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Weitere Entscheidungen unten: BFH, 16.10.2007 | BFH, 29.08.2007 | BFH, 16.10.2007

Rechtsprechung
   BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,5695
BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06 (https://dejure.org/2007,5695)
BFH, Entscheidung vom 05.06.2007 - VII R 30/06 (https://dejure.org/2007,5695)
BFH, Entscheidung vom 05. Juni 2007 - VII R 30/06 (https://dejure.org/2007,5695)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Judicialis

    AO § 34; ; AO § ... 35; ; AO § 69; ; InsO § 17; ; InsO § 26 Abs. 1; ; InsO §§ 129 ff.; ; InsO §§ 130 ff.; ; InsO § 130 Abs. 1; ; InsO § 130 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1; ; InsO § 130 Abs. 2; ; InsO § 133 Abs. 1; ; InsO § 142; ; EStG § 41a; ; GmbHG § 64 Abs. 2; ; FGO § 68; ; FGO § 69; ; FGO § 118 Abs. 2; ; BGB § 254; ; BGB § 823; ; BGB § 823 Abs. 2; ; BGB § 826; ; RAO § 109; ; StGB § 266a

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • datenbank.nwb.de

    Keine Berücksichtigung eines hypothetischen Kausalverlaufs bei der haftungsrechtlichen Inanspruchnahme nach § 69 AO

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 69, AO 1977 § 34, EStG § 41a Abs 1, InsO § 130 Abs 1 Nr 1, InsO § 142
    Bargeschäft; Haftung; Insolvenz; Lohnsteuer

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • HFR 2008, 168
 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (27)

  • BFH, 01.08.2000 - VII R 110/99

    GmbH-Geschäftsführer: Haftung für Verspätungszuschlag

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Hinsichtlich der Säumniszuschläge habe das FA unberücksichtigt gelassen, dass für Verspätungs- und Säumniszuschläge auch bei pflichtwidrig verspäteter Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen und unterlassener Abführung der einzubehaltenden Steuerbeträge der Grundsatz der anteiligen Tilgung gelte (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 1. August 2000 VII R 110/99, BFHE 192, 249, BStBl II 2001, 271).

    Nach ständiger Rechtsprechung des BFH besitzt § 69 AO Schadensersatzcharakter (Senatsentscheidungen vom 1. August 2000 VII R 110/99, BFHE 192, 249, BStBl II 2001, 271; vom 5. März 1991 VII R 93/88, BFHE 164, 203, BStBl II 1991, 678; vom 26. Juli 1988 VII R 83/87, BFHE 153, 512, BStBl II 1988, 859; vgl. auch Begründung des Entwurfs für eine Reichsabgabenordnung zu § 83 Abs. 2 bis § 86 RAO, in Verhandlungen der verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung, Bd. 338 Nr. 759).

  • BGH, 07.06.1988 - IX ZR 144/87

    Probleme der Kausalität im Anfechtungsrecht

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Die überwiegende Literatur und die Rechtsprechung gehen davon aus, dass es sich dabei nicht um ein Problem der Kausalität sondern um eine Frage der Schadenszurechnung handelt (Schiemann in Staudinger/Eckpfeiler (2005), BGB, § 249 Rz 93;… MünchKommBGB/Oetker, 5. Aufl., § 249 Rz 201;… Palandt/Heinrichs, Bürgerliches Gesetzbuch, 66. Aufl., Vorbem. zu § 249 Rz 96; BGH-Urteil vom 7. Juni 1988 IX ZR 144/87, BGHZ 104, 355).

    Nach der BGH-Rechtsprechung ist es daher eine für verschiedene Fallgruppen durchaus unterschiedlich zu beantwortende Wertungsfrage, inwieweit hypothetische Kausalverläufe geeignet sind, eine an sich gegebene Haftung zu beeinflussen (BGH-Urteil in BGHZ 104, 355, 360).

  • BGH, 18.04.2005 - II ZR 61/03

    Darlegungs- und Beweislast bei Inanspruchnahme des GmbH-Geschäftsführers wegen …

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Die zur Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen getroffenen Entscheidungen (Urteile vom 18. April 2005 II ZR 61/03, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht --ZIP-- 2005, 1026, Deutsches Steuerrecht 2005, 978, und vom 14. November 2000 VI ZR 149/99, ZIP 2001, 80) betreffen eine mögliche Haftung aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266a des Strafgesetzbuchs und damit einen deliktischen Schadensersatzanspruch.
  • BGH, 14.11.2000 - VI ZR 149/99

    Schaden durch Nichtabführung von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung bei …

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Die zur Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen getroffenen Entscheidungen (Urteile vom 18. April 2005 II ZR 61/03, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht --ZIP-- 2005, 1026, Deutsches Steuerrecht 2005, 978, und vom 14. November 2000 VI ZR 149/99, ZIP 2001, 80) betreffen eine mögliche Haftung aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 266a des Strafgesetzbuchs und damit einen deliktischen Schadensersatzanspruch.
  • BFH, 27.02.2007 - VII R 67/05

    Lohnsteuer - Lohnsteuerabzugsverfahren - Haftung - Haftungsquote - Insolvenz - …

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Zur Vermeidung der haftungsrechtlichen Folgen hätte er innerhalb dieser Frist einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen müssen (vgl. hierzu Senatsurteil vom 27. Februar 2007 VII R 67/05).
  • BFH, 11.08.2005 - VII B 244/04

    Anfechtbarkeit von Lohnsteuerzahlungen in der Insolvenz

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Da die Berücksichtigung einer hypothetischen Anfechtungsmöglichkeit nach § 130 Abs. 1 InsO im Rahmen einer haftungsrechtlichen Inanspruchnahme nach § 69 AO nicht in Betracht kommt, kann es der Senat dahingestellt sein lassen, ob die Abführung von Lohnsteuern in den letzten drei Monaten vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine anfechtbare Rechtshandlung nach § 130 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 InsO darstellt, oder ob ein Bargeschäft nach § 142 InsO vorliegt, so dass eine Anfechtung nur unter den erschwerten Voraussetzungen des § 133 Abs. 1 InsO möglich wäre (vgl. zur Problemstellung Senatsbeschluss vom 11. August 2005 VII B 244/04, BFHE 210, 410, BStBl II 2006, 201, und Kayser, Insolvenzrechtliche Bargeschäfte (§ 142 InsO) bei der Erfüllung gesetzlicher Ansprüche?, ZIP 2007, 49).
  • BFH, 11.05.2000 - VII B 217/99

    Haftung

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Nach der Rechtsprechung des Senats ist ein solches Mitverschulden allenfalls bei der Ermessensausübung zu berücksichtigen (…BFH-Entscheidungen vom 2. November 2001 VII B 75/01, BFH/NV 2002, 310, und vom 11. Mai 2000 VII B 217/99, BFH/NV 2000, 1442, m.w.N.).
  • BFH, 02.11.2001 - VII B 75/01

    Haftungsbescheid - Nichtzulassungsbeschwerde - Zulassungsgründe - …

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Nach der Rechtsprechung des Senats ist ein solches Mitverschulden allenfalls bei der Ermessensausübung zu berücksichtigen (BFH-Entscheidungen vom 2. November 2001 VII B 75/01, BFH/NV 2002, 310, …und vom 11. Mai 2000 VII B 217/99, BFH/NV 2000, 1442, m.w.N.).
  • BGH, 22.01.2004 - IX ZR 39/03

    Anfechtung der Pfändung der Ansprüche des Schuldners gegen ein Kreditinstitut aus …

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs --BGH-- (Urteil vom 22. Januar 2004 IX ZR 39/03, BGHZ 157, 350) wirke sich die Abführung von Lohnsteuer in der Insolvenz des Arbeitgebers regelmäßig gläubigerbenachteiligend aus.
  • BFH, 06.03.2001 - VII R 17/00

    USt; Geschäftsführer-Haftung

    Auszug aus BFH, 05.06.2007 - VII R 30/06
    Der nach der BFH-Rechtsprechung erforderliche Kausalzusammenhang ist nicht mehr gegeben, wenn der Steuerausfall als Vermögensschaden des Fiskus mangels ausreichender Zahlungsmittel und vollstreckbaren Vermögens des Steuerpflichtigen unabhängig davon eingetreten ist, ob Steueranmeldungen fristgerecht eingereicht und die geschuldeten Steuerbeträge innerhalb der gesetzlich hierfür bestimmten Fristen entrichtet worden sind (Senatsurteil vom 6. März 2001 VII R 17/00, BFH/NV 2001, 1100, m.w.N.).
  • BFH, 28.08.2003 - IV R 20/02

    Abgrenzung Betriebsaufgabe/Betriebsverpachtung

  • BFH, 26.07.1988 - VII R 83/87

    Zum Umfang der Geschäftsführerhaftung für Lohnsteuer und Säumniszuschläge

  • BFH, 02.11.2001 - VII B 155/01

    KG: Geschäftsführerhaftung und Sperrwirkung nach § 93 InsO

  • BFH, 05.03.1991 - VII R 93/88

    GmbH - Haftung des Geschäftsführers - Grundsatz der anteiligen Tilgung - …

  • BFH, 23.04.2007 - VII B 92/06

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers: keine Berücksichtigung des hypothetischen …

  • FG Köln, 12.09.2005 - 8 K 5677/01

    Haftung eines faktischen GmbH-Geschäftsführers

  • BFH, 10.11.2004 - XI R 30/04

    Kein Sonderausgabenabzug von Nachforderungszinsen, die auf Hinterziehungszinsen …

  • FG Rheinland-Pfalz, 13.10.2005 - 6 K 2803/04

    Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für innerhalb des Zeitraums von drei …

  • FG Baden-Württemberg, 30.08.2004 - 1 V 49/03

    Keine Haftung bei Anfechtbarkeit durch den Insolvenzverwalter nach § 130 Abs. 1 …

  • FG Köln, 12.09.2005 - 8 K 5395/01

    Haftung eines faktischen GmbH-Geschäftsführers

  • BFH, 21.01.1972 - VI R 187/68

    Haftung des Geschäftsführers einer GmbH & Co. KG nach § 109 AO wegen …

  • FG Düsseldorf, 10.01.2006 - 10 K 4216/02

    Lohnsteuerhaftung; Nichtabführung von Lohnsteuer; Dreimonatszeitraum; …

  • FG Sachsen, 24.05.2005 - 1 K 2361/04

    Geschäftsführerhaftung trotz Schadensersatzpflicht nach § 64 Abs. 2 GmbHG und …

  • FG Saarland, 20.12.2004 - 2 V 385/04

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Lohnsteuerschulden der GmbH; …

  • FG Schleswig-Holstein, 01.12.2005 - 2 K 174/04

    Steuerzahlung als insolvenzrechtlich anfechtbare Handlung

  • FG Baden-Württemberg, 28.07.2004 - 1 V 30/04

    Haftung des Geschäftsführers einer KG für vom FA beigetriebene Lohnsteuerbeträge …

  • FG Münster, 23.06.2004 - 7 K 5031/00

    Haftung des für Steuern zuständigen Schatzmeister-Vorstands eines insolventen …

  • BFH, 11.11.2008 - VII R 19/08

    Haftung des GmbH-Geschäftsführers wegen Nichtabführung von Lohnsteuer - …

    Dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5. Juni 2007 VII R 30/06 (BFH/NV 2008, 1) sei entgegen der Darstellung des Klägers zu entnehmen, dass die Kausalität der pflichtwidrigen Nichtabführung fällig gewordener Steuerbeträge für den Steuerschaden nicht durch nachträglich eingetretene Umstände beseitigt werden könne.

    Der Senat kann offenlassen, ob diese zivilrechtlichen Erwägungen --anders als jene zur Berücksichtigung eines hypothetischen Kausalverlaufs (vgl. Senatsurteile vom 5. Juni 2007 VII R 65/05, BFHE 217, 233, BStBl II 2008, 273; in BFH/NV 2008, 1;… vom 19. September 2007 VII R 39/05, BFH/NV 2008, 18;… vom 4. Dezember 2007 VII R 18/06, BFH/NV 2008, 521) oder zur Anwendung der Mitverschuldensregelung des § 254 des Bürgerlichen Gesetzbuchs --BGB-- (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 11. Mai 2000 VII B 217/99, BFH/NV 2000, 1442;… vom 2. November 2001 VII B 75/01, BFH/NV 2002, 310)-- uneingeschränkt auf die steuerrechtliche Haftung nach § 69 AO übertragen werden können, weil sie auch im Zivilrecht nicht auf das Deliktsrecht beschränkt, sondern für Schadensersatzansprüche aller Art anerkannt sind (…vgl. Palandt/ Heinrichs, Bürgerliches Gesetzbuch, 67. Aufl., Vorbem. v. § 249 Rz 63 f.; zur Steuerberaterhaftung BGH-Urteil vom 18. Januar 2007 IX ZR 122/04, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2007, 701; zur Anwaltshaftung BGH-Urteil in BGHZ 174, 205).

  • FG Hamburg, 17.09.2008 - 8 K 9/08

    Prozessrecht, Finanzgerichtsordnung: Wegfall des Rechtsschutzbedürfnisses

    Im Erörterungstermin vom 27.03.2007 hat das Gericht entsprechend dem Antrag der Beteiligten beschlossen, das Verfahren bis zur Entscheidung des Bundesfinanzhofs im Revisionsverfahren VII R 30/06 ruhen zu lassen.

    Nachdem der Bundesfinanzhof in der Folgezeit sodann mit Urteil vom 05.06.2007 (VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1) entschieden hat, dass, werden fällig gewordene Steuerbeträge pflichtwidrig nicht an das Finanzamt abgeführt, die Kausalität dieser Pflichtverletzung für einen dadurch beim Fiskus entstandenen Vermögensschaden nicht durch nachträglich eingetretene Umstände oder durch die Annahme eines hypothetischen Kausalverlaufs beseitigt werden, und dass die Haftung eines GmbH-Geschäftsführers nicht dadurch entfällt, dass der Steuerausfall unter Annahme einer hypothetischen, auf § 130 Abs. 1 InsO gestützten Anfechtung gedachter Steuerzahlungen durch den Insolvenzverwalter ebenfalls entstanden wäre, ist das Verfahren auf Antrag des beklagten Finanzamtes vom 15.01.2008 unter dem Aktenzeichen 8 K 9/09 fortgeführt worden.

    Mit Verfügung vom 19.03.2008 hat das Gericht dem Kläger bzw. seinem damaligen Prozessbevollmächtigten eine Kopie des Urteils des Bundesfinanzhofs vom 05.06.2007 (VII R 30/06) zugesandt mit der Bitte um Stellungnahme binnen 6 Wochen.

    Der Kläger hat auf die Aufforderung des Gerichts vom 19.03.2008, sich zu dem auch in diesem gerichtlichen Verfahren relevanten Urteil des Bundesfinanzhofs vom 05.06.2007 (VII R 30/06) zu äußern, nicht reagiert.

  • FG Hamburg, 22.04.2008 - 3 K 222/06

    Abgabenordnung: Haftung von Strohmann- und faktischem Geschäftsführer der GmbH

    Eine insolvenzrechtliche Anfechtbarkeit von Zahlungen innerhalb der Dreimonatsfrist gemäß § 130 Abs. 1 Insolvenzordnung (InsO) ist als hypothetischer Kausalverlauf ebenfalls bedeutungslos (…vgl. BFH vom 4. Dezember 2007 VII R 18/06, BFH/NV 2008, 521;… vom 4. Juli 2007 VII B 268/06, BFH/NV 2007, 2059; vom 5. Juni 2007 VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1; VII R 65/05, BFHE 217, 233, BStBl II 2008, 273).
  • FG Münster, 23.06.2017 - 3 K 1537/14

    Der Haftungsbescheid gegen den Geschäftsführer wegen Lohnsteuern und die grobe …

    Der Senat folgt insoweit der Rechtsprechung des BFH, dass hypothetische Kausalverläufe auf die Haftung nach § 69 AO keinen Einfluss haben (vgl. BFH, Urteil vom 05.06.2007 VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1).
  • BFH, 22.04.2009 - VII B 225/08

    Haftung des Sequesters für nicht abgeführte Lohnsteuern - Keine Berücksichtigung …

    Wie der Senat wiederholt entschieden hat, schließen die Funktion und der Schutzzweck des in § 69 AO normierten Haftungstatbestands die Berücksichtigung hypothetischer Kausalverläufe aus, so dass die Haftung nicht dadurch entfällt, dass der Steuerausfall unter Annahme einer hypothetischen, auf § 130 Abs. 1 InsO gestützten Anfechtung gedachter Steuerzahlungen durch den Insolvenzverwalter ebenfalls entstanden wäre (BFH-Entscheidungen vom 5. Juni 2007 VII R 65/05, BFHE 217, 233, BStBl II 2008, 273, und VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1;… vom 4. Juli 2007 VII B 268/06, BFH/NV 2007, 2059;… vom 19. September 2007 VII R 39/05, BFH/NV 2008, 18, …und vom 4. Dezember 2007 VII R 18/06, BFH/NV 2008, 521).
  • FG Baden-Württemberg, 05.02.2008 - 1 K 226/05

    Erhöhte Anforderung an die haftungsbegründende Kausalität bei erfolgter …

    Der Senat sieht sich durch die Rechtsprechung des BFH, nach der eine hypothetische Anfechtbarkeit der Zahlung durch den Insolvenzverwalter bei Haftungsfragen nicht berücksichtigt werden darf (BFH Urteil vom 05.06.2007, VII R 30/06 BFH/NV 2008, 1), bestätigt.
  • FG Münster, 23.06.2017 - 3 K 1539/14
    Der Senat folgt insoweit der Rechtsprechung des BFH, dass hypothetische Kausalverläufe auf die Haftung nach § 69 AO keinen Einfluss haben (vgl. BFH, Urteil vom 05.06.2007 VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1).
  • FG München, 15.12.2008 - 15 K 4118/07

    Geschäftsführerhaftung wegen Lohnsteuer bei geduldetem Überziehungskredit

    Die Frage nach der Zulässigkeit der Berücksichtigung eines solchen hypothetischen Kausalverlaufs hat der BFH mit der Begründung eindeutig verneint, dass die im Zivilrecht für die Kausalität geltenden Grundsätze sowie der zivilrechtliche Schadensersatzbegriff nicht uneingeschränkt auf das Abgabenrecht übertragbar seien (BFH-Urteile jeweils vom 5. Juni 2007 VII R 65/05, BStBl II 2008, 273 und VII R 30/06, BFH/NV 2008, 1 …sowie vom 19. September 2007 VII R 39/05, BFH/NV 2008, 18).
  • FG Berlin-Brandenburg, 09.03.2011 - 9 K 9141/09

    Haftung für Säumniszuschläge zur Lohnsteuer nach Maßgabe der sog. Tilgungsquote

    Allerdings beschränkt sich hier die Haftung des Klägers - entgegen der Ansicht des Beklagten - nach ständiger Rechtsprechung des BFH auf den Betrag, der sich nach dem Grundsatz der anteiligen Tilgung ergibt (…vgl. dazu nur BFH-Urteil vom 1. August 2000 VII R 110/99, Bundessteuerblatt - BStBl - II 2001, 271 sowie Loose, in: Tipke/Kruse, 16. Aufl., § 69 AO Rz. 36;… Jatzke, in: Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 69 AO Rz. 64;… Nacke, Die Haftung für Steuerschulden, 2. Aufl., Rz. 95;… Rüsken, in: Klein, AO, 10. Aufl., § 69 Rz. 15; der Umstand, dass sich der BFH mit diesem Aspekt seiner bisherigen, eigenen Rechtsprechung trotz Entscheidungserheblichkeit in seinem Urteil vom 5. Juni 2007 VII R 30706, BFH/NV 2008, 1 ff. nicht auseinandergesetzt hat, vermag hieran nichts zu ändern, zumal die senatsangehörigen Richter am BFH Jatzke und Rüsken die vorgenannte Rechtsprechung a. a. O. als nach wie vor geltend darstellen).
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Rechtsprechung
   BFH, 16.10.2007 - VIII R 51/06   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,11412
BFH, 16.10.2007 - VIII R 51/06 (https://dejure.org/2007,11412)
BFH, Entscheidung vom 16.10.2007 - VIII R 51/06 (https://dejure.org/2007,11412)
BFH, Entscheidung vom 16. Oktober 2007 - VIII R 51/06 (https://dejure.org/2007,11412)
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Volltextveröffentlichungen (5)

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  • Judicialis

    EStG § 3c Abs. 2; ; FGO § 126 Abs. 2; ; KStG § 8b

  • rechtsportal.de
  • datenbank.nwb.de

    Verfassungsmäßigkeit des Halbabzugsverbots gemäß § 3c Abs. 2 EStG

  • juris (Volltext/Leitsatz)

In Nachschlagewerken

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    EStG § 3c Abs 2, EStG § 3 Nr 40, EStG § 20 Abs 1 Nr 1, EStG § 9 Abs 1 S 3 Nr 1 S 1, GG Art 3 Abs 1
    Halbabzugsverfahren; Halbeinkünfteverfahren; Schuldzinsen; Verfassung; Werbungskosten

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • HFR 2008, 168
 
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Wird zitiert von ... (14)Zitiert selbst (2)

  • BFH, 19.06.2007 - VIII R 69/05

    Hälftiges Abzugsverbot für Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapitaleinkünften ist …

    Auszug aus BFH, 16.10.2007 - VIII R 51/06
    Wie der erkennende Senat mit Urteil vom 19. Juni 2007 VIII R 69/05 (BFH/NV 2007, 2173) entschieden hat, ist das Halbabzugsverbot des § 3c Abs. 2 EStG verfassungsgemäß.

    Hinsichtlich der Begründung im Einzelnen nimmt der Senat auf das genannte Urteil in BFH/NV 2007, 2173 Bezug.

  • FG Baden-Württemberg, 13.07.2006 - 10 K 366/03

    Verfassungsmäßigkeit des Abzugsverbots nach § 3c Abs. 2 EStG

    Auszug aus BFH, 16.10.2007 - VIII R 51/06
    Die dagegen nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage vor dem Finanzgericht (FG) blieb erfolglos (Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 526).
  • BFH, 02.09.2014 - IX R 43/13

    Teilabzugsverbot bei Auflösungsverlust - Verfassungsmäßigkeit des § 3c Abs. 2 …

    Rn. 18 Für Veräußerungsvorgänge i.S. von § 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. c EStG ist der in § 3c Abs. 2 Satz 1, 2. Halbsatz EStG vorgeschriebene Abzug von nur 60 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der übrigen dort genannten Werte vor dem Hintergrund des Teileinkünfteverfahrens und auch des objektiven Nettoprinzips folgerichtig (vgl. BFH-Urteil vom 27. Oktober 2005 IX R 15/05, BFHE 211, 273, BStBl II 2006, 171 zur Einkünfteermittlung gemäß § 23 Abs. 3, § 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. j EStG im Halbeinkünfteverfahren; BFH-Urteil vom 19. Juni 2007 VIII R 69/05, BFHE 218, 251, BStBl II 2008, 551, unter II.2.c zum Halbabzugsverbot; BFH-Urteil vom 16. Oktober 2007 VIII R 51/06, juris; BFH-Beschluss vom 5. Februar 2009 VIII B 59/08, Deutsches Steuerrecht/Entscheidungsdienst 2009, 641).
  • BFH, 18.07.2012 - X R 28/10

    Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens im Rahmen der gesonderten und einheitlichen …

    Rn. 26 5. Obwohl die Kläger wegen § 42 FGO i.V.m. § 351 Abs. 2 AO die von ihnen behauptete Verfassungswidrigkeit des Abzugsverbots des § 3c Abs. 2 EStG nicht im Verfahren gegen die streitgegenständliche Änderung der Einkommensteuerfestsetzung 2004 und 2005 geltend machen können, weist der erkennende Senat darauf hin, dass das Abzugsverbot des § 3c Abs. 2 EStG nach ständiger Rechtsprechung des BFH mit dem Grundgesetz vereinbar ist (BFH-Entscheidungen vom 19. Juni 2007 VIII R 69/05, BFHE 218, 251, BStBl II 2008, 551; vom 16. Oktober 2007 VIII R 51/06, nicht veröffentlicht, juris, und vom 5. Februar 2009 VIII B 59/08, Deutsches Steuerrecht/Entscheidungsdienst 2009, 641; vgl. auch BFH-Urteile vom 20. April 2011 I R 97/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815, …und vom 7. Februar 2012 IX R 1/11, BFH/NV 2012, 937).
  • BFH, 27.03.2013 - I R 14/12

    Stillhalteprämie und Zinsen als Veräußerungskosten - Einkunftserzielungsabsicht …

    Im Streitfall ist die Einkunftserzielungsabsicht des Klägers jedoch auch bezüglich der im Rahmen des Börsengangs nicht veräußerten Aktien zu bejahen; das hälftige Abzugsverbot des § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG 2002 ist deshalb im Einklang mit dem Gesetzeswortlaut auch in Veranlagungszeiträumen zu beachten, in denen noch keine Einnahmen zugeflossen sind (z.B. BFH-Urteil vom 16. Oktober 2007 VIII R 51/06, juris; Oberfinanzdirektion Rheinland, Kurzinformation, Der Betrieb 2010, 1560, 1561).
  • FG Münster, 23.03.2011 - 7 K 2793/07

    Zusammenhang mit hälftig steuerfreien Einnahmen

    Rn. 50 Hintergrund des Halbabzugsverbots gem. § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG, das nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - und des Bundesfinanzhofs - BFH - verfassungskonform ist (BFH-Urteil vom 19.6.2007 VIII R 69/05, Amtliche Sammlung der Entscheidungen des BFH - BFHE - 218, 251, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 2008, 551, hierzu Beschluss des BVerfG vom 9.2.2010 2 BvR 2221/07; BFH-Urteil vom 16.10.2007 VIII R 51/06, juris, hierzu Beschluss des BVerfG vom 9.2.2010 2 BvR 2659/07; BFH-Beschluss vom 5.2.2009 VIII B 59/08, Deutsches Steuerrecht Entscheidungssammlung - DStRE - 2009, 641), ist, dass alle mit den gem. § 3 Nr. 40 EStG nur hälftig besteuerten Bruttoeinnahmen zusammenhängenden Ausgaben ebenfalls nur hälftig steuerlich berücksichtigt werden sollen (…vgl. etwa Heinicke in Schmidt, Kommentar zum EStG, 29. Auflage, § 3c Rz. 25).
  • BFH, 05.02.2009 - VIII B 59/08

    Verfassungsmäßigkeit des Halbabzugsverbots gemäß § 3c Abs. 2 EStG ist geklärt

    Durch die Senatsurteile vom 19. Juni 2007 VIII R 69/05 (BFHE 218, 251, BStBl II 2008, 551) und vom 16. Oktober 2007 VIII R 51/06 ([...]) ist geklärt, dass § 3c Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der --auch auf den Streitfall anwendbaren-- für das Streitjahr 2002 geltenden Fassung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
  • FG Niedersachsen, 31.08.2010 - 15 K 342/09

    Möglichkeit der Berücksichtigung des Gewinns aus der Veräußerung von Anteilen an …

    Rn. 64 Die Regelung des § 3 c Abs. 2 EStG in der für das Streitjahr geltenden Fassung ist nach gefestigten Rechtsprechung des BFH verfassungsgemäß (Urteile vom 19. Juni 2007 VIII R 69/05, BStBl. II 2008, 551 und vom 16. Oktober 2007 VIII R 51/06, HFR 2009, 168; Beschluss vom 5. Februar 2009 VIII B 59/08, DStRE 2009, 641).
  • FG Düsseldorf, 09.07.2010 - 1 K 337/07

    Verlustabzugsbegrenzung bei Kaufpreis von 1 EUR

    Soweit der VIII. Senat des BFH seine Auffassung zur Verfassungsmäßigkeit des Halbabzugsverbotes mit Urteil vom 16.10.2007 VIII R 51/06 (juris) und Beschluss vom 05.02.2009 VIII B 59/08 (DStRE 2009, 641) bestätigt hat, sind auch die hiergegen gerichteten Verfassungsbeschwerden vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen worden (BVerfG, Beschlüsse vom 09.02.2010 2 BvR 2659/07 und vom 08.07.2010 2 BvR 727/09, jeweils n. v.).
  • FG Niedersachsen, 19.05.2011 - 11 K 496/10

    Abzugsfähigkeit eines Auflösungsverlusts nach § 17 EStG in voller Höhe oder nur …

    Der BFH hat bereits mehrfach entschieden, dass verfassungsrechtliche Bedenken nicht bestehen (…BFH-Urt. v. 19. Juni 2007 VIII R 69/05, BStBl. II 2008, 551; Urt. v. 16. Oktober 2007 VIII R 51/06, HFR 2008, 168; Beschl. v. 5. Februar 2009 VIII B 59/08, DStRE 2009, 641;… s. auch FG Hamburg Urt. v. 9. April 2008 3 K 224/06, juris;… FG München Urt. v. 29. Juli 2010 15 K 3156/08, juris Rev. eingelegt, Az. BFH X R 28/10;… zur Kritik s. z.B. Nacke in Herrmann/Heuer/Raupach a.a.O. § 3 Nr. 40 EStG Rz. 7).
  • FG München, 29.07.2010 - 15 K 3156/08

    Halbeinkünfteverfahren bei Personengesellschaften - Halbabzugsverbot …

    Im Übrigen sei die Verfassungsmäßigkeit des Halbabzugsverbots des § 3c Abs. 2 EStG von der Rechtsprechung (Urteile vom 19.6.2007, VIII R 69/05 und vom 16.10.2007 VIII R 51/06) bestätigt worden.
  • FG Düsseldorf, 02.12.2010 - 8 K 3349/06

    Halbabzugsverbot für Einbringungsverluste gem. § 20 UmwStG; Halbabzugsverbot; …

    Rn. 25 Nach der Rechtsprechung des BFH - der sich das Gericht anschließt - ist das Halbabzugsverbot des § 3c Abs. 2 EStG auch verfassungsgemäß (Urteile vom 19.06.2007 VIII R 69/05, BStBl II 2008, 551 (Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde durch Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 09.02.2010 2 BvR 2221/07); vom 16.10.2007 VIII R 51/06, Jurisdatei; Beschluss vom 05.02.2009 VIII B 59/08, Jurisdatei).
  • FG Hessen, 30.01.2008 - 13 K 2170/05

    Verfassungsmäßigkeit des Halbabzugsverbots im Rahmen des Halbeinkünfteverfahrens …

  • FG Hamburg, 09.04.2008 - 3 K 224/06

    Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens auf Liquidationsverluste

  • FG Münster, 04.10.2012 - 9 K 3060/10

    Halbabzugsverbot bei ertraglosen Beteiligungen

  • FG München, 26.07.2012 - 10 K 742/11

    Teilabzugsverbot des § 3c Abs. 2 EStG ist verfassungsgemäß

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Rechtsprechung
   BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,14411
BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07 (https://dejure.org/2007,14411)
BFH, Entscheidung vom 29.08.2007 - XI R 5/07 (https://dejure.org/2007,14411)
BFH, Entscheidung vom 29. August 2007 - XI R 5/07 (https://dejure.org/2007,14411)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO § 175 Abs 1 S 1 Nr 1, AO § 180 Abs 1 Nr 2 Buchst a, AO § 182 Abs 1
    Bindungswirkung; Folgebescheid; Gesonderte und einheitliche Feststellung; Grundlagenbescheid; Sonderbetriebsvermögen

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • HFR 2008, 168
 
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Wird zitiert von ... (6)Zitiert selbst (10)

  • BFH, 10.06.1999 - IV R 25/98

    Feststellung von Betriebsausgaben als Grundlagenbescheid

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Nach der Rechtsprechung des BFH ist mit der Bindungswirkung des Grundlagenbescheids jeder Ansatz von Besteuerungsgrundlagen im Folgebescheid unvereinbar, der dem Inhalt des Grundlagenbescheids widerspricht (vgl. BFH-Urteile vom 10. Juni 1999 IV R 25/98, BFHE 188, 548, BStBl II 1999, 545; in BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471, jeweils m.w.N.).

    Werden Sonderbetriebsausgaben bei der Einkünfteermittlung im Rahmen der Gewinnfeststellung abgezogen, nehmen sie an der Bindungswirkung der Einkünftefeststellung der Höhe nach in der Weise teil, dass eine nochmalige Berücksichtigung im Folgebescheid mit dem Grundlagenbescheid unvereinbar ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 188, 548, BStBl II 1999, 545).

    Maßgebend ist allein, ob die Änderung tatsächlich zu Recht erfolgt ist (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 188, 548, BStBl II 1999, 545, m.w.N.).

  • BFH, 13.12.2000 - X R 42/96

    Wiederholung eines Grundlagenbescheids

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Alle für die Einkommensteuerveranlagung der Kläger maßgeblichen Entscheidungen wurden der Sache nach schon in dem Feststellungsbescheid vom 6. Februar 2002 getroffen und sodann in den Feststellungsbescheid vom 18. März 2002 unverändert übernommen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 13. Dezember 2000 X R 42/96, BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471, m.w.N.).

    Nach der Rechtsprechung des BFH ist mit der Bindungswirkung des Grundlagenbescheids jeder Ansatz von Besteuerungsgrundlagen im Folgebescheid unvereinbar, der dem Inhalt des Grundlagenbescheids widerspricht (vgl. BFH-Urteile vom 10. Juni 1999 IV R 25/98, BFHE 188, 548, BStBl II 1999, 545; in BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471, jeweils m.w.N.).

    Vielmehr geht sie in diesen Fällen in eine Pflicht zur Richtigstellung durch nachträglichen Erlass eines geänderten Folgebescheids über (…z.B. BFH-Urteile vom 9. September 1988 III R 253/84, BFH/NV 1989, 138;… vom 17. Februar 1993 II R 15/91, BFH/NV 1994, 1; vom 4. September 1996 XI R 50/96, BFHE 181, 388, BStBl II 1997, 261; in BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471).

  • BFH, 04.09.1996 - XI R 50/96

    Feststellung der Art der Steuerermäßigung im Grundlagenbescheid ist für die …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Vielmehr geht sie in diesen Fällen in eine Pflicht zur Richtigstellung durch nachträglichen Erlass eines geänderten Folgebescheids über (…z.B. BFH-Urteile vom 9. September 1988 III R 253/84, BFH/NV 1989, 138;… vom 17. Februar 1993 II R 15/91, BFH/NV 1994, 1; vom 4. September 1996 XI R 50/96, BFHE 181, 388, BStBl II 1997, 261; in BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471).

    Die Berichtigungspflicht bleibt solange bestehen, wie der Grundlagenbescheid in dem Folgebescheid noch nicht zutreffend berücksichtigt worden ist, Festsetzungs- oder Feststellungsverjährung noch nicht eingetreten ist und der Steueranspruch noch nicht verwirkt ist (z.B. BFH-Urteile vom 14. April 1988 IV R 219/85, BFHE 153, 285, BStBl II 1988, 711; in BFHE 181, 388, BStBl II 1997, 261, jeweils m.w.N.).

  • BFH, 14.04.1988 - IV R 219/85

    Werden die in einem Grundlagenbescheid festgestellten Besteuerungsgrundlagen in …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Die Berichtigungspflicht bleibt solange bestehen, wie der Grundlagenbescheid in dem Folgebescheid noch nicht zutreffend berücksichtigt worden ist, Festsetzungs- oder Feststellungsverjährung noch nicht eingetreten ist und der Steueranspruch noch nicht verwirkt ist (z.B. BFH-Urteile vom 14. April 1988 IV R 219/85, BFHE 153, 285, BStBl II 1988, 711; in BFHE 181, 388, BStBl II 1997, 261, jeweils m.w.N.).
  • BFH, 17.02.1993 - II R 15/91

    Wertermittlung bei nichtnotierten Anteilen an Kapitalgesellschaften - Verbrauch …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Vielmehr geht sie in diesen Fällen in eine Pflicht zur Richtigstellung durch nachträglichen Erlass eines geänderten Folgebescheids über (…z.B. BFH-Urteile vom 9. September 1988 III R 253/84, BFH/NV 1989, 138; vom 17. Februar 1993 II R 15/91, BFH/NV 1994, 1; vom 4. September 1996 XI R 50/96, BFHE 181, 388, BStBl II 1997, 261; in BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471).
  • BFH, 24.02.2005 - IV R 23/03

    Sonderbetriebsvermögen bei mittelbarer Nutzungsüberlassung und unterschiedlicher …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Denn die Beteiligung des Klägers an der GbR 2. OG gehörte zu seinem Sonderbetriebsvermögen bei der RA-Gesellschaft, weil die im Eigentum der GbR 2. OG stehende Büroetage der RA-Gesellschaft zur betrieblichen Nutzung überlassen war und sounmittelbar dem Betrieb der RA-Gesellschaft diente (vgl. zum Sonderbetriebsvermögen z.B. BFH-Urteil vom 24. Februar 2005 IV R 23/03, BFHE 209, 269, BStBl II 2005, 578, m.w.N.).
  • BFH, 24.06.1988 - III R 177/85

    Berücksichtigung der Verluste aus Beteiligungen an mehreren …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Das BFH-Urteil vom 24. Juni 1988 III R 177/85 (BFH/NV 1989, 351, m.w.N.) hat hierfür einen Zeitraum von sieben Jahren zwischen Erlass des Grundlagenbescheids und des Folgebescheids nicht ausreichen lassen.
  • BFH, 09.09.1988 - III R 253/84

    Berücksichtigung von im Grundlagenbescheid festgesetzten Besteuerungsgrundlagen …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Vielmehr geht sie in diesen Fällen in eine Pflicht zur Richtigstellung durch nachträglichen Erlass eines geänderten Folgebescheids über (z.B. BFH-Urteile vom 9. September 1988 III R 253/84, BFH/NV 1989, 138;… vom 17. Februar 1993 II R 15/91, BFH/NV 1994, 1; vom 4. September 1996 XI R 50/96, BFHE 181, 388, BStBl II 1997, 261; in BFHE 194, 305, BStBl II 2001, 471).
  • BFH, 04.11.1992 - X R 13/91

    Verplichtung zum Erlass eines Folgebescheids nach rechtskräftigem …

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Hinzukommen muss in der Regel ein Vertrauenstatbestand und eine Vertrauensfolge (z.B. BFH-Urteil vom 4. November 1992 X R 13/91, BFH/NV 1993, 454, m.w.N.).
  • FG Rheinland-Pfalz, 13.12.2006 - 3 K 1792/03

    Änderung nach § 175 Abs. 1 Satz1 Nr. 1 AO

    Auszug aus BFH, 29.08.2007 - XI R 5/07
    Das FG-Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 817 veröffentlicht.
  • FG Rheinland-Pfalz, 16.03.2016 - 1 K 1345/13

    Zum Umfang der Bindungswirkung eines Feststellungsbescheids nach § 18 Abs. 1 Satz …

    Die Bindungswirkung eines Feststellungsbescheids beinhaltet, dass das für den Erlass eines Folgebescheids zuständige Finanzamt nach § 175 Abs. 1 Nr. 1 AO verpflichtet ist, die Folgerungen aus dem Feststellungsbescheid zu ziehen (BFH, Urteil vom 29. August 2007 XI R 5/07, BFH/NV 2008, 12).
  • BFH, 16.06.2009 - I B 174/08

    Revisionszulassung wegen Befangenheit eines FG-Richters - rückwirkendes Ereignis …

    Die Beschwerdebegründung zeigt keinen weiteren Klärungsbedarf auf; das gilt namentlich für den Hinweis, dass die Problematik im Bereich des § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO abweichend gehandhabt werde (vgl. dazu BFH-Urteile vom 14. Juni 1991 III R 64/89, BFHE 165, 438, 442 f., BStBl II 1992, 52, 53; vom 29. August 2007 XI R 5/07, BFH/NV 2008, 12, m.w.N.).
  • FG Baden-Württemberg, 12.07.2012 - 3 K 4435/11

    Vereinbarkeit von § 50 Abs. 1 Satz 2 EStG mit Verfassungsrecht und Unionsrecht

    Nach der Rechtsprechung des BFH ist nämlich mit der Bindungswirkung des Grundlagenbescheids jeder Ansatz von Besteuerungsgrundlagen im Folgebescheid unvereinbar, der dem Inhalt des Grundlagenbescheids widerspricht (z.B. BFH-Urteil vom 29. August 2007 XI R 5/07, BFH/NV 2008, 12, m.w.N.).
  • FG Münster, 28.08.2008 - 14 K 4133/07

    Korrektur einer unzutreffenden Auswertung eines Grundlagenbescheides i.S.d. …

    Es muss im Umfang der in § 182 Abs. 1 AO festgelegten Bindungswirkung zu einer erstmaligen Regelung oder aber zu einer inhaltlichen Veränderung des bisherigen Regelungszustandes kommen (vgl. BFH Urteil vom 13. Dezember 2000 X R 42/96, BStBl II 2001, 471, BFH Urteil vom 29. August 2007 XI R 5/07, BFH/NV 2008, 12, BFH Urteil vom 6. Juli 2005 XI R 43/04, BFH/NV 2006, 227 m. w. N.).
  • FG Köln, 26.08.2022 - 11 K 866/20

    Streit über die Zulässigkeit der Änderung eines Einkommensteuerbescheids infolge …

    Abgesehen davon führt Zeitablauf allein ohnehin grundsätzlich nicht zur Verwirkung; hinzukommen müssen in der Regel ein Vertrauenstatbestand und eine Vertrauensfolge (z.B. BFH-Urteile vom 29.8.2007 - XI R 5/07, BFH/NV 2008, 12 …und vom 4.11.1992 - X R 13/91, BFH/NV 1993, 454, m.w.N.).
  • FG Hamburg, 21.02.2020 - 3 K 20/19

    Neuerlass eines Folgebescheids gemäß § 175 AO

    Die Berichtigungspflicht bleibt solange bestehen, wie der Grundlagenbescheid in dem Folgebescheid noch nicht zutreffend berücksichtigt worden ist, Festsetzungs- oder Feststellungsverjährung noch nicht eingetreten ist und der Steueranspruch noch nicht verwirkt ist (BFH, Urteil vom 29. August 2007, XI R 5/07, BFH/NV 2008, 12, m.w.N.).
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Rechtsprechung
   BFH, 16.10.2007 - VIII R 8/05   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2007,20204
BFH, 16.10.2007 - VIII R 8/05 (https://dejure.org/2007,20204)
BFH, Entscheidung vom 16.10.2007 - VIII R 8/05 (https://dejure.org/2007,20204)
BFH, Entscheidung vom 16. Oktober 2007 - VIII R 8/05 (https://dejure.org/2007,20204)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO 1977 § 180 Abs 1 Nr 2 Buchst a, AO 1977 § 171 Abs 10, AO 1977 § 155 Abs 2, AO 1977 § 175 Abs 1 S 1 Nr 2
    Änderung; Negativer Feststellungsbescheid; Rückwirkendes Ereignis; Verjährung

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • HFR 2008, 168
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (2)

  • BFH, 08.11.2006 - II R 13/05

    Festsetzungsverjährung: Änderung von Folgebescheiden

    Auszug aus BFH, 16.10.2007 - VIII R 8/05
    Mit anderen Worten: ergeht ein gesonderter Feststellungsbescheid nicht mehr in offener Feststellungsfrist, kann er seine Bindungswirkung zulässig nur noch für Steuerfestsetzungen in offener Festsetzungsfrist entfalten (s. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 8. November 2006 II R 13/05, BFH/NV 2007, 641).

    Weder der Ablauf der Feststellungsfrist für den Grundlagenbescheid noch das Unterlassen einer gesonderten Feststellung innerhalb der Feststellungsfrist stellen ein solches rückwirkendes Ereignis dar, wie es der BFH in seinem in Sachen der Kläger ergangenen Urteil in BFH/NV 2007, 641 im Einzelnen begründet hat.

  • FG Berlin, 09.12.2004 - 3 K 3241/02

    Mitteilung über eingetretene Feststellungsverjährung kein Grundlagenbescheid

    Auszug aus BFH, 16.10.2007 - VIII R 8/05
    Das Finanzgericht (FG) hat die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2005, 1577 veröffentlichten Gründen abgewiesen.
  • BFH, 28.10.2021 - IV R 12/19

    Keine Korrekturmöglichkeit für Feststellung der tatsächlich zu zahlenden …

    Das Erlöschen der Gewerbesteuerschuld mit Ablauf der Festsetzungsfrist wirkt nur für die Zukunft, nicht aber auch für die Vergangenheit (…vgl. BFH-Urteile vom 08.11.2006 - II R 13/05, BFH/NV 2007, 641, unter II.2. [Rz 19 ff.], und vom 16.10.2007 - VIII R 8/05, juris, unter II.2. [Rz 17]).
  • FG Sachsen-Anhalt, 09.10.2008 - 3 K 93/03

    Vermeidung des Beginns der Festsetzungsfrist als Zweck des § 170 Abs. 2 S. 1 Nr. …

    aa) Sind sowohl die Frist für die Festsetzung einer Steuer im Folgebescheid als auch die Frist für die gesonderte Feststellung, der Bindungswirkung für den Folgebescheid zukommt, abgelaufen, so ist ein in Auswertung dieses Grundlagenbescheids ergehender Folgebescheid rechtswidrig (…BFH-Urteile vom 08. November 2006 II R 13/05, BFH/NV 2007, 641, und vom 16.10.2008 VIII R 8/05, [...]).

    Denn ergeht ein gesonderter Feststellungsbescheid nicht mehr in offener Feststellungsfrist, kann er seine Bindungswirkung nur noch für Steuerfestsetzungen in offener Feststellungsfrist entfalten (BFH-Urteil vom 16. Oktober 2007 VIII R 8/05, [...]).

  • FG Berlin-Brandenburg, 28.05.2015 - 15 K 4287/11

    Feststellungserklärung ist keine grunderwerbsteuerrechtliche Anzeige i.S. von §§ …

    Im Streitfall müsste folglich bei einer streng wortlautorientierten Auslegung dieser Regelung - der Auffassung der Klägerin entsprechend - für die Prüfung der Voraussetzungen des § 181 Abs. 5 Satz 1 AO die durch den Feststellungsbescheid nach § 17 GrEStG bewirkte Ablaufhemmung der Festsetzungsfrist für den Grunderwerbsteuerbescheid (Folgebescheid) nach § 171 Abs. 10 AO unberücksichtigt bleiben, mit der Folge, dass hinsichtlich des Grunderwerbsteuerbescheides Festsetzungsverjährung eingetreten wäre und § 181 Abs. 5 Satz 1 AO nicht greift (…in diesem Sinne wohl: Kunz, in Beermann/Gosch, AO/FGO, § 181 AO Rn. 29 "ein (anderer) Grundlagenbescheid";… Söhn, in Hübschmann/Hepp/Spitaler, AO/FGO, § 181 AO, Rn. 139; wohl auch BFH, Urteil vom 16.10.2007 - VIII R 8/05 -, zitiert nach Juris).
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