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Weitere Entscheidung unten: KG, 03.06.2025

Rechtsprechung
   OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2024,36974
OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24 (https://dejure.org/2024,36974)
OLG Hamm, Entscheidung vom 05.11.2024 - 7 U 83/24 (https://dejure.org/2024,36974)
OLG Hamm, Entscheidung vom 05. November 2024 - 7 U 83/24 (https://dejure.org/2024,36974)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Auch nach BGH-Urteil für Facebook-Scraping u.U. kein DSGVO-Schadensersatz

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (5)Zitiert selbst (23)

  • BGH, 18.11.2024 - VI ZR 10/24

    Ansprüche im Zusammenhang mit einem Datenschutzvorfall beim sozialen Netzwerk …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Weder muss eine konkrete missbräuchliche Verwendung dieser Daten zum Nachteil des Betroffenen erfolgt sein noch bedarf es sonstiger zusätzlicher spürbarer negativer Folgen (im Anschluss an BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, GRUR-RS 2024, 31967;… unter Aufgabe von OLG Hamm Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505;… OLG Hamm Urt. v. 21.6.2024 - 7 U 154/23, GRUR-RS 2024, 16856).

    Lassen sich Kontrollverlust und sonstige Beeinträchtigung als immaterielle Schäden sowie materielle Schäden im Einzelfall - wie hier - nicht feststellen, bleibt die Feststellungsklage im Hinblick auf die nur theoretische Möglichkeit des Eintritts eines zukünftigen materiellen oder immateriellen Schadens unzulässig (…in Festhaltung an OLG Hamm Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505; zur rein theoretischen Natur für den Fall fehlenden Kontrollverlustes auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 49 a. E.).

    Danach hat jede Person, der wegen eines Verstoßes gegen diese Verordnung oder auch nur - worauf es im vorliegenden Fall nicht ankommt, da dies im Hinblick auf die feststellbaren kausalen Verstöße gegen die DSGVO der Fall ist - wegen Verarbeitung personenbezogener Daten unter Verstoß gegen die Verordnung (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 23 f. m. w. N.) ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist, Anspruch auf Schadensersatz gegen den Verantwortlichen oder gegen den Auftragsverarbeiter.

    Rn. 34 (1) Die Datenschutzgrundverordnung ist - mit Blick auf die vom Senat im Folgenden festgestellten Verstöße - in räumlicher, zeitlicher und sachlicher Hinsicht auf den streitgegenständlichen Scraping-Vorfall anwendbar (…vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 60-83; siehe auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 19 f.)..

    Zwar liegt die Beweislast für die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Anspruchsgrundlage grundsätzlich beim Anspruchsteller; allein dies besagt die von der Beklagten zitierte Entscheidung des Gerichtshofs (…EuGH Urt. v. 21.12.2023 - C-667/21, GRUR-RS 2023, 36822 Rn. 99; so jetzt auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 21 m. w. N.).

    Wegen der Einzelheiten wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Senatsurteil vom 15.8.2023 Bezug genommen (…Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 92-126 m. w. N.;… EuGH Urt. v. 11.7.2024, - C-757/22, GRUR-RS 2024, 16262 Rn. 59 f.; siehe dazu auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 43 f., 91). Soweit sich die Beklagte auf Art. 6 Abs. 1 UnterAbs.

    1 lit. b DSGVO beruft, trifft dies aus den Gründen des Senatsurteils vom 15.8.2023 (…Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 94-103; so auch obiter BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 91) nicht zu.

    Rn. 38 (b) Zudem hat die Beklagte - vom Bundesgerichtshof nur revisionsrechtlich unterstellt (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 22) - gegen Art. 5 Abs. 1 lit. b, Art. 25 Abs. 2 DSGVO verstoßen, indem sie datenunfreundliche Voreinstellungen vorgegeben hat oder - im Falle eines Beitritts der Klägerin vor dem 25.05.2018, dem Geltungsbeginn der Datenschutzgrundverordnung (Art. 99 Abs. 2 DSGVO) - nicht sichergestellt hat, dass unfreundliche Voreinstellungen zu diesem Datum unter Abkehr vom "Opt-Out"-System geändert wurden.

    Der Senat hält insofern an seiner Bewertung aus dem Senatsurteil vom 15.08.2023 fest (…Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 127 f.; so auch obiter BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 87-90 m. w. N.).

    Rn. 39 (c) Zudem ist - vom Bundesgerichtshof nur revisionsrechtlich unterstellt (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 22) - von einem Verstoß der Beklagten gegen Art. 5 Abs. 1 lit. f, Art. 32 DSGVO auszugehen, da die Beklagte weder substantiiert dargelegt noch bewiesen hat, die angemessenen Sicherheitsvorkehrungen - insbesondere gegen das sog. Scraping - eingehalten zu haben.

    Rn. 41 Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs muss ein Schaden neben den Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung treten, um einen Anspruch auf Schadensersatz auszulösen; der immaterielle Schaden besteht nicht schon in der Verletzung der Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung (vgl. nur zuletzt EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-182/22, C-189/22, BeckRS 2024, 13981 Rn. 41 m. w. N sowie entsprechend schon BGH Beschl. v. 12.12.2023 - VI ZR 277/22, BeckRS 2023, 40381 Rn. 5 sowie nunmehr erneut BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 21, 28)..

    Rn. 44 (a) Wie der Bundesgerichtshof nach Verkündung des vorliegenden Urteils entschieden hat, stellt der - selbst kurzzeitige - Verlust der Kontrolle über Daten einen "immateriellen Schaden" im Sinne von Art. 82 Abs. 1 DSGVO dar, ohne dass es sich daraus entwickelnder besonderer Befürchtungen oder Ängste der betroffenen Person bedarf; solche zusätzlichen spürbaren negativen Folgen wären lediglich geeignet, den eingetretenen immateriellen Schaden noch zu vertiefen oder zu vergrößern (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 30 f. m. w. N.).

    Ebensowenig ist erforderlich, dass es im konkreten Einzelfall zu einer missbräuchlichen Verwendung der betreffenden Daten gekommen ist (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 30 m. w. N.). Der Senat schließt sich dieser Auslegung der DSGVO und der Rechtsprechung des EuGH unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung an.

    Rn. 45 (b) Ein Anspruch scheitert im vorliegenden Einzelfall - im Hinblick auf den betroffenen Namen, das Geschlecht und die Mobilfunknummer - daran, dass die Klägerin einen Kontrollverlust - wenn auch pauschal - zwar ausreichend dargelegt (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 41; dazu auch näher sogleich), aber nicht bewiesen hat.

    Folglich muss der potentiell Geschädigte, eben weil ihn die Darlegungslast für durch den Verstoß gegen die DSGVO erlittene negative Folgen trifft (so BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 33, 37), darlegen, dass er die Hoheit über die Daten nicht schon zuvor verloren hatte.

    In solchen Fällen ist der Betroffene gehalten, dazu vorzutragen, wie er im Allgemeinen im privaten, geschäftlichen und/oder beruflichen Umfeld mit diesen Daten vor dem streitgegenständlichen Scraping-Vorfall umgegangen ist (vgl. hierzu BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 34 ff., insbesondere Rn. 39 a. E., und Rn. 41 f.).

    Rn. 52 (2) Auch Befürchtungen der missbräuchlichen Verwendung ihrer Daten seitens der Klägerin, die einen - von der Klägerin zu beweisenden - immateriellen Schaden darstellen können, wenn damit einhergehend negative Folgen vorliegen (…vgl. EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-590/22, BeckRS 2024, 13978 Rn. 32, 35; BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 32 m. w. N.), sind nicht feststellbar.

    Rn. 53 (a) Allerdings genügt - wie der Bundesgerichtshof nach Verkündung des vorliegenden Urteils entschieden hat - die pauschale und in einer Vielzahl von Fällen gleichlautende Behauptung von Angst, Sorge und Unwohlsein wegen Spam-SMS und -Anrufen sowie von aufgewandter Zeit und Mühe in der Auseinandersetzung mit dem Scraping-Vorfall sowie dem Schutz vor künftigem Missbrauch, den prozessualen Darlegungsanforderungen (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 30-42 m. w. N.).

    Rn. 54 (b) Ohnedies hatte der Senat die Klägerin aber auch insoweit persönlich gemäß § 141 ZPO angehört (siehe zur aus Sicht des Senats dann zwingenden Erforderlichkeit, jedenfalls soweit keine anderen Beweismittel zur Verfügung stehen oder positiv ergiebig sind: BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 101) und hat ihre Erklärungen als "Inhalt der Verhandlungen" gemäß § 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO in die richterliche Überzeugungsbildung einbezogen (…vgl. BGH Beschl. v. 25.10.2022 - VI ZR 382/21, BeckRS 2022, 35153 Rn. 13 sowie weitere Angaben oben).

    Rn. 60 Demnach verbleibt in Würdigung der eigenen Angaben der Klägerin die bloße Behauptung einer Befürchtung ohne nachgewiesene negative Folgen, die aber ebenso wenig wie ein rein hypothetisches Risiko der missbräuchlichen Verwendung durch einen unbefugten Dritten einen immateriellen Schaden begründen kann (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 32 m. w. N.)..

    Rn. 62 Zudem ist der Vortrag der Klägerin auch insoweit schon nicht schlüssig, als der Empfang von Spam als solcher - ohne weitere negativen Folgen - bereits keinen immateriellen Schaden darstellt (…vgl. hierzu EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-590/22, BeckRS 2024, 13978 Rn. 34-36; BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 32).

    Rn. 63 Das nachvollziehbare und glaubhafte Ärgern über Spam-Kontakte stellt - wie allgemein Beunruhigung, Ärger, Unmut und Zorn - zwar nach Auffassung des Bundesgerichtshofs aufgrund der Vorgaben des EuGH einen immateriellen Schaden dar (vgl. obiter BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 84 m. w. N.).

    Dies gilt vor allem im Hinblick auf solche immateriellen Schäden, die auf etwaigen Verletzungen der Pflichten der Beklagten aus Art. 15, 17, 33 und 34 DSGVO beruhen könnten (…vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 147-149; siehe auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 26).

    Ein angemessener Anspruch auf Ersatz dieses immateriellen Schadens nach Art. 82 Abs. 1 DSGVO beliefe sich unter Abwägung aller Umstände des Einzelfalls auf 100, 00 EUR (vgl. dies abstrakt für einen reinen Kontrollverlust für angemessen haltend BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 100).

    Rn. 67 Die Bemessung des Schadensersatzes richtet sich entsprechen dem Grundsatz der Verfahrensautonomie nach den innerstaatlichen Vorschriften über den Umfang der finanziellen Entschädigung, in Deutschland also nach § 287 ZPO unter Berücksichtigung mehrerer unionsrechtlicher Einschränkungen insbesondere nach der Ausgleichsfunktion des Art. 82 DSGVO (vgl. ausführlich BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 92-100 m. w. N.;… siehe schon Senat Urt. v. 21.6.2024 - 7 U 154/23, GRUR-RS 2024, 16856 = juris Rn. 55 ff. m. w. N.).

    Rn. 72 c) Ein Anspruch auf Schadensersatz folgt auch nicht aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB (vgl. zum Nutzungsvertrag auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 83 m. w. N., Rn. 50), da es bereits an einem immateriellen Schaden der Klägerin mangelt und insoweit im Rahmen von § 253 Abs. 2 BGB die Erheblichkeits- / Bagatellgrenze für den Ersatz immateriellen Schadens nicht überschritten ist (…vgl. zur Gesundheitsverletzung BGH Urt. v. 6.12.2022 - VI ZR 168/21, r+s 2023, 130 Rn. 18).

    Rn. 73 2. Im Hinblick auf den Klageantrag zu 2 fehlt - anders als im vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall und den dort revisionsrechtlich zu unterstellenden Tatsachen (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 48 f. m. w. N.) - im vorliegenden Einzelfall im Hinblick auf den nicht gegebenen Kontrollverlust und die nicht gegebenen Befürchtungen etc. bereits die - praktische und nicht nur theoretische - Möglichkeit des Eintritts eines zukünftigen materiellen oder immateriellen Schadens (…vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 207-218; siehe zur rein theoretischen Natur für den Fall fehlenden Kontrollverlustes auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 49 a. E.).

    Rn. 76 3. Der Antrag zu 3.a, der anders als in sonstigen gleichgelagerte Fällen nicht darauf gerichtet ist, eine Kontaktimportfunktion ohne die nach dem Stand der Technik möglichen Sicherheitsmaßnahmen zu unterbinden, sondern sich - ohne jede Begründung der Klägerin - auf die People-You-May-Know-Funktion bezieht, ist, wenn nicht schon im Hinblick auf § 890 Abs. 2 ZPO und § 259 ZPO unzulässig (…vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 219-226; die Ausführungen des BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 70 beziehen sich nur auf den Antrag zu 3.b), jedenfalls wegen fehlender Bestimmtheit im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO unzulässig (…Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 228-231; so jetzt auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 51-58).

    Rn. 77 Der Antrag zu 3.b - ebenfalls ohne jede Begründung anders als in sonstigen Fällen - ist, wenn auch nicht im Hinblick auf § 890 Abs. 2 ZPO und § 259 ZPO (vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 70;… so noch Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 238-240), so doch weiterhin im Hinblick auf das fehlende Rechtsschutzbedürfnis unzulässig.

    Soweit sie gleichwohl die Funktion ihrer Suchbarkeit trotz ausreichender Information mangels Änderung der Suchbarkeitseinstellung "alle" weitergenutzt hat, hat sie objektiv betrachtet aktiv unter Berücksichtigung von Erwägungsgrund 62 Satz 1 Var. 1 DSGVO bereits vor Klageerhebung eine Einwilligung erteilt (…vgl. entsprechend bereits Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 236 f.; wozu sich der BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 68 f. nicht verhalten musste).

    Rn. 80 Damit kommt es vorliegend nicht darauf an, wie die Klägerin ohne ihre hier tatsächlich vorliegende Einwilligung selbstständig Abhilfe gegen sämtliche in Anl. B6 "Möglicherweise verwenden wir deine Mobilnummer für diese Zwecke" (eGA I-325) genannten Verwendungsarten der Mobilfunktelefonnummer schaffen kann (vgl. dazu BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 69).

    Rn. 81 4. Der dem Antrag zu 4 zugrundeliegende Auskunftsanspruch ist durch Erfüllung erloschen (§ 362 Abs. 1 BGB;… vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 249-254; so jetzt auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 72-77), konkret durch das Schreiben der Beklagten vom 21.07.2023 (Anlage B16, eGA I-366 ff.).

    Unabhängig davon, dass der Gerichtshof alle entscheidungserheblichen Fragen - wie vorstehend dargestellt und i. Ü. bereits vom Senat entschieden (…vgl. Senat Urt. v. 17.11.2023 - 7 U 71/23, GRUR-RS 2023, 32739 = juris Rn. 7 ff.; so jetzt auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 81 ff.) - hinreichend geklärt hat, besteht nunmehr eine Vorlagepflicht auch insoweit nicht, als mit Blick auf die begrenzte Revisionszulassung der Senat nicht das letzte innerstaatliche Gericht zur Entscheidung des vorliegenden Falls ist.

  • OLG Hamm, 15.08.2023 - 7 U 19/23

    Facebook-Scraping

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Weder muss eine konkrete missbräuchliche Verwendung dieser Daten zum Nachteil des Betroffenen erfolgt sein noch bedarf es sonstiger zusätzlicher spürbarer negativer Folgen (…im Anschluss an BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, GRUR-RS 2024, 31967; unter Aufgabe von OLG Hamm Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505;… OLG Hamm Urt. v. 21.6.2024 - 7 U 154/23, GRUR-RS 2024, 16856).

    Lassen sich Kontrollverlust und sonstige Beeinträchtigung als immaterielle Schäden sowie materielle Schäden im Einzelfall - wie hier - nicht feststellen, bleibt die Feststellungsklage im Hinblick auf die nur theoretische Möglichkeit des Eintritts eines zukünftigen materiellen oder immateriellen Schadens unzulässig (in Festhaltung an OLG Hamm Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505;… zur rein theoretischen Natur für den Fall fehlenden Kontrollverlustes auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 49 a. E.).

    Rn. 7 Wegen der Einzelheiten wird auch auf das Senatsurteil vom 15.08.2023 (Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 3-22), dem insoweit ein identischer Ablauf zugrunde liegt, verwiesen.

    Rn. 33 aa) Die Beklagte hat als Verantwortliche (hierzu Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 82 m. w. N.) in mehrfacher Hinsicht gegen die Datenschutzgrundverordnung verstoßen.

    Rn. 34 (1) Die Datenschutzgrundverordnung ist - mit Blick auf die vom Senat im Folgenden festgestellten Verstöße - in räumlicher, zeitlicher und sachlicher Hinsicht auf den streitgegenständlichen Scraping-Vorfall anwendbar (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 60-83;… siehe auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 19 f.)..

    Art. 5 Abs. 2 DSGVO regelt nach zutreffender Ansicht aber im Rahmen seines Anwendungsbereichs - also bei Verstößen gegen Art. 5 Abs. 1 DSGVO - auch die Beweislast im zivilrechtlichen Verfahren (…EuGH Urt. v. 11.7.2024 - C-757/22, GRUR-RS 2024, 16262 Rn. 52; Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 87 f. m. w. N.).

    Wegen der Einzelheiten wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Senatsurteil vom 15.8.2023 Bezug genommen (Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 92-126 m. w. N.;… EuGH Urt. v. 11.7.2024, - C-757/22, GRUR-RS 2024, 16262 Rn. 59 f.;… siehe dazu auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 43 f., 91). Soweit sich die Beklagte auf Art. 6 Abs. 1 UnterAbs.

    1 lit. b DSGVO beruft, trifft dies aus den Gründen des Senatsurteils vom 15.8.2023 (Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 94-103;… so auch obiter BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 91) nicht zu.

    Der Senat hält insofern an seiner Bewertung aus dem Senatsurteil vom 15.08.2023 fest (Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 127 f.;… so auch obiter BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 87-90 m. w. N.).

    Das im Senatsurteil vom 15.08.2023 hierzu Ausgeführte (Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 129-145) gilt entsprechend.

    Damit geht einher, dass die Beklagte auch einen Verstoß im Rahmen ihrer Datenverarbeitung gegen Art. 5 Abs. 1 lit. b, Art. 25 Abs. 1 DSGVO ("privacy by design") nicht ausgeräumt hat (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 146). Dies ist ihr auch nicht mit der Berufungserwiderung gelungen.

    Die Klägerin hat in ihrer persönlichen Anhörung (Berichterstattervermerk vom 05.11.2024 Seite 1 ff., eGA II-610 ff.) trotz mehrfacher Nachfrage gar nicht geschildert, sich vor Datenmissbrauch zu fürchten, noch Beweisanzeichen (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 164 f. m. w. N.) dargelegt, die auf eine Furcht schließen lassen.

    Den notwendigen Kausalitätsnachweis kann die Klägerin daher mit ihrem diesbezüglichen unter Beweis gestellten Vortrag nicht führen (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 189-200).

    Dies gilt vor allem im Hinblick auf solche immateriellen Schäden, die auf etwaigen Verletzungen der Pflichten der Beklagten aus Art. 15, 17, 33 und 34 DSGVO beruhen könnten (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 147-149;… siehe auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 26).

    Rn. 71 Nach diesen Grundsätzen ist die Zahlung einer Geldentschädigung nicht erforderlich (vgl. auch Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 204).

    Rn. 73 2. Im Hinblick auf den Klageantrag zu 2 fehlt - anders als im vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall und den dort revisionsrechtlich zu unterstellenden Tatsachen (…vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 48 f. m. w. N.) - im vorliegenden Einzelfall im Hinblick auf den nicht gegebenen Kontrollverlust und die nicht gegebenen Befürchtungen etc. bereits die - praktische und nicht nur theoretische - Möglichkeit des Eintritts eines zukünftigen materiellen oder immateriellen Schadens (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 207-218;… siehe zur rein theoretischen Natur für den Fall fehlenden Kontrollverlustes auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 49 a. E.).

    Rn. 76 3. Der Antrag zu 3.a, der anders als in sonstigen gleichgelagerte Fällen nicht darauf gerichtet ist, eine Kontaktimportfunktion ohne die nach dem Stand der Technik möglichen Sicherheitsmaßnahmen zu unterbinden, sondern sich - ohne jede Begründung der Klägerin - auf die People-You-May-Know-Funktion bezieht, ist, wenn nicht schon im Hinblick auf § 890 Abs. 2 ZPO und § 259 ZPO unzulässig (vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 219-226;… die Ausführungen des BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 70 beziehen sich nur auf den Antrag zu 3.b), jedenfalls wegen fehlender Bestimmtheit im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO unzulässig (Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 228-231;… so jetzt auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 51-58).

    Rn. 77 Der Antrag zu 3.b - ebenfalls ohne jede Begründung anders als in sonstigen Fällen - ist, wenn auch nicht im Hinblick auf § 890 Abs. 2 ZPO und § 259 ZPO (…vgl. BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 70; so noch Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 238-240), so doch weiterhin im Hinblick auf das fehlende Rechtsschutzbedürfnis unzulässig.

    Soweit sie gleichwohl die Funktion ihrer Suchbarkeit trotz ausreichender Information mangels Änderung der Suchbarkeitseinstellung "alle" weitergenutzt hat, hat sie objektiv betrachtet aktiv unter Berücksichtigung von Erwägungsgrund 62 Satz 1 Var. 1 DSGVO bereits vor Klageerhebung eine Einwilligung erteilt (vgl. entsprechend bereits Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 236 f.;… wozu sich der BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 68 f. nicht verhalten musste).

    Rn. 81 4. Der dem Antrag zu 4 zugrundeliegende Auskunftsanspruch ist durch Erfüllung erloschen (§ 362 Abs. 1 BGB; vgl. Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 249-254;… so jetzt auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 72-77), konkret durch das Schreiben der Beklagten vom 21.07.2023 (Anlage B16, eGA I-366 ff.).

    Rn. 91 Der Streitwert ist auf 3.000,00 EUR festzusetzen (vgl. insgesamt Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, BeckRS 2023, 22505 = juris Rn. 271 ff. m. w. N.).

  • EuGH, 20.06.2024 - C-590/22

    PS (Adresse erronée) - Vorlage zur Vorabentscheidung - Schutz natürlicher …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Rn. 52 (2) Auch Befürchtungen der missbräuchlichen Verwendung ihrer Daten seitens der Klägerin, die einen - von der Klägerin zu beweisenden - immateriellen Schaden darstellen können, wenn damit einhergehend negative Folgen vorliegen (vgl. EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-590/22, BeckRS 2024, 13978 Rn. 32, 35;… BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 32 m. w. N.), sind nicht feststellbar.

    Rn. 57 Vor dem Hintergrund, dass eine Befürchtung schon nicht vorliegt, erklärt sich auch plausibel, dass die Klägerin - obwohl es erforderlich gewesen wäre (so EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-590/22, BeckRS 2024, 13978 Rn. 36 explizit) - keinerlei Angaben zu negativen Folgen einer vermeintlichen Befürchtung machen konnte.

    Rn. 62 Zudem ist der Vortrag der Klägerin auch insoweit schon nicht schlüssig, als der Empfang von Spam als solcher - ohne weitere negativen Folgen - bereits keinen immateriellen Schaden darstellt (vgl. hierzu EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-590/22, BeckRS 2024, 13978 Rn. 34-36;… BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 32).

  • BGH, 25.10.2022 - VI ZR 382/21

    Gehörsverletzung: Erforderlichkeit einer erneuten Parteianhörung durch das …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Rn. 48 Soweit sich infolgedessen schriftsätzlicher Klage- und Berufungsvortrag zum sensiblen und zurückhaltenden Umgang mit den eigenen Kontaktdaten, namentlich der Telefonnummer, mit den Angaben der Klägerin im Rahmen ihrer persönlichen Anhörung nicht in Einklang bringen lassen, hatte der Senat dies zu würdigen (st. Rspr. BGH Beschl. v. 25.10.2022 - VI ZR 382/21, BeckRS 2022, 35153 Rn. 15;… BGH Urt. v. 17.2.2010 - IV ZR 259/08, VersR 2010, 473 Rn. 17;… BGH Urt. v. 26.2.2009 - I ZR 155/07, BeckRS 2009, 9695 Rn. 8;… BGH Urt. v. 7.2.2006 - VI ZR 20/05, NJW-RR 2006, 672 Rn. 7;… BGH Urt. v. 1.3.1957 - VIII ZR 286/56, BeckRS 1957, 31194675 Ls.). Angesichts der Pauschalität des schriftsätzlichen Vortrags hegt der Senat keinerlei vernünftige Zweifel, dass die persönlichen Angaben der Klägerin zugrundezulegen sind.

    Rn. 54 (b) Ohnedies hatte der Senat die Klägerin aber auch insoweit persönlich gemäß § 141 ZPO angehört (…siehe zur aus Sicht des Senats dann zwingenden Erforderlichkeit, jedenfalls soweit keine anderen Beweismittel zur Verfügung stehen oder positiv ergiebig sind: BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 101) und hat ihre Erklärungen als "Inhalt der Verhandlungen" gemäß § 286 Abs. 1 Satz 1 ZPO in die richterliche Überzeugungsbildung einbezogen (vgl. BGH Beschl. v. 25.10.2022 - VI ZR 382/21, BeckRS 2022, 35153 Rn. 13 sowie weitere Angaben oben).

  • OLG Hamm, 21.06.2024 - 7 U 154/23

    Erfordernis einer konkret individuellen Darlegung der über den Kontrollverlust …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Weder muss eine konkrete missbräuchliche Verwendung dieser Daten zum Nachteil des Betroffenen erfolgt sein noch bedarf es sonstiger zusätzlicher spürbarer negativer Folgen (…im Anschluss an BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, GRUR-RS 2024, 31967;… unter Aufgabe von OLG Hamm Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505; OLG Hamm Urt. v. 21.6.2024 - 7 U 154/23, GRUR-RS 2024, 16856).

    Rn. 67 Die Bemessung des Schadensersatzes richtet sich entsprechen dem Grundsatz der Verfahrensautonomie nach den innerstaatlichen Vorschriften über den Umfang der finanziellen Entschädigung, in Deutschland also nach § 287 ZPO unter Berücksichtigung mehrerer unionsrechtlicher Einschränkungen insbesondere nach der Ausgleichsfunktion des Art. 82 DSGVO (…vgl. ausführlich BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 92-100 m. w. N.; siehe schon Senat Urt. v. 21.6.2024 - 7 U 154/23, GRUR-RS 2024, 16856 = juris Rn. 55 ff. m. w. N.).

  • EuGH, 11.07.2024 - C-757/22

    Meta Platforms Ireland (Action représentative) - Vorlage zur Vorabentscheidung - …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Art. 5 Abs. 2 DSGVO regelt nach zutreffender Ansicht aber im Rahmen seines Anwendungsbereichs - also bei Verstößen gegen Art. 5 Abs. 1 DSGVO - auch die Beweislast im zivilrechtlichen Verfahren (EuGH Urt. v. 11.7.2024 - C-757/22, GRUR-RS 2024, 16262 Rn. 52;… Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 87 f. m. w. N.).

    Wegen der Einzelheiten wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Senatsurteil vom 15.8.2023 Bezug genommen (…Senat Urt. v. 15.8.2023 - 7 U 19/23, GRUR-RS 2023, 22505 = juris Rn. 92-126 m. w. N.; EuGH Urt. v. 11.7.2024, - C-757/22, GRUR-RS 2024, 16262 Rn. 59 f.;… siehe dazu auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 43 f., 91). Soweit sich die Beklagte auf Art. 6 Abs. 1 UnterAbs.

  • BGH, 06.12.2022 - VI ZR 168/21

    Deliktische Haftung: Schockschaden als Gesundheitsverletzung

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Rn. 72 c) Ein Anspruch auf Schadensersatz folgt auch nicht aus § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB (…vgl. zum Nutzungsvertrag auch BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 83 m. w. N., Rn. 50), da es bereits an einem immateriellen Schaden der Klägerin mangelt und insoweit im Rahmen von § 253 Abs. 2 BGB die Erheblichkeits- / Bagatellgrenze für den Ersatz immateriellen Schadens nicht überschritten ist (vgl. zur Gesundheitsverletzung BGH Urt. v. 6.12.2022 - VI ZR 168/21, r+s 2023, 130 Rn. 18).
  • BVerfG, 14.01.2021 - 1 BvR 2853/19

    EuGH muss über Reichweite des immateriellen Schadenersatzanspruchs nach DSGVO …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Rn. 88 2. Der Senat war nach Maßgabe der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (vgl. Beschl. v. 14.1.2021 - 1 BvR 2853/19, NJW 2021, 1005) nicht gehalten, das Verfahren nach § 148 Abs. 1 ZPO auszusetzen und dem Gerichtshof durch Vorlagebeschluss die von der Klägerin formulierten Fragen nach Art. 19 Abs. 3 lit. b EUV, Art. 267 Abs. 3 EUV vorzulegen.
  • EuGH, 20.06.2024 - C-182/22

    Scalable Capital - Vorlage zur Vorabentscheidung - Schutz natürlicher Personen …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Rn. 41 Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs muss ein Schaden neben den Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung treten, um einen Anspruch auf Schadensersatz auszulösen; der immaterielle Schaden besteht nicht schon in der Verletzung der Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung (vgl. nur zuletzt EuGH Urt. v. 20.6.2024 - C-182/22, C-189/22, BeckRS 2024, 13981 Rn. 41 m. w. N sowie entsprechend schon BGH Beschl. v. 12.12.2023 - VI ZR 277/22, BeckRS 2023, 40381 Rn. 5 sowie nunmehr erneut BGH Urt. v. 18.11.2024 - VI ZR 10/24, Rn. 21, 28)..
  • BGH, 12.03.2024 - VI ZR 1370/20

    Datenschutzrechtliche Zulässigkeit der Verwertung einer unzulässigen …

    Auszug aus OLG Hamm, 05.11.2024 - 7 U 83/24
    Die Zubilligung einer Geldentschädigung unter den genannten Voraussetzungen findet ihre sachliche Berechtigung in dem Gedanken, dass das Persönlichkeitsrecht gegenüber schwerwiegenden Beeinträchtigungen anderenfalls ohne ausreichenden Schutz bliebe mit der Folge, dass der Rechtsschutz der Persönlichkeit verkümmern würde (BGH Urt. v. 12.3.2024 - VI ZR 1370/20, BeckRS 2024, 14074 Rn. 70 m. w. N.;… vgl. auch BGH Urt. v. 5.10.2004 - VI ZR 255/03, NJW 2005, 215, 216 m. w. N.).
  • EuGH, 14.12.2023 - C-456/22

    Gemeinde Ummendorf - Vorlage zur Vorabentscheidung - Schutz personenbezogener …

  • BGH, 05.10.2004 - VI ZR 255/03

    Prominentenkinder

  • BGH, 07.02.2006 - VI ZR 20/05

    Haftung der Beteiligten an einem "Rempeltanz"

  • OLG Celle, 04.04.2024 - 5 U 31/23

    Anspruch auf Schadensersatz, Unterlassung, Feststellung und Auskunft gegen die …

  • BGH, 04.06.2024 - VIII ZB 40/23

    Vorliegen einer die Aussetzung des Verfahrens rechtfertigenden Vorgreiflichkeit …

  • BGH, 17.02.2010 - IV ZR 259/08

    Krankentagegeldversicherung: Abhängigkeit der Versicherungsfähigkeit von einer …

  • OLG München, 24.04.2024 - 34 U 2306/23

    Kein immaterieller Schaden durch angeblichen Kontrollverlust hinsichtlich …

  • BGH, 12.12.2023 - VI ZR 277/22

    Datenschutzgrundverordnung: Darlegungs- und Beweislast für datenschutzrechtlichen …

  • OLG Oldenburg, 21.05.2024 - 13 U 100/23

    Anspruch gegen eine Social-Media-Plattform auf Schadensersatz in einem sog. …

  • OLG Hamm, 17.11.2023 - 7 U 71/23

    Annahme eines immateriellen Schadens im Rahmen eines Anspruchs aus Art. 82 DSGVO …

  • BGH, 26.02.2009 - I ZR 155/07

    Rechtsfolgen der Erklärung einer Partei in der mündlichen Anhörung im …

  • BGH, 01.03.1957 - VIII ZR 286/56

    Rechtsmittel

  • EuGH, 21.12.2023 - C-667/21

    Krankenversicherung Nordrhein - Vorlage zur Vorabentscheidung - Schutz …

  • OLG Koblenz, 11.02.2025 - 3 U 145/24

    Scraping - Kontrollverlust über persönliche Daten in einem sozialen Netzwerk …

    Der Annahme eines Kontrollverlusts an einem persönlichen in einem sozialen Netzwerk nicht öffentlich einsehbaren Datum durch einen Scraping-Vorfall steht nicht entgegen, dass der Nutzer dieses Datum schon außerhalb des Netzwerks bestimmten, von ihm bewusst ausgewählten, Empfängern bekannt gemacht hat (anders OLG Hamm, Urteil vom 5. November 2024 - I-7 U 83/24, juris, Rn. 37 für das personenbezogene Datum "Telefonnummer" bei früherem sorglosen Umgang).

    Daher ist auch nicht anzunehmen, dass sie die Kontrolle über das personenbezogene Datum "Telefonnummer" bereits aufgrund früherem sorglosen Umgang verloren hätte (so allerdings OLG Hamm, Urteil vom 05.11.2024, 7 U 83/24, juris, Rn. 37 in dem dort zu entscheidenden Fall).

  • OLG Naumburg, 26.06.2025 - 9 U 88/23

    Anwendungsbereich der Datenschutz-Grundverordnung; Kontrollverlust und Streitwert …

    Daher ist auch nicht anzunehmen, dass sie die Kontrolle über das personenbezogene Datum "Telefonnummer" bereits aufgrund früherem sorglosen Umgang verloren hätte (so allerdings OLG Hamm, Urteil vom 5. November 2024, 7 U 83/24, Rn. 37 juris in dem dort zu entscheidenden Fall).
  • OLG Koblenz, 11.03.2025 - 3 U 950/24

    Bestimmung des Streitwerts für einen Unterlassungsanspruch in einem …

    Daher ist auch nicht anzunehmen, dass er die Kontrolle über das personenbezogene Datum "Telefonnummer" bereits aufgrund früherem sorglosen Umgang verloren hätte (so allerdings OLG Hamm, Urteil vom 05.11.2024, 7 U 83/24, juris, Rn. 37 in dem dort zu entscheidenden Fall).
  • OLG Koblenz, 20.05.2025 - 4 U 779/23
    Rn. 24 Nach den persönlichen Ausführungen des Klägers in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Trier vom 11.04.2023 (Bl. 333 ff. eAkte LG), die der Senat auf Grundlage der ausführlichen Dokumentation im Sitzungsprotokoll selbständig würdigen kann, ohne dass es einer erneuten Anhörung bedarf, bestehen keine Anhaltspunkte, dass er die Kontrolle über das personenbezogene Datum "Telefonnummer" in Verbindung mit seinem Namen bereits aufgrund früherem sorglosen Umgang verloren hätte (so allerdings OLG Hamm, Urteil vom 05.11.2024, 7 U 83/24, juris, Rn. 37 in dem dort zu entscheidenden Fall).
  • OLG Hamm, 06.11.2024 - 7 U 100/24

    Kontrollverlust, immaterieller Schaden

    Ein Ansprüche aus Art. 82 DSGVO rechtfertigender Kontrollverlust (im Anschluss an BGH, Urteil vom 18.11.2024 - VI ZR 10/24, GRUR-RS 2024, 31967; OLG Hamm, Urteil vom 05.11.2024 - 7 U 83/24; OLG Hamm, Urteil vom 05.11.2024 - 7 U 52/24) kann nicht festgestellt werden, wenn bereits nicht vorgetragen wird, welche weiteren konkreten personenbezogenen Daten verloren gegangen sein sollen, und die Kontrolle über die konkret benannten personenbezogenen Daten bereits zuvor verloren gegangen war.
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Rechtsprechung
   KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2025,13223
KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24 (https://dejure.org/2025,13223)
KG, Entscheidung vom 03.06.2025 - 7 U 83/24 (https://dejure.org/2025,13223)
KG, Entscheidung vom 03. Juni 2025 - 7 U 83/24 (https://dejure.org/2025,13223)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Entscheidungsdatenbank Berlin

    § 40 GKG, § 47 Abs 1 GKG, § 45 Abs 1 Nr 3 GKG, § 48 GKG, § 63 Abs 1 GKG
    Bemessung des Berufungsstreitwertes eines Zwischenfeststellungsurteils

  • RA Kotz

    Streitwert der Zwischenfeststellungsklage

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 3
    Feststellungsinteresse der Klagepartei als maßgebend für den Streitwert der berufungsgegenständlichen Zwischenfeststellungsklage i.R.e. sog. freien Auftraggeberkündigung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Berufungsstreitwert bei Zwischenfeststellungsklage im "Kündigungsstreit"?

Verfahrensgang

  • LG Berlin II - 14 O 209/15
  • LG Berlin - 14 O 209/15
  • KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24
 
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (4)

  • BGH, 07.03.2013 - VII ZR 223/11

    Zulässigkeit einer Zwischenfeststellungsklage bei Klage und Widerklage

    Auszug aus KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24
    Rn. 4 1. Vorliegend besteht das vorgreifliche Rechtsverhältnis in der zwischen den Parteien streitigen Rechtsnatur der Kündigung der Beklagten vom 20.03.2014 (vgl. zum vorgreiflichen Rechtsverhältnis bei Kündigungssachverhalten: BGH, Urteil vom 07.03.2013 - VII ZR 223/11 -, Rn. 17, 20, juris).
  • BGH, 26.04.2023 - VIII ZR 125/21

    Pauschale Verzinsung eines materiell-rechtlichen Erstattungsanspruchs für …

    Auszug aus KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24
    Unabhängig davon, dass gegen die materiell-rechtliche Erstattungspflicht Bedenken angebracht sein dürften (vgl. BGH, Urteil vom 26.04.2023 - VIII ZR 125/21 -, Rn. 29, juris), besteht insoweit jedenfalls - worauf es allein für die Bemessung des Streitwertes ankommt - keine Vorgreiflichkeit der mit der berufungsgegenständlichen Zwischenfeststellungsklage zu klärenden Rechtsnatur der Kündigung der Beklagten vom 20.03.2014.
  • OLG Karlsruhe, 22.01.1997 - 13 U 9/95

    Rücktritt vom Erbvertrag bei Nichterfüllung einer vereinbarten Pflegeleistung

    Auszug aus KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24
    Rn. 2 Maßgebend für den Streitwert der berufungsgegenständlichen Zwischenfeststellungsklage ist das Feststellungsinteresse der - vorliegend: berufungsführenden - Klägerin (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.01.1997 - 13 U 9/95 -, Rn. 111, juris).
  • KG, 08.08.2022 - 21 W 11/22

    Streitwert einer Herausgabeklage bezüglich der Gewährleistungsbürgschaftsurkunde

    Auszug aus KG, 03.06.2025 - 7 U 83/24
    Werden - wie vorliegend - die Herausgabe der Bürgschaftsurkunde und die gesicherte Forderung in einem Prozess geltend gemacht, so ist wegen wirtschaftlicher Gleichwertigkeit nach § 45 I 3 GKG ein einheitlicher Streitwert festzusetzen (vgl. KG, Beschluss vom 08.08.2022 - 21 W 11/22 -, Rn. 4 , juris).
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