Rechtsprechung
| OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Zulässigkeit und Begründetheit eines Antrages auf Tatbestandsberichtigung
- Judicialis
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 314; ZPO § 320
Zulässigkeit der Berichtigung des Tatbestandes des Berufungsurteils - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Zulässigkeit der Berichtigung des Tatbestandes des Berufungsurteils
Verfahrensgang
- LG Karlsruhe - 3 O 124/03
- OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Wird zitiert von ... (15) Zitiert selbst (8)
- BGH, 12.03.2004 - V ZR 257/03
Wiederholung der erstinstanzlichen Beweisaufnahme im Berufungsverfahren; …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Im Hinblick auf diesen Grundsatz, mit dem der Bundesgerichtshof seine frühere Rechtsprechung zur negativen Beweiskraft des Tatbestands faktisch aufgegeben hat (vgl. BGH NJW 2004, 1876, 1879), ist das Rechtsschutzbedürfnis auch insoweit zweifelhaft, als die Klägerin - unter Punkt 1 bis 6 - beantragt, die tatbestandlichen Feststellungen im Hinblick auf ihr schriftsätzliches Vorbringen zu ergänzen. - BGH, 08.01.2007 - II ZR 334/04
Beweiskraft des Tatbestands eines Berufungsurteils
- BGH, 02.02.1999 - VI ZR 25/98
Zivilprozeßrecht: Rechtsmittelbeschwer bei Zuerkennung eines der …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Den Beweis für das Vorbringen erster Instanz liefert allein der Tatbestand des angefochtenen Urteils, während der Darstellung dieses Vorbringens im Berufungsurteil als bloßer Wiedergabe der Verfahrensgeschichte keine verstärkte Beweiskraft nach § 314 ZPO zukommt (BGH, NJW 1999, 1339; OLG Stuttgart, NJW 1973, 1049).
- BGH, 16.06.1992 - XI ZR 166/91
Pflichten der Bank gegenüber Anlegern bei Referenzbezeichnung in Prospekt eines …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Hiervon wäre sogar ohne ausdrückliche Erwähnung der Schriftsätze und Anlagen auszugehen, weil die Parteien nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mit der Antragstellung und der mündlichen Verhandlung im Zweifel auf deren Inhalt Bezug nehmen (vgl. BGH NJW 1992, 2148, 2149; NJW-RR 1996, 379). - BGH, 28.11.2001 - IV ZR 309/00
Aufhebung des Berufungsurteils
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Auch sie bringt nämlich nur zum Ausdruck, dass der gesamte bis zum Termin angefallene Akteninhalt zum Gegenstand der mündlichen Verhandlung gemacht worden ist (vgl. nur BGH NJW-RR 2002, 381). - BGH, 27.09.2007 - VII ZR 198/06
Beweiskraft des Tatbestandes des erstinstanzlichen Urteils; Verletzung des …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Soweit die Klägerin geltend machen will, das Bestreiten der Beklagten sei nicht hinreichend substantiiert, ist für eine Tatbestandsberichtigung schon deshalb kein Raum, weil sich die Beweiskraft nach § 314 ZPO nicht auf diese rechtliche Würdigung erstreckt (vgl. BGH, NZBau 2008, 57, 58). - BGH, 07.12.1995 - III ZR 141/93
Aufrechnung gegen einen Zahlungsanspruch mit Honoraransprüchen aus einem …
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Hiervon wäre sogar ohne ausdrückliche Erwähnung der Schriftsätze und Anlagen auszugehen, weil die Parteien nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mit der Antragstellung und der mündlichen Verhandlung im Zweifel auf deren Inhalt Bezug nehmen (vgl. BGH NJW 1992, 2148, 2149; NJW-RR 1996, 379). - OLG Stuttgart, 26.07.1972 - 13 U 109/71
Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.11.2008 - 17 U 364/08
Den Beweis für das Vorbringen erster Instanz liefert allein der Tatbestand des angefochtenen Urteils, während der Darstellung dieses Vorbringens im Berufungsurteil als bloßer Wiedergabe der Verfahrensgeschichte keine verstärkte Beweiskraft nach § 314 ZPO zukommt (BGH, NJW 1999, 1339; OLG Stuttgart, NJW 1973, 1049).
- OLG Düsseldorf, 10.08.2016 - Kart 3/16
Zulässigkeit einer Tatbestandsberichtigung im Kartellverwaltungsverfahren
Eine Tatbestandsberichtigung ist daher nur zulässig, soweit der Tatbestand die verstärkte (positive) Beweiskraft gemäß § 314 S. 1 ZPO besitzt (vgl. BGH, Urteil v. 10. März 1983 -VII ZR 135/82, NJW 1983, 2030 [2032]; OLG Karlsruhe, Beschluss v. 20. November 2008 -17 U 364/08, OLGR 2009, 147, Rz. 4 bei juris;… vgl. auch Vollkommer, in Zöller, ZPO, 31. Aufl. [2016], § 320 Rz. 1). - LAG Hamburg, 03.12.2025 - 2 Sa 18/23
Muss sämtlicher Parteivortrag in den Tatbestand?
Rn. 5 a) Das Tatbestandsberichtigungsverfahren nach § 320 ZPO dient allein dem Zweck, zu verhindern, dass unrichtig wiedergegebener Parteivortrag infolge der in § 314 Satz 1 ZPO angeordneten positiven Beweiskraft des Urteilstatbestandes zur fehlerhaften Entscheidungsgrundlage des Rechtsmittelgerichts wird (st. Rspr. vgl. bereits BGH 27. Juni 1956 - IV ZR 317/55 - NJW 1956, 1480; OLG Karlsruhe 20. November 2008 - 17 U 364/08 - Rn. 4;… LAG Berlin-Brandenburg, 17 August 2011 - 4 Sa 2227/10 - Rn. 6 mwN., alle Entscheidungen zitiert nach Juris).Eine Tatbestandsberichtigung ist daher nur zulässig, soweit der Tatbestand die verstärkte Beweiskraft gemäß § 314 ZPO besitzt (…vgl. BGH 10. März 1983 - VII ZR 135/82 - Rn. 29; OLG Karlsruhe 20. November 2008 - 17 U 364/08 - Rz. 4).
Da dem Tatbestand insoweit keine negative Beweiskraft zukommt (…BGH 12. März 2004 - V ZR 257/03 - Rn. 22, 23, NJW 2004, 1876), kann die Wiedergabe des Inhalts von Schriftsätzen, die in Bezug genommen sind, nicht unter Berufung auf eine Unvollständigkeit verlangt werden (OLG Karlsruhe 20. November 2008 - 17 U 364/08 - Rn. 6; LAG Köln 12. April 1984 - 10 Sa 991/83 - unter 2 c) aa) der Gründe); Zöller / Feskorn, ZPO, 35. Aufl., § 320 Rn. 7 mwN.).
- OLG Düsseldorf, 29.10.2018 - U (Kart) 1/17 Eine Tatbestandsberichtigung ist daher nur zulässig, soweit der Tatbestand die verstärkte Beweiskraft gemäß § 314 ZPO besitzt (vgl. BGH, Urteil v. 10. März 1983 - VII ZR 135/82, NJW 1983, 2030 [2032]; OLG Karlsruhe, Beschluss v. 20. November 2008 - 17 U 364/08, OLGR 2009, 147, Rz. 4 bei juris;… vgl. auch Feskorn in Zöller, ZPO, 32. Aufl. [2018], § 320 Rz. 1).
- BPatG, 10.12.2025 - 8 Ni 33/23 Die Beklagte übersieht zudem, dass § 96 Abs. 1 PatG nur Berichtigungen des Tatbestands umfasst, soweit dieser nach § 99 Abs. 1 iVm § 314 ZPO den - nur durch das Sitzungsprotokoll zu entkräftenden - verstärkten Beweis für das mündliche Vorbringen liefert (vgl. BGH GRUR 1984, 530, 532 - Valium Roche; BGH NJW 1983, 2030, 2032; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 20.11.2008, 17 U 364/08, juris, Rn. 4;… Busse/Keukenschrijver, a. a. O., § 96 Rn. 2).
Im Übrigen hat der Senat durch die umfassende Bezugnahme auf die "zwischen den Parteien gewechselten Schriftsätze nebst Anlagen und den gesamten Akteninhalt" (vgl. den letzten Satz im Tatbestand des Senatsurteils vom 12. Februar 2025) bereits sämtliches schriftsätzliches Vorbringen, dessen ausdrückliche Erwähnung die Beklagte begehrt, zum Gegenstand seiner tatbestandlichen Feststellungen gemacht (vgl. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 20.11.2008, 17 U 364/08, juris Rn. 6 sowie Feskorn, in: Zöller, ZPO, 36. Aufl. 2026, § 313 Rn. 18 sowie 320 Rn. 7 mwN), so dass es bereits an einer "Auslassung" oder sonstigen, hieraus resultierenden Unrichtigkeit fehlt.
Hiervon wäre sogar ohne ausdrückliche Erwähnung der Schriftsätze und Anlagen auszugehen, weil die Parteien nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mit der Antragstellung und der mündlichen Verhandlung im Zweifel auf deren Inhalt Bezug nehmen (vgl. etwa BGH NJW 2004, 1876; NJW 1992, 2148, 2149; OLG Karlsruhe, a. a. O., 17 U 364/08, juris Rn. 5;… Feskorn, in: Zöller, a. a. O., § 313 Rn. 18).
- OLG Hamburg, 05.02.2020 - 2 W 2/20
Auslegung eines Testaments mit einer Organisation (hier: ein Tierpark) als …
Eine Tatbestandsberichtigung setzt also voraus, dass der Tatbestand die verstärkte (positive) Beweiskraft nach § 314 S. 1 ZPO besitzt (BGH, Urteil vom 10.03.1983 - VII ZR 135/92 = NJW 1983, 2030; BGH, Beschluss vom 27.06.1956 - IV ZR 317/55 = NJW 1956, 1480; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10.08.2016 - VI-Kart 3/16 (V) = BeckRS 2016, 15503; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 20.11.2008 - 17 U 364/08 = OLGR 2009, 147). - LG Flensburg, 01.02.2018 - 6 HKO 51/17
Berichtigung des Tatbestands
Aber auch ohne ausdrückliche Erwähnung der Schriftsätze und Anlagen sind sie Gegenstand des Streitstoffs, weil die Parteien mit der Antragstellung im Zweifel auf deren Inhalt Bezug nehmen (BGH, Urteil vom 07.12.1995, III ZR 141/93 NJW-RR 1996, 379, BGH, Urteil vom 16.06.1992, XI ZR 166/91, NJW 1992, 2148, [2149], zitiert Beck-online; OLG Karlsruhe Beschluss vom 20.11.2008, 17 U 364/08, zitiert Beck-online).Damit ist ein Rechtschutzbedürfnis betreffend Anträge zweifelhaft, die darauf gerichtet sind, die tatbestandlichen Feststellungen um das schriftsätzliche Vorbringen der Partei zu ergänzen (OLG Karlsruhe Beschluss vom 20.11.2008, 17 U 364/08, zitiert Beck-online).
- OLG Schleswig, 18.08.2026 - 12 U 39/25 Der Antrag, die tatbestandlichen Feststellungen in einem Berufungsurteil zu berichtigen, ist deshalb mangels Rechtsschutzbedürfnis unzulässig, soweit er darauf gerichtet ist, die pauschale Bezugnahme auf die gewechselten Schriftsätze um eine Auflistung sämtlicher nach Datum und Fundstelle bezeichneter Schriftsätze und Anlagen zu ergänzen (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 20.11.2008 - 17 U 364/08, BeckRS 2009, 7824 unter Verweis auf BGH, Urteil v. 10.3.1983 - VII ZR 135/82, NJW 1983, 2030, 2032).
- LG Osnabrück, 18.08.2010 - 1 S 446/09
Zulässigkeit von Berichtigungsanträgen
Der Berichtigung nach § 320 ZPO zugänglich sind aber nur solche Teile des Tatbestandes, die der erhöhten Beweiskraft des § 314 ZPO unterliegen (…vgl. BGH NJW 1983, S. 2032 [BGH 17.02.1983 - III ZR 174/81]; OLG Karlsruhe v. 20.11.2008, 17 U 364/08 (juris)).Bei der lediglich reproduktiven und zusammenfassenden Prozessgeschichte eines Berufungsurteils bzw. der Darstellung der erstinstanzlichen Entscheidung ist dies nicht der Fall (…vgl. Zöller/Vollkommer, ZPO, 68. Aufl., § 320 Rn. 4, 5; OLG Karlsruhe v. 20.11.2008, 17 U 364/08 (juris)).
- OLG Düsseldorf, 17.10.2018 - U (Kart) 2/17 Eine Tatbestandsberichtigung ist daher nur zulässig, soweit der Tatbestand die verstärkte Beweiskraft gemäß § 314 ZPO besitzt (vgl. BGH, Urteil v. 10. März 1983 - VII ZR 135/82, NJW 1983, 2030 [2032]; OLG Karlsruhe, Beschluss v. 20. November 2008 - 17 U 364/08, OLGR 2009, 147, Rz. 4 bei juris;… vgl. auch Feskorn in Zöller, ZPO, 32. Aufl. [2018], § 320 Rz. 1).
- OLG Düsseldorf, 29.10.2018 - U (Kart) 11/17 Eine Tatbestandsberichtigung ist daher nur zulässig, soweit der Tatbestand die verstärkte Beweiskraft gemäß § 314 ZPO besitzt (vgl. BGH, Urteil v. 10. März 1983 - VII ZR 135/82, NJW 1983, 2030 [2032]; OLG Karlsruhe, Beschluss v. 20. November 2008 - 17 U 364/08, OLGR 2009, 147, Rz. 4 bei juris;… vgl. auch Feskorn in Zöller, ZPO, 32. Aufl. [2018], § 320 Rz. 1).
- OLG Jena, 04.05.2009 - 4 U 757/07
Unzulässiger Antrag auf Tatbestandsberichtigung eines Berufungsurteils
- LAG Berlin-Brandenburg, 17.08.2011 - 4 Sa 2227/10
Tatbestandsberichtigung - Rechtsschutzinteresse
- LAG Berlin-Brandenburg, 17.08.2011 - 4 Sa 142/11
Zulässigkeit eines Antrags auf Berichtigung des Tatbestandes eines nicht mehr …
- OLG Karlsruhe, 05.11.2024 - 3 U 28/21
Tatbestandsberichtigung eines ohne Tatbestand abgefassten Berufungsurteils
- OLG Celle, 14.05.2018 - 14 U 57/17
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Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - I-10 U 138/06 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- Judicialis
BGB § 13; ; BGB § 24 a Nr. 2; ; ... BGB § 119; ; BGB § 121; ; BGB § 123; ; BGB § 133; ; BGB § 138; ; BGB § 138 Abs. 1; ; BGB § 140; ; BGB § 157; ; BGB § 254; ; BGB § 286; ; BGB § 288 Abs. 1; ; BGB § 288 Abs. 2; ; BGB § 557 Abs. 1; ; BGB § 765; ; BGB § 766; ; BGB § 768 Abs. 1; ; ZPO § 139; ; ZPO § 167; ; ZPO § 415 Abs. 1; ; ZPO § 415 Abs. 2; ; ZPO § 531 Abs. 2 Nr. 3; ; BeurkG § 13 Abs. 1 Satz 3; ; BeurkG § 17 Abs. 1; ; AGBG § 1 Abs. 1 Satz 1; ; AGBG § 3; ; AGBG § 9; ; AGBG § 11 Nr. 14 a; ; AGBG § 24 a; ; AGBG § 24 a Nr. 1; ; EGBGB Art. 229 § 5 Satz 1
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
AGBG §§ 1, 3, 9, 24a (a.F.); BGB §§ 13, 119, 123, 133, 138, 140, 157, 254, 288, 557 Abs. 1 a.F., 765, 766, 768; BeurkG §§ 13, 17; ZPO §§139, 296a, 415, 531 Abs. 2 Nr. 3
Bürgschaft, notarieller Grundstückskaufvertrag, Sittenwidrigkeit einer Angehörigenbürgschaft, arglistige Täuschung - rechtsportal.de
Beweistkraft einer notariellen Urkunde; Sittenwidrigkeit der Übernahme einer Bürgschaftsverpflichtung zu Gunsten eines nahen Angehörigen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Beweistkraft einer notariellen Urkunde; Sittenwidrigkeit der Übernahme einer Bürgschaftsverpflichtung zu Gunsten eines nahen Angehörigen
Verfahrensgang
- LG Düsseldorf - 3 O 518/05
- OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - I-10 U 138/06
Papierfundstellen
- WM 2009, 449
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (9)
- BGH, 24.02.2005 - III ZB 36/04
Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung; Aufnahme einer gewerblichen oder …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Damit ist sie der ihr obliegenden Darlegungslast nachgekommen und es hätte nunmehr dem Beklagten oblegen, darzulegen und zu beweisen, dass die Klägerin es pflichtwidrig unterlassen hat, das Mietobjekt zu einem früheren Zeitpunkt und zu einem höheren Mietzins weiterzuvermieten (BGH, Urt. v. 16.2.2005, BGHReport 2005, 766 = DWW 2005, 151 = GE 2005, 607 = GuT 2005, 113 = MDR 2005, 618 = NZM 2005, 340 = ZfIR 2005, 411 = ZMR 2005, 433). - BGH, 16.02.2005 - XII ZR 162/01
KG Berlin
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Damit ist sie der ihr obliegenden Darlegungslast nachgekommen und es hätte nunmehr dem Beklagten oblegen, darzulegen und zu beweisen, dass die Klägerin es pflichtwidrig unterlassen hat, das Mietobjekt zu einem früheren Zeitpunkt und zu einem höheren Mietzins weiterzuvermieten (BGH, Urt. v. 16.2.2005, BGHReport 2005, 766 = DWW 2005, 151 = GE 2005, 607 = GuT 2005, 113 = MDR 2005, 618 = NZM 2005, 340 = ZfIR 2005, 411 = ZMR 2005, 433). - BGH, 13.07.2005 - VIII ZR 255/04
Eintritt eines Ehegatten in den mit dem Ehepartner geschlossenen Mietvertrag
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Insoweit muss er sich am objektiven Erklärungsgehalt seiner Erklärung, die die Klägerin nach dem Inhalt der Urkunde und nach der Verkehrsauffassung als eigene Bürgschaftserklärung des Beklagten verstehen durfte und musste, festhalten lassen (BGH, NJW 2005, 2620).
- BGH, 24.07.2007 - XI ZR 208/06
Anwendung des VerbrKrG auf die Mithaftungsübernahme des geschäftsführenden …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Offen bleiben kann auch, ob der Beklagte bei Abschluss des Notarvertrages Verbraucher i.S. des § 13 BGB war (zur fehlenden Verbrauchereigenschaft eines GmbH-Geschäftsführers vgl. BGH, Urt. v. 24.7.2007, XI ZR 208/06). - BGH, 18.12.1997 - IX ZR 271/96
Sittenwidrigkeit von Bürgschaften für Kreditverbindlichkeiten einer GmbH
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Einem solchen wirtschaftlich sinnlosen Geschäft, das nicht maßgeblich von unabhängigen, eigenverantwortlichen Erwägungen des Bürgen gesteuert wird, die ihre Ursache außerhalb der persönlichen Beziehung zum Hauptschuldner haben, versagt die Rechtsordnung durch § 138 Abs. 1 im Regelfall jegliche Wirkung (BGH, NJW 2000, 1182; NJW 1999, 58; NJW 1998, 597). - BGH, 27.01.2000 - IX ZR 198/98
Sittenwidrigkeit einer Bürgschaftsverpflichtung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Einem solchen wirtschaftlich sinnlosen Geschäft, das nicht maßgeblich von unabhängigen, eigenverantwortlichen Erwägungen des Bürgen gesteuert wird, die ihre Ursache außerhalb der persönlichen Beziehung zum Hauptschuldner haben, versagt die Rechtsordnung durch § 138 Abs. 1 im Regelfall jegliche Wirkung (BGH, NJW 2000, 1182; NJW 1999, 58; NJW 1998, 597). - BGH, 08.10.1998 - IX ZR 257/97
Wirksamkeit einer Ehegattenbürgschaft bei grassem Mißverhältnis zwischen Umfang …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Einem solchen wirtschaftlich sinnlosen Geschäft, das nicht maßgeblich von unabhängigen, eigenverantwortlichen Erwägungen des Bürgen gesteuert wird, die ihre Ursache außerhalb der persönlichen Beziehung zum Hauptschuldner haben, versagt die Rechtsordnung durch § 138 Abs. 1 im Regelfall jegliche Wirkung (BGH, NJW 2000, 1182; NJW 1999, 58; NJW 1998, 597). - BGH, 19.07.2001 - IX ZR 411/00
Formularmäßige Vereinbarung der Eigenhaftung des Vertreters
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Gegenteiliges ist der Entscheidung des BGH vom 19.7.2001 (IX ZR 411/00) nicht zu entnehmen. - OLG Schleswig, 26.11.1980 - 4 U 163/79
Bürgschaft: Haftung des Bürgen bei nachträglicher Änderung einer …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Insoweit handelt es sich nicht um die der Form des § 766 BGB allerdings nicht genügende bloße Mitunterzeichnung einer fremden Haftungserklärung (OLG Schleswig, MDR 1981, 496), sondern um die Abgabe einer eigenständigen Bürgschaftserklärung, die einer besonderen Unterzeichnung als Bürge entgegen der Auffassung des Beklagten nicht bedurfte.
- BGH, 21.04.2010 - XII ZR 10/08
Verzugszinsen bei Nichtbeteiligung eines Verbrauchers: Vorliegen einer …
Demgegenüber werden nicht als Entgeltforderungen eingeordnet Ansprüche aus einem Vertragsstrafeversprechen (OLG Hamburg OLGR 2004, 432), auf Erstattung von Abmahnkosten (OLG Celle NJW-RR 2007, 393), aus § 765 BGB (OLG Düsseldorf WM 2009, 449) und der Abfindungsanspruch des ausscheidenden Gesellschafters (OLG Karlsruhe MDR 2006, 101). - OLG Düsseldorf, 11.07.2013 - 24 U 136/12
Mieter verschuldet Kündigung: Was umfasst Schadensersatzpflicht?
Endet ein befristetes Mietverhältnis vorzeitig durch fristlose Kündigung des Mietverhältnisses aus vom Mieter zu vertretenden Umständen (hier wegen Zahlungsverzugs), hat der Mieter dem Vermieter grundsätzlich den Schaden zu ersetzen, der diesem in Gestalt der bis zum Ablauf der fest vereinbarten Vertragsdauer entgehenden Miete entsteht (vgl. OLG Düsseldorf v. 06.12.2007, I-10 U 138/06, OLGR 2009, 147;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrecht, 10. Aufl., Rn. 1143).Die ein Mitverschulden des Vermieters begründenden Umständen hat der Mieter darzulegen und zu beweisen (vgl. BGH v. 16.02.2005, XII ZR 162/01, NZM 2005, 340), der Vermieter muss lediglich seine Bemühungen darlegen (vgl. OLG Düsseldorf v. 06.12.2007, I-10 U 138/06, OLGR 2009, 147).
Rn. 59 Endet ein befristetes Mietverhältnis vorzeitig durch fristlose Kündigung des Mietverhältnisses aus vom Mieter zu vertretenden Umständen (hier wegen Zahlungsverzugs), hat der Mieter dem Vermieter grundsätzlich den Schaden zu ersetzen, der diesem in Gestalt der bis zum Ablauf der fest vereinbarten Vertragsdauer entgehenden Miete entsteht (vgl. OLG Düsseldorf v. 06.12.2007, I-10 U 138/06, OLGR 2009, 147;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrecht, 10. Aufl., Rn. 1143).
Die ein Mitverschulden des Vermieters begründenden Umständen hat der Mieter darzulegen und zu beweisen (vgl. BGH v. 16.02.2005, XII ZR 162/01, NZM 2005, 340), der Vermieter muss lediglich seine Bemühungen darlegen (vgl. OLG Düsseldorf v. 06.12.2007, I-10 U 138/06, OLGR 2009, 147).
- OLG Düsseldorf, 13.06.2014 - 22 U 150/13
AGB-widriger Einredeverzicht berührt Wirksamkeit der Bürgschaftsabrede nicht!
Eine Bürgschaftsforderung erfüllt diese Voraussetzungen nicht (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 06.12.2007, I-10 U 138/06, WM 2009, 449, dort Rn 24), so dass die Beklagte der Klägerin Verzugszinsen nur in Höhe von 5 % über dem jeweiligen Basiszinssatz schuldet (§ 288 Abs. 1 BGB).
- OLG Frankfurt, 30.08.2019 - 5 U 35/18
Höchstbetragsbürgschaft zur Bauhandwerkersicherung
Die Bürgschaftsforderung ist keine solche Entgeltforderung, da der Bürge selbst kein Entgelt schuldet (LG München I…, Urteil vom 26. April 2016 - 2 O 13555/15 -, juris Rz. 31; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 13. Juni 2014 - I-22 U 150/13 -, juris Rz. 77; OLG Düsseldorf, Urteil vom 06. Dezember 2007 - I-10 U 138/06 -, juris Rz. 24; LG München I…, Urteil vom 26. April 2016 - 2 O 13555/15 -, juris Rz. 31 m. w. N.;… BeckOGK/Dornis, 1.6.2019, BGB § 286 Rz. 201.4 m. w. N.;… Wolff in Messerschmidt/Voit, Privates Baurecht, 3. Auflage 2018, Rz. 176).Eine solche Bürgschaftsforderung gem. § 765 BGB ist keine Entgeltforderung (OLG Düsseldorf, Urteil vom 06. Dezember 2007 - I-10 U 138/06 -, juris, Rz. 24).
- OLG München, 21.01.2025 - 9 U 1310/24
Inanspruchnahme und Umfang einer Gewährleistungsbürgschaft auf erstes Anfordern
Rn. 176 3. Die Zinshöhe beträgt entgegen dem Antrag der Klägerinnen fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz gemäß § 288 Abs. 1 Satz 2 BGB und nicht neun Prozentpunkte über dem Basiszinsatz gemäß § 288 Abs. 2 BGB, denn Bürgschaftsforderungen sind keine Entgeltforderungen (OLG Düsseldorf, Urteil vom 6. Dezember 2007 - I-10 U 138/06, juris Rn. 24;… MüKoBGB/Ernst, aaO, § 286 Rn. 99;… BeckOGK/Dornis, aaO, § 286 Rn. 206.2). - LG München I, 26.04.2016 - 2 O 13555/15
Bauhandwerkersicherung - Verzicht des Bürgen auf Einwendungen des Hauptschuldners
- LG Düsseldorf, 29.10.2021 - 15 O 226/20 Zum anderen ist ein Hinweis des Gerichts ist aber auch insgesamt entbehrlich, wenn die Partei - im Anwaltsprozess - durch eingehenden und von ihr erfassten Vortrag des Prozessgegners zutreffend über die Sach- und Rechtslage unterrichtet war (vgl. BGH, NJW-RR 2008, 581; OLG Düsseldorf, Urteil vom 08. Juni 2017 - I-15 U 48/16, juris; Urteil vom 30. Januar 2009 - I-16 U 32/08, juris; Urteil vom 06. Dezember 2007 - I-10 U 138/06, juris).
- OLG Koblenz, 12.12.2014 - 8 U 833/13
Wann verjährt der Anspruch auf Erstattung einer Überzahlung?
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