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Weitere Entscheidung unten: BGH, 03.12.2020

Rechtsprechung
   BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2022,17279
BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19 (https://dejure.org/2022,17279)
BGH, Entscheidung vom 02.06.2022 - VII ZR 229/19 (https://dejure.org/2022,17279)
BGH, Entscheidung vom 02. Juni 2022 - VII ZR 229/19 (https://dejure.org/2022,17279)
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Volltextveröffentlichungen (13)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Zulässigkeit einer die Mindestsätze der HOAI unterschreitenden Honorarvereinbarung zwischen Privatpersonen: Richtlinienkonforme Auslegung; Anwendbarkeit des gegen Unionsrecht verstoßenden Mindestsatzrechts; Berücksichtigung der Bestimmungen des AEUV über die ...

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 7 HOAI 2013, Art 15 Abs 1 EGRL 123/2006, Art 15 Abs 2 Buchst g EGRL 123/2006, Art 15 Abs 3 EGRL 123/2006, Art 49 AEUV
    Zulässigkeit einer die Mindestsätze der HOAI unterschreitenden Honorarvereinbarung zwischen Privatpersonen: Richtlinienkonforme Auslegung; Anwendbarkeit des gegen Unionsrecht verstoßenden Mindestsatzrechts; Berücksichtigung der Bestimmungen des AEUV über die ...

  • IWW

    Art. 229 § 5 Satz 1, § 39 EGBGB, §§ ... 57, 58 HOAI, § 254 ZPO, § 242 BGB, § 7 Abs. 1 HOAI, § 147 Abs. 2 BGB, § 150 Abs. 1 BGB, § 6 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1 HOAI, § 7 Abs. 1, Abs. 3 HOAI, § 7 HOAI, Art. 15 Abs. 1, Abs. 2 Buchst. g, Abs. 3 der Richtlinie 2006/123/EG, Art. 49 AEUV, Art. 56 AEUV, § 7 Abs. 5 HOAI, Abs. 5 HOAI, § 561 ZPO, § 631 Abs. 1 BGB, § 7, §§ 34, 35, 51, 52 HOAI, § 7 Abs. 3 HOAI, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 6 Abs. 1 HOAI, § 6 Abs. 2 HOAI, § 6 Abs. 2 Nr. 1 HOAI, § 2 Abs. 11 HOAI

  • Wolters Kluwer

    Auskunftserteilung über die anrechenbaren Kosten des Bauvorhabens "Umbau und Sanierung des Hinterhauses" zur Bezifferung des Mindestsatzhonorars

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    HOAI (2013) § 7; Richtlinie 2006/123/EG Art. 15 Abs. 1, Abs. 2 Buchst. g und Abs. 3; AEUV Art. 49, Art. 56
    Mindesthonorar für Architekten und Ingenieure in Altfällen

  • zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    HOAI (2013) § 7; Richtlinie 2006/123/EG Art. 15 Abs. 1, Abs. 2 Buchst. g und Abs. 3; AEUV Art. 49, Art. 56
    Keine richtlinienkonforme Auslegung des Mindestsatzrechts der HOAI (2013) im Sinne der fehlenden Verbindlichkeit einer solchen Vereinbarung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de

    Auskunftserteilung über die anrechenbaren Kosten des Bauvorhabens "Umbau und Sanierung des Hinterhauses" zur Bezifferung des Mindestsatzhonorars

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Schlussstrich: Mindestsätze der HOAI 2013 zwischen Privaten verbindlich!

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    HOAI steht einer die Mindestsätze unterschreitenden Honorarvereinbarung entgegen

Besprechungen u.ä. (2)

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Schlussstrich: Mindestsätze der HOAI 2013 zwischen Privaten verbindlich! (IBR 2022, 408)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    § 7 Abs. 5 HOAI 2013 kollidiert nicht mit EU-Recht! (IBR 2022, 409)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2022, 3224
  • ZIP 2022, 1759
  • MDR 2022, 1015
  • NZBau 2022, 526
  • NZM 2023, 46
  • WM 2022, 2345
 
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Wird zitiert von ... (12)Zitiert selbst (12)

  • EuGH, 18.01.2022 - C-261/20

    HOAI-Mindestsätze: Schlägt EU-Rechtswidrigkeit auf die Verträge durch?

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Aus dem Unionsrecht folgt keine Verpflichtung, das gegen Art. 15 Abs. 1, Abs. 2 Buchst. g und Abs. 3 der Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt verstoßende verbindliche Mindestsatzrecht der HOAI im Rahmen eines Rechtsstreits, in dem sich ausschließlich Privatpersonen gegenüberstehen, unangewendet zu lassen (im Anschluss an EuGH, Urteil vom 18. Januar 2022 - C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin).

    Die Bestimmungen des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) über die Niederlassungsfreiheit, den freien Dienstleistungsverkehr und den freien Kapitalverkehr finden auf einen Sachverhalt, dessen Merkmale nicht über die Grenzen eines Mitgliedstaates hinausweisen, grundsätzlich keine Anwendung und führen daher in einem solchen Fall nicht zu der Verpflichtung, das verbindliche Mindestsatzrecht der HOAI unangewendet zu lassen (im Anschluss an EuGH, Urteil vom 18. Januar 2022 - C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin).

    Rn. 10 Der Gerichtshof der Europäischen Union hat inzwischen über das Vorabentscheidungsersuchen durch Urteil vom 18. Januar 2022 (C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin), auf das Bezug genommen wird, entschieden.

    Rn. 28 (2) Nach dem auf das Vorabentscheidungsersuchen des Senats vom 14. Mai 2020 in dem Verfahren VII ZR 174/19 (BGHZ 225, 297) ergangenen Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 18. Januar 2022 (C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin) steht ferner fest, dass der Senat im Streitfall nicht aufgrund Unionsrechts verpflichtet ist, das verbindliche Mindestsatzrecht der HOAI unangewendet zu lassen.

    Auf die diesbezüglichen Ausführungen, die auch auf den Streitfall Anwendung finden, wird Bezug genommen (EuGH, Urteil vom 18. Januar 2022 - C-261/20 Tz. 31-37, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin).

    Rn. 31 Der Gerichtshof der Europäischen Union hat ferner ausgeführt, dass die zuständigen nationalen Gerichte nicht allein aufgrund eines gemäß den Art. 258 bis 260 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) erlassenen Urteils verpflichtet sind, im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen Privatpersonen eine nationale Regelung, die gegen die Bestimmung einer Richtlinie verstößt, unangewendet zu lassen (EuGH, Urteil vom 18. Januar 2022 - C-261/20 Tz. 38-40, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin).

    Rn. 33 Der Gerichtshof der Europäischen Union hat insoweit klargestellt, dass die Bestimmungen des AEUV über die Niederlassungsfreiheit, den freien Dienstleistungsverkehr und den freien Kapitalverkehr auf einen Sachverhalt, dessen Merkmale nicht über die Grenzen eines Mitgliedstaates hinausweisen, grundsätzlich keine Anwendung finden (EuGH, Urteil vom 18. Januar 2022 - C-261/20 Tz. 50-53, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin).

    Auch wenn der Gerichtshof die in jenem Vorabentscheidungsverfahren hierzu gestellte Vorlagefrage formal als unzulässig beschieden hat (EuGH, Urteil vom 18. Januar 2022 - C-261/20 Tz. 54 f., BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin), steht danach fest, dass die Niederlassungsfreiheit gemäß Art. 49 AEUV, die Dienstleistungsfreiheit gemäß Art. 56 AEUV oder sonstige allgemeine Grundsätze des Unionsrechts der Anwendung der in der HOAI verbindlich geregelten Mindestsätze im Streitfall nicht entgegenstehen.

    Rn. 38 Dies gilt schon deshalb, weil - wie unter II. 2. b) aa) ausgeführt - nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 18. Januar 2022 (C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin) feststeht, dass der Senat in einem Rechtsstreit, in dem sich - wie hier - ausschließlich Privatpersonen gegenüberstehen, nicht aufgrund Unionsrechts verpflichtet ist, das verbindliche Mindestsatzrecht der HOAI unangewendet zu lassen (vgl. auch Senatsurteil vom 2. Juni 2022 - VII ZR 174/19 unter II. 2.).

  • EuGH, 04.07.2019 - C-377/17

    Verbindliche Honorare mit Mindest- und Höchstsätzen in HOAI für …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    § 7 Abs. 5 HOAI (2013) ist unbeschadet des Urteils des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17) weiterhin anwendbar.

    Denn die Unterschreitung der Mindestsätze habe infolge der Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17, BauR 2019, 1624 = NZBau 2019, 511 - Kommission/Deutschland) nicht mehr die Unwirksamkeit der zwischen der Klägerin und der Beklagten zu 1 getroffenen Honorarvereinbarung zur Folge.

    Rn. 24 b) Die mit Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17, BauR 2019, 1624 = NZBau 2019, 511 - Kommission/Deutschland) festgestellte Unionsrechtswidrigkeit des verbindlichen Preisrechts der HOAI führt - entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts - im Streitfall nicht dazu, dass ein Anspruch der Klägerin auf Zahlung eines Mindestsatzhonorars ausscheidet.

    Die im Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland ergangene Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17, BauR 2019, 1624 = NZBau 2019, 511 - Kommission/Deutschland) steht dem nicht entgegen.

    Rn. 27 (1) Eine richtlinienkonforme Auslegung des § 7 HOAI unter Berücksichtigung der im Vertragsverletzungsverfahren ergangenen Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17, BauR 2019, 1624 = NZBau 2019, 511 - Kommission/Deutschland) führt nicht dazu, dass ein Anspruch auf Zahlung eines Mindestsatzhonorars nicht mehr in Betracht kommt.

    Auch diese Vorschrift ist unbeschadet der im Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland ergangenen Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17, BauR 2019, 1624 = NZBau 2019, 511 - Kommission/Deutschland) weiterhin anwendbar.

  • BGH, 14.05.2020 - VII ZR 174/19

    Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH zur Frage der Unionsrechtswidrigkeit der …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Rn. 9 Mit Beschluss vom 3. Dezember 2020 hat der Senat das Verfahren in entsprechender Anwendung von § 148 ZPO bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union über das im Verfahren VII ZR 174/19 erfolgte Vorabentscheidungsersuchen des Senats vom 14. Mai 2020 (BGHZ 225, 297) ausgesetzt, weil die dort zur Vorabentscheidung vorgelegten Fragen auch im Streitfall entscheidungserheblich sind.

    Wie der Senat mit Beschluss vom 14. Mai 2020 (VII ZR 174/19 Rn. 19-24, BGHZ 225, 297) im Einzelnen ausgeführt hat, kann § 7 HOAI nicht richtlinienkonform dahin ausgelegt werden, dass die Mindestsätze der HOAI im Verhältnis zwischen Privatpersonen grundsätzlich nicht mehr verbindlich sind und daher einer die Mindestsätze unterschreitenden Honorarvereinbarung nicht entgegenstehen.

    Rn. 28 (2) Nach dem auf das Vorabentscheidungsersuchen des Senats vom 14. Mai 2020 in dem Verfahren VII ZR 174/19 (BGHZ 225, 297) ergangenen Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 18. Januar 2022 (C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin) steht ferner fest, dass der Senat im Streitfall nicht aufgrund Unionsrechts verpflichtet ist, das verbindliche Mindestsatzrecht der HOAI unangewendet zu lassen.

    Rn. 38 Dies gilt schon deshalb, weil - wie unter II. 2. b) aa) ausgeführt - nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 18. Januar 2022 (C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 - Thelen Technopark Berlin) feststeht, dass der Senat in einem Rechtsstreit, in dem sich - wie hier - ausschließlich Privatpersonen gegenüberstehen, nicht aufgrund Unionsrechts verpflichtet ist, das verbindliche Mindestsatzrecht der HOAI unangewendet zu lassen (vgl. auch Senatsurteil vom 2. Juni 2022 - VII ZR 174/19 unter II. 2.).

  • BGH, 18.12.2014 - VII ZR 350/13

    Generalplanervertrag mit einem öffentlichen Auftraggeber: Anzuwendende …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Ein Gesamtvergleich kann mithin ergeben, dass das für die Vertragsleistungen vereinbarte Pauschalhonorar unterhalb des für die vertraglich vereinbarten Grundleistungen geregelten Mindestsatzhonorars liegt (vgl. zum Gesamtvergleich BGH, Urteil vom 18. Dezember 2014 - VII ZR 350/13 Rn. 27, BGHZ 204, 19;… Urteil vom 8. März 2012 - VII ZR 195/09 Rn. 12, BGHZ 192, 360;… Urteil vom 9. Februar 2012 - VII ZR 31/11 Rn. 23, BGHZ 192, 305).
  • OLG Düsseldorf, 17.09.2019 - 23 U 155/18

    Honorar für Architektenleistungen

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Rn. 37 (2) Die teilweise vertretene Auffassung, die Unanwendbarkeit des § 7 Abs. 5 HOAI im Verhältnis zwischen Privatpersonen ergebe sich daraus, dass § 7 Abs. 1 HOAI als unionsrechtswidrige Vorschrift insgesamt nicht mehr anwendbar sei und aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen den Regelungen in § 7 Abs. 1 und Abs. 5 HOAI daher auch die letztgenannte Vorschrift unanwendbar sein müsse (vgl. z.B. OLG Düsseldorf, Urteil vom 17. September 2019 - 23 U 155/18, BauR 2019, 1963 = NZBau 2020, 398, juris Rn. 25; OLG Celle…, Urteil vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18, BauR 2019, 1633 = NZBau 2020, 33, juris Rn. 21), trifft nicht zu.
  • BGH, 09.02.2012 - VII ZR 31/11

    Ingenieur- und Architektenhonorar: Beurteilung einer Mindestsatzunterschreitung …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Ein Gesamtvergleich kann mithin ergeben, dass das für die Vertragsleistungen vereinbarte Pauschalhonorar unterhalb des für die vertraglich vereinbarten Grundleistungen geregelten Mindestsatzhonorars liegt (vgl. zum Gesamtvergleich BGH…, Urteil vom 18. Dezember 2014 - VII ZR 350/13 Rn. 27, BGHZ 204, 19;… Urteil vom 8. März 2012 - VII ZR 195/09 Rn. 12, BGHZ 192, 360; Urteil vom 9. Februar 2012 - VII ZR 31/11 Rn. 23, BGHZ 192, 305).
  • BGH, 08.03.2012 - VII ZR 195/09

    Wirksamkeit einer Pauschalhonorarvereinbarung mit dem Architekten: Überschreitung …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Ein Gesamtvergleich kann mithin ergeben, dass das für die Vertragsleistungen vereinbarte Pauschalhonorar unterhalb des für die vertraglich vereinbarten Grundleistungen geregelten Mindestsatzhonorars liegt (vgl. zum Gesamtvergleich BGH…, Urteil vom 18. Dezember 2014 - VII ZR 350/13 Rn. 27, BGHZ 204, 19; Urteil vom 8. März 2012 - VII ZR 195/09 Rn. 12, BGHZ 192, 360;… Urteil vom 9. Februar 2012 - VII ZR 31/11 Rn. 23, BGHZ 192, 305).
  • OLG Celle, 23.07.2019 - 14 U 182/18

    Anspruch auf Architektenhonorar; Zulässigkeit einer Höchstsatzüberschreitung oder …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Rn. 37 (2) Die teilweise vertretene Auffassung, die Unanwendbarkeit des § 7 Abs. 5 HOAI im Verhältnis zwischen Privatpersonen ergebe sich daraus, dass § 7 Abs. 1 HOAI als unionsrechtswidrige Vorschrift insgesamt nicht mehr anwendbar sei und aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen den Regelungen in § 7 Abs. 1 und Abs. 5 HOAI daher auch die letztgenannte Vorschrift unanwendbar sein müsse (vgl. z.B. OLG Düsseldorf…, Urteil vom 17. September 2019 - 23 U 155/18, BauR 2019, 1963 = NZBau 2020, 398, juris Rn. 25; OLG Celle, Urteil vom 23. Juli 2019 - 14 U 182/18, BauR 2019, 1633 = NZBau 2020, 33, juris Rn. 21), trifft nicht zu.
  • BGH, 28.11.2001 - VIII ZR 37/01

    Aufklärungspflichten bei Unternehmenskauf

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Die Beschränkung der Revision ist zulässig, da es sich bei dem im Wege der Stufenklage mit dem Klageantrag zu 1 geltend gemachten Auskunftsanspruch um einen prozessual selbständigen Teil des Verfahrens handelt (vgl. BGH…, Urteil vom 20. November 1979 - VI ZR 248/77, BGHZ 76, 9, juris Rn. 13; vgl. ferner BGH, Versäumnisurteil vom 28. November 2001 - VIII ZR 37/01, NJW 2002, 1042, juris Rn. 20).
  • BGH, 06.04.2016 - VIII ZR 143/15

    Entstehung eines Vorkaufsrechts des Mieters durch Begründung von …

    Auszug aus BGH, 02.06.2022 - VII ZR 229/19
    Der Auskunftsantrag kann auch im Wege der Stufenklage geltend gemacht werden, wenn die Auskunft dazu dient, die Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs herbeizuführen, wobei es genügt, wenn die begehrte Auskunft lediglich ein notwendiges Kriterium für die Bezifferung des Leistungsanspruchs darstellt (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 16. April 2016 - VIII ZR 143/15 Rn. 14 ff., BGHZ 209, 358).
  • BGH, 27.10.1994 - VII ZR 217/93

    Fälligkeit des Architektenhonorars; Prüffähigkeit der Schlußrechnung

  • BGH, 20.11.1979 - VI ZR 248/77

    Rechtsweg für Verlangen auf Vornahme von Notaramtshandlungen

  • OLG Köln, 05.12.2022 - 11 U 231/21

    Anforderungen an die Form eines Ingenieurvertrags

    Rn. 23 Die Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12.12.2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt (nachfolgend: Dienstleistungsrichtlinie), auf die sich die Klägerin beruft, enthält schon keine Vorschriften, die einer im nationalen Recht vorgeschriebenen Schriftform für bestimmte Dienstleistungsverträge entgegenstehen (…BGH, Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 12/21, juris; Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 229/19, juris;… Manteufel, in: FS für Locher, 2022, S. 299, 317; Fuchs, BauR 2020, 348, 352).

    Im Hinblick auf die mit der Schriftform für Honorarvereinbarungen gemäß § 7 Abs. 1 HOAI 2013 zu gewährleistende Klarstellungs- und Beweisfunktion (…vgl. BT-Drucks. VI/1549, S. 14) ist die damit einhergehende Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit im Binnenmarkt nicht als unverhältnismäßig zu bewerten (…BGH, Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 12/21, juris; Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 229/19, juris).

    Sie dient damit der Ausfüllung der aufgrund der Formvorgaben und der hierdurch bewirkten Unwirksamkeit der Honorarvereinbarung entstandenen Vertragslücke (…BGH, Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 12/21; Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 229/19;… s. auch Berger, in: Fuchs/Berger/Seifert, Beck'scher HOAI- und Architektenrechtskommentar, 3. Aufl. 2022, § 7 HOAI 2013 Rn. 26a; Sienz, BauR 2020, 1069, 1071; Seifert, NZBau 2020, 207, 210 f.).

  • BGH, 14.02.2024 - VII ZR 221/22

    Honorarklage eines Architekten gegen die öffentliche Hand im Falle einer …

    Die Unionsrechtswidrigkeit von § 7 HOAI 2013 bezieht sich nach der Rechtsprechung des Senats jedoch nur auf die in § 7 Abs. 1 HOAI 2013 enthaltene Beschränkung, dass sich eine Honorarvereinbarung innerhalb der Mindest- und Höchstsätze bewegen muss, nicht hingegen auf § 7 Abs. 5 HOAI 2013, der nicht Teil des verbindlichen Preisrechts der HOAI 2013 ist (BGH…, Urteil vom 2. Juni 2022 - VII ZR 12/21 Rn. 17 f., BauR 2022, 1525 = NZBau 2022, 532; Urteil vom 2. Juni 2022 - VII ZR 229/19 Rn. 35 f., BauR 2022, 1519 = NZBau 2022, 526).
  • OLG Celle, 23.11.2022 - 14 U 90/22

    Stufenklage des Tragwerkplaners gegen den Auftraggeber; Voraussetzungen des …

    Dass insbesondere § 7 Abs. 5 HOAI (2013) zwischen Privatpersonen unbeschadet des Urteils des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 4. Juli 2019 (C-377/17) grundsätzlich weiterhin anwendbar ist, hat der BGH in mehreren Entscheidungen vom 2. Juni 2022 (Urteile vom 2. Juni 2022 - VII ZR 229/19, VII ZR 174/19 und VII ZR 12/21 -, juris) klargestellt.

    Hinzu kommt vorliegend, dass bis zu den Entscheidungen des BGH vom 2. Juni 2022 (aaO.) in der obergerichtlichen Rechtsprechung umstritten gewesen ist, ob hinsichtlich der oben zitierten Entscheidung des EuGH zur Mindestsatzregelung in § 7 HOAI getroffene Pauschalpreisabreden unabhängig von etwaigen Unterschreitungen des Mindestsatzes nach HOAI bindend seien.

  • OLG Düsseldorf, 20.06.2023 - 21 U 191/22

    Vorlage einer prüffähigen Schlussrechnung als Voraussetzung für die Fälligkeit …

    Rn. 37 Ob die Wirksamkeit der schriftlich geschlossenen Pauschalpreisvereinbarung unter dem Gesichtspunkt einer - möglicherweise - die Mindestsätze unterschreitenden Honorarvereinbarung und unter Berücksichtigung der Entscheidungen des EuGH vom 04.07.2019 ( C-377/17, BauR 2019, 1624 ) und des BGH vom 02.06.2022 ( VII ZR 229/19, BauR 2022, 1519 ) problematisch sein könnte, kann ebenfalls dahinstehen.
  • OLG Frankfurt, 30.12.2022 - 29 U 192/21

    Haftung des Architekten für unzureichenden Schallschutz nach Vertragsauslegung

    Allerdings kann die Beklagte im Verhältnis zwischen Privaten nach wie vor mit den Mindestsätzen abrechnen (vgl. BGH, Urteil vom 2.6.2022 - VII ZR 229/19, NJW 2022, 3224 ff.).
  • BGH, 05.10.2022 - VII ZR 140/17

    Honoraranspruch eines Architekten: Europarechtswidrigkeit der Preisbindung der …

    Die insoweit entscheidungserheblichen Rechtsfragen sind durch das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 18. Januar 2022- C-261/20, BauR 2022, 527 = NZBau 2022, 103 sowie die auf dieser Grundlage ergangenen Urteile des Senats vom 2. Juni 2022- VII ZR 174/19, NZBau 2022, 530; VII ZR 229/19, NZBau 2022, 526;- VII ZR 12/21, NZBau 2022, 532 entschieden und damit geklärt.
  • OLG Stuttgart, 03.03.2026 - 10 U 88/25

    Kann eine "falsche" Honorarzone wirksam vereinbart werden?

    Dem ist der Bundesgerichtshof in Fortschreibung dieser europäischen Rechtsprechung gefolgt und hat klargestellt, dass für bereits abgeschlossene Verträge zwischen Privatpersonen § 7 HOAI 2013 insgesamt anwendbar sei und wirksam bleibe (BGH, Urteil vom 02.06.2022 - VII ZR 229/19 = NZM 2023, 46 ebenso: OLG Düsseldorf, Urteil vom 31.01.2023 - 23 U 24/20 = BeckRS 2023, 5356).
  • OLG Celle, 11.02.2026 - 14 U 172/24

    Bestimmen der anrechenbaren Kosten eines Architekten zur Ermittlung des …

    aa) Haben die Parteien eine schriftliche Pauschalhonorarvereinbarung bei Auftragserteilung getroffen, ist diese nach nationalem Recht unwirksam, wenn das vereinbarte Honorar das sich bei Anwendung der Mindestsätze ergebende Honorar unterschreitet, ohne dass ein Ausnahmefall vorliegt, § 7 Abs. 1 und Abs. 3 HOAI (BGH, Urteil vom 02.06.2022 - VII ZR 229/19, Rn. 26, juris).
  • OLG Düsseldorf, 10.02.2023 - 22 U 58/22

    Rückzahlung von Honorar bei Pflichtverletzung über Architektenstatus Pflicht zur …

    § 7 Abs. 5 HOAI ist anzuwenden, auch wenn die HOAI 2013 gegen die Dienstleistungsrichtlinie verstoßen hat (BGH, Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 229/19, NZBau 2022, 526).
  • OLG Köln, 13.11.2024 - 11 U 158/10

    Bürohochhaus mit Nebengebäuden: Ein oder mehrere Gebäude?

    Der Europäische Gerichtshof und der Bundesgerichtshof haben aber ebenfalls entschieden, dass die Preisbindungsregelungen der HOAI bis zu einer Neuregelung anwendbar bleiben (…EuGH, Urt. v. 18.01.2022 - C-261/20, BauR 2022, 527;… BGH, Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 174/19, BauR 2022, 1515; Urt. v. 02.06.2022 - VII ZR 229/19, BauR 2022, 1519 …und Urt. v. 02.06.2015 - VII ZR 12/21, BauR 2022, 1525).
  • OLG Düsseldorf, 02.02.2023 - 22 U 58/22

    Planer muss auf fehlende Architekteneigenschaft hinweisen!

  • OLG München, 12.12.2024 - 32 U 480/23

    Coronavirus, SARS-CoV-2, Schadensersatz, Baugenehmigung, Nichtzulassung, …

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Rechtsprechung
   BGH, 03.12.2020 - VII ZR 229/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,82724
BGH, 03.12.2020 - VII ZR 229/19 (https://dejure.org/2020,82724)
BGH, Entscheidung vom 03.12.2020 - VII ZR 229/19 (https://dejure.org/2020,82724)
BGH, Entscheidung vom 03. Dezember 2020 - VII ZR 229/19 (https://dejure.org/2020,82724)
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