Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.12.2015

Rechtsprechung
   BGH, 11.06.2015 - I ZR 19/14   

Volltextveröffentlichungen (13)

  • lexetius.com

    UrhG § 85 Abs. 1 Satz 1, § 97; BGB § 670; ZPO § 286 Abs. 1, § 287, § 559 Abs. 1

  • IWW

    § 85 Abs. 1 UrhG, § ... 97 UrhG, § 19a UrhG, § 97 Abs. 1 Satz 1 UrhG, §§ 677, 683 Satz 1, § 670 BGB, § 85 Abs. 1 Satz 1 UrhG, § 138 Abs. 4 ZPO, § 10 UrhG, Art. 5 Buchst. a und b der Richtlinie 2004/48/EG, § 10 Abs. 3 UrhG, § 85 UrhG, § 551 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ZPO, § 2 UrhG, § 559 Abs. 2 ZPO, § 286 Abs. 1 ZPO, § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, § 559 Abs. 1 ZPO, § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b ZPO, § 551 Abs. 3 Nr. 2 ZPO, Richtlinie 2004/48/EG, § 97 Abs. 1 UrhG, § 287 Abs. 1 ZPO, § 287 ZPO, §§ 85 Abs. 1, 19a UrhG, §§ 830, 840 Abs. 1 BGB, § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO, 670 BGB, § 97a UrhG, § 677 BGB, § 97a Abs. 2 UrhG, §§ 97, 77, 78 Nr. 1, 85, 16, Nr. 2300 RVG VV, § 320 Abs. 1 ZPO, § 314 Satz 1 ZPO, § 12 Abs. 4 UWG, § 97 Abs. 1 ZPO

  • openjur.de

    § 670 BGB; §§ 85 Abs. 1 Satz 1, 97 UrhG; §§ 559 Abs. 1, 287, 286 Abs. 1 ZPO
    Tauschbörse I

  • bundesgerichtshof.de PDF

    Tauschbörse I

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 85 Abs 1 S 1 UrhG, § 97 Abs 1 S 1 UrhG vom 23.06.1995, § 286 Abs 1 ZPO
    Urheberrechtsverletzung durch Beteiligung an einer Internet-Musiktauschbörse: Nachweis der Inhaberschaft von Tonträgerherstellerrechten; Nachweis der öffentlichen Zugänglichmachung im Internet; Nachweis der Zuordnung der ermittelten IP-Adresse zu einem konkreten Internetanschluss zum Tatzeitpunkt - Tauschbörse I

  • damm-legal.de

    Zum Nachweis der Rechtsinhaberschaft und Beweis eines Filesharing-Verstoßes - Tauschbörse I

  • JurPC

    Tauschbörse I

  • Jurion

    Eintrag eines Tonträgerherstellers als Lieferant eines Musikalbums in einer Katalogdatenbank als erhebliches Indiz für die Inhaberschaft von Tonträgerherstellerrechten; Beweisführung des öffentlich Zugänglichmachens von Musikdateien unter einer IP-Adresse während eines bestimmten Zeitraums; Vorlage eines durch Screenshots dokumentierten Ermittlungsvorgangs des vom klagenden Tonträgerhersteller beauftragten Unternehmens; Verletzung der dem Hersteller von Tonträgern zustehenden Verwertungsrechte; Anbieten von Tonaufnahmen mittels eines FilesharingProgramms in sogenannten "Peer-to-Peer"-Netzwerken im Internet

  • online-und-recht.de

    Tauschbörse I

  • kanzlei.biz

    Zum Nachweis der Inhaberschaft von Tonträgerherstellerrechten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Eintrag eines Tonträgerherstellers als Lieferant eines Musikalbums in einer Katalogdatenbank als erhebliches Indiz für die Inhaberschaft von Tonträgerherstellerrechten; Beweisführung des öffentlich Zugänglichmachens von Musikdateien unter einer IP-Adresse während eines bestimmten Zeitraums; Vorlage eines durch Screenshots dokumentierten Ermittlungsvorgangs des vom klagenden Tonträgerhersteller beauftragten Unternehmens; Verletzung der dem Hersteller von Tonträgern zustehenden Verwertungsrechte; Anbieten von Tonaufnahmen mittels eines FilesharingProgramms in sogenannten "Peer-to-Peer"-Netzwerken im Internet

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (42)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zur Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • beckmannundnorda.de (Leitsatz)

    Zum Nachweis der Rechtsverletzung anhand der IP-Adresse - Filesharing

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    BGH konkretisiert Filesharing-Rechtsprechung zur Haftung für Minderjährige, Schadensersatz und Schadenshöhe - 200 EURO pro Musiktitel

  • ferner-alsdorf.de (Rechtsprechungsübersicht)

    Filesharing

  • ra-skwar.de (Pressemitteilung)

    Filesharing, illegales - Haftung - Erziehungsberechtigte

  • kanzlei-lachenmann.de (Rechtsprechungsübersicht)

    Filesharing: Abzocke der Musikindustrie

  • ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)

    Zur Verantwortung beim Filesharing

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Tauschbörse

  • faz.net (Pressebericht, 11.06.2015)

    Illegaler Internet-Musiktausch: Teures Teilen

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Internet-Tauschbörse - und die Schadensersatzpflicht der Teilnehmer

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Internet-Tauschbörse - und der illegale Musikdownload

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • ip-rechtsberater.de (Kurzinformation)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Internet-Tauschbörsen - Eltern haften dafür, wenn Kinder illegal Musikdateien laden

  • nwb.de (Kurzmitteilung)

    Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Indiz für die Inhaberschaft von Tonträgerherstellerrechten - Tauschbörse I

  • rabüro.de (Pressemitteilung)

    Schadenersatz wegen illegalem Filesharing

  • blogspot.de (Ausführliche Zusammenfassung)

    Neues BGH-Filesharing-Urteil überrascht

  • Telepolis (Pressebericht, 11.06.2015)

    Elternhaftung bei Filesharing abhängig von der Belehrung

  • e-recht24.de (Kurzinformation)

    Eltern müssen bei Filesharing Abmahnungen zahlen

  • zeit.de (Pressemeldung, 11.06.2015)

    Filesharing: Eltern haften nicht immer für ihre Kinder

  • tagesspiegel.de (Pressebericht, 11.06.2015)

    Filesharing: Eltern haften für ihre Kinder - ein bisschen

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Zur Verantwortung beim Filesharing

  • urheberrecht-leipzig.de (Kurzinformation)

    Filesharing: 200 Euro Schadensersatz bei Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

  • ra-staemmler.de (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-III

  • dr-schenk.net (Rechtsprechungsübersicht)

    Urheberrecht: Der Bundesgerichtshof bestätigt in drei Urteilen Haftung des Anschlussinhabers für Filesharing!

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Filesharing: "Tauschbörse"

  • waldorf-frommer.de (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-III

  • it-recht-kanzlei.de (Pressemitteilung)

    Anschlussinhaber und Eltern aufgepasst: Haftung

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Tauschbörse I - III

  • urheberrecht-leipzig.de (Kurzinformation)
  • waldorf-frommer.de (Leitsatz)

    "Tauschbörse I-III"

  • raschlegal.de (Kurzinformation)

    Haftung von Anschlussinhabern

  • wvr-law.de (Zusammenfassung)

    Filesharing: Zur tatsächlichen Vermutung und zur Höhe des Schadensersatzes

  • raschlegal.de (Leitsatz)

    Haftung von Anschlussinhabern

  • kvlegal.de (Kurzinformation)

    Zur Verantwortung beim Filesharing

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Wenn Internetanschlussinhaber wegen Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommen wird

  • new-media-law.net (Kurzinformation)

    Tauschbörse I-II

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Schadensersatz bei Filesharing: Eltern haften für ihre Kinder


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • wbs-law.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Neues Grundsatzurteil zum Filesharing erwartet

  • dr-wachs.de (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Filesharing

  • new-media-law.net (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Filesharing

Besprechungen u.ä. (8)

  • internet-law.de (Entscheidungsbesprechung)

    Neues vom BGH zum Thema Filesharing

  • offenenetze.de (Entscheidungsbesprechung)

    Schlussfolgerungen und Fragen nach den Tauschbörse-Entscheidungen des BGH

  • ipjaeschke.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Entscheidungen zugunsten der Musikindustrie

  • internetrecht-nuernberg.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Veränderungen durch neue Filesharing-Urteile des Bundesgerichtshofs

  • lto.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Illegaler Musiktausch im Internet: 200 Euro pro Titel

  • ipjaeschke.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Tauschbörse I - III

  • taz.de (Pressekommentar, 11.06.2015)

    Am besten selber Musizieren

  • beck.de (Entscheidungsbesprechung)

    Pauschale Vorwürfe im Filesharingprozess sind ungenügend

Sonstiges (2)

  • wvr-law.de (Sitzungsbericht und Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

    Filesharing: Zur tatsächlichen Vermutung und zur Höhe des Schadensersatzes

  • raschlegal.de (Äußerung von Verfahrensbeteiligten)

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2016, 942
  • MDR 2016, 171
  • GRUR 2016, 176
  • MMR 2016, 121
  • K&R 2016, 114
  • ZUM 2016, 173



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Wird zitiert von ... (11)  

  • BGH, 11.06.2015 - I ZR 7/14  

    Zur Schadensersatzpflicht wegen Teilnahme an einer Internet-Tauschbörse

    Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass das Anbieten von Tonaufnahmen mittels eines Filesharing-Programms in sogenannten "Peer-to-Peer"-Netzwerken im Internet das Recht auf öffentliche Zugänglichmachung des Herstellers des Tonträgers, auf dem die Tonaufnahme aufgezeichnet ist, verletzt (BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 14 - Tauschbörse I; Vogel in Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, 4. Aufl., § 85 UrhG Rn. 47; Boddien in Fromm/Nordemann, Urheberrecht, 11. Aufl., § 85 UrhG Rn. 56; Schaefer in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 85 UrhG Rn. 40).

    b) Das Landgericht ist ferner zu Recht davon ausgegangen, dass diese Eintragungen in der Datenbank ein erhebliches Indiz für die Inhaberschaft der Tonträgerherstellerrechte ist (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 17 ff. - Tauschbörse I).

    Diese Beurteilung ist frei von Rechtsfehlern (vgl. im Einzelnen BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 18 ff. - Tauschbörse I).

    Ausreichend ist bereits, dass Dritten der Zugriff auf das sich in der Zugriffssphäre des Vorhaltenden befindende geschützte Werk eröffnet wird (BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 28 - Tauschbörse I; zu § 19a UrhG BGH, Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 69/08, BGHZ 185, 291 Rn. 19 - Vorschaubilder I, mwN).

    Es hat auf die Ausführungen in einer eigenen Entscheidung (OLG Köln, WRP 2012, 1006, 1010 Rn. 38 f.) sowie die Ausführungen des Oberlandesgerichts Hamburg (MMR 2014, 127, 130 f.) Bezug genommen, in denen die Angemessenheit des Ansatzes von 400 möglichen Zugriffen plausibel begründet wurde (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 61 - Tauschbörse I).

    Die Bestimmung eines fiktiven Lizenzbetrages in Höhe von 200 EUR je Musikaufnahme hält sich bei der Geltendmachung von 15 Verletzungsfällen noch im Rahmen dessen, was bei vertraglicher Einräumung ein vernünftiger Lizenzgeber gefordert und ein vernünftiger Lizenznehmer gewährt hätte, wenn beide die im Zeitpunkt der Entscheidung gegebene Sachlage gekannt hätten (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 65 - Tauschbörse I).

    Diese Beurteilung hält der rechtlichen Nachprüfung stand (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 58 ff. - Tauschbörse I).

    Daraus ergibt sich, dass eine eigenständige Verwertungshandlung im Sinne von §§ 85 Abs. 1, 19a UrhG vorliegt, wenn die Zugriffsmöglichkeit für Dritte eröffnet wird (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 64 - Tauschbörse I).

  • BGH, 11.06.2015 - I ZR 75/14  

    Urheberrechtsverletzung durch Beteiligung an einer Internet-Musiktauschbörse:

    Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass das Anbieten von Tonaufnahmen mittels eines Filesharing-Programms in sogenannten "Peer-to-Peer"-Netzwerken im Internet das Recht auf öffentliche Zugänglichmachung des Herstellers des Tonträgers, auf dem die Tonaufnahme aufgezeichnet ist, verletzt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, juris Rn. 14 - Tauschbörse I; Vogel in Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, 4. Aufl., § 85 UrhG Rn. 47; Boddien in Fromm/Nordemann, Urheberrecht, 11. Aufl., § 85 UrhG Rn. 56; Schaefer in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 4. Aufl., § 85 UrhG Rn. 40).

    Diese Beurteilung ist rechtsfehlerfrei (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 17 ff. - Tauschbörse I) und wird von der Revision ebenfalls nicht angegriffen.

    Es hat auf die Ausführungen in einer eigenen Entscheidung (OLG Köln, WRP 2012, 1006, 1010 Rn. 38 f.) sowie die Ausführungen des Oberlandesgerichts Hamburg (MMR 2014, 127, 130 f.) Bezug genommen, in denen die Angemessenheit des Ansatzes von 400 möglichen Zugriffen plausibel begründet wurde (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 61 - Tauschbörse I).

    Daraus ergibt sich, dass eine eigenständige Verwertungshandlung im Sinne von §§ 85 Abs. 1, 19a UrhG vorliegt, wenn die Zugriffsmöglichkeit für Dritte eröffnet wird (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 64 - Tauschbörse I).

    Das Berufungsgericht ist außerdem zutreffend - und von der Revision nicht beanstandet - davon ausgegangen, dass Form und Inhalt der streitgegenständlichen Abmahnung den für die Erstattungsfähigkeit der durch sie entstandenen Kosten zu stellenden Anforderungen entspricht (vgl. dazu BGH, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, Rn. 70 f. - Tauschbörse I).

  • OLG München, 14.01.2016 - 29 U 2593/15  

    Sekundäre Darlegungslast zum Zugriff Dritter auf Internetanschluss bei

    Diese Feststellungen (vgl. zu gleichartigen Feststellungen auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2016 - I ZR 19/14 - Tauschbörse I Tz. 52) hat der Senat gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO seiner Entscheidung zugrunde zu legen, weil keine konkreten Anhaltspunkte vorgetragen oder sonst ersichtlich sind, welche Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen begründen und deshalb eine erneute Feststellung gebieten könnten.

    Wie das Landgericht zutreffend - und mit der Berufung nicht gesondert angegriffen - festgestellt hat, haben die Beklagten schuldhaft gehandelt, da sich die Beteiligung an einer Internettauschbörse als zumindest fahrlässig darstellt (vgl. auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2016 - I ZR 19/14 - Tauschbörse I Tz. 53).

    Insbesondere verletzen weder die Schätzgrundlage des Landgerichts, dass grundsätzlich ein Betrag von 200,- EUR pro Musiktitel, bei elf Titeln also ein Gesamtbetrag von 2.200,- EUR, in Betracht komme (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, juris, Tauschbörse I Tz. 54 ff.; Urt. v. 11. Juni 2015 - I ZR 7/14, juris, Tauschbörse II Tz. 39 ff.; a. a. O., - Tauschbörse III Tz. 49 ff.), noch die Annahme einer moderaten Erhöhung wegen des besonderen Erfolgs des streitbefangenen Musikalbums auf 2.500,- EUR das durch § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO eröffnete Ermessen.

  • AG Berlin-Charlottenburg, 08.06.2016 - 231 C 65/16  

    Haftet Chef für Filesharing am Arbeitsplatz?

    Auch aus den neueren Entscheidungen des Bundesgerichtshofs aus Juni 2015 (Urteile vom 11.06.2015, Az. I ZR 19/14, I ZR 21/14 und I ZR 75/14, - juris) folgt nicht, dass der Vortrag des Anschlussinhabers zur Erschütterung der tatsächlichen Vermutung von diesem bewiesen werden müsse.

    Es ging in dem "Mallorca-Fall" (Az. I ZR 19/14) gerade nicht primär darum, dass die Beklagtenseite einen alternativen Geschehensablauf dargetan hatte.

    Ähnliches gilt für die beiden anderen vom BGH zu entscheidenden Fälle, bei denen es in einem Fall nur um die Belehrung der feststehenden minderjährigen Täterin ging (Az. I ZR 7/14) und in dem dritten Fall (Az. I ZR 19/14) ebenfalls nicht um einen alternativen Geschehensablauf, sondern - wie im "Mallorca-Fall" - um das Bestreiten der Täterschaft sämtlicher dortiger Familienmitglieder (und mithin auch dort um das Bestreiten der Richtigkeit der Ermittlung).

  • OLG Schleswig, 14.06.2016 - 6 W 6/16  
    Als Schadensersatz wird deshalb die fiktiv vereinbarte Lizenzgebühr geschuldet (von Wolff in Wandtke/Bullinger, 4. Aufl. 2014, § 97 RdNr. 69, 74; BGH GRUR 2016, 176, 182 RdNr. 65), jedoch - von den GEMA-Fällen abgesehen - kein darüberhinausgehender Aufschlag, durch den etwa das Verschulden des Verletzers noch angemessen berücksichtigt werden könnte (kritisch hierzu im Hinblick auf Art. 13 Abs. 1 Satz 2 b der Richtlinie 2004/48/EG - Enforcement-Richtlinie - von Wolff aaO. RdNr. 82 f).

    Jedenfalls lässt sich ein solcher Faktor den jüngst veröffentlichten Entscheidungen Tauschbörse 1, 11 und III (BGH GRUR 2016, 176, 184 und 191) nicht entnehmen.

    Dabei wird jedoch übersehen, dass Anbieter und Tauschpartner im Rahmen des "File-Sharing" nicht dieselbe Rechtsverletzung begehen (BGH GRUR 2016, 176, 182 RdNrn. 63 f - Tauschbörse I; BGH GRUR 2016, 184, 188 RdNr. 51 - Tauschbörse II; BGH GRUR 2016, 191, 196 RdNr. 56 - Tauschbörse III; Schaub GRUR 2016, 152, 156).

  • OLG München, 28.01.2016 - 29 U 2798/15  

    Keine Täter- oder Teilnehmerhaftung eines Videoclip-Plattformbetreibers

    (1) Tathandlung ist bei der Verletzung des Rechts der öffentlichen Zugänglichmachung gemäß § 19aUrhG entgegen der Diktion der Klägerin nicht die Übermittlung einer das betreffende Musikwerk enthaltenden Datei; ausreichend ist vielmehr bereits, dass Dritten der Zugriff auf das sich in der Sphäre des Vorhaltenden befindende Werk eröffnet wird, ohne dass es darauf ankäme, ob diese Möglichkeit tatsächlich genutzt - das Werk also tatsächlich übermittelt - worden ist (vgl. BGH GRUR 2016, 176 - Tauschbörse I Tz. 28 m. w. N. [soweit dort von Hochladen gesprochen wird, ist die Übermittlung an einen abrufenden Nutzer als Folge des öffentlichen Zugänglichmachens gemeint]; vgl. auch EuGH GRUR 2014, 360 - Svensson/Retriever Sverige Tz. 19; BGH, a. a. O., - Die Realität II Tz. 22; GRUR 2016, 71 - Ramses Tz. 44).
  • LG Düsseldorf, 24.02.2016 - 12 S 2/15  

    Täterschaft beim Filesharing

    Allerdings trifft den in Anspruch genommenen Beklagten, will er einer Haftung entgehen, eine sekundäre Darlegungslast im Rahmen der es dem Beklagten obliegt, Umstände vorzutragen, aus denen sich die Möglichkeit der Nutzung seines Internetanschlusses durch Dritte ergibt, und in diesem Zusammenhang auch das Ergebnis von ihm durchgeführter Befragungen mitzuteilen (vgl. zuletzt BGH WRP 2016, 57 - Tauschbörse I; WRP 2016, 66 - Tauschbörse II; WRP 2016, 73 - Tauschbörse III).
  • LG München I, 01.07.2015 - 37 O 5394/14  

    Darlegungslast in Filesharing-Fällen

    Auch in einer Presseerklärung zu aktuellen Entscheidungen vom 11.06 2015 verwendet der Bundesgerichtshof weiterhin den Begriff der tatsächlichen Vermutung (Presseerklärung 92/2015 des Bundesgerichtshofs zu den Urteilen vom 11.06.2015 in den Verfahren I ZR 19/14, {Korr|I ZR 21/14|I ZR 7/14}} und I ZR 75/14; becklink 2000263. die Urteilsgründe liegen noch nicht vor).
  • OLG Hamm, 28.01.2016 - 4 U 75/15  

    Filesharing: Minderjährigkeit schützt doch nicht vor Haftung

    e) Die Höhe des der Klägerin vom Landgericht zuerkannten Schadensersatzbetrages ist nicht zu beanstanden (vgl. hierzu z.B. BGH, Urteil vom 11.06.2015 - I ZR 19/14 - [Tauschbörse I] : Schadensersatz nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie in Höhe von 200, 00 EUR für die unerlaubte öffentliche Zugänglichmachung eines einzelnen Musik titels).
  • LG Köln, 06.08.2015 - 14 S 2/15  

    Filesharing: Schadenersatz für Hörbuch 450,- EUR

    Dies entspricht der obergerichtlichen (vgl. etwa OLG Köln, Urteil vom 06.02.2015 - 6 U 209/13; OLG Hamburg, Urteil vom 05.11.2013 - 5 U 222/10; OLG Frankfurt, Urteil vom 15.07.2014 - 11 U 115/13; Urteil vom 16.12.2014 - 11 U 27/14) und auch der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BGH, Pressemitteilung Nr. 92/2015 vom 11.06.2015 zu I ZR 19/14, I ZR 21/14, I ZR 75/14 - Tauschbörse I bis III).Vor diesem Hintergrund hält die Kammer ebenfalls in ständiger Rechtsprechung Schadensersatzverlangen im Bereich von 400,-- EUR bis 600,-- EUR für das rechtswidrige Download-Angebot eines Filmwerkes im Rahmen eines Filesharing-Netzwerkes für angemessen (vgl. Urteil der Kammer vom 07.05.2015 - 14 S 44/14 und Urteil vom 06.08.2014 - 14 S 5/14).Die Lizenzgebühr für ein Hörbuch, das einen umfangreicheren Erstellungsaufwand erfordert als eine Single, ist mit mehr als 200,-- EUR zu bemessen und dürfte sich eher der Lizenzgebühr annähern, die auch für ein Filmwerk zu leisten ist.
  • LG Düsseldorf, 16.12.2015 - 12 S 13/15  

    Schadensersatz bei privatem Filesharing eines Hörbuchs

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Rechtsprechung
   BGH, 17.12.2015 - I ZR 21/14   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • lexetius.com

    UrhG § 15 Abs. 3, § 15 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 3 und 5 Fall 1, §§ 20, 22 Satz 1 Fall 1, § 78 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 1, § 87 Abs. 1 Nr. 1 Fall 1 und Nr. 3, § 94 Abs. 1 Satz 1 Fall 4

  • IWW

    § 15 Abs. 2 Satz 1 UrhG, § 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5, § ... 22 Satz 1 Fall 1 UrhG, § 22 UrhG, Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG, § 97 Abs. 2 UrhG, § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 2, § 818 Abs. 2 BGB, § 97a Abs. 1 Satz 2 UrhG, § 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5 Fall 1 UrhG, § 20 UrhG, § 19a UrhG, § 19, § 21 UrhG, § 15 Abs. 3 Satz 2 UrhG, § 15 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 UrhG, § 20b Abs. 1 Satz 1 UrhG, § 15 Abs. 2 UrhG, § 15 Abs. 2 Satz 2 UrhG, Richtlinie 2001/29/EG, § 78 Abs. 1 Nr. 2 UrhG, § 78 Abs. 2 Nr. 1 UrhG, § 86 UrhG, § 78 Abs. 2 UrhG, § 87 Abs. 1 Nr. 1 Fall 1 UrhG, § 87 Abs. 1 Nr. 3 UrhG, § 94 Abs. 1 Satz 1 Fall 4 UrhG, Art. 8 Abs. 1, 2 Satz 1 der Richtlinie 2006/115/EG, Art. 8 Abs. 1 der Richtlinie 2006/115/EG, Art. 8 Abs. 2 Satz 1 der Richtlinie 2006/115/EG, Art. 8 Abs. 3 der Richtlinie 2006/115/EG, Art. 3 Abs. 2 Buchst. c der Richtlinie 2001/29/EG, Richtlinie 2006/115/EG, Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 2006/115/EG, Art. 8 der Richtlinie 2006/115/EG, Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 92/100/EWG, Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 92/100/EG, § 91 Abs. 1 ZPO

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF

    Königshof

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 15 Abs 2 S 1 UrhG, § 15 Abs 2 S 2 Nr 3 UrhG, § 15 Abs 2 S 2 Nr 5 Alt 1 UrhG, § 15 Abs 3 UrhG, § 20 UrhG
    Urheberrechtsschutz: Bereitstellung von Fernsehgeräten in Hotelzimmern zum Empfang von Fernsehsendungen über eine Zimmerantenne als öffentliche Wiedergabe - Königshof

  • JurPC

    Königshof

  • Jurion
  • online-und-recht.de

    Keine Wiedergabe im urheberrechtlichen Sinne durch Hotel-Fernsehgerät: Königshof

  • kanzlei.biz

    Keine GEMA-Gebühren für Bereitstellen von Fernsehgeräten in Hotelzimmern

  • rechtsportal.de

    Urheberrrechtliche Beurteilung des Bereitstellens von Fernsehgeräten durch einen Hotelbetreiber zum Empfang des digitalen terrestrischen Fernsehprogramms (DVB-T); Wahrung der Rechte der Urheber zur öffentlichen Wiedergabe ihrer Werke; Ausschließliches Recht des Urhebers zur öffentlichen Wiedergabe seines Werkes

  • ibr-online
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (14)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Keine Urhebervergütung für das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten in Hotelzimmern

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    Keine GEMA - Pflicht für DVB-T in Hotelzimmer

  • damm-legal.de (Kurzinformation)

    In dem Aufstellen von Fernsehgeräten mit Zimmerantennen liegt noch keine GEMA-pflichtige "öffentliche Wiedergabe"

  • mueller-roessner.net (Kurzinformation)

    Keine GEMA-Gebühren für das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten in Hotelzimmern

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    Hotelbetreiber schuldet keine Urhebervergütung für das Bereitstellen von DVB-T-Fernsehern in Hotelzimmern

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Fernsehen im Hotelzimmer

  • ip-rechtsberater.de (Kurzinformation)

    Hotelbetreiber müssen für das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten in Hotelzimmern keine Urhebervergütung zahlen

  • nwb.de (Kurzmitteilung)

    Keine Vergütung für Fernseher in Hotelzimmern

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Hotelbetreiber müssen für das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten in Hotelzimmern keine Urhebervergütung zahlen

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Keine Urhebervergütung für das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten in Hotelzimmern

  • dr-schenk.net (Kurzinformation)

    Das bloße Bereitstellen von Fernsehern in einem Hotelzimmer löst keine Vergütung für den Urheber aus

  • kvlegal.de (Pressemitteilung)

    Keine Urhebervergütung für Fernsehgeräte in Hotelzimmern

  • loebisch.com (Kurzinformation)

    Keine GEMA-Gebühren für DVB-T-Fernsehempfang im Hotel

  • lto.de (Kurzinformation)

    Keine GEMA-Vergütung für Hotel - Bereitstellen von DVB-T-TV ist keine öffentliche Wiedergabe

Verfahrensgang

  • AG Berlin-Charlottenburg, 04.01.2013 - 207 C 391/12
  • LG Berlin, 05.11.2013 - 16 S 5/13
  • BGH, 17.12.2015 - I ZR 21/14
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