Rechtsprechung
| BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18 |
Volltextveröffentlichungen (22)
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Information über Verpflichtung eines Unternehmers zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren
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§ 36 Abs 1 Nr 1 VSBG, § 36 Abs 1 Nr 2 VSBG
Information über Verpflichtung eines Unternehmers zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren - IWW
§ 2 Abs. 1, 2 Nr. 12 UKlaG, § 36 Abs. ... 1 Nr. 2 VSBG, § 36 VSBG, § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG, § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 4 Abs. 1, 2, § 5 UKlaG, § 12 Abs. 1 Satz 2 UWG, § 2 Abs. 2 Nr. 12 UKlaG, § 2 Abs. 1 UKlaG, 2 UKlaG, § 3 Abs. 1 Satz 1 UKlaG, § 36 Abs. 1 VSBG, § 36 Abs. 2 VSBG, § 37 VSBG, § 37 Abs. 1 Satz 1 VSBG, § 37 Abs. 1 Satz 2 VSBG, § 37 Abs. 1 Satz 3 VSBG, Art. 13 der Richtlinie 2013/11/EU, Verordnung (EG) Nr. 2006/2004, Richtlinie 2013/11/EU, § 36 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2, Art. 13 Abs. 1, 2 VSBG, § 36 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 VSBG, § 37 Abs. 1 VSBG, § 111b EnWG, § 57a LuftVG, § 305 BGB, § 151 BGB, Art. 267 AEUV, § 308 Abs. 1 ZPO, § 305c Abs. 2 BGB
- Wolters Kluwer
Verpflichtung eines Unternehmers zur Abgabe von Informationen über die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle; Ledigliche Teilnahme eines Unternehmers an einem Streitbeilegungsverfahren; Prüfung des Vorliegens eines Verstoßes gegen die Vorschrift des § 36 Abs. 1 Nr. 2 ...
- Wolters Kluwer
Bemessung des Gebührenstreitwerts in Verfahren bei Verbraucherrechts- oder anderen Verstößen; Interesse der Allgemeinheit an der Beseitigung einer gesetzwidrigen AGB-Bestimmung
- Betriebs-Berater
Entstehen der Hinweispflicht eines Unternehmers auf Verbraucherschlichtungsstelle
- online-und-recht.de
Information über Verpflichtung eines Unternehmers zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren
- Anwaltsblatt
§ 36 VSBG
Hinweise zur Schlichtungsstelle nur bei Pflicht zum Streitbeilegungsverfahren - ra.de
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- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 3
Bemessung des Gebührenstreitwerts in Verfahren bei Verbraucherrechts- oder anderen Verstößen; Interesse der Allgemeinheit an der Beseitigung einer gesetzwidrigen AGB-Bestimmung - rechtsportal.de
VSBG § 36 Abs. 1 Nr. 2
Verpflichtung eines Unternehmers zur Abgabe von Informationen über die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle; Ledigliche Teilnahme eines Unternehmers an einem Streitbeilegungsverfahren; Prüfung des Vorliegens eines Verstoßes gegen die Vorschrift des § 36 Abs. 1 Nr. 2 ... - datenbank.nwb.de
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- ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Informationspflicht über zuständige Verbraucherschlichtungsstelle nur zu Lasten des zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren verpflichteten Unternehmers
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (6)
- cmshs-bloggt.de (Kurzinformation und Auszüge)
Informationspflichten aus § 36 VSBG präzisiert
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
Pflicht zur Benennung der Verbraucherschlichtungsstelle nur wenn Verpflichtung zur Teilnahme am Streitbeilegungsverfahren nach § 36 Abs. 1 Nr. 2 VSBG besteht
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Entstehen der Hinweispflicht eines Unternehmers auf Verbraucherschlichtungsstelle
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Informationspflicht eines Unternehmens über die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle
- dr-bahr.com (Kurzinformation)
Keine weitergehenden Online-Info-Pflichten für Unternehmen bei bloßer Bereitschaft zur Streitbeilegung
- shopbetreiber-blog.de (Kurzinformation)
Keine weiteren Informationspflichten bei bloßer Bereitschaft zur Teilnahme am Streitbeilegungsverfahren
Verfahrensgang
- LG Hannover, 06.11.2017 - 74 O 43/17
- OLG Celle, 24.07.2018 - 13 U 158/17
- BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Papierfundstellen
- ZIP 2019, 2265
- MDR 2019, 1370
- WM 2019, 2078
- MMR 2020, 115
- K&R 2019, 738
- AnwBl Online 2019, 949
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (8)
- KG, 14.02.2019 - 23 U 158/18
Kontrollklage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Rn. 46 Gleichwohl handelt es sich in einer solchen Fallgestaltung - auch wenn Schlichtungsklausel und Hinweis in einem Dokument enthalten sind (Allgemeine Geschäftsbedingungen) - um zwei verschiedene Akte, nämlich um die Schlichtungsklausel, der als Allgemeine Geschäftsbedingung rechtsgeschäftlicher Gehalt zukommt, und die daran anknüpfende Hinweispflicht, bei der es sich um bloße Erteilung von Informationen und damit nicht um eine Allgemeine Geschäftsbedingung nach § 305 BGB handelt, sondern die aus Gründen der besseren Zugänglichkeit nur mit diesen in ein gemeinsames Dokument aufzunehmen ist (vgl. auch KG, WM 2019, 966, 967).Die Revision verkennt hierbei, dass die Mitteilung einer Teilnahmeverpflichtung oder -bereitschaft nach § 36 Abs. 1 VSBG - wie bereits unter II 2 b aufgezeigt - keine Allgemeine Geschäftsbedingung im Sinne von § 305 BGB darstellt, sondern nur "zusammen" mit diesen zu erfolgen hat (vgl. auch KG, WM 2019, 966, 967).
- OLG Celle, 24.07.2018 - 13 U 158/17
Wettbewerbswidrigkeit unterbliebener Angaben über die zuständige …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Rn. 8 Das Berufungsgericht (OLG Celle, WRP 2018, 1496) hat zur Begründung seiner Entscheidung, soweit für das Revisionsverfahren von Interesse, im Wesentlichen ausgeführt:.Auch das Schrifttum teilt überwiegend diese Auffassung (…Greger in Greger/Unberath/Steffek, Recht der alternativen Konfliktlösung, 2. Aufl., § 36 VSBG Rn. 8;… Braun/Weiser in Althammer/Meller-Hannich, VSBG, 2017, § 36 Rn. 27; Vogt, ITRB 2018, 252 f.; Junker, AnwZert ITR 4/2017 Anm. 2;… Roder in Roder/Röthemeyer/Braun, VSBG, 2017, § 7 Rn. 15;… Ring, Das neue VSBG in der anwaltlichen Praxis, 2016, § 2 Rn. 535; Ring, ZAP Fach 2, 623, 631; Hakenberg, EWS 2016, 312, 317; Ruttmann/Greger, VuR 2018, 436; aA Ueberfeldt, DStR 2017, 900, 903; wohl auch Zieger/Smirra, MMR 2016, 291, 293 und Auer-Reinsdorff, AnwBl. BE 2016, 401).
- BGH, 20.01.2016 - VIII ZR 152/15
Allgemeine Geschäftsbedingungen für einen Altmietvertrag über eine Wohnung: …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Davon abgesehen wäre die Unklarheitenregelung auch bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur dann anwendbar, wenn nach Ausschöpfung der in Betracht kommenden Auslegungsmethoden ein nicht behebbarer Zweifel verbleibt und mindestens zwei Auslegungen rechtlich vertretbar sind (st. Rspr.; vgl. etwa Senatsurteil vom 20. Januar 2016 - VIII ZR 152/15, NJW-RR 2016, 526 Rn. 19 mwN).
- BGH, 05.10.2017 - I ZR 184/16
Wettbewerbsrechtliche Unterlassungsklage: Verfahrensfehlerhafte Abweichung des …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Dem Senat ist es daher gemäß § 308 Abs. 1 ZPO verwehrt, über den nicht Streitgegenstand gewordenen Verstoß gegen § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG zu entscheiden (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 5. Oktober 2017 - I ZR 184/16, juris Rn. 15 ff.). - BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 265/18
Umfang der Informationspflicht eines Unternehmers zu alternativer Streitbeilegung …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Die Beklagte hätte daher die Konstellationen, in denen sie zu einer Teilnahme an einem außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahren bereit ist, näher durch hinreichend trennscharfe Kriterien beschreiben müssen (Näheres hierzu im Senatsurteil vom heutigen Tag - VIII ZR 265/18, zur Veröffentlichung bestimmt). - EuGH, 09.09.2015 - C-72/14
X - Vorlage zur Vorabentscheidung - Wandererwerbstätige - Soziale Sicherheit - …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Schon aus diesem Grunde ist von einer Vorlage abzusehen (acte clair; vgl. etwa EuGH, Urteil vom 9. September 2015 - C-72/14 und C-197/14, juris Rn. 55 ff.). - BGH, 09.12.2015 - VIII ZR 236/12
Gasgrundversorgungsvertrag: Herleitung eines Preisänderungsrechts eines …
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Denn der erkennbare Wille des nationalen Gesetzgebers stünde einer richtlinienkonformen Auslegung entgegen (vgl. zu diesem Gesichtspunkt etwa Senatsurteil vom 9. Dezember 2015 - VIII ZR 236/12, juris Rn. 20 mwN), so dass auch aus diesem Grunde eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union nicht in Betracht zu ziehen ist. - AG Göttingen, 04.07.2018 - 74 IK 194/16
Beiordnung eines Rechtsanwaltes bei gestelltem RSB-Versagungsantrag
Auszug aus BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 263/18
Auch das Schrifttum teilt überwiegend diese Auffassung (…Greger in Greger/Unberath/Steffek, Recht der alternativen Konfliktlösung, 2. Aufl., § 36 VSBG Rn. 8;… Braun/Weiser in Althammer/Meller-Hannich, VSBG, 2017, § 36 Rn. 27; Vogt, ITRB 2018, 252 f.; Junker, AnwZert ITR 4/2017 Anm. 2;… Roder in Roder/Röthemeyer/Braun, VSBG, 2017, § 7 Rn. 15;… Ring, Das neue VSBG in der anwaltlichen Praxis, 2016, § 2 Rn. 535; Ring, ZAP Fach 2, 623, 631; Hakenberg, EWS 2016, 312, 317; Ruttmann/Greger, VuR 2018, 436; aA Ueberfeldt, DStR 2017, 900, 903; wohl auch Zieger/Smirra, MMR 2016, 291, 293 und Auer-Reinsdorff, AnwBl. BE 2016, 401).
- BGH, 24.02.2021 - VIII ZR 36/20
Kein Widerrufsrecht des Leasingnehmers bei Kilometerleasingverträgen
Die richtige Auslegung dieser Norm (Herausnahme von Leasingverträgen, die keine Erwerbspflicht auslösen, aus dem Anwendungsbereich der Richtlinie) ist angesichts ihres Wortlauts und Regelungssystematik sowie des Regelungszwecks der Richtlinie derart offenkundig zu beantworten, dass für vernünftige Zweifel kein Raum bleibt ("acte claire"; vgl. etwa EuGH, Urteil vom 9. September 2015 - C-72/14 und C-197/14, juris Rn. 55 ff., BGH, Urteile vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, WM 2019, 2078 Rn. 49;… vom 28. Juli 2020 - XI ZR 288/19, BGHZ 226, 310 Rn. 31 mwN).Rn. 69 a) Hiergegen spricht bereits indiziell die Bezeichnung "Widerrufsinformation", die zum Ausdruck bringt, dass die nachfolgenden Ausführungen lediglich Informationen zum Widerrufsrecht und dessen Rechtsfolgen, nicht dagegen eine rechtsgeschäftliche Erklärung im Sinne der §§ 305 ff. BGB enthalten (vgl. Senatsurteil vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, WM 2019, 2078 Rn. 46 zu Hinweispflichten nach § 36 VSBG).
- BGH, 15.05.2024 - VIII ZR 226/22
Widerrufsrecht eines in Deutschland wohnhaften Verbrauchers bei Abschluss von …
Die richtige Auslegung dieser Normen ist angesichts der Regelungssystematik sowie des Regelungszwecks der Richtlinien derart offenkundig zu beantworten, dass für vernünftige Zweifel kein Raum bleibt ("acte claire";… vgl. etwa EuGH, C-72/14 und C-197/14, juris Rn. 55 mwN - van Dijk u.a.; BGH, Urteile vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, WM 2019, 2078 Rn. 49;… vom 28. Juli 2020 - XI ZR 288/19, BGHZ 226, 310 Rn. 31;… vom 24. Februar 2021 - VIII ZR 36/20, BGHZ 229, 59 Rn. 22). - BGH, 21.08.2019 - VIII ZR 265/18
Umfang der Informationspflicht eines Unternehmers zu alternativer Streitbeilegung …
Zudem hat er - von der Öffnungsklausel des Art. 2 Abs. 3 Satz 2 der Richtlinie Gebrauch machend - die allgemeine Informationspflicht in bestimmten Bereichen (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG) erweitert, indem er einem Unternehmer auch im Falle einer ganz, teilweise oder gar nicht vorhandenen Bereitschaft eine Mitteilung hierzu abverlangt (bei § 36 Abs. 1 Nr. 2 VSBG hat der Gesetzgeber es dagegen bei der Beschränkung auf teilnahmeverpflichtete Unternehmer belassen; vgl. hierzu Senatsurteil vom heutigen Tag - VIII ZR 263/18, zur Veröffentlichung bestimmt).Vielmehr muss er die Konstellationen, in denen eine Teilnahmebereitschaft besteht, hinreichend bestimmbar beschreiben (vom Berufungsgericht als "Festlegung" bezeichnet, was missverständlich ist, weil es sich bei den nach § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG geschuldeten Angaben nur um infolge einer getroffenen Entscheidung zu erteilende Informationen und nicht um rechtsgeschäftliche Erklärungen handelt; vgl. hierzu Senatsurteil vom heutigen Tag - VIII ZR 263/18, zur Veröffentlichung bestimmt).
Wie der Senat mit Urteil vom heutigen Tag (VIII ZR 263/18, zur Veröffentlichung bestimmt) entschieden hat, folgt aus der als reine Information einzustufenden Angabe nach § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG, zur Teilnahme an einem Streitschlichtungsverfahren ganz oder teilweise bereit zu sein, keine Verpflichtung zur Mitwirkung an einem solchen Verfahren.
- BGH, 29.03.2022 - VIII ZR 99/21
Bemessung des Werts der Beschwer des unterlegenen Gegners bei einer im Hinblick …
Zur Bemessung des Werts der Beschwer des unterlegenen Gegners bei einer im Hinblick auf eine verbraucherschutzgesetzwidrige Praxis im Sinne des § 2 UKlaG erhobenen Verbandsklage (…im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 13. Oktober 2020 - VIII ZR 161/19, WRP 2021, 60 Rn. 9; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18 und VIII ZR 265/18, jeweils juris Rn. 2;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, NJW 2019, 1531 Rn. 10 …und vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, NJW 2018, 1880 Rn. 35).Rn. 11 aa) Zwar verkennt die Beschwerde nicht, dass sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Gebührenstreitwert in Verfahren nach dem Gesetz über Unterlassungsklagen bei Verbraucherrechts- und oder anderen Verstößen (UKlaG) regelmäßig an dem Interesse der Allgemeinheit an der Beseitigung einer gesetzwidrigen AGB-Bestimmung orientiert, nicht aber an der wirtschaftlichen Bedeutung eines Klauselverbots (st. Rspr.; vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils juris Rn. 1;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, NJW 2019, 1531 Rn. 9;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, NJW 2018, 1880 Rn. 34;… vom 27. Februar 2018 - VIII ZR 147/17, RdE 2018, 251 Rn. 5; jeweils mwN).
Ausgehend hiervon wird bei einer gegen die Verwendung von AGB-Bestimmungen gerichteten Verbandsklage regelmäßig ein Streitwert in einer Größenordnung von 2.500 EUR je angegriffener (Teil-)Klausel festgesetzt (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 13. Oktober 2020 - VIII ZR 161/19, WRP 2021, 60 Rn. 7; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils aaO Rn. 4;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 38;… vom 27. Februar 2018 - VIII ZR 147/17, aaO Rn. 6).
Rn. 12 Diese Erwägungen gelten nicht nur für die Fälle des Verbots von gesetzwidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 1 UKlaG), sondern auch für eine - wie im Streitfall - im Hinblick auf eine verbraucherschutzgesetzwidrige Praxis im Sinne des § 2 UKlaG erhobene Verbandsklage (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 13. Oktober 2020 - VIII ZR 161/19, aaO Rn. 8; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils aaO Rn. 1;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO Rn. 10;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 35).
Rn. 13 bb) Anders als die Nichtzulassungsbeschwerde meint, sind diese Grundsätze jedoch nicht nur für die Festlegung des Gebührenstreitwerts, sondern auch für die nach § 2 ZPO in Verbindung mit § 3 ZPO zu schätzende Beschwer der in der Vorinstanz unterlegenen Partei, und zwar nicht allein für die Beschwer eines Verbraucherschutzverbands, sondern auch für die Bemessung der Beschwer des im Unterlassungsprozess unterlegenen Gegners maßgebend (st. Rspr.;… vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 13. Oktober 2020 - VIII ZR 161/19, aaO Rn. 9; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils aaO Rn. 2;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO Rn. 10;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO).
Rn. 14 cc) Allerdings ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, einer etwaigen herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung einer nach § 2 UKlaG angefochtenen Praxis für die betroffenen Verkehrskreise ausnahmsweise Rechnung zu tragen, wenn die Entscheidung über die Zulässigkeit einer bestimmten Praxis nicht nur für die beklagte Partei und ihre Vertragspartner, sondern für die gesamte Branche von wesentlicher Bedeutung ist, etwa weil es dabei um äußerst umstrittene verallgemeinerungsfähige Rechtsfragen von großer wirtschaftlicher Tragweite geht, über deren Beantwortung bereits vielfältig und mit kontroversen Ergebnissen gestritten wird (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 13. Oktober 2020 - VIII ZR 161/19, aaO Rn. 10; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils aaO Rn. 3;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO Rn. 14; jeweils mwN).
- BGH, 13.10.2020 - VIII ZR 161/19
Streitwert in Verbandsprozessen: Verbandsklage gegen die Verwendung von …
Rn. 8 Dies gilt allerdings nicht nur für die Fälle des Verbots von gesetzwidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 1 UKlaG), sondern auch für eine im Hinblick auf verbraucherschutzgesetzwidrige Praktiken im Sinne des § 2 UKlaG erhobene Verbandsklage (BGH, Beschlüsse vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils juris Rn. 1;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, NJW 2019, 1531 Rn. 10;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 34 f.;… vom 22. November 2016 - I ZR 184/15, VersR 2017, 507 Rn. 16;… vom 7. Mai 2015 - I ZR 108/14, juris Rn. 6).Dabei gelten sie - was auch die Beschwerde nicht in Frage stellt - nicht allein für die Beschwer eines Verbraucherschutzverbands, sondern auch für die Bemessung der Beschwer des im Unterlassungsprozess unterlegenen Gegners (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 38;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18 und VIII ZR 265/18, aaO jeweils Rn. 2; jeweils mwN).
Rn. 10 2. Allerdings ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, einer etwaigen herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung einer nach § 2 UKlaG angefochtenen Praxis für die betroffenen Verkehrskreise ausnahmsweise Rechnung zu tragen, wenn die Entscheidung über die Zulässigkeit einer bestimmten Praxis nicht nur für die beklagte Partei und ihre Vertragspartner, sondern für die gesamte Branche von wesentlicher Bedeutung ist, etwa weil es dabei um äußerst umstrittene verallgemeinerungsfähige Rechtsfragen von großer wirtschaftlicher Tragweite geht, über deren Beantwortung bereits vielfältig und mit kontroversen Ergebnissen gestritten wird (…Senatsbeschlüsse vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 36;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO Rn. 14; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18 und VIII ZR 265/18, aaO Rn. 3; jeweils mwN).
- OLG Köln, 04.11.2019 - 17 U 44/18
Rechtsanwalts-AGB auf dem Prüfstand
Der Gebührenstreitwert des Berufungsverfahrens wird gemäß § 63 Abs. 2 GKG - ausgehend von 21 Teilklauseln zu je 2.500,00 EUR (vgl. BGH, Beschl. v. 05.09.2019 - III ZR 29/19; Beschl. v. 21.08.2019 - VIII ZR 263/18) - abschließend auf bis 52.500,00 EUR festgesetzt. - BGH, 13.10.2020 - VIII ZR 25/19
Abstrakte AGB-Kontrollklage eines Verbraucherschutzverbandes: Streitwert und …
Rn. 9 Bei einer gegen die Verwendung von AGB-Bestimmungen gerichteten Verbandsklage ist regelmäßig von einem Streitwert und einer Beschwer von 2.500 EUR je angegriffener Teilklausel auszugehen (st. Rspr.; vgl. etwa Senatsbeschlüsse vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, juris Rn. 4;… vom 27. Februar 2018 - VIII ZR 147/17, aaO Rn. 6; jeweils mwN). - BGH, 05.08.2020 - VIII ZR 161/19
Streitwert in Verbandsprozessen: Verbandsklage gegen die Verwendung von …
Rn. 7 2. Diese Grundsätze gelten jedoch nicht nur für die Fälle des Verbots von gesetzwidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 1 UKlaG), sondern auch für eine im Hinblick auf verbraucherschutzgesetzwidrige Praktiken im Sinne des § 2 UKlaG erhobene Verbandsklage (BGH, Beschlüsse vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, und VIII ZR 265/18, jeweils juris Rn. 1;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, NJW 2019, 1531 Rn. 10;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 34 f.;… vom 22. November 2016 - I ZR 184/15, VersR 2017, 507 Rn. 16;… vom 7. Mai 2015 - I ZR 108/14, juris Rn. 6).Dabei gelten sie nicht allein für die Beschwer eines Verbraucherschutzverbandes, sondern auch für die Bemessung der Beschwer des im Unterlassungsprozess unterlegenen Gegners (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 38;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18 und VIII ZR 265/18, aaO jeweils Rn. 2; jeweils mwN).
Rn. 9 3. Allerdings ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, einer etwaigen herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung einer nach § 2 UKlaG angefochtenen Praxis für die betroffenen Verkehrskreise ausnahmsweise Rechnung zu tragen, wenn die Entscheidung über die Zulässigkeit einer bestimmten Praxis nicht nur für die beklagte Partei und ihre Vertragspartner, sondern für die gesamte Branche von wesentlicher Bedeutung ist, etwa weil es dabei um äußerst umstrittene verallgemeinerungsfähige Rechtsfragen von großer wirtschaftlicher Tragweite geht, über deren Beantwortung bereits vielfältig und mit kontroversen Ergebnissen gestritten wird (…Senatsbeschlüsse vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 36;… vom 5. Februar 2019 - VIII ZR 277/17, aaO Rn. 14; vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18 und VIII ZR 265/18, aaO Rn. 3; jeweils mwN).
- BGH, 05.08.2020 - VIII ZR 25/19
Hinweisbeschluss bezüglich der Unzulässigkeit der Beschwerde gegen die …
Bei einer gegen die Verwendung von AGB-Bestimmungen gerichteten Verbandsklage ist regelmäßig von einem Streitwert und einer Beschwer von 2.500 EUR je angegriffener Teilklausel auszugehen (st. Rspr.; vgl. etwa Senatsbeschluss vom 21. August 2019 - VIII ZR 263/18, juris Rn. 4 mwN).
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Rechtsprechung
| BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19 |
Volltextveröffentlichungen (20)
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Insolvenzverfahren: Pfändungsschutz für Kaufpreisraten wegen der Veräußerung eines GmbH-Geschäftsanteils
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§ 36 Abs 1 InsO, § 850i Abs 1 S 1 Alt 2 ZPO
Insolvenzverfahren: Pfändungsschutz für Kaufpreisraten wegen der Veräußerung eines GmbH-Geschäftsanteils - IWW
§ 850i ZPO, § ... 850k Abs. 4 ZPO, §§ 574, 575 ZPO, § 233 ZPO, § 234 Abs. 1 ZPO, § 236 ZPO, § 35 Abs. 1 InsO, § 36 Abs. 1 InsO, § 36 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 850i Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 850c Abs. 1, 2a ZPO, §§ 850e, 850f Abs. 1 ZPO, § 850i Abs. 1 ZPO, § 850 Abs. 2 ZPO, § 577 Abs. 4 Satz 1, Abs. 5 ZPO, § 568 Satz 2 ZPO, §§ 850i, 850c Abs. 1, § 850i Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 850i Abs. 1 Satz 3 ZPO, §§ 850 ff ZPO, § 850 c Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 850k ZPO, § 850k Abs. 1 ZPO, § 850k Abs. 2 Nr. 1a ZPO, § 850k Abs. 5 Satz 2 ZPO, § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO, § 850c Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 850k Abs. 5 Satz 4 ZPO, § 850k Abs. 2 ZPO, § 850k Abs. 1, 2 ZPO
- Deutsches Notarinstitut
InsO § 36 Abs. 1; ZPO § 850i Abs. 1 S. 1 Nr. 2
Pfändungsschutz bei Erhalt von Kaufpreisraten - Wolters Kluwer
Vorliegen von Einkünften im Sinne von § 850i ZPO bei Zahlung von monatlichen Raten aufgrund der Veräußerung eines Geschäftsanteils; Kaufpreisraten als sonstige Einkünfte im Sinne der Pfändungsschutzvorschriften
- zvi-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Pfändungsschutz für Kaufpreisraten für veräußerten Geschäftsanteil einer GmbH
- ra.de
- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
Pfändungsschutz für Kaufpreisraten
- degruyter.com
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
Kaufpreisraten als sonstige Einkünfte im Sinne der Pfändungsschutzvorschriften
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
- rechtsportal.de
- rechtsportal.de
InsO § 36 Abs. 1 ; ZPO § 850i Abs. 1 S. 1 Alt. 2
Vorliegen von Einkünften im Sinne von § 850i ZPO bei Zahlung von monatlichen Raten aufgrund der Veräußerung eines Geschäftsanteils; Kaufpreisraten als sonstige Einkünfte im Sinne der Pfändungsschutzvorschriften - datenbank.nwb.de
- ibr-online
Auch Kaufpreisraten unterliegen dem Pfändungsschutz
- ZIP-online.de
Zum Pfändungsschutz für Kaufpreisraten als sonstige Einkünfte
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Kaufpreisraten als sonstige Einkünfte
- haufe.de (Kurzinformation)
Kaufpreisraten für GmbH-Anteil genießen als sonstige Einkünfte Pfändungsschutz
Verfahrensgang
- AG Leipzig, 26.10.2018 - 404 IN 1325/18
- LG Leipzig, 04.01.2019 - 8 T 754/18
- BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Papierfundstellen
- NJW-RR 2019, 1520
- ZIP 2019, 2265
- MDR 2019, 1470
- DNotZ 2020, 514
- NZI 2019, 975
- FamRZ 2020, 125
- WM 2019, 2174
- DB 2019, 2575
- NZG 2020, 153
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (14)
- BGH, 27.09.2018 - IX ZB 19/18
Pfändungsschutz für sonstige Einkünfte: Erbbauzinsen aus vor Insolvenzeröffnung …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Rn. 8 Nach § 850i Abs. 1 Satz 1 ZPO hat das Gericht dem Schuldner auf Antrag während eines angemessenen Zeitraums so viel zu belassen, wie ihm nach freier Schätzung des Gerichts verbleiben würde, wenn sein Einkommen aus laufendem Arbeits- oder Dienstlohn bestünde, wenn sonstige Einkünfte, die kein Arbeitseinkommen sind, gepfändet werden, soweit dies erforderlich ist, damit dem Schuldner ein unpfändbares Einkommen in Höhe der von § 850c Abs. 1, 2a ZPO bestimmten Beträge gegebenenfalls in Verbindung mit §§ 850e, 850f Abs. 1 ZPO verbleibt (BGH, Beschluss vom 27. September 2018 - IX ZB 19/18, NZI 2018, 899 Rn. 10 mwN).Darunter sind auch Einkünfte aus sogenannter kapitalistischer Tätigkeit zu rechnen, etwa aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung, auch Werklohnansprüche und Verkaufserlöse, solange die Einkünfte selbst erzielt, also eigenständig erwirtschaftet sind (BGH, Beschluss vom 27. September 2018, aaO).
Das gilt unabhängig davon, ob das zur Entstehung einer Forderung eingesetzte Kapital erarbeitet wurde (BGH, Beschluss vom 27. September 2018, aaO Rn. 12).
Solche Einkünfte, welche ein Schuldner nicht selbst erzielt hat, sind etwa Geschenke, Lottogewinne und erbrechtliche Ansprüche (BGH, Beschluss vom 27. September 2018, aaO Rn. 11).
Gleichwohl bedarf es nach § 36 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 850i Abs. 1 ZPO einer wertenden Entscheidung des Vollstreckungsgerichts, ob und wie Pfändungsschutzvorschriften der §§ 850 ff ZPO unter Abwägung der Belange von Schuldner und Gläubiger zur Anwendung kommen (BGH, Beschluss vom 27. September 2018 - IX ZB 19/18, NZI 2018, 899 Rn. 14).
- BGH, 10.11.2011 - VII ZB 64/10
Pfändungsschutzkonto: Anforderungen an die gerichtliche Festsetzung des …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Rn. 18 aa) Für § 850k ZPO ist es ohne Bedeutung, auf welchen Gutschriften das geschützte Guthaben beruht (BGH, Beschluss vom 10. November 2011 - VII ZB 64/10, BGHZ 191, 270 Rn. 7;… Zöller/Herget, ZPO, 32. Aufl., § 850k Rn. 3;… BeckOK-ZPO/Riedel, 2019, § 850k Rn. 9;… MünchKomm-ZPO/Smid, 5. Aufl., § 850k Rn. 2;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, Gesamtes Recht der Zwangsvollstreckung, 3. Aufl., § 850k Rn. 1, 9).Der Schuldner muss nach § 850k Abs. 5 Satz 2 ZPO dem Kreditinstitut nur eine Bescheinigung der Familienkasse oder einer geeigneten Person oder Stelle im Sinne von § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO vorlegen (vgl. BGH, Beschluss vom 10. November 2011 - VII ZB 64/10, BGHZ 191, 270 Rn. 7).
Deswegen wird das Beschwerdegericht gegebenenfalls prüfen müssen, ob dem Schuldner infolge besonderer Verhältnisse gemäß § 850k Abs. 4 ZPO im Einzelfall ein von § 850k Abs. 1 und 2 ZPO abweichender Freibetrag zugesprochen werden muss (vgl. BGH, Beschluss vom 10. November 2011 - VII ZB 64/10, BGHZ 191, 270 Rn. 8;… vom 24. Januar 2018 - VII ZB 21/17, WM 2018, 432 Rn. 10;… vom 24. Januar 2018 - VII ZB 27/17, NZI 2018, 493 Rn. 9, 11;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, aaO Rn. 38 ff).
- BGH, 24.01.2018 - VII ZB 27/17
Kontopfändung: Berücksichtigung des Pfändungsschutzes für Arbeitlosengeld II bei …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Die Regelung verpflichtet das Vollstreckungsgericht, grundsätzlich das Gesamtkonzept des Lohnpfändungsrechts auf das Pfändungsschutzkonto zu beziehen (BGH, Beschluss vom 24. Januar 2018 - VII ZB 27/17, NZI 2018, 493 Rn. 9).Deswegen wird das Beschwerdegericht gegebenenfalls prüfen müssen, ob dem Schuldner infolge besonderer Verhältnisse gemäß § 850k Abs. 4 ZPO im Einzelfall ein von § 850k Abs. 1 und 2 ZPO abweichender Freibetrag zugesprochen werden muss (vgl. BGH…, Beschluss vom 10. November 2011 - VII ZB 64/10, BGHZ 191, 270 Rn. 8;… vom 24. Januar 2018 - VII ZB 21/17, WM 2018, 432 Rn. 10; vom 24. Januar 2018 - VII ZB 27/17, NZI 2018, 493 Rn. 9, 11;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, aaO Rn. 38 ff).
- BGH, 24.01.2018 - VII ZB 21/17
Hartz-IV-Nachzahlungen dürfen nicht gepfändet werden
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Deswegen wird das Beschwerdegericht gegebenenfalls prüfen müssen, ob dem Schuldner infolge besonderer Verhältnisse gemäß § 850k Abs. 4 ZPO im Einzelfall ein von § 850k Abs. 1 und 2 ZPO abweichender Freibetrag zugesprochen werden muss (vgl. BGH…, Beschluss vom 10. November 2011 - VII ZB 64/10, BGHZ 191, 270 Rn. 8; vom 24. Januar 2018 - VII ZB 21/17, WM 2018, 432 Rn. 10;… vom 24. Januar 2018 - VII ZB 27/17, NZI 2018, 493 Rn. 9, 11;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, aaO Rn. 38 ff). - AG Hannover, 01.09.2010 - 705 M 56015/10
Zwangsvollstreckung: Vollstreckungsschutz für ein Kontoguthaben; Anerkennung der …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Ob ein Antrag des Schuldners, sofern dieser Unterhalt gewährt, nach § 850k Abs. 5 Satz 4 ZPO zulässig ist, weil er die erforderlichen Nachweise für die Erhöhung des automatischen Pfändungsschutzes nach § 850k Abs. 2 ZPO nicht beibringen kann (vgl. LG Essen, ZVI 2011, 64; AG Hannover, ZVI 2011, 230, 231; AG Steinfurt…, Beschluss vom 22. Juni 2015 - 18 M 888/13, juris Rn. 9; AG Greiz…, Beschluss vom 17. Februar 2017 - M 648/16, juris Rn. 3; AG Wiesbaden…, Beschluss vom 12. September 2018 - 65 M 7317/18, juris Rn. 2;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, Gesamtes Recht der Zwangsvollstreckung, 3. Aufl., § 850k Rn. 42), lässt sich den Feststellungen des Beschwerdegerichts nicht entnehmen. - LG Essen, 09.11.2010 - 7 T 568/10
Erhöhung des Pfändungsfreibetrages im Falle des Bezuges von Sozialleistungen für …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Ob ein Antrag des Schuldners, sofern dieser Unterhalt gewährt, nach § 850k Abs. 5 Satz 4 ZPO zulässig ist, weil er die erforderlichen Nachweise für die Erhöhung des automatischen Pfändungsschutzes nach § 850k Abs. 2 ZPO nicht beibringen kann (vgl. LG Essen, ZVI 2011, 64; AG Hannover, ZVI 2011, 230, 231; AG Steinfurt…, Beschluss vom 22. Juni 2015 - 18 M 888/13, juris Rn. 9; AG Greiz…, Beschluss vom 17. Februar 2017 - M 648/16, juris Rn. 3; AG Wiesbaden…, Beschluss vom 12. September 2018 - 65 M 7317/18, juris Rn. 2;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, Gesamtes Recht der Zwangsvollstreckung, 3. Aufl., § 850k Rn. 42), lässt sich den Feststellungen des Beschwerdegerichts nicht entnehmen. - AG Wiesbaden, 12.09.2018 - 65 M 7317/18
§ 850k ZPO
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Ob ein Antrag des Schuldners, sofern dieser Unterhalt gewährt, nach § 850k Abs. 5 Satz 4 ZPO zulässig ist, weil er die erforderlichen Nachweise für die Erhöhung des automatischen Pfändungsschutzes nach § 850k Abs. 2 ZPO nicht beibringen kann (vgl. LG Essen, ZVI 2011, 64; AG Hannover, ZVI 2011, 230, 231; AG Steinfurt…, Beschluss vom 22. Juni 2015 - 18 M 888/13, juris Rn. 9; AG Greiz…, Beschluss vom 17. Februar 2017 - M 648/16, juris Rn. 3; AG Wiesbaden, Beschluss vom 12. September 2018 - 65 M 7317/18, juris Rn. 2;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, Gesamtes Recht der Zwangsvollstreckung, 3. Aufl., § 850k Rn. 42), lässt sich den Feststellungen des Beschwerdegerichts nicht entnehmen. - AG Steinfurt, 22.06.2015 - 18 M 888/13
Pfändungsschutzkonto, Bescheinigung
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Ob ein Antrag des Schuldners, sofern dieser Unterhalt gewährt, nach § 850k Abs. 5 Satz 4 ZPO zulässig ist, weil er die erforderlichen Nachweise für die Erhöhung des automatischen Pfändungsschutzes nach § 850k Abs. 2 ZPO nicht beibringen kann (vgl. LG Essen, ZVI 2011, 64; AG Hannover, ZVI 2011, 230, 231; AG Steinfurt, Beschluss vom 22. Juni 2015 - 18 M 888/13, juris Rn. 9; AG Greiz…, Beschluss vom 17. Februar 2017 - M 648/16, juris Rn. 3; AG Wiesbaden…, Beschluss vom 12. September 2018 - 65 M 7317/18, juris Rn. 2;… Meller-Hannich in Kindl/Meller-Hannich/Wolf, Gesamtes Recht der Zwangsvollstreckung, 3. Aufl., § 850k Rn. 42), lässt sich den Feststellungen des Beschwerdegerichts nicht entnehmen. - BGH, 26.06.2014 - IX ZB 88/13
Insolvenzmasse: Pfändungsschutz für eigenständig erwirtschaftete Einkünfte des …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Ebenso wenig wie es darauf ankommt, durch welche Art von Aktivität der Schuldner den Anspruch auf die Zahlungen erwirtschaftet, ob die Einkünfte Gegenleistung für persönliche Arbeiten oder Dienste oder für fremde Arbeitsleistung, Sacheigentum oder Rechte darstellen (vgl. Meller-Hannich, ZZP 2017, 303, 310), kann im Hinblick auf Wortlaut, Systematik und Zweck der Norm (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZB 88/13, NZI 2014, 772 Rn. 10 ff) eine Rolle spielen, zu welchem Zeitpunkt eine vertraglich geschuldete Gegenleistung zu erbringen war. - BGH, 07.04.2016 - IX ZB 69/15
Forderungspfändung: Unpfändbarkeit von nicht dem Erwerbseinkommen zuzuordnenden …
Auszug aus BGH, 26.09.2019 - IX ZB 21/19
Rn. 16 b) Das Beschwerdegericht wird im Rahmen des § 850i ZPO unter Berücksichtigung aller Einkünfte des Schuldners zu prüfen haben, in welcher Höhe ihm nach §§ 850i, 850c Abs. 1, 2a ZPO (vgl. BGH, Beschluss vom 7. April 2016 - IX ZB 69/15, NZI 2016, 457 Rn. 14) Pfändungsschutz für die Kaufpreisraten zu gewähren ist. - BGH, 21.09.2017 - IX ZB 84/16
Vergütungsfestsetzung für den Insolvenzverwalter: Befugnis des Beschwerdegerichts …
- BGH, 12.09.2019 - IX ZB 56/18
Pfändungsschutzes für Kaufpreisrentenansprüche; Pfändungsschutz für sonstige …
- BGH, 21.03.2019 - IX ZB 47/17
Gesamtvollstreckungsverfahren: Abberufung eines Gesamtvollstreckungsverwalters …
- BFH, 29.03.2007 - XI B 56/06
Veräußerungsgewinn; Kaufpreiszahlung in Raten; Versteuerung
- BGH, 29.04.2021 - IX ZB 25/20
Schuldner als Pfandgläubiger bzgl. Pfandrechten an den Ansprüchen auf Leistungen …
Solche Einkünfte, welche ein Schuldner nicht selbst erzielt hat, sind etwa Geschenke, Lottogewinne und erbrechtliche Ansprüche (BGH…, Beschluss vom 27. September 2018 - IX ZB 19/18, NZI 2018, 899 Rn. 11; vom 26. September 2019 - IX ZB 21/19, NZI 2019, 975 Rn. 9). - BGH, 18.06.2020 - IX ZB 46/18
Erteilung einer vollstreckbaren Ausfertigung dem Gläubiger auch nach Erteilung …
Dies ist verfahrensfehlerhaft (BGH…, Beschluss vom 21. September 2017 - IX ZB 84/16, WM 2017, 2035 Rn. 10 f; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 21. März 2019 - IX ZB 47/17, WM 2019, 1026 Rn. 30; vom 26. September 2019 - IX ZB 21/19, WM 2019, 2174 Rn. 15). - LG Dortmund, 18.01.2021 - 9 T 461/20 § 36 Abs. 1 S. 2 InsO nimmt ausdrücklich § 850i ZPO in Bezug ( BGH NJW-RR 2019, 1520; BGH NZI 2018, 899 ).
Nach § 850i Abs. 1 S. 1 2. Alt. ZPO hat das Gericht dem Schuldner auf Antrag während eines angemessenen Zeitraums so viel zu belassen, wie ihm nach freier Schätzung des Gerichts verbleiben würde, wenn sein Einkommen aus laufendem Arbeits- oder Dienstlohn bestünde, wenn sonstige Einkünfte, die kein Arbeitseinkommen sind, gepfändet werden, soweit dies erforderlich ist, damit dem Schuldner ein unpfändbares Einkommen in Höhe der von § 850c Abs. 1 S. 1 ZPO bestimmten Beträge verbleibt ( BGH NJW-RR 2019, 1520; BGH NZI 2018, 899 ).
Solche Einkünfte, welche ein Schuldner nicht selbst erzielt hat, sind etwa Geschenke, Lottogewinne und erbrechtliche Ansprüche ( BGH NJW-RR 2019, 1520; BGH NZI 2018, 899 ).
Unter § 850i Abs. 1 S. 1 2. Alt. ZPO fallen auch Einkünfte aus kapitalistischer Tätigkeit, etwa Einkünfte aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung, auch Werklohnansprüche und aus der Verwertung von Eigentum des Schuldners resultierende Forderungen, unabhängig davon, ob das zur Entstehung der Forderung verwertete Kapital erarbeitet wurde, solange die Einkünfte nur selbst erzielt sind ( BGH NJW-RR 2019, 1520; BGH NZI 2019, 977 ).
Gleichwohl bedarf es nach den §§ 36 Abs. 1 S. 2 InsO und 850i Abs. 1 ZPO einer wertenden Entscheidung des Vollstreckungsgerichts, ob und wie Pfändungsschutzvorschriften der §§ 850 ff. ZPO unter Abwägung der Belange von Schuldner und Gläubiger zur Anwendung kommen ( BGH NJW-RR 2019, 1520; BGH NZI 2019, 977 ).
- BGH, 11.12.2025 - IX ZB 3/25
Pfändungsschutz für Versicherungsleistungen in der Insolvenz
Hingegen dient § 850i Abs. 1 Satz 1 Fall 2 ZPO nicht dazu, sonstige Einkünfte, die kein Erwerbseinkommen darstellen, in einem die Pfändungsfreigrenzen des § 850c Abs. 1, Abs. 4 Satz 1 ZPO übersteigenden Umfang von der Pfändbarkeit freizustellen (vgl. BGH…, Beschluss vom 7. April 2016 - IX ZB 69/15, NZI 2016, 457 Rn. 14;… vom 12. September 2019 - IX ZB 56/18, ZIP 2019, 2267 Rn. 8; vom 26. September 2019 - IX ZB 21/19, ZIP 2019, 2265 Rn. 16, jeweils zu § 850c ZPO in der bis zum 7. Mai 2021 geltenden Fassung). - FG Hamburg, 01.12.2025 - 5 K 106/25
Pfändungsschutz für Kontoguthaben des Steuerpflichtigen aus Sozialleistungen - …
Rn. 34 Der Schutz hätte nach der Überweisung durch die Pfändungsschutzregeln der §§ 850k, 899 ff. ZPO durch die Einrichtung bzw. Aufrechterhaltung eines Pfändungsschutzkontos sichergestellt werden können, welches Guthabenbeträge unabhängig von ihrer Herkunft und Regelmäßigkeit schützt, mithin Guthaben, die durch die Gutschrift pfändbarer oder (ganz oder teilweise) unpfändbarer Ansprüche entstehen (BGH, Beschluss vom 26. September 2019, IX ZB 21/19, NJW-RR 2019, 1520). - LG Berlin, 24.01.2022 - 84 T 97/21
Zwangsvollstreckungsverfahren: Unpfändbarkeit eines Vergleichsbetrages aus einer …
Werden sonstige Einkünfte des Schuldners gepfändet, die kein Arbeitseinkommen sind, hat das Gericht dem Schuldner gemäß § 850i Abs. 1 Satz 1 ZPO auf Antrag während eines angemessenen Zeitraums davon so viel zu belassen, wie ihm nach freier Schätzung aus einem laufenden Arbeits- oder Dienstlohn pfändungsfrei nach den Vorschriften der §§ 850c, 850e ZPO verbliebe (vgl. BGH, Beschl. v. 26. September 2019 - IX ZB 21/19 -, NZI 2019, 975 [975]).Es kommt nicht entscheidend darauf an, ob der Schuldner das zur Entstehung der Forderung eingesetzte Kapital selbst erarbeitet hat, solange nur die Einkünfte aus dem Kapital von ihm selbst erzielt worden sind (vgl. BGH, Beschl. v. 26. September 2019 - IX ZB 21/19 -, NZI 2019, 975 [975]).
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