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Rechtsprechung
   OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,13148
OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24 (https://dejure.org/2025,13148)
OLG Braunschweig, Entscheidung vom 26.05.2025 - 2 U 10/24 (https://dejure.org/2025,13148)
OLG Braunschweig, Entscheidung vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 (https://dejure.org/2025,13148)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    Rom II-VO Art. 4 Abs. 3; Rom II-VO Art. 15 lit c; Rom II-VO Art. 22 Abs. 1; ZPO § 287; CC (= Codigo Civil) Art. 1101
    Diesel; Dieselskandal; spanisches Recht; internationales Privatrecht; Massenschaden; lex for

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Diesel; Dieselskandal; spanisches Recht; internationales Privatrecht; Massenschaden; lex for

  • rechtsportal.de

    Diesel; Dieselskandal; spanisches Recht; internationales Privatrecht; Massenschaden; lex for

Kurzfassungen/Presse

  • iprspr.mpipriv.de (Auszüge)

    1/2000 LEC (Spanien) Art. 40; 1/2000 LEC (Spanien) Art. 111; 1/2000 LEC (Spanien) Art. 114; 1/2000 LEC (Spanien) Art. 133; 1/2000 LEC (Spanien) Art. 576; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) A... rt. 2; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 3; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 4; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 5; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 8; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 114 ff.; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 117; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 121; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 124; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 128 ff.; 1/2007 TRLGDCU (Spanien) Art. 142; 3/1991 UWG (Spanien) Art. 32; 3/1991 UWG (Spanien) Art. 35; 3/2004 ZahlungsVerzG (Spanien) Art. 1; 3/2004 ZahlungsVerzG (Spanien) Art. 7; AEUV Art. 267; BGB § 280; BGB § 826; Cc 1889 (Spanien) Art. 1; Cc 1889 (Spanien) Art. 3; Cc 1889 (Spanien) Art. 5; Cc 1889 (Spanien) Art. 6; Cc 1889 (Spanien) Art. 1006; Cc 1889 (Spanien) Art. 1101; Cc 1889 (Spanien) Art. 1104; Cc 1889 (Spanien) Art. 1106; Cc 1889 (Spanien) Art. 1107; Cc 1889 (Spanien) Art. 1108; Cc 1889 (Spanien) Art. 1124; Cc 1889 (Spanien) Art. 1130; Cc 1889 (Spanien) Art. 1257; Cc 1889 (Spanien) Art. 1261; Cc 1889 (Spanien) Art. 1265; Cc 1889 (Spanien) Art. 1266; Cc 1889 (Spanien) Art. 1269; Cc 1889 (Spanien) Art. 1270; Cc 1889 (Spanien) Art. 1274; Cc 1889 (Spanien) Art. 1275; Cc 1889 (Spanien) Art. 1295; Cc 1889 (Spanien) Art. 1301; Cc 1889 (Spanien) Art. 1303; Cc 1889 (Spanien) Art. 1305; Cc 1889 (Spanien) Art. 1306; Cc 1889 (Spanien) Art. 1486; Cc 1889 (Spanien) Art. 1902; Cc 1889 (Spanien) Art. 1932; Cc 1889 (Spanien) Art. 1964; Cc 1889 (Spanien) Art. 1968; Cc 1889 (Spanien) Art. 1969; Cc 1889 (Spanien) Art. 1973; Constitution 1978 (Spanien) Art. 93; EuGVVO 1215/2012 Art. 7; EuGVVO 1215/2012 Art. 30; EuGVÜ Art. 5; Rom I-VO 593/2008 Art. 6; Rom II-VO 864/2007 ; Rom II-VO 864/2007 Art. 1; Rom II-VO 864/2007 Art. 4; Rom II-VO 864/2007 Art. 6; Rom II-VO 864/2007 Art. 7; Rom II-VO 864/2007 Art. 14; Rom II-VO 864/2007 Art. 15; Rom II-VO 864/2007 Art. 21; Rom II-VO 864/2007 Art. 22; Verbrauchsgüterkauf-RL 1999/44/EG Art. 2; VO (EG) 715/2007 Art. 3; VO (EG) 715/2007 Art. 5; VO (EG) 715/2007 Art. 13; ZPO § 148; ZPO § 286; ZPO § 287; ZPO § 291; ZPO § 293; ZPO § 296a; ZPO § 308; ZPO § 445; ZPO § 447; ZPO § 522; ZPO § 525; ZPO § 543
    Außervertragliche Schuldverhältnisse --> Unerlaubte Handlungen, Gefährdungshaftung; Allgemeine Lehren --> Ermittlung, Anwendung und Revisionsfähigkeit ausländischen Rechts; Verfahren --> Beweisrecht; Allgemeine Lehren --> Qualifikation

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (7)Zitiert selbst (47)

  • EuGH, 21.03.2023 - C-100/21

    Der Käufer eines Kraftfahrzeugs mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung hat …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Der EuGH habe in seiner Entscheidung vom 21. März 2023 (C-100/21) festgehalten, dass nationale Rechtsvorschriften, die es dem Käufer eines Kraftfahrzeugs praktisch unmöglich machten, einen angemessenen Ersatz des Schadens zu erhalten, der ihm durch den Verstoß des Herstellers des Fahrzeugs gegen das in Art. 5 Abs. 2 VO Nr. 715/2007 enthaltene Verbot entstanden sei, sich nicht mit dem Grundsatz der Effektivität in Einklang bringen ließen.

    Die Entscheidung C-100/21 des Europäischen Gerichtshofs vermöge - anders als die Klägerseite meine - keine Haftung aus einer Garantieerklärung zu begründen.

    Zudem sei mi t Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 21. März 2023 (C-100/21) abschließend geklärt worden, dass gegen die Reduzierung eines Schadensersatzanspruchs mit Blick auf die Nutzung des streitgegenständlichen Fahrzeugs keine unionsrechtlichen Bedenken bestünden.

    Ein gesetzliches Schuldverhältnis aus einer etwaigen Garantie oder aber aus der Erteilung einer Übereinstimmungsbescheinigung (vgl. EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111) besteht vorliegend bereits deswegen nicht, weil die Beklagte nicht die Herstellerin des streitgegenständlichen Fahrzeugs ist.

    Dabei zielt das Verbot gerade darauf ab, die Emissionen von Schadstoffen zu begrenzen (vgl. EuGH, Urteile vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 70 f. - QB/Mercedes-Benz Group AG vormals Daimler AG;… vom 14. Juli 2022 - C-128/20, NJW 2022, 2605 Rn. 43 - GSMB Invest GmbH & Co. KG/Auto Krainer GesmbH).

    Hierdurch wird der Käufer davor geschützt, dass der Hersteller seine Pflicht, im Einklang mit dieser Bestimmung stehende Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, nicht einhält und dem Käufer durch eine hierdurch hervorgerufene Unsicherheit hinsichtlich der Möglichkeit, das Fahrzeug anzumelden, zu verkaufen oder in Betrieb zu nehmen, schädigt (vgl. EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 82 ff. - QB/Mercedes-Benz Group AG vormals Daimler AG).

    (cc) Insoweit fordert der Europäische Gerichtshof, dass Verstöße gegen Art. 5 Abs. 2 Satz 1 VO (EG) 715/2007 durch die Mitgliedsstaaten mittels Gewährung von Schadensersatzansprüchen zu sanktionieren sind (vgl. EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 90 ff. - QB/Mercedes-Benz Group AG vormals Daimler AG).

    Vielmehr ist es notwendig, aber auch ausreichend, dass der Käufer eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs einen Anspruch auf Schadensersatz gegen den Hersteller dieses Fahrzeugs hat, wenn und soweit ihm tatsächlich ein Schaden entstanden ist (EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 91 - QB/Mercedes-Benz Group AG vormals Daimler AG).

    Denn die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs in seinem Urteil vom 21. März 2023 (C-100/21), in dem sich dieser ausdrücklich mit dem Sinn und Zweck der Vorschrift des Art. 5 Abs. 2 Satz 1 VO (EG) 715/2007 und den Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen diese Vorschrift befasst, legt die Annahme einer Nichtigkeit im Sinne der Vorschrift des Art. 6 Nr. 3 CC nicht nahe (vgl. auch Prof. Dr. G., Seite 8 Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 28. September 2023, Bl. 987 Bd. V d.A.).

    Der Europäische Gerichtshof hat insoweit entschieden, dass sich die Bemessung nach nationalem Recht richtet und die Vornahme eines Vorteilsausgleichs zulässig ist, wenn hierdurch die Durchsetzung des Schadensersatzanspruchs nicht unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert wi rd (EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 92 ff. - QB/Mercedes-Benz Group AG, vormals Daimler AG).

    Diese Frage kann durch den Senat als geklärt erachtet werden, weil der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 21. März 2023 (C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 92 ff. - QB/Mercedes-Benz Group AG) ausdrücklich entschieden hat, dass die Berücksichtigung eines entsprechenden Vorteilsausgleichs zulässig ist, wenn sie im nationalen Recht vorgesehen ist.

    Durch diese wird die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs auch nicht übermäßig erschwert oder unmöglich gemacht (vgl. EuGH, Urteil vom 21. März 2023 - C-100/21, NJW 2023, 1111 Rn. 93 - QB/Mercedes-Benz Group AG).

  • BGH, 26.06.2023 - VIa ZR 335/21

    "Dieselverfahren"; Tatbestandswirkung der Typgenehmigung; unionsrechtliche …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Nicht entnommen werden kann der entsprechenden Vorschrift aber ein Schutz des Interesses des Käufers, nicht an dem geschlossenen Vertrag festgehalten zu werden (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 19 ff.).

    Der Europäische Gerichtshof hat dem Unionsrecht gerade nicht entnommen, das nationale Recht müsse dem Käufer ohne Rücksicht auf den Eintritt eines Schadens im Sinne einer nachteiligen Vermögensdifferenz einen Anspruch gegen den Fahrzeughersteller auf die wirtschaftliche Rückabwicklung des Kaufvertrags zubilligen (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 25).

    Für die Frage, ob der Klägerseite aus dieser Rechtsverletzung ein kausaler (Vermögens-)Schaden entstanden ist, kommt es - anders als etwa im deutschen Recht, in dem der Kläger in vergleichbaren Fällen zur Geltendmachung des Differenzschadens vortragen muss, dass er den Kaufvertrag bei Kenntnis der Abschalteinrichtung lediglich zu einem niedrigeren Kaufpreis abgeschlossen hätte, wobei er sich insoweit auf einen entsprechenden Erfahrungssatz stützen kann (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 55 ff.) - im spanischen Recht nach den dargestellten Grundsätzen lediglich darauf an, dass der Kläger überhaupt eine bestimmte negative Beeinflussung seines Vermögens durch das Schadensereignis, die wirtschaftlich berechenbar sein muss, geltend macht (vgl. auch Gutachten Prof. Dr. G. Seite 79, 82).

    (e) Für die Feststellung der Schadenshöhe gemäß § 287 Abs. 1 ZPO hat die Klägerseite ausreichende greifbare Anhaltspunkte dargetan und können die Grundsätze herangezogen werden, die der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 26. Juni 2023 (VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259) unter Heranziehung europarechtlicher, auch das spanische Sachrecht überlagernder Grundsätze (Art. 93 der spanischen Verfassung, abrufbar unter https://www.boe.es/buscar/pdf/1978/BOEA-1978-40002-consolidado.pdf; vgl. Tribunal Constitucional, Entscheidung vom 1. Juni 2005 - 228/2005, ECLI:ES:TC:2005:228A unter II 5., abrufbar unter https://hj.tribunalconstitucional.es/HJ/de/Resolucion/Show/20331) aufgestellt hat, die mit dem spanischen Sachrecht allerdings auch im Einklang stehen.

    (f) Der Schaden ist vor diesem Hintergrund unter Berücksichtigung europarechtlicher Vorgaben innerhalb eines Rahmens zwischen 5 % und 15 % des objektiven Werts des Fahrzeugs im Zeitpunkt des Vertragsschlusses festzusetzen (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 76).

    Maßgebend ist dabei eine auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses bezogene Betrachtung (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 76).

    Darüber hinaus bedarf es - weil es um die Verletzung europarechtlicher Vorschriften geht - der Berücksichtigung des Gewichts des der Haftung zugrundeliegenden konkreten Rechtsverstoßes für das unionsrechtliche Ziel der Einhaltung gewisser Emissionsgrenzwerte sowie des Verschuldensgrads (…vgl. zu diesem Kriterium im spanischen Recht Gutachten Dr. P. Seite 26 Rn. 66) nach Maßgabe der Umstände des zu beurteilenden Einzelfalls, um dem Gebot einer verhältnismäßigen Sanktionierung auch bezogen auf den zu würdigenden Einzelfall Rechnung zu tragen (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 77).

    Der Einholung eines Sachverständigengutachtens bedarf es dazu nicht (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 78).

    Entsprechende Behauptungen sind, weil die Grundsätze der Effektivität auf der einen und der Verhältnismäßigkeit auf der anderen Seite den Ausgleich eines Differenzschadens aus Rechtsgründen begrenzen, unerheblich und können eine Beweisaufnahme durch Einholung eines Sachverständigengutachtens nicht rechtfertigen (BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 79).

    Die Vorlagefragen zu Art. 1101 CC stellen sich nicht, weil der Senat neben dem immateriellen Schaden auch einen materiellen Schaden festgestellt hat, der bereits allein dem Effektivitätsgrundsatz hinreichend Rechnung trägt (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2023 - VIa ZR 335/21, NJW 2023, 2259 Rn. 73 ff.).

  • LG Ingolstadt, 27.10.2023 - 81 O 3625/19

    Ansprüche einer spanischen Klägerin wegen des Kaufs eines Diesel-Pkw im Rahmen …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Die Sachverständige hat das Gutachten im Rahmen eines vor dem Landgericht Ingolstadt (81 O 3625/19) wegen eines vergleichbaren Sachverhalts gegen die A. AG geführten Zivilverfahrens erstattet.

    (bb) Unabhängig von der Frage, ob Hersteller im Sinne dieser Vorschrift auch der hier allein verklagte Motorenhersteller ist, was der Sachverständige Prof. Dr. G. (vgl. Gutachten Seite 29 f.) aufgrund der Konzernverbundenheit der hier verklagten V. AG mit der S. S.A., welche das gegenständliche Fahrzeug produziert hat, bejaht und worauf noch an anderer Stelle einzugehen ist, ergibt sich aus den genannten Entscheidungen nicht mit der notwendigen Eindeutigkeit, dass die vom Tribunal Supremo zugelassene Ausnahme vom Grundsatz der Relativität der Verträge über die in den Entscheidungen behandelten vertraglichen Schadensersatzansprüche hinaus geht und damit auf die Vorschrift des Art. 1303 CC übertragbar ist (vgl. auch Landgericht Ingolstadt, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 81 O 3625/19, juris Rn. 135 ff.).

    (cc) Die Annahme einer Ausnahme vom Grundsatz der Relativität der Verträge für sämtliche vertragliche Ansprüche - insbesondere den aus Art. 1303 CC - stellte vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass es, soweit ersichtlich, an einer Praxis der spanischen Gerichte fehlt, nach der die Entscheidungen des Tribunal Supremo im Sinne der Klägerseite ausgelegt wird (vgl. auch Landgericht Ingolstadt, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 81 O 3625/19, juris Rn. 129), eine Fortbildung des spanischen Rechts dar.

    Dies spricht dafür, den Schaden dann höher zu bemessen, wenn ein nahezu neues Fahrzeug betroffen ist (anders Landgericht Ingolstadt, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 81 O 3625/19, juris Rn. 231 ff.).

    Die Rechtsverfolgung erscheint vor diesem Hintergrund weder als geeignet beziehungsweise vernünftig noch als verhältnismäßig, was allerdings Anspruchsvoraussetzung für die Ersatzfähigkeit außergerichtlicher Rechtsverfolgungskosten im spanischen Recht ist (vgl. Gutachten Prof. Dr. Prinz von Sachsen Gessaphe Seite 94 f.; Gutachten Dr. M. S. Seite 51 f.; vgl. auch Landgericht Ingolstadt, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 81 O 3625/19, juris Rn. 295 ff.).

    Die Höhe der gesetzlichen Zinsen entspricht dabei dem in den Haushaltsgesetzen festgelegten und von der spanischen Zentralbank jeweils veröffentlichten Zinssatz (vgl. Gutachten Prof. Dr. G. Seite 87 sowie die Darstellung zu den "gesetzlichen Zinsen" auf dem European e-Justice Portal, abrufbar unter https://ejustice.europa.eu/content_statutory_interest-404-es-de.do?member=1), der unter folgender Internetadresse über die spanische Zentralbank in englischer Sprache abrufbar ist: https://clientebancario.bde.es/pcb/en/menuhorizontal/productosservici/relacionados/tiposinteres/guiatextual/tiposinteresrefe/Tabla_tipos_de_interes_legal.html Die Zinshöhe beläuft sich damit nicht - wie die Klägerseite meint (Bl. 302 f. der elektronischen Akte) - gemäß Art. 7 des "Ley 3/2004, de 29 de diciembre, por la que se establecen medidas de lucha contra la morosidad en las operaciones comerciales" (des Gesetzes Nr. 3/2004 über die Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr) auf acht Prozentpunkte über dem Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank (aA LG Ingolstadt, Urteil vom 27. Oktober 2023 - 81 O 3625/19, juris Rn. 264 f.), weil diese Vorschrift gemäß Art. 1 des Gesetzes nur für Zahlungsansprüche bei Handelsgeschäften zwischen Unternehmen oder Unternehmen und der Verwaltung gilt.

  • VG Schleswig, 20.02.2023 - 3 A 113/18

    Emissionen von Dieselfahrzeugen Zulässigkeit von Abschalteinrichtungen …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    (ff) Dem lässt sich nicht - wie die Berufung geltend macht (Seite 273 f. der elektronischen Akte) - entgegenhalten, die entsprechenden Entscheidungen wären in Anbetracht der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 8. November 2022 (C-873/19 - Deutsche Umwelthilfe eV / Bundesrepublik Deutschland) sowie der Urteile des VG Schleswig vom 20. Februar 2023 (3 A 113/18) und vom 17. Januar 2024 (3 A 332/20), die sich mit der Unzulässigkeit von Thermofenstern befassen, anders ergangen.

    Zu den Bedingungen, die bei normalem Fahrzeugbetrieb normalerweise zu erwarten sind, gehören jedenfalls Umgebungstemperaturen zwischen -15C und +40C (vgl. etwa VG Schleswig, Urteil vom 20. Februar 2023 - 3 A 113/18, juris Rn. 274).

    Entscheidend sind insoweit die tatsächlichen Fahrbedingungen, wie sie im Unionsgebiet üblich sind (VG Schleswig, Urteil vom 20. Februar 2023 - 3 A 113/18, juris Rn. 250) unter zutreffendem Hinweis auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs).

    (ee) Entgegen der Auffassung der Klägerseite ist auch eine höhere Bemessung des Schadens im Streitfall nicht deshalb angezeigt, weil durch die Rechtsprechung des VG Schleswig zu dem in dem Softwareupdate verwendeten Thermofenster (Urteile vom 20. Februar 2023 - 3 A 113/18 und 17. Januar 2024 - 3 A 332/20) eine weitere Unsicherheit eingetreten sei.

  • EuGH, 09.07.2020 - C-343/19

    Ein Autohersteller, dessen widerrechtlich manipulierte Fahrzeuge in anderen …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 9. Juli 2020 (C-343/19, NJW 2020, 2869) entschieden, dass sich der Ort der Verwirklichung des Schadenserfolgs in einem Fall, in dem Fahrzeuge von ihrem Hersteller in einem Mitgliedsstaat mit einer Software ausgerüstet worden sind, die die Daten über den Abgasausstoß manipuliert, und danach bei einem Dritten in einem anderen Mitgliedsstaat erworben werden, in diesem letztgenannten Mitgliedsstaat befindet.

    Hierzu hat der EuGH entschieden (vgl. Urteil vom 9. Juli 2020 - C-343/19, NJW 2020, 2869 Rn. 36), dass ein Automobilhersteller, der unzulässige Manipulationen an in anderen Mitgliedsstaaten in den Verkehr gebrachten Fahrzeugen vornimmt, vernünftigerweise erwarten kann, dass er vor den Gerichten dieser Staaten verklagt wird.

    Auch der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil vom 9. Juli 2020 (C-343/19, NJW 2020, 2869 Rn. 39) ausgeführt, dass durch die rechtwidrige Ausrüstung eines Fahrzeugs mit einer Software, die die Daten über den Abgasausstoß manipuliert, die kollektiven Interessen der Verbraucher als Gruppe in dem Mitgliedsstaat beeinträchtigt werden, in dessen Hoheitsgebiet das mangelhafte Produkt von den Verbrauchern gekauft wird.

  • BGH, 28.11.2023 - VIII ZR 77/23

    Wohnraummiete: Anspruch auf Wohnungsbesichtigung durch einen Sachverständigen zur …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    a) Grundsätzliche Bedeutung hat eine Rechtssache nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wenn sie eine entscheidungserhebliche, klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage aufwirft, die sich in einer unbestimmten Vielzahl von Fällen stellen kann und deswegen das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt, das heißt allgemein von Bedeutung ist (BGH, Beschluss vom 28. November 2023 - VIII ZR 77/23, NJW-RR 2024, 357 Rn. 9 mwN).

    Klärungsbedürftig in diesem Sinne ist eine Rechtsfrage nicht schon dann, wenn sie vom Bundesgerichtshof nicht entschieden ist (BGH, Beschluss vom 28. November 2023 - VIII ZR 77/23, NJW-RR 2024, 357 Rn. 10), sondern erst dann, wenn ihre Beantwortung zweifelhaft ist, weil sie vom Bundesgerichtshof noch nicht entschieden ist und in der obergerichtlichen Rechtsprechung unterschiedlich beurteilt wird oder wenn sie in der Literatur in gewissem Umfang umstritten ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 24. September 2013 - II ZR 396/12, juris Rn. 2).

  • BGH, 25.07.2019 - I ZB 82/18

    Internationaler Straßengüterverkehr im Anwendungsbereich der CMR: Aussetzung …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Bei der Ausübung des Ermessens ist vom Zweck des Art. 30 I Brüssel Ia-VO auszugehen, eine bessere Koordinierung der Rechtsprechungstätigkeit innerhalb der Union zu verwirklichen und die Inkohärenz von Entscheidungen und den Widerspruch zwischen Entscheidungen zu vermeiden, selbst wenn diese getrennt vollstreckt werden können (BGH, Beschluss vom 25. Juli 2019 - I ZB 82/18, NJW-RR 2020, 98 Rn. 45).

    Zu berücksichtigen ist dabei etwa der Grad des Zusammenhangs beider Verfahren und der Grad der Gefahr widersprechender Entscheidungen, die Interessen der Parteien, die Förderung der Prozessökonomie, Stand und Dauer der Verfahren sowie die Sach- und Beweisnähe der Gerichte (BGH, Beschluss vom 25. Juli 2019 - I ZB 82/18, NJW-RR 2020, 98 Rn. 45).

  • OLG Celle, 23.06.2021 - 14 U 198/19

    Höhe des Haushaltsführungsschadens nach einem Verkehrsunfall in Frankreich

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Soweit sich die Beklagte (an anderer Stelle) auf das Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 23. Juni 2021 (14 U 198/19, juris) bezieht, hat auch dieses Gericht unter Anwendung französischen Sachrechts § 287 Abs. 1 ZPO zur Bemessung der Schadenshöhe herangezogen (…vgl. Rn. 38 ff.).

    Soweit sich die Beklagte zur Darlegung dieses Zulassungsgrunds auch auf das benannte Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 23. Juni 2021 (14 U 198/19, juris) stützt, kann aus den dargestellten Gründen auch mit diesem Urteil eine Divergenz nicht begründet werden.

  • BGH, 14.01.2014 - II ZR 192/13

    Schadensersatzklage wegen der Nichtabführung von Arbeitnehmeranteilen zur …

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    Das Gericht hat dabei die ihm zugänglichen Erkenntnisquellen auszuschöpfen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 14. Januar 2014 - II ZR 192/13, NJW 2014, 1244 Rn. 15, vom 23. April 2002 - XI ZR 136/01, NJW-RR 2002, 1359 unter II 2 b; jeweils mwN).

    Hinsichtlich der Anwendung des spanischen Rechts unterliegt die Entscheidung von vornherein nicht der revisionsrechtlichen Kontrolle des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 14. Januar 2014 - II ZR 192/13, NJW 2014, 1244 Rn. 14).

  • LG Hanau, 09.06.2011 - 4 O 28/09

    Verkehrsunfall in Frankreich: Beweislast für Schaden nach französischem Recht

    Auszug aus OLG Braunschweig, 26.05.2025 - 2 U 10/24
    (βββ) Soweit sich die Beklagte zur Begründung der eigenen Rechtsauffassung auf ein Urteil des Landgerichts Hanau vom 9. Juni 2011 (4 O 28/09, BeckRS 2012, 9924) beruft, wonach die Regelung in § 287 ZPO nicht als bloße Vorschrift über das Beweisverfahren anzusehen sei, sondern auch die materiell-rechtliche Dimension eines Schadensersatzanspruchs berühre, weil sie materielle Anforderungen an seine Darlegung und das erforderliche Maß des Beweises zugunsten des Anspruchsstellers setze und damit eine Beweiserleichterung darstelle, überzeugt diese Begründung nicht.

    Das von der Beklagten in Bezug genommene Urteil des Landgerichts Hanau (4 O 28/09, BeckRS 2012, 9924) ist bereits kein obergerichtliches Urteil.

  • EuGH, 01.08.2025 - C-666/23

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  • EuGH, 14.07.2022 - C-128/20

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  • BGH, 09.07.2024 - VI ZR 252/23

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  • BGH, 27.11.2023 - VIa ZR 1425/22

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  • VG Schleswig, 17.01.2024 - 3 A 332/20

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  • BVerfG, 20.11.2019 - 1 BvR 2400/17

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  • BGH, 24.09.2013 - II ZR 396/12

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  • BGH, 25.05.2020 - VI ZR 252/19

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  • BGH, 01.03.2007 - IX ZR 261/03

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  • BGH, 11.02.2020 - XI ZR 648/18

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  • EuGH, 17.09.2002 - C-334/00

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  • BGH, 05.11.2013 - VI ZR 527/12

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  • OLG Köln, 07.02.2018 - 5 U 128/16

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  • BGH, 23.04.2002 - XI ZR 136/01

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  • LG Essen, 01.07.2020 - 16 O 11/18

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  • BGH, 13.04.1988 - VIII ZR 274/87

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  • OLG Oldenburg, 22.04.2021 - 14 U 225/20

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  • EuGH, 11.07.2002 - C-96/00

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  • LG Saarbrücken, 09.03.2012 - 13 S 51/11

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  • BGH, 01.06.2017 - V ZB 106/16

    Berufungsverfahren: Bedingte Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist

  • OLG Saarbrücken, 30.04.2015 - 6 UF 126/14

    Schuldrechtlicher Versorgungsausgleich: Verhältnis zum Abänderungsantrag; …

  • BGH, 18.11.2003 - VIII ZB 37/03

    Wirksamkeit der Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist bei angenommenem, aber …

  • BGH, 23.12.2024 - VIa ZR 598/23

    Inanspruchnahme des Fahrzeugherstellers wegen der Verwendung unzulässiger …

  • AG Geldern, 27.10.2010 - 4 C 356/10

    Kein Beweis des ersten Anscheins für das Verschulden beim Auffahren eines …

  • OLG Hamm, 08.08.2022 - 8 U 77/21

    Ansprüche des Käufers eines vom sog. Diesel-Abgasskandal betroffenen Pkw

  • EuGH, 17.06.1992 - C-26/91

    Handte / TMCS

  • OLG Braunschweig, 17.08.2026 - 4 U 227/26

    Abgasskandal; Abschalteinrichtung; Abschaltvorrichtung; Annäherung; Arglist; …

    Bei einem geltend gemachten Anspruch gegen den Hersteller des Motors des klägerischen Fahrzeugs handelt es sich um einen außervertraglichen Anspruch in diesem Sinne, weil die Parteien keine vertragliche Verpflichtung miteinander eingegangen sind (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 99, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 96, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 32, juris).

    Die Regelung in Art. 6 Abs. 1 Rom II-VO führt zur Anwendung spanischen Rechts (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 141, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 140, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 37, juris).

    Die Voraussetzungen des vorrangig anzuwendenden Art. 7 Rom II-VO sind nicht gegeben (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 142ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 141ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 39, juris).

    Eine Abwägung der Gesamtumstände im Rahmen der Ausweichklausel des Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO führt nicht zu einer offensichtlich engeren Verbindung mit dem deutschen Staat und damit in das deutsche Sachrecht, sondern belässt es bei dem gemäß Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO zur Anwendung berufenen spanischen Sachrecht (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 126ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 118ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 34f., juris).

    Denn dabei handelt es sich nur um Vor- und Nachbereitungshandlungen zu dem schadensbegründenden Ereignis des Inverkehrbringens des Motors, ebenso wie des anschließenden Inverkehrbringens des Fahrzeuges, dem nach der Bewertung durch den Verordnungsgeber grundsätzlich ein geringeres Gewicht beizumessen ist als dem Ort des Schadenseintritts (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 126, juris).

    Daher hat das Kassationsgericht die zuvor in Frankreich geltenden kollisionsrechtlichen Regelungen für anwendbar erklärt, sodass sich die Ausführungen des Gerichts auf die entsprechende Rechtslage beziehen und für den vorliegenden Fall nicht herangezogen werden können (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 133, juris).

    Der streitgegenständliche Vertrag unterfällt dem in Art. 2 TRLCU aF definierten Anwendungsbereich des Gesetzes (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 153, juris), indes hält das Gesetz für den Kläger kein Rücktrittsrecht bereit.

    Die spanische Rechtsprechung lehnt das hinsichtlich Art. 5 Abs. 2 VO (EG) 715/2007 ab (…vgl. Gutachten P. vom 10. März 2021, S. 20;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 24f.;… Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 36f.; so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 172, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 189ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 65, juris).

    Von dem Grundsatz der Relativität der Verträge ist für den vorliegenden Fall keine Ausnahme zuzulassen (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 166 ff., juris).

    Aber auch der Rechtsprechung des Tribunal Supremo lässt sich eine solche Durchbrechung des Grundsatzes der Relativität der Verträge nicht entnehmen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 176, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 176ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 48, juris).

    Aus den bereits oben dargestellten Gründen lässt sich wiederum die Rechtsprechung des Tribunal Supremo hinsichtlich der Ausnahme von der Relativität der Verträge nicht auf die vorliegende Frage der Passivlegitimation bei der Nichtigkeitserklärungsklage übertragen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 181, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 198, OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 69, juris).

    Im Gegenteil setzt Art. 1124 CC eine schwerwiegende, zur Auflösung berechtigende Nichterfüllung voraus (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 205, juris).

    Danach ist derjenige, der in irgendeiner Weise gegen die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen verstößt, zum Ersatz der entstandenen Schäden verpflichtet (…vgl. Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 69;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43; so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 240ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 209 ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 76 ff., juris).

    Dass die Beklagte nicht die Vertragspartnerin des Klägers war, hindert die Anspruchsentstehung trotz der Vorschrift des Art. 1257 CC nicht, wonach "Verträge nur zwischen den Parteien, welche sie abschließen, wirken" (…vgl. Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 22; so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 213, juris).

    Insoweit reicht nach dem oben Gesagten ein irgendwie gearteter Verstoß gegen die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 250 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 222 ff., juris;… Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 69;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43).

    Die Nichterfüllung des Vertrags selbst stellt keinen ersatzfähigen Schaden dar (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 248, juris;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43 unter Hinweis auf Urteile des TS vom 15. Juni 2010 (RJ\2010\51515) und 8. Juni 2004 (RJ\2004\3629);… Ergänzungsgutachten S. vom 24. Februar 2023, S. 24).

    Sie ist dem in der Sache anwendbaren materiellen Recht - der lex causae - zuzuordnen (so auch OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 84, juris; offen lassend OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253) und nicht dem Prozessrecht (Verfahrensrecht) des angerufenen Gerichts - der lex fori.

    Der Kläger hat mit der Kenntnisnahme davon, dass sein Fahrzeug von dem sogenannten Abgasskandal betroffen ist, nach diesem Erfahrungssatz eine Verunsicherung und Unruhe erlitten, weil nicht absehbar war, mit welchen behördlichen Beschränkungen, steuerlichen Sanktionen und Fahrzeugeingriffen er rechnen musste (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 274 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 294 ff., juris).

    Dies zu Grunde gelegt, bedarf es aber unabhängig von einem bestehenden Einverständnis des Klägers nicht dessen Vernehmung (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 274, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 306, 307, juris).

    Sie ist nicht als Vermutungsregel im Sinne von Art. 22 Abs. 1 Rom II-VO zu qualifizieren (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 276, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253, juris;… MüKoBGB/Junker, 9. Aufl. 2025, Rom II-VO Art. 22 Rn. 10, beck-online;… Ludwigs EUWirtschaftsR-HdB/Wagner/Reder, 64. EL August 2025, § 74 Rn. 139, beck-online;… NK-BGB/Limbach, 4. Aufl. 2024, Rom II Art. 22 Rn. 4, beck-online).

    Schon aus diesem Grund verbietet sich an dieser Stelle die Zugrundelegung der Entscheidung für die vorliegend maßgebliche Schätzung (so im Ergebnis auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 292, juris).

    Er hat damit das Alter des Fahrzeuges als Zumessungsfaktor anerkannt (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 296 ff., juris) und den Zeitablauf zwischen dem Kaufvertragsabschluss und der Entdeckung des Dieselskandals berücksichtigt (vgl. Erläuterung v. S. G., Protokoll der mündlichen Verhandlung des Landgerichts Braunschweig vom 28. September 2023, 11 O 7364/19 (1114), S. 9).

    Der Tribunal Supremo hat keine Obergrenze des immateriellen Schadens statuiert (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 298 ff., juris).

    Letzteres aber kann einen Neuwagenkäufer gleichermaßen hart treffen, wie denjenigen, der sich von vornherein für den Erwerb eines gebrauchten Fahrzeuges entschieden hat bzw. entscheiden musste (anders OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 296, juris).

    Er hat weder vorgetragen, dass er das Software-Update aufgespielt habe, noch stützt er seinen Anspruch gegen die Beklagte auf diesen Sachverhalt (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 302, juris).

    In größtmöglicher Annäherung an den spanischen Rechtszustand (vgl. BGH…, Urteil vom 23. Dezember 1981 - IVb ZR 643/80 -, Rn. 19, juris;… Zöller/Hau, Zivilprozessordnung, 36. Auflage, 10/2025, § 293 ZPO, Rn. 22;… MüKoZPO/Prütting, 7. Aufl. 2025, ZPO § 293 Rn. 57, beck-online), ist der Kläger nicht deshalb von konkreterem Sachvortrag seine materiellen Schäden betreffend befreit, weil unter Anwendung der "ex re ipsa" - Regel ein Erfahrungssatz für eine solche Kaufpreisüberzahlung oder einen solchen Wertverlust streiten würde (so auch die überwiegende spanische Instanzrechtsprechung sowie OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 289, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 86, juris; nicht geprüft: OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253, juris).

    Soweit einzelne Gutachten von einem fehlenden Nachweis des Schadens und nicht ausdrücklich von der fehlenden Darlegung sprechen (…vgl. Gutachten G./S. vom 1. Oktober 2021 Rn. 46 und 58;… Ergänzungsgutachten P. vom 21. August 2025, S. 7 und 10), kann das nicht zum Anlass genommen werden, die Darlegungslast durch die pauschale Behauptung eines Minderwerts als erfüllt anzusehen (so indes OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 231 ff., juris, wonach es für die Geltendmachung einer bestimmten "negativen Beeinflussung (des) Vermögens durch das Schadensereignis" ausreicht, die Kaufpreisüberzahlung lediglich pauschal und losgelöst von dem konkreten Fahrzeug zu behaupten).

    Wegen der Einzelheiten wird auf die Ausführungen des Landgerichts im angefochtenen Urteil sowie die Ausführungen des 2. Zivilsenats des hiesigen Oberlandesgerichtes verwiesen (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 310 - 312, juris).

    Das gilt auch für einen Schadensersatzanspruch aus Art. 32 Nr. 5 LDC (OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 325, juris).

    Aus diesem Grund ist eine Anknüpfung an das Prozessrecht des Gerichtsortes nicht gerechtfertigt; der Zinsanspruch folgt vielmehr dem auf den Hauptanspruch anwendbaren Sachrecht, vorliegend dem spanischen Recht (so OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 312, juris; im Ergebnis auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 310 ff., juris).

    Die Zinspflicht beginnt gemäß Art. 133 LEC mit dem Tag, der auf den Tag der Verkündung des Urteils folgt (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 314, juris), sodass die Anschlussberufung der Beklagten auch insoweit Erfolg hat.

    Die Rechtsverfolgung war vor diesem Hintergrund weder geeignet noch verhältnismäßig (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 317 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 330, juris).

    Eine Aussetzung des Verfahrens unter Einleitung eines Vorabentscheidungsverfahrens gemäß Art. 267 AEUV ist weder aufgrund der von dem Kläger formulierten Anträge hinsichtlich der Anwendung des Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO, des Art. 7 Rom II-VO, der Prüfung der Angemessenheit des zugesprochenen Schadens oder der Pflicht zur Tragung von Verfahrenskosten durch den Fahrzeugkäufer noch aus sonstigen Gründen geboten (vgl. dazu übereinstimmend: OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 336 - 342, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 348 - 351, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 133 - 139, juris).

    Schließlich muss auch eine Aussetzung des Verfahrens gemäß Art. 30 EuGVVO wegen dem vor dem Tribunal Supremo anhängigen Verfahren 7992/22 unterbleiben (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 343, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 357, juris).

    Er unterscheidet vielmehr zwischen dem materiellen Schaden, der in einem "überzahlten Kaufpreis" liege (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 232, juris) und dem immateriellen Schaden, der die "Unsicherheit und Unruhe der Käufer" beschreibe, die wiederum auf "der Ungewissheit beruhe, ob und inwieweit die betroffenen Fahrzeuge behördlichen Maßnahmen ausgesetzt" seien (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 293, juris).

  • OLG Braunschweig, 17.08.2026 - 4 U 367/26

    Abgasskandal; Abschalteinrichtung; Abschaltvorrichtung; Annäherung; Arglist; …

    Bei einem geltend gemachten Anspruch gegen den Hersteller des Motors des klägerischen Fahrzeugs handelt es sich um einen außervertraglichen Anspruch in diesem Sinne, weil die Parteien keine vertragliche Verpflichtung miteinander eingegangen sind (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 99, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 96, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 32, juris).

    Die Regelung in Art. 6 Abs. 1 Rom II-VO führt zur Anwendung spanischen Rechts (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 141, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 140, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 37, juris).

    Die Voraussetzungen des vorrangig anzuwendenden Art. 7 Rom II-VO sind nicht gegeben (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 142ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 141ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 39, juris).

    Eine Abwägung der Gesamtumstände im Rahmen der Ausweichklausel des Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO führt nicht zu einer offensichtlich engeren Verbindung mit dem deutschen Staat und damit in das deutsche Sachrecht, sondern belässt es bei dem gemäß Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO zur Anwendung berufenen spanischen Sachrecht (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 126ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 118ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 34f., juris).

    Denn dabei handelt es sich nur um Vor- und Nachbereitungshandlungen zu dem schadensbegründenden Ereignis des Inverkehrbringens des Motors, dem nach der Bewertung durch den Verordnungsgeber grundsätzlich ein geringeres Gewicht beizumessen ist als dem Ort des Schadenseintritts (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 126, juris).

    Daher hat das Kassationsgericht die zuvor in Frankreich geltenden kollisionsrechtlichen Regelungen für anwendbar erklärt, sodass sich die Ausführungen des Gerichts auf die entsprechende Rechtslage beziehen und für den vorliegenden Fall nicht herangezogen werden können (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 133, juris).

    Der streitgegenständliche Vertrag unterfällt dem in Art. 2 TRLCU aF definierten Anwendungsbereich des Gesetzes (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 153, juris), indes hält das Gesetz für den Kläger kein Rücktrittsrecht bereit.

    Die spanische Rechtsprechung lehnt das hinsichtlich Art. 5 Abs. 2 VO (EG) 715/2007 ab (…vgl. Gutachten P. vom 10. März 2021, S. 20;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 24f.;… Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 36f.; so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 172, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 189ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 65, juris).

    Von dem Grundsatz der Relativität der Verträge ist für den vorliegenden Fall keine Ausnahme zuzulassen (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 166 ff., juris).

    Aber auch der Rechtsprechung des Tribunal Supremo lässt sich eine solche Durchbrechung des Grundsatzes der Relativität der Verträge nicht entnehmen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 176, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 176ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 48, juris).

    Aus den bereits oben dargestellten Gründen lässt sich wiederum die Rechtsprechung des Tribunal Supremo hinsichtlich der Ausnahme von der Relativität der Verträge nicht auf die vorliegende Frage der Passivlegitimation bei der Nichtigkeitserklärungsklage übertragen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 181, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 198, OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 69, juris).

    Im Gegenteil setzt Art. 1124 CC eine schwerwiegende, zur Auflösung berechtigende Nichterfüllung voraus (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 205, juris).

    Danach ist derjenige, der in irgendeiner Weise gegen die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen verstößt, zum Ersatz der entstandenen Schäden verpflichtet (…vgl. Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 69;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43; so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 240ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 209 ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 76 ff., juris).

    Dass die Beklagte nicht die Vertragspartnerin des Klägers war, hindert die Anspruchsentstehung trotz der Vorschrift des Art. 1257 CC nicht, wonach "Verträge nur zwischen den Parteien, welche sie abschließen, wirken" (…vgl. Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 22; so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 213, juris).

    Insoweit reicht nach dem oben Gesagten ein irgendwie gearteter Verstoß gegen die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 250 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 222 ff., juris;… Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 69;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43).

    Die Nichterfüllung des Vertrags selbst stellt keinen ersatzfähigen Schaden dar (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 248, juris;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43 unter Hinweis auf Urteile des TS vom 15. Juni 2010 (RJ\2010\51515) und 8. Juni 2004 (RJ\2004\3629);… Ergänzungsgutachten S. vom 24. Februar 2023, S. 24).

    Sie ist dem in der Sache anwendbaren materiellen Recht - der lex causae - zuzuordnen (so auch OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 84, juris; offenlassend OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253) und nicht dem Prozessrecht (Verfahrensrecht) des angerufenen Gerichts - der lex fori.

    Der Kläger hat mit der Kenntnisnahme davon, dass sein Fahrzeug von dem sogenannten Abgasskandal betroffen ist, nach diesem Erfahrungssatz eine Verunsicherung und Unruhe erlitten, weil nicht absehbar war, mit welchen behördlichen Beschränkungen, steuerlichen Sanktionen und Fahrzeugeingriffen er rechnen musste (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 274 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 294 ff., juris).

    Dies zu Grunde gelegt, bedarf es aber unabhängig von einem bestehenden Einverständnis des Klägers nicht dessen Vernehmung (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 274, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 306, 307, juris).

    Sie ist nicht als Vermutungsregel im Sinne von Art. 22 Abs. 1 Rom II-VO zu qualifizieren (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 276, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253, juris;… MüKoBGB/Junker, 9. Aufl. 2025, Rom II-VO Art. 22 Rn. 10, beck-online;… Ludwigs EUWirtschaftsR-HdB/Wagner/Reder, 64. EL August 2025, § 74 Rn. 139, beck-online;… NK-BGB/Limbach, 4. Aufl. 2024, Rom II Art. 22 Rn. 4, beck-online).

    Schon aus diesem Grund verbietet sich an dieser Stelle die Zugrundelegung der Entscheidung für die vorliegend maßgebliche Schätzung (so im Ergebnis auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 292, juris).

    Er hat damit das Alter des Fahrzeuges als Zumessungsfaktor anerkannt (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 296 ff., juris) und den Zeitablauf zwischen dem Kaufvertragsabschluss und der Entdeckung des Dieselskandals berücksichtigt (vgl. Erläuterung v. S. G., Protokoll der mündlichen Verhandlung des Landgerichts Braunschweig vom 28. September 2023, 11 O 7364/19 (1114), S. 9).

    Der Tribunal Supremo hat keine Obergrenze des immateriellen Schadens statuiert (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 298 ff., juris).

    Letzteres aber kann einen Neuwagenkäufer gleichermaßen hart treffen, wie denjenigen, der sich von vornherein für den Erwerb eines gebrauchten Fahrzeuges entschieden hat bzw. entscheiden musste (anders OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 296, juris).

    Er hat weder vorgetragen, dass er das Software-Update aufgespielt habe, noch stützt er seinen Anspruch gegen die Beklagte auf diesen Sachverhalt (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 302, juris).

    In größtmöglicher Annäherung an den spanischen Rechtszustand (vgl. BGH…, Urteil vom 23. Dezember 1981 - IVb ZR 643/80 -, Rn. 19, juris;… Zöller/Hau, Zivilprozessordnung, 36. Auflage, 10/2025, § 293 ZPO, Rn. 22;… MüKoZPO/Prütting, 7. Aufl. 2025, ZPO § 293 Rn. 57, beck-online), ist der Kläger nicht deshalb von konkreterem Sachvortrag seine materiellen Schäden betreffend befreit, weil unter Anwendung der "ex re ipsa" - Regel ein Erfahrungssatz für eine solche Kaufpreisüberzahlung oder einen solchen Wertverlust streiten würde (so auch die überwiegende spanische Instanzrechtsprechung sowie OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 289, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 86, juris; nicht geprüft: OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253, juris).

    Soweit einzelne Gutachten von einem fehlenden Nachweis des Schadens und nicht ausdrücklich von der fehlenden Darlegung sprechen (…vgl. Gutachten G. /S. vom 1. Oktober 2021 Rn. 46 und 58;… Ergänzungsgutachten P. vom 21. August 2025, S. 7 und 10), kann das nicht zum Anlass genommen werden, die Darlegungslast durch die pauschale Behauptung eines Minderwerts als erfüllt anzusehen (so indes OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 231 ff., juris, wonach es für die Geltendmachung einer bestimmten "negativen Beeinflussung (des) Vermögens durch das Schadensereignis" ausreicht, die Kaufpreisüberzahlung lediglich pauschal und losgelöst von dem konkreten Fahrzeug zu behaupten).

    Wegen der Einzelheiten wird auf die Ausführungen des Landgerichts im angefochtenen Urteil sowie die Ausführungen des 2. Zivilsenats des hiesigen Oberlandesgerichtes verwiesen (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 310 - 312, juris).

    Das gilt auch für einen Schadensersatzanspruch aus Art. 32 Nr. 5 LDC (OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 325, juris).

    Aus diesem Grund ist eine Anknüpfung an das Prozessrecht des Gerichtsortes nicht gerechtfertigt; der Zinsanspruch folgt vielmehr dem auf den Hauptanspruch anwendbaren Sachrecht, vorliegend dem spanischen Recht (so OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 312, juris; im Ergebnis auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 310 ff., juris).

    Die Zinspflicht beginnt gemäß Art. 133 LEC mit dem Tag, der auf den Tag der Verkündung des Urteils folgt (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 314, juris), sodass die Anschlussberufung der Beklagten auch insoweit Erfolg hat.

    Die Rechtsverfolgung war vor diesem Hintergrund weder geeignet noch verhältnismäßig (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 317 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 330, juris).

    Eine Aussetzung des Verfahrens unter Einleitung eines Vorabentscheidungsverfahrens gemäß Art. 267 AEUV ist weder aufgrund der von dem Kläger formulierten Anträge hinsichtlich der Anwendung des Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO, des Art. 7 Rom II-VO, der Prüfung der Angemessenheit des zugesprochenen Schadens oder der Pflicht zur Tragung von Verfahrenskosten durch den Fahrzeugkäufer noch aus sonstigen Gründen geboten (vgl. dazu übereinstimmend: OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 336 - 342, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 348 - 351, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 133 - 139, juris).

    Schließlich muss auch eine Aussetzung des Verfahrens gemäß Art. 30 EuGVVO wegen dem vor dem Tribunal Supremo anhängigen Verfahren 7992/22 unterbleiben (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 343, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 357, juris).

    Er unterscheidet vielmehr zwischen dem materiellen Schaden, der in einem "überzahlten Kaufpreis" liege (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 232, juris) und dem immateriellen Schaden, der die "Unsicherheit und Unruhe der Käufer" beschreibe, die wiederum auf "der Ungewissheit beruhe, ob und inwieweit die betroffenen Fahrzeuge behördlichen Maßnahmen ausgesetzt" seien (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 293, juris).

  • OLG Braunschweig, 30.06.2026 - 4 U 215/26

    Schadensersatzansprüche eines Käufers eines Gebrauchtfahrzeugs gegen den …

    Bei einem geltend gemachten Anspruch gegen den Hersteller des Motors des klägerischen Fahrzeugs handelt es sich um einen außervertraglichen Anspruch in diesem Sinne, weil die Parteien keine vertragliche Verpflichtung miteinander eingegangen sind (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 99, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 96, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 32, juris).

    Die Regelung in Art. 6 Abs. 1 Rom II-VO führt zur Anwendung spanischen Rechts (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 141, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 140, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 37, juris).

    Die Voraussetzungen des vorrangig anzuwendenden Art. 7 Rom II-VO sind nicht gegeben (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 142ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 141ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 39, juris).

    Eine Abwägung der Gesamtumstände im Rahmen der Ausweichklausel des Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO führt nicht zu einer offensichtlich engeren Verbindung mit dem deutschen Staat und damit in das deutsche Sachrecht, sondern belässt es bei dem gemäß Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO zur Anwendung berufenen spanischen Sachrecht (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 126ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 118ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 34f., juris).

    Denn dabei handelt es sich nur um Vor- und Nachbereitungshandlungen zu dem schadensbegründenden Ereignis des Inverkehrbringens des Motors, ebenso wie des anschließenden Inverkehrbringens des Fahrzeuges, dem nach der Bewertung durch den Verordnungsgeber grundsätzlich ein geringeres Gewicht beizumessen ist als dem Ort des Schadenseintritts (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 126, juris).

    Daher hat das Kassationsgericht die zuvor in Frankreich geltenden kollisionsrechtlichen Regelungen für anwendbar erklärt, sodass sich die Ausführungen des Gerichts auf die entsprechende Rechtslage beziehen und für den vorliegenden Fall nicht herangezogen werden können (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 133, juris).

    Danach ist derjenige, der in irgendeiner Weise gegen die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen verstößt, zum Ersatz der entstandenen Schäden verpflichtet (…vgl. Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 69;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43; so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 240ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 209 ff., juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 76 ff., juris).

    Dass die Beklagte nicht die Vertragspartnerin des Klägers war, hindert die Anspruchsentstehung trotz der Vorschrift des Art. 1257 CC nicht, wonach "Verträge nur zwischen den Parteien, welche sie abschließen, wirken" (…vgl. Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 22; so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 213, juris).

    Insoweit reicht nach dem oben Gesagten ein irgendwie gearteter Verstoß gegen die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 250 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 222 ff., juris;… Gutachten v. S. G. vom 11. Oktober 2022, S. 69;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43).

    Die Nichterfüllung des Vertrags selbst stellt keinen ersatzfähigen Schaden dar (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 248, juris;… Gutachten S. vom 14. Mai 2021, S. 43 unter Hinweis auf Urteile des TS vom 15. Juni 2010 (RJ\2010\51515) und 8. Juni 2004 (RJ\2004\3629);… Ergänzungsgutachten S. vom 24. Februar 2023, S. 24).

    Sie ist dem in der Sache anwendbaren materiellen Recht - der lex causae - zuzuordnen (so auch OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 84, juris; offen lassend OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253) und nicht dem Prozessrecht (Verfahrensrecht) des angerufenen Gerichts - der lex fori.

    Der Kläger hat mit der Kenntnisnahme davon, dass sein Fahrzeug von dem sogenannten Abgasskandal betroffen ist, nach diesem Erfahrungssatz eine Verunsicherung und Unruhe erlitten, weil nicht absehbar war, mit welchen behördlichen Beschränkungen, steuerlichen Sanktionen und Fahrzeugeingriffen er rechnen musste (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 274 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 294 ff., juris).

    Dies zu Grunde gelegt, bedarf es aber unabhängig von einem bestehenden Einverständnis des Klägers nicht dessen Vernehmung (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 274, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 306, 307, juris).

    Sie ist nicht als Vermutungsregel im Sinne von Art. 22 Abs. 1 Rom II-VO zu qualifizieren (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 276, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253, juris;… MüKoBGB/Junker, 9. Aufl. 2025, Rom II-VO Art. 22 Rn. 10, beck-online;… Ludwigs EUWirtschaftsR-HdB/Wagner/Reder, 64. EL August 2025, § 74 Rn. 139, beck-online;… NK-BGB/Limbach, 4. Aufl. 2024, Rom II Art. 22 Rn. 4, beck-online).

    Schon aus diesem Grund verbietet sich an dieser Stelle die Zugrundelegung der Entscheidung für die vorliegend maßgebliche Schätzung (so im Ergebnis auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 292, juris).

    Er hat damit das Alter des Fahrzeuges als Zumessungsfaktor anerkannt (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 296 ff., juris) und den Zeitablauf zwischen dem Kaufvertragsabschluss und der Entdeckung des Dieselskandals berücksichtigt (vgl. Erläuterung v. S. G., Protokoll der mündlichen Verhandlung des Landgerichts Braunschweig vom 28. September 2023, 11 O 7364/19 (1114), S. 9).

    Der Tribunal Supremo hat keine Obergrenze des immateriellen Schadens statuiert (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 298 ff., juris).

    Letzteres aber kann einen Neuwagenkäufer gleichermaßen hart treffen, wie denjenigen, der sich von vornherein für den Erwerb eines gebrauchten Fahrzeuges entschieden hat bzw. entscheiden musste (anders OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 296, juris).

    Er hat weder vorgetragen, dass er das Software-Update aufgespielt habe, noch stützt er seinen Anspruch gegen die Beklagte auf diesen Sachverhalt (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 302, juris).

    In größtmöglicher Annäherung an den spanischen Rechtszustand (vgl. BGH…, Urteil vom 23. Dezember 1981 - IVb ZR 643/80 -, Rn. 19, juris;… Zöller/Hau, Zivilprozessordnung, 36. Auflage, 10/2025, § 293 ZPO, Rn. 22;… MüKoZPO/Prütting, 7. Aufl. 2025, ZPO § 293 Rn. 57, beck-online), ist der Kläger nicht deshalb von konkreterem Sachvortrag seine materiellen Schäden betreffend befreit, weil unter Anwendung der "ex re ipsa" - Regel ein Erfahrungssatz für eine solche Kaufpreisüberzahlung oder einen solchen Wertverlust streiten würde (so auch die überwiegende spanische Instanzrechtsprechung sowie OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 289, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 86, juris; nicht geprüft: OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 253, juris).

    Soweit einzelne Gutachten von einem fehlenden Nachweis des Schadens und nicht ausdrücklich von der fehlenden Darlegung sprechen (…vgl. Gutachten G. / S. vom 1. Oktober 2021 Rn. 46 und 58;… Ergänzungsgutachten P. vom 21. August 2025, S. 7 und 10), kann das nicht zum Anlass genommen werden, die Darlegungslast durch die pauschale Behauptung eines Minderwerts als erfüllt anzusehen (so indes OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 231 ff., juris, wonach es für die Geltendmachung einer bestimmten "negativen Beeinflussung (des) Vermögens durch das Schadensereignis" ausreicht, die Kaufpreisüberzahlung lediglich pauschal und losgelöst von dem konkreten Fahrzeug zu behaupten).

    Wegen der Einzelheiten wird auf die Ausführungen des Landgerichts im angefochtenen Urteil sowie die Ausführungen des 2. Zivilsenats des hiesigen Oberlandesgerichtes verwiesen (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 310 - 312, juris).

    Das gilt auch für einen Schadensersatzanspruch aus Art. 32 Nr. 5 LDC (OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 325, juris).

    Aus diesem Grund ist eine Anknüpfung an das Prozessrecht des Gerichtsortes nicht gerechtfertigt; der Zinsanspruch folgt vielmehr dem auf den Hauptanspruch anwendbaren Sachrecht, vorliegend dem spanischen Recht (so OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 312, juris; im Ergebnis auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 310 ff., juris).

    Die Zinspflicht beginnt gemäß Art. 133 LEC mit dem Tag, der auf den Tag der Verkündung des Urteils folgt (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 314, juris), sodass die Anschlussberufung der Beklagten auch insoweit Erfolg hat.

    Die Rechtsverfolgung war vor diesem Hintergrund weder geeignet noch verhältnismäßig (so auch OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 317 ff., juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 330, juris).

    Eine Aussetzung des Verfahrens unter Einleitung eines Vorabentscheidungsverfahrens gemäß Art. 267 AEUV ist weder aufgrund der von dem Kläger formulierten Anträge hinsichtlich der Anwendung des Art. 4 Abs. 3 Rom II-VO, des Art. 7 Rom II-VO, der Prüfung der Angemessenheit des zugesprochenen Schadens oder der Pflicht zur Tragung von Verfahrenskosten durch den Fahrzeugkäufer noch aus sonstigen Gründen geboten (vgl. dazu übereinstimmend: OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 336 - 342, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 348 - 351, juris; OLG München…, Beschluss vom 3. April 2025 - 9 U 4642/23 e -, Rn. 133 - 139, juris).

    Schließlich muss auch eine Aussetzung des Verfahrens gemäß Art. 30 EuGVVO wegen dem vor dem Tribunal Supremo anhängigen Verfahren 7992/22 unterbleiben (vgl. OLG München…, Urteil vom 30. Januar 2026 - 36 U 4799/23 e -, Rn. 343, juris; OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 357, juris).

    Er unterscheidet vielmehr zwischen dem materiellen Schaden, der in einem "überzahlten Kaufpreis" liege (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 232, juris) und dem immateriellen Schaden, der die "Unsicherheit und Unruhe der Käufer" beschreibe, die wiederum auf "der Ungewissheit beruhe, ob und inwieweit die betroffenen Fahrzeuge behördlichen Maßnahmen ausgesetzt" seien (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26. Mai 2025 - 2 U 10/24 -, Rn. 293, juris).

  • OLG München, 30.01.2026 - 36 U 4799/23

    Produkthaftung, Deliktsrecht, Verbraucherschutz, Rückabwicklung, Schadensersatz, …

    Dies geschah vorliegend auf dem Gebiet des spanischen Automobilmarkts (OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 140).

    Vielmehr haben die Umweltschädigung und der Vermögensschaden zwar dieselbe gemeinsame Ursache, bedingen sich jedoch nicht kausal (OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 144).

    Rn. 140 Angesichts der ausdrücklichen Regelung ändert das Urteil des Tribunal Supremo vom 11.03.2020, Nr. 167/2020, in dem es eine Durchbrechung des Relativitätsgrundsatzes für Schadensersatzansprüche des Käufers gegen den Hersteller eines Fahrzeugs anerkannt hat, an diesem Ergebnis nichts (…vgl. Gutachten SG vom 11.10.2022, S. 12; OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 158).

    Nicht davon erfasst ist der Schaden, der aufgrund des Scheiterns des vertraglichen Interesses des Erwerbers wegen eines nicht vertragsgemäßen Gutes oder einer nicht vertragsgemäßen Dienstleistung entsteht (…Gutachten S vom 14.05.2021, S. 7;… Gutachten SG vom 11.10.2022, S. 16 f.; Urteil des Tribunal Supremo vom 11.03.2020, Nr. 167/2020, Rechtsgründe Viertens 4.; OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 159), wie ihn die Klagepartei vorliegend begehrt.

    Rn. 152 Dass nach den Behauptungen der Klagepartei ein Widerruf der Typgenehmigung durch das Kraftfahrtbundesamt und in der Folge der Widerruf der spanischen Zulassung durch das spanische Industrieministerium drohe, reicht nach dem "extrem vorsichtigen" Maßstab der "letzten Ressource" (…vgl. Gutachten S vom 14.05.2021, S. 24) zur Annahme einer Nichtigkeit des gegenständlichen Vertrags nicht aus (OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 189 ff.).

    Leistungen, die innerhalb eines Vertragsverhältnisses ausgetauscht wurden, sind daher zwischen den in Art. 1257 CC bezeichneten Personen rückabzuwickeln (OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 164, dort zur Nichtigkeit nach Art. 1303 CC).

    Rn. 182 (3) Soweit der Sachverständige SG - recht vage - meint, es liege nahe, dass die für Schadensersatzansprüche des Herstellers aus Art. 1101 CC zugeschriebene Passivlegitimation aus den gleichen Gründen auf die ebenfalls der Sanktionierung von Erfüllungsmängeln dienende Norm des Art. 1124 CC erstreckt werden könnte (…Gutachten SG vom 11.10.2022, S. 67), hat diese Interpretation in der spanischen Rechtsprechung (bisher) keinen Niederschlag gefunden (OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 175).

    Aus den Entscheidungen des Tribunal Supremo ergibt sich jedenfalls nicht mit der notwendigen Eindeutigkeit, dass die Ausnahme vom Grundsatz der Relativität der Verträge über die in den Entscheidungen behandelten vertraglichen Schadensersatzansprüche hinaus geht (vgl. auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 170).

    Es handelt sich dabei um einen Anwendungsfall der richterlichen Beweiswürdigung, der folglich der lex fori unterliegt (…BeckOGK/Varga, Stand 01.03.2023, Art. 22 Rom II-VO Rn. 42 ff.;… Münchener Kommentar zur ZPO/Prütting, 7. Aufl. 2025, § 286 Rn. 52, 20;… Ahrens, Der Beweis im Zivilprozess, 2. Aufl. 2025, S. 427 Rn. 17; BGH…, Urteil vom 04.10.1984, I ZR 112/82, NJW 1985, 554, juris Rn. 9;… Linke/Hau, Internationales Zivilverfahrensrecht, 7. Aufl. 2024, Rn. 10.10.;… Nagel/Gottwald, Internationales Zivilprozessrecht, 9. Aufl. 2025, § 10 Rn. 10.64;… Stein/Jonas/Thole, ZPO, 23. Aufl. 2018, § 286 Rn. 297; Thole: Anscheinsbeweis und Beweisvereitelung im harmonisierten Europäischen Kollisionsrecht, IPrax 2010, 285 (286); OLG Celle…, Urteil vom 23.06.2021, 14 U 198/19, juris Rn. 42 zu § 287 ZPO; "zuneigend" OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, juris Rn. 252 f.).

    Dies gilt unabhängig davon, wie ausgeprägt das Umweltbewusstsein der Klagepartei war und in welchem Umfang dieses für den Fahrzeugkauf ein Motiv gewesen sein mag (vgl. OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, juris Rn. 294).

    Die richterliche Schätzbefugnis ist nicht als Vermutungsregel im Sinne von Art. 22 Abs. 1 Rom II-VO zu qualifizieren, sondern ist als gemäß Art. 1 Abs. 3 Rom II-VO der lex fori unterliegende Verfahrensnorm anwendbar (OLG Braunschweig Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, juris Rn. 253; LG Saarbrücken…, Urteil vom 09.03.2012, 13 S 51/11, NJW-RR 2012, 885, juris Rn. 20; AG Frankenthal, Urteil vom 15.10.2024, 3a C 158/13, NJW-RR 2015, 544 (546);… Münchener Kommentar zum BGB/Junker, 9. Aufl. 2025, Art. 22 Rom IIVO Rn. 10;… Münchener Kommentar zum BGB/Drexl/Wurmnest, 9. Aufl. 2025, Art. 6 Rom II-VO Rn. 341;… Münchener Kommentar zur ZPO/Prütting, 7. Aufl. 2025, § 287 Rn. 39;… Rauscher/Picht, Europäisches Zivilprozess- und Kollisionsrecht, Lieferung 1/2023, Art. 22 EGV 864/2007 Rn. 12; EicheI: Die Anwendbarkeit von § 287 ZPO im Geltungsbereich der Rom I- und der Rom II-Verordnung, IPrax 2014, 156 (158 f.);… juris-PKBGB Band 6/Engel, 10. Aufl. 2023, Art. 15 Rom II-VO Rn. 14; a. A. Klein: Spanische Zinsen zwischen Schuld- und Prozessstatut, IPRax 2024, 513 (518); LG Hanau…, Urteil vom 09.06.2011, 4 O 28/09, BeckRS 2012, 9924, juris Rn. 42).

    Im Unterschied zu dem vom Oberlandesgericht Braunschweig entschiedenen Fall (Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24), in dem die V. AG als Motorenherstellerin in Anspruch genommen wurde und mit der Musterbeklagten (V. AG) und damit der Vergleichspartei identisch war, ist die hiesige Beklagte (nur) die Fahrzeugherstellerin.

    Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass dem Urteil des OLG Braunschweig vom 26.05.2025 (2 U 10/24) ein anderer Sachverhalt zugrunde lag, da die Klage gegen die Motorherstellerin V. AG gerichtet war, der Vorsatz zuzurechnen war.

    Der Senat folgt der Rechtsanwendung des OLG Braunschweig (Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, juris Rn. 224 ff.) hier nicht.

    Überwiegend haben Gerichte zu Prozesszinsen nach der lex fori verurteilt (OLG München…, Urteil vom 06.04.2016, 20 U 3830/15, juris Rn. 31; OLG Köln…, Urteil vom 15.10.2013, 3 U 209/12, BeckRS 2014, 23246, Rn. 25; OLG Frankfurt…, Urteil vom 22.05.2007, 9 U 12/07, NJW-RR 2007, 1357, juris Rn. 38; OLG Düsseldorf, Urteil vom 26.10.1999, 21 U 48/99, BeckRS 1999, 13568; AG Meldorf…, Urteil vom 15.05.2017, 90 C 1072/16, LSK 2017, 126198, juris Rn. 39; AG Frankenthal…, Urteil vom 15.10.2014, 3a C 158/13, NJW-RR 2015, 544, juris Rn. 22), während neuere Entscheidungen die Prozesszinsen der lex causae unterwerfen (OLG Zweibrücken…, Urteil vom 11.05.2023, 8 U 161/21, NZG 2023, 1315, juris Rn. 54; OLG München…, Urteil vom 25.03.2015, 15 U 458/14, BeckRS 2015, 11202, Rn. 86 ff.; OLG Braunschweig, Urteil vom 26.06.2025, 2 U 10/24, juris Rn. 333) mit der Begründung, dass der Anspruch nach § 291 BGB ein materiellrechtlicher Anspruch ist, der lediglich durch die Rechtshängigkeit ausgelöst wird (…Münchener Kommentar zum BGB/Ernst, 10. Aufl. 2025, § 291 Rn. 5;… BeckOGK/Dornis, Stand 01.06.2024, § 291 BGB Rn. 28;… Staudinger/Feldmann, Kommentar zum BGB, Neubearb. 2025, § 291 Rn. 2;… Magnus: Prozesszinsen nach lex fori oder nach Sachsta…, Festschrift Martinek, Weltbürgerliches Recht 2020, 443 (457)).

    Dies folgt aus Art. 133 LEC, wonach Fristen am Tag nach dem Tag zu laufen beginnen, an dem die Mitteilung erfolgt ist, von der das Gesetz den Beginn der Frist abhängig macht (so auch OLG Braunschweig, Urteil vom 26.05.2025, 2 U 10/24, IWRZ 2025, 270, juris Rn. 335).

  • OLG Braunschweig, 17.08.2026 - 7 U 101/24
    Selbst wenn sich der Tribunal Supremo in diesem - offenbar lediglich gegen die Vertragspartnerin des dortigen Käufers, nicht aber gegen die Fahrzeugherstellerin geführten - Verfahren auch zur Frage der Passivlegitimation der Herstellerin bzw. deren gesamtschuldnerischer Haftung äußern sollte, steht einer Aussetzung jedenfalls der Grundsatz der Prozessökonomie entgegen, zumal nach wie vor nicht absehbar ist, wann der Tribunal Supremo entscheiden wird (so übereinstimmend auch OLG Braunschweig 26.05.2025, 2 U 10/24, juris, Rn. 360;… OLG München 22.05.2025, 9 U 4642/23, juris, Rn. 36;… OLG München 30.01.2026, 36 U 4799/23, juris, Rn. 345).

    Abgesehen davon hat die Klägerseite auch nicht vorgetragen, das (in Spanien freiwillige) Softwareupdate aufgespielt zu haben, so dass sie von der genannten Rechtsprechung der deutschen Verwaltungsgerichte gar nicht unmittelbar betroffen ist (vgl. dazu auch OLG Braunschweig 26.05.2025, 2 U 10/24, juris, Rn. 302).

    Dass der 2. Zivilsenat in einem Parallelverfahren (2 U 10/24) einen etwas höheren immateriellen Schadensersatz und darüber hinaus auch materiellen Schadensersatz zugesprochen hat, vermag daran nichts zu ändern.

    Die Frage, ob und in welcher Höhe einem Käufer eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung versehenen Fahrzeugs Schadensersatz zuzusprechen ist, richtet sich daher nach nationalem, hier spanischem Sachrecht (…OLG München 16.04.2025, 8 U 4579/23, juris, Rn. 98;… OLG München 03.04.2025, 9 U 4642/23, juris, Rn. 138;… OLG München 30.01.2026, 36 U 4799/23, juris, Rn. 340; vgl. dazu auch OLG Braunschweig 26.05.2025, 2 U 10/24, juris, Rn. 350).

    Hätte die Klägerseite lediglich den ihr tatsächlich zustehenden Schadensersatz geltend gemacht, hätte die Beklagte die Verfahrenskosten tragen müssen (vgl. dazu auch OLG Braunschweig 26.05.2025, 2 U 10/24, juris, Rn. 351;… OLG München, 22.05.2025, 9 U 4642/23, juris, Rn. 26;… OLG Karlsruhe 27.11.2024, 6 U 12/21, juris, Rn. 181;… OLG München 05.12.2024, 29 U 8707/21, juris, Rn. 107).

  • OLG Braunschweig, 16.04.2026 - 7 U 101/24

    Diesel; Abgas; Dieselskandal; Fahrzeugkäufer; Motorhersteller; …

    Bei dem hier geltend gemachten Anspruch gegen den Hersteller des Motors des klägerischen Fahrzeugs handelt es sich um einen außervertraglichen Anspruch in diesem Sinne und nicht etwa um einen vertraglichen Anspruch im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 593/2008 (nachfolgend Rom-I-VO), da die Parteien keine vertragliche Verpflichtung im Sinne freiwillig eingegangener Verpflichtungen miteinander eingegangen sind (…so auch übereinstimmend OLG München 03.04.2025, 9 U 4642/23 e, juris, Rn. 32;… OLG München 16.04.2025, 8 U 4579/23 e, juris, Rn. 34;… OLG München 30.01.2026, 36 U 4799/23 e, juris, Rn. 112; OLG Braunschweig 26.05.2025, 2 U 10/24, juris, Rn. 107 ff.).

    Diese Privatgutachten sind dem Senat aus dem beim hiesigen 2. Zivilsenat geführten Parallelverfahren 2 U 10/24 bekannt.

    vom 11.10.2022, eingeholt vom Landgericht Braunschweig im Verfahren 11 O 7364/19, nebst Protokoll der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Braunschweig am 23.09.2023 (letzteres als Anlage K50 zur hiesigen Verfahrensakte gereicht, ersteres von beiden Parteien wiederholt in Bezug genommen und dem Senat bekannt insbesondere aus dem beim hiesigen Oberlandesgericht geführten Parallelverfahren 2 U 10/24).

    ... vom 14.05.2021 nebst Ergänzung vom 24.02.2023, eingeholt vom Landgericht Ingolstadt (von beiden Parteien wiederholt genannt und dem Senat bekannt insbesondere aus dem beim hiesigen Oberlandesgericht geführten Parallelverfahren 2 U 10/24).

  • OLG München, 03.04.2025 - 9 U 4642/23

    Haupt- und Hilfsanträge, Außervertragliche Schuldverhältnisse, Klageerweiterung …

    Rn. 92 (5) Der mit Schriftsatz vom 20.03.2025 im Verfahren 9 U 245/25 e vorgelegte Hinweis des OLG Braunschweig vom 27.02.2025 im dortigen Verfahren 2 U 10/24 gebietet keine andere Entscheidung.
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Rechtsprechung
   BSG, 27.06.2024 - B 2 U 10/24 B   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,15275
BSG, 27.06.2024 - B 2 U 10/24 B (https://dejure.org/2024,15275)
BSG, Entscheidung vom 27.06.2024 - B 2 U 10/24 B (https://dejure.org/2024,15275)
BSG, Entscheidung vom 27. Juni 2024 - B 2 U 10/24 B (https://dejure.org/2024,15275)
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Volltextveröffentlichungen (6)

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    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
    Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen

  • rechtsinformationen.bund.de

    Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensfehler - absoluter Revisionsgrund gem § 547 Nr 6 ZPO - Berufungsurteil ohne Entscheidungsgründe - Überschreiten der Fünf-Monats-Frist - Verkündung und Absetzung des Urteils - Beruhen der abgefassten ...

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 136 Abs 1 Nr 6 SGG, § 160 Abs 2 Nr 3 SGG, § 160a Abs 5 SGG, § 202 S 2 SGG, § 547 Nr 6 ZPO
    Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensfehler - absoluter Revisionsgrund gem § 547 Nr 6 ZPO - Berufungsurteil ohne Entscheidungsgründe - Überschreiten der Fünf-Monats-Frist - Verkündung und Absetzung des Urteils - Beruhen der abgefassten ...

  • rechtsportal.de

    SGG § 136 Abs. 1 Nr. 6
    Anerkennung des auf dem Nachhauseweg von einer betrieblichen Weihnachtsfeier erlittenen Sturzes mit Fraktur der Halswirbelsäule als Arbeitsunfall

  • datenbank.nwb.de

    Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensfehler - absoluter Revisionsgrund gem § 547 Nr 6 ZPO - Berufungsurteil ohne Entscheidungsgründe - Überschreiten der Fünf-Monats-Frist - Verkündung und Absetzung des Urteils - Beruhen der abgefassten ...

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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (10)

  • BSG, 12.06.2026 - B 2 U 12/26 B
    Rn. 1 Mit dem vorbezeichneten Urteil hat das LSG die Berufung des Klägers gegen die erstinstanzliche Entscheidung des SG (Urteil vom 11.10.2019) nach Zurückverweisung durch das BSG (Beschluss vom 27.6.2024 - B 2 U 10/24 B) zurückgewiesen.
  • BSG, 02.04.2026 - B 2 U 120/25 B
    Das Fehlen von Entscheidungsgründen liegt nach der Rechtsprechung aller obersten Gerichtshöfe des Bundes auch dann vor, wenn ein Urteil nicht binnen fünf Monaten nach Verkündung schriftlich niedergelegt, von den beteiligten Berufsrichtern unterschrieben und der Geschäftsstelle übergeben worden ist (…Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes Beschluss vom 27.4.1993 - GmS-OGB 1/92 - SozR 3-1750 § 551 Nr. 4; vgl auch BSG Beschlüsse vom 27.6.2024 - B 2 U 10/24 B - juris RdNr 6, vom 8.7.2025 - B 11 AL 5/25 B - juris RdNr 5 und vom 26.11.2024 - B 9 SB 20/24 B - juris RdNr 6, jeweils mwN).
  • BSG, 05.03.2026 - B 3 KR 17/25 R

    Fünf-Monats-Frist für die Urteilsniederlegung: Wann ein Urteil aufgehoben wird

    Das Fehlen von Entscheidungsgründen liegt nach der Rechtsprechung aller obersten Gerichtshöfe des Bundes auch dann vor, wenn ein Urteil nicht binnen fünf Monaten nach Verkündung schriftlich niedergelegt, von den beteiligten Berufsrichtern unterschrieben und der Geschäftsstelle übergeben worden ist (…Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 27.4.1993 - GmS-OGB 1/92 - SozR 3-1750 § 551 Nr. 4;… vgl aus der Rspr des BSG nur BSG vom 20.11.2003 - B 13 RJ 41/03 R - BSGE 91, 283 = SozR 4-1500 § 120 Nr. 1, juris RdNr 10 mwN;… BSG vom 29.8.2012 - B 10 EG 20/11 R - SozR 4-7837 § 2 Nr. 18 RdNr 18 mwN;… BSG vom 20.9.2023 - B 4 AS 44/23 B - SozR 4-1500 § 160a Nr. 43 RdNr 3; BSG vom 27.6.2024 - B 2 U 10/24 B - juris).
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 05.12.2025 - L 15 SB 171/25

    Auch ein im "Schneckentempo" erstelltes Gutachten ist verwertbar!

    Zur Begründung hat der Senat auf die Entscheidung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes - GmS-OBG - vom 27.04.1993 - GmS-OBG 1/92 -, juris Leitsatz und Rn. 8 ff. Bezug genommen, wonach ein bei Verkündung noch nicht vollständig abgefasstes Urteil im Sinne des § 138 Nr. 6 VwGO (entspricht § 202 SGG i.V.m. 547 Nr. 6 ZPO, dazu zuletzt BSG, Beschl. v. 27.06.2024 - B 2 U 10/24 B -, juris Rn. 6) nicht mit Gründen versehen ist, wenn Tatbestand und Entscheidungsgründe nicht binnen fünf Monaten nach Verkündung schriftlich niedergelegt, von den Richtern besonders unterschrieben und der Geschäftsstelle übergeben worden sind.
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2025 - L 15 U 452/23

    Verletztenrente nach einem Arbeitsunfall: Reichen Schmerzen ohne Befund aus?

    Die Urteilsabsetzungsfrist von fünf Monaten ist vom GemS-OBG zwar aus den Vorschriften der §§ 517, 548 ZPO bzw. ihren Vorgängerregelungen abgeleitet worden und gilt auch im sozialgerichtlichen Verfahren (§ 202 SGG i.V.m. 547 Nr. 6 ZPO, dazu zuletzt BSG, Beschl. v. 27.06.2024 - B 2 U 10/24 B -, juris Rn. 6).
  • BSG, 02.12.2024 - B 9 V 5/24 BH
    Der absolute Revisionsgrund des Fehlens von Entscheidungsgründen (§ 202 Satz 1 SGG iVm § 547 Nr. 6 ZPO) liegt nach übereinstimmender Rechtsprechung der obersten Bundesgerichte (…im Anschluss an den Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 27.4.1993 GmSOGB 1/92 - SozR 3-1750 § 551 Nr. 4) auch dann vor, wenn ein Urteil nicht innerhalb von fünf Monaten nach seiner Verkündung schriftlich niedergelegt, von den Richtern unterschrieben und der Geschäftsstelle übergeben worden ist (stRspr: zB BSG Beschluss vom 27.6.2024 - B 2 U 10/24 B - juris RdNr 6).
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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - I-2 U 10/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,21448
OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - I-2 U 10/24 (https://dejure.org/2025,21448)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 24.07.2025 - I-2 U 10/24 (https://dejure.org/2025,21448)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 24. Juli 2025 - I-2 U 10/24 (https://dejure.org/2025,21448)
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Volltextveröffentlichungen (5)

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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (29)

  • OLG Düsseldorf, 30.10.2012 - 2 W 25/12

    Erfüllung der titulierten Verpflichtungen zur Auskunft und Rechnungslegung durch …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Entscheidend ist, dass die (Negativ-)Auskunft ernst gemeint und nicht von vornherein unglaubhaft oder unvollständig ist (…BGH, GRUR 2023, 105 Rn. 16 - Farbspritzpistolen; GRUR 2001, 841 - Entfernung der Herstellungsnummer II; GRUR 1994, 630 - Cartier-Armreif;… OLG Düsseldorf, Urt. v. 24.11.2022 - I-15 U 51/21, GRUR-RS 2022, 51936 Rn. 41 - Auslauftrichter; Beschl. v. 30.10.2012 - I-2 W 25/12, BeckRS 2014, 23375 Rn. 9;… BeckOK PatR/Fricke, 36. Ed. 01.05.2025, PatG § 140b Rn. 30).

    Insoweit gibt es einschlägige Rechtsprechung des Senats (GRUR-RR 2012, 406 - Nullauskunft; Beschl. v. 20.09.2011 - I-2 W 38/11; Beschl. v. 30.10.2012 - I-2 W 25/12, BeckRS 2014, 23375) und auch des Bundesverfassungsgerichts (Beschl. v. 28.10.2010 - 2 BvR 535/10, NJOZ 2011, 1423).

    Das betrifft jedenfalls den Fall, dass der Schuldner das Klagepatent anders auslegt als das Verletzungsgericht (Senat, Beschl. v. 20.09.2011 - I-2 W 38/11; Beschl. v. 30.10.2012 - I-2 W 25/12, BeckRS 2014, 2337).

  • BGH, 16.09.2014 - X ZR 61/13

    Kurznachrichten - Einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus einem …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Rn. 222 Wenn das Klagepatent mit einer Patentnichtigkeitsklage angegriffen ist, verurteilt das Verletzungsgericht, wenn es eine Verletzung des in Kraft stehenden Patents bejaht, grundsätzlich nur dann wegen Patentverletzung, wenn es eine Nichtigerklärung nicht für (überwiegend) wahrscheinlich hält; anderenfalls hat es die Verhandlung des Rechtsstreits nach § 148 ZPO auszusetzen, bis jedenfalls erstinstanzlich über die Nichtigkeitsklage entschieden ist (BGH, GRUR 2014, 1237 Rn. 4 - Kurznachrichten).

    Die Aussetzung des Verletzungsstreits ist vielmehr grundsätzlich, aber auch nur dann geboten, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, dass das Klagepatent dem erhobenen Einspruch bzw. der erhobenen Nichtigkeitsklage nicht standhalten wird (BGH, GRUR 2014, 1237 Rn. 4 - Kurznachrichten;… st. Rspr. des Senats, vgl. nur Urt. v. 25.10.2018 - I-2 U 30/16, GRUR-RS 2018, 34555 Rn. 109 - Papierrollensäge).

  • BGH, 26.06.2007 - XI ZR 277/05

    Pflicht der nicht beweisbelasteten Partei zur Vorlage von Urkunden; Anordnung der …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Zwar setzt eine Vorlageanordnung nach § 142 Abs. 1 S. 1 ZPO keinen materiell-rechtlichen Herausgabeanspruch der beweisbelasteten Partei voraus (BGH, NJW 2007, 2989 Rn. 20).

    Dementsprechend darf das Gericht die Urkundenvorlage nicht bloß zum Zwecke der Informationsgewinnung, sondern nur bei Vorliegen eines schlüssigen, auf konkrete Tatsachen bezogenen Vortrags der Partei anordnen (BGH, NJW 2007, 2989 Rn. 20;… Senat, Urt. v. 23.11.2023 - I-2 U 36/17, GRUR-RS 2023, 35703 Rn. 126 - Zusammensetzung auf der Basis von Zirkoniumoxid und Ceroxid;… vgl. auch BGH, GRUR 2022, 1302 Rn. 104 - Brustimplantat).

  • BGH, 17.05.2001 - I ZR 291/98

    Entfernung der Herstellungsnummer II

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Rn. 209 Der Auskunfts- und Rechnungslegungsanspruch kann auch durch eine Negativerklärung oder "Null-Auskunft" erfüllt werden (BGH, GRUR 2006, 504 - Parfümtestkauf; GRUR 2003, 433 - Cartier-Ring; GRUR 2001, 841 - Entfernung der Herstellungsnummer II;… Senat, Beschl. v. 11.10.2021 - I-2 W 16/21, GRUR-RS 2021, 34289 Rn. 7 - Trocknungsanlage II;… Beschl. v. 13.05.2019 - I-2 W 5/19, GRUR-RS 2019, 58376 Rn. 3 - Tintenpatrone;… Urt. v. 22.03.2019 - I-2 U 31/16, GRUR-RS 2019, 6087 Rn. 225 - Improving Handovers; GRUR-RR 2013, 273 - Scheibenbremse).

    Entscheidend ist, dass die (Negativ-)Auskunft ernst gemeint und nicht von vornherein unglaubhaft oder unvollständig ist (…BGH, GRUR 2023, 105 Rn. 16 - Farbspritzpistolen; GRUR 2001, 841 - Entfernung der Herstellungsnummer II; GRUR 1994, 630 - Cartier-Armreif;… OLG Düsseldorf, Urt. v. 24.11.2022 - I-15 U 51/21, GRUR-RS 2022, 51936 Rn. 41 - Auslauftrichter;… Beschl. v. 30.10.2012 - I-2 W 25/12, BeckRS 2014, 23375 Rn. 9;… BeckOK PatR/Fricke, 36. Ed. 01.05.2025, PatG § 140b Rn. 30).

  • OLG Düsseldorf, 06.12.2012 - 2 U 46/12

    Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Verfügung wegen der Verletzung eines …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Grund, die parallele Rechtsbestandsentscheidung in Zweifel zu ziehen und von einer Verurteilung vorerst abzusehen, besteht nur dann, wenn das Verletzungsgericht die Argumentation der Einspruchs- oder Nichtigkeitsinstanz für nicht vertretbar hält oder wenn der Angriff auf den Rechtsbestand nunmehr auf (z.B. neue) erfolgversprechende Gesichtspunkte gestützt wird, die die bisher mit der Sache befassten Stellen noch nicht berücksichtigt und beschieden haben (st. Rspr. des Senats, vgl. nur Urt. v. 06.12.2012 - I-2 U 46/12, BeckRS 2013, 13744;… Urt. v. 08.04.2021 - I-2 U 13/20, GRUR-RS 2021, 8206 Rn. 78 - Halterahmen II).
  • OLG Düsseldorf, 25.10.2018 - 2 U 30/16

    Zur Form des Lizenzvertrags

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Die Aussetzung des Verletzungsstreits ist vielmehr grundsätzlich, aber auch nur dann geboten, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, dass das Klagepatent dem erhobenen Einspruch bzw. der erhobenen Nichtigkeitsklage nicht standhalten wird (…BGH, GRUR 2014, 1237 Rn. 4 - Kurznachrichten; st. Rspr. des Senats, vgl. nur Urt. v. 25.10.2018 - I-2 U 30/16, GRUR-RS 2018, 34555 Rn. 109 - Papierrollensäge).
  • OLG Frankfurt, 11.12.2013 - 6 U 218/13

    Streitwertbemessung bei eventueller Anspruchshäufung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Das betrifft jedenfalls den Fall, dass der Schuldner das Klagepatent anders auslegt als das Verletzungsgericht (Senat, Beschl. v. 20.09.2011 - I-2 W 38/11; Beschl. v. 30.10.2012 - I-2 W 25/12, BeckRS 2014, 2337).
  • BGH, 27.05.2014 - XI ZR 264/13

    Urkundeneinsicht: Darlegungs- und Beweislast für die Voraussetzungen einer …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Allerdings ermöglicht § 142 ZPO keine Amtsaufklärung (BGH, NJW 2014, 3312 Rn. 28).
  • BGH, 19.03.2004 - V ZR 104/03

    Bindung des Berufungsgerichts an die erstinstanzlich getroffenen Feststellungen; …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Rn. 147 Eine solche Anpassung der Anträge stellt keine Klageänderung im Sinne von § 263 ZPO, sondern - sofern man darin überhaupt eine Antragsänderung und nicht nur eine Konkretisierung des Antrags erblicken will - allenfalls eine Beschränkung des Klageantrags nach § 264 Nr. 2 ZPO dar (…vgl. Senat, Urt. v. 18.03.2021 - I-2 U 18/19, GRUR-RS 2021, 6714, Rn. 38 - Hubsäule;… Urt. v. 08.04.2021 - I-2 U 13/20, GRUR-RS 2021, 8206, Rn. 41 - Halterahmen II), die auch im Berufungsverfahren ohne weiteres zulässig ist, weil § 533 ZPO keine Anwendung findet (vgl. BGH, NJW 2004, 2152; WM 2010, 1142).
  • BGH, 22.04.2010 - IX ZR 160/09

    Zulässigkeit einer auf erstinstanzlichen Vortrag gestützten Klageerweiterung in …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 10/24
    Rn. 147 Eine solche Anpassung der Anträge stellt keine Klageänderung im Sinne von § 263 ZPO, sondern - sofern man darin überhaupt eine Antragsänderung und nicht nur eine Konkretisierung des Antrags erblicken will - allenfalls eine Beschränkung des Klageantrags nach § 264 Nr. 2 ZPO dar (…vgl. Senat, Urt. v. 18.03.2021 - I-2 U 18/19, GRUR-RS 2021, 6714, Rn. 38 - Hubsäule;… Urt. v. 08.04.2021 - I-2 U 13/20, GRUR-RS 2021, 8206, Rn. 41 - Halterahmen II), die auch im Berufungsverfahren ohne weiteres zulässig ist, weil § 533 ZPO keine Anwendung findet (vgl. BGH, NJW 2004, 2152; WM 2010, 1142).
  • OLG Düsseldorf, 22.03.2019 - 2 U 31/16

    Ansprüche wegen Verletzung eines Patents

  • BGH, 23.02.2006 - I ZR 27/03

    Parfümtestkäufe

  • BGH, 24.03.1994 - I ZR 42/93

    Cartier-Armreif - Wettbewerbsrechtlicher Leistungsschutz

  • BVerfG, 28.10.2010 - 2 BvR 535/10

    Teilweise stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung von Art 2 Abs 1 GG iVm Art 1 …

  • BGH, 13.10.2022 - I ZB 69/21

    Zwangsvollstreckungsverfahren: Rechtsschutzbedürfnis für die Vollstreckung eines …

  • BGH, 23.01.2003 - I ZR 18/01

    "Cartier-Ring"; Umfang des Auskunftsanspruchs

  • BGH, 26.07.2022 - X ZR 1/21

    Anspruch des Berechtigten auf Übertragung eines Patents wegen widerrechtlicher …

  • OLG Düsseldorf, 22.06.2022 - 15 U 38/21

    Nutzungsrechte an Sortenschutzrechten Unterlassungsansprüche bezüglich …

  • OLG Düsseldorf, 18.03.2021 - 2 U 18/19

    Ansprüche wegen Verletzung des deutschen Teils eines europäischen Patents …

  • OLG Düsseldorf, 23.01.2013 - 2 W 33/12

    Vollstreckung eines Auskunfts- und Rechnungslegungsanspruchs

  • OLG Düsseldorf, 23.11.2023 - 2 U 36/17

    Ansprüche wegen Patentverletzung für eine Ceroxid enthaltende Zusammensetzung auf …

  • OLG Düsseldorf, 11.10.2021 - 2 W 16/21

    Schadensersatz wegen Patentverletzung Anspruch auf Auskunftserteilung und …

  • OLG Düsseldorf, 24.11.2022 - 15 U 51/21

    Ansprüche wegen Verletzung eines aus einer Patentanmeldung abgezweigten …

  • OLG Düsseldorf, 08.09.2011 - 2 W 26/11

    Vollstreckung der Verpflichtung zur Rechnungslegung wegen der Verletzung eines …

  • BGH, 10.10.2024 - X ZR 112/22

    Streitpatent betreffend die Zusammensetzung auf Basis von Zirkoniumoxid und …

  • OLG Düsseldorf, 13.05.2019 - 2 W 5/19

    Anforderungen an die Erfüllung einer titulierten Verpflichtung zur …

  • LG Düsseldorf, 14.03.2024 - 4b O 7/23

    Zirconiumoxid

  • LG Düsseldorf, 03.09.2020 - 4b O 29/18

    Zirconiumoxid-Zusammensetzung

  • BPatG, 01.06.2022 - 3 Ni 37/20

    Patentnichtigkeitsklageverfahren - "Zusammensetzung aus Zirkonoxid und Oxiden des …

  • OLG Frankfurt, 01.04.2026 - 17 U 60/24

    Auskunftsanspruch mittels künstlicher heterologer Insemination gezeugten Kindes …

    Entscheidend ist, dass die (Negativ-)Auskunft ernst gemeint und nicht von vornherein unglaubhaft oder unvollständig ist (BGH…, Urteil vom 17. Mai 2001 - I ZR 291/98 -, BGHZ 148, 26-39, Rn. 44;… Beschluss vom 13. Oktober 2022 - I ZB 69/21 -, Rn. 16, juris; OLG Düsseldorf, Urteil vom 24. Juli 2025 - I-2 U 10/24 -, Rn. 205, juris).
  • OLG Düsseldorf, 24.07.2025 - 2 U 32/25

    Fumarsäureester II

    Rn. 143 Der Senat hat erst kürzlich in anderer Sache betreffend die Aussetzung (§ 148 ZPO) eines Patentverletzungsrechtsstreits darauf hingewiesen, dass das Verletzungsgericht nicht gehindert ist, im Rahmen des ihm in § 148 ZPO eingeräumten Ermessens auch die Besonderheiten der in Rede stehenden Verfahrenskonstellation zu berücksichtigen (vgl. Protokollhinweis v. 06.02.2025 - I-2 U 10/24).
  • OLG Düsseldorf, 29.01.2026 - 2 U 68/24

    Energieführungskette

    Rn. 308 Der Auskunfts- und Rechnungslegungsanspruch kann zwar durch eine Negativerklärung oder "Null-Auskunft" erfüllt werden, solange diese ernst gemeint und nicht von vornherein unglaubhaft oder unvollständig ist (…Senat, Beschl. v. 11.10.2021 - I-2 W 16/21, GRUR-RS 2021, 34289 Rn. 7 - Trocknungsanlage II; zur Erfüllung im Berufungsverfahren: Senat, Urt. v. 24.07.2025 - I-2 U 10/24, GRUR-RS 2025, 19871 Rn. 110 - Zusammensetzung auf der Basis von Zirkoniumoxid und Ceroxid II).
  • OLG Düsseldorf, 17.07.2025 - 2 U 33/25

    Pharmazeutische Zusammensetzung zur Verwendung bei der Behandlung Multipler …

    Rn. 146 Der Senat hat erst kürzlich in anderer Sache betreffend die Aussetzung (§ 148 ZPO) eines Patentverletzungsrechtsstreits darauf hingewiesen, dass das Verletzungsgericht nicht gehindert ist, im Rahmen des ihm in § 148 ZPO eingeräumten Ermessens auch die Besonderheiten der in Rede stehenden Verfahrenskonstellation zu berücksichtigen (vgl. Protokollhinweis v. 06.02.2025 - I-2 U 10/24).
  • OLG Düsseldorf, 17.07.2025 - 2 U 36/25

    Pharmazeutische Zusammensetzung zur Verwendung bei der Behandlung Multipler …

    Rn. 159 Der Senat hat erst kürzlich in anderer Sache betreffend die Aussetzung (§ 148 ZPO) eines Patentverletzungsrechtsstreits darauf hingewiesen, dass das Verletzungsgericht nicht gehindert ist, im Rahmen des ihm in § 148 ZPO eingeräumten Ermessens auch die Besonderheiten der in Rede stehenden Verfahrenskonstellation zu berücksichtigen (vgl. Protokollhinweis v. 06.02.2025 - I-2 U 10/24).
  • OLG Düsseldorf, 17.07.2025 - 2 U 34/25

    Pharmazeutische Zusammensetzung zur Verwendung bei der Behandlung Multipler …

    Rn. 144 Der Senat hat erst kürzlich in anderer Sache betreffend die Aussetzung (§ 148 ZPO) eines Patentverletzungsrechtsstreits darauf hingewiesen, dass das Verletzungsgericht nicht gehindert ist, im Rahmen des ihm in § 148 ZPO eingeräumten Ermessens auch die Besonderheiten der in Rede stehenden Verfahrenskonstellation zu berücksichtigen (vgl. Protokollhinweis v. 06.02.2025 - I-2 U 10/24).
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Rechtsprechung
   OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,49923
OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24 (https://dejure.org/2024,49923)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 14.10.2024 - 2 U 10/24 (https://dejure.org/2024,49923)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 14. Oktober 2024 - 2 U 10/24 (https://dejure.org/2024,49923)
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (30)

  • OLG Celle, 08.02.2007 - 8 U 199/06

    Verletzung der Verkehrssicherungspflicht hinsichtlich eines 20 cm tiefen …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Die Rechtsprechung hat daher die Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht angenommen bei einem mit 20 cm außergewöhnlich tiefen Schlagloch in einer wichtigen innerstädtischen Durchfahrtsstraße (OLG Celle, Urteil vom 8. Februar 2007 - 8 U 199/06 -, NJW-RR 2007, 972 = MDR 2007, 1075 m. u. N.; OLG Naumburg, Urteil vom 5. Oktober 2012 - 10 U 13/12 -, MDR 2013, 91) oder einer Kreisstraße (OLG Naumburg, Urteil vom 16. April 1997 - 5 U 266/96 -, NJ 1997, 432), sowie bei einem quer verlaufenden Absatz im Straßenbelag in entsprechender Höhe (OLG Jena, Urteil vom 15. Oktober 2002 - 3 U 964/01 -, DAR 2003, 69; OLG Dresden, Urteil vom 16. November 1998 - 6 U 538/98 -, DAR 1999, 122).

    Während von Teilen der Rechtsprechung eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bei Vorhandensein von Schlaglöchern bereits generell mit der Begründung verneint wird, dass es keinen Anspruch des Straßenbenutzers darauf gebe, dass sich die Straßen stets in einem glatten und einwandfreien Zustande befinden (so etwa: früher OLG Celle, OLGR 1995, 174; LG Lüneburg, SP 2006, 5; LG Rostock, MDR 2005, 396 OLG Rostock, MDR 2000, 638), vertritt ein wohl überwiegender Teil der Rechtsprechung die Auffassung, dass unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls eine Verkehrssicherungspflicht nur für auf verkehrswichtige Straßen gelegene Schlaglöcher mit einer Tiefe von mindestens 15 cm anzunehmen ist, weil erst bei Schlaglöchern solcher Tiefe, die bei einigen Fahrzeugen bereits zu einer Bodenberührung führen kann und deren Befahrbarkeit auch von einem umsichtigen Fahrer kaum mehr gewährleistet ist, nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass ein Autofahrer mit derartig gravierenden Unebenheiten rechnen und sich auf diese einstellen muss (OLG Hamm, Beschluss vom 08.01.2014 - 11 U 76/13 unter Hinweis auf: OLG Jena, DAR 2003, 69: Absatz im Straßenbelag von 19 cm; OLG Dresden, DAR 1999, 122: 21 cm tiefe Bodenwelle in einer verkehrswichtigen Straße; OLG Naumburg, NJ 1997, 432: 20 cm tiefes Schlagloch in einer Kreisstraße; LG Dresden, DAR 2000, 480: 15-18 cm tiefes Schlagloch in einer Hauptverkehrsstraße im Innenstadtgebiet; LG Dresden, DAR 1994, 327: 15 cm tiefes Schlagloch innerorts in einer Umgehungsstraße; LG Chemnitz, DAR 1998, 144: 21 cm tiefe Fahrbahnrinne in verkehrswichtiger Durchgangsstraße; LG Augsburg, ZfS 1991, 404: 20 cm tiefer Frostaufbruch in innerstädtischer Straße mit hohem Verkehrsaufkommen; OLG Celle, Urteil vom 08.02.2007, 8 U 199/06 - Rdnr. 7 bei juris: 20 cm tiefes Schlagloch auf wichtiger innerstädtischer Durchfahrtstraße; LG Meiningen, VersR 2007, 964: etwa 15 cm tiefes und ca. 80 - 100 cm durchmessendes Schlagloch).

    Stark befahrene Durchgangsstraßen mit erheblicher Verkehrsbedeutung können insoweit engmaschige Kontrollen erfordern, bis hin zu einem wöchentlichen oder gar täglichen Turnus (vgl. OLG Celle, Urteil vom 8. Februar 2007 - 8 U 199/06 -, NJW-RR 2007, 972 = MDR 2007, 1075, Rdnr. 12 m. w. N.; Tassarek-Schröder/Rönsberg ebd.

  • BGH, 05.07.2012 - III ZR 240/11

    Amtshaftung des Landes Berlin: Verletzung der Verkehrssicherungspflicht für einen …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Hindernisse auf oder in der Fahrbahn sind grundsätzlich zu beseitigen, soweit sich aus ihnen Gefahren ergeben, die unvermutet sind und die Verkehrsteilnehmer nicht oder nicht ohne weiteres erkennen, und auf die sie sich nicht rechtzeitig einrichten können (BGH, Urteil vom 5. Juli 2012 - III ZR 240/11 -, NVwZ-RR 2012, 831 = MDR 2012, 1088, Rdnr. 11).

    Zudem muss sich der Benutzer rechtzeitig auf die Gefahren einstellen können (BGH, Urteil vom 5. Juli 2012 - III ZR 240/11 -, NVwZ-RR 2012, 831 = MDR 2012, 1088, Rdnr. 11).

  • OLG Hamm, 08.01.2014 - 11 U 76/13

    Umfang der Verkehrssicherungspflicht des Trägers der Straßenbaulast

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Verbreitet wird hier eine Grenze bei 15 cm gezogen (OLG Schleswig, Beschluss vom 14. November 2023 - 7 U 114/23 -, MDR 2024, 372; OLG Hamm, Beschluss vom 8. Januar 2014 - 11 U 76/13 -, Rdnr. 17 m. u. N.).

    Während von Teilen der Rechtsprechung eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bei Vorhandensein von Schlaglöchern bereits generell mit der Begründung verneint wird, dass es keinen Anspruch des Straßenbenutzers darauf gebe, dass sich die Straßen stets in einem glatten und einwandfreien Zustande befinden (so etwa: früher OLG Celle, OLGR 1995, 174; LG Lüneburg, SP 2006, 5; LG Rostock, MDR 2005, 396 OLG Rostock, MDR 2000, 638), vertritt ein wohl überwiegender Teil der Rechtsprechung die Auffassung, dass unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls eine Verkehrssicherungspflicht nur für auf verkehrswichtige Straßen gelegene Schlaglöcher mit einer Tiefe von mindestens 15 cm anzunehmen ist, weil erst bei Schlaglöchern solcher Tiefe, die bei einigen Fahrzeugen bereits zu einer Bodenberührung führen kann und deren Befahrbarkeit auch von einem umsichtigen Fahrer kaum mehr gewährleistet ist, nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass ein Autofahrer mit derartig gravierenden Unebenheiten rechnen und sich auf diese einstellen muss (OLG Hamm, Beschluss vom 08.01.2014 - 11 U 76/13 unter Hinweis auf: OLG Jena, DAR 2003, 69: Absatz im Straßenbelag von 19 cm; OLG Dresden, DAR 1999, 122: 21 cm tiefe Bodenwelle in einer verkehrswichtigen Straße; OLG Naumburg, NJ 1997, 432: 20 cm tiefes Schlagloch in einer Kreisstraße; LG Dresden, DAR 2000, 480: 15-18 cm tiefes Schlagloch in einer Hauptverkehrsstraße im Innenstadtgebiet; LG Dresden, DAR 1994, 327: 15 cm tiefes Schlagloch innerorts in einer Umgehungsstraße; LG Chemnitz, DAR 1998, 144: 21 cm tiefe Fahrbahnrinne in verkehrswichtiger Durchgangsstraße; LG Augsburg, ZfS 1991, 404: 20 cm tiefer Frostaufbruch in innerstädtischer Straße mit hohem Verkehrsaufkommen; OLG Celle…, Urteil vom 08.02.2007, 8 U 199/06 - Rdnr. 7 bei juris: 20 cm tiefes Schlagloch auf wichtiger innerstädtischer Durchfahrtstraße; LG Meiningen, VersR 2007, 964: etwa 15 cm tiefes und ca. 80 - 100 cm durchmessendes Schlagloch).

  • OLG Dresden, 16.11.1998 - 6 U 538/98

    Haftungsverteilung bei Schäden an einem PKW beim Durchfahren einer Bodenwelle; …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Die Rechtsprechung hat daher die Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht angenommen bei einem mit 20 cm außergewöhnlich tiefen Schlagloch in einer wichtigen innerstädtischen Durchfahrtsstraße (OLG Celle, Urteil vom 8. Februar 2007 - 8 U 199/06 -, NJW-RR 2007, 972 = MDR 2007, 1075 m. u. N.; OLG Naumburg, Urteil vom 5. Oktober 2012 - 10 U 13/12 -, MDR 2013, 91) oder einer Kreisstraße (OLG Naumburg, Urteil vom 16. April 1997 - 5 U 266/96 -, NJ 1997, 432), sowie bei einem quer verlaufenden Absatz im Straßenbelag in entsprechender Höhe (OLG Jena, Urteil vom 15. Oktober 2002 - 3 U 964/01 -, DAR 2003, 69; OLG Dresden, Urteil vom 16. November 1998 - 6 U 538/98 -, DAR 1999, 122).

    Während von Teilen der Rechtsprechung eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bei Vorhandensein von Schlaglöchern bereits generell mit der Begründung verneint wird, dass es keinen Anspruch des Straßenbenutzers darauf gebe, dass sich die Straßen stets in einem glatten und einwandfreien Zustande befinden (so etwa: früher OLG Celle, OLGR 1995, 174; LG Lüneburg, SP 2006, 5; LG Rostock, MDR 2005, 396 OLG Rostock, MDR 2000, 638), vertritt ein wohl überwiegender Teil der Rechtsprechung die Auffassung, dass unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls eine Verkehrssicherungspflicht nur für auf verkehrswichtige Straßen gelegene Schlaglöcher mit einer Tiefe von mindestens 15 cm anzunehmen ist, weil erst bei Schlaglöchern solcher Tiefe, die bei einigen Fahrzeugen bereits zu einer Bodenberührung führen kann und deren Befahrbarkeit auch von einem umsichtigen Fahrer kaum mehr gewährleistet ist, nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass ein Autofahrer mit derartig gravierenden Unebenheiten rechnen und sich auf diese einstellen muss (OLG Hamm, Beschluss vom 08.01.2014 - 11 U 76/13 unter Hinweis auf: OLG Jena, DAR 2003, 69: Absatz im Straßenbelag von 19 cm; OLG Dresden, DAR 1999, 122: 21 cm tiefe Bodenwelle in einer verkehrswichtigen Straße; OLG Naumburg, NJ 1997, 432: 20 cm tiefes Schlagloch in einer Kreisstraße; LG Dresden, DAR 2000, 480: 15-18 cm tiefes Schlagloch in einer Hauptverkehrsstraße im Innenstadtgebiet; LG Dresden, DAR 1994, 327: 15 cm tiefes Schlagloch innerorts in einer Umgehungsstraße; LG Chemnitz, DAR 1998, 144: 21 cm tiefe Fahrbahnrinne in verkehrswichtiger Durchgangsstraße; LG Augsburg, ZfS 1991, 404: 20 cm tiefer Frostaufbruch in innerstädtischer Straße mit hohem Verkehrsaufkommen; OLG Celle…, Urteil vom 08.02.2007, 8 U 199/06 - Rdnr. 7 bei juris: 20 cm tiefes Schlagloch auf wichtiger innerstädtischer Durchfahrtstraße; LG Meiningen, VersR 2007, 964: etwa 15 cm tiefes und ca. 80 - 100 cm durchmessendes Schlagloch).

  • OLG Jena, 15.10.2002 - 3 U 964/01

    Gegenstand und Umfang/Grenzen öffentlich-rechtlicher …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Die Rechtsprechung hat daher die Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht angenommen bei einem mit 20 cm außergewöhnlich tiefen Schlagloch in einer wichtigen innerstädtischen Durchfahrtsstraße (OLG Celle, Urteil vom 8. Februar 2007 - 8 U 199/06 -, NJW-RR 2007, 972 = MDR 2007, 1075 m. u. N.; OLG Naumburg, Urteil vom 5. Oktober 2012 - 10 U 13/12 -, MDR 2013, 91) oder einer Kreisstraße (OLG Naumburg, Urteil vom 16. April 1997 - 5 U 266/96 -, NJ 1997, 432), sowie bei einem quer verlaufenden Absatz im Straßenbelag in entsprechender Höhe (OLG Jena, Urteil vom 15. Oktober 2002 - 3 U 964/01 -, DAR 2003, 69; OLG Dresden, Urteil vom 16. November 1998 - 6 U 538/98 -, DAR 1999, 122).

    Während von Teilen der Rechtsprechung eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bei Vorhandensein von Schlaglöchern bereits generell mit der Begründung verneint wird, dass es keinen Anspruch des Straßenbenutzers darauf gebe, dass sich die Straßen stets in einem glatten und einwandfreien Zustande befinden (so etwa: früher OLG Celle, OLGR 1995, 174; LG Lüneburg, SP 2006, 5; LG Rostock, MDR 2005, 396 OLG Rostock, MDR 2000, 638), vertritt ein wohl überwiegender Teil der Rechtsprechung die Auffassung, dass unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls eine Verkehrssicherungspflicht nur für auf verkehrswichtige Straßen gelegene Schlaglöcher mit einer Tiefe von mindestens 15 cm anzunehmen ist, weil erst bei Schlaglöchern solcher Tiefe, die bei einigen Fahrzeugen bereits zu einer Bodenberührung führen kann und deren Befahrbarkeit auch von einem umsichtigen Fahrer kaum mehr gewährleistet ist, nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass ein Autofahrer mit derartig gravierenden Unebenheiten rechnen und sich auf diese einstellen muss (OLG Hamm, Beschluss vom 08.01.2014 - 11 U 76/13 unter Hinweis auf: OLG Jena, DAR 2003, 69: Absatz im Straßenbelag von 19 cm; OLG Dresden, DAR 1999, 122: 21 cm tiefe Bodenwelle in einer verkehrswichtigen Straße; OLG Naumburg, NJ 1997, 432: 20 cm tiefes Schlagloch in einer Kreisstraße; LG Dresden, DAR 2000, 480: 15-18 cm tiefes Schlagloch in einer Hauptverkehrsstraße im Innenstadtgebiet; LG Dresden, DAR 1994, 327: 15 cm tiefes Schlagloch innerorts in einer Umgehungsstraße; LG Chemnitz, DAR 1998, 144: 21 cm tiefe Fahrbahnrinne in verkehrswichtiger Durchgangsstraße; LG Augsburg, ZfS 1991, 404: 20 cm tiefer Frostaufbruch in innerstädtischer Straße mit hohem Verkehrsaufkommen; OLG Celle…, Urteil vom 08.02.2007, 8 U 199/06 - Rdnr. 7 bei juris: 20 cm tiefes Schlagloch auf wichtiger innerstädtischer Durchfahrtstraße; LG Meiningen, VersR 2007, 964: etwa 15 cm tiefes und ca. 80 - 100 cm durchmessendes Schlagloch).

  • OLG Naumburg, 16.04.1997 - 5 U 266/96

    Amtshaftung wegen schuldhafter Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht; …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Die Rechtsprechung hat daher die Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht angenommen bei einem mit 20 cm außergewöhnlich tiefen Schlagloch in einer wichtigen innerstädtischen Durchfahrtsstraße (OLG Celle, Urteil vom 8. Februar 2007 - 8 U 199/06 -, NJW-RR 2007, 972 = MDR 2007, 1075 m. u. N.; OLG Naumburg, Urteil vom 5. Oktober 2012 - 10 U 13/12 -, MDR 2013, 91) oder einer Kreisstraße (OLG Naumburg, Urteil vom 16. April 1997 - 5 U 266/96 -, NJ 1997, 432), sowie bei einem quer verlaufenden Absatz im Straßenbelag in entsprechender Höhe (OLG Jena, Urteil vom 15. Oktober 2002 - 3 U 964/01 -, DAR 2003, 69; OLG Dresden, Urteil vom 16. November 1998 - 6 U 538/98 -, DAR 1999, 122).

    Während von Teilen der Rechtsprechung eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bei Vorhandensein von Schlaglöchern bereits generell mit der Begründung verneint wird, dass es keinen Anspruch des Straßenbenutzers darauf gebe, dass sich die Straßen stets in einem glatten und einwandfreien Zustande befinden (so etwa: früher OLG Celle, OLGR 1995, 174; LG Lüneburg, SP 2006, 5; LG Rostock, MDR 2005, 396 OLG Rostock, MDR 2000, 638), vertritt ein wohl überwiegender Teil der Rechtsprechung die Auffassung, dass unter Berücksichtigung der Umstände des jeweiligen Einzelfalls eine Verkehrssicherungspflicht nur für auf verkehrswichtige Straßen gelegene Schlaglöcher mit einer Tiefe von mindestens 15 cm anzunehmen ist, weil erst bei Schlaglöchern solcher Tiefe, die bei einigen Fahrzeugen bereits zu einer Bodenberührung führen kann und deren Befahrbarkeit auch von einem umsichtigen Fahrer kaum mehr gewährleistet ist, nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass ein Autofahrer mit derartig gravierenden Unebenheiten rechnen und sich auf diese einstellen muss (OLG Hamm, Beschluss vom 08.01.2014 - 11 U 76/13 unter Hinweis auf: OLG Jena, DAR 2003, 69: Absatz im Straßenbelag von 19 cm; OLG Dresden, DAR 1999, 122: 21 cm tiefe Bodenwelle in einer verkehrswichtigen Straße; OLG Naumburg, NJ 1997, 432: 20 cm tiefes Schlagloch in einer Kreisstraße; LG Dresden, DAR 2000, 480: 15-18 cm tiefes Schlagloch in einer Hauptverkehrsstraße im Innenstadtgebiet; LG Dresden, DAR 1994, 327: 15 cm tiefes Schlagloch innerorts in einer Umgehungsstraße; LG Chemnitz, DAR 1998, 144: 21 cm tiefe Fahrbahnrinne in verkehrswichtiger Durchgangsstraße; LG Augsburg, ZfS 1991, 404: 20 cm tiefer Frostaufbruch in innerstädtischer Straße mit hohem Verkehrsaufkommen; OLG Celle…, Urteil vom 08.02.2007, 8 U 199/06 - Rdnr. 7 bei juris: 20 cm tiefes Schlagloch auf wichtiger innerstädtischer Durchfahrtstraße; LG Meiningen, VersR 2007, 964: etwa 15 cm tiefes und ca. 80 - 100 cm durchmessendes Schlagloch).

  • BGH, 18.12.1972 - III ZR 121/70

    Verkehrssicherungspflichten hinsichtlich der öffentlichen Verkehrswege in …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Der Inhalt der Straßenverkehrssicherungspflicht geht dahin, die öffentlichen Verkehrsflächen - wie alle sonstigen einem Verkehr eröffneten Räume oder Sachen - möglichst gefahrlos zu gestalten und zu erhalten, sowie im Rahmen des Zumutbaren alles zu tun, um den Gefahren zu begegnen, die den Verkehrsteilnehmern aus einem nicht ordnungsgemäßen Zustand der Verkehrsflächen drohen (BGH, Urteil vom 18. Dezember 1972 - III ZR 121/70, BGHZ 60, 54 = NJW 1973, 460).
  • OLG Koblenz, 03.03.2008 - 12 U 1255/07

    Haftung des Trägers der Straßenbaulast für Unfälle durch Straßenschäden

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Auf Autobahnen und ähnlichen Schnellstraßen gelten mit Blick auf die hohen dort gefahrenen Geschwindigkeiten deutlich strengere Maßstäbe (vgl. OLG Koblenz, Urteil vom 3. März 2008 - 12 U 1255/07 -, NVwZ-RR 2008, 651 = NZV 2008, 580, sowie die Nachweise bei Rebler ebd., ZfSch 2019, 185/188).
  • OLG Brandenburg, 17.07.2012 - 2 U 56/11

    Amtshaftungsanspruch gegen das Land Brandenburg: Kraftfahrzeugbeschädigung durch …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    Art und Häufigkeit der Benutzung des Verkehrsweges und seine Bedeutung sind dabei zu berücksichtigen (Senat…, Beschluss vom 22. Juli 2024 - 2 U 21/24 -, Rdnr. 4;… Beschluss vom 4. Oktober 2022 - 2 U 23/22 -, Rdnr. 6, Urteil vom 17. Juli 2012 - 2 U 56/11, DAR 2012, 578 = BeckRS 2012, 15693;… vgl. weiter bei Reinert/Kümper, in: Beck'scher Online-Kommentar zum BGB, 71. Edition mit Stand 1. August 2024, § 839 BGB Rdnr. 70).
  • OLG Hamm, 23.07.2014 - 11 U 107/13

    Reichweite der Pflicht zur barrierefreien Straßengestaltung im Rahmen der …

    Auszug aus OLG Brandenburg, 14.10.2024 - 2 U 10/24
    "Was die Beherrschbarkeit von Schlaglöchern für den Kraftfahrzeugverkehr angeht, wird von dem überwiegenden Teil der Rechtsprechung, der sich der Senat anschließt, eine Verkehrssicherungspflicht nur für auf verkehrswichtigen Straßen gelegene Schlaglöcher mit einer Tiefe von mindestens 15 cm angenommen und lediglich auf Autobahnen bereits Schlaglöcher ab einer Tiefe von 10 cm als eine abhilfebedürftige Gefahrenquelle angesehen (OLG Hamm, Urteil vom 23.7.2014, 11 U 107/13 -, juris m.w.N.).
  • LG Rostock, 25.08.2004 - 4 O 139/04

    Verkehrssicherungspflichten - Radfahrer bekommen bei einem Sturz selten …

  • KG, 20.02.2015 - 9 U 188/13

    Amtshaftung des Landes Berlin: Grenzen der Verkehrssicherungspflicht bei nicht …

  • OLG Köln, 07.01.2016 - 7 U 160/15

    Verkehrssicherungspflicht einer Gemeinde hinsichtlich des Zustandes einer Straße

  • OLG Köln, 22.03.2017 - 7 U 176/16

    Umfang der Verkehrssicherungspflicht des Straßenbaulastträgers hinsichtlich …

  • OLG Brandenburg, 13.02.2007 - 2 U 12/06

    Amtshaftung: Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch die Straßenbaubehörde …

  • OLG Jena, 31.05.2011 - 4 U 884/10

    Thüringer Straßenverkehrssicherungspflicht: Kriterien zur Beurteilung der Straße …

  • OLG Nürnberg, 08.02.1995 - 4 U 3697/94

    Haftungsverteilung bei Schäden an einem Kraftfahrzeug durch Schlaglöcher im …

  • OLG Rostock, 23.03.2000 - 1 U 169/98

    Verkehrssicherungspflichten hinsichtlich der Straßenverhältnisse (Schlaglöcher)

  • OLG Brandenburg, 04.10.2022 - 2 U 23/22

    Schadensersatz wegen vermeintlicher Verletzung von Verkehrssicherungspflichten …

  • LG Bonn, 08.11.2006 - 1 O 195/06

    Verkehrssicherungspflicht

  • LG Halle, 15.05.1998 - 7 O 470/97

    Verletzung der Verkehrssicherungspflicht eines Landes durch Überlassung von …

  • OLG Koblenz, 26.05.2014 - 12 U 13/12

    Verkehrssicherungspflicht: Schadenersatzanspruch wegen Beschädigung eines …

  • OLG Schleswig, 14.11.2023 - 7 U 114/23

    In Schleswig-Holstein muss auch auf vielbefahrenen und verkehrswichtigen Straßen …

  • OLG Brandenburg, 22.07.2024 - 2 U 21/24

    Amtshaftungsanspanspruch eines Verunfallten gegen den Straßenbaulastträger auf …

  • LG Chemnitz, 16.01.1998 - 10 O 3613/97

    Verkehrssicherungspflicht des Trägers der Straßenbaulast bei Fahrbahnrinnen im …

  • LG Meiningen, 09.05.2006 - 2 O 1226/05

    Haftung des Straßensicherungspflichtigen für Beschädigung eines Kfz infolge eines …

  • LG Dresden, 09.06.2000 - 16 O 1091/00

    Sicherungspflichtverletzung bei schadhaftem Fahrbahnbelag im inneren Stadtbereich

  • LG Dresden, 28.03.1994 - 4 O 4564/93

    Schadensersatz wegen Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht nach …

  • LG Augsburg, 10.05.1991 - 1 O 5228/90

    Schadensersatz wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht wegen …

  • LG Köln, 08.07.2008 - 5 O 127/08

    Schadensersatz aus übergegangenem Recht wegen einer …

  • OLG Brandenburg, 16.12.2024 - 2 U 30/24

    Haftung der Gemeinde gegenüber einem Geschädigten wegen der Verletzung einer …

    Art und Häufigkeit der Benutzung des Verkehrsweges und seine Bedeutung sind dabei zu berücksichtigen (Senat, Urteil vom 14. Oktober 2024 - 2 U 10/24 - Beschluss vom 22. Januar 2024 - 2 U 15/23 -, Rdnr. 19; Urteil vom 17. Juli 2012 - 2 U 56/11, DAR 2012, 578 = BeckRS 2012, 15693; Reinert/Kümper ebd.
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Rechtsprechung
   BSG - B 2 U 10/24 R   

Anhängiges Verfahren
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Verhandlungstermin

  • 20.10.2026

Sonstiges (2)

  • Bundessozialgericht (Verfahrensmitteilung)

    Verwirklicht sich eine besondere Betriebsgefahr beziehungsweise besteht ein innerer Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit, wenn Versicherte verunfallen, nachdem sie ihren unmittelbaren Arbeitsplatz für eine Erholungspause verlassen haben und auf ungesichertem ...

  • Bundessozialgericht (Terminmitteilung)

    B. GmbH ./. Verwaltungs-Berufsgenossenschaft

    Unfallversicherung - Arbeitsunfall - Arbeitspause - betriebliche Tätigkeit - eigenwirtschaftliche Tätigkeit

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Verfahrensgang

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Rechtsprechung
   BSG, 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH   

Zitiervorschläge
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BSG, 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH (https://dejure.org/2025,7667)
BSG, Entscheidung vom 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH (https://dejure.org/2025,7667)
BSG, Entscheidung vom 13. Februar 2025 - B 2 U 10/24 BH (https://dejure.org/2025,7667)
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Volltextveröffentlichungen (2)

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (4)

  • BSG, 14.06.2018 - B 5 RE 2/17 BH
    Auszug aus BSG, 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH
    Ein Prozesskostenhilfeverfahren wird von der durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gemäß § 240 Satz 1 ZPO eingetretenen Unterbrechung des Hauptsacheverfahrens dagegen nicht erfasst (BSG Beschluss vom 14.6.2018 - B 5 RE 2/17 BH - juris RdNr 1 mwN; BGH Beschluss vom 18.7.2023 - VIII ZA 6/23 - juris RdNr 14 mwN).

    Ist dem Kläger somit - worauf der Senat ihn hingewiesen hat - von der Insolvenzverwalterin eine Freigabe des Rechtsstreits in der Hauptsache nicht erteilt worden, könnte der Kläger seine Interessen im angestrebten Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht selbst verfolgen, weil ihm dort die Prozessführungsbefugnis fehlt (§ 80 InsO - vgl BSG Beschluss vom 14.6.2018 - B 5 RE 2/17 BH - juris RdNr 2).

  • BGH, 04.05.2006 - IX ZA 26/04

    Unterbrechung des Rechtsstreits durch Bestellung eines vorläufigen …

    Auszug aus BSG, 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH
    Denn mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen hat der Kläger die Befugnis verloren, den Rechtsstreit in der Hauptsache fortzuführen (§ 80 Abs. 1 InsO - vgl BGH Beschluss vom 4.5.2006 - IX ZA 26/04 - juris RdNr 2).
  • BVerwG, 07.06.2018 - 6 B 1.18

    Bewilligung; Erstattungsanspruch; Insolvenz; Insolvenzeröffnung; Insolvenzmasse; …

    Auszug aus BSG, 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH
    Zwar wäre ein Verfahren der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des LSG Rheinland-Pfalz nach § 202 Satz 1 SGG iVm § 240 Satz 1 ZPO unterbrochen, weil sich der Kläger in der Hauptsache gegen die Rücknahme einer Leistungsbewilligung und die Geltendmachung einer Erstattungsforderung durch die Beklagte (Bescheid vom 5.4.2016, Widerspruchsbescheid vom 31.8.2016, Bescheid vom 15.12.2016) wendet und damit - zumal er darüber hinaus auch noch die Verurteilung zur Zahlung weiterer Leistungen begehrt hat - die Insolvenzmasse betroffen ist (vgl BVerwG Beschluss vom 7.6.2018 - 6 B 1/18 - juris RdNr 12 ff).
  • BGH, 18.07.2023 - VIII ZA 6/23

    Einstweilige Anordnung der Einstellung der Zwangsvollstreckung aus vorläufig …

    Auszug aus BSG, 13.02.2025 - B 2 U 10/24 BH
    Ein Prozesskostenhilfeverfahren wird von der durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gemäß § 240 Satz 1 ZPO eingetretenen Unterbrechung des Hauptsacheverfahrens dagegen nicht erfasst (BSG Beschluss vom 14.6.2018 - B 5 RE 2/17 BH - juris RdNr 1 mwN; BGH Beschluss vom 18.7.2023 - VIII ZA 6/23 - juris RdNr 14 mwN).
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Rechtsprechung
   BSG, 28.05.2024 - B 2 U 10/24 AR   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,35089
BSG, 28.05.2024 - B 2 U 10/24 AR (https://dejure.org/2024,35089)
BSG, Entscheidung vom 28.05.2024 - B 2 U 10/24 AR (https://dejure.org/2024,35089)
BSG, Entscheidung vom 28. Mai 2024 - B 2 U 10/24 AR (https://dejure.org/2024,35089)
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Volltextveröffentlichung

  • rechtsportal.de

    SGG § 160a Abs. 4 S. 1 Hs. 2
    Verwerfung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision als unzulässig

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