 Abs. 5 S. 1 VgV ) sowie zulässiger Nachforderung (§ 51 Abs. 2 S. 1 SektVO) einerseits und unzulässiger Nachverhandlung (§ 15 Abs. 5 S. 2 VgV , § 51 Abs. 3 S. 1 SektVO) andererseits ist danach vorzunehmen, ob sich die Klärung im Rahmen des abgegebenen Angebotes bewegt - dies ist zulässig oder ob sie auf eine unzulässige Änderung des Angebotes hinauslaufen würde (vgl. EuGH, Urteil vom 7. April 2016 - C-324/14 juris Rn. 63 bis 65; Gnittke/Hattig in;… Müller-Wrede, VgV/UVgO, l. Auflage 2018, § 15 VgV Rn. 63).

    Die Antragstellerin, die hierin eine Angebotsänderung sehen möchte, verkennt, dass gerade nach der von ihr selbst zitierten Rechtsprechung der EuGH sowie des OLG Düsseldorf solche Berichtigungen von Umrechnungsfehlern stets zulässig sind, weil hierin denknotwendig nie eine Angebotsänderung liegen kann (vgl. nur EuGH, Urteil vom 7. April 2016 - C-324/14 -, juris Rn. 63).

  • OLG Düsseldorf, 27.06.2018 - Verg 4/18

    Vertrag zur Einführung einer cloudbasierten Bibliotheksinfrastruktur für …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Hierbei kann der Auftraggeber in Ausübung der ihm eingeräumten Bestimmungsfreiheit unter anderem in der Aufforderung zur Interessenbestätigung (vgl. § 122 Abs. 4 S. 2 GWB ) eindeutig zu formulierende Mindestanforderungen an die nachzuweisende Eignung festlegen (OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 5. November 2014 - VII- Verg 21/14 juris Rn. 37; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 27. Juni 2018 - VII- Verg 4/18 juris Rn. 42;… Gnittke/Hattig in: Müller-Wrede, GWB , 1. Auflage 2016, § 122 Rn. 123;… Fehling in: Pünder/Schellenberg, Vergaberecht, 3. Auflage 2019, § 122 GWB Rn. 18), wie es hier die Antragstellerin auf den Seiten 22 f. (BI. 315 f. der Vergabeakten) ihrer Aufforderung zur Interessenbekundung unter anderem hinsichtlich des mit zu vergebenden Ersatzteilversorgungsvertrages getan hat.

    Danach kommt dem öffentlichen Auftraggeber, wie bereits im Einzelnen ausgeführt (oben unter B. II. 1.), bei der ihm nach § 122 Abs. 2 S. 1 GWB obliegenden Festlegung der Eignungskriterien ein weiter Ermessensspielraum zu, der durch die Vorgaben in § 122 Abs. 2 S. 2, Abs. 3 und Abs. 4 GWB näher ausgestaltet wird und dessen Einhaltung von den Nachprüfungsinstanzen, wie auch sonst bei Bestehen von Beurteilungsspielräumen, lediglich daraufhin zu überprüfen ist, ob der Auftraggeber auf einer zutreffenden Tatsachengrundlage zu vertretbaren Ergebnissen gelangt ist (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 27. Juni 2018 - VII- Verg 4/18 juris Rn. 42 m.w.N,).

  • EuGH, 12.03.2015 - C-538/13

    eVigilo - Vorlage zur Vorabentscheidung - Öffentliches Auftragswesen - …

    Auszug aus KG, 20.03.2020 - Verg 7/19
    Dementsprechend hat der EuGH es ausdrücklich für vereinbar mit Art, 1 Abs. 1 RL 89/665 erklärt, dass Präklusionsfristen ab einem Zeitpunkt zu laufen beginnen, zu dem der Kläger von dem geltend gemachten Verstoß Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen müssen (EuGH…, Urteil vom 28. Januar 2010 - C-406/08 ("Uniplex") Rn. 32; Urteil vom 12. März 2015 - C-538/13 Rn. 52).

    Das stellt die Effektivität der vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren in keiner Weise in Frage und sichert zugleich die Effizienz der Beschaffung durch öffentliche Auftraggeber auch im Interesse der Bieter, die sich im Wettbewerb gegen andere Bieter durchgesetzt haben (vgl. EuGH, Urteil vom 12. März 2015 - C-538/13 Rn. 51).

  • EuGH, 28.01.2010 - C-406/08

    Uniplex (UK) - Richtlinie 89/665/EWG - Nachprüfungsverfahren im Rahmen der …

  • OLG Düsseldorf, 01.06.2016 - Verg 6/16

    Anforderungen an die Ausschreibung der Vergabe von Vertriebsdienstleistungen im …

  • OLG München, 22.10.2015 - Verg 5/15

    Unzulässigkeit der Ausschreibung von Alternativ- oder Wahlpositionen

  • KG, 19.12.2019 - Verg 9/19

    Vergabenachprüfungsverfahren: Anforderungen an die Darlegung einer …

  • BGH, 26.09.2006 - X ZB 14/06

    Antragsbefugnis eines Bieters im Nachprüfungsverfahren; Ausschluss eines Bieters …

  • BVerfG, 22.10.1986 - 2 BvR 197/83

    Solange II

  • OLG Naumburg, 22.09.2014 - 2 Verg 2/13

    Leistungsverweigerung - Vergabeverfahren: Wiedereintritt in die Eignungsprüfung …

  • KG, 10.12.2002 - KartVerg 16/02

    Nachprüfung einer Vergabeentscheidung

  • EuGH, 15.10.2015 - C-137/14

    Kommission / Deutschland - Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Richtlinie …

  • BGH, 18.06.2019 - X ZR 86/17

    Straßenbauarbeiten - Schadensersatz wegen Vergaberechtsverstoßes auch ohne …

  • BGH, 31.01.2017 - X ZB 10/16

    Notärztliche Dienstleistungen - Vergabenachprüfungsverfahren: Pflicht der …

  • BGH, 04.04.2017 - X ZB 3/17

    Entscheidung über Divergenzvorlage im Vergabenachprüfungsverfahren: Vergabe von …

  • VK Bund, 19.07.2019 - VK 1-39/19

    Erbringung von Unterstützungleistungen

  • EuGH, 04.12.2003 - C-448/01

    EVN und Wienstrom - Richtlinie 93/36/EWG - Öffentliche Lieferaufträge - Begriff …

  • OLG München, 29.07.2010 - Verg 9/10

    Vergabenachprüfungsverfahren: Präklusion einer Rüge der Vermischung von Eignungs- …

  • OLG Düsseldorf, 19.06.2013 - Verg 8/13

    Anforderungen an die Bekanntgabe der Vergabekriterien

  • OLG Dresden, 04.07.2008 - WVerg 3/08

    Rettungsdienst

  • EuGH, 11.05.2017 - C-131/16

    Archus und Gama - Vorlage zur Vorabentscheidung - Öffentliche Aufträge - …

  • EuGH, 15.09.2005 - C-495/03

    Intermodal Transports - Gemeinsamer Zolltarif - Tarifpositionen - Einreihung in …

  • OLG Düsseldorf, 05.11.2014 - Verg 21/14

    Anforderungen an die Eignung eines Bieters im Rahmen der Ausschreibung von …

  • OLG Frankfurt, 10.06.2008 - 11 Verg 3/08

    Vergabenachprüfungsverfahren: Positive Kenntnis von einem Vergaberechtsverstoß …

  • KG, 07.08.2015 - Verg 1/15

    Vergabeverfahren: Erlaubnis der einheitlichen Vergabe als bieterschützende …

  • OLG Naumburg, 01.08.2013 - 2 U 151/12

    bodengebundener Rettungsdienst - Schadensersatz wegen fehlerhaften …

  • OLG Düsseldorf, 23.01.2006 - Verg 96/05

    Sofortige Beschwerde gegen eine Entscheidung der Vergabekammer - Bezugsverträge …

  • KG, 15.04.2002 - KartVerg 3/02

    Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrages ohne vorherigen Rüge

  • BGH, 10.11.2009 - X ZB 8/09

    Endoskopiesystem

  • OLG Jena, 16.09.2013 - 9 Verg 3/13

    Straßenbahnprogramm - Europaweite Ausschreibung: Inhaltliche Abänderung der …

  • OLG Brandenburg, 09.02.2010 - Verg W 10/09

    Vergabenachprüfungsverfahren: Zulässigkeit des Nachprüfungsantrags des …

  • OLG Celle, 16.06.2011 - 13 Verg 3/11

    Ausschluss eines Angebots bei Fehlen von Nachweisen und Erklärungen für eine …

  • KG, 01.03.2024 - Verg 11/22

    Sofortige Beschwerde im sog. S-Bahn Vergabeverfahren

    Rn. 29 aa) Wie der Senat bereits in einem eine vergleichbare Ausschreibung betreffenden Nachprüfungsverfahren zu dem Merkmal der Erkennbarkeit in § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 GWB, das dem in Nr. 2 der Bestimmung entspricht, ausgeführt hat (Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 37 ), muss der Vergabeverstoß dem Bieter sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht erkennbar sein, um die Rügeobliegenheit auszulösen (OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 26. Juli 2018 - VII-Verg 28/18 -, juris Rn. 24;… Dicks in: Ziekow/Völlink, Vergaberecht, 4. Auflage 2020, § 160 GWB Rn. 48 m.w.N.).

    Die Rügeobliegenheit des § 160 Abs. 3 GWB besteht nur für Vergabeverstöße, die Gegenstand eines zulässigen und begründeten Nachprüfungsantrags sein können (vgl. bereits Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 129 ).

    Es kann dahinstehen, ob und inwieweit diesen richterrechtlich begründeten Einschränkungen der Rügeobliegenheit aus § 160 Abs. 3 GWB gefolgt werden kann (vgl. Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 42 ; Senat…, Beschluss vom 10. Mai 2022 - Verg 2/21 -, juris Rn. 20 ), da aus den zutreffenden Gründen des angefochtenen Beschlusses (Seiten 36 bis 38 der Beschlussabschrift), auf die zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen zu verweisen ist, die jeweiligen Voraussetzungen hierfür vorliegend jedenfalls nicht gegeben sind.

    Allenfalls in solchen Fallgestaltungen - und wenn zudem klar ist, dass auch der Bieter an seiner Beanstandung festzuhalten gedenkt - mag es vertretbar sein, eine Rüge als eine bloße Förmelei anzusehen (Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 43 ).

    Ob eine in dieser Weise vergaberechtlich problematische Wertungsmethode bereits in der vergaberechtlichen Rechtsprechung oder Literatur thematisiert worden war, kann zwar zusätzlich für die Erkennbarkeit des Vergaberechtsverstoßes sprechen (Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 41 ), fehlende Thematisierung steht ihr aber keineswegs entgegen (a.A. wohl VK Bund…, Beschluss vom 6. November 2023 - VK 1 - 77/23 -, juris Rn. 64).

    Die dafür erforderliche Beeinträchtigung in ihren Zuschlagschancen (vgl. nur Senat, Beschluss vom 20. März 2022 - Verg 7/19 -, juris Rn. 30 m.w.N.) ist auch sonst nicht ersichtlich.

    Rn. 222 a) Die von der Antragstellerin angeregten Vorlagen kommen durchweg schon deswegen nicht in Betracht, weil die Vorlagefragen nicht entscheidungserheblich sind; dies ist aber sowohl bei Vorlagen nach § 179 Abs. 1 S. 2 GWB Voraussetzung für eine Vorlage an den BGH als auch nach Art. 267 AEUV für eine solche an den EuGH (vgl. im Einzelnen Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 191, 204 m.w.N.).

    Dies hat der Senat in einem eine vergleichbare Ausschreibung betreffenden Nachprüfungsverfahren, an dem die Antragstellerin ebenfalls beteiligt war, auch bereits eingehend dargelegt und entschieden (Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 195 bis 201, 207 f.).

    Eine Vorlage wegen nicht entscheidungserheblicher Rechtsfragen ist, wie bereits ausgeführt (vgl. oben a)), unzulässig und hat dementsprechend zu unterbleiben (Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 191 m.w.N.).

  • KG, 14.04.2026 - Verg 13/25

    Transparenzanspruch des Bieters bei unzureichender Information über die …

    Schaden im Sinne dieser Vorschrift ist jede Verschlechterung der Zuschlagschancen aufgrund des als vergaberechtswidrig beanstandeten Vorgehens des öffentlichen Auftraggebers (BGH…, Beschluss vom 10. November 2009 - X ZB 8/09 - juris Rn. 32; Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 - juris Rn. 30 m.w.N.;… Hofmann in: Müller-Wrede, GWB-Vergaberecht, 2. Auflage 2023, § 160 Rn. 31 m.w.N.).

    Dies ist der Fall, wenn das vorlegende Oberlandesgericht seiner Entscheidung als tragende Begründung einen Rechtssatz zugrunde legen will, der mit einem die Entscheidung eines anderen Oberlandesgerichts oder des Bundesgerichtshofs tragenden Rechtssatz unvereinbar ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 - juris Rn. 6; Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 - juris 191).

  • KG, 10.05.2022 - Verg 2/22

    Sofortige Beschwerde gegen den Beschluss einer Vergabekammer Interimsvergabe für …

    Die Voraussetzungen beider Vorschriften (dazu eingehend Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 191, 204) liegen offenkundig nicht vor.

    Liegen die Voraussetzungen für die Vorlage nicht vor, ist sie nicht nur unzulässig, sondern würde auch die anderen Verfahrensbeteiligten im Hinblick auf den mit diesen Verfahren verbundenen Kosten- und Zeitaufwand in ihrem Recht auf einen effektiven vergaberechtlichen Rechtsschutz (Art. 19 Abs. 4 GG ) beeinträchtigen (vgl. Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 191, 204 m.w.N.).

  • VK Westfalen, 21.02.2024 - VK 3-42/23

    Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung nur mit Schätz-/Höchstmenge!

    Ausgehend von Gleichbehandlungs- und Transparenzgrundsatz muss die Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung sowohl die Angabe der Schätzmenge und/oder des Schätzwerts als auch eine Höchstmenge und/oder einen Höchstwert sowie den Hinweis enthalten, dass die Rahmenvereinbarung ihre Wirkung verliert, wenn diese Menge oder dieser Wert erreicht ist (vgl. EuGH, Urteil vom 17. Juni 2021, C-23/20 und hieran anknüpfend OLG Koblenz, Beschluss vom 12. Dezember 2022, Verg 3/22; andere Auffassung noch die am Wortlaut des § 21 VgV orientierte Rechtsprechung des KG Berlin, Beschluss vom 20. März 2020, Verg 7/19 und der VK Bund, Beschluss vom 19. Juli 2019, VK 1 - 39/19).

    Rn. 86 Ausgehend von Gleichbehandlungs- und Transparenzgrundsatz muss die Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung sowohl die Angabe der Schätzmenge und/oder des Schätzwerts als auch eine Höchstmenge und/oder einen Höchstwert sowie den Hinweis enthalten, dass die Rahmenvereinbarung ihre Wirkung verliert, wenn diese Menge oder dieser Wert erreicht ist (vgl. EuGH, Urteil vom 17. Juni 2021, C-23/20 und hieran anknüpfend OLG Koblenz, Beschluss vom 12. Dezember 2022, Verg 3/22; andere Auffassung noch die am Wortlaut des § 21 VgV orientierte Rechtsprechung des KG Berlin, Beschluss vom 20. März 2020, Verg 7/19 und der VK Bund, Beschluss vom 19. Juli 2019, VK 1 - 39/19).

  • OLG Naumburg, 01.03.2021 - 7 Verg 1/21

    Mobile Fahrkartenautomaten - Vergabenachprüfungsverfahren: Interessenabwägung bei …

    Rn. 41 bb) Legt man diesen rechtlichen Maßstab an, so ist einerseits zu berücksichtigen, dass sich die vorliegende Ausschreibung an eine relativ überschaubare Anzahl von hochspezialisierten Unternehmen richtet, welche jeweils einen bedeutenden Anteil an ihrem Gesamtumsatz mit öffentlichen Aufträgen erwirtschaften und wegen der typischerweise hohen Nettoauftragswerte insbesondere regelmäßig an EU-weiten Ausschreibungen teilnehmen (vgl. zu einer ähnlichen Konstellation zuletzt KG Berlin, Beschluss v. 20.03.2020, Verg 7/19 "U-Bahn-Fahrzeuge").
  • KG, 10.05.2022 - Verg 2/21

    Technische Fachkräfte

    Die Antragstellerin hat den etwaigen Verstoß offenkundig nicht selbst erkannt, und er war auch nicht im Sinne des § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 GWB aus der Auftragsbekanntmachung nach den dafür bestehenden qualifizierten Voraussetzungen (vgl. Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 37 m.w.N.) erkennbar, sondern nur bei vertieften vergaberechtlichen Kenntnissen.
  • KG, 08.10.2025 - Verg 2/25

    Sind Abbruch- und Entsorgungsleistungen getrennt auszuschreiben?

    Denn diese Divergenz ist nicht entscheidungserheblich, was Voraussetzung für eine Vorlage nach § 179 Abs. 2 S. 1 GWB wäre (Senat, Beschluss vom 20. März 2020 - Verg 7/19 - juris Rn. 191 m.w.N.).
  • VK Westfalen, 17.08.2026 - VK 84/26

    Wer eine "Ausschlussfrist" setzt, muss auch ausschließen!

    Das Kammergericht Berlin entschied zwar ausdrücklich, dass die Entscheidung über den Ausschluss eines Angebots wegen verweigerter oder nicht fristgerechter Aufklärung vom Auftraggeber "im Wege einer pflichtgemäßen Ermessensentscheidung unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zu treffen" sei (vgl. KG Berlin, Beschl. v. 20.03.2020 - Verg 7/19).
  • VK Berlin, 28.04.2025 - VK-B1-73

    Vergabeverfahren: Nachforderung von Unterlagen bzw. Aufklärung des …

    Dies setzt allerdings zunächst eine Auslegung des Angebotsinhalts voraus (KG, Beschluss vom 20.03.2020 - Verg 7/19 ;… Ziekow/Völlink/Steck VgV § 15 Rn. 14;… Beck VergabeR/Dörn VgV § 15 Rn. 34;… MüKoEuWettbR/Fett VgV § 15 Rn. 34).
  • VK Berlin, 28.04.2025 - VK-B1-73/24

    Nachforderung ≠ Aufklärung!

    Dies setzt allerdings zunächst eine Auslegung des Angebotsinhalts voraus (KG, Beschluss vom 20.03.2020 - Verg 7/19;… Ziekow/Völlink /Steck VgV § 15 Rn. 14;… Beck VergabeR/Dörn VgV § 15 Rn. 34;… MüKoEuWettbR/Fett VgV § 15 Rn. 34).
  • OLG Koblenz, 08.11.2021 - Verg 5/21

    Keine Rechtsverletzung bei Dokumentationsmängeln?

  • VK Berlin, 08.10.2025 - Verg 2/25
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Rechtsprechung
   OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,3725
OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,3725)
OLG Dresden, Entscheidung vom 21.02.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,3725)
OLG Dresden, Entscheidung vom 21. Februar 2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,3725)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Justiz Sachsen

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  • VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
  • Reguvis VergabePortal - Veris
  • ibr-online

    Ausschluss wegen formwidriger Angebotsabgabe setzt eindeutige Vorgabe voraus!

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä. (2)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Unklarheiten in den Vergabeunterlagen gehen zu Lasten des Auftraggebers! (VPR 2020, 102)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Unklarheiten in den Vergabeunterlagen gehen zu Lasten des Auftraggebers! (IBR 2020, 367)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (8)

  • VK Sachsen, 29.11.2019 - 1/SVK/032-19

    Kein Ausschluss auf der Grundlage einer unvollständigen Checkliste!

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Vergabesenat Aktenzeichen: Verg 7/19 1/SVK/032-19.

    Die sofortigen Beschwerden der Beigeladenen und des Antragsgegners gegen den Beschluss der 1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen vom 29.11.2019 (1/SVK/032-19) werden zurückgewiesen.

    den Beschluss der Vergabekammer Sachsen vom 29.11.2019, 1/SVK/032-19 aufzuheben und den Nachprüfungsantrag zurückzuweisen.

    die Entscheidung der Vergabekammer vom 29. November 2019 - Az.: 1/SVK/032-19 - aufzuheben und den Antrag auf Durchführung eines Nachprüfungsantrages abzuweisen, hilfsweise.

    die sofortigen Beschwerden des Antragsgegners und der Beigeladenen gegen den Beschluss der 1. Vergabekammer Sachsen vom 29. November 2019 (Az.: 1/SVK/032-19) zurückzuweisen.

  • BGH, 18.06.2019 - X ZR 86/17

    Straßenbauarbeiten - Schadensersatz wegen Vergaberechtsverstoßes auch ohne …

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Zu der Ausschlusssanktion für Angebote, welche geforderte Erklärungen nicht enthalten bzw. Formvorschriften missachten, korrespondiert die Verpflichtung der Auftraggeber, die Vergabeunterlagen so eindeutig zu formulieren, dass die Bieter ihnen deutlich und sicher entnehmen können, welche Erklärungen von ihnen in welcher Form und wann abzugeben sind (vgl. BGH…, Urteil vom 03.04.2012, X ZR 130/10, NZBau 2012, 513 Rdn. 9; Urteil vom 18.06.2019, X ZR 86/17, NZBau 2019, 661 Rdn. 47; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 13.12.2017, VII-Verg 19/17, NZBau 2018, 242 Rn. 32).
  • OLG Celle, 20.11.2019 - 14 U 191/13

    Grundsätze für die Auslegung einer Baubeschreibung; Pflicht eines Bieters, auf …

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Von ihr kann erst dann ausgegangen werden, wenn die Ausschreibungsunterlagen offensichtlich falsch sind (vgl. OLG Celle, Urteil vom 20.11.2019, 14 U 191/13, BeckRS 2019, 29588 Rn. 46).
  • BGH, 03.04.2012 - X ZR 130/10

    Straßenausbau

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Zu der Ausschlusssanktion für Angebote, welche geforderte Erklärungen nicht enthalten bzw. Formvorschriften missachten, korrespondiert die Verpflichtung der Auftraggeber, die Vergabeunterlagen so eindeutig zu formulieren, dass die Bieter ihnen deutlich und sicher entnehmen können, welche Erklärungen von ihnen in welcher Form und wann abzugeben sind (vgl. BGH, Urteil vom 03.04.2012, X ZR 130/10, NZBau 2012, 513 Rdn. 9;… Urteil vom 18.06.2019, X ZR 86/17, NZBau 2019, 661 Rdn. 47; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 13.12.2017, VII-Verg 19/17, NZBau 2018, 242 Rn. 32).
  • OLG Düsseldorf, 13.12.2017 - Verg 19/17

    Anforderungen an die Bestimmtheit der Angaben in Vergabeunterlagen; Anforderungen …

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Zu der Ausschlusssanktion für Angebote, welche geforderte Erklärungen nicht enthalten bzw. Formvorschriften missachten, korrespondiert die Verpflichtung der Auftraggeber, die Vergabeunterlagen so eindeutig zu formulieren, dass die Bieter ihnen deutlich und sicher entnehmen können, welche Erklärungen von ihnen in welcher Form und wann abzugeben sind (vgl. BGH…, Urteil vom 03.04.2012, X ZR 130/10, NZBau 2012, 513 Rdn. 9;… Urteil vom 18.06.2019, X ZR 86/17, NZBau 2019, 661 Rdn. 47; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13.12.2017, VII-Verg 19/17, NZBau 2018, 242 Rn. 32).
  • BGH, 30.08.2011 - X ZR 55/10

    Regenentlastung

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Es kommt hinzu, dass nach dem Transparenzgrundsatz hohe Anforderung an die Qualität der Vergabeunterlagen zu stellen sind (vgl. BGH, Urteil vom 30.08.2011, X ZR 55/10, NZBau 2012, 46 Rdn. 16), die also klar, genau und eindeutig formuliert sein sollen, um den Bietern zu ermöglichen, sie zu verstehen und in gleicher Weise auszulegen (vgl. OLG München…, Beschluss vom 22.01.2016, Verg 13/15, BeckRS 2016, 121692 Rdn. 64).
  • OLG Celle, 08.09.2011 - 13 Verg 4/11

    Verpflichtung des Auftraggebers in einem öffentlichen Vergabeverfahren zur …

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Der Senat teilt auch die Auffassung der Vergabekammer, dass das Nachforderungsermessen des Antragsgegners aus § 56 Abs. 2 Satz 1 VgV im vorliegenden Falle deshalb auf Null reduziert war, weil er bei der Beigeladenen Unterlagen nachgefordert hat und sich aus Gründen der Gleichbehandlung gegenüber sämtlichen Bietern einheitlich verhalten muss (vgl. OLG Celle, Beschluss vom 08.09.2011, 13 Verg 4/11, BeckRS 2011, 22904).
  • OLG München, 22.01.2016 - Verg 13/15

    Eindeutige und widerspruchsfreie Vergabeunterlagen

    Auszug aus OLG Dresden, 21.02.2020 - Verg 7/19
    Es kommt hinzu, dass nach dem Transparenzgrundsatz hohe Anforderung an die Qualität der Vergabeunterlagen zu stellen sind (vgl. BGH…, Urteil vom 30.08.2011, X ZR 55/10, NZBau 2012, 46 Rdn. 16), die also klar, genau und eindeutig formuliert sein sollen, um den Bietern zu ermöglichen, sie zu verstehen und in gleicher Weise auszulegen (vgl. OLG München, Beschluss vom 22.01.2016, Verg 13/15, BeckRS 2016, 121692 Rdn. 64).
  • OLG Rostock, 01.02.2023 - 17 Verg 3/22

    Angebotsschreiben - Angebotsausschluss bei Nichtverwendung eines in den …

    So wird eine Ermessensreduzierung etwa dann angenommen, wenn sich der Auftraggeber aus Gründen der Gleichbehandlung gegenüber sämtlichen Bietern einheitlich verhalten muss oder im Rahmen seiner unterlagen eine ausdrücklich so bezeichnete "Checkliste für die Vollständigkeit Ihrer Angebotsunterlagen" verwendet hat, in welcher dem Angebot beizufügende Unterlagen nicht enthalten waren (vgl. hierzu OLG Dresden, Beschluss vom 21.02.2020, Az.: Verg 7/19, zitiert nach juris, Rn. 56).
  • OLG Celle, 12.10.2021 - 13 Verg 7/21

    Sofortige Beschwerde gegen den Beschluss einer Vergabekammer; Ausschluss eines …

    Demzufolge ist bei der Annahme einer solchen Obliegenheit des Bieters, auf Fehler in den Ausschreibungsunterlagen hinzuweisen, in denjenigen Fällen Zurückhaltung geboten, in denen - wie vorliegend - Widersprüche oder Unklarheiten der Vergabeunterlagen betroffen sind (OLG Dresden, Beschluss vom 21. Februar 2020 - Verg 7/19, juris Rn. 41).
  • VK Sachsen, 27.02.2020 - 1/SVK/044-19

    Vergabeunterlagen mehrdeutig: Kein Ausschluss wegen Abweichung!

    Das Risiko der Unklarheit der Vergabeunterlagen trägt der Auftraggeber (OLG Dresden, Beschluss vom 21.02.2020 - Verg 7/19 , noch nicht veröffentlicht, u. a. mit Verweis auf BGH, Beschluss vom 30.08.2011 - X ZR 55/10 - und OLG München, Beschluss vom 22.01.2016 - Verg 13/15).

    Es sind deshalb hohe Anforderungen an die Qualität der Vergabeunterlagen zu stellen (OLG Dresden, Beschluss vom 21.02.2020 - Verg 7/19 - , noch nicht veröffentlicht).

  • VK Baden-Württemberg, 11.06.2021 - 1 VK 14/21

    Angebot kann über fremdes Benutzerkonto hochgeladen werden!

    Wollte man dies anders sehen, dürfte die Vergabestelle - neben der Frage, ob ein öffentlicher Auftraggeber überhaupt über die gesetzlich normierten Formvorgaben hinaus weitergehende formale Anforderungen aufstellen darf (in der vorliegenden Konstellation des Hochladens eines Angebots über ein fremdes Benutzerkonto verneinend: OLG Düsseldorf, Beschluss vom 08.07.2020, Verg 6/20) - jedenfalls ihrer mit der Ausschlusssanktion korrespondierenden Verpflichtung, die Vergabeunterlagen so eindeutig zu formulieren, dass die Bieter ihnen deutlich und sicher entnehmen können, welche Erklärungen in welcher Form abzugeben sind (OLG Dresden, Beschluss vom 21.02.2020, Verg 7/19; BGH, Urteil vom 18.06.2019, X ZR 86/17), nicht nachgekommen sein.
  • VK Sachsen, 15.03.2022 - 1/SVK/001-22

    Bieter muss im Stadium der Angebotsabgabe (noch) nicht leistungsbereit sein!

    Das Risiko der Unklarheit der Vergabeunterlagen trägt dabei stets der Auftraggeber (OLG Dresden, B. v. 21.02.2020 - Verg 7/19, u. a. mit Verweis auf BGH, B. v. 30.08.2011 - X ZR 55/10 - und OLG München, B. v. 22.01.2016 - Verg 13/15).
  • VK Sachsen, 30.11.2020 - 1/SVK/029-20

    Bewertungsmethode ist vor Angebotsöffnung festzulegen!

    Die sofortigen Beschwerden des Auftraggebers und der damaligen Beigeladenen (der hiesigen Antragstellerin) gegen den Beschluss der Vergabekammer Sachsen vom 29. November 2019 wurde vom OLG Dresden mit Beschluss vom 21. Februar 2020 zurückgewiesen (Az.: Verg 7/19).
  • VK Niedersachsen, 27.10.2023 - VgK-29/23

    Formblatt nicht an zentraler Stelle benannt: Vorlage wirksam gefordert?

    Dabei war auf der einen Seite zu berücksichtigen, dass Widersprüche und Unklarheiten in den Vergabeunterlagen grundsätzlich nicht zu Lasten der Bieter gehen dürfen, weil sie allein in der Sphäre des öffentlichen Auftraggebers liegen (vgl. OLG Dresden, Beschl. v. 21.02.2020 - Verg 7/19, Rn. 41;… OLG Düsseldorf, Beschl. v. 28.03.2018 - Verg 52/17, Rn. 54;… OLG Frankfurt, Beschl. v. 24.07.2012 - 11 Verg 6/12, Rn. 57 - jeweils zitiert nach juris).
  • VK Sachsen, 09.07.2025 - 1/SVK/017-25

    Keine Korrektur "ausschlussreifer" Angebote!

    Das Risiko der Unklarheit der Vergabeunterlagen trägt dabei stets der Auftraggeber (OLG Dresden, B. v. 21.02.2020 - Verg 7/19, u. a. mit Verweis auf BGH, B. v. 30.08.2011 - X ZR 55/10 - und OLG München, B. v. 22.01.2016 - Verg 13/15).
  • VK Sachsen-Anhalt, 24.11.2020 - 3 VK LSA 54/20

    Vergabenachprüfungsverfahren: Angebotsausschluss wegen nicht fristgerechter …

    Rn. 121 Sie wurde damit ihrer Verpflichtung als Auftraggeber gerecht, die Vergabeunterlagen so eindeutig zu formulieren, dass die Bieter ihnen deutlich und sicher entnehmen können, welche Erklärungen und in welcher Form sie wann abzugeben haben (OLG Dresden, Beschluss vom 21.02.2020, Verg 7/19 unter Bezugnahme auf BGH, Urteil vom 03.04.2012, Az. X ZR 130/10, und weitere Nachweise).
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Rechtsprechung
   KG, 24.08.2020 - Verg 7/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,28805
KG, 24.08.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,28805)
KG, Entscheidung vom 24.08.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,28805)
KG, Entscheidung vom 24. August 2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,28805)
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Volltextveröffentlichungen (4)

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Verfahrensgang

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Rechtsprechung
   KG, 08.01.2020 - Verg 7/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,37627
KG, 08.01.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,37627)
KG, Entscheidung vom 08.01.2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,37627)
KG, Entscheidung vom 08. Januar 2020 - Verg 7/19 (https://dejure.org/2020,37627)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä.

  • heuking.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung/Presseberichte, und Kurzinformation)

    Kammergericht widerspricht BGH

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (2)

  • BGH, 31.01.2017 - X ZB 10/16

    Notärztliche Dienstleistungen - Vergabenachprüfungsverfahren: Pflicht der …

    Auszug aus KG, 08.01.2020 - Verg 7/19
    Gewicht und Bedeutung des Grundrechts auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) sprechen dafür, dass Umstände und Unterlagen, wegen derer sich ein Beteiligter erfolgreich auf seinen Geheimschutz beruft, die also den anderen Beteiligten nicht offenbart werden dürfen, mit allen für ihn damit verbundenen Nachteilen bei der Entscheidung unberücksichtigt bleiben (entgegen BGH, Beschluss vom 31.01.2017 - X ZB 10/16 -, IBRRS 2017, 0805 = VPRRS 2017, 0080).*).

    So kann die Einsicht in die Vergabeakten unabhängig von den entgegenstehenden Interessen der Beteiligten etwa dann zu versagen sein, wenn der Nachprüfungsantrag unzulässig ist (…Behrens in: Müller-Wrede, GWB, 1. Auflage 2016, § 165 Rn. 21 m.w.N.) oder wenn es der Akteneinsicht zur Durchsetzung des Rechtsschutzzieles überhaupt nicht bedarf (BGH, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 -).

    Ob in einem solchen Fall eine Entscheidung tragend auf auch die nicht offenbarten Unterlagen gestützt werden könnte (so wohl BGH, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 -), erscheint dem Senat fraglich und im Widerspruch zu Art. 103 Abs. 1 GG (ablehnend auch OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 28. Dezember 2007 - Verg 40/07 - Stoye/Gielen in: Müller-Wrede, GWB, 1. Auflage 2016, § 175 Rn. 49;… Dicks in: Ziekow/Völlink, Vergaberecht, 3. Auflage 2018, § 165 GWB Rn. 10).

    Aus § 71 Abs. 1 S. 3 GWB, der lediglich die Akteneinsicht an Beigeladene betrifft, folgt nichts anderes, weil dies ausweislich der Einschränkung in § 71 Abs. 1 S. 4 GWB gerade dann nicht mehr gilt, wenn das Grundrecht des Beigeladenen auf rechtliches Gehör betroffen wäre (a.A. BGH, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 -).

    Denn es erschließt sich nicht, dass die Antragstellerin im Verhältnis zur Antragsgegnerin und der Beigeladenen durch die Offenbarung der weiteren Unterlagen konkrete über das vorliegend zur Nachprüfung stehende Vergabeverfahren hinausgehende Vorteile haben könnte (vgl. auch BGH, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 - OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28. Dezember 2007 - VII-Verg 40/07 -).

  • OLG Düsseldorf, 28.12.2007 - Verg 40/07

    Selbstständige Anfechtbarkeit der von der Vergabekammer verfügten Einsichtnahme …

    Auszug aus KG, 08.01.2020 - Verg 7/19
    Der Antragstellerin war auf ihren Antrag entsprechend § 165 Abs. 1 GWB sowie gemäß § 175 Abs. 2 GWB in Verbindung mit § 72 Abs. 2 S. 4 GWB (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28. Dezember 2007 - VII-Verg 40/07 - Stickler in: Reidt/Stickler/Glahs, Vergaberecht, 4. Auflage 2018, § 175 GWB Rn. 13) in dem aus dem Beschlusstenor ersichtlichen Umfang ergänzend Einsicht in die Vergabeakten zu bewilligen.

    Ob in einem solchen Fall eine Entscheidung tragend auf auch die nicht offenbarten Unterlagen gestützt werden könnte (so wohl BGH, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 -), erscheint dem Senat fraglich und im Widerspruch zu Art. 103 Abs. 1 GG (ablehnend auch OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28. Dezember 2007 - Verg 40/07 - Stoye/Gielen in: Müller-Wrede, GWB, 1. Auflage 2016, § 175 Rn. 49;… Dicks in: Ziekow/Völlink, Vergaberecht, 3. Auflage 2018, § 165 GWB Rn. 10).

    Denn es erschließt sich nicht, dass die Antragstellerin im Verhältnis zur Antragsgegnerin und der Beigeladenen durch die Offenbarung der weiteren Unterlagen konkrete über das vorliegend zur Nachprüfung stehende Vergabeverfahren hinausgehende Vorteile haben könnte (vgl. auch BGH, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 - OLG Düsseldorf, Beschluss vom 28. Dezember 2007 - VII-Verg 40/07 -).

  • KG, 18.05.2022 - Verg 7/21

    Kostenentscheidung nach übereinstimmender Erledigungserklärung für ein …

    Diese wahren vielmehr die verfassungsrechtlichen Vorgaben und sind einer diese Vorgaben nicht beachtenden Auslegung nicht zugänglich (Senat, Beschluss vom 8. Januar 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 4).
  • KG, 06.07.2022 - Verg 6/22

    Kein Einsichtsrecht in die Vergabeakten, aber in die Verfahrensakten!

    Daraus folgt, dass es für eine Einsicht in die Vergabeakten eines konkreten aus dem Rechtsschutzbegehren des Beteiligten folgenden Rechtsschutzbedürfnisses bedarf (Senat, Beschluss vom 8. Januar 2020 - Verg 7/19 -).

    Geheimhaltungsinteressen der Beteiligten rechtfertigen keinen Eingriff in dieses Grundrecht, sondern gebieten allein, dass die von dem Beteiligten eingereichten Unterlagen, seinen Vorgaben entsprechend, den anderen Beteiligten oder einigen von ihnen nicht bekannt gemacht werden; dies hat dann aber zur Folge, dass wegen des Grundrechts auf rechtliches Gehör dieser Beteiligte, die entsprechenden Unterlagen nicht zum Gegenstand von Verfahren und Entscheidung der Nachprüfungsinstanzen gemacht werden können (Senat, Beschluss vom 18. Mai 2022 - Verg 7/21 - Senat, Beschluss vom 1. Juli 2020 - Verg 1001/20 - vgl. für die Vergabeakten auch Senat, Beschluss vom 8. Januar 2020 - Verg 7/19 -).

  • OLG Düsseldorf, 14.12.2020 - Verg 30/20
    Da auch das Kammergericht offensichtlich unzulässige Nachprüfungsanträge zur Begründung des Akteneinsichtsrechts nicht ausreichen lässt (vgl. KG, Beschlüsse vom 10.02.2020 - Verg 6/19, zitiert nach juris, Tz. 8, und vom 08.01.2020 - Verg 7/19, zitiert nach juris, Tz. 3) und sich zu Nachprüfungsanträgen, die aus Rechtsgründen offensichtlich unbegründet sind, gar nicht verhält, bedarf dies an dieser Stelle indes keiner weiteren Vertiefung.
  • OLG Rostock, 30.01.2026 - 17 Verg 6/25

    Vergaberechtsverstöße sind ausnahmsweise von Amts wegen aufzugreifen, wenn ein …

    Denn diese Begrenzung entspricht - soweit ersichtlich - jedenfalls der einheitlichen Rechtsprechung der Vergabesenate (vgl. nur BGH…, Beschluss vom 31. Januar 2017 - X ZB 10/16 -, BGHZ 214, 11-31, Rn. 47; KG Berlin…, Beschluss vom 1. März 2024 - Verg 11/22 -, Rn. 217, juris;… Beschluss vom 6. Juli 2022 - Verg 6/22 -, Rn. 1, juris; Beschluss vom 8. Januar 2020 - Verg 7/19 -, juris Rn. 3; OLG Düsseldorf…, Beschluss vom 1. Dezember 2023 - VII-Verg 22/23 -, Rn. 114, juris;… Beschluss vom 29. März 2021 - VII-Verg 9/21 -, Rn. 50, juris; Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 24. November 2023 - 54 Verg 6/23 -, Rn. 93, juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 12. März 2024 - 19 Verg 1/23 -, Rn. 49, juris; OLG Celle…, Beschluss vom 14. Januar 2014 - 13 Verg 11/13 -, Rn. 55, juris; auch das Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg…, Beschluss vom 30. März 2020 - 1 Verg 1/20 -, Rn. 2, 5, juris geht von diesen Begrenzungen aus;… siehe auch Radu in: Summa/Schneevogl, jurisPK-Vergaberecht, 7. Aufl., § 165 GWB (Stand: 15.11.2024), Rn. 21 m.w.N. auch zur Gegenauffassung in der Literatur;… Vavra/Willner in: Burgi/Dreher/Opitz, 4. Aufl. 2022, GWB § 165 Rn. 15, beck-online).
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