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   BGH, 20.02.2018 - II ZR 272/16   

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https://dejure.org/2018,6374
BGH, 20.02.2018 - II ZR 272/16 (https://dejure.org/2018,6374)
BGH, Entscheidung vom 20.02.2018 - II ZR 272/16 (https://dejure.org/2018,6374)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 (https://dejure.org/2018,6374)
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Volltextveröffentlichungen (14)

  • IWW

    § 172 Abs. 4 Satz 2 HGB, § ... 201 Abs. 2 Satz 1 InsO, § 161 Abs. 2, § 129 Abs. 1 HGB, § 178 Abs. 1 Satz 1 InsO, § 93 Abs. 1 InsO, § 171 Abs. 2, § 172 Abs. 4 HGB, § 138 Abs. 2, 3 ZPO, § 166 Abs. 1 HGB, § 4 InsO, § 299 Abs. 2 ZPO, § 129 Abs. 1, § 161 Abs. 2 HGB, § 178 Abs. 3 InsO, § 201 Abs. 2 InsO, § 201 Abs. 1 InsO, § 89 InsO, § 128 HGB, §§ 171, 172 Abs. 4 HGB, § 131 Abs. 1 Nr. 3 HGB, §§ 114 ff., §§ 125 ff. HGB, § 162 Abs. 2 HGB, § 164 Abs. 1 HGB, § 161 Abs. 1 HGB, § 171 Abs. 1 HGB, § 172 HGB, § 178 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 176 HGB, § 30 Abs. 2 InsO, § 29 Abs. 1 InsO, § 162 Abs. 1, § 60 Abs. 1 Nr. 4 GmbHG, § 162 Abs. 2, § 131 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB, § 146 Abs. 1 HGB, § 48 FGO, § 162 Abs. 1 HGB

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 129 Abs 1 HGB, § 161 Abs 2 HGB, § 171 Abs 2 HGB, § 172 Abs 4 HGB, § 201 Abs 2 S 1 InsO

  • Deutsches Notarinstitut

    HGB §§ 129, 171, 172
    Zur Substantiierung der Darlegung einer Forderung gegen den Kommanditisten

  • Wolters Kluwer

    Substantiierte Darlegung einer Forderung gegen den Kommanditisten durch den Insolvenzverwalter; Rechtskraftwirkung der widerspruchslos erfolgten Feststellung von Forderungen zur Insolvenztabelle

  • Betriebs-Berater

    Feststellungen zur Insolvenztabelle entfalten bei Insolvenz über das Vermögen einer KG auch Rechtskraft gegenüber einem Kommanditisten

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Substantiierte Darlegung einer Forderung gegen den Kommanditisten nach § 172 Abs. 4 HGB, wenn der Insolvenzverwalter die Insolvenztabelle mit festgestellten Forderungen vorlegt, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können; zur Rechtskraftwirkung der ...

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Substantiierte Darlegung einer Forderung gegen den Kommanditisten durch den Insolvenzverwalter; Rechtskraftwirkung der widerspruchslos erfolgten Feststellung von Forderungen zur Insolvenztabelle

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Rechtskraftwirkung der widerspruchslos zur Insolvenztabelle festgestellten Forderungen auch gegenüber Kommanditisten der insolventen KG

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • meyer-koering.de (Kurzinformation)

    Bei Insolvenz einer Gesellschaft müssen die Kommanditisten aktiv werden

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Zur substantiierten Darlegung einer Forderung gegen den Kommanditisten

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Feststellungen zur Insolvenztabelle entfalten bei Insolvenz über das Vermögen einer KG auch Rechtskraft gegenüber einem Kommanditisten

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Kein Glück und dann noch Pech? Rückforderung von Ausschüttungen durch den Insolvenzverwalter

Sonstiges

  • wolterskluwer-online.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Zum Auskunftsanspruch des Kommanditisten gegenüber dem Insolvenzverwalter bei einer Inanspruchnahme nach §§ 171, 172 HGB" von RA/FABank-und KapitalmarktR Ralph Veil, original erschienen in: ZInsO 2018, 1892 - 1893.

Papierfundstellen

  • BGHZ 217, 327
  • ZIP 2018, 640
  • MDR 2018, 604
  • DNotZ 2018, 791
  • NZI 2018, 442
  • WM 2018, 626
  • BB 2018, 769
  • DB 2018, 753
  • NZG 2018, 497
 
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Wird zitiert von ... (62)

  • OLG Frankfurt, 27.11.2018 - 5 U 65/18

    Kommanditistenhaftung: Rückforderung nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter

    Die streitentscheidenden Rechtsfragen seien durch das zwischenzeitlich veröffentlichte Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, juris, entsprechend der klägerischen Auffassung entschieden worden, weshalb die Berufung zurückzuweisen sei.

    (a) Für eine substantiierte Darlegung der vom Insolvenzverwalter eingeklagten Forderungen der Gesellschaftsgläubiger genügt es, dass der Insolvenzverwalter die Insolvenztabelle mit den festgestellten Forderungen vorlegt (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, juris, Rz. 14 f).

    Das Landgericht Ansbach hat mit Urteil vom 30. September 2016 erkannt, dass es im Rahmen der Darlegung durch den Insolvenzverwalter genügt, "wenn er die Tabelle i. S. d. § 175 InsO vorlegt" (LG Ansbach, Urteil vom 30. September 2016 - 1 S 14/16 -, a. a. O., Rz. 25), was durch den BGH uneingeschränkt - und unter Fortführung älterer Entscheidungen - bestätigt worden ist (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O.: "Zur Darlegung der Forderung ist es ausreichend, wenn der Kläger die Insolvenztabelle vorlegt mit festgestellten Forderungen, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können (BGH, Beschluss vom 18. Oktober 2011 - II ZR 37/10, juris Rn. 9 m. w. N., Urteile vom 22. März 2011 - II ZR 100/09, juris Rz. 20, und vom 11. Dezember 1989 - II ZR 78/89 -, BGHZ 109, 334-344 und juris, Rz. 14).

    (b) Einer Darlegung, in welcher Reihenfolge der Insolvenzverwalter die Forderungen einklagt, bedarf es nicht (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rz. 17), da die nach Insolvenzeröffnung vom Insolvenzverwalter einzuziehende Hafteinlage ohnehin nur noch zur gleichmäßigen (anteiligen) Befriedigung der berechtigten Gläubiger verwendet werden darf (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rz. 17).

    (c) Da die Haftsumme des Kommanditisten insgesamt geltend gemacht wird, liegt auch keine Teilklage vor (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rz. 18).

    Für die substantiierte Darlegung einer Forderung aus §§ 171 Abs. 2, 172 Abs. 4 HGB genügt es grundsätzlich, eine Insolvenztabelle mit festgestellten Insolvenzforderungen, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können, vorzulegen und hierauf zu verweisen (BGH, Urteil vom 20.02.2018, Az. II ZR 272/16, a. a. O., Leitsatz sowie Rz. 15; BGH, Beschluss vom 18. Oktober 2011 - II ZR 37/10, a. a. O., Rz. 9 m. w. N., Urteile vom 22. März 2011 - II ZR 100/09, a. a. O., Rz. 20 und vom 11. Dezember 1989 - II ZR 78/89 - a. a. O.).

    Nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH ist es nämlich unerheblich, wenn der Beklagte die ordnungsgemäße Anmeldung der widerspruchslos festgestellten Forderungen bestreitet oder materielle Einwände gegen ihre Berechtigung erhebt, da er die Möglichkeit gehabt hätte, sich im Insolvenzverfahren im Hinblick auf die Feststellung zur Insolvenztabelle bzw. wegen der Erhebung eines Widerspruchs an den vertretungsberechtigten Gesellschafter der aufgelösten Gesellschaft bzw. an deren Insolvenzverwalter zu wenden (BGH, Urteil vom 20.02.2018 - II ZR 272/16, a. a. O., Rz. 28 m. w. N.).

    Die Eintragung und Feststellung einer Forderung zur Insolvenztabelle gem. § 178 InsO entfaltet gem. § 201 InsO Rechtskraftwirkung gegenüber der Schuldnerin, weshalb der Kommanditist mit materiell-rechtlichen Einwendungen aufgrund der widerspruchslosen Feststellungen der Forderungen in der Insolvenztabelle nach § 129 Abs. 1, 161 Abs. 2 HGB abgeschnitten ist (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rz. 21; OLG München, Urteil vom 26. April 2018 - 23 U 1542/17 -, a. a. O.).

    Ein rechtskräftiges Urteil gegenüber der Gesellschaft nimmt auch dem persönlich haftenden Gesellschafter die Einwendungen, die der Gesellschaft abgesprochen wurden (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rz. 23).

    Widerspruchsberechtigt ist insoweit das vertretungsberechtigte Organ und damit nicht der Kommanditist (vgl. BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, Rz. 32 - 33, a. a. O., juris).

    Ergänzend besteht ein Akteneinsichtsgesuch nach § 4 InsO i.V.m. § 299 Abs. 2 ZPO (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rz. 20).

    Zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung ist eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erforderlich, weil das Urteil des Senats und die in das Verfahren eingeführten Entscheidungen, bei denen es sich zum Teil (z. B. Oberlandesgericht Hamm, Hinweisbeschluss vom 28.12.2016, Aktenzeichen 8 U 78/16; Landgericht Mainz, Hinweisbeschluss vom 31.07.2017, Aktenzeichen 9 O 33/17; Oberlandesgericht Stuttgart, Beschluss vom 28.02.2017, Aktenzeichen 14 U 8/17; Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 12.09.2017, Aktenzeichen 1 U 53/17; Landgericht Hamburg, Beschluss vom 15.06.2017, Aktenzeichen 204 O 67/15; Landgericht Hildesheim, Beschluss vom 04.07.2017, Aktenzeichen 6 O 27/17; Oberlandesgericht Celle, Hinweis- und Auflagenbeschluss vom 11.07.2018, Aktenzeichen 9 U 74/17; Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 11.06.2018, Aktenzeichen 11 U 149/17; Oberlandesgericht Celle, Hinweis vom 17.04.2018, 9 U 6/18; Oberlandesgericht Bamberg, Hinweisbeschluss vom 13.08.2018; Landgericht München I, Hinweisbeschluss vom 28.09.2018, Aktenzeichen 6 S 11898/18; Landgericht Ravensburg, Verfügung vom 06.11.2018, Aktenzeichen 1 S 43/18; Oberlandesgericht Bamberg, Hinweis- und Auflagenbeschluss vom 05.11.2018, Aktenzeichen 4 U 3/18) nur um gerichtliche Hinweise bzw. Verfügungen handelt und die im Übrigen zu einem nicht unerheblichen Teil (z. B. Anlagenkonvolut zum Schriftsatz des Beklagten vom 09.11.2017 gem. Aufstellung (Bl. 391 d. A.), sowie Landgericht Kiel, Urteil vom 24.06.2014, Aktenzeichen 4 O 177/13; Amtsgericht Senftenberg, Aktenzeichen 21 C 109/14; Landgericht Karlsruhe, Urteil vom 19.06.2017, Aktenzeichen 20 S 207/16; OLG München, Urteil vom 01.06.2017, Aktenzeichen 23 U 3628/16; Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom , 7 U 146/16; Landgericht Gießen, Urteil vom 10.08.2017, Aktenzeichen 5 O 92/17; Landgericht Stade, Urteil vom 04.10.2017, Aktenzeichen 2 O 59/17; Landgericht Koblenz, Aktenzeichen 16 O 62/17; Amtsgericht Eggenfelden, Urteil vom 02.10.2017, Aktenzeichen 1 C 184/17; Amtsgericht Altötting, Urteil vom 24.08.2017, Aktenzeichen 2 C 109/17) aus der Zeit vor Veröffentlichung der hier maßgeblichen Grundsatzentscheidung des BGH vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 - stammen, hinsichtlich der der hiesigen Entscheidung zugrunde liegenden Rechtsfragen nicht divergieren.

    Die maßgeblichen Rechtsfragen, insbesondere zu den Anforderungen an die Darlegung einer Forderung gegen den Kommanditisten auf Rückgewähr einer geleisteten Kommanditeinlage durch den Insolvenzverwalter und zur Rechtskraftwirkung der widerspruchslos erfolgten Feststellung von Forderungen zur Insolvenztabelle, sind durch das Urteil des BGH vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, geklärt worden, von dem abzuweichen vorliegend keine Veranlassung besteht.

  • OLG Stuttgart, 31.07.2019 - 20 U 36/18

    Kommanditistenhaftung: Rückforderung nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter

    Selbst für den Fall des Vorliegens einer Tabelle mit widerspruchslos festgestellten Forderungen habe der BGH in seiner Entscheidung vom 20.2.2018 (II ZR 272/16) offengelassen, ob der Kommanditist nach Vorlage der Tabelle mit Einwendungen auch dann ausgeschlossen sei, wenn die festgestellte Forderung offensichtlich unberechtigt sei.

    Es steht auch keine Teilklage, sondern die begrenzte Haftung des Kommanditisten gem. §§ 171 Abs. 2, 172 Abs. 4 HGB in Rede, deren Haftsumme insgesamt geltend gemacht wird (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 17 f.).

    aa) Macht der Kommanditist geltend, dass seine Inanspruchnahme nicht erforderlich sei, weil bereits das Gesellschaftsvermögen zur Befriedigung der Gläubiger ausreiche, trägt er die Darlegungs- und Beweislast (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 39 mwN).

    Zur Darlegung genügt insofern die Vorlage der Insolvenztabelle mit den festgestellten Forderungen, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 15).

    Dies folgt daraus, dass die Feststellung der Forderungen zur Insolvenztabelle für den Insolvenzverwalter und für die Gläubiger gem. § 178 Abs. 3 InsO die Wirkung eines rechtskräftigen Urteils hat, und dass für den Schuldner eine entsprechende Rechtskraftwirkung mittelbar aus § 201 Abs. 2 InsO folgt (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 21 ff.).

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Vorlage einer Insolvenztabelle zur Substantiierung nicht zwingend erforderlich, vielmehr hält der Bundesgerichtshof die Vorlage der Insolvenztabelle lediglich für ausreichend zur Darlegung der Forderung (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 15).

    Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beklagten, die eine einschränkende Auslegung der §§ 129 Abs. 1, 161 Abs. 2 HGB gebieten könnte, ist in diesem Fall nicht gegeben, sofern die Bestimmung des Prüfungstermins der Komplementär-GmbH als Vertreterin der Schuldnerin noch zugestellt wurde (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 35, 38).

    Dann ist auch nicht von Bedeutung, ob der Kläger zum Insolvenzverwalter im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Komplementär-GmbH bestellt wurde (vgl. BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 37).

    Selbst wenn jedoch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Komplementär-GmbH zeitlich früher erfolgt sein sollte, ist eine Gehörsverletzung jedenfalls dann zu verneinen, wenn der Beklagte über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens informiert war (vgl. BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 38).

    Hinzu kommt, dass der Beklagte insofern gehalten war, seinen Informationsanspruch gem. § 166 Abs. 1 HGB geltend zu machen, um substantiierter vortragen zu können (BGH Urteil vom 20.2.2018 - II ZR 272/16 - juris Rn. 20).

  • OLG Stuttgart, 02.08.2019 - 20 U 44/18

    Kommanditistenhaftung: Rückforderung nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter

    Zu Unrecht gehe das Landgericht mit dem Bundesgerichtshof (Urt. v. 20.02.2018 - II ZR 272/16) davon aus, dass dem Kommanditisten hinsichtlich der zur Tabelle festgestellten Forderungen sämtliche Einwendungen von Anfang an abgeschnitten sein, was über § 129 HGB auch die vom Beklagten erhobenen Einwände betreffen die Zins- und Währungsmanipulation betreffe.

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es zur Darlegung der Forderung ausreichend, wenn der Kläger die Insolvenztabelle vorlegt, mit festgestellten Forderungen, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können (BGH, Urt. v. 20.02.2018 - II ZR 272/16, Rz. 15 bei juris; vgl. auch BGH, Beschl. v. 18.10.2011 - II ZR 37/10, Rz. 9 bei juris).

    Das Landgericht Ansbach, dessen Entscheidung Gegenstand des Revisionsverfahrens II ZR 272/16 beim Bundesgerichtshof war, hat die Vorlage der Tabelle im Sinne von § 175 InsO durch den Insolvenzverwalter ebenfalls für ausreichend erachtet (Urt. v. 30.09.2016 - 1 S 14/16, Tz. 25 bei juris), ohne dass dies vom Bundesgerichtshof beanstandet worden wäre (vgl. OLG Frankfurt, Urt. v. 27.11.2018, aaO, Tz. 48 bei juris).

    Die Angabe einer Reihenfolge der in der Insolvenztabelle enthaltenen Forderungen hinsichtlich ihrer Geltendmachung durch den Kläger ist nicht erforderlich, da die nach Insolvenzeröffnung vom Insolvenzverwalter einzuziehende Hafteinlage nur noch zur gleichmäßigen (anteiligen) Befriedigung der berechtigten Gläubiger verwendet werden darf (BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO, Tz. 17 bei juris; OLG Frankfurt, Urt. v. 27.11.2018, aaO, Tz. 53 bei juris; vgl. auch BGH, Beschl. v. 18.10.2011, aaO).

    Einwendungen des Beklagten gegen die festgestellten Gläubigerforderungen sind unbeachtlich, da ihm diese nach §§ 129 Abs. 1, 161 Abs. 2 HGB aufgrund der Wirkungen der widerspruchslosen Feststellung der Forderungen in der Insolvenztabelle abgeschnitten sind (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO, Tz. 21 bei juris; Drescher, WM 2019, 137, 141).

    Sie folgt aber mittelbar aus § 201 Abs. 2 InsO (BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO, Tz. 22 bei juris).

    Ist im Gesellschaftsprozess ein rechtskräftiges Urteil gegen die Gesellschaft ergangen, wirkt dies auch gegen die Gesellschafter, indem es ihnen die Einwendungen nimmt, die der Gesellschaft abgesprochen wurden (BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO, Tz. 23 bei juris).

    Diese Grundsätze gelten gemäß § 161 Abs. 2 HGB auch für die Haftung des Kommanditisten gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft nach §§ 171, 172 Abs. 4 HGB (BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO, Tz. 24 bei juris).

    Die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass seine Inanspruchnahme zur Gläubigerbefriedigung nicht benötigt wird, liegt beim Beklagten (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO, Tz. 39 bei juris; BGH, Urt. v. 11.12.1989, aaO, Tz. 15 bei juris; ausführlich OLG Stuttgart, Urt. v. 02.12.1998 - 20 U 29/98, Tz. 63 ff., 70 bei juris; Thiessen in: Staub, HGB, 5. Aufl., § 171 Rn. 226; Strohn in: Ebenroth / Boujong / Joost / Strohn, aaO, § 171 Rz. 96; Haas / Mock in: Röhricht / v. Westphalen / Haas, HGB, 4. Aufl., § 171 Rz. 92).

    Im Rahmen seiner sekundären Darlegungslast hat der Insolvenzverwalter aber die für die Befriedigung der Gläubiger bedeutsamen Verhältnisse der Gesellschaft darzulegen, sofern nur er dazu im Stande ist (BGH, Urt. v. 11.12.1989, aaO; vgl. auch BGH, Urt. v. 20.02.2018, aaO).

  • OLG Stuttgart, 31.07.2019 - 20 U 30/18

    Kommanditistenhaftung: Rückforderung nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter

    a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es zur Darlegung der Forderung ausreichend, wenn der Kläger die Insolvenztabelle vorlegt, mit festgestellten Forderungen, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können (BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 15, juris; vgl. auch BGH, Beschl. v. 18.10.2011, II ZR 37/10, Rn. 9, juris).

    Das LG Ansbach, dessen Entscheidung Gegenstand des Revisionsverfahrens II ZR 272/16 bei dem Bundesgerichtshof war, hat die Vorlage der Tabelle im Sinne von § 175 InsO durch den Insolvenzverwalter ebenfalls für ausreichend erachtet (vgl. Urt. v. 30.09.2016, 1 S 14/16, Rn. 25, juris), ohne dass dies von dem Bundesgerichtshof beanstandet worden wäre (vgl. OLG Frankfurt, Urt. v. 27.11.2018, a.a.O., Rn. 48).

    b) Die Angabe einer Reihenfolge der in der Insolvenztabelle enthaltenen Forderungen hinsichtlich ihrer Geltendmachung durch den Kläger ist nicht erforderlich, da die nach Insolvenzeröffnung vom Insolvenzverwalter einzuziehende Hafteinlage nur noch zur gleichmäßigen (anteiligen) Befriedigung der berechtigten Gläubiger verwendet werden darf (BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 17; OLG Frankfurt, Urt. v. 27.11.2018, a.a.O., Rn. 53; vgl. auch BGH, Beschl. v. 18.10.2011, a.a.O.).

    c) Das Bestreiten der Gläubigerforderungen durch den Beklagten ist unbeachtlich, da ihm die Einwendung nach § 129 Abs. 1, § 161 Abs. 2 HGB aufgrund der Wirkungen der widerspruchslosen Feststellung der Forderungen in der Insolvenztabelle abgeschnitten ist (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 21; Drescher , WM 2019, 137, 141).

    Sie folgt aber mittelbar aus § 201 Abs. 2 InsO (BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 22).

    Ist im Gesellschaftsprozess ein rechtskräftiges Urteil gegen die Gesellschaft ergangen, wirkt dies auch gegen die Gesellschafter, indem es ihnen die Einwendungen nimmt, die der Gesellschaft abgesprochen wurden (BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 23).

    Diese Grundsätze gelten gemäß § 161 Abs. 2 HGB auch für die Haftung des Kommanditisten gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft nach §§ 171, 172 Abs. 4 HGB (BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 24).

    Der Umstand, dass die Komplementär-GmbH der Schuldnerin ebenfalls Insolvenz angemeldet hat und der Kläger auch bei ihr zum Insolvenzverwalter bestellt wurde, rechtfertigt keine andere Beurteilung (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 35 ff.).

    a) Die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass seine Inanspruchnahme zur Gläubigerbefriedigung nicht benötigt wird, liegt bei dem Beklagten (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 39; BGH, Urt. v. 11.12.1989, a.a.O., Rn. 15; ausführlich OLG Stuttgart, Urt. v. 02.12.1998, 20 U 29/98, Rn. 63 ff., 70, juris; Staub- Thiessen , HGB, 5. Aufl. 2015, § 171 Rn. 226, juris; E/B/J/S- Strohn , a.a.O., § 171 Rn. 96; Röhricht/v. Westphalen/Haas- Haas/ Mock , HGB, 4. Aufl. 2014, § 171 Rn. 92, juris).

    Im Rahmen seiner sekundären Darlegungslast hat der Insolvenzverwalter aber die für die Befriedigung der Gläubiger bedeutsamen Verhältnisse der Gesellschaft darzulegen, sofern nur er dazu im Stande ist (BGH, Urt. v. 11.12.1989, a.a.O., Rn. 15; vgl. auch BGH, Urt. v. 20.02.2018, a.a.O., Rn. 39).

  • OLG München, 26.04.2018 - 23 U 1542/17

    Kommanditistenhaftung - Nachweis der Gläubigerforderung durch Insolvenztabelle

    Im Schriftsatz vom 03.04.2018 (Bl. 304 ff d.A.) hat der Beklagtenvertreter zum gegnerischen Schriftsatz vom 26.03.2018 und dem dort zitierten Urteil des BGH vom 20.02.2018, II ZR 272/16, Stellung genommen.

    Im Übrigen würde für eine substantiierte Darlegung der vom Insolvenzverwalter eingeklagten Forderungen der Gesellschaftsgläubiger sogar genügen, dass der Insolvenzverwalter die Insolvenztabelle mit den festgestellten Forderungen vorlegt (BGH, Urteil vom 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Tz. 14 f).

    Der Insolvenzverwalter hat jedoch die für die Befriedigung der Gläubiger bedeutsamen Verhältnisse der Gesellschaft darzulegen, soweit nur er dazu im Stande ist (BGH, Urteil vom 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Tz. 39; BGH, Urteil vom 11.12.1989, II ZR 78/89, NJW 1990, S. 1109, 1111).

    Ob ein einfaches Bestreiten der festgestellten Forderung durch den Kommanditisten überhaupt beachtlich ist, erscheint nach Ansicht des BGH bereits fraglich (Urteil vom 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Tz. 20).

    Soweit der Beklagte anregt (Schriftsatz vom 03.04.2018, S. 4, Bl. 307 d.A.), das Gericht möge eine Urkundenvorlage, "gestützt auf BGH, Urt. V. 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 20" anordnen, bleibt schon unklar, welche Urkunden nach Ansicht des Beklagten vom Kläger vorzulegen wären.

    Die maßgeblichen Rechtsfragen sind durch höchstrichterliche Entscheidungen, insbesondere das Urteil des BGH vom 20.02.2018, II ZR 272/16 (juris) geklärt.

  • OLG Stuttgart, 31.07.2019 - 20 U 33/18

    Kommanditistenhaftung: Rückforderung nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter

    Auch war die Klagforderung hinreichend bestimmt gem. § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, eine unzulässige Teilklage lag nicht vor (BGH Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Rn. 17; dazu auch OLG Stuttgart, Urt. v. 31.07.2019, 20 U 38/18, S. 9 ).

    Zur Darlegung ist es dabei ausreichend, wenn der Kläger eine Insolvenztabelle mit festgestellten Forderungen vorlegt (BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Rn. 15).

    Dasselbe gilt für die - wegen der Rechtskraftwirkung der Tabellenfeststellungen (hierzu BGH, Urteil vom 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 22, juris) im Wesentlichen freilich zu verneinende - Frage, ob vom Beklagten erhobene Einwände oder Einreden gegen die festgestellten bzw. für den Ausfall festgestellten Forderungen bestehen.

    Grundsätzlich liegt die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass seine Inanspruchnahme zur Gläubigerbefriedigung nicht benötigt wird, beim Kommanditisten (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Rn. 39; BGH, Urt. v. 11.12.1989, II ZR 78/89, BGHZ 109, 334, juris Rn. 15; ausführlich Senat, Urt. v. 02.12.1998, 20 U 29/98, juris Rn. 63 ff., 70; Staub-Thiessen, HGB, 5. Aufl. 2015, § 171 Rn. 226; Strohn, Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 5. Aufl., § 171 Rn. 96; Haas/Mock, Röhricht/v. Westphalen/Haas, HGB, 4. Aufl. 2014, § 171 Rn. 92).

    Den Insolvenzverwalter trifft aber eine sekundäre Darlegungslast, soweit nur er in der Lage ist, die für die Befriedigung der Gläubiger maßgeblichen Verhältnisse der Schuldnerin darzustellen (BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, juris Rn. 39; BGH, Urt. v. 11.12.1989, II ZR 78/89, juris Rn. 15).

  • OLG Hamm, 02.09.2019 - 8 U 3/19

    Rückzahlung von Ausschüttungen eines Publikumsfonds nach dessen Insolvenz

    Insbesondere liegt in der vorliegend Konstellation - wie der Bundesgerichtshof in einem anderen Verfahren geklärt hat (BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16) - keine unzulässige Teilklage vor.

    Insoweit trifft den klagenden Insolvenzverwalter im Ausgangspunkt die Darlegungs- und Beweislast und kommt für den Fall des Nachweises der Insolvenztabelle die Wirkung eines rechtskräftigen Urteils zu, und zwar im Hinblick auf § 201 Abs. 2 InsO auch gegenüber Kommanditisten (BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, juris, Rn. 13 ff., 22 ff.).

    bb) Der Senat hat vor dem Hintergrund der o. g. Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs vom 20.02.2018 (a.a.O., Rn. 15) erhebliche Zweifel an der vom Landgericht unter Verweis auf einen Teil der obergerichtlichen Rechtsprechung (OLG Koblenz, Urteil vom 06.11.2018, 3 U 265/18; OLG Bamberg, Beschluss vom 05.11.2018, 4 U 3/18; OLG München, Beschluss vom 23.04.2019, 18 U 2990/18, Beschluss vom 24.04.2019, 18 U 3194/18) vertretenen Rechtsauffassung, dass schon zur hinreichend bestimmten (§ 253 Abs. 2 ZPO) oder jedenfalls zur inhaltlich schlüssigen Darlegung der der Forderung gegen den Kommanditisten zu Grunde liegenden Gläubigerforderungen die Vorlage einer (beglaubigten) Abschrift der vom Insolvenzgericht angefertigten Insolvenztabelle im Sinne des § 178 InsO erforderlich sei.

    Selbst wenn unstreitig sein sollte, dass eine einzelne Insolvenzgläubigerin falsch angegeben worden ist (I AG oder B3 Management) und dass bzgl. der Insolvenzforderung Nr. 25 an sich vorrangige Sozialansprüche zu berücksichtigen gewesen wären, sind doch Grund und Höhe der zugrunde liegenden Forderung in der vorgelegten gerichtlichen Insolvenztabelle der Rechtskraftwirkung fähig festgestellt worden (§§ 178 Abs. 3, 201 Abs. 1 InsO, vgl. BGH, Urteil vom 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 21-24).

  • OLG München, 08.07.2019 - 21 U 3749/18

    Rückzahlung von Ausschüttungen

    Gleiches ergibt sich auch aus der zuletzt vom Klägervertreter vorgelegten Tabelle, BK 6. Auf dieses Ergebnis der Feststellungsprüfung kommt es aber nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs an, vgl. BGH, Urteil vom 20.02.2018, Az. II ZR 272/16, wenn dort ausgeführt wird, dass es zur Darlegung der Forderung ausreichend ist, wenn der Kläger die Insolvenztabelle vorlegt mit festgestellten Forderungen, die nicht aus der Insolvenzmasse befriedigt werden können, vgl. Rn. 15. Dass die vom Kläger vorgelegte Tabelle den festgestellten Forderungsstand unzutreffend wiedergibt, ist weder ersichtlich noch von der Beklagten substantiiert vortragen oder bewiesen.

    Der Insolvenzverwalter hat jedoch die für die Befriedigung der Gläubiger bedeutsamen Verhältnisse der Gesellschaft darzulegen, soweit nur er dazu im Stande ist, vgl. BGH, Urteil vom 20.02.2018, Az. II ZR 272/16.

    In der Entscheidung vom 20.02.2018, Az. II ZR 272/16 hat der BGH in Rn. 13 nur darauf abgestellt, dass Forderungen von Gesellschaftsgläubigern mindestens in Höhe der Klageforderung bestehen.

    Auch ergibt sich eine solche Aussage nicht aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 20.02.2018, Az. II ZR 272/16.

  • OLG Düsseldorf, 01.08.2019 - 6 U 156/18
    Für eine substantiierte Darlegung der vom Insolvenzverwalter eingeklagten Forderungen der Gesellschaftsgläubiger genügt es, dass der Insolvenzverwalter die Insolvenztabelle mit den festgestellten Forderungen vorlegt (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, juris, Rn. 14 f.).

    Einer Darlegung, in welcher Reihenfolge der Insolvenzverwalter die Forderungen einklagt, bedarf es nicht (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16 -, a. a. O., Rn. 17), da die nach Insolvenzeröffnung vom Insolvenzverwalter einzuziehende Hafteinlage ohnehin nur noch zur gleichmäßigen (anteiligen) Befriedigung der berechtigten Gläubiger verwendet werden darf (BGH, Urteil vom 20. Februar 2018 - II ZR 272/16, juris, Rn. 17).

    Die Eintragung und Feststellung einer Forderung zur Insolvenztabelle gem. § 178 InsO entfaltet gem. § 201 InsO Rechtskraftwirkung gegenüber der Schuldnerin, weshalb der Kommanditist mit materiell-rechtlichen Einwendungen aufgrund der widerspruchslosen Feststellungen der Forderungen in der Insolvenztabelle nach §§ 129 Abs. 1, 161 Abs. 2 HGB abgeschnitten ist (BGH, Urteil vom 20.02.2018 - II ZR 272/16 -, Rn. 21, juris; OLG München, Urteil vom 26.04.2018 - 23 U 1542/17).

  • OLG Hamm, 11.06.2018 - 8 U 124/17

    Bei der Kapitalanlage in Schiffsfonds realisiert sich oftmals das

    Folglich definieren in diesem Fall nicht einzelne Gläubigerforderungen, sondern die Geltendmachung der Haftsumme als solche den Streitgegenstand (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 17-18, juris).

    Die der Gesellschaft damit abgesprochenen Einwendungen kann auch der persönlich haftende Gesellschafter gemäß § 129 Abs. 1 HGB nicht mehr erheben (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 23, juris).

    Seinem Anspruch auf rechtliches Gehör wird durch die öffentlichen Bekanntmachungen im Insolvenzverfahren Rechnung getragen (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2018, II ZR 272/16, Rn. 24, 28, 32ff., juris).

  • OLG Hamm, 21.01.2019 - 8 U 62/18

    Voraussetzungen der Geltendmachung der Kommanditistenhaftung in der Insolvenz der

  • OLG Nürnberg, 11.07.2018 - 12 U 1816/17

    Voraussetzungen eines Anspruchs auf Rückgewähr gewinnunabhängiger Ausschüttungen

  • BGH, 26.03.2019 - II ZR 413/18

    Wirksamkeit einer vorformulierten Klausel in einem Kaufvertrag über einen

  • LG Köln, 11.06.2019 - 22 O 84/19

    Haftung des Kommanditisten auf die Rückzahlung der empfangenen Ausschüttungen

  • OLG Hamm, 21.01.2019 - 8 U 59/18
  • LG Frankfurt/Main, 22.05.2019 - 24 O 149/18

    Wasserflugzeuge vor Strandvilla auf den Malediven

  • LG Dortmund, 23.07.2018 - 3 O 342/17

    Berufung anhängig

  • LG Arnsberg, 30.11.2018 - 2 O 96/17
  • LG Dortmund, 24.09.2018 - 3 O 18/18

    Rückzahlungsanspruch eines Insolvenzverwalters von haftungsschädlichen

  • LG Traunstein, 25.04.2018 - 5 O 575/17

    Kein Anspruch auf Rückzahlung von Ausschüttungen durch den Kommanditisten bei

  • OLG Hamm, 20.02.2019 - 8 U 87/18

    Kommanditistenhaftung; Einziehungsbefugnis des Insolvenzverwalters

  • OLG Frankfurt, 27.09.2018 - 11 SV 58/18

    Zuständigkeitsstreit KfH / ZK

  • OLG München, 12.03.2019 - 18 U 2812/18

    Forderung gegen den Kommanditisten auf Rückzahlung von Ausschüttungen

  • OLG Hamm, 21.01.2019 - 8 U 64/18
  • OLG Hamm, 21.01.2019 - 8 U 67/18
  • OLG Hamm, 21.01.2019 - 8 U 63/18
  • LG Dortmund, 28.08.2018 - 1 S 218/17

    Inanspruchnahme des Kommanditisten für die Befriedigung der dargelegten

  • OLG Hamm, 27.02.2019 - 8 U 91/18
  • LG Dortmund, 28.08.2018 - 1 S 255/17

    Ausübung des den Gesellschaftsgläubigern zustehenden Rechts durch den

  • LG Hamburg, 22.06.2018 - 308 O 343/16

    Schadensersatzanspruch wegen Urheberrechtsverletzung aufgrund des öffentlichen

  • LG Dortmund, 28.08.2018 - 1 S 248/17

    Inanspruchnahme des Kommanditisten für die Befriedigung der dargelegten

  • LG München II, 29.08.2018 - 2 O 3148/17

    Rückzahlungsanspruch des Insolvenzverwalters als Prozessstandschafter der

  • LG Dortmund, 28.08.2018 - 1 S 217/17

    Inanspruchnahme des Kommanditisten zur Befriedigung der Gläubiger des

  • OLG München, 09.05.2019 - 14 U 1064/18

    Insolvenzverfahren

  • BayObLG, 24.10.2019 - 1 VA 92/19

    Recht auf Akteneinsicht im laufenden Insolvenzverfahren

  • OLG Dresden, 27.06.2019 - 8 U 2001/18

    Haftung eines Kommanditisten im Insolvenzverfahren

  • OLG München, 04.06.2018 - 23 U 1542/17

    Anhörungsrüge - Feststellung von Darlehensrückzahlungsanspruch

  • LG Bad Kreuznach, 17.08.2018 - 5 HKO 16/17

    Rückzahlungsanspruch des Insolvenzverwalters von Liquiditätsauszahlungen einer

  • OLG Hamburg, 02.11.2018 - 11 U 17/18

    Rückgewährklage des Insolvenzverwalters für eine insolvente

  • OLG Bamberg, 13.08.2018 - 3 U 16/18

    Gewerbesteuer als Teil eines Messeverbindlichkeit

  • OLG Bremen, 21.09.2018 - 1 W 25/18

    Einstweilige Verfügung gegen einen Prozessgegner zur Auskunftserteilung als

  • LG Rottweil, 10.08.2018 - 4 O 13/17

    Rückzahlungsanspruch des Insolvenzverwalters gegen den Kommanditisten der

  • LG Dortmund, 15.05.2018 - 3 O 19/18

    Inanspruchnahme des Kommanditisten durch den Insolvenzverwalter zur Befriedigung

  • LG Dortmund, 15.05.2018 - 3 O 31/18

    Beweislast des Insolvenzverwalters zur Erforderlichkeit der Inanspruchnahme des

  • LG Dortmund, 15.05.2018 - 3 O 25/18

    Beweislast des Insolvenzverwalters zur Erforderlichkeit der Inanspruchnahme des

  • LG Bremen, 07.08.2018 - 6 O 1247/18

    Rückzahlung von einlagereduzierenden Gewinnausschüttungen i.R.d. Haftung des

  • LG München II, 13.12.2018 - 11 O 4254/16

    Beanspruchung eines Kommanditisten

  • OLG Hamburg, 21.12.2018 - 11 U 106/07

    Voraussetzungen des Anspruchs des Insolvenzverwalters einer Publikums-KG gegen

  • OLG Nürnberg, 07.01.2019 - 1 AR 2663/18

    Zuständigkeit der Kammer für Handelssachen

  • OLG München, 27.03.2018 - 7 W 282/18

    Sofortige Beschwerde von Beklagten- Gewerbesteuerforderung des Finanzamt H

  • OLG München, 08.05.2018 - 7 U 3756/17

    Berufung, Insolvenzverwalter, Insolvenztabelle, Klage, Darlegung, Kommanditist,

  • OLG Bamberg, 01.04.2019 - 4 U 3/18

    Anmeldung, Darlegungsanforderungen, Haftsumme, Hinweisbeschluss,

  • LG Bielefeld, 01.03.2019 - 15 O 31/18
  • LG Frankfurt/Main, 22.02.2019 - 28 O 132/18
  • LG Hamburg, 22.10.2018 - 325 O 82/18

    Haftung für erfolgte Ausschüttungen nach einem Kommanditanteilskaufvertrag

  • LG Bochum, 19.03.2019 - 16 O 97/18
  • LG Kempten, 11.10.2018 - 1 HKO 1039/17

    Rückzahlung von Ausschüttungen eines Kommanditisten

  • LG Landshut, 13.12.2018 - 71 O 2943/17

    Wert einer Einlage bei Hafteinlage und Insolvenzverfahren

  • AG Bonn, 04.09.2018 - 104 C 32/18
  • AG Weinheim, 10.08.2018 - 2 C 77/17

    Rückzahlungsanspruch eines Insolvenzverwalters von Ausschüttungen aus

  • AG Emmendingen, 18.07.2018 - 7 C 110/18

    Verfolgung der Rechte der Gläubiger durch die Insolvenzverwalter als gesetzliche

  • AG München, 26.07.2018 - 243 C 8677/18

    Anforderungen an die Darlegungspflicht eines Insolvenzverwalters für die

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