Rechtsprechung
   BGH, 11.06.2015 - I ZR 7/14   

Volltextveröffentlichungen (17)

  • lexetius.com

    UrhG § 85 Abs. 1 Satz 1, § 97; BGB § 670, § 832 Abs. 1; ZPO § 287, § 383 Abs. 1 Nr. 3, § 448, § 559 Abs. 1

  • IWW

    § 97 UrhG, § ... 832 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 832 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 97 Abs. 1 Satz 1 UrhG, §§ 677, 683 Satz 1, § 670 BGB, § 85 Abs. 1 Satz 1 UrhG, § 138 Abs. 4 ZPO, § 85 Abs. 1 UrhG, § 2 UrhG, § 85 UrhG, § 19a UrhG, § 559 Abs. 1 ZPO, § 355 Abs. 1 ZPO, § 415 Abs. 1 ZPO, § 384 Nr. 1 ZPO, § 383 Abs. 1 Nr. 3 ZPO, § 165 ZPO, § 252 StPO, § 832 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 BGB, § 832 Abs. 1 Satz 2 Fall 1 BGB, § 1626 Abs. 1, § 1631 Abs. 1 BGB, § 448 ZPO, § 832 Abs. 1 BGB, § 287 Abs. 1 ZPO, § 287 ZPO, §§ 85 Abs. 1, 19a UrhG, 670 BGB, § 97a UrhG, § 677 BGB, § 97a Abs. 2 UrhG, §§ 97, 77, 78 Nr. 1, 85, 16, Nr. 2300 RVG VV, § 551 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a ZPO, § 8 Abs. 1 Satz 1 RVG, §§ 195, 199 Abs. 1 BGB, § 12 Abs. 4 UWG, § 97 Abs. 1 ZPO

  • openjur.de

    §§ 670, 832 Abs. 1 BGB; §§ 85 Abs. 1 Satz 1, 97 UrhG; §§ 559 Abs. 1, 448, 287, 383 Abs. 1 Nr. 3 ZPO
    Tauschbörse II

  • bundesgerichtshof.de PDF

    Tauschbörse II

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Tauschbörse II

    § 85 Abs 1 S 1 UrhG, § 97 Abs 1 S 1 UrhG vom 23.06.1995, § 832 Abs 1 S 1 BGB
    Urheberrechtsverletzung im Internet: Umfang der Aufsichtspflicht von Eltern eines minderjährigen Kindes hinsichtlich des Verbots der Teilnahme an Internet-Tauschbörsen - Tauschbörse II

  • damm-legal.de

    Zur Aufsichtspflicht über minderjährige Kinder im Zusammenhang mit Filesharing - Tauschbörse II

  • JurPC

    Tauschbörse II

  • ra-skwar.de

    Aufsichtspflicht Eltern - Tauschbörse -

  • Jurion

    Verpflichtung der Eltern zur Beaufsichtigung des Internetnutzung ihres minderjährigen Kindes; Verhinderung einer Schädigung Dritter durch eine Urheberrechte verletzende Teilnahme des Kindes an Tauschbörsen; Belehrung des Kindes über die Rechtswidrigkeit einer Teilnahme an Internettauschbörsen und Aussprache eines Verbotes einer Teilnahme daran; Berechnung des zu ersetzenden Schadens wegen einer durch die zu beaufsichtigende Person widerrechtlich herbeigeführten Urheberrechtsverletzung nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Tauschbörse II

    §§ 85 Abs. 1 S. 1, 97 UrhG

  • online-und-recht.de

    Tauschbörse II

  • kanzlei.biz

    Zur Aufsichtspflicht der Eltern bezüglich der Teilnahme an Internettauschbörsen durch ihre minderjährigen Kinder

  • rabüro.de

    Zur Aufsichtspflicht der Eltern wegen Internetnutzung durch ihre Kinder

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verpflichtung der Eltern zur Beaufsichtigung des Internetnutzung ihres minderjährigen Kindes; Verhinderung einer Schädigung Dritter durch eine Urheberrechte verletzende Teilnahme des Kindes an Tauschbörsen; Belehrung des Kindes über die Rechtswidrigkeit einer Teilnahme an Internettauschbörsen und Aussprache eines Verbotes einer Teilnahme daran; Berechnung des zu ersetzenden Schadens wegen einer durch die zu beaufsichtigende Person widerrechtlich herbeigeführten Urheberrechtsverletzung nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Tauschbörse II

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (59)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zur Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Zur Aufsichtspflicht über minderjährige Kinder im Zusammenhang mit Filesharing - Tauschbörse II

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    Bei illegalem Download von Musik ist pro Titel ein Schadensersatz in Höhe von 200,00 EUR zu zahlen

  • ferner-alsdorf.de (Rechtsprechungsübersicht)

    Filesharing

  • kanzlei-lachenmann.de (Rechtsprechungsübersicht)

    Filesharing: Abzocke der Musikindustrie

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Tauschbörse

  • faz.net (Pressebericht, 11.06.2015)

    Illegaler Internet-Musiktausch: Teures Teilen

  • zeit.de (Pressemeldung, 11.06.2015)

    Filesharing: Eltern haften nicht immer für ihre Kinder

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Zulassung der Revision - und ihre Eingrenzung

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Illegale Musikdownloads - und die Haftung für die Anwaltskosten

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Illegale Musikdownloads - und die Haftung der Eltern

  • jurion.de (Kurzinformation)

    Eltern genügen Aufsichtspflicht durch Verbot der Teilnahme an Internettauschbörsen

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Eltern müssen ihre Kinder über Illegalität von Tauschbörsen belehren

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Aufsichtspflicht der Eltern über Internetnutzung ihres minderjährigen Kindes - Tauschbörse II

  • blogspot.de (Ausführliche Zusammenfassung)

    Neues BGH-Filesharing-Urteil überrascht

  • kpw-law.de (Kurzinformation)

    Keine ausreichende Belehrung führt zur Haftung der Eltern!

  • kpw-law.de (Kurzinformation)

    Filesharing Entscheidungen zur Darlegungslast?

  • tagesspiegel.de (Pressebericht, 11.06.2015)

    Filesharing: Eltern haften für ihre Kinder - ein bisschen

  • ra-herrle.de (Kurzinformation)

    Filesharing-Rechtsprechungen fortgeführt (Tauschbörse I-III)

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Filesharing: Haftung wegen Teilnahme an Internettauschbörse

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Eltern müssen zahlen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Filesharing-Fälle wegen Rasch-Abmahnungen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Filesharing-Verfahren: Haftung von Anschlussinhabern

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Zur Verantwortung beim Filesharing

  • Telepolis (Pressebericht, 11.06.2015)

    Elternhaftung bei Filesharing abhängig von der Belehrung

  • urheberrecht-leipzig.de (Kurzinformation)

    Filesharing: 200 Euro Schadensersatz bei Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • channelpartner.de (Kurzinformation)

    Illegaler Download aus dem Internet

  • ra-staemmler.de (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-III

  • soziale-schuldnerberatung-hamburg.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Filesharing: "Tauschbörse"

  • waldorf-frommer.de (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-III

  • it-recht-kanzlei.de (Pressemitteilung)

    Anschlussinhaber und Eltern aufgepasst: Haftung

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Tauschbörse I - III

  • urheberrecht-leipzig.de (Kurzinformation)
  • waldorf-frommer.de (Leitsatz)

    "Tauschbörse I-III"

  • raschlegal.de (Kurzinformation)

    Haftung von Anschlussinhabern

  • wvr-law.de (Zusammenfassung)

    Filesharing: Zur tatsächlichen Vermutung und zur Höhe des Schadensersatzes

  • raschlegal.de (Leitsatz)

    Haftung von Anschlussinhabern

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Zur Verantwortung beim Filesharing

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Wenn Internetanschlussinhaber wegen Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommen wird

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Filesharing Abmahnungen

  • new-media-law.net (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-II

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz bei Filesharing: Eltern haften für ihre Kinder

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Filesharing

  • aid24.de (Kurzinformation)

    Filesharingsache zur Reichweite der Aufsichtspflicht bei der Internetnutzung durch minderjährige Kinder im Urheberrecht

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Eltern müssen die Abmahnkosten für ihre Kinder tragen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Internet-Tauschbörsen-Abmahnungen, Tauschbörse II: Zu Aufsichtspflichten von Eltern über ihre Kinder

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Urteilsgründe Tauschbörse I-III

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-III

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Eltern haften bei Filesharing

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Notruf Abmahnung: Waldorf-Frommer-Abmahnungen 2015 nehmen deutlich zu. Tausende Verbraucher sind betroffen

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Notruf Abmahnung

  • rechtsanwalts-kanzlei-wolfratshausen.de (Kurzinformation)

    Verantwortlichkeit der Eltern für Urheberrechtsverletzungen ihrer minderjährigen Kinder beim Filesharing

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Notruf Abmahnung: Verteidigung gegen Waldorf Frommer ab Euro 180 pauschal. Abmahnungen nehmen deutlich zu.

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Filesharing - Zahlen Eltern ohne schriftliches Verbot für die Dateien Ihrer Kinder?

  • schneideranwaelte.de (Kurzinformation)

    Filesharing-Störerhaftung der Eltern als Anschlussinhaber

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an Internet-Tauschbörsen


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • dr-wachs.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Filesharing

  • new-media-law.net (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Filesharing

Besprechungen u.ä. (8)

  • internet-law.de (Entscheidungsbesprechung)

    Neues vom BGH zum Thema Filesharing

  • offenenetze.de (Entscheidungsbesprechung)

    Schlussfolgerungen und Fragen nach den Tauschbörse-Entscheidungen des BGH

  • taz.de (Pressekommentar, 11.06.2015)

    Am besten selber Musizieren

  • anwalt.de (Entscheidungsbesprechung)

    Auswirkungen der Filesharing-Urteile auf das Abmahngeschäft

  • ipjaeschke.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Entscheidungen zugunsten der Musikindustrie

  • ipjaeschke.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Tauschbörse I - III

  • lto.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Illegaler Musiktausch im Internet: 200 Euro pro Titel

  • internetrecht-nuernberg.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Veränderungen durch neue Filesharing-Urteile des Bundesgerichtshofs

Sonstiges (3)

  • wvr-law.de (Sitzungsbericht und Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

    Filesharing: Zur tatsächlichen Vermutung und zur Höhe des Schadensersatzes

  • raschlegal.de (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • initiative-abmahnwahn.de (Äußerung von Verfahrensbeteiligten - vor Ergehen der Entscheidung)

    Riegger Rechtsanwälte: Der Bundesgerichtshof verhandelt im Juni 2015 erneut einen "unserer” Filesharing Fälle

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2015, 28
  • NJW 2016, 950
  • MDR 2016, 108
  • GRUR 2016, 184
  • GRUR 2016, 6
  • VersR 2016, 1255
  • MMR 2016, 128
  • K&R 2016, 117



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Wird zitiert von ... (28)  

  • BGH, 12.05.2016 - I ZR 48/15  

    Haftung wegen Teilnahme an Internet-Tauschbörsen

    Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass das Anbieten von Tonaufnahmen mittels eines Filesharing-Programms in sogenannten "Peer-to-Peer"-Netzwerken im Internet das Recht auf öffentliche Zugänglichmachung des Herstellers des Tonträgers verletzt, auf dem die Tonaufnahme aufgezeichnet ist (BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, GRUR 2016, 176 Rn. 14 = WRP 2016, 57 - Tauschbörse I; Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, GRUR 2016, 184 Rn. 15 = WRP 2016, 66 - Tauschbörse II).

    Die Verletzungshandlung muss so konkret angegeben werden, dass der Schuldner erkennen kann, was ihm in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vorgeworfen wird (BGH, Urteil vom 12. Februar 2015 - I ZR 36/11, GRUR 2015, 403 Rn. 44 = WRP 2015, 444 - Monsterbacke II; BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 70 - Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 57 - Tauschbörse II).

    Falls bei einem oder mehreren der aufgelisteten Musikaufnahmen an der Aktivlegitimation der Klägerinnen oder am Vorliegen eines urheberrechtlichen Schutzes konkrete Zweifel bestanden, hätte der Beklagte die Klägerinnen nach Treu und Glauben auf diese hinweisen und um Aufklärung im Hinblick auf die behaupteten Rechtsverletzungen und die Legitimation zur Rechtsverfolgung nachsuchen müssen (vgl. BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 71 - Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 58 - Tauschbörse II).

    Die Formulierung einer Unterlassungserklärung ist Sache des Schuldners (BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 59 - Tauschbörse II).

    Sie sind daher im Fall der Einschaltung eines Rechtsanwalts berechtigt, vom Abgemahnten den Ersatz der für die Abmahnung entstandenen Anwaltskosten zu verlangen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2008 - I ZR 219/05, GRUR 2008, 996 Rn. 36 = WRP 2008, 1449 - Clone-CD, mwN; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 60 f. - Tauschbörse II).

    Hiermit steht in Einklang, dass sich das Berufungsgericht bei der Bemessung des der Berechnung der erstattungsfähigen Rechtsanwaltskosten zugrunde zu legenden Gegenstandswertes der Abmahnung am wirtschaftlichen Interesse der Klägerinnen orientiert hat (vgl. BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 80 - Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 73 - Tauschbörse II).

    Die Revision geht dabei unzutreffend davon aus, dass bei einem Filesharing-Vorgang Anbieter und Tauschpartner dieselbe Rechtsverletzung begehen (vgl. BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 64 - Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 51 - Tauschbörse II).

    Diese Vorschrift ist auf Abmahnungen, die auf eine Verletzung von nach dem Urheberrechtsgesetz geschützten Rechten gestützt sind, nicht entsprechend anwendbar (BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 81 - Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 74 - Tauschbörse II).

    Auch der Anspruch auf Erstattung der Abmahnkosten ist frühestens mit Versand der streitgegenständlichen Abmahnung im Jahre 2008 entstanden (vgl. BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 71 - Tauschbörse II).

    Dass die Erteilung einer Lizenz in dieser Konstellation tatsächlich nicht in Betracht kommt, steht der Bemessung des Wertersatzes mittels einer sogenannten fiktiven Lizenz nicht entgegen, weil es sich hierbei um einen normativen Maßstab handelt, der nicht voraussetzt, dass es bei korrektem Verhalten des Verletzers tatsächlich zum Abschluss eines Lizenzvertrags gekommen wäre (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 1990 - I ZR 59/88, GRUR 1990, 1008, 1009 - Lizenzanalogie; Urteil vom 17. Juni 1992 - I ZR 107/90, BGHZ 119, 20, 26 - Tchibo/Rolex II; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 49 ff. - Tauschbörse II).

  • BGH, 12.05.2016 - I ZR 272/14  

    Zur Haftung wegen Teilnahme an Internet-Tauschbörsen

    Das muss jedoch zweifelsfrei geschehen; die bloße Angabe des Grundes für die Zulassung der Revision reicht regelmäßig nicht, um von einer nur beschränkten Zulassung des Rechtsmittels auszugehen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008  I ZR 63/06, GRUR 2009, 515 Rn. 17 = WRP 2009, 445  Motorradreiniger; Urteil vom 9. Oktober 2014   I ZR 162/13, GRUR 2015, 498 Rn. 12 = WRP 2015, 569  Combiotik; Urteil vom 11. Juni 2015  I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 11 = WRP 2016, 66  Tauschbörse II, mwN).

    Darüber hinaus muss die Abmahnung wirksam und erforderlich sein, um dem Unterlassungsschuldner einen Weg zu weisen, den Unterlassungsgläubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010  I ZR 47/09, GRUR 2010, 354 Rn. 8 = WRP 2010, 525  Kräutertee; Urteil vom 19. Mai 2010  I ZR 140/08, GRUR 2010, 1120 Rn. 16 = WRP 2010, 1495  Vollmachtsnachweis; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 55 ff.  Tauschbörse II; Kefferpütz in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 97a UrhG Rn. 50; Dreier/Specht in Dreier/Schulze, UrhG, 5. Aufl., § 97a Rn. 8).

    Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass der Anspruch auf Erstattung der Abmahnkosten im Jahre 2010 entstanden und die dreijährige Verjährung am 31. Dezember 2010 in Lauf gesetzt worden ist, §§ 195, 199 Abs. 1 BGB (vgl. BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 71 -Tauschbörse II; LG Frankfurt am Main, GRUR-RR 2015, 431 Rn. 95 ff.).

    Dass die Erteilung einer Lizenz im Falle der widerrechtlichen Zugänglichmachung durch Bereitstellung eines Werks in einer Internettauschbörse tatsächlich nicht in Betracht kommt, steht dabei der Heranziehung einer sogenannten fiktiven Lizenz nicht entgegen, weil es sich hierbei um einen normativen Maßstab handelt, der nicht voraussetzt, dass es bei korrektem Verhalten des Verletzers tatsächlich zum Abschluss eines Lizenzvertrags gekommen wäre (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 1990 - I ZR 59/88, GRUR 1990, 1008, 1009 - Lizenzanalogie; Urteil vom 17. Juni 1992 - I ZR 107/90, BGHZ 119, 20, 26 - Tchibo/Rolex II; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 49 ff.  Tauschbörse II).

    Bei der Bewertung des Interesses des Rechtsinhabers an der Abwehr künftiger Verletzungshandlungen muss hingegen nicht nur dem Interesse an der Verhinderung fortgesetzter unlizenzierter Nutzungen Rechnung getragen werden, sondern es ist auch das einer fortgesetzten Rechtsverletzung innewohnende Gefährdungspotential für das Schutzrecht und seine wirtschaftliche Auswertung zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015  I ZR 19/14, GRUR 2016, 176 Rn. 80 = WRP 2016, 57  Tauschbörse I; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73  Tauschbörse II).

    Die Bestimmung des § 12 Abs. 4 UWG in der bis zum 8. Oktober 2013 geltenden Fassung, nach der es bei der Bemessung des Streitwertes für Unterlassungsansprüche wertmindernd zu berücksichtigen ist, wenn die Belastung einer der Parteien mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts ihrer Vermögens- und Einkommensverhältnisse nicht tragbar erscheint, ist auf urheberrechtliche Abmahnungen nicht entsprechend anwendbar (BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 81  Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 74  Tauschbörse II).

    Bei der Bestimmung des angemessenen Gegenstandswerts des Unterlassungsanspruchs ist einerseits dem Wert des verletzten Schutzrechts angemessen Rechnung zu tragen, wobei das Angebot zum Herunterladen eines Spielfilms, eines Computerprogramms oder eines vollständigen Musikalbums regelmäßig einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen wird, als er etwa für das Angebot nur eines Musiktitels anzusetzen ist (vgl. BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73  Tauschbörse II).

  • BGH, 24.11.2016 - I ZR 220/15  

    Störerhaftung für passwortgesichertes WLAN verneint

    Darüber hinaus muss die Abmahnung wirksam und erforderlich sein, um dem Unterlassungsschuldner einen Weg zu weisen, den Unterlassungsgläubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - I ZR 47/09, GRUR 2010, 354 Rn. 8 = WRP 2010, 525 - Kräutertee; Urteil vom 19. Mai 2010 - I ZR 140/08, GRUR 2010, 1120 Rn. 16 = WRP 2010, 1495 - Vollmachtsnachweis; Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 55 ff. = WRP 2016, 66 - Tauschbörse II; Kefferpütz in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 97a UrhG Rn. 50; Dreier/Specht in Dreier/Schulze, UrhG, 5. Aufl., § 97a Rn. 8).
  • OLG München, 14.01.2016 - 29 U 2593/15  

    Sekundäre Darlegungslast des Anschlussinhabers zum Zugriff Dritter beim

    Diese Feststellungen (vgl. zu gleichartigen Feststellungen auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2016 - I ZR 19/14 - Tauschbörse I Tz. 52) hat der Senat gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO seiner Entscheidung zugrunde zu legen, weil keine konkreten Anhaltspunkte vorgetragen oder sonst ersichtlich sind, welche Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen begründen und deshalb eine erneute Feststellung gebieten könnten.

    Wie das Landgericht zutreffend - und mit der Berufung nicht gesondert angegriffen - festgestellt hat, haben die Beklagten schuldhaft gehandelt, da sich die Beteiligung an einer Internettauschbörse als zumindest fahrlässig darstellt (vgl. auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2016 - I ZR 19/14 - Tauschbörse I Tz. 53).

    Insbesondere verletzen weder die Schätzgrundlage des Landgerichts, dass grundsätzlich ein Betrag von 200,- EUR pro Musiktitel, bei elf Titeln also ein Gesamtbetrag von 2.200,- EUR, in Betracht komme (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, juris, Tauschbörse I Tz. 54 ff.; Urt. v. 11. Juni 2015 - I ZR 7/14, juris, Tauschbörse II Tz. 39 ff.; a. a. O., - Tauschbörse III Tz. 49 ff.), noch die Annahme einer moderaten Erhöhung wegen des besonderen Erfolgs des streitbefangenen Musikalbums auf 2.500,- EUR das durch § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO eröffnete Ermessen.

  • BGH, 12.05.2016 - I ZR 1/15  

    Haftung wegen Teilnahme an Internet-Tauschbörsen

    Das muss jedoch zweifelsfrei geschehen; die bloße Angabe des Grundes für die Zulassung der Revision reicht regelmäßig nicht, um von einer nur beschränkten Zulassung des Rechtsmittels auszugehen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - I ZR 63/06, GRUR 2009, 515 Rn. 17 = WRP 2009, 445 - Motorradreiniger; Urteil vom 9. Oktober 2014 - I ZR 162/13, GRUR 2015, 498 Rn. 12 = WRP 2015, 569 - Combiotik; Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 11 = WRP 2016, 66 - Tauschbörse II, mwN).

    Darüber hinaus muss die Abmahnung wirksam und erforderlich sein, um dem Unterlassungsschuldner einen Weg zu weisen, den Unterlassungsgläubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - I ZR 47/09, GRUR 2010, 354 Rn. 8 = WRP 2010, 525 - Kräutertee; Urteil vom 19. Mai 2010 - I ZR 140/08, GRUR 2010, 1120 Rn. 16 = WRP 2010, 1495 - Vollmachtsnachweis; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 55 ff. - Tauschbörse II; Kefferpütz in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 97a UrhG Rn. 50; Dreier/Specht in Dreier/Schulze, UrhG, 5. Aufl., § 97a Rn. 8).

    Dass die Erteilung einer Lizenz im Falle der widerrechtlichen Zugänglichmachung durch Bereitstellung eines Werks in einer Internettauschbörse tatsächlich nicht in Betracht kommt, steht dabei der Heranziehung einer sogenannten fiktiven Lizenz nicht entgegen, weil es sich hierbei um einen normativen Maßstab handelt, der nicht voraussetzt, dass es bei korrektem Verhalten des Verletzers tatsächlich zum Abschluss eines Lizenzvertrags gekommen wäre (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 1990 - I ZR 59/88, GRUR 1990, 1008, 1009 - Lizenzanalogie; Urteil vom 17. Juni 1992 - I ZR 107/90, BGHZ 119, 20, 26 - Tchibo/Rolex II; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 49 ff. - Tauschbörse II).

    Bei der Bewertung des Interesses des Rechtsinhabers an der Abwehr künftiger Verletzungshandlungen muss hingegen nicht nur dem Interesse an der Verhinderung fortgesetzter unlizenzierter Nutzungen Rechnung getragen werden, sondern es ist auch das einer fortgesetzten Rechtsverletzung innewohnende Gefährdungspotential für das Schutzrecht und seine wirtschaftliche Auswertung zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, GRUR 2016, 176 Rn. 80 = WRP 2016, 57 - Tauschbörse I; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73 - Tauschbörse II).

    Die Bestimmung des § 12 Abs. 4 UWG in der bis zum 8. Oktober 2013 geltenden Fassung, nach der es bei der Bemessung des Streitwertes für Unterlassungsansprüche wertmindernd zu berücksichtigen ist, wenn die Belastung einer der Parteien mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts ihrer Vermögens- und Einkommensverhältnisse nicht tragbar erscheint, ist auf urheberrechtliche Abmahnungen nicht entsprechend anwendbar (BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 81 - Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 74 - Tauschbörse II).

    Bei der Bestimmung des angemessenen Gegenstandswerts des Unterlassungsanspruchs ist einerseits dem Wert des verletzten Schutzrechts angemessen Rechnung zu tragen, wobei das Angebot zum Herunterladen eines Spielfilms, eines Computerprogramms oder eines vollständigen Musikalbums regelmäßig einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen wird, als er etwa für das Angebot nur eines Musiktitels anzusetzen ist (vgl. BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73 - Tauschbörse II).

  • BGH, 12.05.2016 - I ZR 43/15  

    Haftung wegen Teilnahme an Internet-Tauschbörsen

    Darüber hinaus muss die Abmahnung wirksam und erforderlich sein, um dem Unterlassungsschuldner einen Weg zu weisen, den Unterlassungsgläubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010  I ZR 47/09, GRUR 2010, 354 Rn. 8 = WRP 2010, 525  Kräutertee; Urteil vom 19. Mai 2010  I ZR 140/08, GRUR 2010, 1120 Rn. 16 = WRP 2010, 1495  Vollmachtsnachweis; Urteil vom 11. Juni 2015  I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 55 ff. = WRP 2016, 66  Tauschbörse II; Kefferpütz in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 97a UrhG Rn. 50; Dreier/Specht in Dreier/Schulze, UrhG, 5. Aufl., § 97a Rn. 8).

    Dass die Erteilung einer Lizenz im Falle der widerrechtlichen Zugänglichmachung durch Bereitstellung eines Werkes in einer Internettauschbörse tatsächlich nicht in Betracht kommt, steht dabei der Heranziehung einer sogenannten fiktiven Lizenz nicht entgegen, weil es sich hierbei um einen normativen Maßstab handelt, der nicht voraussetzt, dass es bei korrektem Verhalten des Verletzers tatsächlich zum Abschluss eines Lizenzvertrags gekommen wäre (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 1990  I ZR 59/88, GRUR 1990, 1008, 1009 - Lizenzanalogie; Urteil vom 17. Juni 1992 - I ZR 107/90, BGHZ 119, 20, 26 - Tchibo/Rolex II; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 49 ff.  Tauschbörse II).

    Bei der Bewertung des Interesses des Rechtsinhabers an der Abwehr künftiger Verletzungshandlungen muss hingegen nicht nur dem Interesse an der Verhinderung fortgesetzter unlizenzierter Nutzungen Rechnung getragen werden, sondern es ist auch das einer fortgesetzten Rechtsverletzung innewohnende Gefährdungspotential für das Schutzrecht und seine wirtschaftliche Auswertung zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015  I ZR 19/14, GRUR 2016, 176 Rn. 80 = WRP 2016, 57  Tauschbörse I; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73  Tauschbörse II).

    Die Bestimmung des § 12 Abs. 4 UWG in der bis zum 8. Oktober 2013 geltenden Fassung, nach der es bei der Bemessung des Streitwertes für Unterlassungsansprüche wertmindernd zu berücksichtigen ist, wenn die Belastung einer der Parteien mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts ihrer Vermögens- und Einkommensverhältnisse nicht tragbar erscheint, ist auf urheberrechtliche Abmahnungen nicht entsprechend anwendbar (BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 81  Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 74  Tauschbörse II).

    Bei der Bestimmung des angemessenen Gegenstandswerts des Unterlassungsanspruchs ist einerseits dem Wert des verletzten Schutzrechts angemessen Rechnung zu tragen, wobei das Angebot zum Herunterladen eines Spielfilms, eines Computerprogramms oder eines vollständigen Musikalbums regelmäßig einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen wird, als er etwa für das Angebot nur eines Musiktitels anzusetzen ist (vgl. BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73  Tauschbörse II).

  • BGH, 16.03.2017 - I ZR 39/15  

    PC mit Festplatte I

    Der Grundsatz der Rechtsmittelklarheit gebietet es, dass für die Parteien zweifelsfrei erkennbar ist, welches Rechtsmittel für sie in Betracht kommt und unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - I ZR 63/06, GRUR 2009, 515 Rn. 17 = WRP 2009, 445 - Motorradreiniger; Urteil vom 27. März 2013 - I ZR 9/12, GRUR 2013, 1213 Rn. 14 = WRP 2013, 1620 - Sumo; Urteil vom 9. Oktober 2014 - I ZR 162/13, GRUR 2015, 498 Rn. 12 = WRP 2015, 569 - Combiotik; Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 11 = WRP 2016, 66 - Tauschbörse II; Urteil vom 23. Juni 2016 - I ZR 241/14, GRUR 2016, 965 Rn. 17 = WRP 2016, 1236 - Baumann II).
  • BGH, 12.05.2016 - I ZR 44/15  

    Filesharing

    Darüber hinaus muss die Abmahnung wirksam und erforderlich sein, um dem Unterlassungsschuldner einen Weg zu weisen, den Unterlassungsgläubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010  I ZR 47/09, GRUR 2010, 354 Rn. 8 = WRP 2010, 525  Kräutertee; Urteil vom 19. Mai 2010  I ZR 140/08, GRUR 2010, 1120 Rn. 16 = WRP 2010, 1495  Vollmachtsnachweis; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 55 ff.  Tauschbörse II; Kefferpütz in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 97a UrhG Rn. 50; Dreier/Specht in Dreier/Schulze, UrhG, 5. Aufl., § 97a Rn. 8).

    Dass die Erteilung einer Lizenz im Falle der widerrechtlichen Zugänglichmachung durch Bereitstellung eines Werks in einer Internettauschbörse tatsächlich nicht in Betracht kommt, steht dabei der Heranziehung einer sogenannten fiktiven Lizenz nicht entgegen, weil es sich hierbei um einen normativen Maßstab handelt, der nicht voraussetzt, dass es bei korrektem Verhalten des Verletzers tatsächlich zum Abschluss eines Lizenzvertrags gekommen wäre (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 22. März 1990 - I ZR 59/88, GRUR 1990, 1008, 1009 - Lizenzanalogie; Urteil vom 17. Juni 1992 - I ZR 107/90, BGHZ 119, 20, 26 - Tchibo/Rolex II; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 49 ff.  Tauschbörse II).

    Bei der Bewertung des Interesses des Rechtsinhabers an der Abwehr künftiger Verletzungshandlungen muss hingegen nicht nur dem Interesse an der Verhinderung fortgesetzter unlizenzierter Nutzungen Rechnung getragen werden, sondern es ist auch das einer fortgesetzten Rechtsverletzung innewohnende Gefährdungspotential für das Schutzrecht und seine wirtschaftliche Auswertung zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015  I ZR 19/14, GRUR 2016, 176 Rn. 80 = WRP 2016, 57  Tauschbörse I; BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73  Tauschbörse II).

    Die Bestimmung des § 12 Abs. 4 UWG in der bis zum 8. Oktober 2013 geltenden Fassung, nach der es bei der Bemessung des Streitwertes für Unterlassungsansprüche wertmindernd zu berücksichtigen ist, wenn die Belastung einer der Parteien mit den Prozesskosten nach dem vollen Streitwert angesichts ihrer Vermögens- und Einkommensverhältnisse nicht tragbar erscheint, ist auf urheberrechtliche Abmahnungen nicht entsprechend anwendbar (BGH, GRUR 2016, 176 Rn. 81  Tauschbörse I; GRUR 2016, 184 Rn. 74  Tauschbörse II).

    Bei der Bestimmung des angemessenen Gegenstandswerts des Unterlassungsanspruchs ist einerseits dem Wert des verletzten Schutzrechts angemessen Rechnung zu tragen, wobei das Angebot zum Herunterladen eines Spielfilms, eines Computerprogramms oder eines vollständigen Musikalbums regelmäßig einen höheren Gegenstandswert rechtfertigen wird, als er etwa für das Angebot nur eines Musiktitels anzusetzen ist (vgl. BGH, GRUR 2016, 184 Rn. 73  Tauschbörse II).

  • BGH, 16.03.2017 - I ZR 49/15  

    Zuordnung von Personal Computern (PCs) mit eingebauter Festplatte zu den

    ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 11 = WRP 2016, 66 Tauschbörse II;.

    Der Grundsatz der Rechtsmittelklarheit gebietet es, dass für die Parteien zweifelsfrei erkennbar ist, welches Rechtsmittel für sie in Betracht kommt und unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - I ZR 63/06, GRUR 2009, 515 Rn. 17 = WRP 2009, 445 - Motorradreiniger; Urteil vom 27. März - - I ZR 9/12, GRUR -, 1213 Rn. 14 = WRP -, 1620 - Sumo; Urteil vom 9. Oktober 2014 I ZR 162/13, GRUR 2015, 498 Rn. 12 = WRP 2015, 569 Combiotik; Urteil vom 11. Juni 2015 I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 11 = WRP 2016, 66 Tauschbörse II; Urteil vom 23. Juni 2016 - I ZR 241/14, GRUR 2016, 965 Rn. 17 = WRP 2016, 1236 - Baumann II).

  • BGH, 19.01.2017 - I ZR 242/15  

    East Side Gallery

    Der Grundsatz der Rechtsmittelklarheit gebietet es, dass für die Parteien zweifelsfrei erkennbar ist, welches Rechtsmittel für sie in Betracht kommt und unter welchen Voraussetzungen es zulässig ist (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - I ZR 63/06, GRUR 2009, 515 Rn. 17 = WRP 2009, 445 - Motorradreiniger; Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 7/14, GRUR 2016, 184 Rn. 11 = WRP 2016, 66 - Tauschbörse II, mwN).
  • AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 13.08.2015 - 8 C 1023/15  

    Übernachtende Gäste entlasten Anschlussinhaber

  • BGH, 06.10.2016 - I ZR 97/15  

    Anspruch des Urhebers auf Abmahnkostenersatz; Bestimmung des Gegenstandswerts

  • LG München I, 01.07.2015 - 37 O 5394/14  

    Darlegungslast in Filesharing-Fällen

  • AG Berlin-Charlottenburg, 08.06.2016 - 231 C 65/16  

    Haftet Chef für Filesharing am Arbeitsplatz?

  • LG Frankenthal, 22.07.2016 - 6 S 22/15  

    Urheberrechtsverletzung durch Teilnahme an einer Internet-Filmtauschbörse:

  • BGH, 21.07.2016 - I ZR 255/14  

    Musik-Handy

  • LG Stuttgart, 24.02.2017 - 24 O 360/16  
  • LG Düsseldorf, 24.02.2016 - 12 S 2/15  

    Täterschaft beim Filesharing

  • BGH, 21.07.2016 - I ZR 259/14  
  • LG Düsseldorf, 16.03.2016 - 12 S 34/14  

    Schadensersatz und Aufwendungsersatz wegen der öffentlichen Zugänglichmachung des

  • AG Bad Hersfeld, 20.03.2017 - F 111/17  

    Familiengerichtlicher Beschluss (Sorgerecht)

  • AG Potsdam, 12.11.2015 - 37 C 156/15  

    P2P-Abmahnungen: Auskunft auch vom Reseller

  • OLG Schleswig, 14.06.2016 - 6 W 6/16  

    Streitwert Unterlassungsklage; File-Sharing; Urheberrechtsverletzung

  • LG Frankenthal, 15.06.2016 - 6 O 134/16  

    Urheberrechtsverletzung durch Filesharing für ein Musikalbum im Internet:

  • LG Düsseldorf, 13.01.2016 - 12 S 22/15  
  • AG Ingolstadt, 22.12.2016 - 16 C 1661/16  

    Anforderungen an sekundäre Beweislast bei Urheberrechtsverletzung durch File

  • AG Bielefeld, 08.07.2015 - 42 C 708/14  

    Schadens- und Aufwendungsersatzansprüche des Urhebers wegen unerlaubter

  • OLG Düsseldorf, 17.12.2015 - 20 W 66/15  
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