Rechtsprechung
| BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14 |
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Vollstreckbarerklärungsvoraussetzungen für einen inländischen Schiedsspruch: Wirksamkeitsvoraussetzungen für eine Schiedsvereinbarung betreffend alle Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern und/oder zwischen einer GmbH und Gesellschaftern; Vereinbarung einer ...
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§ 256 ZPO, § 321a ZPO, § 1059 Abs 2 Nr 1 Buchst a Alt 2 ZPO, § 138 Abs 1 BGB, Art 103 Abs 1 GG
Vollstreckbarerklärungsvoraussetzungen für einen inländischen Schiedsspruch: Wirksamkeitsvoraussetzungen für eine Schiedsvereinbarung betreffend alle Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern und/oder zwischen einer GmbH und Gesellschaftern; Vereinbarung einer ... - IWW
§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § ... 1065 Abs. 1 Satz 1, § 1062 Abs. 1 Nr. 4 Fall 2 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO, § 1060 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 1059 Abs. 2 ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. c ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a Fall 2 ZPO, § 138 BGB, § 248 Abs. 1 Satz 1, § 249 Abs. 1 Satz 1 AktG, § 325 Abs. 1 ZPO, §§ 241 ff. AktG, § 256 ZPO, § 248 Abs. 1 Satz 1 AktG, § 256 Abs. 1 ZPO, § 249 Abs. 1, § 246 AktG, § 249 AktG, § 1059 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b Fall 2 ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b ZPO, § 1054 ZPO, §§ 166 ff. ZPO, § 138 Abs. 1 BGB, § 1059 Abs. 3 ZPO, § 1060 Abs. 2 Satz 3 ZPO, § 321a ZPO, § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 321a Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 321a Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 1 ZPO, § 321a Abs. 2 Satz 4 ZPO, § 321a Abs. 4 ZPO, § 321a Abs. 5 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 246 Abs. 1 AktG, § 174 ZPO, § 175 ZPO, §§ 176 bis 182 ZPO, § 189 ZPO, § 1054 Abs. 4 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO
- Deutsches Notarinstitut
ZPO §§ 1029, 1059 Abs. 2 Nr. 1 lit. a, Var. 2; BGB § 138 Abs. 1; GG Art. 103 Abs. 1
Inhaltliche Anforderungen an Schiedsvereinbarungen für gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten - Wolters Kluwer
Anforderungen an die Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung im Rahmen einer GmbH
- zip-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Zur Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung über "einfache" Feststellungsklagen unter Gesellschaftern (hier: betr. die Auslegung des Gesellschaftsvertrags)
- schiedsgericht.expert
Schiedsverfahren: Klage Gesellschaftsvertrag, Vereinbarung Rechtsmittelfrist
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- degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
- Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS)
§§ 1059 Abs. 2 Nr. 1 lit. a, 1059 Abs. 2 Nr. 1 lit. b, 1059 Abs. 2 Nr. 2 lit. b, 1060 Abs. 1 ZPO
Vollstreckbarerklärung eines inländischen Schiedsspruches; Unwirksamkeit des Schiedsvereinbarung; Beschlussmängelstreitigkeiten; Verletzung rechtlichen Gehörs; Zustellung des Schiedsspruches. - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 138 Abs. 1; ZPO § 1059 Abs. 2 Nr. 1a 2. Var.
Anforderungen an die Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung im Rahmen einer GmbH - datenbank.nwb.de
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Fristvereinbarung zur Einleitung eines Abhilfeverfahrens wirksam?
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Kurzfassungen/Presse (9)
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Schiedsvereinbarung im Gesellschaftsvertrag
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Schiedsverfahren - und die Frist für ein Abhilfeverfahren
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Zustellung eines Schiedsspruchs
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Schiedsverfahren und die Frist für ein Abhilfeverfahren
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Mindestanforderungen an Schiedsvereinbarung für Beschlussmängelstreitigkeiten gelten nicht für Feststellungsklage
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Schiedsabrede, Schiedsgericht, Schiedsgerichtsbarkeit, Schiedsgerichtsverfahren, Schiedsvereinbarung
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Schiedsverfahren und die Frist für ein Abhilfeverfahren
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Beschwerde von Kellerhals gegen Entscheidung zum Media-Saturn-Beirat abgewiesen
Besprechungen u.ä. (2)
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Schiedsvereinbarung zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern
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Möglichkeit zur Einleitung eines Abhilfeverfahrens kann befristet werden! (IBR 2015, 642)
Verfahrensgang
- OLG München, 18.12.2013 - 34 Sch 14/12
- BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Papierfundstellen
- NJW 2015, 3234
- ZIP 2015, 2019
- ZIP 2015, 79
- MDR 2015, 1267
- DNotZ 2016, 131
- WM 2015, 2018
- DB 2015, 2443
- DB 2016, 43
- BauR 2016, 157
- NZG 2015, 1242
Wird zitiert von ... (29) Zitiert selbst (16)
- BGH, 06.04.2009 - II ZR 255/08
Schiedsfähigkeit II
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Eine Schiedsvereinbarung, die alle Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern oder zwischen der Gesellschaft und Gesellschaftern, welche diesen Gesellschaftsvertrag, das Gesellschaftsverhältnis oder die Gesellschaft betreffen, mit Ausnahme von Beschlussmängelstreitigkeiten einem Schiedsgericht zur Entscheidung zuweist, muss, um wirksam zu sein, auch dann nicht die in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs "Schiedsfähigkeit II" (Urteil vom 6. April 2009, II ZR 255/08, BGHZ 180, 221) aufgestellten Anforderungen an eine Schiedsvereinbarung für Beschlussmängelstreitigkeiten erfüllen, wenn es sich bei der fraglichen Streitigkeit um eine die Auslegung des Gesellschaftsvertrags betreffende Feststellungsklage nach § 256 ZPO handelt.Rn. 12 aa) Der Bundesgerichtshof hat in der Entscheidung "Schiedsfähigkeit II" (Urteil vom 6. April 2009 - II ZR 255/08, BGHZ 180, 221) unter Aufgabe seiner früheren Entscheidung "Schiedsfähigkeit I" (Urteil vom 29. März 1996 - II ZR 124/95, BGHZ 132, 278) angenommen, dass Beschlussmängelstreitigkeiten im Recht der GmbH auch ohne ausdrückliche gesetzliche Anordnung der Wirkungen der § 248 Abs. 1 Satz 1, § 249 Abs. 1 Satz 1 AktG grundsätzlich kraft einer dies im Gesellschaftsvertrag festschreibenden Schiedsvereinbarung oder einer außerhalb der Satzung unter Mitwirkung aller Gesellschafter und der Gesellschaft getroffenen Individualabrede "schiedsfähig" sind, sofern und soweit das schiedsgerichtliche Verfahren in einer dem Rechtsschutz durch staatliche Gerichte gleichwertigen Weise - d.h. unter Einhaltung eines aus dem Rechtsstaatsprinzip folgenden Mindeststandards an Mitwirkungsrechten und damit an Rechtsschutzgewährung für alle ihr unterworfenen Gesellschafter - ausgestaltet ist (BGHZ 180, 221 Rn. 10 und 13, mwN - Schiedsfähigkeit II).
Schließlich muss gewährleistet sein, dass alle denselben Streitgegenstand betreffenden Beschlussmängelstreitigkeiten bei einem Schiedsgericht konzentriert werden (BGHZ 180, 221 Rn. 19 f. - Schiedsfähigkeit II, mwN).
Eine Schiedsklausel zu Beschlussmängelstreitigkeiten ist daher nur wirksam, wenn sie die Belange der von der Rechtskraftwirkung analog § 248 Abs. 1 Satz 1, § 249 Abs. 1 Satz 1 AktG potentiell berührten Gesellschafter in einer den Geboten des Rechtsstaatsprinzips genügenden Weise sicherstellt (vgl. BGHZ 180, 221 Rn. 16 bis 18 und 23 - Schiedsfähigkeit II).
Führt die Vereinbarung einer Schiedsklausel dazu, dass einer Partei der notwendige Rechtsschutz entzogen wird, ist die Schiedsvereinbarung mit den guten Sitten unvereinbar und daher nichtig (vgl. BGHZ 180, 221 Rn. 17 f., mwN).
Rn. 36 Entgegen der Ansicht der Rechtsbeschwerde verstößt es nicht gegen den Grundsatz einer dem Rechtsschutz durch staatliche Gerichte gleichwertigen Ausgestaltung des schiedsgerichtlichen Verfahrens (vgl. BGHZ 132, 278, 282 - Schiedsfähigkeit I; BGHZ 180, 221 Rn. 13 - Schiedsfähigkeit II), dass die Zustellung des Schiedsspruchs, die die Frist für das Abhilfeverfahren in Gang setzt, nach § 4 Satz 4 und 5 der Verfahrensvereinbarung auch an bevollmächtigte Rechtsanwälte durch Einschreiben mit Rückschein erfolgt, während die Zustellung eines Urteils, die Rechtsmittelfristen in Lauf setzt, an bevollmächtigte Rechtsanwälte nach ständiger Praxis gegen Empfangsbekenntnis geschieht.
- BGH, 29.03.1996 - II ZR 124/95
Schiedsfähigkeit einer Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der …
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Rn. 12 aa) Der Bundesgerichtshof hat in der Entscheidung "Schiedsfähigkeit II" (Urteil vom 6. April 2009 - II ZR 255/08, BGHZ 180, 221) unter Aufgabe seiner früheren Entscheidung "Schiedsfähigkeit I" (Urteil vom 29. März 1996 - II ZR 124/95, BGHZ 132, 278) angenommen, dass Beschlussmängelstreitigkeiten im Recht der GmbH auch ohne ausdrückliche gesetzliche Anordnung der Wirkungen der § 248 Abs. 1 Satz 1, § 249 Abs. 1 Satz 1 AktG grundsätzlich kraft einer dies im Gesellschaftsvertrag festschreibenden Schiedsvereinbarung oder einer außerhalb der Satzung unter Mitwirkung aller Gesellschafter und der Gesellschaft getroffenen Individualabrede "schiedsfähig" sind, sofern und soweit das schiedsgerichtliche Verfahren in einer dem Rechtsschutz durch staatliche Gerichte gleichwertigen Weise - d.h. unter Einhaltung eines aus dem Rechtsstaatsprinzip folgenden Mindeststandards an Mitwirkungsrechten und damit an Rechtsschutzgewährung für alle ihr unterworfenen Gesellschafter - ausgestaltet ist (…BGHZ 180, 221 Rn. 10 und 13, mwN - Schiedsfähigkeit II).Rn. 14 bb) Die Wirksamkeit einer Schiedsklausel zu Beschlussmängelstreitigkeiten setzt die Erfüllung dieser Mindestanforderungen an die Mitwirkungsrechte der Gesellschafter voraus, weil die in Rechtsstreitigkeiten dieser Art ergehenden, der Klage stattgebenden Entscheidungen nach den im GmbH-Recht entsprechend anwendbaren § 248 Abs. 1 Satz 1, § 249 Abs. 1 Satz 1 AktG über die nur zwischen den Parteien wirkende Rechtskraft des § 325 Abs. 1 ZPO hinaus für und gegen alle Gesellschafter und Gesellschaftsorgane wirken, auch wenn sie an dem Verfahren nicht als Partei teilgenommen haben (vgl. BGHZ 132, 278, 285 - Schiedsfähigkeit I).
Rn. 15 Zu den Beschlussmängelstreitigkeiten gehören Anfechtungs-, Nichtigkeitsfeststellungs- und positive Feststellungsklagen entsprechend §§ 241 ff. AktG, nicht dagegen "einfache" Feststellungsklagen unter den Gesellschaftern nach § 256 ZPO (vgl. BGHZ 132, 278, 280 - Schiedsfähigkeit I; BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - III ZR 262/00, NJW 2001, 2176, 2177, insoweit nicht in BGHZ 147, 394).
Rn. 36 Entgegen der Ansicht der Rechtsbeschwerde verstößt es nicht gegen den Grundsatz einer dem Rechtsschutz durch staatliche Gerichte gleichwertigen Ausgestaltung des schiedsgerichtlichen Verfahrens (vgl. BGHZ 132, 278, 282 - Schiedsfähigkeit I;… BGHZ 180, 221 Rn. 13 - Schiedsfähigkeit II), dass die Zustellung des Schiedsspruchs, die die Frist für das Abhilfeverfahren in Gang setzt, nach § 4 Satz 4 und 5 der Verfahrensvereinbarung auch an bevollmächtigte Rechtsanwälte durch Einschreiben mit Rückschein erfolgt, während die Zustellung eines Urteils, die Rechtsmittelfristen in Lauf setzt, an bevollmächtigte Rechtsanwälte nach ständiger Praxis gegen Empfangsbekenntnis geschieht.
- BGH, 10.05.2001 - III ZR 262/00
Rechtzeitige Erhebung der Einrede der Schiedsvereinbarung
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Rn. 15 Zu den Beschlussmängelstreitigkeiten gehören Anfechtungs-, Nichtigkeitsfeststellungs- und positive Feststellungsklagen entsprechend §§ 241 ff. AktG, nicht dagegen "einfache" Feststellungsklagen unter den Gesellschaftern nach § 256 ZPO (vgl. BGHZ 132, 278, 280 - Schiedsfähigkeit I; BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - III ZR 262/00, NJW 2001, 2176, 2177, insoweit nicht in BGHZ 147, 394).Sie haben daher nur Wirkung inter partes (BGH, NJW 2001, 2176, 2177, insoweit nicht in BGHZ 147, 394).
- BGH, 01.03.1999 - II ZR 205/98
Frist für die Erhebung einer Feststellungsklage wegen Fortbestehens der …
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Rn. 21 Der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 1. März 1999 (II ZR 205/98, NJW 1999, 2268) lassen sich dafür keine Anhaltspunkte entnehmen.Der Bundesgerichtshof hat entschieden, die Erhebung einer solchen Feststellungsklage unterliege - im Gegensatz zur gesellschaftsrechtlichen Anfechtungsklage - auch im Gesellschaftsrecht keiner zeitlichen Beschränkung (BGH, NJW 1999, 2268).
- BGH, 13.10.2008 - II ZR 112/07
Zulässigkeit eines Teilurteils bei Feststellung der Nichtigkeit eines …
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Rn. 22 Auch die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 13. Oktober 2008 (II ZR 112/07, NJW 2009, 230) stützt den Standpunkt der Rechtsbeschwerde nicht. - BGH, 30.10.2008 - III ZB 17/08
Aufhebung eines ausländischen Schiedsspruchs wegen Verstoßes gegen wesentliche …
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs stellt zugleich einen Verstoß gegen den inländischen (verfahrensrechtlichen) ordre public dar (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Juni 2005 - III ZB 65/04, SchiedsVZ 2005, 259, 260;… MünchKomm.ZPO/Münch, 4. Aufl., § 1059 Rn. 45 mwN;… Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 1059 Rn. 27; vgl. allgemein zum Begriff des inländischen ordre public BGH, Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZB 17/08, NJW 2009, 1215 Rn. 5, mwN). - BVerfG, 30.05.2008 - 1 BvR 27/08
Erschöpfung des Rechtswegs bei Gehörsverletzung
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Rn. 33 Hat die beschwerte Partei es versäumt, die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör mit der Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO geltend zu machen, ist eine auf die Verletzung des grundrechtsgleichen Rechts aus Art. 103 Abs. 1 GG gestützte Verfassungsbeschwerde mangels Erschöpfung des Rechtswegs gemäß § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG unzulässig (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. Juni 2007 - 1 BvR 1470/07, NJW 2007, 3054 f.; Kammerbeschluss vom 30. Mai 2008 - 1 BvR 27/08, juris Rn. 13 f.). - BVerfG, 27.06.2007 - 1 BvR 1470/07
Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Rn. 33 Hat die beschwerte Partei es versäumt, die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör mit der Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO geltend zu machen, ist eine auf die Verletzung des grundrechtsgleichen Rechts aus Art. 103 Abs. 1 GG gestützte Verfassungsbeschwerde mangels Erschöpfung des Rechtswegs gemäß § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG unzulässig (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. Juni 2007 - 1 BvR 1470/07, NJW 2007, 3054 f.;… Kammerbeschluss vom 30. Mai 2008 - 1 BvR 27/08, juris Rn. 13 f.). - BGH, 20.09.2001 - III ZB 57/00
Anfechtung eines Beschlusses nach abgesonderter Verhandlung über die Zulässigkeit …
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Sie können insbesondere eine Zustellung des Schiedsspruchs durch Einschreiben mit Rückschein vereinbaren (vgl. BGH, Beschluss vom 20. September 2001 - III ZB 57/00, NJW 2001, 3787, 3788) und zwar auch dann, wenn der Schiedsspruch an bevollmächtigte Rechtsanwälte zuzustellen ist. - BGH, 29.06.2005 - III ZB 65/04
Rechtsfolgen der Nichteinhaltung der Form eines Schiedsvertrages
Auszug aus BGH, 16.04.2015 - I ZB 3/14
Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs stellt zugleich einen Verstoß gegen den inländischen (verfahrensrechtlichen) ordre public dar (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Juni 2005 - III ZB 65/04, SchiedsVZ 2005, 259, 260;… MünchKomm.ZPO/Münch, 4. Aufl., § 1059 Rn. 45 mwN;… Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 1059 Rn. 27; vgl. allgemein zum Begriff des inländischen ordre public BGH…, Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZB 17/08, NJW 2009, 1215 Rn. 5, mwN). - BGH, 07.12.2009 - II ZR 139/08
Betreiben eines nach § 32 KWG erlaubnispflichtigen Finanzkommmissionsgeschäfts …
- BGH, 14.04.2010 - IV ZR 135/08
Zulässigkeit der Klage eines Erbprätendenten gegen einen anderen Erbprätendenten …
- BGH, 15.06.1959 - II ZR 44/58
Notwendige Streitgenossenschaft
- OLG München, 09.08.2012 - 23 U 4173/11
GmbH: Einrichtung eines Beirats mit einfacher Stimmenmehrheit; Umfang der …
- OLG München, 18.12.2013 - 34 Sch 14/12
Vollstreckbarerklärung eines inländischen Schiedsspruchs: Empfangswille des …
- OLG Frankfurt, 09.09.2010 - 26 SchH 4/10
GmbH: Schiedsfähigkeit von Beschlussmängelstreitigkeiten
- BGH, 12.04.2016 - II ZR 275/14
Zur Anfechtung von Gesellschafterbeschlüssen bei der Media-Saturn Holding GmbH
Der Schiedsspruch ist rechtskräftig für vollstreckbar erklärt (vgl. BGH, Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, ZIP 2015, 2019). - BVerwG, 06.08.2026 - 5 C 6.24
Formgerechter Nachweis der elektronischen Zustellung nur durch elektronisches …
Zudem ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung geklärt, dass auch die Zustellungsfiktion des § 189 ZPO in den Fällen einer (papiergebundenen oder elektronischen) Zustellung gegen Empfangsbekenntnis über die ausdrücklich geregelten Voraussetzungen des § 189 Alt. 1 ZPO hinaus den Annahmewillen oder die Empfangsbereitschaft des Zustellungsadressaten erfordert (…vgl. etwa für die papiergebundene Zustellung gegen analoges Empfangsbekenntnis BVerwG, Beschlüsse vom 17. Mai 2006 - 2 B 10.06 - Buchholz 303 § 174 ZPO Nr. 2 Rn. 5 f. …und vom 29. April 2011 - 8 B 86.10 - Buchholz 310 § 56 VwGO Nr. 13 Rn. 6;… BGH, Beschlüsse vom 13. Januar 2015 - VIII ZB 55/14 - NJW-RR 2015, 953 Rn. 7 und vom 16. April 2015 - I ZB 3/14 - WM 2015, 2018 Rn. 37 sowie für die elektronische Zustellung gegen elektronisches Empfangsbekenntnis BGH…, Urteil vom 11. Februar 2022 - V ZR 15/21 - NJW 2022, 1816 Rn. 22;… Beschluss vom 9. Mai 2025 - AnwZ 8/25 - NJW-RR 2025, 1012 Rn. 10; BSG…, Beschluss vom 18. Dezember 2024 - B 8 SO 1/24 B - juris Rn. 7; BFH…, Beschluss vom 3. Juni 2025 - VIII R 16/23 - BFH/NV 2025, 1301 Rn. 21). - BGH, 02.05.2017 - I ZB 1/16
Schiedsrichterliches Verfahren: Erfordernis der unverzüglichen Rüge der …
Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) stellt zugleich einen Verstoß gegen den inländischen (verfahrensrechtlichen) ordre public dar (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Juni 2005 - III ZB 65/04, SchiedsVZ 2005, 259, 260; Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, NJW 2015, 3234 Rn. 30 mwN).
- BGH, 23.09.2021 - I ZB 13/21
Schiedsfähigkeit IV - Personengesellschaft: Wirksamkeit einer …
Das im Rechtsstreit ergehende Urteil entfaltet keine Bindungswirkung gegenüber den nicht am Verfahren beteiligten Mitgesellschaftern (vgl. BGH…, Urteil vom 15. Juni 1959 - II ZR 44/58, BGHZ 30, 195, 196 bis 200 [juris Rn. 17 bis 25];… Urteil vom 25. Oktober 2010 - II ZR 115/09, NJW-RR 2011, 115 Rn. 30; Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, NJW 2015, 3234 Rn. 16 und 19 bis 22).Der Begriff der Beschlussmängelstreitigkeiten ist in der Rechtsprechung hinreichend konturiert und hat auch Eingang in die Vertragspraxis gefunden (vgl. OLG München…, Beschluss vom 18. Dezember 2013 - 34 Sch 14/12, juris Rn. 7; BGH, NJW 2015, 3234 Rn. 8 und 15).
- BGH, 09.10.2025 - I ZB 20/25
Ergänzende Verweisung auf die Vorschriften der Zivilprozessordnung in § 16 Abs. 5 …
Die in § 16 Abs. 5 der Schlichtungs- und Schiedsordnung für Baustreitigkeiten 2004 vorgesehene ergänzende Verweisung auf die Vorschriften der Zivilprozessordnung ist nicht dahin auszulegen, dass sie im Anschluss an den Schiedsspruch die Durchführung eines Anhörungsrügeverfahrens entsprechend § 321a ZPO vorsieht (Abgrenzung zu BGH, Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, NJW 2015, 3234 [juris Rn. 27 bis 34]).Rn. 13 Dem stehe der Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 16. April 2015 (I ZB 3/14, NJW 2015, 3234) nicht entgegen.
Die §§ 1059, 1060 ZPO stünden nach der Rechtsprechung des Senats (BGH, NJW 2015, 3234 [juris Rn. 29 bis 32]) der Vereinbarung eines Verfahrens entsprechend § 321a ZPO nicht entgegen.
Danach wird durch die Vereinbarung einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung des Schiedsspruchs zur Einleitung eines Abhilfeverfahrens wegen eines Verstoßes des Schiedsgerichts gegen den Anspruch einer Partei auf rechtliches Gehör der Rechtsschutz der Parteien gegen Gehörsverstöße weder ausgeschlossen noch übermäßig beschränkt (BGH, NJW 2015, 3234 [juris Rn. 29]).
In einem solchen Fall kann eine Partei, die einen Gehörsverstoß nicht oder nicht fristgerecht im Rahmen des vereinbarten Abhilfeverfahrens geltend gemacht hat, diesen zwar nicht mehr mit Erfolg im Rahmen des Aufhebungsverfahrens oder des Verfahrens auf Vollstreckbarerklärung des Schiedsspruchs rügen (BGH, NJW 2015, 3234 [juris Rn. 31]).
Dieser Entscheidung lag jedoch ein Schiedsvertrag zugrunde, in dem die Parteien ein an § 321a ZPO orientiertes Abhilfeverfahren und den Ausschluss jedweden Einwands von Gehörsrechtsverletzungen durch das Schiedsgericht nach Ablauf der Zwei-Wochen-Frist für das Abhilfeverfahren ausdrücklich vereinbart hatten (vgl. BGH, NJW 2015, 3234 [juris Rn. 24]).
- BGH, 10.12.2024 - II ZR 37/23
Beschlussnichtigkeitsfeststellungsklage gegen Gesellschafterbeschlüsse
Das allein reicht aber nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für die Annahme einer nach rechtlichen Grundlagen nicht gegebenen notwendigen Streitgenossenschaft nicht aus (vgl. BGH, Urteil vom 15. Juni 1959 - II ZR 44/58, BGHZ 30, 195, 200; Urteil vom 21. Dezember 1988 - VIII ZR 277/87, NJW 1989, 2133, 2134;… Urteil vom 14. April 2010 - IV ZR 135/08, FamRZ 2010, 1068 Rn. 18;… Urteil vom 4. April 2014 - V ZR 110/13, NJW-RR 2014, 903 Rn. 6; Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, WM 2015, 2018 Rn. 15;… Urteil vom 25. Juli 2017 - II ZR 235/15, ZIP 2017, 1902 Rn. 20). - KG, 09.11.2017 - 23 U 67/15
GmbH: Pflicht der Gesellschaft zur Verhinderung der Einreichung einer geänderten …
Für die Rechtskrafterstreckung auf nicht am Rechtsstreit beteiligte Personen ist ohne eine besondere Vorschrift kein Raum (BGH…, Urt. vom 10.5.2001 - III ZR 262/00 = NJW 2001, 2176, 2177; BGH, Beschluss vom 16.04.2015 - I ZB 3/14 Rn. 15, 22 = GmbHR 2015, 1148, 1150). - BGH, 21.04.2022 - I ZB 36/21
Schiedsverfahren: Verletzung des rechtlichen Gehörs bei fehlerhafter Ablehnung …
Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 103 Abs. 1 GG ist Bestandteil des (verfahrensrechtlichen) ordre public (vgl. BGH, Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, NJW 2015, 3234 [juris Rn. 30];… Beschluss vom 7. Juni 2018 - I ZB 70/17, SchiedsVZ 2018, 318 [juris Rn. 14];… Beschluss vom 9. Dezember 2021 - I ZB 21/21, WM 2022, 576 [juris Rn. 25]). - BGH, 10.03.2016 - I ZB 99/14
Schiedsgerichtliches Verfahren: Aufhebung des Schiedsspruchs bei Besetzung des …
Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) stellt zugleich einen Verstoß gegen den inländischen (verfahrensrechtlichen) ordre public dar (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Juni 2005 - III ZB 65/04, SchiedsVZ 2005, 259, 260; Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, NJW 2015, 3234 Rn. 30 mwN). - BGH, 07.06.2018 - I ZB 70/17
Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines inländischen Schiedsspruchs: …
Die Nichtgewährung rechtlichen Gehörs durch das Schiedsgericht wird von § 1059 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b ZPO erfasst (BGH, Beschluss vom 29. Juni 2005 - III ZB 65/04, SchiedsVZ 2005, 259, 260; Beschluss vom 16. April 2015 - I ZB 3/14, NJW 2015, 3234;… Regierungsentwurf zu einem Gesetz zur Neuregelung des Schiedsverfahrensrechts, BT-Drucks. 13/5274, S. 59;… Zöller/Geimer, ZPO, 32. Aufl., § 1059 Rn. 68;… Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, 7. Aufl., Kap. 24 Rn. 50). - BGH, 27.02.2026 - V ZR 98/25
Wohnungseigentümer: Feststellungsklage gegen Gemeinschaftsordnung zulässig
- BGH, 16.12.2015 - I ZB 109/14
Rechtsbeschwerde gegen Vollstreckbarerklärung eines inländischen Schiedsspruchs: …
- BGH, 21.04.2016 - I ZB 7/15
Verfahren auf Aufhebung eines inländischen Schiedsspruchs: Bindungswirkung einer …
- OLG Köln, 09.09.2022 - 19 Sch 13/22
Zurückweisung eines Antrags auf Aufhebung eines Schiedsspruchs
- OLG Frankfurt, 26.02.2024 - 26 SchH 7/23
Auswirkungen einer Teilunwirksamkeit der Schiedsvereinbarung
- BayObLG, 20.01.2023 - 102 Sch 115/21
Zulässige Anträge auf Vollstreckbarerklärung aus einem Schiedsspruch
- BGH, 23.09.2021 - I ZB 12/21
GmbH-Gesellschaftsvertrag: Teilnichtigkeit einer Schiedsklausel; Entscheidung …
- BayObLG, 07.05.2025 - 101 Sch 139/24
Aufhebungsverfahren, Beschlussmängelstreitigkeit, Schiedsverfahren, …
- OLG München, 09.11.2015 - 34 Sch 27/14
Überprüfung eines inländischen Schiedsspruchs
- BayObLG, 04.07.2023 - 101 Sch 28/22
Vollstreckbarkeit eines Schiedsspruchs bei einer gesellschaftsrechtlichem …
- OLG Köln, 26.08.2022 - 19 Sch 17/22
- OLG Hamburg, 13.07.2016 - 6 Sch 1/16
- OLG Hamburg, 13.07.2016 - 6 Sch 3/16
- BGH, 10.03.2016 - I ZB 100/14
Rechtsbeschwerde gegen die Zurückweisung des Antrags auf Vollstreckbarerklärung …
- OLG München, 29.01.2018 - 34 Sch 31/15
Verletzung des rechtlichen Gehörs im Schiedsgerichtsverfahren
- BayObLG, 07.05.2025 - 101 Sch 25/23
Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung, Bayerisches Oberstes Landesgericht, …
- BayObLG, 17.05.2023 - 102 Sch 44/22
Aufhebungsverfahren - inländischer Schiedsspruch
- OLG Jena, 23.01.2025 - 1 Sch 2/23
Aufhebung des Schiedsspruchs wegen Verletzung rechtlichen Gehörs
- OLG Jena, 13.02.2025 - 1 Sch 2/23
Schiedsrichterliches Verfahren: Aufhebung eines Schiedsspruchs wegen einer …
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Rechtsprechung
| BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14 |
Volltextveröffentlichungen (15)
- Doctrine
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - lexetius.com
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Haftung des Anlageberaters: Pflicht zur Aufklärung über das Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 280 BGB, § 675 BGB, § 171 HGB, § 172 Abs 4 HGB
Haftung des Anlageberaters: Pflicht zur Aufklärung über das Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung - IWW
§§ 171, 172 Abs. 4 HGB, § 172 Abs. 4 HGB, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 172 Absatz 4 HGB
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Aufklärung durch einen Anlageberater über das Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung bzgl. der Begrenzung auf 10 % des Anlagebetrages
- zip-online.de
Aufklärungspflicht des Anlageberaters über Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung auch bei Begrenzung auf 10 % des Anlagebetrags
- ra.de
- blogspot.de (Kurzinformation und Volltext)
Anlageberatung: Aufklärungspflicht über die Kommanditistenhaftung nach §§ 171, 172 HGB
- rechtsportal.de
HGB § 171 ; HGB § 172 Abs. 4
Aufklärung durch einen Anlageberater über das Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung bzgl. der Begrenzung auf 10 % des Anlagebetrages - ibr-online
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (12)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Kommanditistenhaftung in der Anlageberatung
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Anlageberater hat stets über Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung aufzuklären
- zbb-online.com (Leitsatz)
BGB §§ 280, 675; HGB § 172 Abs. 4
Aufklärungspflicht des Anlageberaters über Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung auch bei Begrenzung auf 10 % des Anlagebetrags
- Betriebs-Berater (Leitsatz)
Das Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung ist auch im Fall der Haftungsbeschränkung aufklärungspflichtig
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Anlageberater hat stets über Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung aufzuklären
- das-gesellschaftsrecht-blog.de (Kurzinformation)
Über § 172 Abs. 4 HGB muss der Anlageberater stets aufklären
- anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)
Pflicht zur Aufklärung bei geschlossenen Fonds
- anwalt24.de (Kurzinformation)
Pflicht zur Aufklärung bei geschlossenen Fonds
- anwalt24.de (Kurzinformation)
KGAL-Schiffsbeteiligung SeaClass 7
- anwalt.de (Kurzinformation)
Aufklärungspflichten bei Kündigung einer bestehenden und des Abschlusses einer neuen Lebensversicherung
- anwalt.de (Kurzinformation)
KGAL SeaClass 7 - Chancen der Rückabwicklung für Anleger
- datenbank.nwb.de (Kurzinformation)
Aufklärung über Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung
Besprechungen u.ä.
- Jurion (Entscheidungsbesprechung)
Anlageberater hat stets über Risiko einer wieder auflebenden Kommanditistenhaftung aufzuklären
Verfahrensgang
- LG Hannover, 25.07.2013 - 5 O 202/12
- OLG Celle, 20.02.2014 - 11 U 200/13
- BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
Papierfundstellen
- NJW-RR 2015, 298
- ZIP 2015, 79
- MDR 2015, 210
- WM 2015, 68
- WM 2016, 193
- BB 2015, 65
- DB 2015, 123
- NZG 2015, 237
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (6)
- BGH, 22.07.2010 - III ZR 203/09
Verjährungsbeginn für Schadensersatzansprüche gegen den Kapitalanlageberater bzw. …
Auszug aus BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
In diesem Zusammenhang gehört es nach der Senatsrechtsprechung, die das Berufungsgericht teilt, insbesondere zu den Pflichten eines Anlageberaters, den Anleger über das Risiko der Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB aufzuklären (Urteil vom 22. Juli 2010 - III ZR 203/09, NJW-RR 2010, 1623 Rn. 20, 23; vgl. auch - bezüglich etwaiger Prospekthaftungsansprüche - BGH…, Urteil vom 8. Oktober 2013 - II ZR 335/12, Rn. 28).beteiligt hätte (vgl. Urteil vom 22. Juli 2010 - III ZR 203/09, NJW-RR 2010, 1623 Rn. 20), die jedoch eine entgegenstehende tatrichterliche Würdigung nicht ausschließt.
- BGH, 12.02.2004 - III ZR 359/02
Pflicht zur Offenlegung einer Provision bei der Vermittlung von Anteilen an einem …
Auszug aus BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
Rn. 11 Fehl geht das Argument des Berufungsgerichts, es sei ein Wertungswiderspruch, eine Aufklärungspflicht des Anlageberaters bei einem Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs. 4 HGB in Höhe von 10 % des Einlagebetrags anzunehmen, nicht jedoch bei einem Kapitalabfluss für Provisionen bis zu 15 % der Beteiligungssumme (vgl. insoweit Senatsurteil vom 12. Februar 2004 - III ZR 359/02, BGHZ 158, 110, 118, 121). - BGH, 24.04.2014 - III ZR 389/12
Prospekthaftung bei Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds: …
Auszug aus BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
Insbesondere muss er den Interessenten über die Eigenschaften und Risiken unterrichten, die für die Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben oder haben können (st. Rspr., vgl. Senatsurteil vom 24. April 2014 - III ZR 389/12, NJW-RR 2014, 1075 Rn. 8 mwN).
- BGH, 08.10.2013 - II ZR 335/12
Kommanditgesellschaft: Inanspruchnahme eines Mitgesellschafters für …
Auszug aus BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
In diesem Zusammenhang gehört es nach der Senatsrechtsprechung, die das Berufungsgericht teilt, insbesondere zu den Pflichten eines Anlageberaters, den Anleger über das Risiko der Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB aufzuklären (…Urteil vom 22. Juli 2010 - III ZR 203/09, NJW-RR 2010, 1623 Rn. 20, 23; vgl. auch - bezüglich etwaiger Prospekthaftungsansprüche - BGH, Urteil vom 8. Oktober 2013 - II ZR 335/12, Rn. 28). - OLG Brandenburg, 04.04.2012 - 5 U 52/11
Kapitalanlagerecht: Geldanlage in einen Filmfonds; Schadensersatz wegen …
Auszug aus BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
Rn. 10 3. Soweit das Berufungsgericht hier eine Pflicht zur Aufklärung verneint, weil die Haftung des Anlegers - entweder unmittelbar als Kommanditist oder mittelbar als Treugeber, der dem Rückgriff des Treuhandkommanditisten ausgesetzt ist - nach § 172 Abs. 4 HGB auf 10 % des eingetragenen Haftkapitals begrenzt sei (so auch Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 19. Dezember 2013 - 5 U 158/11 Umdruck S. 19 f und Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 4. April 2012 - 5 U 52/11, juris Rn. 38), hält dies einer rechtlichen Nachprüfung nicht stand. - OLG Bamberg, 16.11.2011 - 5 U 158/11
Zur Frage des angemessenen Schmerzensgeldes einer zum Unfallzeitpunkt 14jährigen
Auszug aus BGH, 04.12.2014 - III ZR 82/14
Rn. 10 3. Soweit das Berufungsgericht hier eine Pflicht zur Aufklärung verneint, weil die Haftung des Anlegers - entweder unmittelbar als Kommanditist oder mittelbar als Treugeber, der dem Rückgriff des Treuhandkommanditisten ausgesetzt ist - nach § 172 Abs. 4 HGB auf 10 % des eingetragenen Haftkapitals begrenzt sei (so auch Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht, Urteil vom 19. Dezember 2013 - 5 U 158/11 Umdruck S. 19 f und Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Urteil vom 4. April 2012 - 5 U 52/11, juris Rn. 38), hält dies einer rechtlichen Nachprüfung nicht stand.
- BGH, 10.01.2019 - III ZR 109/17
Anlageberatungsvertrag: Wirksamkeit einer vom Berater vorformulierten Bestätigung …
Dabei muss er den Interessenten über die Eigenschaften und Risiken unterrichten, die für die Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben oder haben können (…st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 23. März 2017 - III ZR 93/16, WM 2017, 799 Rn. 11…, vom 18. Februar 2016 - III ZR 14/15, WM 2016, 504 Rn. 15; vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, WM 2015, 68 Rn. 9 …und vom 24. April 2014 - III ZR 389/12, NJW-RR 2014, 1075 Rn. 9 und 12; jew. mwN). - BGH, 18.02.2016 - III ZR 14/15
Haftung des Anlageberaters: Pflicht zur Aufklärung über das Wiederaufleben der …
Zur Frage der Aufklärungspflicht über das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs. 4 HGB in einem Anlageprospekt, der die Beteiligung an einem geschlossen Immobilienfonds zum Gegenstand hat (Bestätigung und Fortführung des Senatsurteils vom 4. Dezember 2014, III ZR 82/14, WM 2015, 68).Insbesondere muss er den Interessenten über die Eigenschaften und Risiken unterrichten, die für die Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben oder haben können (…st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 24. April 2014 - III ZR 389/12, NJW-RR 2014, 1075 Rn. 9 mwN und vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, WM 2015, 68 Rn. 9).
Dementsprechend gehört es zu den Pflichten eines Anlageberaters, über das Risiko aufzuklären, dass die Kommanditistenhaftung der Anleger trotz vollständig erbrachter Einlageleistung unter den Voraussetzungen des § 172 Abs. 4 HGB wieder auflebt (…Senatsurteile vom 22. Juli 2010 - III ZR 203/09, NJW-RR 2010, 1620 Rn. 20, 23 und vom 4. Dezember 2014 aaO).
Im Rahmen des Anlageberatungsgesprächs muss deshalb darüber aufgeklärt werden, da es in die Entscheidung des Anlegers gestellt ist, welche Bedeutung er diesem Risiko bei der ins Auge gefassten Kapitalanlage beimessen will (Senatsurteil vom 4. Dezember 2014 aaO Rn. 10).
- BGH, 25.10.2022 - II ZR 22/22
Schadensersatzanspruch des Kapitalanlegers bei Prospektfehlern: …
Zu den aufklärungspflichtigen Risiken einer Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft gehört, dass die Kommanditistenhaftung der Anleger trotz vollständiger Einlageleistung unter den Voraussetzungen des § 172 Abs. 4 HGB wieder auflebt (BGH, Beschluss vom 9. November 2009 - II ZR 16/09, ZIP 2009, 2335; Urteil vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, ZIP 2015, 79 Rn. 9;… Urteil vom 18. Februar 2016 - III ZR 14/15, ZIP 2016, 528 Rn. 15).Eine Aufklärungspflicht besteht auch dann, wenn das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs. 4 HGB auf 10 % des Anlagebetrags begrenzt ist (BGH, Urteil vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, ZIP 2015, 79 Rn. 10).
- BGH, 07.02.2019 - III ZR 498/16
abgelehnte Prospektlektüre - Kapitalanlageberatung: Pflichtenumfang des …
In Bezug auf das Anlageobjekt muss der Anlageberater den Interessenten insbesondere über die Eigenschaften und Risiken unterrichten, die für die Anlageentscheidung wesentliche Bedeutung haben oder haben können (…st. Rspr., zB Senat, Urteile vom 23. März 2017 - III ZR 93/16, WM 2017, 799 Rn. 11;… vom 18. Februar 2016 - III ZR 16/15, WM 2016, 504 Rn. 15; vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, WM 2015, 68 Rn. 9 …sowie vom 24. April 2014 - III ZR 389/12, NJW-RR 2014, 1075 Rn. 9; jeweils mwN). - OLG München, 26.09.2019 - 23 Kap 2/17
Fonds Wachtsumswerte Neues Europa - Apollo Business Center Bratislava, Hannover …
Dementsprechend hat auch der BGH bereits entschieden (Urteil vom 04.12.2014, III ZR 82/14, juris Tz. 10), das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung habe erhebliche Auswirkungen auf die prognostizierte Rendite, die nachträglich wieder entfallen oder verringert werden könne.Zudem hat auch eine geringe Haftung Auswirkungen auf die Erzielung der prognostizierten Rendite und damit den Erfolg der Beteiligung aus Sicht des Anlegers (vgl. dazu schon BGH, Urteil vom 04.12.2014, III ZR 82/14, juris Tz. 10).
- OLG Celle, 31.08.2016 - 11 U 3/16
Grob fahrlässige Unkenntnis eines Anlegers im Hinblick auf das Lesen der …
Rn. 119 Der Senat geht - in Kenntnis des Urteils des Bundesgerichtshofes vom 4. Dezember 2014 (III ZR 82/14, zitiert nach juris, Rn. 10, 12) und in Ausübung seiner tatrichterlichen Würdigung - allerdings in ständiger Rechtsprechung ohnehin davon aus, dass die Aufklärung über das Risiko des Wiederauflebens der Kommanditistenhaftung ohne Einfluss auf die Anlageentscheidung bleibt, wenn die potentielle Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB auf 1 % seiner Beteiligung begrenzt und damit ohne wirtschaftliche Bedeutung ist. - OLG Celle, 15.09.2016 - 11 U 209/15
Pflichten des Anlageberaters bei Zurückweisung des im angebotenen …
Im Übrigen lehnt der Bundesgerichtshof den von der Beklagten gezogenen Rückschluss von der Hinnahme eines allgemeinen unternehmerischen (Total-) Verlustrisikos auf die Hinnahme anderer Anlagerisiken gerade ab (vgl. BGH, Urteil vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, juris, Rn. 10). - BGH, 05.09.2019 - III ZR 73/18
Die wiederaufgelebte Kommanditistenhaftung - und die Belehrungspflicht des …
Insoweit ist grundsätzlich - auch beim Treugeber, der dem Rückgriff des Treuhandkommanditisten ausgesetzt ist - über das Risiko des Wiederauflebens der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs. 4 HGB aufzuklären, und zwar ungeachtet dessen, dass die Haftsumme - wie hier - nur 10 % der Einlage betrug (Senatsurteil vom 4. Dezember 2014 - III ZR 82/14, WM 2015, 68 Rn. 10). - OLG Düsseldorf, 14.04.2016 - 16 U 30/15
Pflichten des Anlageberaters bei Vermittlung einer Beteiligung an einem …
Rn. 80 Im Rahmen eines Beratungsvertrages ist auch über die eingeschränkte Fungibilität (BGH, Urteil vom 17. September 2015 - III ZR 384/14 -, juris), die Kommanditistenhaftung gemäß § 172 Abs. 4 HGB (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 04. Dezember 2014 - III ZR 82/14 -, juris) und das Währungsrisiko (BGH, Urteil vom 07. Oktober 2008 - XI ZR 89/07 -, BGHZ 178, 149-158) aufzuklären. - OLG Karlsruhe, 24.10.2017 - 17 U 7/17
Kapitalanlageberatung im Zusammenhang mit der Investition in eine …
Denn nur aufgrund von Informationen, die ein zutreffendes aktuelles Bild der empfohlenen Anlage bieten, kann der Interessent eine sachgerechte Anlageentscheidung treffen (…st. Rspr, vgl. nur BGH, Urteile vom 18.01.2007 - III ZR 44/06, WM 2007, 542 Rn. 10…, vom 24.04.2014 - III ZR 389/12, NJW-RR 2014, 1075 Rn. 9, vom 04.12.2014 - III ZR 82/14, WM 2015, 68 Rn. 9 …und vom 18.02.2016 - III ZR 14/15 -, juris Rn. 15 jeweils m.w.N.). - OLG Hamburg, 30.06.2022 - 6 Kap 1/21
Lloyd Fonds Flottenfonds XI: Musterfeststellungsanträge abgewiesen
- OLG Frankfurt, 03.05.2019 - 19 U 143/18
Anlageberatung: Notwendige Aufklärung über das Wiederaufleben der …
- OLG Frankfurt, 17.04.2020 - 17 U 9/19
Anforderungen an Anlageberatung bei nachgesandtem Prospekt (Schiffsfonds)
- KG, 18.03.2019 - 23 U 49/17
Prospekthaftung bei einer Kapitalanlage in Form einer Kommanditbeteiligung: …
- LG Berlin, 10.07.2015 - 2 O 301/14
Anlageberatungsvertrag - Schadensersatzanspruch bei Pflichtverletzungen
- OLG Hamm, 12.10.2017 - 34 U 97/16
Schadensersatzansprüche wegen behaupteter fehlerhafter Anlageberatung
- LG Hannover, 13.07.2018 - 8 O 104/17
Kapitalanlage - Verjährung Schadenersatzansprüche
- LG Essen, 07.01.2015 - 11 O 110/14
- LG Köln, 19.01.2017 - 30 O 390/15
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