Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×
Weitere Entscheidung unten: BFH, 25.09.2024

Rechtsprechung
   BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,18336
BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23 (https://dejure.org/2025,18336)
BGH, Entscheidung vom 17.07.2025 - III ZR 388/23 (https://dejure.org/2025,18336)
BGH, Entscheidung vom 17. Juli 2025 - III ZR 388/23 (https://dejure.org/2025,18336)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2025,18336) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (13)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
    Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF

    Online-Partnervermittlungsportal, Kündigungsrecht, Vertragsverlängerungsklausel

  • rechtsinformationen.bund.de

    Online-Partnervermittlung: Bestehen eines Kündigungsrechts und Wirksamkeit einer Vertragsverlängerungsklausel - Online-Partnervermittlungsportal, Kündigungsrecht, Vertragsverlängerungsklausel

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Online-Partnervermittlungsportal, Kündigungsrecht, Vertragsverlängerungsklausel

    § 307 Abs 1 S 1 BGB, § 309 Nr 9 Buchst b BGB vom 28.04.2017, § 309 Nr 9 Buchst c BGB vom 28.04.2017, § 627 Abs 1 BGB

  • IWW

    § 46 EGZPO, § ... 614 ZPO, § 627 Abs. 1 BGB, § 309 Nr. 9 Buchst. b und c BGB, § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 309 BGB, § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 606 ZPO, § 606 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 309 Nr. 9 BGB, Art. 229 § 60 Satz 2 EGBGB, § 628 Abs. 1 BGB, § 622 BGB, § 626 BGB, § 627 BGB, § 656 BGB, § 309 Nr. 9 Buchst. b BGB, § 309 Nr. 9 Buchst. c BGB, § 307 BGB, § 307 Abs. 1 BGB, § 309 Nr. 9 Buchst. a und b BGB, § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB, § 310 Abs. 3 Nr. 3 BGB, § 286 Abs. 1 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 563 Abs. 3 ZPO

  • Betriebs-Berater

    Online-Partnervermittlungsportal, Kündigungsrecht, Vertragsverlängerungsklausel

  • Verbraucherzentrale Bundesverband PDF

    Bundesgerichtshof-Urteil: Parship muss Nutzer:innen mit Halbjahresverträgen leichter gehen lassen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de
  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zivilrecht: Online-Partnervermittlungsportal, Kündigungsrecht, Vertragsverlängerungsklausel

  • datenbank.nwb.de

    Online-Partnervermittlungsportal, Kündigungsrecht, Vertragsverlängerungsklausel

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Kein jederzeitiges Kündigungsrecht bei Online-Partnervermittlungsportalen / Frühere Vertragsverlängerungsklauseln eines solchen Portalbetreibers überwiegend wirksam

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Vertrag mit Online-Partnervermittlung kann nicht jederzeit gekündigt werden - Klausel zur Kündigung und Vertragsverlängung in Paarship-AGB unwirksam

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Online-Partnervermittlungsportale - und die Vertragslaufzeit

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Online-Partnervermittlung - und die Vertragslaufzeit

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Kein jederzeitiges Kündigungsrecht bei Online-Partnervermittlungsportalen

  • Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)

    Bundesgerichtshof-Urteil: Parship muss Nutzer:innen mit Halbjahresverträgen leichter gehen lassen

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Kein jederzeitiges Kündigungsrecht bei Online-Partnervermittlungsportalen

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Liebe per Klick: Kein jederzeitiges Kündigungsrecht bei Partnerportalen

Besprechungen u.ä.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2025, 3710
  • ZIP 2025, 2245
  • ZIP 2025, 2291
  • MDR 2025, 1122
  • FamRZ 2025, 1579
  • WM 2025, 1990
  • MMR 2025, 970
  • BB 2025, 2191
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (44)

  • BGH, 15.04.2010 - Xa ZR 89/09

    Allgemeine Geschäftsbedingungen: Wirksamkeit einer Klausel über die automatische …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Fehlt es - wie hier - an einem gesetzlichen Leitbild für den in Rede stehenden Vertragstyp, ist die Angemessenheit nicht am Maßstab des § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB zu prüfen, sondern anhand einer Interessenabwägung nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB zu ermitteln (vgl. BGH, Urteil vom 15. April 2010 - Xa ZR 89/09, NJW 2010, 2942 Rn. 17).

    Rn. 58 Eine formularmäßige Vertragsbestimmung ist unangemessen, wenn der Verwender durch eine einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (…Senat, Urteile vom 18. Februar 2016 - III ZR 126/15, BGHZ 209, 52 Rn. 17 …und vom 7. Juni 2018 aaO Rn. 23; BGH, Urteile vom 15. April 2010 aaO Rn. 18;… vom 20. Dezember 2018 - I ZR 104/17, NJW 2019, 757 Rn. 49 …und vom 26. Januar 2022 - IV ZR 144/21, BGHZ 232, 344 Rn. 43).

    Unangemessenheit ist zu verneinen, wenn die Benachteiligung des Vertragspartners des Verwenders, die von einigem Gewicht sein muss (…Senat, Urteile vom 29. Juli 2021 - III ZR 179/20, BGHZ 230, 347 Rn. 54 …und vom 27. Januar 2022 - III ZR 12/21, NJW-RR 2022, 625 Rn. 43), durch höherrangige oder zumindest gleichwertige Interessen des Verwenders gerechtfertigt ist (BGH, Urteil vom 15. April 2010 aaO).

    Das Gleiche gilt für die Gefahr, dass die Vertragsverlängerung übersehen und daher die Kündigung vergessen wird; auch diesen Aspekt hat der Gesetzgeber bereits in seine Entscheidung einbezogen (BGH, Urteil vom 15. April 2010 aaO Rn. 23; Regierungsentwurf zu einem Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-Gesetz), BT-Drucks. 7/3919 S. 37).

    Rn. 60 Aus § 309 Nr. 9 BGB aF kann nicht ein allgemeiner Rechtsgedanke dahingehend abgeleitet werden, nur im Verhältnis zur Erstlaufzeit erheblich kürzere Verlängerungszeiten seien gerechtfertigt (vgl. BGH, Urteil vom 15. April 2010 aaO Rn. 21).

  • BGH, 04.12.1996 - XII ZR 193/95

    Formularmäßige Vereinbarung einer Verlängerungsklausel in den Allgemeinen …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Rn. 59 Ist die Bestimmung nach dem spezielleren § 309 BGB aF wirksam, kann sich die Unangemessenheit allerdings nur aus besonderen, von der Verbotsnorm nicht erfassten Gründen ergeben (vgl. BGH, Urteile vom 29. April 1987 - VIII ZR 251/86, BGHZ 100, 373, 378 f und vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95, NJW 1997, 739, 740;… Versäumnisurteil vom 8. Februar 2012 - XII ZR 42/10, NJW 2012, 1431 Rn. 25).

    Die Einschränkung der Dispositionsfreiheit, die mit einer einjährigen Verlängerungsklausel einhergeht und die der Gesetzgeber im Blick hatte, ist deshalb für sich allein kein hinreichender Grund, die Regelung nach der Generalklausel für unwirksam anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 4. Dezember 1996 aaO;… Versäumnisurteil vom 8. Februar 2012 aaO).

    Unbeschadet dessen und trotz des Umstands, dass Vereinbarungen über das zu zahlende Entgelt nicht der Inhaltskontrolle nach § 307 BGB unterliegen (…BGH aaO Rn. 22), kann sich das Unangemessenheitsverdikt einer Verlängerungsklausel jedoch aus der Höhe der mit ihr verbundenen finanziellen Belastung ergeben (BGH, Urteil vom 4. Dezember 1996 aaO).

  • BGH, 07.06.2018 - III ZR 351/17

    Kinderkrippenbetreuungsvertrag: Wirksamkeit einer formularmäßigen Regelung über …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Rn. 50 b) Nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 7. Juni 2018 - III ZR 351/17, BGHZ 219, 51 Rn. 20) sind Regelungen über Kündigungen und Vertragslaufzeiten, die einer Prüfung nach § 309 Nr. 9 BGB aF standhalten, zwar ungeachtet dessen einer Angemessenheitskontrolle nach § 307 BGB unterworfen.

    Rn. 57 2. Wie bereits ausgeführt, sind Regelungen über Kündigungen und Vertragslaufzeiten, die einer Prüfung nach § 309 Nr. 9 BGB aF standhalten, gleichwohl nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 7. Juni 2018 aaO) einer Angemessenheitskontrolle nach § 307 BGB unterworfen.

    Rn. 58 Eine formularmäßige Vertragsbestimmung ist unangemessen, wenn der Verwender durch eine einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (…Senat, Urteile vom 18. Februar 2016 - III ZR 126/15, BGHZ 209, 52 Rn. 17 und vom 7. Juni 2018 aaO Rn. 23;… BGH, Urteile vom 15. April 2010 aaO Rn. 18;… vom 20. Dezember 2018 - I ZR 104/17, NJW 2019, 757 Rn. 49 …und vom 26. Januar 2022 - IV ZR 144/21, BGHZ 232, 344 Rn. 43).

  • BGH, 08.10.2020 - III ZR 80/20

    Schadensersatzklausel für Abbruch einer Mutter-Kind-Kur unwirksam

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Darüber hinaus erfasst § 627 BGB solche qualifizierten Tätigkeiten, die den persönlichen Lebensbereich betreffen (…vgl. Senat, Urteile vom 13. November 2014 - III ZR 101/14, BGHZ 203, 180 Rn. 12;… vom 10. November 2016 - III ZR 193/16, VersR 2017, 432 Rn. 25 und vom 8. Oktober 2020 - III ZR 80/20, NJW 2021, 1392 Rn. 20).

    Rn. 36 Bei der Beurteilung, ob ein Dienstverhältnis der vorbezeichneten Art vorliegt, kommt es entscheidend darauf an, ob die versprochenen qualifizierten Dienste im Allgemeinen ihrer Art nach nur kraft besonderen Vertrauens in die Person des Dienstverpflichteten übertragen werden; hierbei ist auf die typische Lage, nicht auf das im konkreten Einzelfall entgegengebrachte Vertrauen abzustellen (…Senat, Urteile vom 22. September 2011 - III ZR 95/11, NJW 2011, 3575 Rn. 9 und vom 8. Oktober 2020 aaO Rn. 23).

    Das Vertrauen muss sich jedoch stets über die fachliche Kompetenz (Sachkompetenz) hinaus auch auf die Person des Vertragspartners erstrecken und der Ausführung der Tätigkeit eine persönliche Beziehung (Bindung) zwischen den Vertragspartnern zugrunde liegen (…Senat, Urteile vom 10. November 2016 aaO Rn. 34 und vom 8. Oktober 2020 aaO).

  • BGH, 02.08.2012 - XII ZR 42/10

    Fitness-Studiovertrag: Wirksamkeit einer Laufzeitklausel; unangemessene …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Rn. 59 Ist die Bestimmung nach dem spezielleren § 309 BGB aF wirksam, kann sich die Unangemessenheit allerdings nur aus besonderen, von der Verbotsnorm nicht erfassten Gründen ergeben (vgl. BGH, Urteile vom 29. April 1987 - VIII ZR 251/86, BGHZ 100, 373, 378 f und vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95, NJW 1997, 739, 740; Versäumnisurteil vom 8. Februar 2012 - XII ZR 42/10, NJW 2012, 1431 Rn. 25).

    Die Einschränkung der Dispositionsfreiheit, die mit einer einjährigen Verlängerungsklausel einhergeht und die der Gesetzgeber im Blick hatte, ist deshalb für sich allein kein hinreichender Grund, die Regelung nach der Generalklausel für unwirksam anzusehen (vgl. BGH…, Urteil vom 4. Dezember 1996 aaO; Versäumnisurteil vom 8. Februar 2012 aaO).

  • BGH, 05.11.1998 - III ZR 226/97

    Untersagung der Verwendung einer vorformulierten Laufzeitverlängerungsklausel in …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Rn. 37 b) Nach diesem Maßstab bejaht der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung (vgl. Senat, Urteile vom 5. November 1998 - III ZR 226/97, NJW 1999, 276, 277; vom 19. Mai 2005 - III ZR 437/04, NJW 2005, 2543;… vom 2. Juli 2009 - III ZR 303/08, NJW-RR 2010, 410 Rn. 10 …und vom 8. Oktober 2009 aaO; BGH, Urteile vom 24. Juni 1987 - IVa ZR 99/86, NJW 1987, 2808; vom 1. Februar 1989 - IVa ZR 354/87, BGHZ 106, 341, 345 f und vom 29. Mai 1991 - IV ZR 187/90, NJW 1991, 2763) ein Kündigungsrecht gemäß § 627 Abs. 1 BGB, sofern es sich um "herkömmliche" Partnervermittlungen handelt, bei denen es bestimmungsgemäß zu einem persönlichen Kontakt des Kunden mit dem Chef oder einem Mitarbeiter der Partnervermittlung kommt.

    Bei derartigen, ganz auf persönliches Vertrauen gestellten und zudem lockeren, nicht auf eine ständige Tätigkeit gerichteten Dienstverhältnissen soll die Freiheit der persönlichen Entschließung eines jeden Teils im weitesten Ausmaß gewahrt werden (vgl. Senat, Urteile vom 5. November 1998 aaO S. 278und vom 9. Juni 2005 - III ZR 436/04, MDR 2005, 1285, 1286; BGH, Urteil vom 18. Oktober 1984 - IX ZR 14/84, NJW 1986, 373;… Staudinger/Temming, BGB, Neubearbeitung 2022, § 627 Rn. 4).

  • BGH, 08.10.2009 - III ZR 93/09

    Anwendbarkeit von § 627 Abs. 1 , § 628 Abs. 1 S. 1, 3 BGB auf einen Vertrag mit …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Das von § 627 Abs. 1 BGB vorausgesetzte generelle persönliche Vertrauen kann auch dann vorliegen, wenn es sich bei dem Dienstverpflichteten um eine juristische Person handelt (vgl. Senat, Urteile vom 8. Oktober 2009 - III ZR 93/09, NJW 2010, 150 Rn. 19 …und vom 22. September 2011 aaO).

    Rn. 37 b) Nach diesem Maßstab bejaht der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung (vgl. Senat, Urteile vom 5. November 1998 - III ZR 226/97, NJW 1999, 276, 277; vom 19. Mai 2005 - III ZR 437/04, NJW 2005, 2543;… vom 2. Juli 2009 - III ZR 303/08, NJW-RR 2010, 410 Rn. 10 und vom 8. Oktober 2009 aaO; BGH, Urteile vom 24. Juni 1987 - IVa ZR 99/86, NJW 1987, 2808; vom 1. Februar 1989 - IVa ZR 354/87, BGHZ 106, 341, 345 f und vom 29. Mai 1991 - IV ZR 187/90, NJW 1991, 2763) ein Kündigungsrecht gemäß § 627 Abs. 1 BGB, sofern es sich um "herkömmliche" Partnervermittlungen handelt, bei denen es bestimmungsgemäß zu einem persönlichen Kontakt des Kunden mit dem Chef oder einem Mitarbeiter der Partnervermittlung kommt.

  • BGH, 22.09.2011 - III ZR 95/11

    Kündigung des Dienstvertrages bei Vertrauensstellung: Beauftragung eines …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Rn. 36 Bei der Beurteilung, ob ein Dienstverhältnis der vorbezeichneten Art vorliegt, kommt es entscheidend darauf an, ob die versprochenen qualifizierten Dienste im Allgemeinen ihrer Art nach nur kraft besonderen Vertrauens in die Person des Dienstverpflichteten übertragen werden; hierbei ist auf die typische Lage, nicht auf das im konkreten Einzelfall entgegengebrachte Vertrauen abzustellen (Senat, Urteile vom 22. September 2011 - III ZR 95/11, NJW 2011, 3575 Rn. 9 …und vom 8. Oktober 2020 aaO Rn. 23).

    Das von § 627 Abs. 1 BGB vorausgesetzte generelle persönliche Vertrauen kann auch dann vorliegen, wenn es sich bei dem Dienstverpflichteten um eine juristische Person handelt (…vgl. Senat, Urteile vom 8. Oktober 2009 - III ZR 93/09, NJW 2010, 150 Rn. 19 und vom 22. September 2011 aaO).

  • BGH, 10.11.2016 - III ZR 193/16

    Vertrag über eine Therapie zur Gewichtsabnahme: Wirksamkeit der fristlosen …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Darüber hinaus erfasst § 627 BGB solche qualifizierten Tätigkeiten, die den persönlichen Lebensbereich betreffen (…vgl. Senat, Urteile vom 13. November 2014 - III ZR 101/14, BGHZ 203, 180 Rn. 12; vom 10. November 2016 - III ZR 193/16, VersR 2017, 432 Rn. 25 …und vom 8. Oktober 2020 - III ZR 80/20, NJW 2021, 1392 Rn. 20).

    Das Vertrauen muss sich jedoch stets über die fachliche Kompetenz (Sachkompetenz) hinaus auch auf die Person des Vertragspartners erstrecken und der Ausführung der Tätigkeit eine persönliche Beziehung (Bindung) zwischen den Vertragspartnern zugrunde liegen (Senat, Urteile vom 10. November 2016 aaO Rn. 34 …und vom 8. Oktober 2020 aaO).

  • AG Hamburg, 06.04.2017 - 25b C 383/16

    Online-Partnervermittlungsvertrag: Vorliegen einer besonderen persönlichen …

    Auszug aus BGH, 17.07.2025 - III ZR 388/23
    Rn. 41 bb) Von anderen Instanzgerichten und Teilen der Literatur wird ein Kündigungsrecht gemäß § 627 Abs. 1 BGB indessen abgelehnt (AG München…, Urteil vom 5. Mai 2011 - 172 C 28687/10, juris Rn. 7 bis 13; AG Heinsberg, BeckRS 2016, 16615; AG Hamburg, BeckRS 2017, 108700 Rn. 16 bis 29 und VuR 2022, 312, 315 bis 317;… AG Köln, BeckRS 2024, 26645 Rn. 27 bis 30;… BeckOK/Horcher, BGB [1. Mai 2025], § 627 Rn. 10;… MüKo/Henssler, BGB, 9. Aufl., § 627 Rn. 23; Rachow, MMR 2015, 152, 153 f; Haberl, Rechtliche Aspekte des Online-Datings, S. 261 bis 275).

    Diese Auffassung wird maßgeblich damit begründet, dass die besondere persönliche Vertrauensstellung des Dienstverpflichteten bei einer Online-Plattform nicht gegeben sei (…AG München aaO Rn. 9;… AG Heinsberg aaO; AG Hamburg, BeckRS 2017, 108700 Rn. 25).

  • BGH, 29.07.2021 - III ZR 179/20

    Facebooks Regeln gegen "Hassrede" verstoßen gegen AGB-Recht

  • BGH, 18.02.2016 - III ZR 126/15

    Regelungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Kinderkrippenbetreibers …

  • BGH, 20.12.2018 - I ZR 104/17

    Zur Veröffentlichung von Fotografien gemeinfreier Kunstwerke

  • BGH, 11.11.2010 - III ZR 57/10

    Vorzeitige Kündigung eines DSL-Vertrags

  • BGH, 26.01.2022 - IV ZR 144/21

    Betriebsschließungsversicherung

  • BVerfG, 02.03.2006 - 2 BvR 2099/04

    Kommunikationsverbindungsdaten

  • BGH, 28.05.2020 - I ZR 40/19

    Wirksamkeit einer Klausel zur automatischen Verlängerung eines …

  • BGH, 02.10.2019 - XII ZR 8/19

    Inhaltskontrolle einer allgemeinen Geschäftsbedingung in einem sogenannten …

  • BGH, 09.06.2005 - III ZR 436/04

    Kündigung eines finanzwirtschaftlichen Baubetreuungsvertrages durch den Bauherrn

  • BGH, 03.04.2014 - I ZR 237/12

    Anhörungsrüge gegen die Entscheidung über eine Nichtzulassungsbeschwerde: …

  • BGH, 27.01.2022 - III ZR 12/21

    Soziales Netzwerk: Inhaltskontrolle von AGB-Klauseln zur Nutzerkontosperrung und …

  • BGH, 29.04.1987 - VIII ZR 251/86

    Formularmäßige Vereinbarung der Laufzeit und der Kündigungsfrist des Abonnements …

  • BGH, 18.10.1984 - IX ZR 14/84

    Begriff der Vertrauensstellung

  • RG, 20.05.1913 - III 373/12

    Bauleitender Architekt; Kündigung

  • BGH, 18.06.2008 - VIII ZR 224/07

    Unwirksamkeit einer "Farbwahlklausel" in einem Wohnraummietvertrag ("neutrale, …

  • BGH, 17.06.2021 - III ZR 125/19

    Online-Partnervermittlungsvertrag: Vergütungsanspruch durchsetzbar

  • OLG Dresden, 19.08.2014 - 14 U 603/14

    Vorauszahlung von Mitgliedsgebühren

  • BGH, 19.02.2025 - VIII ZR 138/23

    Musterfeststellungsklage zur Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten

  • BGH, 19.05.2005 - III ZR 437/04

    Begriff des Aushandelns von Vertragsbedingungen

  • BGH, 09.07.2024 - XI ZR 40/23

    Musterfeststellungsklagen zur Bestimmung des Referenzzinssatzes für …

  • OLG Hamburg, 26.10.2023 - 3 MK 2/21

    Musterfeststellungsklage wegen Kündbarkeit von Parship-Mitgliedschaften

  • BGH, 20.05.2021 - III ZR 126/19

    Verbrauchervertrag: Verwendung der Muster-Widerrufsbelehrung durch eine …

  • BGH, 13.11.2014 - III ZR 101/14

    Fristlose Kündigung eines Vertrages über betriebsärztliche Leistungen

  • BGH, 02.07.2009 - III ZR 303/08

    Umfang der Leistungspflicht eines Partnervermittlers; Anspruch des Kunden auf …

  • BGH, 01.02.1989 - IVa ZR 354/87

    Formularmäßige Abbedingung des Kündigungsrechts bei einem Ehe- oder …

  • AG Berlin-Schöneberg, 27.01.2010 - 104a C 413/09

    Online-Partnervermittlungsvertrag: Fristlose Kündigung des aufgrund besonderen …

  • BGH, 29.05.1991 - IV ZR 187/90

    Angemessenheit der Vergütung eines Partnerverschaftsvermittlers bei vorzeitiger …

  • LG Hamburg, 30.08.2019 - 320 S 20/19

    Anspruch eines Partnervermittlers auf Wertersatz bei Widerruf des Vertrages nach …

  • AG München, 05.05.2011 - 172 C 28687/10

    Fristlose Kündigung eines Online-Partnerschaftsvermittlungsvertrages

  • BGH, 24.06.1987 - IVa ZR 99/86

    Kündigung eines Eheanbahnungsvertrages; Formularmäßige Vereinbarung eines …

  • AG Potsdam, 09.02.2016 - 38 C 32/15

    Vertrag über Dienste und Hilfestellungen bei der Suche nach einem Lebenspartner: …

  • AG Berlin-Tempelhof/Kreuzberg, 01.09.2015 - 13 C 168/15

    Online-Partnervermittlungsvertrag - fristlose Kündigung

  • AG Bremen, 03.07.2013 - 23 C 106/13

    Online-Partnerschaftsvermittlungsvertrag - fristlose Kündigung

  • AG Königs Wusterhausen, 07.03.2023 - 4 C 1788/21

    Online-Partnervermittlungsportal - Dienste höherer Art - fristlose Kündigung

  • BGH, 16.04.2026 - III ZR 152/25

    Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Anbieters von Streamingdiensten …

    Insoweit bedarf es einer umfassenden Würdigung und Abwägung der wechselseitigen Interessen, bei der die mit der Abweichung vom dispositiven Recht verbundenen Nachteile für den Vertragspartner, die von einigem Gewicht sein müssen, sowie Gegenstand, Zweck und Eigenart des Vertrags zu berücksichtigen sind (st. Rspr.; vgl. zB Senat, Urteile vom 17. Juli 2025 - III ZR 388/23, NJW 2025, 3710 Rn. 58 …und vom 18. April 2019 - III ZR 191/18, NJW-RR 2019, 1072 Rn. 19; BGH, Urteil vom 17. Dezember 2002 - X ZR 220/01, NJW 2003, 886, 887; jew. mwN).
  • BGH, 23.10.2025 - III ZR 147/24

    AGB-Klausel, nach der für die kundenseitige Sperre einer SIM-Karte neben der …

    Insoweit bedarf es einer umfassenden Würdigung und Abwägung der wechselseitigen Interessen, bei der die mit der Abweichung vom dispositiven Recht verbundenen Nachteile für den Vertragspartner, die von einigem Gewicht sein müssen, sowie Gegenstand, Zweck und Eigenart des Vertrages zu berücksichtigen sind (st. Rspr.; vgl. etwa Senat, Urteile vom 17. Juli 2025 - III ZR 388/23, ZIP 2025, 2245 Rn. 57 f;… vom 27. Januar 2022 - III ZR 12/21, NJW-RR 2022, 625 Rn. 43;… vom 29. Juli 2021 - III ZR 179/20, BGHZ 230, 347 Rn. 54 …und vom 18. April 2019 - III ZR 191/18, NJW-RR 2019, 1072 Rn. 19 mwN).
  • OLG Celle, 01.06.2026 - 24 U 92/25

    Dienste höherer Art; fristlose Kündigung; Dienstvertrag; Coaching; …

    Die jederzeitige Lösungsmöglichkeit für beide Vertragsparteien ohne Begründungszwang gründet darauf, dass das besondere Vertrauen schon durch unwägbare Umstände, ja durch rational nicht begründbare Empfindungen gestört werden kann, die objektiv keinen wichtigen Grund darstellen (…BGH, Urteile vom 11. Februar 2010 - IX ZR 114/09, NJW 2010, 1520 Rn. 17 und vom 17. Juli 2025 - III ZR 388/23, WM 2025, 1990 Rn. 44).

    Darüber hinaus erfasst § 627 BGB solche qualifizierten Tätigkeiten, die den persönlichen Lebensbereich betreffen (stRspr;… zB BGH, Urteile vom 13. November 2014 - III ZR 101/14, BGHZ 203, 180 Rn. 12 und vom 17. Juli 2025 aaO Rn. 35; jew. mwN).

    So nimmt die Rechtsprechung Dienste höherer Art etwa bei Ehe- und Partnerschaftsvermittlungen (BGH, Urteil vom 17. Juli 2025 aaO Rn. 37 mwN), ambulanten Pflegediensten (BGH…, Urteil vom 9. Juni 2011 - III ZR 203/10, BGHZ 190, 80 Rn. 15 ff), einer medizinischen Vorsorgemaßnahme in Form einer Mutter-Kind-Kur (BGH…, Urteil vom 8. Oktober 2020 - III ZR 80/20, NJW 2021, 1392 Rn. 20 ff) und einer ernährungsmedizinischen Therapie zur Gewichtsabnahme (BGH…, Urteil vom 10. November 2016 - III ZR 193/16, VersR 2017, 432 Rn. 26 ff) an.

    Ein Bezug zum persönlichen Lebens- oder Geschäftsbereich des Dienstberechtigten und Einblicke in Geschäfts-, Berufs-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse können die erforderliche Vertrauensbeziehung insbesondere dann begründen, wenn der Dienstverpflichtete eine juristische Person ist, sind aber kein zwingendes Kriterium für die Anwendbarkeit des § 627 Abs. 1 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2025 aaO Rn. 36).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BGH

Rechtsprechung
   BFH, 25.09.2024 - II R 46/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,43405
BFH, 25.09.2024 - II R 46/22 (https://dejure.org/2024,43405)
BFH, Entscheidung vom 25.09.2024 - II R 46/22 (https://dejure.org/2024,43405)
BFH, Entscheidung vom 25. September 2024 - II R 46/22 (https://dejure.org/2024,43405)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2024,43405) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (9)

  • Doctrine

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
    Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen

  • openjur.de
  • Bundesfinanzhof

    GmbHG § 2 Abs 1 S 1, GmbHG § ... 5 Abs 4, GmbHG § 10, GmbHG § 11 Abs 1, GmbHG § 13 Abs 1, GrEStG § 1 Abs 2a, GrEStG § 6a S 1, GrEStG § 6a S 2, GrEStG § 6a S 3, GrEStG § 6a S 4, UmwStG 2006 § 20, UmwStG 2006 §§ 20 ff, GG Art 3 Abs 1
    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

  • rechtsinformationen.bund.de

    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 2 Abs 1 S 1 GmbHG, § 5 Abs 4 GmbHG, § 10 GmbHG, § 11 Abs 1 GmbHG, § 13 Abs 1 GmbHG
    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

  • IWW

    §§ 20 ff. de... s Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG), § 1 Abs. 2a des Grunderwerbsteuergesetzes, § 164 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO), § 164 Abs. 2 AO, § 6a GrEStG, § 6a Satz 4 GrEStG, Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), § 6a Satz 1, 3 und 4 GrEStG, § 1 Abs. 2a GrEStG, § 6a Satz 3 GrEStG, § 6a Satz 1 GrEStG, § 123 Abs. 1 Nr. 2 des Umwandlungsgesetzes, § 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG, § 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG, Art. 3 Abs. 1 GG, §§ 5 ff. GrEStG, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG, § 6a Satz 1 Alternative 2 GrEStG, § 1 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1, Abs. 2, 2a, 3, Abs. 3a GrEStG, § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 UmwG, § 5 Abs. 4 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, §§ 20 ff. UmwStG, § 2 des Umsatzsteuergesetzes, § 6a Satz 3 und 4 GrEStG, § 13 Abs. 1 GmbHG, § 135 Abs. 2 FGO, § 121 Satz 1 FGO

  • Betriebs-Berater

    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

  • rechtsportal.de

    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

  • rechtsportal.de

    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

Besprechungen u.ä.

  • heckschen-vandeloo.de (Entscheidungsbesprechung)

    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Kommanditanteilen in erst kurz zuvor erworbene Vorrats-GmbHs

Sonstiges (2)

  • Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)

    GrEStG § 1 Abs 2a S 1 ; GrEStG § 6a S 4 ; UmwG § 123

  • IWW (Verfahrensmitteilung)

    GrEStG § 1 Abs 2a S 1, GrEStG § 6a S 4
    Einbringung, Grunderwerbsteuer, Steuerbefreiung

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZIP 2025, 2245
  • NZG 2025, 524
 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (14)

  • BFH, 25.09.2024 - II R 2/22

    Steuerbegünstigung nach § 6a GrEStG bei Ausgliederung eines Einzelunternehmens …

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Rn. 27 dd) Auf die Einhaltung der fünfjährigen Vorbehaltensfrist kann im Streitfall nicht nach den in den BFH-Urteilen vom 21.08.2019 - II R 16/19 (II R 36/14) (BFHE 266, 335, BStBl II 2020, 333) und vom 25.09.2024 - II R 2/22 (BFHE 287, 209) aufgestellten Rechtsgrundsätzen verzichtet werden.

    Rn. 29 Zwar hat der BFH mit Urteilen vom 21.08.2019 - II R 16/19 (II R 36/14) (BFHE 266, 335, BStBl II 2020, 333) und vom 25.09.2024 - II R 2/22 entschieden, dass bei einer Ausgliederung zur Neugründung gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG die in § 6a Satz 4 GrEStG genannten Fristen nur insoweit eingehalten werden müssen, als sie aufgrund eines begünstigten Umwandlungsvorgangs auch eingehalten werden können.

    Bei einer Ausgliederung zur Neugründung kann die Vorbehaltensfrist umwandlungsbedingt nicht eingehalten werden, weil die neu gegründete Gesellschaft erst durch die Ausgliederung entsteht (BFH-Urteil vom 25.09.2024 - II R 2/22;… BFH-Beschluss vom 03.05.2023 - II B 27/22, BFH/NV 2024, 920;… Kugelmüller-Pugh in Viskorf, Grunderwerbsteuergesetz, 21. Aufl., § 6a Rz 111; gl.A. die Finanzverwaltung in den Gleich lautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder zur Anwendung des § 6a GrEStG vom 25.05.2023, BStBl I 2023, 995, Tz. 3.2.2.1).

    Ein solcher ist gegeben, wenn die Einhaltung der Vorbehaltensfrist wie bei der Ausgliederung zur Neugründung umwandlungsbedingt nicht möglich ist, weil die neu gegründete Gesellschaft erst durch die Ausgliederung entsteht (s. hierzu auch BFH-Urteil vom 25.09.2024 - II R 2/22).

  • BFH, 21.08.2019 - II R 16/19

    Steuerbefreiung nach § 6a GrEStG

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Rn. 27 dd) Auf die Einhaltung der fünfjährigen Vorbehaltensfrist kann im Streitfall nicht nach den in den BFH-Urteilen vom 21.08.2019 - II R 16/19 (II R 36/14) (BFHE 266, 335, BStBl II 2020, 333) und vom 25.09.2024 - II R 2/22 (BFHE 287, 209) aufgestellten Rechtsgrundsätzen verzichtet werden.

    Rn. 29 Zwar hat der BFH mit Urteilen vom 21.08.2019 - II R 16/19 (II R 36/14) (BFHE 266, 335, BStBl II 2020, 333) und vom 25.09.2024 - II R 2/22 entschieden, dass bei einer Ausgliederung zur Neugründung gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG die in § 6a Satz 4 GrEStG genannten Fristen nur insoweit eingehalten werden müssen, als sie aufgrund eines begünstigten Umwandlungsvorgangs auch eingehalten werden können.

    Vielmehr muss die Nichteinhaltung der in § 6a Satz 4 GrEStG normierten Fristen ihren Anknüpfungspunkt in der Systematik der Vorschrift finden (BFH-Urteil vom 21.08.2019 - II R 16/19 (II R 36/14), BFHE 266, 335, BStBl II 2020, 333, Rz 28).

  • BGH, 09.12.2002 - II ZB 12/02

    Wirtschaftliche Neugründung einer GmbH durch Verwendung eines Mantels; Anwendung …

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Daher gelte der Erwerb einer Vorrats-GmbH als wirtschaftliche Neugründung der GmbH (Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 09.12.2002 - II ZB 12/02, BGHZ 153, 158).

    Rn. 31 (3) Etwas anderes ergibt sich --entgegen der Auffassung der Klägerin-- auch nicht aus dem BGH-Beschluss vom 09.12.2002 - II ZB 12/02 (BGHZ 153, 158, unter III.1.a), nach dem die Verwendung des Mantels einer Vorrats-GmbH durch Ausstattung der Vorrats-Gesellschaft mit einem Unternehmen und erstmalige Aufnahme ihres Geschäftsbetriebs im Hinblick auf den Gläubigerschutz wirtschaftlich eine Neugründung darstellt.

  • BVerfG, 17.12.2014 - 1 BvL 21/12

    Erbschaftsteuer

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Die Steuerpflichtigen müssen dem Grundsatz nach durch ein Steuergesetz rechtlich und tatsächlich gleichmäßig belastet werden (Urteil des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 17.12.2014 - 1 BvL 21/12, BStBl II 2015, 50, BVerfGE 138, 136, Rz 123; BFH-Urteil vom 17.05.2021 - IX R 20/18, BFHE 274, 246, Rz 24; Verfassungsbeschwerde eingelegt, Aktenzeichen des BVerfG: 1 BvR 2253/23).
  • BFH, 17.05.2021 - IX R 20/18

    Keine Verfassungs- und Europarechtswidrigkeit der Besteuerung von Sportwetten

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Die Steuerpflichtigen müssen dem Grundsatz nach durch ein Steuergesetz rechtlich und tatsächlich gleichmäßig belastet werden (Urteil des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 17.12.2014 - 1 BvL 21/12, BStBl II 2015, 50, BVerfGE 138, 136, Rz 123; BFH-Urteil vom 17.05.2021 - IX R 20/18, BFHE 274, 246, Rz 24; Verfassungsbeschwerde eingelegt, Aktenzeichen des BVerfG: 1 BvR 2253/23).
  • BVerfG, 27.02.2025 - 1 BvR 2253/23

    Erfolglose Verfassungsbeschwerden gegen Erhebung einer Sportwettensteuer

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Die Steuerpflichtigen müssen dem Grundsatz nach durch ein Steuergesetz rechtlich und tatsächlich gleichmäßig belastet werden (Urteil des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 17.12.2014 - 1 BvL 21/12, BStBl II 2015, 50, BVerfGE 138, 136, Rz 123; BFH-Urteil vom 17.05.2021 - IX R 20/18, BFHE 274, 246, Rz 24; Verfassungsbeschwerde eingelegt, Aktenzeichen des BVerfG: 1 BvR 2253/23).
  • BFH, 28.08.2019 - II R 8/17

    Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 28.08.2019 II R 7/17 - Beginn des Laufs von …

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Dies setzt jedoch voraus, dass die der Anwendung des Steuergesetzes zugrundeliegenden Sachverhalte vergleichbar sind (vgl. BFH-Urteil vom 28.08.2019 - II R 8/17, BFH/NV 2020, 500, Rz 29).
  • BFH, 30.05.2017 - II R 62/14

    EuGH-Vorlage: Beihilfecharakter der Steuerbegünstigung nach § 6a GrEStG

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Unerheblich ist auch, ob das herrschende Unternehmen die Beteiligung an der abhängigen Gesellschaft im Privat- oder im Betriebsvermögen hält (vgl. BFH-Beschluss vom 30.05.2017 - II R 62/14, BFHE 257, 381, BStBl II 2017, 916, Rz 29;… Lieber in Behrens/Wachter, Grunderwerbsteuergesetz, 2. Aufl., § 6a Rz 30;… Kugelmüller-Pugh in Viskorf, Grunderwerbsteuergesetz, 21. Aufl., § 6a Rz 85; gl.A. die Finanzverwaltung in den Gleich lautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder zur Anwendung des § 6a GrEStG vom 25.05.2023, BStBl I 2023, 995, Tz. 3.1).
  • BFH, 21.08.2019 - II R 15/19

    Steuerbefreiung nach § 6a GrEStG

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Denn auch eine natürliche Person, die --wie die Kommanditisten über ihre Kommanditbeteiligung-- wirtschaftlich tätig ist, kann herrschendes Unternehmen sein (vgl. BFH-Urteil vom 21.08.2019 - II R 15/19 (II R 50/13), BFHE 266, 326, BStBl II 2020, 329, Rz 19).
  • BFH, 21.08.2019 - II R 19/19

    Steuerbefreiung nach § 6a GrEStG

    Auszug aus BFH, 25.09.2024 - II R 46/22
    Der Bundesfinanzhof (BFH) habe für Umwandlungsfälle entschieden, dass bei der Aufspaltung zur Neugründung (§ 123 Abs. 1 Nr. 2 des Umwandlungsgesetzes --UmwG--), der Abspaltung zur Neugründung (§ 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG) und der Ausgliederung zur Neugründung (§ 123 Abs. 3 Nr. 2 UmwG) die Einhaltung der Vorbehaltensfrist in Bezug auf die neu gegründete Gesellschaft rechtlich nicht möglich und daher entbehrlich sei (BFH-Urteile vom 21.08.2019 - II R 19/19 (II R 63/14), BFHE 266, 343, BStBl II 2020, 337 und vom 21.08.2019 - II R 21/19 (II R 56/15), BFHE 266, 361, BStBl II 2020, 344).
  • BFH, 21.08.2019 - II R 21/19

    Steuerbefreiung nach § 6a GrEStG

  • BFH, 17.06.2020 - II R 18/17

    Änderung im Gesellschafterbestand einer grundbesitzenden Personengesellschaft

  • FG Hessen, 18.10.2022 - 5 K 914/21

    Zwingende Wahrung der Vorbehaltensfrist bei Einbringung einer Beteiligung an …

  • BFH, 03.05.2023 - II B 27/22

    Einhalten der Vorbehaltensfrist bei Ausgliederung zur Aufnahme

  • FG Köln, 20.05.2026 - 5 K 523/23
    Ein Verzicht auf die Einhaltung von Vorbehaltens- oder Nachbehaltensfrist ist nur möglich, wenn die Nichteinhaltung auf umwandlungsbedingten Gründen beruht (…BFH v. 8.10.2025 - II R 33/23, BFHE nn, BStBl II 2026, 168, DB 2026, 97, DStR 2025, 2969, BFH/NV 2026, 215, Rz 37, 39, zur Veröffentlichung bestimmt;… ferner BFH v. 21.5.2025 - II R 31/22, BFHE nn, BStBl II 2026, 73, DB 2025, 2823, BFH/NV 2025, 1687, Rz 16; ebenso BFH v. 25.9.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329, Rz 19 ff.;… v. 3.5.2023 - II B 27/22, BFH/NV 2024, 920, Rz 9;… für den Fall einer "Ausgliederung zur Aufnahme" auch BFH v. 3.5.2023 - II B 27/22, BFH/NV 2024, 920, Rz 9).

    So hat sich der BFH auch ausdrücklich gegen die Auffassung der Klägerin ausgesprochen, dass auf die Einhaltung der Vorbehaltensfrist immer dann verzichtet werden kann, wenn kein Missbrauch ersichtlich ist (BFH v. 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329, Rz 36).

  • BFH, 21.05.2025 - II R 31/22

    Einhalten der Vorbehaltensfrist des § 6a Satz 4 GrEStG bei einer Ausgliederung …

    Rn. 16 c) Diese Rechtsgrundsätze sind jedoch dann nicht anwendbar, wenn die Gesellschaft nicht durch die Umwandlung neu entsteht, sondern bereits vor der Umwandlung bestand, so dass die Einhaltung der fünfjährigen Vorbehaltensfrist faktisch möglich gewesen wäre (BFH-Urteil vom 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329, Rz 19 ff.;… BFH-Beschluss vom 03.05.2023 - II B 27/22, BFH/NV 2024, 920, Rz 9).

    Dies lässt nicht den Schluss zu, dass auf die Einhaltung der Vorbehaltensfrist immer dann verzichtet werden kann, wenn kein Missbrauch ersichtlich ist (BFH-Urteil vom 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329, Rz 36).

    Im Fall der Ausgliederung zur Aufnahme ist die aufnehmende Gesellschaft aber bereits vor der Übertragung zivilrechtlich existent und kann Inhaberin von Rechten und Pflichten sein (…vgl. BFH-Beschluss vom 03.05.2023 - II B 27/22, BFH/NV 2024, 920, Rz 9; BFH-Urteil vom 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329, Rz 33).

  • BFH, 08.10.2025 - II R 33/23

    Keine Steuerbefreiung der Einbringung von Anteilen an einer grundbesitzenden …

    Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (BFH-Urteile vom 17.06.2020 - II R 18/17, BFHE 270, 252, BStBl II 2021, 318; vom 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329).

    Da es möglich ist, die vom Gesetz geforderte Vorbehaltensfrist einzuhalten, besteht keine Veranlassung, abweichend vom Wortlaut auf die Einhaltung der Frist zu verzichten (vgl. BFH-Urteile vom 22.08.2019 - II R 17/19 (II R 58/14), BFHE 266, 370, BStBl II 2020, 348; vom 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329;… BFH-Beschluss vom 03.05.2023 - II B 27/22, BFH/NV 2024, 920).

  • BFH, 25.02.2026 - II R 5/24

    Erstmaliger Erwerb eines Anteils an einer Personengesellschaft

    Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG a.F. kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (ständige Rechtsprechung, BFH-Urteile vom 31.07.2024 - II R 28/21, BFHE 285, 443, BStBl II 2025, 870, Rz 14, und vom 25.09.2024 - II R 46/22, BFHE 287, 228, BStBl II 2025, 329, Rz 17).
  • BFH, 25.03.2026 - II R 30/25

    Grunderwerbsteuerrechtliche Zurechnung bei Abschluss einer Treuhandvereinbarung

    Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (ständige Rechtsprechung, Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 31.07.2024 - II R 28/21, BFHE 285, 443, BStBl II 2025, 870, Rz 14, und vom 25.09.2024 - II R 46/22, BFHE 287, 228, BStBl II 2025, 329, Rz 17).
  • BFH, 05.11.2025 - II R 9/23

    Erwerb eines Anteils einer Personengesellschaft durch den Treugeber vom …

    Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG a.F. kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (ständige Rechtsprechung, BFH-Urteile vom 31.07.2024 - II R 28/21, BFHE 285, 443, BStBl II 2025, 870, Rz 14, und vom 25.09.2024 - II R 46/22, BStBl II 2025, 329, Rz 17).
  • FG Hamburg, 13.03.2024 - 3 K 156/22

    Grunderwerbsteuer: Steuervergünstigung bei Umstrukturierungen im Konzern

    Rn. 15 Die Klägerin verweist auf Entscheidungen des Hessischen Finanzgerichts - 5 K 914/21 - und des BFH - II R 46/22 -.

    Indem die Vorschriften in § 6a Abs. 1 Satz 3, 4 GrEStG auf die Beteiligungsquote eines Unternehmens abstellen, setzen sie ein Unternehmen voraus, das rechtlich Inhaber von Anteilen ist (vgl. auch Hessisches Finanzgericht, Urteil vom 18.10.2022, 5 K 914/21, EFG 2023, 138; nicht rechtskräftig - die Revision ist noch beim BFH anhängig, II R 46/22 -: "Beteiligt am Rechtsvorgang sind nur diejenigen Rechtsträger, deren Vermögen unmittelbar betroffen ist.").

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht BFH
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht