Rechtsprechung
| OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
- Justiz Baden-Württemberg
§ 13 BGB, § 14 BGB, § 280 Abs 1 BGB, Art 15 Abs 1 Buchst c VollstrZustÜbk 2007, Art 16 Abs 1 Alt 2 VollstrZustÜbk 2007
Haftung einer schweizer Bank bei fehlerhafter Kapitalanlageberatung: Internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte am Verbrauchergerichtsstand trotz Beratung eines Großunternehmers; Aufklärungspflichtverletzungen im Zusammenhang mit einem Fondsmodell basierend auf sog. ... - IWW
- Wolters Kluwer
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- lto.de (Kurzinformation)
Anlageberatung bei Cum-Ex-Deals: Drogerie-Unternehmer Müller erhält Millionen-Entschädigung
- lto.de (Kurzinformation)
Anlageberatung bei Cum-Ex-Deals: Drogerieunternehmer Müller erhält Schadensersatz in Millionenhöhe
- anwaltonline.com (Kurzinformation)
Anlageberatungsvertrag und Prüfungspflicht der Bank: Plausibilitätsprüfung genügt nicht
- beck-aktuell.de (Kurzinformation)
Sarasin-Bank muss Drogerie-Unternehmer Müller 45 Millionen wegen fehlerhafter Anlageberatung zahlen
- juraforum.de (Kurzinformation)
Hinweispflicht von Bank bei steuerlich fragwürdigen Geldanlagen
Verfahrensgang
- LG Ulm, 31.07.2014 - 4 O 66/13
- OLG Stuttgart, 27.04.2015 - 5 U 120/14
- BGH, 26.07.2016 - XI ZR 223/15
- LG Ulm, 22.05.2017 - 4 O 66/13
- LG Ulm, 11.09.2017 - 4 O 66/13
- OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (48)
- EuGH, 28.07.2016 - C-191/15
Verein für Konsumenteninformation - Vorlage zur Vorabentscheidung - Justizielle …
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Mithin sind bei der Auslegung zur Rom I-VO dieselben Kriterien maßgeblich (…vgl. Staudinger/Magnus, Neubearbeitung 2016, Art. 6 Rom I-VO, Rdnr. 38; allgemein EuGH, Urteil vom 28. Juli 2016, Az.: C-191/15, abgedruckt in NJW 2016, 2727).Rn. 137 (3) Die Rechtswahl scheitert hier nicht (unmittelbar) an Art. 3 Abs. 1 RL 93/13/EWG (so bei EuGH, Urteil vom 28. Juli 2016, Az.: C-191/15, abgedruckt in NJW 2016, 2727, der unschwer von der Geltung der Richtlinie ausgehen konnte; s. a. Pfeiffer, NJW 2017, 913, 918 Roth, IPRax 2017, 449).
Sie ist anwendbar, wenn über Art. 6 Abs. 2 Satz 2 Rom I-VO das deutsche Recht zur Anwendung kommt, und gibt daher nichts für die Frage her, ob Art. 6 Abs. 2 Satz 2 Rom I-VO auf die Rechtswahl überhaupt Anwendung findet (im Ergebnis wohl auch Ferdinand, EWiR 2017, 75; vgl. Roth, IPRax 2017, 449, 456).
Hierzu zählen die Vorschriften der §§ 305 ff. BGB, wenn sie strengere Anforderungen stellen als das gewählte Recht, und zwar auch im Hinblick auf die Rechtswahlklausel selbst (vgl. BGH, Urteil vom 19. Juli 2012, Az.: I ZR 40/11, abgedruckt in IPRax 2013, 557, zu § 307 BGB; Roth, IPRax 2013, 515, 520 f.; LG Hamburg, Urteil vom 2. September 2014, Az.: 327 O 187/14, abgedruckt in IPRax 2015, 348; unergiebig wohl EuGH, Urteil vom 28. Juli 2016, Az.: C-191/15, abgedruckt in NJW 2016, 2727, Rdnr. 59, 66 f, obiter dictum;… a. A. Palandt/Thorn, 7. Auflage 2018, Art. 3 Rom I-VO, Rdnr. 9;… MüKo/Martiny, 7. Auflage 2018, Rom I-VO, Art. 3, Rdnr. 100;… Staudinger/Hausmann, Neubearbeitung 2016, Art. 10 Rom I-VO, Rdnr. 93, 99a MüKo/Spellenberg, 7. Auflage 2018, Rom I-VO, Art. 10, Rdnr. 195; ausführlich: Pfeiffer, IPRax 2015, 320, 322 f.; Mankowski, NJW 2016, 2705;… Staudinger/Staudinger, Neubearbeitung 2016, Vorbem. zu §§ 651a-651m, Rdnr. 133a, 133b mit Fallbeispiel 133d;… für eine Vorlage an den EuGH zur Klärung des Verhältnisses zwischen Rechtswahlfreiheit und Günstigkeitsvergleich sprechen sich Roth, IPRax 2013, 515, Pfeiffer, IPRax 2015, 320, und Staudinger/Staudinger, Neubearbeitung 2016, Vorbem. zu §§ 651a-651m, Rdnr. 133d a. E. aus).
Rn. 145 γ) Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union (vgl. EuGH, Urteil vom 28. Juli 2016, Az.: C-191/15, abgedruckt in NJW 2016, 2727; kritisch z. B. Mankowski, NJW 2016, 2705) ist die Klausel zudem missbräuchlich im Sinne des Art. 3 Abs. 1 RL 93/13/EWG, weil sie dem Verbraucher den Eindruck vermittelt, es sei nur s. Recht anzuwenden, ohne ihn darüber zu unterrichten, dass er nach Art. 6 Abs. 2 S. 2 Rom-I-VO auch den Schutz der zwingenden Bestimmungen des ohne die Klausel anzuwendenden Rechts genießt.
- BGH, 06.07.1993 - XI ZR 12/93
Beratungs- und Prüfungspflichten der Bank bei ausländischen Wertpapieren
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Rn. 148 a) Tritt ein Anlageinteressent an eine Bank oder der Anlageberater einer Bank an einen Kunden heran, um über die Anlage eines Geldbetrages beraten zu werden bzw. zu beraten, wird das darin liegende Angebot zum Abschluss eines Beratungsvertrages stillschweigend durch die Aufnahme des Beratungsgesprächs angenommen (st. Rspr.; vgl. zum Folgenden insgesamt BGH, Urteil vom 28. Mai 2013, Az.: XI ZR 420/10, zit. nach juris; s. a. BGH, Urteil vom 19. März 2013, Az.: XI ZR 431/11, abgedruckt in BGHZ 196, 370; BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126).Rn. 153 Auch sind zwar Inhalt und Umfang der Beratungspflicht unter anderem von dem Wissensstand des Kunden über Anlagegeschäfte der vorgesehenen Art abhängig und ist dabei vor allem zu berücksichtigen, ob es sich um einen erfahrenen Anleger mit einschlägigem Fachwissen handelt (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126).
Das Risiko, dass sich eine aufgrund anleger- und objektgerechter Beratung getroffene Anlageentscheidung im Nachhinein als falsch erweist, trägt der Anleger (vgl. z. B. BGH, Urteil vom 22. März 2011, Az.: XI ZR 33/10, abgedruckt in BGHZ 189, 13; BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126).
Eine Bank, die für ihre Anlageempfehlung das Vertrauen ihres Kunden in Anspruch nimmt und in Bezug auf eine konkrete Anlageentscheidung sich als kompetent geriert, muss sich selbst aktuelle Informationen über das Anlageobjekt verschaffen (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126).
- BGH, 28.05.2013 - XI ZR 420/10
Inanspruchnahme einer vermittelnden Bank auf Rückabwicklung einer Beteiligung an …
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Rn. 148 a) Tritt ein Anlageinteressent an eine Bank oder der Anlageberater einer Bank an einen Kunden heran, um über die Anlage eines Geldbetrages beraten zu werden bzw. zu beraten, wird das darin liegende Angebot zum Abschluss eines Beratungsvertrages stillschweigend durch die Aufnahme des Beratungsgesprächs angenommen (st. Rspr.; vgl. zum Folgenden insgesamt BGH, Urteil vom 28. Mai 2013, Az.: XI ZR 420/10, zit. nach juris; s. a. BGH, Urteil vom 19. März 2013, Az.: XI ZR 431/11, abgedruckt in BGHZ 196, 370; BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126).Rn. 149 Jedoch kann nach den Umständen des Einzelfalls das Zustandekommen eines Beratungsvertrages zu verneinen sein (vgl. BGH, Urteil vom 28. Mai 2013, a. a. O.).
Rn. 154 Ob nach diesen Grundsätzen stillschweigend ein Beratungsvertrag zustande gekommen ist oder nicht, ist eine Frage der Würdigung der konkreten Umstände des Einzelfalls gemäß § 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 28. Mai 2013, Az.: XI ZR 420/10, zit. nach juris).
Rn. 271 (1) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist, wenn ein Anlageberatungsvertrag besteht, die Bank verpflichtet, den Anleger über eine von ihr vereinnahmte Rückvergütung aus offen ausgewiesenen Vertriebsprovisionen ungefragt aufzuklären (vgl. z. B. BGH, Urteil vom 28. Mai 2013, Az.: XI ZR 420/10, zit. nach juris) und - unabhängig von der Rückvergütungshöhe (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009, Az.: XI ZR 510/07, abgedruckt in NJW 2009, 1416) - darauf hinzuweisen, dass und in welcher Höhe sie Rückvergütungen aus Ausgabeaufschlägen und Verwaltungskosten von der Fondsgesellschaft erhält (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 2006, Az.: XI ZR 56/05, abgedruckt in BGHZ 170, 226); da die beratende Bank im Zeitpunkt der Beratung in der Regel weiß, dass und in welchem Umfang sie bei dem empfohlenen Produkt Vertriebsprovisionen erhält, besteht die Offenbarungspflicht schon dann, wenn das Provisionsangebot noch nicht angenommen wurde (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 2013, Az.: XI ZR 204/12, abgedruckt in NJW 2013, 3574; BGH, Urteil vom 19. Juni 1985, Az.: IVa ZR 196/83, abgedruckt in BGHZ 95, 81, zu einem Steuerberater).
- EuGH, 06.12.1994 - C-406/92
Tatry / Maciej Rataj
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Rn. 90 aa) Zwei Rechtsstreitigkeiten, die auf derselben Grundlage (Sachverhalt und Rechtsvorschrift), nämlich demselben Vertragsverhältnis beruhen, betreffen denselben Anspruch, wenn sie auch denselben Gegenstand (Zweck) haben, wofür - unabhängig von der formalen Identität - ihr Kernpunkt entscheidend ist (vgl. EuGH, Urteil vom 8. Dezember 1987, Az.: 144/86, abgedruckt in NJW 1989, 665; EuGH, Urteil vom 6. Dezember 1994, Az.: C-406/92, abgedruckt in EuZW 1995, 309, jeweils zu Art. 21 EuGVÜ; ausdrücklich zum LugÜ jetzt EuGH, Urteil vom 20. Dezember 2017, Az.: C-467/16, abgedruckt in FamRZ 2018, 286; sogenannte "Kernpunkttheorie").Dabei bewirkt der Umstand, dass Anträge im einen Fall negativ, im anderen aber positiv formuliert sind, nicht, dass die beiden Rechtsstreitigkeiten unterschiedliche Gegenstände hätten; eine Klage, die auf Zahlung von Schadensersatz gerichtet ist, betrifft denselben Anspruch wie eine von diesem Beklagten früher erhobene Klage auf Feststellung, dass er für diesen Schaden nicht haftet (EuGH, Urteil vom 6. Dezember 1994, Az.: C-406/92, a. a. O.).
Rn. 93 cc) Nicht ergiebig ist der von der Beklagten angeführte Vergleich mit einer (nur) teilweisen Identität der Parteien, wo eine Aufspaltung des Rechtsstreits erfolgt (vgl. dazu EuGH, Urteil vom 6. Dezember 1994, Az.: C-406/92, abgedruckt in EuZW 1995, 309).
- EuGH, 20.01.2005 - C-464/01
Gruber
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Die Vorschriften sind nur anwendbar, wenn der Zweck des zwischen den Parteien geschlossenen Vertrages nicht in einer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit besteht, sondern der Vertrag ohne Bezug zu und unabhängig von einer solchen geschlossen wurde (vgl. EuGH, Urteil vom 3. Juli 1997, Az.: C-269/95, abgedruckt in WM 1997, 1549; EuGH, Urteil vom 20. Januar 2005, Az.: C-464/01, abgedruckt in NJW 2005, 653 jeweils zu Art. 13 und 14 EuGVÜ).Maßgeblich sind Inhalt, Art und Zweck des Vertrages sowie die objektiven Umstände bei Vertragsschluss (vgl. EuGH, Urteil vom 20. Januar 2005, Az.: C-464/01, abgedruckt in NJW 2005, 653, zu Art. 13 und 14 EuGVÜ und zur Frage einer untergeordneten Bedeutung des beruflich-gewerblichen Zwecks bei einem doppelten Zweck dienenden Verträgen).
- BGH, 07.10.2008 - XI ZR 89/07
Banken müssen Anleger auf deutliche Kritik in Fachpublikationen hinweisen
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Rn. 194 Eine Bank ist verpflichtet, eine Anlage mit banküblichem kritischen Sachverstand zu prüfen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 2008, Az.: XI ZR 89/07, abgedruckt in NJW 2008, 3700).Eine unterlassene Prüfung der empfohlenen Kapitalanlage kann im Hinblick auf den Schutzzweck der Prüfungs- und Offenbarungspflicht nur dann zur Haftung der Bank führen, wenn bei dieser Prüfung ein Risiko erkennbar geworden wäre, über das der Anleger hätte aufgeklärt werden müssen, oder wenn erkennbar geworden wäre, dass eine Empfehlung der Kapitalanlage nicht anleger- und/oder objektgerecht ist (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 2008, Az.: XI ZR 89/07, abgedruckt in BGHZ 178, 149; s. a. BGH, Urteil vom 30. März 2017, Az.: III ZR 139/15, abgedruckt in WM 2017, 800, zum Anlagevermittler).
- BGH, 19.03.2013 - XI ZR 431/11
Haftung einer Direktbank bei Zwischenschaltung eines anderen anlageberatenden …
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Rn. 148 a) Tritt ein Anlageinteressent an eine Bank oder der Anlageberater einer Bank an einen Kunden heran, um über die Anlage eines Geldbetrages beraten zu werden bzw. zu beraten, wird das darin liegende Angebot zum Abschluss eines Beratungsvertrages stillschweigend durch die Aufnahme des Beratungsgesprächs angenommen (st. Rspr.; vgl. zum Folgenden insgesamt BGH, Urteil vom 28. Mai 2013, Az.: XI ZR 420/10, zit. nach juris; s. a. BGH, Urteil vom 19. März 2013, Az.: XI ZR 431/11, abgedruckt in BGHZ 196, 370; BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126).Ein stillschweigend geschlossener Beratungsvertrag kommt nicht in Betracht, wenn die Bank bereits bei Aufnahme der Geschäftsbeziehung erklärt, sich nur an gut informierte und erfahrene Anleger zu wenden und zur Aufklärung nur durch Übersendung von Informationsbroschüren, nicht aber durch individuelle Hinweise bereit zu sein; ein Anleger, der der Bank in Kenntnis dessen ohne ein Aufklärungsbegehren eine gezielte Order erteilt, erklärt damit konkludent, dass er weitere Informationen durch die Bank nicht benötige, also nicht aufklärungsbedürftig sei (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2013, Az.: XI ZR 431/11, abgedruckt in BGHZ 196, 370, zu einer allein im sogenannten "Execution only"-Geschäft tätigen Direktbank, die auch nicht entgegen ihrem Marktauftritt tatsächlich beraten hat).
- BGH, 26.07.2016 - XI ZR 223/15
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Rn. 29 Der Bundesgerichtshof wies die gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde mit Beschluss vom 26. Juli 2016 zurück (XI ZR 223/15, Bl. 98).Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens wurden der Beklagten auferlegt (Bl. 1472, 1494), die Kosten der Beschwerde dem Kläger (Bl. 1811) und die Kosten der Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten (XI ZR 223/15, Bl. 98R).
- BGH, 08.05.2012 - XI ZR 262/10
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Beweislastumkehr bei …
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Hierbei handelt es sich um eine zur Beweislastumkehr führende widerlegliche Vermutung (st. Rspr., vgl. z. B. BGH, Urteil vom 8. Mai 2012, Az.: XI ZR 262/10, abgedruckt in BGHZ 193, 159). - BGH, 22.03.2011 - XI ZR 33/10
Zu Beratungspflichten einer Bank bei Abschluss eines Zinssatz-Swap-Vertrages
Auszug aus OLG Stuttgart, 14.09.2018 - 5 U 98/17
Das Risiko, dass sich eine aufgrund anleger- und objektgerechter Beratung getroffene Anlageentscheidung im Nachhinein als falsch erweist, trägt der Anleger (vgl. z. B. BGH, Urteil vom 22. März 2011, Az.: XI ZR 33/10, abgedruckt in BGHZ 189, 13; BGH, Urteil vom 6. Juli 1993, Az.: XI ZR 12/93, abgedruckt in BGHZ 123, 126). - BGH, 19.12.2006 - XI ZR 56/05
Aufklärungspflichten einer Bank hinsichtlich Rückvergütungen aus …
- BGH, 19.10.2017 - III ZR 565/16
Haftung aus Kapitalanlageberatung bzw. Kapitalanlagevermittlung: …
- BGH, 03.06.2014 - XI ZR 147/12
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Stichtagsregelung hinsichtlich der …
- FG Hessen, 10.02.2016 - 4 K 1684/14
Cum-ex-Geschäfte
- FG Hessen, 10.03.2017 - 4 K 977/14
Anrechnung von Kapitalertragsteuer bei cum-/ex-Aktiengeschäften
- BGH, 05.07.2016 - XI ZR 254/15
Finanzierte Fondsbeteiligung: Nebeneinander bestehende Ansprüche auf …
- BGH, 27.09.2011 - XI ZR 182/10
Zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
- BGH, 19.07.2012 - I ZR 40/11
Pharmazeutische Beratung über Call-Center
- BGH, 08.03.2005 - XI ZR 170/04
Zur Verjährung von deliktsrechtlichen Schadenersatzansprüchen beim Erweb von …
- BGH, 14.12.2011 - IV ZR 34/11
Invaliditätsleistung in der privaten Unfallversicherung: Bemessung bei …
- BGH, 20.01.2009 - XI ZR 510/07
Kick-Back Rechtsprechung gilt auch bei geschlossenen Fonds - "CFB-Medienfonds …
- BGH, 14.07.2009 - XI ZR 152/08
Informationspflichten der Bank zum Umfang der Einlagensicherung von Kundengeldern
- BGH, 11.05.2006 - III ZR 205/05
Darlegungs- und Beweislast bei Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen eines …
- BGH, 30.03.2017 - III ZR 139/15
Haftung bei Kapitalanlagevermittlung: Pflicht eines Anlagevermittlers zur Prüfung …
- EuGH, 03.07.1997 - C-269/95
Benincasa
- FG Hessen, 08.10.2012 - 4 V 1661/11
Rückforderung angerechneter Kapitalertragsteuer nach Widerruf der …
- BGH, 24.03.2015 - XI ZR 278/14
Aufklärungs- oder Beratungspflichtverletzung eines …
- BGH, 24.09.2013 - XI ZR 204/12
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung und Tätigkeit als Kaufkommissionärin: …
- OLG Stuttgart, 27.04.2015 - 5 U 120/14
Internationale Zuständigkeit bei Inanspruchnahme einer schweizer Bank durch einen …
- BFH, 27.10.2009 - VII R 51/08
Ablauf der Zahlungsverjährungsfrist nach Steuerfestsetzung - Ermessen bei der …
- BVerfG, 02.03.2017 - 2 BvR 1163/13
Nichtannahmebeschluss mit Tenorbegründung: Durchsuchungs- und …
- BVerfG, 02.02.2017 - 2 BvR 787/16
Nichtannahmebeschluss: Zur Erstreckung der Preisbindung für Arzneimittel auf im …
- BGH, 19.05.1998 - XI ZR 216/97
Verbindlichkeit von Börsentermingeschäften; Erlangung der …
- BVerfG, 03.03.2014 - 1 BvR 2083/11
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Anspruchs auf den gesetzlichen …
- BGH, 14.05.1996 - XI ZR 188/95
Hinweispflicht der Vermittler von Termindirektgeschäften auf Folgen hoher …
- LG Hamburg, 02.09.2014 - 327 O 187/14
Allgemeine Geschäftsbedingungen eines ausländischen Online-Bezahldienstes: …
- FG Düsseldorf, 12.12.2016 - 6 K 1544/11
Kein wirtschaftliches Eigentum des Leerkäufers an Dividendenpapieren im Rahmen …
- BGH, 30.11.1989 - IX ZR 249/88
Voraussetzungen der Verurteilung des Bürgen dem Grunde nach; Grundurteil auf …
- BGH, 26.06.2012 - XI ZR 355/11
Bankenhaftung bei Anlageberatung: Aufklärungspflichten bei dem Verkauf von …
- BGH, 19.06.1985 - IVa ZR 196/83
Maklerprovision für Steuerberater
- BGH, 12.03.1996 - XI ZR 232/95
Stillschweigender Abschluß eines Beratungsvertrages bei gezieltem Auftrag zum …
- BFH, 24.08.2011 - I R 85/10
Freistellungsbescheinigung und Erstattung von Steuerabzugsbeträgen
- OLG Brandenburg, 27.04.2016 - 4 U 11/14
Bankenhaftung bei Anlageberatung: Pflicht zur Aufklärung über den Erhalt einer …
- OLG Frankfurt, 19.02.2014 - 9 U 48/12
Haftung der Bank wegen fehlerhafter Anlageberatung (Unterscheidung Innenprovision …
- EuGH, 09.12.2003 - C-116/02
Gasser - "Brüsseler Übereinkommen - Artikel 21 - Rechtshängigkeit - Artikel 17 - …
- EuGH, 08.12.1987 - 144/86
Gubisch Maschinenfabrik / Palumbo
- EuGH, 20.12.2017 - C-467/16
Bei einem obligatorisch durchzuführenden Schlichtungsverfahren stellt eine …
- AG Köln, 08.10.2019 - 503 Gs 1630/19
- BGH, 15.05.2024 - VIII ZR 226/22
Widerrufsrecht eines in Deutschland wohnhaften Verbrauchers bei Abschluss von …
Die Auslegung des auch an dieser Stelle maßgeblichen Kriteriums, dass die Beklagte ihre Tätigkeit auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ausgerichtet hat, orientiert sich nach dem Erwägungsgrund 24 der Verordnung, welcher das allgemeine Kohärenzgebot des Erwägungsgrundes 7 der Verordnung konkretisiert, an dem Begriffsverständnis des Art. 15 Brüssel I-VO (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 14. September 2018 - 5 U 98/17, juris Rn. 124 f.; Staudinger/Magnus, BGB, Neubearb. - OLG Hamm, 29.06.2021 - 34 U 128/20
Widerruf und Anfechtung eines Baumkaufvertrages Schadensersatz aus einem …
Grundsätzlich gilt, dass die Inhaltskontrolle jedenfalls bei Verbraucherverträgen sich nach deutschem Recht richtet (vgl. OLG Stuttgart Urt. v. 14.9.2018 - 5 U 98/17, BeckRS 2018, 21723 Rn. 125, beck-online). - OLG Hamm, 01.10.2019 - 34 U 175/18 Rn. 72 Insofern liegt der Sachverhalt hier anders als der den Entscheidungen des OLG Stuttgart zugrundeliegende Sachverhalt (Urteil vom 27.04.2015, 5 U 120/14, Tz. 10, 48ff.; Urteil vom 14.09.2018, 5 U 98/17, Tz. 2, 101ff., - juris -).
- OLG Frankfurt, 29.04.2019 - 23 U 117/18
Aufklärungs- und Beratungspflichten bei Erwerb von Anteilen an geschlossenem …
Tritt etwa ein Kunde mit gezielten Aufträgen zum Erwerb eines bestimmten, von ihm zuvor ausgesuchten Produkts an eine Bank heran, darf sie im Allgemeinen davon ausgehen, dass eine besondere Beratung weder gewünscht wird noch erforderlich ist (vgl. zuletzt OLG Stuttgart, EWiR 2018, 707, Rdnr. 137 m.w.N.). - OLG Köln, 12.10.2022 - 11 U 19/22 Rn. 65 Dies entspricht der h.M. in Rspr. und Lehre, der sich der Senat anschließt (vgl. OLG Hamm…, Beschluss vom 2. Oktober 2008 - 19 W 21/08 -, juris, Rdn. 19; OLG Stuttgart, Urteil vom 14. September 2018 - 5 U 98/17 -, juris;… Geimer in: Zöller, Zivilprozessordnung, 34. Aufl. 2022, Artikel 36 (Artikel 33 LugÜ) EUGVVO Rdn. 18;… Geimer in: Geimer/ Schütze, Europäisches Zivilverfahrensrecht, 4. Auflage 2020, Art. 36 EuGVVO Rdn. 18 und Rdn. 59;… Gottwald in: Münchener Kommentar zur ZPO, 6. Auflage 2022, Brüssel Ia-VO Art. 2 [Begriffsbestimmungen] Rn. 18;… Stadler in: Musielak/Voit, ZPO, 19. Auflage 2022, Art. 2 EuGVVO Rn. 2;… Kreuzer/Wagner/Häcker in: Dauses/Ludwigs, Handbuch des EU-Wirtschaftsrechts, Werkstand: 55. EL Januar 2022, Q. IV. Anerkennung Rn. 7;… Hausmann in: Hausmann, Internationales und Europäisches Familienrecht, 2. Auflage 2018, EuGVVO Art. 2 Rn. 400;… Heinrich Dörner in: Saenger, Zivilprozessordnung, 9. Auflage 2021, EuGVVO Art. 2 Rn. 2;… Leible in: Rauscher, Europäisches Zivilprozess- und Kollisionsrecht, 5. Auflage 2022, Art. 2 EuGVVO Rdn. 9;… E. Peiffer/M. Peifferin: Geimer/Schütze, Internationaler Rechtsverkehr in Zivil- und Handelssachen, Werkstand: 63. EL Oktober 2021, Art. 2 VO (EG) 1215/2012 Art. 2 [Begriffsbestimmungen] Rn. 20 ff.).
- OLG Stuttgart, 01.07.2019 - 9 U 270/18
Bankenhaftung bei Anlageberatung: Aufklärungspflichten im Zusammenhang mit einem …
In einem solchen Fall darf die Bank davon ausgehen, dass eine besondere Beratung weder gewünscht wird noch erforderlich ist (BGH…, Urteil vom 19.05.1998 - XI ZR 216/97, BGHZ 139, 36 [Rn. 13];… Urteil vom 28.05.2013 - XI ZR 420/10, Rn. 13, juris) und kann der Kunde die Bank nach Treu und Glauben auch nicht wegen Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten in Anspruch nehmen (…Grüneberg, Die Bankenhaftung bei Kapitalanlagen [2017], Rn. 40; vgl. dazu BGH…, Urteil vom 14.05.1996 - XI ZR 188/95, Rn. 25, juris; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.09.2018 - 5 U 98/17 , Rn. 150 , juris). - LG Bochum, 10.12.2025 - 5 O 61/25 Die Auslegung des auch an dieser Stelle maßgeblichen Kriteriums, dass die Beklagte ihre Tätigkeit auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ausgerichtet hat, orientiert sich nach dem Erwägungsgrund 24 Verordnung, welcher das allgemeine Kohärenzgebot des Erwägungsgrundes 7 Verordnung konkretisiert, an dem Begriffsverständnis des Art. 15 Brüssel I-VO (vgl. OLG Stuttgart 14.9.2018 - 5 U 98/17, BeckRS 2018, 21723 Rn. 124 f.;… Staudinger/Magnus BGB, 2021, ROM I Art. 6 Rn. 37;… Erman/Stürner BGB, 17. Aufl., Art. 6 EGV 593/2008 Rn. 27;… jurisPK-BGB/Limbach, 1.7.2023, Rom I-VO Art. 6 Rn. 49;… Hüßtege/Mansel/Leible BGB Rom-Verordnungen - EuErbVO - HUP, 3. Aufl., Rom I-VO Art. 6 Rn. 53), welcher seinerseits Art. 15 LugÜ II entspricht.
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Rechtsprechung
| OLG Celle, 22.02.2018 - 5 U 98/17 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
- rechtsportal.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Keine Kürzung des Pauschalpreises in der "Leistungskette"!
- juris (Volltext/Leitsatz)
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Pauschal bleibt in der "Leistungskette" pauschal! (IBR 2020, 8)
Verfahrensgang
- LG Hannover, 17.07.2017 - 12 O 10/15
- OLG Celle, 22.02.2018 - 5 U 98/17
- BGH, 07.08.2019 - VII ZR 56/18
- BGH, 08.08.2019 - VII ZR 56/18
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (2)
- BGH, 30.06.2011 - VII ZR 13/10
Auslegung eines VOB-Vertrages: Detaillierte Angaben im Leistungsverzeichnis als …
Auszug aus OLG Celle, 22.02.2018 - 5 U 98/17
a) Mit der Regelung sollen die früher gemäß § 242 BGB von der Rechtsprechung entwickelten und nunmehr in § 313 BGB verankerten Grundsätze über den Wegfall der Geschäftsgrundlage herangezogen werden ( BGH, Urteil vom 30. Juni 2011 - VII ZR 13/10 -, BGHZ 190, 212-226 m.w.N.). - BGH, 28.06.2007 - VII ZR 8/06
Rechtsmißbräuchlichkeit der Geltendmachung von Mängeln durch den Unternehmer …
Auszug aus OLG Celle, 22.02.2018 - 5 U 98/17
Die Situation ist hier vergleichbar mit derjenigen, in der der Generalunternehmer keinen Gewährleistungsansprüchen des Haupt-Auftraggebers (mehr) ausgesetzt ist und dann seinerseits keine Gewährleistungsansprüche mehr gegen den Nachunternehmer geltend machen kann ("Vorteilsausgleichung", vergleiche BGH, Urteil vom 28. Juni 2007 - VII ZR 8/06 -, juris).
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