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Rechtsprechung
   BGH, 12.06.2025 - III ZR 109/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,17804
BGH, 12.06.2025 - III ZR 109/24 (https://dejure.org/2025,17804)
BGH, Entscheidung vom 12.06.2025 - III ZR 109/24 (https://dejure.org/2025,17804)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24 (https://dejure.org/2025,17804)
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Volltextveröffentlichungen (14)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsinformationen.bund.de
  • rechtsprechung-im-internet.de
  • IWW

    § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB, § ... 12 Abs. 1 FernUSG, § 1 Abs. 1 FernUSG, § 1 Abs. 1 Nr. 1 FernUSG, § 1 Abs. 1 Nr. 2 FernUSG, § 7 Abs. 1 FernUSG, § 12 Abs. 1 Satz 1 FernUSG, § 7 Abs. 1, § 13 BGB, § 14 Abs. 1 BGB, § 1 FernUSG, § 2 Abs. 1 FernUSG, § 14 BGB, § 139 BGB, Art. 2 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Fernabsatzverträge und andere Fragen des Verbraucherrechts sowie zur Umstellung von Vorschriften auf Euro, § 3 Abs. 3 FernUSG, § 312d Abs. 1 BGB, Art. 246a EGBGB, § 4 Satz 1 FernUSG, § 355 BGB, § 312b BGB, § 312c BGB, § 312g Abs. 1, §§ 2 ff FernUSG, § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 FernUSG, § 12 Abs. 1 Satz 3 FernUSG, § 818 Abs. 3 BGB, § 814 BGB, § 817 Satz 2 BGB, § 818 Abs. 2 BGB, § 139 ZPO, § 287 Abs. 2 ZPO, § 139 Abs. 2 Satz 1 ZPO

  • RA Kotz

    Online-Coaching nichtig? Das Fernunterrichtsgesetz schützt Sie!

  • Betriebs-Berater

    "9-Monats-Business-Mentoring Programm Finanzielle Fitness"

  • ra.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zahlungsansprüche aus einem Vertrag über ein "9-Monats-Business-Mentoring-Programm Finanzielle Fitness"; Ausrichtung des entgeltlichen Vertrags auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zivilrecht: "9-Monats-Business-Mentoring Programm Finanzielle Fitness"

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Rückabwicklung von Coaching-Verträgen

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Urteil zu Online-Coaching und FernUSG: Aktueller Stand

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Auch im B2B-Bereich Anspruch auf Rückzahlung der Vergütung wenn ein Online-Coaching-Vertrag wegen fehlender Zulassung nach § 7 Abs. 1 FernUSG nichtig ist

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Online-Coaching-Vertrag ist ohne Zulassung nichtig!

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Zulassung fehlt: Vertrag über Online-Mentoring-Programm für 47.600 Euro nichtig

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Der Anwendungsbereich des FernUSG ist nicht auf Fernunterrichtsverträge mit einem Verbraucher beschränkt

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Höchstrichterliche Grundlagen-Entscheidung zu Online-Coaching-Verträgen im B2B-Bereich + FernUSG anwendbar

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Fernunterricht (z.B. E-Learning): Rückforderung von Zahlungen bei fehlender Zulassung (IBR 2025, 1100)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2025, 2613
  • MIR 2025, Dok. 051
 
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Wird zitiert von ... (22)Zitiert selbst (48)

  • OLG Celle, 24.09.2024 - 13 U 20/24

    Anwendbarkeit des FernUSG auf einen Vertrag zwischen zwei Unternehmern betreffend …

    Auszug aus BGH, 12.06.2025 - III ZR 109/24
    Rn. 23 Auf die verschiedentlich diskutierte Frage, inwieweit sogenannte Coaching- oder Mentoring-Angebote, bei denen der Schwerpunkt auf der individuellen und persönlichen Beratung und Begleitung des Kunden liegt, auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Sinne des § 1 Abs. 1 FernUSG gerichtet sind (vgl. hierzu OLG Celle, NJW-RR 2025, 113 Rn. 22; dass., Urteil vom 4. Februar 2025 - 13 U 52/24, unter II. 1. b), n.v.; OLG Hamburg, NJW 2024, 2849 Rn. 24; OLG Oldenburg, Urteil vom 17. Dezember 2024 - 2 U 123/24, unter II. (1), n.v.; LG Frankenthal, BeckRS 2024, 20522 Rn. 11; LG Ravensburg, MMR 2024, 273 Rn. 22; AG Traunstein, MMR 2024, 815 Rn. 27-36; Faix, MMR 2023, 821, 824; Lach, jurisPR-ITR 12/2023 Anm. 4 unter C; Laukemann/Förster, WRP 2024, 24 Rn. 14-17; Mertens, MMR 2024, 656, 656 f; Schwab/Sablotny, NJW 2024, 2802 Rn. 6-8), kommt es nicht an, weil vorliegend die Wissensvermittlung gegenüber einer individuellen und persönlichen Beratung und Begleitung des Teilnehmers deutlich im Vordergrund steht.

    Vielmehr erstreckt er sich auf alle Personen, die mit einem Veranstalter einen Vertrag über die Erbringung von Fernunterricht im Sinne des § 1 FernUSG schließen; ob dies zu gewerblichen oder selbständigen beruflichen Zwecken erfolgt oder nicht, ist unerheblich (so auch OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 13-20; dass., MMR 2023, 864 Rn. 25-33; dass. [Hinweisbeschluss], NJW-RR 2024, 1181 Rn. 3-5; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10. Juli 2024 - 10 W 51/24, juris Rn. 23-33; OLG Oldenburg aaO unter II. (4); LG Berlin, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 29 O 86/23, unter II. 1. a. aa., n.v.; LG Hannover, Urteil vom 20. Februar 2023 - 13 S 23/22, unter II. 1. a) bb), n.v.; LG Leipzig, Urteil vom 1. Februar 2023 - 05 O 1598/22, unter II. 1. a) bb), n.v.; LG Mönchengladbach, Urteil vom 13. März 2024 - 2 O 217/21, juris Rn. 34-37; Bülow, NJW 1993, 2837, 2838; ders./Artz, Verbraucherkreditrecht, 11. Aufl., § 506 BGB Rn. 40; Faix aaO S. 825 f; Lach aaO; Tamm in Tamm/Tonner/Brönneke, Verbraucherrecht, 3. Aufl., § 1 Rn. 4, § 2 Rn. 31; dies.

    Rn. 33 (1) Der Wortlaut des FernUSG sieht eine Einschränkung des Anwendungsbereichs auf Verbraucher im Sinne von § 13 BGB nicht vor (vgl. OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a) bb) (2); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 18; dass., MMR 2023, 864 Rn. 33; OLG Düsseldorf aaO Rn. 25, 27; OLG Oldenburg aaO unter II. (4); OLG Schleswig, WRP 2024, 1401 Rn. 28).

    Zunächst kann der in der Gesetzesbegründung von 1975 zugrunde gelegte Begriff des Verbrauchers schon nicht mit dem in § 13 BGB gleichgesetzt werden, weil diese Legaldefinition erst durch Art. 2 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Fernabsatzverträge und andere Fragen des Verbraucherrechts sowie zur Umstellung von Vorschriften auf Euro vom 27. Juni 2000 (BGBl I S. 897) in das Bürgerliche Gesetzbuch eingefügt worden ist (vgl. OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a) bb) (2); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 18; OLG Düsseldorf aaO Rn. 26; LG Hannover aaO; LG Mönchengladbach aaO Rn. 37; Faix aaO S. 826; Lach aaO).

    Dieses im Verhältnis zum Direktunterricht gesteigerte Schutzbedürfnis besteht unabhängig davon, ob der Teilnehmer den Fernunterrichtsvertrag zu privaten oder zu unternehmerischen Zwecken abschließt (vgl. OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a) bb) (2); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 19; dass., MMR 2023, 864 Rn. 33; dass. [Hinweisbeschluss], NJW-RR 2024, 1181 Rn. 5).

  • BGH, 15.10.2009 - III ZR 310/08

    Vertraglich vereinbarte Überwachung eines Lernerfolgs als Voraussetzung für die …

    Auszug aus BGH, 12.06.2025 - III ZR 109/24
    Eine solche sei nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (unter Bezugnahme auf Senat, Urteil vom 15. Oktober 2009 - III ZR 310/08, NJW 2010, 608 Rn. 20 ff) bereits dann gegeben, wenn der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch habe, zum Beispiel in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten.

    Ausweislich der die vertraglich geschuldeten Leistungen beinhaltenden Programmbeschreibung, die der Senat selbst auslegen kann, da es sich um einen von der Beklagten entworfenen Formularvertrag handelt (…vgl. etwa Senat, Urteile vom 19. April 2018 - III ZR 255/17, NJW 2018, 2117 Rn. 17;… vom 5. Oktober 2017 - III ZR 56/17, NJW 2018, 534 Rn. 16 und vom 15. Oktober 2009 - III ZR 310/08, NJW 2010, 608 Rn. 15), bestand ihre Verpflichtung vorrangig darin, dem Kläger Kenntnisse aus verschiedenen für eine unternehmerische Tätigkeit relevanten Gebieten zu vermitteln - nach Punkt 6.3.1 etwa zu Marketing ("erfolgreiche Positionierung und Marketing, für hochpreisige Produkte/Dienstleistungen"), Vertrieb ("Verkaufs-Strategien, um überzeugend verkaufen zu können"/"Unwiderstehliche Angebote gestalten") und Unternehmensorganisation ("Mit einer Unternehmensform-Strategie zum Erfolg [Einzelfirma, GmbH, Holding]") - und ihn zu befähigen, das vermittelte Wissen - auf dem "starken Fundament" eines "starke[n] Mindset[s]", zu dem dem Kläger ebenfalls Wissen verschafft werden sollte (S. 7) - praktisch umzusetzen.

    Rn. 28 (1) Nach der Rechtsprechung des Senats ist das Tatbestandsmerkmal der Überwachung des Lernerfolgs weit auszulegen und bereits dann erfüllt, wenn der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch hat, zum Beispiel in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten (Urteil vom 15. Oktober 2009 aaO Rn. 16, 21).

    Vor diesem Hintergrund kann die - prominent an dritter Stelle unter 6.2 genannte - Fragemöglichkeit aus der Sicht der typischerweise an Geschäften dieser Art beteiligten Verkehrskreise (vgl. Senat, Urteil vom 15. Oktober 2009 aaO Rn. 23) nur so verstanden werden, dass ihr Gegenstand jedenfalls auch die vermittelten Lerninhalte sind, es also nicht etwa lediglich um eine individuelle Beratung zum Beispiel in Bezug auf die Unternehmensoptimierung geht.

  • OLG Celle, 01.03.2023 - 3 U 85/22

    Anwendbarkeit FernUSG; Verbraucher; Unternehmer; Anwendbarkeit des FernUSG auf …

    Auszug aus BGH, 12.06.2025 - III ZR 109/24
    Vielmehr erstreckt er sich auf alle Personen, die mit einem Veranstalter einen Vertrag über die Erbringung von Fernunterricht im Sinne des § 1 FernUSG schließen; ob dies zu gewerblichen oder selbständigen beruflichen Zwecken erfolgt oder nicht, ist unerheblich (so auch OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 13-20; dass., MMR 2023, 864 Rn. 25-33; dass. [Hinweisbeschluss], NJW-RR 2024, 1181 Rn. 3-5; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10. Juli 2024 - 10 W 51/24, juris Rn. 23-33; OLG Oldenburg aaO unter II. (4); LG Berlin, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 29 O 86/23, unter II. 1. a. aa., n.v.; LG Hannover, Urteil vom 20. Februar 2023 - 13 S 23/22, unter II. 1. a) bb), n.v.; LG Leipzig, Urteil vom 1. Februar 2023 - 05 O 1598/22, unter II. 1. a) bb), n.v.; LG Mönchengladbach, Urteil vom 13. März 2024 - 2 O 217/21, juris Rn. 34-37; Bülow, NJW 1993, 2837, 2838; ders./Artz, Verbraucherkreditrecht, 11. Aufl., § 506 BGB Rn. 40; Faix aaO S. 825 f; Lach aaO; Tamm in Tamm/Tonner/Brönneke, Verbraucherrecht, 3. Aufl., § 1 Rn. 4, § 2 Rn. 31; dies.

    Rn. 33 (1) Der Wortlaut des FernUSG sieht eine Einschränkung des Anwendungsbereichs auf Verbraucher im Sinne von § 13 BGB nicht vor (vgl. OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a) bb) (2); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 18; dass., MMR 2023, 864 Rn. 33; OLG Düsseldorf aaO Rn. 25, 27; OLG Oldenburg aaO unter II. (4); OLG Schleswig, WRP 2024, 1401 Rn. 28).

    Dieses im Verhältnis zum Direktunterricht gesteigerte Schutzbedürfnis besteht unabhängig davon, ob der Teilnehmer den Fernunterrichtsvertrag zu privaten oder zu unternehmerischen Zwecken abschließt (vgl. OLG Celle…, Urteil vom 4. Februar 2025 aaO unter II. 1. a) bb) (2); dass., NJW-RR 2025, 113 Rn. 19; dass., MMR 2023, 864 Rn. 33; dass. [Hinweisbeschluss], NJW-RR 2024, 1181 Rn. 5).

  • BGH, 05.02.2026 - III ZR 137/25

    Fernunterrichtsvertrag, Online-Unterricht

    "Direktunterricht" ist nach dem gegenstandsbezogenen Schutzkonzept (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 39) vom Fernunterrichtsschutzgesetz aber gerade nicht erfasst.

    Rn. 30 bb) Das Berufungsgericht hat jedoch nicht beachtet, dass es für die Frage, ob es bei einer vertraglich vereinbarten Dienstleistung um Fernunterricht im Sinne von § 1 Abs. 1 FernUSG handelt, auf den Vertragsinhalt ankommt (vgl. Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 24 …und vom 2. Oktober 2025 - III ZR 173/24, WRP 2025, 1588 Rn. 10 ff).

    Rn. 33 (3) Eine eigene Vertragsauslegung durch den Senat kommt vorliegend nicht in Betracht (vgl. dazu Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 22 …und vom 2. Oktober 2025 aaO Rn. 12).

    Dieses Tatbestandsmerkmal ist erfüllt, wenn dem Teilnehmer ein auf das eigene Verständnis des erlernten Stoffs bezogenes Fragerecht vertraglich eingeräumt ist, wodurch er eine persönliche Lernkontrolle herbeiführen und überprüfen kann, ob er die vermittelten Inhalte zutreffend erfasst hat und richtig anwenden kann (Urteile vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 28 …und vom 2. Oktober 2025 aaO Rn. 18).

    Mögliche Anknüpfungspunkte sind bei - wie hier - verschiedenen Unterrichtsleistungen etwa Inhalt und Bedeutung der Teilleistungen für den angestrebten Lernerfolg oder die jeweilige Dauer der nach dem Vertrag vorgesehenen Lerneinheiten (vgl. Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 26 …und vom 2. Oktober 2025 aaO Rn. 16;… Faix aaO S. 824 f;… Mertens aaO S. 657 f).

    Aufzeichnungen von synchronen Unterrichtsteilen, die nach der getroffenen Vereinbarung den Teilnehmern anschließend zum Abruf zur Verfügung gestellt werden, sind dabei als asynchroner Unterricht zu behandeln (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO).

  • BGH, 02.10.2025 - III ZR 173/24

    E-Commerce Master Club - Zur Anwendung des FernUSG auf einen sogenannten …

    Im Gesetzgebungsverfahren bestand Einvernehmen darüber, dass in § 1 Abs. 1 FernUSG die Vermittlung "jeglicher" Kenntnisse und Fähigkeiten - "gleichgültig welchen Inhalts" - angesprochen ist (…Bericht des Ausschusses für Bildung und Wissenschaft, BT-Drucks. 7/4965, S. 7; Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 21).

    Ob die Coaching-Calls auch deshalb als asynchroner Unterricht anzusehen sind, weil sie, wie die Beklagte allerdings bestreitet, zusätzlich aufgezeichnet und den Teilnehmern anschließend zur Verfügung gestellt werden (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 26), kann deshalb auf sich beruhen.

    Dazu genügt es, wenn der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch hat, zum Beispiel in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff, eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten (Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 aaO und 15. Oktober 2009 aaO Rn. 21).

    Rn. 20 d) Das Berufungsgericht konnte offenlassen, ob der Kläger den Vertrag als Unternehmer oder Verbraucher abgeschlossen hat, denn § 7 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 FernUSG sind auf den zwischen den Parteien geschlossenen Vertrag auch dann anwendbar, wenn der Kläger ihn nicht als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB, sondern als Unternehmer im Sinne des § 14 Abs. 1 BGB abgeschlossen hat (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 31 ff).

  • BayObLG, 20.07.2026 - 102 AR 102/26

    Örtliche Zuständigkeit, Fernunterrichtsvertrag, Doppelrelevante Tatsachen, …

    Der Bundesgerichtshof habe mit Urteil vom 12. Juni 2025, III ZR 109/24, entschieden, dass das Fernunterrichtsschutzgesetz auch auf B2B-Verträge Anwendung finde.

    Der Bundesgerichtshof hat jedoch seine Rechtsprechung insbesondere zur Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Überwachung des Lernerfolgs im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 2 FernUSG vorliege, (erst) im Beschluss vom 12. Juni 2025 (III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 28) und nachfolgend in den Beschlüssen vom 15. Januar 2026 (…III ZR 80/25, WM 2026, 583 Rn. 27), vom 5. Februar 2026 (…III ZR 137/25, NJW 2026, 1419 Rn. 34) sowie vom 12. Februar 2026 (…III ZR 73/25, WM 2026, 595 Rn. 10) konkretisiert.

    In diesen Entscheidungen hat der Bundesgerichtshof klargestellt, dass für eine geschuldete Überwachung des Lernerfolgs auch das vereinbarte Recht eines Teilnehmers genügt, in Online-Meetings, per Mail oder in den Facebook-Gruppen Fragen zum eigenen Verständnis des Lerninhalts zu stellen, wodurch der Teilnehmer eine persönliche Lernkontrolle herbeiführen kann (so etwa BGH NJW 2025, 2613 Rn. 27 f.).

    Die Klägerin hat in ihren Schriftsätzen auf die Ausführungen des Bundesgerichtshofs in den Entscheidungen vom 12. Juni 2025 (III ZR 109/24) und vom 15. Januar 2026 (III ZR 80/25) hingewiesen, diese zum Teil wörtlich zitiert und das letztere Urteil sogar als Anlage vorgelegt.

    Rn. 33 bb) Die Regelungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes sind anwendbar unabhängig davon, ob der Lernende, vorliegend also die Klägerin, den Vertrag als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB oder als Unternehmer im Sinne des § 14 Abs. 1 BGB abgeschlossen hat (inzwischen ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs;… siehe WM 2026, 595 Rn. 12;… Urt. v. 5. Februar 2026, III ZR 74/25, WM 2026, 586 Rn. 25;… WM 2026, 583 Rn. 18;… Urt. v. 2. Oktober 2025, III ZR 173/24, juris Rn. 20; NJW 2025, 2613 Rn. 31 ff. mit ausführlicher Begründung).

    Rn. 34 cc) Der Vertrag ist nach dem, als gegeben zu unterstellenden, Vortrag der Klägerin auf die entgeltliche Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten gerichtet, wobei es nicht auf eine irgendwie geartete Mindestqualität ankommt (…BGH WM 2026, 583 Rn. 21;… Urt. v. 2. Oktober 2025, III ZR 173/24, juris Rn. 11; NJW 2025, 2613 Rn. 21).

    Es genügt etwa, wenn ein Recht des Teilnehmers vorgesehen ist, in Online-Meetings, per Mail oder in einer Facebook-Gruppe Fragen zu stellen, und sich das Fragerecht jedenfalls auch auf das eigene Verständnis des erlernten Stoffs bezieht, wodurch der Teilnehmer eine persönliche Lernkontrolle herbeiführen und überprüfen kann, ob er die vermittelten Inhalte zutreffend erfasst hat und richtig anwenden kann (…BGH Urt. v. 7. Mai 2026, III ZR 142/25, juris Rn. 22;… WM 2026, 595 Rn. 10;… NJW 2026, 1419 Rn. 34;… WM 2026, 583 Rn. 27; NJW 2025, 2613 Rn. 28).

    Dass die Möglichkeit der Selbstkontrolle des Erlernten Gegenstand des vertraglich eingeräumten Fragerechts ist, muss nicht ausdrücklich erwähnt sein, sondern kann sich auch aus der Auslegung des Vertrags ergeben (BGH NJW 2025, 2613 Rn. 28).

    Für die Anwendung des Fernunterrichtsschutzgesetzes kommt es auch nicht darauf an, ob die im Vertrag vorgesehene Lernerfolgsüberwachung tatsächlich stattfindet (BGH NJW 2025, 2613 Rn. 29) .

  • BGH, 12.02.2026 - III ZR 73/25

    Voraussetzungen eines Fernunterrichtsvertrags

    Dazu genügt es, wenn der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch hat, zum Beispiel in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff, eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten (Senat, Urteile vom 15. Januar 2026 - III ZR 80/25 [zur Veröffentlichung bestimmt];… vom 2. Oktober 2025 - III ZR 173/24, BeckRS 2025, 27590 Rn. 18; vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 28 …und vom 15. Oktober 2009 - III ZR 310/08, NJW 2010, 608 Rn. 16, 18, 21).

    Nach der Rechtsprechung des Senats ist dieses Gesetz nicht auf Verbraucher im Sinne des § 13 BGB beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (Senat, Urteile vom 15. Januar 2026 - III ZR 80/25 [zur Veröffentlichung bestimmt];… vom 2. Oktober 2025 - III ZR 173/24 aaO Rn. 20 und vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 31 ff m.zahlr.w.N.).

    Denn auch in Anbetracht dessen, dass die Begriffe "Kenntnisse" und "Fähigkeiten" in Sinne des § 1 Abs. 1 FernUSG weit auszulegen sind und damit die Vermittlung "jeglicher" Kenntnisse und Fähigkeiten - gleichgültig welchen Inhalts - angesprochen ist (…vgl. Senat, Urteile vom 15. Januar 2026 aaO [zur Veröffentlichung bestimmt] und vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 21; jew. mwN), bleibt unklar, ob die Beklagte vornehmlich die Vermittlung von Wissen oder im Wesentlichen eine individuelle und persönliche Beratung und Begleitung des Teilnehmers bei der Gründung seines (Online-)Unternehmens schuldete (vgl. zB Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 23, der die Abgrenzungsfrage dort jedoch offengelassen hat;… OLG Celle, NJW-RR 2025, 113 Rn. 22).

    Sollte es danach wiederum zu dem Ergebnis gelangen, dass nach der zwischen den Parteien getroffene Vereinbarung die Vermittlung von Wissen im Vordergrund stand (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 23), wird es weitere Feststellungen zu dem Verhältnis der synchronen zu den asynchronen Unterrichtsanteilen zu treffen und die maßgeblichen Umstände tatrichterlich zu würdigen haben.

    Dabei werden etwa Inhalt und Bedeutung dieser Leistungen für den angestrebten Lernerfolg oder die jeweilige Dauer der nach dem Vertrag vorgesehenen Lerneinheiten zu berücksichtigen sein (vgl. zB Senat, Urteile vom 5. Februar 2026 [zur Veröffentlichung bestimmt]; vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 26 …und vom 2. Oktober 2025 aaO Rn. 16).

    Ferner wird zu berücksichtigen sein, ob die Teilnahme an den "Präsenzveranstaltungen" freiwillig oder verpflichtend war und ob sie zu einem beliebigen Zeitpunkt durch zeitversetztes Abrufen und Nacharbeiten einer Aufzeichnung ersetzt werden konnte und eine synchrone Teilnahme dadurch entbehrlich wurde (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 26).

  • BGH, 11.12.2025 - III ZR 438/23

    Klage des Wirecard-Insolvenzverwalters gegen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf …

    Die Beklagte hat zwar insoweit eine Verletzung der Hinweispflicht gemäß § 139 ZPO durch das Landgericht gerügt, sie hat aber nicht - wie dies erforderlich gewesen wäre (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 46 mwN) -, dargelegt, was sie auf einen entsprechenden Hinweis vorgetragen hätte, was der Kläger zu 1 mehrfach beanstandet hat.
  • BGH, 15.01.2026 - III ZR 80/25

    Vertriebsgenie Ausbildung - Zu Frage, wann sogenannte (Business-)Coaching- oder …

    Dies ist mittlerweile in der Senatsrechtsprechung geklärt (vgl. Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Ls. 2 und Rn. 31 ff …und vom 2. Oktober 2025 - III ZR 173/24, GRUR-RS 2025, 27590 Ls. 2 und Rn. 20).

    Im Gesetzgebungsverfahren bestand Einvernehmen darüber, dass in § 1 Abs. 1 FernUSG die Vermittlung "jeglicher" Kenntnisse und Fähigkeiten - "gleichgültig welchen Inhalts" - angesprochen ist (…Bericht des Ausschusses für Bildung und Wissenschaft, BT-Drucks. 7/4965, S. 7; Senat, Urteile vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 21 …und vom 2. Oktober 2025, aaO Rn. 11).

    Anderenfalls würden gerade solche Fernunterrichtsverträge aus dem Anwendungsbereich des Gesetzes ausgeschlossen, bei denen der vom Gesetz beabsichtigte Schutz der Fernunterrichtsteilnehmer besonders notwendig ist (Senat, Urteile vom 12. Juni 2025, aaO …und vom 2. Oktober 2025, aaO).

    Bei dem die Programmbeschreibung enthaltenden Angebot handelt es sich - ebenso wie bei dem späteren Angebot vom 15. Februar 2023 - nach dem insoweit unbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Vorbringen des Beklagten, dem die Revision nicht entgegengetreten ist, um einen von der Klägerin entworfenen Formularvertrag, den der Senat selbst auslegen kann (vgl. nur Senat, Urteile vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 22 …und vom 2. Oktober 2025, aaO Rn. 12).

    Denn Schwerpunkt beider Verträge war der "dauerhafte", jederzeitige Zugriff des Teilnehmers auf die Videos des modular aufgebauten "Intensiv-"Online-Schulungsprogramms und auf das darauf bezogene umfangreiche Arbeitsbuch und damit ein asynchroner Unterricht, dessen Darbietung durch den Lehrenden zeitlich versetzt zu dessen Abruf durch den Lernenden erfolgt (vgl. dazu Senat, Urteil vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 25 f).

    Das Tatbestandsmerkmal der Überwachung des Lernerfolgs ist weit auszulegen und bereits dann erfüllt, wenn der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch hat, zum Beispiel in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten (…vgl. Senat, Urteile vom 15. Oktober 2009 - III ZR 310/08, NJW 2010, 608 Rn. 16 und 21; vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 28 …und vom 2. Oktober 2025, aaO Rn. 18).

  • BGH, 05.02.2026 - III ZR 74/25

    Fernunterrichtsschutzgesetz

    Vielmehr erstreckt er sich auf alle Personen, die mit einem Veranstalter einen Vertrag über die Erbringung von Fernunterricht im Sinne des § 1 FernUSG schließen; ob dies zu gewerblichen oder selbständigen beruflichen Zwecken erfolgt oder nicht, ist unerheblich (vgl. Urteile vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 31 ff …und vom 2. Oktober 2025 - III ZR 173/24, WRP 2025, 1588 Rn. 20).

    Die vom Oberlandesgericht München im Urteil vom 17. Oktober 2024 (…aaO) für die Gegenansicht angeführten Argumente, die sich das Berufungsgericht zu eigen gemacht hat, hat der Senat dabei bereits erwogen (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 32 ff).

    Rn. 31 Der Gesetzgeber wollte mit der Einführung des Fernunterrichtsschutzgesetzes dementsprechend die Fernunterrichtsteilnehmer umfassend vor unseriösen Fernunterrichtsangeboten schützen und das Fernunterrichtswesen als Bestandteil eines modernen Weiterbildungssystems fördern (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 39;… Regierungsentwurf des Fernunterrichtsschutzgesetzes aaO S. 1, 12).

    Zwar hat das Berufungsgericht rechtsfehlerfrei und von der Revisionserwiderung unbeanstandet festgestellt, dass das zwischen den Parteien vereinbarte Online-Coaching die tatbestandlichen Voraussetzungen von Fernunterricht gemäß § 1 Abs. 1 FernUSG erfüllt (vgl. dazu Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 19 ff …und vom 2. Oktober 2025 aaO Rn. 9 ff).

    Dieser Anspruch ist jedoch gegebenenfalls nach den Grundsätzen der Saldotheorie einzuschränken, soweit die Beklagte gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1, § 818 Abs. 2 BGB Wertersatz für die von ihr geleisteten Dienste verlangen kann (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juni 2025 aaO Rn. 42 ff).

  • OLG Köln, 30.07.2026 - 19 U 242/25

    FernUSG, synchrone und asynchrone Kommunikation

    Rn. 14 Maßgeblich ist, ob nach Art, Inhalt und Schwerpunkt des zwischen den Parteien geschlossenen Vertrages die Vermittlung von Wissen im Vordergrund stand, was gegenüber einer individuellen und persönlichen Beratung und Begleitung der Teilnehmer abzugrenzen ist (BGH, Urteile vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 21 …und vom 15.01.2026, III ZR 80/25, juris Rn. 19;… Versäumnisurteil vom 12.02.2026, III ZR 73/25, juris Rn. 14, 19).

    Dabei sind die Begriffe "Kenntnisse" und "Fähigkeiten" weit auszulegen; Inhalt und Niveau der vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten sind dabei unerheblich (BGH, Urteil vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 21;… Vennemann, Kommentar zum FernUSG, 2. Auflage 2014, § 1 FernUSG Rn. 4).

    Für die Frage, ob die vertraglich vereinbarte Dienstleistung in der Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten besteht, kommt es auf den Vertragsinhalt an und nicht darauf, mit welchem Inhalt der Dienstverpflichtete die Leistung tatsächlich erbringt (vgl. BGH, Urteil vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 24).

    Rn. 18 An die Lernerfolgskontrolle sind keine strengen Anforderungen zu stellen, da das Tatbestandsmerkmal weit auszulegen ist (vgl. BGH, Urteile vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 28 …und vom 15.10.2009, III ZR 310/08, juris Rn. 16, 21;… Vennemann a.a.O. Rn. 12).

    Es reicht aus, wenn der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch hat, durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff - zum Beispiel in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung - eine individuelle Kontrolle des Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten (…BGH, Urteile vom 15.01.2026, III ZR 80/25, juris Rn. 27…, vom 02.10.2025, III ZR 173/24, juris Rn. 18 und vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 28;… Versäumnisurteil vom 12.02.2026, III ZR 73/25, juris Rn. 10), wobei eine einmalige Lernerfolgskontrolle ausreichend ist (vgl. BGH, Urteil vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 28;… Vennemann a.a.O.).

    Ob die vertraglich vorgesehene Lernerfolgsüberwachung auch tatsächlich stattfindet, kann hingegen dahinstehen (vgl. BGH, Urteile vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris Rn. 29 …und vom 15.10.2009, III ZR 310/08, juris Rn. 20).

    Rn. 33 Hinzukommt, dass das Landgericht auch auf die seiner Auffassung zugrundeliegende Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 12.06.2025, III ZR 109/24, juris) hingewiesen hat.

  • BGH, 07.05.2026 - III ZR 142/25

    Business-Mentoring oder Fernkurs? Wo ist die Grenze beim Online-Coaching?

    Diese tatrichterliche Würdigung unterliegt - da kein vom Senat selbst auszulegender Formularvertrag verwendet worden ist (vgl. dazu Senat, Urteile vom 12. Juni 2025 - III ZR 109/24, NJW 2025, 2613 Rn. 22;… vom 2. Oktober 2025 - III ZR 173/24, GRUR-RS 2025, 27590 Rn. 12 …und vom 15. Januar 2026, aaO Rn. 22) - lediglich der eingeschränkten revisionsrechtlichen Nachprüfung dahingehend, ob sich das Berufungsgericht mit dem Prozessstoff und den etwaigen Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, seine Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt (…st. Rspr., vgl. nur Senat, Urteile vom 9. Juni 2008 - III ZR 46/06, NJW-RR 2008, 1484 Rn. 22;… vom 5. November 2009 - III ZR 6/09, NJW 2010, 1456 Rn. 8 …und vom 12. Dezember 2019 - III ZR 198/18, NJW 2020, 776 Rn. 12).

    So hat es insbesondere aus den eingangs wiedergegebenen Schlagwörtern, Aussagen und Hinweisen in den "Meilensteinen" und in den zur Bearbeitung durch die Kursteilnehmer vorgesehenen "Workbooks" sowie aus der geschilderten Zurverfügungstellung von Erklär-Videos und Skripten nachvollziehbar abgeleitet, dass ein - im Hinblick auf den gesetzlich bezweckten Schutz der Fernunterrichtsteilnehmer qualitativ wie auch immer zu bewertender (vgl. Senat, Urteile vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 21;… vom 2. Oktober 2025, aaO Rn. 11 …und vom 15. Januar 2026, aaO Rn. 21) - Wissenstransfer in Aussicht gestellt beziehungsweise versprochen worden ist, durch den gerade Teilnehmern ohne einschlägige Vorkenntnisse und Erfahrungen während der insgesamt siebenmonatigen Programmdauer die für die Gründung und erfolgreiche (Weiter-)Führung eines Online-Unternehmens erforderliche Sachkunde vermittelt werden sollte.

    Für eine solche Lernerfolgskontrolle genügt es, dass der Lernende nach dem Vertrag den Anspruch hat, etwa in einer begleitenden Unterrichtsveranstaltung durch mündliche Fragen zum erlernten Stoff, eine individuelle Kontrolle seines Lernerfolgs durch den Lehrenden oder seinen Beauftragten zu erhalten (vgl. Senat, Urteile vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 28;… vom 2. Oktober 2025, aaO Rn. 18 …und vom 15. Januar 2026, aaO Rn. 27).

    Dem synchronen Unterricht können daher lediglich diejenigen Veranstaltungen zugeordnet werden, die entweder in physischer Präsenz oder zumindest als ausschließlich synchrone Online-Kommunikation durchgeführt werden (…vgl. Senat, Versäumnisurteil vom 12. Februar 2025, aaO Rn. 19 und Urteil vom 12. Juni 2025, aaO Rn. 26).

  • LG Aachen, 28.11.2025 - 9 O 200/25

    Fernunterrichtsvertrag ohne Zulassung: Masterclass nichtig

    (BGH Urt. v. 12.6.2025 - III ZR 109/24, GRUR-RS 2025, 16222 Rn. 21, 24, beckonline).

    Rn. 52 § 1 Abs. 1 FernUSG gerichtet sind, kommt es nicht an, weil vorliegend die Wissensvermittlung gegenüber einer individuellen und persönlichen Beratung und Begleitung des Teilnehmers deutlich im Vordergrund steht (vgl. BGH Urt. v. 12.6.2025 - III ZR 109/24, GRUR-RS 2025, 16222 Rn. 23, beck-online).

    Anders ist es etwa im Rahmen einer live übertragenen und nicht aufgezeichneten Videokonferenz oder einer Präsenzveranstaltung; hier werden Inhalte synchron vermittelt (…Vennemann FernUSG, 2. Aufl. 2014 § 1 Rn. 10; vgl. bzgl. asynchronem Unterricht: BGH Urt. v. 12.6.2025 - III ZR 109/24, GRUR-RS 2025, 16222 Rn. 26; beck-online).

    Es genügt eine einzige Lernkontrolle (BGH Urt. v. 12.6.2025 - III ZR 109/24, GRUR-RS 2025, 16222 Rn. 28, beck-online).

    Rn. 73 Beklagte einer ist, anzuwenden (BGH Urt. v. 12.6.2025 - III ZR 109/24, GRUR-RS 2025, 16222 Rn. 31, beck-online).

    Hieran ändert auch der Umstand nichts, dass ein die Rechtslage klarstellendes Urteil des Bundesgerichtshofs (Az. III ZR 109/24) erst nach dem gegenständlichen Vertragsabschluss ergangen ist und die Klägerin sich ebenfalls etwa eineinhalb Jahre nach dem Vertragsschluss bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht erkundigt hat, ob ihr Geschäftsmodell in den Anwendungsbereich des FernUSG falle.

  • OLG Köln, 08.08.2025 - 21 U 13/25
  • LG München I, 08.08.2025 - 47 O 12802/24

    Fernunterrichtsvertrag, Elektronisches Dokument, Vorläufige Vollstreckbarkeit, …

  • BGH, 18.06.2026 - III ZR 111/25

    Mittelverwendungskontrollvertrag als Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

  • OLG Köln, 21.07.2026 - 19 U 18/26

    FernUSG, synchrone und asynchrone Kommunikation

  • OLG Köln, 23.06.2026 - 19 U 18/26

    FernUSG, synchrone und asynchrone Kommunikation

  • LG Lübeck, 01.08.2025 - 10 O 168/24
  • BGH, 18.06.2026 - III ZR 122/25

    Schadensersatzanspruch eines Anlegers gegen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft …

  • BGH, 18.06.2026 - III ZR 118/25

    Schadensersatzanspruch eines Erben im Zusammenhang mit einer Beteiligung des …

  • LG Aachen, 25.02.2026 - 10 O 252/25

    Rückzahlung der Coaching-Kosten: Volle Erstattung auch für Unternehmer

  • AG Paderborn, 05.09.2025 - 57a C 183/24

    Coaching-Anbieter: Trotz fehlender FernUSG-Zulassung und nichtigem Vertrag kein …

  • OLG Brandenburg, 19.05.2026 - 6 U 35/25

    Erfolgreiche Berufung der Beklagten gegen geltend gemachte Rückzahlungsansprüche …

  • OLG Stuttgart, 28.07.2026 - 6 U 3/26

    Erfolglose Berufung der Beklagten mangels Vorliegens eines Fernunterrichtvertrags …

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