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Rechtsprechung
   BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2009,1457
BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09 (https://dejure.org/2009,1457)
BVerwG, Entscheidung vom 24.09.2009 - 7 C 2.09 (https://dejure.org/2009,1457)
BVerwG, Entscheidung vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 (https://dejure.org/2009,1457)
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Volltextveröffentlichungen (11)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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  • lexetius.com

    UIG § 2 Abs. 3 Nr. 3, § 3 Abs. 1 Satz 1, § 3 Abs. 2 Satz 4, § 8 Abs. 2 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, § 9 Abs. 1 Satz 2; VwGO § 155 Abs. 1 Satz 1
    Emissionshandel; Emissionsberechtigung; Zuteilung; Zuteilungsbescheide; Umweltinformation; anspruchsberechtigte Person; missbräuchlich gestellter Antrag; gesetzesfremde Zwecke; Ausspähung von Konkurrenten; Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse; Zugänglichmachen; ...

  • Bundesverwaltungsgericht

    UIG § 2 Abs. 3 Nr. 3, § 3 Abs. 1 Satz 1, § 3 Abs. 2 Satz 4
    Anforderungen an die Darlegung; Art des Informationszugangs; Auskunftsanspruch; Ausspähung von Konkurrenten; Bescheidungsklage; Bescheidungsurteil; Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse; Betriebsgeheimnis; Emissionen; Emissionsberechtigung; Emissionsberechtigung; ...

  • Judicialis

    UIG § 2 Abs. 3 Nr. 3; ; UIG § 3 Abs. 1 Satz 1; ; UIG § 3 Abs. 2 Satz 4; ; UIG § 8 Abs. 2 Nr. 1; ; UIG § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3; ; UIG § 9 Abs. 1 Satz 2; ; VwGO § 155 Abs. 1 Satz 1

  • Wolters Kluwer
  • ponte-press.de PDF (Volltext/Auszüge)

    Zugang zu Umweltinformationen bei der Zuteilung von Emissionsberechtigungen

  • lda.brandenburg.de PDF

    Begriffsbestimmung, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, Drittbetroffenheit, Interessenabwägung, Missbräuchliche Antragstellung, Prozessuales

  • fragdenstaat.de

    Missbräuchliche Antragstellung - Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse - Drittbetroffenheit - Interessenabwägung - Begriffsbestimmung - Prozessuales

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Umweltinformationsrecht - Emissionshandel; Emissionsberechtigung; Zuteilung; Zuteilungsbescheide; Umweltinformation; anspruchsberechtigte Person; missbräuchlich gestellter Antrag; gesetzesfremde Zwecke; Ausspähung von Konkurrenten; Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse; ...

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Bescheide über die Zuteilung von Emissionszertifikaten müssen der Öffentlichkeit nur eingeschränkt zugänglich gemacht werden

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Emissionszertifikate statt Umweltinformation

  • lda.brandenburg.de (Kurzinformation)

    Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, Drittbetroffenheit, Prozessuales, Interessenabwägung, Missbräuchliche Antragstellung, Begriffsbestimmung

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Bescheide über die Zuteilung von Emissionszertifikaten müssen der Öffentlichkeit nur eingeschränkt zugänglich gemacht werden

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation)

    Umweltinformationsgesetz gibt keinen Anspruch auf unbeschränkten Zugang zu Bescheiden über Zuteilung von Emissionszertifikaten

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 135, 34
  • NVwZ 2010, 189
  • DVBl 2009, 1576
  • DÖV 2010, 280
  • GewArch 2010, 47
 
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Wird zitiert von ... (258)Zitiert selbst (11)

  • BVerwG, 21.02.2008 - 4 C 13.07

    Flughafen Frankfurt/M; Planfeststellungsverfahren; Umweltinformation; …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Der Begriff der Person umfasst sowohl natürliche Personen als auch juristische Personen (Urteil vom 21. Februar 2008 - BVerwG 4 C 13.07 - BVerwGE 130, 223 Rn. 20 ff. = Buchholz 451.91 EuropUmweltR Nr. 31).

    Das Kriterium der Unmittelbarkeit oder Mittelbarkeit des Umweltschutzes hat aber keinen Eingang in das Umweltinformationsgesetz gefunden und ist zur Abgrenzung einer Umweltinformation von anderen, einem Antragsteller nicht zustehenden Informationen in der Sache untauglich (Urteile vom 25. März 1999 - BVerwG 7 C 21.98 - BVerwGE 108, 369, 377 = Buchholz 406.252 § 3 UIG Nr. 1 und vom 21. Februar 2008 - BVerwG 4 C 13.07 - a.a.O. Rn. 13).

  • BVerwG, 28.05.2009 - 7 C 18.08

    Umweltinformationsgesetz; Informationsfreiheitsgesetz; Betriebsgeheimnis; …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Betriebsgeheimnisse umfassen im Wesentlichen technisches Wissen; Geschäftsgeheimnisse betreffen vornehmlich kaufmännisches Wissen (Urteil vom 28. Mai 2009 - BVerwG 7 C 18.08 - NVwZ 2009, 1113, im Anschluss an Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 14. März 2006 - 1 BvR 2087, 2011/03 - BVerfGE 115, 205, 230 f.).

    Ein solches Interesse besteht, wenn die Offenlegung der Information geeignet ist, exklusives technisches oder kaufmännisches Wissen den Marktkonkurrenten zugänglich zu machen und so die Wettbewerbsposition des Unternehmens nachteilig zu beeinflussen (Beschluss vom 19. Januar 2009 - BVerwG 20 F 23.07 - NVwZ 2009, 1114; Urteil vom 28. Mai 2009 - BVerwG 7 C 18.08 - a.a.O.).

  • BVerfG, 14.03.2006 - 1 BvR 2087/03

    Geschäftsgeheimnisse

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Betriebsgeheimnisse umfassen im Wesentlichen technisches Wissen; Geschäftsgeheimnisse betreffen vornehmlich kaufmännisches Wissen (Urteil vom 28. Mai 2009 - BVerwG 7 C 18.08 - NVwZ 2009, 1113, im Anschluss an Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 14. März 2006 - 1 BvR 2087, 2011/03 - BVerfGE 115, 205, 230 f.).
  • EuGH, 06.10.1982 - 283/81

    CILFIT / Ministero della Sanità

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Die richtige Anwendung des hier einschlägigen Gemeinschaftsrechts ist derart offenkundig, dass für einen vernünftigen Zweifel keinerlei Raum bleibt (zu dieser Grenze der Vorlagepflicht vgl.: EuGH, Urteil vom 6. Oktober 1982 - Rs. 283/81 - NJW 1983, 1257).
  • BVerwG, 25.03.1999 - 7 C 21.98

    Anspruch auf Informationen über die staatliche finanzielle Förderung eines …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Das Kriterium der Unmittelbarkeit oder Mittelbarkeit des Umweltschutzes hat aber keinen Eingang in das Umweltinformationsgesetz gefunden und ist zur Abgrenzung einer Umweltinformation von anderen, einem Antragsteller nicht zustehenden Informationen in der Sache untauglich (Urteile vom 25. März 1999 - BVerwG 7 C 21.98 - BVerwGE 108, 369, 377 = Buchholz 406.252 § 3 UIG Nr. 1 …und vom 21. Februar 2008 - BVerwG 4 C 13.07 - a.a.O. Rn. 13).
  • BVerwG, 24.10.2006 - 6 B 47.06

    Streitgegenstand der Bescheidungsklage; bei der Neubescheidung zugrunde zu …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Oktober 2006 - BVerwG 6 B 47.06 - (Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 1), auf den die Klägerin sich beruft, behandelt diese Frage nicht.
  • BVerwG, 19.01.2009 - 20 F 23.07

    Verpflichtung von Behörden zur Vorlage von Urkunden oder Akten und zu Auskünften …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Ein solches Interesse besteht, wenn die Offenlegung der Information geeignet ist, exklusives technisches oder kaufmännisches Wissen den Marktkonkurrenten zugänglich zu machen und so die Wettbewerbsposition des Unternehmens nachteilig zu beeinflussen (Beschluss vom 19. Januar 2009 - BVerwG 20 F 23.07 - NVwZ 2009, 1114;… Urteil vom 28. Mai 2009 - BVerwG 7 C 18.08 - a.a.O.).
  • BVerwG, 03.12.1981 - 7 C 30.80

    Neubewertung schriftlicher Prüfungsleistungen - Beschwer des Rechtsmittelführers …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    In diesem Fall wird der Kläger durch das Urteil beschwert, weil es mit der für die erneute Entscheidung vorgegebenen Rechtsauffassung verbindlich wird, insoweit aber hinter dem Begehren des Klägers zurückbleibt (Urteil vom 3. Dezember 1981 - BVerwG 7 C 30.80 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 157).
  • BVerwG, 30.04.2009 - 7 C 17.08

    Geltendmachen eines Anspruchs gegen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz und das Zuteilungsgesetz 2007 haben durch ihre ineinandergreifenden Regelungen ein geschlossenes System geschaffen, das in seiner Gesamtheit durch wirtschaftliche Anreize dazu beitragen soll, den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern und dadurch die Umweltbestandteile Luft und Atmosphäre zu schützen (so der Sache nach bereits: Beschluss vom 30. April 2009 - BVerwG 7 C 17.08 - Rn. 13, UPR 2009, 313).
  • BVerwG, 15.08.1988 - 4 B 89.88

    Bauliche Anlage - Beseitigung - Nachbarklage - Erledigung - Bauaufsichtliche …

    Auszug aus BVerwG, 24.09.2009 - 7 C 2.09
    Die Hauptsache hat sich objektiv erledigt, wenn dem Klagebegehren rechtlich oder tatsächlich die Grundlage entzogen ist, wenn also das Rechtsschutzziel in dem Prozess nicht mehr zu erlangen ist, weil es entweder bereits außerhalb des Prozesses erreicht worden ist oder überhaupt nicht mehr erreicht werden kann (Beschlüsse vom 25. November 1981 - BVerwG 1 WB 131.80 - BVerwGE 73, 312 und vom 15. August 1988 - BVerwG 4 B 89.88 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 82).
  • BVerwG, 25.11.1981 - 1 WB 131.80

    Erledigung der Hauptsache - Sonderbeurteilung - Umfang der gerichtlichen Prüfung …

  • VGH Baden-Württemberg, 21.03.2017 - 10 S 413/15

    Darlegungspflichten bei beabsichtigter Stattgabe eines Antrages auf …

    Zum Zugang zu Umweltinformationen über Emissionen hat das Gericht erklärt, der Gesetzgeber habe mit § 9 Abs. 1 Satz 2 UIG ( § 29 Abs. 1 Satz 2 UVwG ) selbst abgewogen und dem öffentlichen Interesse an Information stets den Vorrang gegenüber Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen eingeräumt (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 34 Rn. 45).

    Der Begriff der "Person" umfasst insbesondere natürliche Personen (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 26).

    Diese verfassungsgerichtliche Begriffsbestimmung gilt auch für § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 UIG (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 50) und für das identische neue Landesrecht ( § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 UVwG ).

    Das "berechtigte Interesse" des Unternehmens an der Nichtverbreitung der begehrten Information setzt voraus, dass die Offenlegung der Information geeignet ist, exklusives technisches oder kaufmännisches Wissen den Marktkonkurrenten zugänglich zu machen und so die Wettbewerbsposition des Unternehmens nachteilig zu beeinflussen (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 50; OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 29.08.2016 - OVG 12 N 20/15 - BeckRS 2016, 51156 Rn. 6; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.05.2011 - 8 B 1729/10 - NVwZ-RR 2011, 855, 857; VG Berlin, Urteil vom 05.11.2012 - 2 K 167/11 - LKV 2013, 279, 283).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat in diesem Ansatz insoweit einen Indikator gesehen, als - mit Blick auf den Schornstein einer Anlage - darauf abgestellt werde, "dass ein Stoff aus der Anlage austritt" (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 43).

    Der in Rede stehende Anwendungsbereich ist hier das Umweltinformationsrecht (und nicht etwa das Immissionsschutzrecht); innerhalb des Umweltinformationsrechts gilt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum UIG ein einheitlicher Begriff der Umweltinformationen über Emissionen, der nicht je nach Sachgebiet unterschiedlich bestimmt werden kann (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 46).

    Die Regelung zur Zugänglichkeit von Informationen über Emissionen in die Umwelt (Art. 4 Abs. 2 UAbs. 2 Satz 3 RL 2003/4/EG, § 9 Abs. 1 Satz 2 UIG, § 29 Abs. 1 Satz 2 UVwG ) trotz Vorliegens eines Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisses normiert einen absoluten Vorrang des Informationszugangsrechts in jener Kollisionslage (EuG…, Urteil vom 08.10.2013 a. a. O. Tz. 37 ff., 46; BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 45; Wegener, NVwZ 2015, 609, 614;… Reidt/Schiller in Landmann/Rohmer, Umweltrecht, UIG, § 9 Rn. 33 i. V. m. § 8 Rn. 45;… Klein, Umweltinformation im Völker- und Europarecht, 2011, S. 364); dem Antrag auf Zugang zu den begehrten Informationen muss ungeachtet der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse stattgegeben werden (EuGH, Urteil vom 16.12.2010 - C-266/09 - Slg. 2010, I-13119 Tz. 53).

    Auch das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung zum Informationszugang bei Kohlendioxidemissionen an diese Bestimmung angeknüpft und erklärt, kennzeichnend sei nach dem Gesetzeswortlaut, dass ein Stoff in die Umwelt entlassen werde und damit die Anlage, in der er entstanden sei, verlasse (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 42).

    Danach sollen - in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Unionsrechts und des Völkerrechts - der Öffentlichkeit Informationen über solche Vorgänge stets zugänglich gemacht werden (ohne Hinderung durch Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse), die die Öffentlichkeit unmittelbar berühren; was "aus der Anlage in die Umgebung gelangt, soll in keinem Fall vertraulich behandelt werden" (so BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 45).

    Dieser Ausgangspunkt beruht auf einer Verkennung des geltenden Umweltinformationsrechts und widerspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, nach der dem UIG ein einheitlicher Begriff der Umweltinformationen über Emissionen und eben gerade kein am jeweiligen Sachgebiet orientiertes Begriffsverständnis zu Grunde liegt (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 46).

    Rn. 58 Die Zuordnung der Angaben zum Abgasvolumenstrom, zur Abgastemperatur, zum Sauerstoffgehalt und zur Abgasfeuchte (jeweils in Form von Tagesmittelwerten) zum Begriff der "Umweltinformationen über Emissionen" widerspricht auch nicht der Festlegung des Bundesverwaltungsgerichts, dass "Informationen über Vorgänge innerhalb der Anlage" bzw. "Angaben über die Vorgänge in der Anlage selbst" § 9 Abs. 1 Satz 2 UIG nicht zuzuordnen seien (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 40, 45).

    Im Sinne des Bundesverwaltungsgerichts werden demnach mit Blick auf die von der Beigeladenen begehrten Angaben nur Informationen über solche Vorgänge zugänglich gemacht, die die Öffentlichkeit unmittelbar berühren (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 45).

    Deshalb schützt die Bestimmung die informationspflichtige Stelle davor, dass die Arbeitszeit und Arbeitskraft der Bediensteten missbräuchlich in Anspruch genommen werden (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 34;… Reidt/Schiller a. a. O. § 8 Rn. 55; zur Unionsrechtskonformität einer solchen Deutung des Missbrauchstatbestands BVerwG, Urteil vom 28.07.2016 - 7 C 7.14 - NVwZ 2016, 1814 Tz. 18 ff.).

    Dies hat das Bundesverwaltungsgericht am Beispiel eines denkbaren Ausforschungsvorhabens in Betracht gezogen, wenn ein Informationsbegehren allein dem Versuch der Industriespionage diene und mit ihm ausschließlich zweckfremde, nicht umweltbezogene Eigeninteressen verfolgt würden (BVerwG, Urteil vom 24.09.2009 a. a. O. Rn. 37).

  • BVerwG, 29.08.2019 - 7 C 29.17

    Anspruch auf Zugang zu Information nach dem Verbraucherinformationsgesetz (VIG)

    Der Gesetzgeber hat daher mit § 3 Satz 5 Nr. 1 VIG die konfligierenden Interessen selbst abgewogen und dem öffentlichen Interesse an Information den Vorrang eingeräumt (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 34 Rn. 45 zu § 9 Abs. 1 Satz 2 UIG).
  • BVerwG, 23.02.2017 - 7 C 31.15

    Anspruchsberechtigung; Betriebs- und Geschäftsgeheimnis; Gemeinde; Monopol; …

    § 2 Abs. 3 Nr. 3 UIG bezieht sich ausdrücklich auf "alle Daten" über die erfassten Maßnahmen, so dass es nicht der Feststellung der Umweltinformationseigenschaft für jede einzelne Angabe bedarf (BVerwG, Urteil vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 34 ).

    Das Kriterium der Unmittelbarkeit oder Mittelbarkeit des Umweltschutzes hat keinen Eingang in das Umweltinformationsgesetz gefunden und ist zur Abgrenzung einer Umweltinformation von anderen, einem Antragsteller nicht zustehenden Informationen in der Sache untauglich (BVerwG, Urteil vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 36 Rn. 31 f.).

    Ein Interesse an der Nichtverbreitung ist dann anzuerkennen, wenn die Offenlegung der Information geeignet ist, exklusives technisches oder kaufmännisches Wissen den Konkurrenten zugänglich zu machen und so die Wettbewerbsposition des Unternehmens nachteilig zu beeinflussen (…BVerwG, Urteile vom 28. Mai 2009 - 7 C 18.08 - Buchholz 406.252 § 9 UIG Nr. 1 Rn. 12 f. und vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 34 Rn. 50;… Beschluss vom 12. April 2013 - 20 F 6.12 - juris Rn. 12).

    Der "verwendungsbezogene Missbrauch" kann sich deshalb zugleich als "behördenbezogener Missbrauch" darstellen (BVerwG, Urteil vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - juris Rn. 35 f.).

    Die Klägerin entnimmt der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 34 Rn. 32) zwar zutreffend, dass die Umweltinformationseigenschaft nicht für jede einzelne Angabe festzustellen ist, solange sie selbst unmittelbarer Inhalt einer Maßnahme im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 3 UIG ist.

    Bei der nach § 9 Abs. 1 Satz 1 UIG gebotenen Abwägung überwiegt das öffentliche Interesse an der Bekanntmachung gegenüber dem Geheimhaltungsinteresse des Unternehmens nur, wenn mit dem Antrag ein Interesse verfolgt wird, das über das allgemeine Interesse hinausgeht, das bereits jeden Antrag rechtfertigt (BVerwG, Urteil vom 24. September 2009 - 7 C 2.09 - BVerwGE 135, 34 Rn. 62).

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Rechtsprechung
   BVerwG, 24.06.2009 - 6 C 21.08   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2009,2737
BVerwG, 24.06.2009 - 6 C 21.08 (https://dejure.org/2009,2737)
BVerwG, Entscheidung vom 24.06.2009 - 6 C 21.08 (https://dejure.org/2009,2737)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Juni 2009 - 6 C 21.08 (https://dejure.org/2009,2737)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • Doctrine

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
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  • lexetius.com

    WaffG § 1 Abs. 3, § 2 Abs. 3 und 5, § 48 Abs. 3; VwVfG § 35 Satz 2
    Feststellungsbescheid; Bundeskriminalamt; Allgemeinverfügung; Allgemeinverbindlichkeit; Jagdlampe; Konkretisierungsbefugnis; verbotene Waffen; Umgang; Schusswaffenzubehör.

  • Bundesverwaltungsgericht

    WaffG § 1 Abs. 3, § 2 Abs. 3 und 5, § 48 Abs. 3
    Allgemeinverbindlichkeit; Allgemeinverfügung; Bundeskriminalamt; Feststellungsbescheid; Jagdlampe; Konkretisierungsbefugnis; Schusswaffenzubehör; Umgang; verbotene Waffen

  • Judicialis

    WaffG § 2 Abs. 5; ; WaffG § 52; ; WaffG § 53; ; VwGO § 42 Abs. 1; ; VwVfG § 35

  • Wolters Kluwer

    Als Zielscheinwerfer verwendbare Lampen als verbotene Waffen; Einstufung eines Gegenstandes als verbotene Waffe durch das Bundeskriminalamt im Wege des Feststellungsbescheids

  • rechtsportal.de

    Waffenrecht: Als Zielscheinwerfer verwendbare Lampen als verbotene Waffen; Einstufung eines Gegenstandes als verbotene Waffe durch das Bundeskriminalamt im Wege des Feststellungsbescheids

  • datenbank.nwb.de
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Keine Feststellung von Jagdlampensets als verbotene Waffen durch das Bundeskriminalamt

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Jagdlampensets

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    "Jagdlampenset" ist keine verbotene Waffe - Bundesverwaltungsgericht stoppt das Bundeskriminalamt

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 2009, 838
  • DVBl 2009, 1260
  • DÖV 2009, 920
  • GewArch 2010, 47
 
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Wird zitiert von ... (10)Zitiert selbst (3)

  • BVerwG, 21.08.2003 - 3 C 15.03

    Radweg-Benutzungspflicht; Klagebefugnis; unzulässige "Popularklage"; …

    Auszug aus BVerwG, 24.06.2009 - 6 C 21.08
    Es handelt sich mithin, obgleich der Bescheid nicht an die Klägerin adressiert ist, um einen sie belastenden Verwaltungsakt, so dass ihre Klagebefugnis aus der allgemeinen Freiheitsgewährleistung in Art. 2 Abs. 1 GG folgt (vgl. Urteil vom 21. August 2003 - BVerwG 3 C 15.03 - Buchholz 310 § 42 Abs. 2 VwGO Nr. 19).
  • BVerfG, 17.12.2002 - 1 BvL 28/95

    Arzneimittelfestbeträge

    Auszug aus BVerwG, 24.06.2009 - 6 C 21.08
    Doch gehören zu den Verwaltungsakten auch die sog. Allgemeinverfügungen, die sich ebenso wie Rechtsnormen an einen nach allgemeinen Merkmalen bestimmten oder bestimmbaren Personenkreis richten (s. § 35 Satz 2 VwVfG sowie BVerfG, Urteil vom 17. Dezember 2002 - 1 BvL 28, 29, 30/95 - BVerfGE 106, 275 ).
  • BGH, 29.04.2008 - KVR 28/07

    EDIFACT

    Auszug aus BVerwG, 24.06.2009 - 6 C 21.08
    Maßgebliches Kriterium für die Unterscheidung einer Rechtsnorm von einem Verwaltungsakt ist die dem Verwaltungsakt eigene verbindliche Regelung eines Einzelfalls auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts (vgl. BGH, Beschluss vom 29. April 2008 - KVR 28/07 - NVwZ 2009, 195 Rn. 10 f.).
  • VG Gelsenkirchen, 28.11.2025 - 9 K 539/22

    Verpackung, Transportverpackung, Systembeteiligungspflicht, allgemeine …

    Rn. 423 Vgl. VG Osnabrück, Urteil vom 11.  Februar 2025 - 7 A 162/23 -, juris Rn. 75, unter Verweis auf: BeckOK, VwVfG, § 35 Rn. 262, beck-online; Schoch/Schneider, 6. EL November 2024, VwVfG § 35 Rn. 199, Rn. 199; BVerwG, Urteil vom 24. Juni 2009 - 6 C 21.08 -, juris Rn. 17; Stelkens/Bonk/Sachs, 10. Aufl. 2023 VwVfG § 35 Rn. 308.

    Rn. 426 Vgl. VG Trier, Urteil vom 22.  Juni 2022 - 9 K 391/22.TR -, juris Rn. 25; VG Osnabrück, Urteil vom 11.  Februar 2025 - 7 A 162/23 -, juris Rn. 74 - 80, unter Hinweis auf Wüstenberg, LMUR 2020, 141, 142 Winter, DVBl. 2023, 260, 262, Klein/Mehdorn, VerpackG, § 26 Rn. 62; Landmann/Rohmer, UmweltR: 258. EL August 2025, § 3 VerpackG Rn. 114; vgl. zu Feststellungsbescheiden in Zweifelsfällen nach § 2 Abs. 5 WaffG: Gade, WaffG, 3. Aufl. 2022, § 2 Rn. 10, BVerwG, Urteil vom 24.  Juni 2009 - 6 C 21.08 -, juris Rn. 13 - 15.

    Rn. 430 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. August 2025 - 10 VR 5.25 -, juris Rn. 3; VG Osnabrück, Urteile vom 11.  Februar 2025 - 7 A 162/23 -, juris Rn. 76 und - 7 A 157/23 -, juris Rn. 88, unter Hinweis auf BT Drs., 18/11274 S. 54; vgl. zur Allgemeinverfügung ferner BVerwG, Urteil vom 25. Oktober 2018 - 7 C 22.16 -, juris Rn. 14, BVerwG, Urteil vom 24.  Juni 2009 - 6 C 21.08 -, juris Rn. 15, und Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 10. Aufl. 2023, § 35, Rn. 314 f.

  • OVG Schleswig-Holstein, 19.06.2012 - 4 KS 2/10

    Vereinsverbot der "Hells Angels Flensburg"

    Feststellungsbescheiden des Bundeskriminalamtes nach § 2 Abs. 5 Waffengesetz kommt kein Rechtsnormcharakter zu, vielmehr stellen sie Allgemeinverfügungen im Sinne von § 35 Satz 2 VwVfG des Bundes dar (vgl. BVerwG, Urt. v. 24.06.2009 - 6 C 21/08 -, NVwZ-RR 2009, 838;… Gade/Stoppa, Kommentar zum Waffengesetz, 2011, § 2 Rn. 10).
  • BVerwG, 29.07.2021 - 4 VR 8.20

    Bauverbot; Brunnenanlage; Bundesfachplanungsentscheidung; Drehstrom; Erdkabel; …

    Sie ist damit normativ als Sonderform des Verwaltungsakts (§ 35 Satz 1 VwVfG) qualifiziert und dient der Regelung eines konkreten Sachverhalts (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Juni 2009 - 6 C 21.08 - Buchholz 402.5 WaffG Nr. 98 Rn. 17).
  • VG Regensburg, 10.11.2020 - RN 4 K 20.277

    Unkenntnis von der Einordnung als verbotene Waffe (hier: sog. Affenfaust)

    Sie stellt einen anfechtbaren Verwaltungsakt dar (BVerwG, U.v. 24.6.2009 - 6 C 21/08 - NVwZ-RR 2009, 838/839).
  • VGH Hessen, 13.09.2012 - 4 A 1170/11

    Einordnung eines "Kyoketsu-Shogei" mit abgestumpfter Klinge als Waffe; Einordnung …

    Durch die vom BKA in dem angegriffenen Bescheid in Form einer sachbezogenen Allgemeinverfügung (s. dazu BVerwG, Urt. vom 24.06.2009 - 6 C 21/08 - juris-Dokument) getroffenen Feststellung, dass der ihm vorgelegte Gegenstand (Kyoketsu-Shogei mit abgestumpfter Klinge) die tatbestandlichen Voraussetzungen des Abschnitts 1, Nr. 1.3.8 der Anlage 2 zu § 2 Abs. 2 - 4 WaffG erfüllt, kommt eine Verletzung des Klägers in seinen Rechten (allgemeine Freiheitsgewährleistung, Art. 2 Abs. 1 GG) in Betracht.

    Deshalb wird der Kläger durch eine Einstufung dieses Gegenstandes als verbotene Waffe wegen des damit verbundenen, mit Strafdrohung versehenen Umgangsverbots in seinen Rechten berührt (vgl. auch BVerwG, Urt. vom 24.06.2009, a.a.O.).

  • VGH Hessen, 06.02.2026 - 11 C 205/25

    Flächenbeitragswerte für die Windenergie an Land

    Die Feststellung der Erfüllung der Flächenbeitragswerte bestimmt in wiederkehrenden, gleichgelagerten Fällen die baurechtlichen Maßstäbe für einen Antrag auf Genehmigung von Windenergieanlagen auf Grundstücken, die nicht in Windenergiegebieten liegen (vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 24. Juni 2009 - 6 C 21.08 -, juris Rn. 17; BGH…, Beschluss vom 29. April 2008 - KVR 28/07 -, juris Rn. 17).
  • VG Wiesbaden, 19.01.2022 - 6 K 1004/21

    Zur Waffeneigenschaft eines Abwehrsprays

    Bei dem Abwehrspray handelt es sich auch nicht um einen Alltagsgegenstand, der nur in einer von mehreren Verwendungsmöglichkeiten den Tatbestand einer (verbotenen) Waffe erfüllt, wie der Kläger unter Hinweis auf die Entscheidung des BVerwG vom 24.6.2009 - 6 C 21/08 - ausführt.

    Der Fall ist damit nicht vergleichbar mit der Jagdlampe, die Streitgegenstand der bundesverwaltungsgerichtlichen Entscheidung gewesen ist und gerade nicht primär als verbotener Zielscheinwerfer beworben wurde und von der Bauart her auch gar nicht als solcher geeignet war (BVerwG, Urteil vom 24.6. 2009 - 6 C 21/08 - Rn. 22).

  • VG Osnabrück, 11.02.2025 - 7 A 157/23

    Abfall; Abgrenzungskriterien; Akteneinsicht; sachbezogene Allgemeinverfügung; …

    Das Antragserfordernis steht der Einordnung als Allgemeinverfügung nicht entgegen (vgl. BVerwG, Urteil vom 24.06.2009 - 6 C 21/08 -, juris Rn. 15).
  • VGH Hessen, 06.02.2026 - 11 C 633/25

    Flächenbeitragswerte für die Windenergie an Land

    Die Feststellung der Erfüllung der Flächenbeitragswerte bestimmt in wiederkehrenden, gleichgelagerten Fällen die baurechtlichen Maßstäbe für einen Antrag auf Genehmigung von Windenergieanlagen auf Grundstücken, die nicht in Windenergiegebieten liegen (vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 24. Juni 2009 - 6 C 21.08 -, juris Rn. 17; BGH…, Beschluss vom 29. April 2008 - KVR 28/07 -, juris Rn. 17).
  • VG München, 15.02.2017 - M 7 K 16.4911

    Keine Erteilung des Jagdscheins aufgrund Verstoßes gegen das Waffenrecht

    Liegt keine konstruktions- oder bauaurtbezogene Zweckbestimmung vor, kommt es darauf an, ob der Erwerber damit zu einem vom Waffengesetz missbilligten Zweck umgehen will (vgl. BVerwG, U.v. 24.6.2009 - 6 C 21/08 - juris Rn. 20, 21).
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Rechtsprechung
   OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2008,3783
OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08 (https://dejure.org/2008,3783)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 16.12.2008 - 11 LB 31/08 (https://dejure.org/2008,3783)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 16. Dezember 2008 - 11 LB 31/08 (https://dejure.org/2008,3783)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de

    Versagung eines Jagdscheins wegen waffenrechtlicher Unzuverlässigkeit

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    § 17 Abs. 1 S. 2 BJagdG; § 5 Abs. 2 Nr. 1a WaffG
    Rechtmäßigkeit der Versagung eines Jagdscheins wegen waffenrechtlicher Unzuverlässigkeit; Widerlegbarkeit der Regelvermutung des § 5 Abs. 2 Nr. 1a Waffengesetz (WaffG) durch ein medizinisch-psychologisches Gutachten zur Persönlichkeit des Betroffenen

  • Judicialis

    BJagdG § 17 Abs. 1 S. 2; ; WaffG § 5 Abs. 2 Nr. 1 a

  • rechtsportal.de

    BJagdG § 17 Abs. 1 S. 2; WaffG § 5 Abs. 2 Nr. 1 a
    Versagung eines Jagdscheins wegen waffenrechticher Unzuverlässigkeit: Jagdschein: Zuverlässigkeit, waffenrechtiche (Gutachten); Regelvermutung: Zuverlässigkeitsgutachten (Waffenrecht); Zuverlässigkeit, waffenrechtliche: Gutachten (Regelvermutung)

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Rechtmäßigkeit der Versagung eines Jagdscheins wegen waffenrechtlicher Unzuverlässigkeit; Widerlegbarkeit der Regelvermutung des § 5 Abs. 2 Nr. 1a Waffengesetz (WaffG) durch ein medizinisch-psychologisches Gutachten zur Persönlichkeit des Betroffenen

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 2009, 416
  • DVBl 2009, 262 (Ls.)
  • DÖV 2009, 259
  • GewArch 2010, 47
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (11)

  • BVerwG, 13.12.1994 - 1 C 31.92

    Waffenrecht - Jagdrecht - Regelvermutung - Jagtschein - Waffenschein - Entziehung …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Diese gesetzliche Regelung steht im Einklang mit höherrangigem Recht (vgl. BVerwG, U. v. 13.12.1994 - 1 C 31/92 -, NVwZ-RR 1995, 525).

    Die tatbezogene Prüfung erfordert grundsätzlich nicht die Zuziehung eines Sachverständigen (BVerwG, B. v. 14.9.1998 - 6 B 94/98 -, NordÖR 1999, 73; U. v. 13.12.1994 - 1 C 31/92, BVerwGE 97, 245).

    Die Begründung des Regierungsentwurfs zu § 5 Abs. 2 macht sich unter Anführung der o.g. Entscheidung (BVerwGE 97, 245) die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu eigen.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 25.10.2007 - 20 A 1881/07

    Zwingende Einziehung eines Jagdscheins wegen fehlender waffenrechtlicher …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Die Regeltatbestände des § 5 Abs. 2 WaffG typisieren die Unzuverlässigkeitsmerkmale in der Weise, dass die in ihnen genannten Tatsachen schon für sich allein den Mangel der erforderlichen Zuverlässigkeit begründen, sofern nicht besondere Umstände diese Annahme im Einzelfall entkräften (vgl. OVG NRW, B. v. 25.10.2007 - 20 A 1881/07, juris).

    Geordnete Lebensverhältnisse, gesellschaftliche Reputation oder angepasstes Verhalten nach der Tat entkräften die gesetzgeberische Gefahreinschätzung ebenfalls nicht (OVG NRW, B. v. 25.10.2007 - 20 A 1881/07, juris).

  • BVerwG, 21.07.2008 - 3 B 12.08

    Jagdschein; waffenrechtliche Unzuverlässigkeit; Regelvermutung; Neuregelung des …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Erforderlich ist danach eine tatbezogene Prüfung in Gestalt einer Würdigung der Schwere der konkreten Verfehlung und der Persönlichkeit des Betroffenen, wie sie in seinem Verhalten zum Ausdruck kommt (st. Rspr. d. Bundesverwaltungsgerichts, vgl. B. v. 21.7.2008 - 3 B 12/08 -, DÖV 2008, 922 m. w. Nachw.; ebenso BayVGH, B. v. 15.8.2008 - 19 CS 08.1471 -, juris;… OVG NRW, a.a.O.;… VGH Bad.-Württ., a.a.O.; Nds. OVG, B. v. 5.2.2003 - 11 LA 5/03 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 13.04.2007 - 1 S 2751/06

    Entkräftung der auf strafgerichtlicher Verurteilung beruhenden Regelvermutung …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Dieses Risiko soll nur bei Personen hingenommen werden, die nach ihrem Verhalten Vertrauen dahin verdienen, dass sie mit Waffen und Munition jederzeit und in jeder Hinsicht ordnungsgemäß umgehen (VGH Bad.-Württ., B. v. 13.4.2007 - 1 S 2751/06 -, NJW 2007, 2346; Nds. OVG, B. v. 21.7.2005 - 8 PA 105/05 - B. v. 18.3.2005 - 8 ME 316/04 -).
  • VGH Hessen, 14.10.2004 - 11 TG 2490/04

    Waffenrechtliche Zuverlässigkeit; strafgerichtliche Verurteilung; Gesamtstrafe

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Die vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof (Hess. VGH, U. v. 28.3.1995 - 11 UE 1283/93 -, VRS 90, 471; U. v. 22.11.1994 - 11 UE 1428/93 -, DVBl 1995, 380; offen gelassen im B. v. 14.10.2004 - 11 TG 2490/04 -, NVwZ-RR 2005, 324) zu der bis zum 31.3.2003 geltenden Regelung (§ 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 a) WaffG a.F.) vertretene Auffassung, ein medizinisch-psychologisches Fahreignungsgutachten sei bei der Prüfung, ob Bedenken gegen die waffenrechtliche Zuverlässigkeit bestehen, zu berücksichtigen und könne im Einzelfall die Regelvermutung widerlegen, macht sich der Senat nicht zu eigen.
  • VGH Bayern, 15.08.2008 - 19 CS 08.1471

    Vermutung der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit bei einer Verurteilung zu einer …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Erforderlich ist danach eine tatbezogene Prüfung in Gestalt einer Würdigung der Schwere der konkreten Verfehlung und der Persönlichkeit des Betroffenen, wie sie in seinem Verhalten zum Ausdruck kommt (st. Rspr. d. Bundesverwaltungsgerichts, vgl. B. v. 21.7.2008 - 3 B 12/08 -, DÖV 2008, 922 m. w. Nachw.; ebenso BayVGH, B. v. 15.8.2008 - 19 CS 08.1471 -, juris;… OVG NRW, a.a.O.;… VGH Bad.-Württ., a.a.O.; Nds. OVG, B. v. 5.2.2003 - 11 LA 5/03 -).
  • VGH Hessen, 22.11.1994 - 11 UE 1428/93

    Waffenrechtliche Zuverlässigkeit - Verurteilung wegen Trunkenheitsfahrt - …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Die vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof (Hess. VGH, U. v. 28.3.1995 - 11 UE 1283/93 -, VRS 90, 471; U. v. 22.11.1994 - 11 UE 1428/93 -, DVBl 1995, 380; offen gelassen im B. v. 14.10.2004 - 11 TG 2490/04 -, NVwZ-RR 2005, 324) zu der bis zum 31.3.2003 geltenden Regelung (§ 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 a) WaffG a.F.) vertretene Auffassung, ein medizinisch-psychologisches Fahreignungsgutachten sei bei der Prüfung, ob Bedenken gegen die waffenrechtliche Zuverlässigkeit bestehen, zu berücksichtigen und könne im Einzelfall die Regelvermutung widerlegen, macht sich der Senat nicht zu eigen.
  • OVG Niedersachsen, 01.06.2004 - 8 ME 116/04

    Einziehung; Jagdschein; Regelvermutung; Rückwirkung; Ungültigkeitserklärung; …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Eine ohne weiteres erkennbare, irrtumsbehaftete Unrichtigkeit der strafgerichtlichen Entscheidungen ist nicht gegeben; auch ist nicht erkennbar, dass die Beklagte ausnahmsweise in der Lage gewesen wäre, den Vorfall besser als die Strafverfolgungsorgane aufzuklären (vgl. Nds. OVG, B. v. 1.6.2004, 8 ME 116/04, juris, unter Bezugnahme auf BVerwG, B. v. 22.4.1992 - 1 B 61/92 -, Buchholz 402.5 WaffG Nr. 63).
  • BVerwG, 14.09.1998 - 6 B 94.98

    Jagdrecht - Versagung eines Jagdscheins wegen Trunkenheitsfahrt in der …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Die tatbezogene Prüfung erfordert grundsätzlich nicht die Zuziehung eines Sachverständigen (BVerwG, B. v. 14.9.1998 - 6 B 94/98 -, NordÖR 1999, 73; U. v. 13.12.1994 - 1 C 31/92, BVerwGE 97, 245).
  • VGH Hessen, 28.03.1995 - 11 UE 1283/93

    Waffenrechtliche Zuverlässigkeit - Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr - …

    Auszug aus OVG Niedersachsen, 16.12.2008 - 11 LB 31/08
    Die vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof (Hess. VGH, U. v. 28.3.1995 - 11 UE 1283/93 -, VRS 90, 471; U. v. 22.11.1994 - 11 UE 1428/93 -, DVBl 1995, 380; offen gelassen im B. v. 14.10.2004 - 11 TG 2490/04 -, NVwZ-RR 2005, 324) zu der bis zum 31.3.2003 geltenden Regelung (§ 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 a) WaffG a.F.) vertretene Auffassung, ein medizinisch-psychologisches Fahreignungsgutachten sei bei der Prüfung, ob Bedenken gegen die waffenrechtliche Zuverlässigkeit bestehen, zu berücksichtigen und könne im Einzelfall die Regelvermutung widerlegen, macht sich der Senat nicht zu eigen.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.09.2003 - 20 A 1523/03
  • OVG Niedersachsen, 10.01.2020 - 11 ME 365/19

    Aggressives Verhalten; Gutachten; Nötigung; Prognose; Strafverfahren; …

    Der Begriff der "persönlichen Eignung" einerseits und der der "Zuverlässigkeit" andererseits unterscheiden sich jedoch sowohl in ihren tatbestandlichen Voraussetzungen als auch in ihren Rechtsfolgen (vgl. Senatsurt. v. 16.12.2008 - 11 LB 31/08 -, juris, Rn. 34;… Gade, in: Gade, a.a.O., § 6 WaffG, Rn. 1;… N. Heinrich, in: Steindorf, a.a.O., § 5 WaffG, Rn. 9, jeweils m.w.N.).

    Denn die Beurteilung der Frage, ob eine Person als waffenrechtlich unzuverlässig i.S.d. § 5 Abs. 1 Nr. 2 WaffG anzusehen ist, erfordert grundsätzlich nicht die Hinzuziehung eines Sachverständigen; das Gericht bewegt sich mit einer entsprechenden tatsächlichen Würdigung in der Regel in Lebens- und Erkenntnisbereichen, die dem Richter allgemein zugänglich sind (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 9.1.1990 - 1 B 1/90 -, juris, Rn. 3; Senatsurt. v. 16.12.2008 - 11 LB 31/08 -, juris, Rn. 32;… N. Heinrich, in: Steindorf, a.a.O., § 5 WaffG, Rn. 9, jeweils m.w.N.).

  • VGH Hessen, 22.11.2016 - 4 B 2306/16

    ALKOHOLABHÄNGIGKEIT; ALKOHOLPROBLEMATIK; BEIBRINGUNGSANORDNUNG; BLUTALKOHOLWERT; …

    Insoweit kann hier dahingestellt bleiben, ob beispielsweise die Regelvermutung der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit nach § 5 Abs. 2 WaffG, die anzunehmen ist, wenn eine Person wegen einer fahrlässigen gemeingefährlichen Straftat - wie einer Trunkenheitsfahrt - zu einer Geldstrafe von mindestens 60 Tagessätzen rechtskräftig verurteilt wurde, durch ein positives medizinisch-psychologisches-Gutachten über die Kraftfahreignung entkräftet werden kann (bejahend: Hessischer VGH, Urteil vom 22. November 1994 - 11 UE 1428/93 -, RdL 1995, 67; verneinend: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 13. April 2007 - 1 S 2751/06 -, VBlBW 2007, 315; VG Minden, Gerichtsbescheid vom 14. September 2007 - 8 K 570/07 -, juris; OVG Niedersachsen, Urteil, vom 16. Dezember 2008 - 11 LB 31/08 -, NVwZ-RR 2009, 259).
  • VG Braunschweig, 19.09.2018 - 5 A 193/16

    Facebook; Hochladen; Internet; IS; IS-Anhänger; Islamischer Staat; nicht …

    Ein Restrisiko muss dabei nicht hingenommen werden (…vgl. Nds. OVG, B. v. 18.7.2017 - 11 ME 181/17 -, juris Rn. 8 m. w. N.;… auch B. v. 19.4.2010 - 11 LA 389/09 -, juris Rn. 4; U. v. 16.12.2008 - 11 LB 31/08 -, juris Rn. 28 f.).
  • VG Hannover, 15.11.2012 - 11 B 5794/12

    Bußgeld; Einziehung; Jagdschein; Mitteilungspflicht; Regelvermutung; …

    Rn. 20 Die Regeltatbestände des § 5 Abs. 2 WaffG und des gleichlautenden § 17 Abs. 4 Nummer 2 BJagdG typisieren die Unzuverlässigkeitsmerkmale in der Weise, dass die in ihnen genannten Tatsachen schon für sich allein den Mangel der erforderlichen Zuverlässigkeit begründen, sofern nicht besondere Umstände diese Annahme im Einzelfall entkräften (vgl.: OVG NRW, Beschl. v. 25.10.2007 - 20 A 1881/07 - nach juris; Nds. OVG, Urt. v. 16.12.2008 - 11 LB 31/08 - nach juris).

    Dieses Risiko soll nur bei Personen hingenommen werden, die nach ihrem Verhalten Vertrauen dahin verdienen, dass sie mit Waffen und Munition jederzeit und in jeder Hinsicht ordnungsgemäß umgehen (VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 13.4.2007 - 1 S 2751/06 -, NJW 2007, 2346; Nds. OVG, Beschl. v. 21.7.2005 - 8 PA 105/05 - Beschl. v. 18.3.2005 - 8 ME 316/04 - Urt v. 16.12.2008 - 11 LB 31/08 -).

    Erforderlich ist danach eine tatbezogene Prüfung in Gestalt einer Würdigung der Schwere der konkreten Verfehlung und der Persönlichkeit des Betroffenen, wie sie in seinem Verhalten zum Ausdruck kommt (ständ. Rspr. d. Bundesverwaltungsgerichts, vgl. Beschl. v. 21.7.2008 - 3 B 12/08 -, DÖV 2008, 922 m.w.N.; ebenso BayVGH, Beschl. v. 15.8.2008 - 19 CS 08.1471 -, juris;… OVG NRW, a.a.O.;… VGH Bad.-Württ., a.a.O.; Nds. OVG, Beschl. v. 5.2.2003 - 11 LA 5/03 - Urt. v. 16.12.2008 - 11 LB 31/08 -).

  • VG Hamburg, 24.06.2010 - 4 K 3611/09

    Widerruf einer waffenrechtlichen Erlaubnis nach vorsätzlicher Straftat - zu den …

    Eine Ausnahme kommt nur in Betracht, wenn es sich bei der strafrechtlichen Verurteilung, welche die Regelvermutung auslöst, nicht um den typischen Fall eines vorsätzlichen Verstoßes gegen Strafvorschriften handelt (OVG Lüneburg, Urt. v. 16.12.2008, 11 LB 31/08, juris).

    Ausnahmefälle liegen beispielsweise nicht vor bei einmaligen Verurteilungen zu Geldstrafen von 60 Tagessätzen wegen Nötigung nach § 240 StGB (OVG Lüneburg, Urt. v. 16.12.2008, 11 LB 31/08, juris), wegen Betruges nach § 263 StGB (…VG Würzburg, Urt. v. 2.4.2009, W 5 K 08.1328, juris) und wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt gemäß § 266 a Abs. 1 StGB (VG München, Beschl. v. 8.1.2004, M 7 S 03.6134, juris), von 70 Tagessätzen wegen uneidlicher Falschaussage gemäß § 153 StGB (…VG Sigmaringen, Urt. v. 31.1.2005, 2 K 978/04, juris), von 80 Tagessätzen wegen Bankrotts nach § 283 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. b, Abs. 6 StGB (OVG Münster, Beschl. v. 25.10.2007, 20 A 1881/07, juris) und von 90 Tagessätzen wegen der Verbreitung pornographischer Schriften nach § 184 StGB (VG München, Beschl. v. 8.7.2004, M 7 S 04.3261, juris) und wegen Vorteilsgewährung gemäß § 333 Abs. 1 StGB (…VG Augsburg, Urt. v. 4.3.2009, Au 4 K 08.330, juris).

  • VG Hannover, 27.06.2018 - 12 B 2222/18

    Abhandenkommen; Anzeigepflicht; berechtigte Person; Berichtigung; …

    Dieses Risiko soll nur bei Personen hingenommen werden, die nach ihrem Verhalten Vertrauen dahin verdienen, dass sie mit Waffen und Munition jederzeit und in jeder Hinsicht ordnungsgemäß umgehen (vgl. VG Hannover…, Beschluss vom 15.11.2012 - 11 B 5794/12 -, juris Rdnr. 20 unter Bezugnahme auf VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 13.04.2007 - 1 S 2751/06 -, NJW 2007, 2346; Nds. OVG, Beschluss vom 21.07.2005 - 8 PA 105/05 - Beschluss vom 18.03.2005 - 8 ME 316/04 - Urteil vom 16.12.2008 - 11 LB 31/08 -).
  • VG Münster, 31.05.2010 - 1 K 1281/08

    Waffenrechtliche Zuverlässigkeit eines wegen eines Verstoßes gegen das …

    Das Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover vom 19. Juni 2007 - 11 A 3792/06 -, auf das sich der Kläger zur Begründung seiner gegenteiligen Auffassung beruft, hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht inzwischen durch Berufungsurteil vom 16. Dezember 2008 - 11 LB 31/08 - abgeändert.
  • VerfGH Bayern, 11.07.2011 - 75-VI-10

    Widerruf waffenrechtlicher Erlaubnisse

    Das Verwaltungsgericht ist im Einklang mit der obergerichtlichen Rechtsprechung davon ausgegangen, dass die Regelvermutung des § 5 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a WaffG grundsätzlich nicht durch ein medizinisch-psychologisches Sachverständigengutachten zur Persönlichkeit des Betroffenen widerlegt werden könne, da die gesetzgeberische Entscheidung allein an die strafrechtliche Verurteilung anknüpfe und die erforderliche tatbezogene Prüfung durch das Gericht anhand der beigezogenen Strafakten nicht die Zuziehung eines Sachverständigen erfordere (vgl. NdsOVG vom 16.12.2008 = NVwZ-RR 2009, 416/417 f.).
  • VG Ansbach, 03.12.2014 - AN 4 K 14.00305

    Versagung einer Erlaubnis für die gewerbsmäßige Tätigkeit als …

    Schon 60 Tagessätze (die nach § 54 Abs. 3 StGB 60 Tagen Freiheitsstrafe entsprechen) stellen nämlich ein Strafmaß dar, das bei Erstverurteilungen nur bei besonders schweren Begleitumständen in Betracht kommt (vgl. Hess VGH NVwZ-RR 2005, 324, 325 u. OVG Lüneburg NVwZ-RR 2009, 416, 417 f. m.w.N. zur diesbezüglichen Regelung bei der Regelvermutung in § 5 Abs. 2 Nr. 1 WaffG unter Bezug auf die Gesetzesbegründung - BT-Drs.
  • VG Augsburg, 04.03.2009 - Au 4 K 08.330

    Vermutung der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit bei einer Verurteilung zu einer …

    Die tatbezogene Prüfung erfordert grundsätzlich nicht die Zuziehung eines Sachverständigen (Nieders. OVG vom 16.12.2008 Az. 11 LB 31/08).
  • VG Hamburg, 23.10.2012 - 4 E 2140/12

    Waffenrecht: Widerruf der Waffenerlaubnis aufgrund von Verurteilungen wegen …

  • VG Trier, 31.03.2009 - 5 L 165/09

    Ungültigerklärung und Einziehung eines Jagdscheins wegen einer strafrechtlichen …

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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 30.07.2009 - 9 S 1008/08   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2009,2968
VGH Baden-Württemberg, 30.07.2009 - 9 S 1008/08 (https://dejure.org/2009,2968)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 30.07.2009 - 9 S 1008/08 (https://dejure.org/2009,2968)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 30. Juli 2009 - 9 S 1008/08 (https://dejure.org/2009,2968)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de

    Löschung aus der Architektenliste wegen Eintragung des Architekten in das Schuldnerverzeichnis

  • Judicialis

    ArchG § 1 Abs. 1; ; ArchG § 1 Abs. 5; ; ArchG § 1 Abs. 6; ; ArchG § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; ; ArchG § 6 Abs. 2 Nr. 1; ; ArchG § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6; ; ArchG § 7 Abs. 2; ; InsO § ... 26 Abs. 2; ; ZPO § 915

  • ra.de
  • rechtsportal.de

    Berufsrecht Architekt: Architekt; Berufsaufgaben; Architektenliste; Löschung; Vermögensverfall

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Betrug: Löschung aus Architektenliste!

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Löschung aus der Architektenliste i.R.e. Verurteilung wegen Betrugs und Untreue durch Erstellung fingierter Rechnungen und Zweckentfremdung von Geldern; Vermutung eines Vermögensverfalls und Ermächtigung der Architektenkammer nach Ermessen zur Löschung aus der ...

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Zweckentfremdung von Baugeldern: Löschung aus Architektenliste! (IBR 2009, 717)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • VBlBW 2010, 73
  • DVBl 2009, 1328
  • DVBl 2009, 1328 DÖV 2009, 916 (Leitsatz) IBR 2009, 717 (Leitsatz, Kurzwiedergabe) BauR 2009, 1942 (Leitsatz) GewArch 2010, 47 (Ls.)
  • DÖV 2009, 916
  • BauR 2009, 1942
  • GewArch 2010, 47
 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (3)

  • VG Sigmaringen, 06.03.2008 - 2 K 57/07

    Architektenliste; Löschung; Vermögensverfall; Frist

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 30.07.2009 - 9 S 1008/08
    Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vom 6. März 2008 - 2 K 57/07 - geändert und die Klage abgewiesen.

    das Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vom 06.03.2008 - 2 K 57/07 - zu ändern und die Klage abzuweisen.

  • VGH Baden-Württemberg, 21.12.1992 - 9 S 1870/92

    Löschung in der Architektenliste wegen Vermögensverfalls

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 30.07.2009 - 9 S 1008/08
    Maßgebender Zeitpunkt zur Bestimmung der genannten Fünf-Jahres-Frist ist das Datum der Entscheidung des Eintragungsausschusses der Beklagten (Beschlüsse des Senats vom 17.12.2003 - 9 S 1831/03 - und vom 21.12.1992 - 9 S 1870/92 -, NVwZ-RR 1993, 183).
  • VG Schleswig, 08.02.2002 - 21 A 373/02

    Löschung der Eintragung, Berufsverbot

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 30.07.2009 - 9 S 1008/08
    Jedenfalls dann, wenn sich, wie im Falle des Klägers, aus den im Strafurteil ausgeführten Gründen mit aller Deutlichkeit ergibt, dass sich ein betrügerisches bzw. veruntreuendes Verhalten gerade und unmittelbar auf Gelder bezieht, die von Bauherren stammen und auf die der Kläger deswegen Zugriff hatte, weil er von diesen Bauherren nicht nur mit der Erstellung eines Bauvorhabens sondern auch mit dessen finanzieller Abwicklung betraut war, ergibt sich aus dem dargestellten Verhalten des Klägers in den Jahren 1998 bis 2000 eindeutig und zwingend eine mangelnde Eignung zur Erfüllung seiner Berufsaufgaben (vgl. Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht, Urteil vom 08.02.2002 - 21 A 373/02 -, GewArch 2002, 323 f.).
  • OVG Hamburg, 08.06.2011 - 5 Bf 67/09

    Löschung aus der Architektenliste

    Zwar bringen andere Oberverwaltungsgerichte zum Ausdruck, dass auch die Finanzierung eines Bauvorhabens zu den "mit der Durchführung eines Vorhabens zusammenhängenden Fragen" und damit zu den Berufsaufgaben eines Architekten gehöre und dass der Architekt bei der unabhängigen Beratung und Betreuung seiner Auftraggeber in mit der Planung und Durchführung eines Vorhabens zusammenhängenden Fragen auch deren Vermögensinteressen zu beachten habe (vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 30.7.2009, 9 S 1008/08, juris, Rn. 38;… OVG Saarlouis, Beschl. v. 28.11.2007, 1 A 177/07, juris, Rn. 20).

    Bei der Prüfung der angefochtenen Löschungsentscheidung sind Gründe, die im Hamburgischen Architektengesetz als zwingende Löschungstatbestände ausgestaltet sind, vom Gericht unabhängig davon zu beachten, auf welche Gründe die Beklagte bisher ihre Entscheidung zur Löschung des Klägers aus der Architektenliste gestützt hat (vgl. auch VGH Mannheim, Urt. v. 30.7.2009, 9 S 1008/08, juris, Rn. 35, 39).

    Bei der Prüfung, ob die Prognose berechtigt ist, der Kläger biete nach dem Gesamteindruck seines Verhaltens nicht die Gewähr dafür, den Architektenberuf zukünftig ordnungsgemäß auszuüben, ist auf die Verhältnisse bei Erlass der Verwaltungsentscheidung abzustellen (vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 30.7.2009, 9 S 1008/08, juris, Rn. 26;… OVG Saarlouis, Beschl. v. 28.11.2007, 1 A 177/07, juris, Rn. 25 ff.; OVG Lüneburg, Beschl. v. 28.1.1995, NVwZ-RR 1996, 261, 262;… vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 30.9.2005, BVerwG 6 B 51.05, juris, Rn. 5).

  • VG Saarlouis, 04.09.2013 - 1 K 13/12

    Neueintragung in die Architektenliste; Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung

    Insbesondere entspricht es nicht Sinn und Zweck der hier streitgegenständlichen Versagungshindernisse und Löschungstatbestände, die Schutzbedürftigkeit der potentiellen Vertragspartner eines betroffenen Architekten auch dann noch anzunehmen, wenn innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach Eintritt eines der in § 5 Abs. 2 Nr. 1 SAIG genannten Umstände ein Beschluss über die Löschung aus der Architektenliste noch nicht erfolgt ist (vgl. hierzu VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30.07.2009 - 9 S 1008/08 -, juris).

    Rn. 135 Aber ungeachtet dieser ergebnislosen Recherche der Kammer bedurfte es weiterer Aufklärungsversuche in Bezug auf den von der Beklagten im Verwaltungsverfahren offensichtlich nicht weiter verfolgten Hinweis der genannten Firma nicht: Selbst wenn man unterstellt, es wäre tatsächlich auch noch im August 2006 zu einer weiteren Eidesstattlichen Versicherung des Klägers gekommen, hätte eine solche sogar die Löschungsfrist des § 5 Abs. 2 Nr. 1 SAIG nicht erneut in Gang gesetzt: Ist durch die Abgabe einer - ersten - Eidesstattlichen Versicherung der Vermögensverfall des Architekten indiziert, dauert dieser ab dem Zeitpunkt dieser Eidesstattlichen Versicherung - zumal diese lediglich als äußerliche Dokumentation des bereits früher eingetretenen Vermögensverfalls zu betrachten ist - weiter an, weshalb auf den Zeitpunkt der Abgabe einer ersten Eidesstattlichen Versicherung für die Ausschlussfrist des § 5 Abs. 2 Nr. 1 SAIG selbst dann abzustellen ist, wenn der Eintragungsbewerber innerhalb dieser Frist oder auch noch danach eine oder mehrere weitere Eidesstattliche Versicherungen abgegeben hat (vgl. hierzu VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30.07.2009 - 9 S 1008/08 -, juris).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.12.2009 - 4 B 995/09

    Berufsrechtliche Zuverlässigkeit eines Architekten trotz eines …

    Rn. 7 28. November 2007 - 1 A 177/07 -, juris, OVG Mannheim, Urteil vom 30. Juli 2009 - 9 S 1008/08 -, juris.
  • VG Köln, 25.01.2017 - 1 K 6325/16

    Schulden wegen eines Imbisswagens: Architekt wird aus Architektenliste gelöscht!

    Rn. 37 vgl. OVG NRW, Beschluss vom 26.04.2007 - 4 B 497/06 -, juris; OVG Saarlouis, Beschluss vom 28.11.2007 - 1 A 177/07 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30.07.2009 - 9 S 1008/08 -, juris.
  • VG Köln, 17.08.2016 - 1 L 1707/16

    Rechtmäßigkeit einer Löschung der Eintragung in die Architektenliste

    Rn. 24 vgl. OVG NRW, Beschluss vom 26.04.2007 - 4 B 497/06 -, juris; OVG Saarlouis, Beschluss vom 28.11.2007 - 1 A 177/07 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30.07.2009 - 9 S 1008/08 -, juris.
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