Rechtsprechung
| BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19) |
Volltextveröffentlichungen (10)
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- Bundesfinanzhof
EnergieStG § 51 Abs 1 Nr 1 B... uchst d, EnergieStG § 53 Abs 1 S 1 Nr 1, EnergieStG § 54 Abs 1, BGB § 133, BGB § 157, FGO § 118 Abs 2, EnergieStV § 95 Abs 1, EnergieStV § 98 Abs 1, EnergieStV § 100 Abs 1, AO § 200 Abs 1, AO § 110, BGB § 242, GVG § 71 Abs 2 Nr 2, AEUV Art 267, AO § 150, EGRL 96/2003
Zur Anwendbarkeit des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei nationalem Recht
- rechtsinformationen.bund.de
Zur Anwendbarkeit des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei nationalem Recht
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 51 Abs 1 Nr 1 Buchst d EnergieStG, § 53 Abs 1 S 1 Nr 1 EnergieStG, § 54 Abs 1 EnergieStG, § 133 BGB, § 157 BGB
Zur Anwendbarkeit des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei nationalem Recht - IWW
§ 51 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. d des Energiesteuergesetzes, §§ ... 51, 53, 54 EnergieStG, § 110 der Abgabenordnung (AO), § 51 EnergieStG, § 53 EnergieStG, § 54 EnergieStG, Richtlinie 2008/118/EG, Richtlinie 92/12/EWG, Art. 14 der Richtlinie 2003/96/EG, Richtlinie 2004/75/EG, Richtlinie 2003/96/EG, § 118 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, §§ 133, 157 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), Art. 5 vierter Gedankenstrich der Richtlinie 2003/96/EG, § 51 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. d EnergieStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO, § 126 Abs. 4 FGO, §§ 53, § 95 Abs. 1 der Energiesteuer-Durchführungsverordnung, § 98 Abs. 1 EnergieStV, § 100 Abs. 1 EnergieStV, §§ 95, 98, 100 EnergieStV, § 130 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 BGB, 157 BGB, § 118 Abs. 2 FGO, § 200 Abs. 1 AO, § 110 AO, § 110 Abs. 1 AO, § 47 AO, § 155 Abs. 4 AO, § 155 Abs. 5 AO, § 169 Abs. 1 Satz 1 AO, § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO, § 170 Abs. 1 AO, § 170 Satz 2 AO, § 171 Abs. 4 AO, § 202 Abs. 1 Satz 3 AO, § 95 Abs. 1, § 98 Abs. 1, § 53 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EnergieStG, § 54 Abs. 1 EnergieStG, § 95 Abs. 1 Satz 3 EnergieStV, § 242 BGB, § 71 Abs. 2 Nr. 2 des Gerichtsverfassungsgesetzes, § 136 Abs. 1, § 135 Abs. 2 FGO
- Wolters Kluwer
Verweigerung der Emergiesteuerbegünstigung aufgrund der Verletzung formeller Anforderungen; Auslegung des Effektivitätsgrundsatzes und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit als allgemeiner Grundsatz des Unionsrechts
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Zur Anwendbarkeit des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei nationalem Recht
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Zur Anwendbarkeit des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei nationalem Recht
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Zur Anwendbarkeit des unionsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes bei nationalem Recht
Kurzfassungen/Presse (2)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Energiesteuerentlastung - und der unionsrechtliche Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Anspruch auf Energiesteuerentlastungen trotz Nichteinhaltung der Antragsfrist
Sonstiges (3)
- Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)
BGB § 133 ; EnergieStG § 51 ; EnergieStG § 53 ; EnergieStG § 54 ; EnergieStV § 95 Abs 1 S 3 ; EnergieStV § 98 Abs 1 S 3 ; EnergieStV § 100 Abs 1 S 3
- IWW (Verfahrensmitteilung)
EnergieStG § 51, EnergieStG § 53, EnergieStG § 54, EnergieStV § 95 Abs 1 S 3, EnergieStV § 98 Abs 1 S 3, EnergieStV § 100 Abs 1 S 3, BGB § 133
Energiesteuer, Steuerentlastung, Antrag, Wirksamkeit, Willenserklärung, Unterschrift, Frist - Bundesfinanzhof (Terminmitteilung)
Verfahrensgang
- FG Hamburg, 01.02.2019 - 4 K 58/15
- BFH, 16.12.2019 - VII B 20/19
- BFH, 08.06.2021 - VII R 44/19
- EuGH, 22.12.2022 - C-553/21
- BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19)
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (28)
- EuGH, 22.12.2022 - C-553/21
Shell Deutschland Oil - Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 2003/96/EG - …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Rn. 45 Wie der EuGH mit seinem Urteil Shell Deutschland Oil vom 22.12.2022 - C-553/21, EU:C:2022:1030 entschieden hat, gelten die dargestellten Grundsätze auch für fakultative Steuerbegünstigungen.Der Wirtschaftsteilnehmer, der aufgrund einer Bestimmung des nationalen Rechts, die von einer solchen Möglichkeit Gebrauch macht, einem ermäßigten Satz der betreffenden Steuer unterliegt, dürfe in einer Situation, die mit derjenigen der Wirtschaftsteilnehmer vergleichbar ist, die nach einer zwingenden Bestimmung der Energiesteuerrichtlinie dem normalen Satz dieser Steuer unterliegen, gemäß dem Grundsatz der Gleichbehandlung nicht anders behandelt werden als letztere Wirtschaftsteilnehmer, es sei denn, dass eine solche Behandlung objektiv gerechtfertigt ist (EuGH-Urteil Shell Deutschland Oil vom 22.12.2022 - C-553/21, EU:C:2022:1030, Rz 24).
Unter Anerkennung der Festsetzungsfrist führt er aus, dass nicht ersichtlich sei, dass die Zulassung eines Antrags auf Steuerbefreiung oder -ermäßigung, der nach Ablauf der Frist für die Stellung eines solchen Antrags, aber innerhalb der Frist für die Festsetzung der fraglichen Steuer gestellt wurde, mit dem Grundsatz der Rechtssicherheit unvereinbar wäre, und unter Berücksichtigung der Systematik und des Zwecks der Energiesteuerrichtlinie, die auf dem Grundsatz beruhe, dass Energieerzeugnisse nach ihrer tatsächlichen Verwendung besteuert werden, stehe der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit einer Versagung des Entlastungsanspruchs entgegen, wenn an der tatsächlichen Verwendung der Energieerzeugnisse kein Zweifel bestehe (EuGH-Urteil Shell Deutschland Oil vom 22.12.2022 - C-553/21, EU:C:2022:1030, Rz 34).
Dabei ist zu bedenken, dass der EuGH in seinem Urteil Shell Deutschland Oil vom 22.12.2022 - C-553/21, EU:C:2022:1030 ausdrücklich neben dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz auch auf den Effektivitätsgrundsatz abgestellt hat, der verlangt, dass dem Unionsrecht Geltung zu verschaffen ist und dessen Durchsetzung nicht praktisch unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert werden darf.
- EuGH, 27.06.2018 - C-90/17
Turbogás - Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 2003/96/EG - …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Rn. 44 Nach der Rechtsprechung des EuGH (vgl. Urteile Petrotel-Lukoil vom 07.11.2019 - C-68/18, EU:C:2019:933 und Turbogás vom 27.06.2018 - C-90/17, EU:C:2018:498) verstößt es gegen Unionsrecht, wenn die Verletzung nationaler formeller Anforderungen dadurch sanktioniert wird, dass eine obligatorische Steuerbegünstigung nach der Energiesteuerrichtlinie verweigert wird.Dementsprechend äußerte sich der EuGH weder im Urteil Petrotel-Lukoil vom 07.11.2019 - C-68/18, EU:C:2019:933 noch im Urteil Turbogás vom 27.06.2018 - C-90/17, EU:C:2018:498 zu einem möglichen Verschulden des Energieverwenders hinsichtlich eines spät gestellten Antrags.
- EuGH, 07.11.2019 - C-68/18
Petrotel-Lukoil - Vorlage zur Vorabentscheidung - Besteuerung von …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Rn. 44 Nach der Rechtsprechung des EuGH (vgl. Urteile Petrotel-Lukoil vom 07.11.2019 - C-68/18, EU:C:2019:933 und Turbogás vom 27.06.2018 - C-90/17, EU:C:2018:498) verstößt es gegen Unionsrecht, wenn die Verletzung nationaler formeller Anforderungen dadurch sanktioniert wird, dass eine obligatorische Steuerbegünstigung nach der Energiesteuerrichtlinie verweigert wird.Dementsprechend äußerte sich der EuGH weder im Urteil Petrotel-Lukoil vom 07.11.2019 - C-68/18, EU:C:2019:933 noch im Urteil Turbogás vom 27.06.2018 - C-90/17, EU:C:2018:498 zu einem möglichen Verschulden des Energieverwenders hinsichtlich eines spät gestellten Antrags.
- BFH, 24.05.2012 - III R 95/08
Antrag auf Investitionszulage für das Jahr des Investitionsabschlusses - …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Maßgeblich ist, wie die Erklärung vom Empfänger nach ihrem objektiven Erklärungswert verstanden werden musste (vgl. BFH-Urteil vom 24.05.2012 - III R 95/08, Rz 42).Die Erklärung muss auslegungsbedürftig sein, woran es fehlt, wenn sie nach dem Wortlaut und Zweck einen eindeutigen Inhalt hat (BFH-Urteil vom 24.05.2012 - III R 95/08, Rz 43).
- EuGH, 06.10.1982 - 283/81
CILFIT / Ministero della Sanità
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Rn. 56 6. Eine erneute Vorlage an den EuGH hält der Senat nicht für geboten, weil der erkennende Senat die hier zu beurteilenden Rechtsfragen im Zusammenhang mit den unionsrechtlichen Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und der Effektivität durch die oben genannten EuGH-Entscheidungen als geklärt ansieht (vgl. EuGH-Urteile CILFIT vom 06.10.1982 - C-283/81, EU:C:1982:335, Rz 16 und Consorzio Italian Management e Catania Multiservizi vom 06.10.2021 - C-561/19, EU:C:2021:799). - EuGH, 06.10.2021 - C-561/19
Consorzio Italian Management e Catania Multiservizi und Catania Multiservizi - …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Rn. 56 6. Eine erneute Vorlage an den EuGH hält der Senat nicht für geboten, weil der erkennende Senat die hier zu beurteilenden Rechtsfragen im Zusammenhang mit den unionsrechtlichen Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit und der Effektivität durch die oben genannten EuGH-Entscheidungen als geklärt ansieht (vgl. EuGH-Urteile CILFIT vom 06.10.1982 - C-283/81, EU:C:1982:335, Rz 16 und Consorzio Italian Management e Catania Multiservizi vom 06.10.2021 - C-561/19, EU:C:2021:799). - EuGH, 27.09.2007 - C-146/05
Collée - Sechste Mehrwertsteuerrichtlinie - Art. 28c Teil A Buchst. a Unterabs. 1 …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit dürfen Maßnahmen, welche die Mitgliedstaaten erlassen, um eine genaue Erhebung der Steuer sicherzustellen und Steuerhinterziehungen zu verhindern, nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieser Ziele erforderlich ist (vgl. EuGH-Urteile Gabalfrisa u.a. vom 21.03.2000 - C-110/98 bis C-147/98, EU:C:2000:145, Rz 54 und Collée vom 27.09.2007 - C-146/05, EU:C:2007:549, BStBl II 2009, 78, Rz 26; EuGH-Beschluss Transport Service vom 03.03.2004 - C-395/02, EU:C:2004:118, Rz 29). - EuGH, 21.02.2006 - C-255/02
DIE SECHSTE MEHRWERTSTEUERRICHTLINIE LÄSST EINEN VORSTEUERABZUG NICHT ZU, WENN …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Dieser mit dem Vorsteuerabzug im Umsatzsteuerrecht im Zusammenhang stehende Grundsatz, nach dem die Umsatzsteuer für den Unternehmer neutral sein soll (EuGH-Urteil Halifax u.a. vom 21.02.2006 - C-255/02, EU:C:2006:121), greift bei einer Steuerentlastung von Verbrauchsteuern nicht ein, weil ein Vorsteuerabzug bei den Verbrauchsteuern nicht vorgesehen ist. - EuGH, 06.09.2012 - C-273/11
Einem Unternehmen, das Waren mit Bestimmungsort in einem anderen Mitgliedstaat …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Rn. 43 a) Bei der Ausübung ihrer Befugnisse müssen die Mitgliedstaaten die allgemeinen Rechtsgrundsätze beachten, die Bestandteil der Rechtsordnung der Union sind und zu denen insbesondere die Grundsätze der Rechtssicherheit und der Verhältnismäßigkeit gehören (EuGH-Urteile Mecsek-Gabona vom 06.09.2012 - C-273/11, EU:C:2012:547, Rz 36 und ROZ-ŚWIT vom 02.06.2016 - C-418/14, EU:C:2016:400, Rz 20). - EuGH, 21.03.2000 - C-110/98
Gabalfrisa u.a. - "Begriff des nationalen Gerichts im Sinne von Artikel 177 …
Auszug aus BFH, 29.08.2023 - VII R 1/23
Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit dürfen Maßnahmen, welche die Mitgliedstaaten erlassen, um eine genaue Erhebung der Steuer sicherzustellen und Steuerhinterziehungen zu verhindern, nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieser Ziele erforderlich ist (vgl. EuGH-Urteile Gabalfrisa u.a. vom 21.03.2000 - C-110/98 bis C-147/98, EU:C:2000:145, Rz 54 und Collée vom 27.09.2007 - C-146/05, EU:C:2007:549, BStBl II 2009, 78, Rz 26; EuGH-Beschluss Transport Service vom 03.03.2004 - C-395/02, EU:C:2004:118, Rz 29). - EuGH, 02.06.2016 - C-355/14
Polihim-SS - Vorlage zur Vorabentscheidung - Direkte Steuern - Verbrauchsteuern - …
- EuGH, 02.06.2016 - C-418/14
ROZ-ŚWIT - Vorlage zur Vorabentscheidung - Verbrauchsteuern - Richtlinie …
- EuGH, 03.03.2004 - C-395/02
Transport Service
- EuGH, 07.07.2022 - C-194/21
Staatssecretaris van Financiën (Forclusion du droit à déduction) - Vorlage …
- BFH, 03.05.1991 - V R 36/90
- BGH, 29.01.2015 - IX ZR 279/13
Insolvenz einer GmbH & Co. KG: Anspruch des Insolvenzverwalters auf …
- BFH, 29.11.2017 - I R 7/16
Zurückbehalt wesentlicher Betriebsgrundlage bei Einbringung - Betriebsaufspaltung
- BVerwG, 30.10.2013 - 2 C 23.12
Klage aus dem Beamtenverhältnis; Widerspruch in beamtenrechtlichen …
- BFH, 29.08.2017 - VIII R 33/15
Wiedereinsetzung in die Antragsfrist gemäß § 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 4 EStG bei …
- BFH, 17.05.2017 - II R 35/15
Aufstockung einer Beteiligung an einer grundbesitzenden Personengesellschaft als …
- BFH, 08.06.2021 - VII R 44/19
Unionsrechtlicher Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und formelle Anforderungen bei …
- BFH, 26.09.2017 - VII R 26/16
Keine nachträgliche Änderung der Stromsteuerfestsetzung bei Versäumung der …
- BGH, 09.11.2011 - IV ZR 251/08
Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu den versicherungsrechtlichen Folgen des …
- BFH, 12.05.2009 - VII R 5/08
Keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung der in § 18 Abs. 1 …
- FG Hamburg, 01.02.2019 - 4 K 58/15
Energiesteuer: Antragstellung i.S. der §§ 95 Abs. 1, 98 Abs. 1 und 100 Abs. 1 …
- BFH, 06.06.2013 - IV R 28/10
Keine Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 GewStG (a. F.) beim echten Factoring - Prüfung …
- BFH, 03.02.2000 - III R 4/97
Atypisch stille Gesellschaft: Antrag auf Investitionszulage
- BFH, 24.09.1985 - III B 3/85
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung einer Einspruchsfrist …
- BFH, 16.04.2024 - VII R 22/21
Untersagung der unerlaubten Hilfeleistung in Steuersachen
Das Revisionsgericht prüft somit lediglich, ob das FG die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze und Erfahrungssätze beachtet und die für die Vertragsauslegung bedeutsamen Begleitumstände erforscht und rechtlich zutreffend gewürdigt hat (Senatsurteil vom 29.08.2023 - VII R 1/23, Rz 28, m.w.N.).Ausgehend davon, wie die Erklärung vom Empfänger nach ihrem objektiven Erklärungswert verstanden werden musste (vgl. Senatsurteil vom 29.08.2023 - VII R 1/23, Rz 26), erscheint es jedenfalls möglich und vertretbar, das Schreiben vom 11.12.2019 als Antrag auf Erlass des Verspätungszuschlags auszulegen.
- BFH, 19.12.2024 - VII R 23/22
Zuständiges Hauptzollamt nach Verschmelzung
Im Gegenteil spricht für die Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne, dass die Versteuerung der Energieerzeugnisse innerhalb dieses Zeitraums durchgeführt sein dürfte und die Verwendung der Energieerzeugnisse ebenfalls abgeschlossen ist (Senatsurteil vom 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19), BFHE 282, 332, Rz 52, m.w.N.).Rn. 76 bb) Nach ständiger BFH-Rechtsprechung kommt folglich eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand in eine abgelaufene Festsetzungsfrist nicht in Betracht, weil der Entlastungsanspruch gemäß § 47 AO erloschen ist (…vgl. Senatsurteile vom 12.05.2009 - VII R 5/08, BFH/NV 2009, 1602, unter 2.a der Entscheidungsgründe, m.w.N. und vom 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19), BFHE 282, 332, Rz 34).
- BFH, 10.12.2024 - VII R 26/21
Entnahme von Strom aus einer Leitung des Versorgungsnetzes
Rn. 37 Ein anderes Ergebnis kann auch nicht aus dem Senatsurteil vom 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19) (BFHE 282, 332) hergeleitet werden.Diese Grundsätze gelten nach dem EuGH-Urteil Shell Deutschland Oil vom 22.12.2022 - C-553/21, EU:C:2022:1030 auch für fakultative Steuerbegünstigungen (Senatsurteil vom 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19), BFHE 282, 332, Rz 43 ff.).
- FG Hamburg, 08.07.2025 - 4 K 8/25
Energiesteuer: Lieferer-Eigenschaft bei Belieferung von ausländischen Truppen
Rn. 37 aa) Der EuGH und in der Folge der BFH haben für die Umsetzung von Steuerbefreiungen der RL 2003/96/EG Maßgaben aufgestellt, so etwa für Steuerbefreiungen nach § 9a ff. des Stromsteuergesetzes (StromStG;… Urteil vom 19. Dezember 2024, VII R 23/22, BFH/NV 2025, 908, Rn. 58 ff.), § 27 EnergieStG (…Urteil vom 29. November 2022, VII R 36/20, BFH/PR 2023, 550, Rn. 50) sowie für Steuerentlastungen nach §§ 52 und 54 f. EnergieStG (Urteile vom 29. August 2023, VII R 1/23 (VII R 44/19), BFH/NV 2024, 325, Rn. 42 ff., vom 19. Oktober 2021, VII R 26/20, BFH/NV 2022, 511, Rn. 26, jeweils m.w.N. der EuGH-Rechtsprechung).Nach dem unionsrechtlichen Effektivitätsgrundsatz muss zudem dem Unionsrecht Geltung verschafft werden und darf dessen Durchsetzung nicht praktisch unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert werden (BFH, Urteil vom 29. August 2023, VII R 1/23 (VII R 44/19), BFH/NV 2024, 325, Rn. 50;… jüngst bestätigt durch EuGH, Urteile vom 25. April 2024, C-657/22, Bitulpetrolium Serv, Rn. 28 ff. …und vom 14. September 2023, C-820/21, Vinal, Rn. 92).
- FG Hamburg, 09.06.2026 - 4 K 13/24
Alkoholsteuer, Abgabenrecht: Festsetzungsverjährung einer Alkoholsteuervergütung
Der BFH legt aus diesem Grund die in der Energiesteuer-Durchführungsverordnung enthaltenen Tatbestandsmerkmale fristgerechter Antragstellung (z.B. § 95 Abs. 1 EnergieStV) unionsrechtskonform aus und reduziert die Vorschriften geltungserhaltend - zu Gunsten der Steuerpflichtigen - dahingehend, dass die Antragsfrist nicht zum Ausschluss einer materiell gerechtfertigten unionalen Verbrauchsteuerentlastung führen dürfe (BFH, Urteil vom 29. August 2023, VII R 1/23 (VII R 44/19), BFH/NV 2024, 325, Rn. 42 ff. m.w.N. der EuGH-Rechtsprechung). - BFH, 09.09.2025 - VII R 39/22
Auslegung eines Einspruchs als Antrag auf Steuerentlastung
Das Revisionsgericht prüft somit lediglich, ob das FG die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze und Erfahrungssätze beachtet und die für die Vertragsauslegung bedeutsamen Begleitumstände erforscht und rechtlich zutreffend gewürdigt hat (Senatsurteile vom 29.08.2023 - VII R 1/23 (VII R 44/19), BFHE 282, 332, Rz 28, m.w.N., und vom 16.04.2024 - VII R 22/21, BFHE 285, 464, BStBl II 2024, 657, Rz 37). - FG Hamburg, 23.04.2026 - 4 K 155/21
Energiesteuer: Verjährung von Entlastungsansprüchen
Angesichts dieser unionalen Rechtsgrundlage für die streitbefangenen Steuervergütungen finden der unionale Verhältnismäßigkeits- und Effektivitätsgrundsatz vorliegend Anwendung (BFH, Urteil vom 29. August 2023, VII R 1/23, BFH/NV 2024, 325, Rn. 43;… Urteil vom 10. Dezember 2024, VII R 26/21, BFH/NV 2025, 679, Rn. 36). - FG Hamburg, 18.03.2025 - 4 K 11/23
Energiesteuer: Keine Berufung auf Unionsrechtswidrigkeit des § 46 EnergieStG im …
Wäre eine streiterhebliche Tatbestandsvoraussetzung in § 46 EnergieStG bzw. deren Auslegung unionsrechtswidrig, dann wäre der Steuerbescheid ggf. im Verpflichtungswege zu erteilen (vgl. BFH, Urteil vom 29. August 2023, VII R 1/23 (VII R 44/19), Rn. 42 ff.; FG Hamburg…, Urteil vom 1. Februar 2019, 4 K 58/15 , juris, Rn. 39 ). - FG Hamburg, 19.03.2025 - 4 K 24/23
Teilweise inhaltsgleich mit Urteil des FG Hamburg vom 18.03.2025 4 K 11/23 - …
Wäre eine im Einzelfall maßgebliche Voraussetzung in § 9 StromStG abstrakt generell unionsrechtswidrig, dann wäre der Steuerbescheid im Anfechtungswege aufzuheben bzw. im Verpflichtungswege zu erteilen (vgl. BFH, Urteil vom 29. August 2023, VII R 1/23 (VII R 44/19), Rn. 42 ff.; FG Hamburg…, Urteil vom 1. Februar 2019, 4 K 58/15 , juris, Rn. 39 ).
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