Rechtsprechung
| BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16 |
Volltextveröffentlichungen (15)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - HRR Strafrecht
§ 253 Abs. 2 BGB
Bemessung einer billigen Entschädigung (wirtschaftliche Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten) - lexetius.com
BGB § 253
- openjur.de
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 253 Abs 2 BGB, § 847 BGB vom 14.03.1990, § 132 Abs 2 GVG, § 132 Abs 4 GVG
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld - Verkehrsrecht Blog (Kurzinformation und Volltext)
Keine Änderungen bei der Schmerzensgeldbemessung
- IWW
§ 253 Abs. 2 BGB, § ... 847 BGB, § 132 Abs. 2, 4 GVG, § 349 Abs. 2 StPO, Art. 1 Abs. 1 Satz 1 GG, Art. 2 Abs. 2 Satz 1 und 2 GG, 3 GVG, § 132 Abs. 4 GVG, §§ 284, 1246 Abs. 1, § 1361a Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, § 1381 BGB, §§ 91a, 1051 Abs. 3 ZPO, § 163 AO, §§ 315, 317, 660 Abs. 1, § 920 Abs. 2, § 971 Abs. 1 Satz 3, § 1576 Satz 1, § 1577 Abs. 2 Satz 2, § 1578b Abs. 1, 2 BGB, § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG, § 829 BGB, § 1300 BGB, § 8 Satz 2 ProdHaftG, § 13 Satz 2 UmweltHG, § 11 Satz 2 StVG, § 15 Abs. 2 Satz 1 AGG, §§ 827, 828 BGB, § 825 BGB, §§ 823 ff., § 253 BGB, §§ 249 ff. BGB, § 254 BGB, §§ 286 ff. InsO, § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB, Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 1 Abs. 1, 2, Art. 2 Abs. 2 GG, Art. 3 Abs. 1 GG
- Wolters Kluwer
Berücksichtigung aller Umstände des Falles bei der Bemessung des Schmerzengelds; Einbeziehung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten; Spezifischer Sinngehalt des Worts Billigkeit in der Rechtslehre; Doppelte Funktion des Schmerzensgeldes
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Berücksichtigung aller Umstände des Falles bei der Bemessung des Schmerzengelds; Einbeziehung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten; Spezifischer Sinngehalt des Worts Billigkeit in der Rechtslehre; Doppelte Funktion des Schmerzensgeldes
- datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Leitsatz)
Schmerzensgeld
- versr.de (Kurzinformation)
Wirtschaftliche Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten können bei der Schmerzensgeldbemessung berücksichtigt werden
- gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)
HGB § 235
- schluender.info (Kurzinformation)
Schmerzensgeld - Sind auch wirtschaftliche Verhältnisse zu berücksichtigen?
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines Straftäters und Geschädigten bei Bemessung des Schmerzensgeldes nicht ausgeschlossen
Besprechungen u.ä. (2)
- Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligten bei der Bemessung des Schmerzensgeldes?
- jurafuchs.de (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Ordnungsgemäße Klageerhebung - Unbezifferter Klageantrag
Verfahrensgang
- LG Erfurt, 15.11.2013 - 130 Js 14556/13
- LG Meiningen, 12.05.2014 - 1 KLs 455 Js 633/13
- BGH, 10.08.2014 - 2 StR 137/14
- BGH, 08.10.2014 - 2 StR 137/14
- BGH, 08.10.2014 - 2 StR 337/14
- BGH, 05.03.2015 - 3 ARs 29/14
- BGH, 28.07.2015 - GSZ 1/14
- BGH, 12.10.2015 - GSZ 1/14
- BGH, 19.11.2015 - 4 ARs 29/14
- BGH, 25.11.2015 - 5 ARs 94/14
- BGH, 16.12.2015 - 1 ARs 31/14
- BGH, 14.04.2016 - 2 StR 137/14
- BGH, 14.04.2016 - 2 StR 337/14
- BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 137/14
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 337/14
- BGH, 06.06.2018 - 2 StR 337/14
Papierfundstellen
- BGHZ 212, 48
- NStZ 2017, 108
- NZV 2017, 179
- VersR 2017, 180
- AnwBl 2017, 120
- JR 2017, 179
- zfs 2017, 201
Wird zitiert von ... (138) Zitiert selbst (29)
- BGH, 06.07.1955 - GSZ 1/55
Bemessung des Schmerzensgeldanspruches
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Der Große Senat für Zivilsachen hat durch Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 ( BGHZ 18, 149 ) entschieden, dass bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 847 BGB (aF, jetzt § 253 Abs. 2 BGB , so genanntes "Schmerzensgeld") alle Umstände des Falles berücksichtigt werden können, darunter auch die wirtschaftlichen Verhältnisse von Schädiger und Geschädigtem.Die erste Vorlagefrage ist - der Entscheidung des Großen Senats für Zivilsachen vom 6. Juli 1955 (GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149 ) folgend - dahin zu beantworten, dass bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 253 Abs. 2 BGB ( § 847 BGB aF) alle Umstände des Falles berücksichtigt werden können.
Auch der Gesetzgeber des Bürgerlichen Gesetzbuchs ging davon aus, dass der Ausdruck "billig" eine feste technische Bezeichnung sei (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 153 mwN).
Der Funktion des Billigkeitsgedankens folgend will das Gesetz in diesen Fällen alle in Betracht kommenden Umstände des Falles und insbesondere die Verhältnisse der Beteiligten berücksichtigt wissen (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 151 f. ).
Daraus lässt sich entnehmen, dass (auch) im Rahmen der Bemessung der billigen Entschädigung des § 253 Abs. 2 BGB die Verhältnisse der Beteiligten berücksichtigt werden können, sie dort aber - anders als im Fall des § 829 BGB -nicht im Vordergrund stehen (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 152 ).
Dazu wird auf die Ausführungen des Großen Senats für Zivilsachen in seinem Beschluss vom 6. Juli 1955 (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 153 f. ) Bezug genommen, denen auch aus heutiger Sicht nichts hinzuzufügen ist.
Eine etwaige durch die Ansprüche verursachte wirtschaftliche Not des Schädigers oder ein etwaiges erhebliches wirtschaftliches Gefälle zwischen (vermögendem) Geschädigtem und (vermögenslosem) Schädiger sind für die Entstehung des Anspruchs auch dann unerheblich, wenn die Haftung auf leichtester Fahrlässigkeit - beispielsweise auf einem so genannten Augenblicksversagen - beruht (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 158 ).
Dem liegt auch der Gedanke zugrunde, dass bei der zusätzlich zu dem Ausgleich des Vermögensschadens zu leistenden billigen Entschädigung der Gedanke des Ausgleichs im Allgemeinen nicht dazu führen soll, den Schädiger in nachhaltige Not zu bringen (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 159 f. ; VI . Zivilsenat, Urteil vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727, 728; Pecher, AcP 171 (1971), 44, 69 f.; vgl. Knöpfel AcP 155 (1956), 135, 140 einerseits, 157 andererseits).
Die eingehenden Erwägungen des Großen Senats für Zivilsachen in seinem Beschluss vom 6. Juli 1955 (GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ) zu dieser Frage sind nach wie vor gültig.
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
Für bestimmte Gruppen von immateriellen Schäden hat aber auch die Genugtuungsfunktion, die aus der Regelung der Entschädigung für immaterielle Schäden nicht wegzudenken ist (zur Historie vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 155 ff. ;… Walter, Geschichte des Anspruchs auf Schmerzensgeld, 2004, S. 381 ff., 397), eine besondere Bedeutung.
Sie bringt insbesondere bei vorsätzlichen Taten eine durch den Schadensfall hervorgerufene persönliche Beziehung zwischen Schädiger und Geschädigtem zum Ausdruck, die nach der Natur der Sache bei der Bestimmung der Leistung die Berücksichtigung aller Umstände des Falles gebietet (BGH, Großer Senat für Zivilsachen
, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ; VI . Zivilsenat, Urteil vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382).Eine entsprechende Bedeutung kommt der Genugtuungsfunktion zu, wenn der Geschädigte ausnahmsweise so gut gestellt ist, dass bei ihm durch keinerlei Geldbeträge ein Ausgleich für einen immateriellen Schaden herbeigeführt werden kann (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ).
In diesen Fällen steht die Zerstörung der Persönlichkeit - die Höhe und das Maß der Lebensbeeinträchtigung (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ) - im Mittelpunkt und muss bei der Bemessung der Entschädigung nach § 253 Abs. 2 BGB einer eigenständigen Bewertung zugeführt werden, wobei wie auch sonst die Schwere der Schuld des Täters und die Leistungsfähigkeit des Schädigers berücksichtigt werden können (BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 5 ff. ; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585, 586).
aa) Dabei stehen die Höhe und das Maß der Lebensbeeinträchtigung ganz im Vordergrund (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ).
Bei den unter dem Gesichtspunkt der Billigkeit zu berücksichtigenden Umständen hat die Rücksicht auf Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen, Leiden und Entstellungen stets das ausschlaggebende Moment zu bilden; der von dem Schädiger zu verantwortende immaterielle Schaden, die Lebensbeeinträchtigung steht im Verhältnis zu den anderen zu berücksichtigenden Umständen immer an der Spitze (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 167 ).
Daneben können aber auch alle anderen Umstände berücksichtigt werden, die dem einzelnen Schadensfall sein besonderes Gepräge geben, wie - was der 2. Strafsenat nicht in Zweifel zieht - der Grad des Verschuldens des Schädigers, im Einzelfall aber auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Geschädigten oder diejenigen des Schädigers (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ff. ).
Ein allgemein geltendes Rangverhältnis aller anderen zu berücksichtigenden Umstände lässt sich nicht aufstellen, weil diese Umstände ihr Maß und Gewicht für die Höhe der billigen Entschädigung erst durch ihr Zusammenwirken im Einzelfall erhalten (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 167 f. ; Diederichsen, VersR 2005, 433).
Auch hierzu sind die Ausführungen des Großen Senats für Zivilsachen in seinem Beschluss vom 6. Juli 1955 (GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ff. ) weiterhin maßgebend.
Erst dadurch, dass der (Tat-)Richter im ersten Schritt alle Umstände des Falles in den Blick nimmt, dann die prägenden Umstände auswählt und gewichtet, dabei gegebenenfalls auch die (wirtschaftlichen) Verhältnisse der Parteien zueinander in Beziehung setzt (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 168 ), ergibt sich im Einzelfall, welche Entschädigung billig ist (vgl. auch Müller, VersR 1993, 909, 915 f.;… MünchKommBGB/Oetker, 6. Aufl., § 253 Rn. 38;… Vieweg/Lorz in jurisPK-BGB, Stand 1. Oktober 2014, § 253 Rn. 75).
Der Schmerzensgeldanspruch sei vom Gesetzgeber gerade nicht als Strafe, sondern als Schadensersatzanspruch ausgestaltet worden (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 1952 - III ZR 340/51 , BGHZ 7, 223, 224 ff. ; BGH, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GZ 1/55, BGHZ 18, 149, 151, 156 ; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
Dabei ist in erster Linie die Höhe und das Maß der entstandenen Lebensbeeinträchtigung zu berücksichtigen; hier liegt das Schwergewicht (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 BGHZ 18, 149 , [...] Rn. 19).
Die erste Vorlagefrage ist - der Entscheidung des Großen Senats für Zivilsachen vom 6. Juli 1955 (GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149 ) folgend - dahin zu beantworten, dass bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 253 Abs. 2 BGB ( § 847 BGB aF) alle Umstände des Falles berücksichtigt werden können.
Auch der Gesetzgeber des Bürgerlichen Gesetzbuchs ging davon aus, dass der Ausdruck "billig" eine feste technische Bezeichnung sei (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 153 mwN).
Der Funktion des Billigkeitsgedankens folgend will das Gesetz in diesen Fällen alle in Betracht kommenden Umstände des Falles und insbesondere die Verhältnisse der Beteiligten berücksichtigt wissen (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 151 f. ).
Daraus lässt sich entnehmen, dass (auch) im Rahmen der Bemessung der billigen Entschädigung des § 253 Abs. 2 BGB die Verhältnisse der Beteiligten berücksichtigt werden können, sie dort aber - anders als im Fall des § 829 BGB -nicht im Vordergrund stehen (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 152 ).
Dazu wird auf die Ausführungen des Großen Senats für Zivilsachen in seinem Beschluss vom 6. Juli 1955 (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 153 f. ) Bezug genommen, denen auch aus heutiger Sicht nichts hinzuzufügen ist.
Eine etwaige durch die Ansprüche verursachte wirtschaftliche Not des Schädigers oder ein etwaiges erhebliches wirtschaftliches Gefälle zwischen (vermögendem) Geschädigtem und (vermögenslosem) Schädiger sind für die Entstehung des Anspruchs auch dann unerheblich, wenn die Haftung auf leichtester Fahrlässigkeit - beispielsweise auf einem so genannten Augenblicksversagen - beruht (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 158 ).
Dem liegt auch der Gedanke zugrunde, dass bei der zusätzlich zu dem Ausgleich des Vermögensschadens zu leistenden billigen Entschädigung der Gedanke des Ausgleichs im Allgemeinen nicht dazu führen soll, den Schädiger in nachhaltige Not zu bringen (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 159 f. ; VI . Zivilsenat, Urteil vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727, 728; Pecher, AcP 171 (1971), 44, 69 f.; vgl. Knöpfel AcP 155 (1956), 135, 140 einerseits, 157 andererseits).
Die eingehenden Erwägungen des Großen Senats für Zivilsachen in seinem Beschluss vom 6. Juli 1955 (GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ) zu dieser Frage sind nach wie vor gültig.
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
Für bestimmte Gruppen von immateriellen Schäden hat aber auch die Genugtuungsfunktion, die aus der Regelung der Entschädigung für immaterielle Schäden nicht wegzudenken ist (zur Historie vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 155 ff. ;… Walter, Geschichte des Anspruchs auf Schmerzensgeld, 2004, S. 381 ff., 397), eine besondere Bedeutung.
Sie bringt insbesondere bei vorsätzlichen Taten eine durch den Schadensfall hervorgerufene persönliche Beziehung zwischen Schädiger und Geschädigtem zum Ausdruck, die nach der Natur der Sache bei der Bestimmung der Leistung die Berücksichtigung aller Umstände des Falles gebietet (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ; VI . Zivilsenat, Urteil vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382).
Eine entsprechende Bedeutung kommt der Genugtuungsfunktion zu, wenn der Geschädigte ausnahmsweise so gut gestellt ist, dass bei ihm durch keinerlei Geldbeträge ein Ausgleich für einen immateriellen Schaden herbeigeführt werden kann (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ).
In diesen Fällen steht die Zerstörung der Persönlichkeit - die Höhe und das Maß der Lebensbeeinträchtigung (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ) - im Mittelpunkt und muss bei der Bemessung der Entschädigung nach § 253 Abs. 2 BGB einer eigenständigen Bewertung zugeführt werden, wobei wie auch sonst die Schwere der Schuld des Täters und die Leistungsfähigkeit des Schädigers berücksichtigt werden können (BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 5 ff. ; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585, 586).
aa) Dabei stehen die Höhe und das Maß der Lebensbeeinträchtigung ganz im Vordergrund (vgl. BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ).
Bei den unter dem Gesichtspunkt der Billigkeit zu berücksichtigenden Umständen hat die Rücksicht auf Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen, Leiden und Entstellungen stets das ausschlaggebende Moment zu bilden; der von dem Schädiger zu verantwortende immaterielle Schaden, die Lebensbeeinträchtigung steht im Verhältnis zu den anderen zu berücksichtigenden Umständen immer an der Spitze (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 167 ).
Daneben können aber auch alle anderen Umstände berücksichtigt werden, die dem einzelnen Schadensfall sein besonderes Gepräge geben, wie - was der 2. Strafsenat nicht in Zweifel zieht - der Grad des Verschuldens des Schädigers, im Einzelfall aber auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Geschädigten oder diejenigen des Schädigers (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ff. ).
Ein allgemein geltendes Rangverhältnis aller anderen zu berücksichtigenden Umstände lässt sich nicht aufstellen, weil diese Umstände ihr Maß und Gewicht für die Höhe der billigen Entschädigung erst durch ihr Zusammenwirken im Einzelfall erhalten (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 167 f. ; Diederichsen, VersR 2005, 433).
Auch hierzu sind die Ausführungen des Großen Senats für Zivilsachen in seinem Beschluss vom 6. Juli 1955 (GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ff. ) weiterhin maßgebend.
Erst dadurch, dass der (Tat-)Richter im ersten Schritt alle Umstände des Falles in den Blick nimmt, dann die prägenden Umstände auswählt und gewichtet, dabei gegebenenfalls auch die (wirtschaftlichen) Verhältnisse der Parteien zueinander in Beziehung setzt (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 168 ), ergibt sich im Einzelfall, welche Entschädigung billig ist (vgl. auch Müller, VersR 1993, 909, 915 f.;… MünchKommBGB/Oetker, 6. Aufl., § 253 Rn. 38;… Vieweg/Lorz in jurisPK-BGB, Stand 1. Oktober 2014, § 253 Rn. 75).
Dabei ist in erster Linie die Höhe und das Maß der entstandenen Lebensbeeinträchtigung zu berücksichtigen; hier liegt das Schwergewicht (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 BGHZ 18, 149 , [...] Rn. 19).
- BGH, 08.10.2014 - 2 StR 137/14
Anfragebeschluss; Vorlagebeschluss; Bemessung der billigen Entschädigung in Geld …
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Das Verfahren 2 StR 137/14.Das Verfahren 2 StR 337/14.
Der 2. Strafsenat hat in beiden Verfahren die Revisionen der Angeklagten entsprechend dem Antrag des Generalbundesanwaltes als unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO verworfen, soweit sie sich gegen den Schuld- und den Strafausspruch gerichtet haben (Beschlüsse vom 8. Oktober 2014 - 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14).
Unter Zugrundlegung seiner oben dargelegten Auffassung beabsichtigt der 2. Strafsenat, die Adhäsionsentscheidung in dem Verfahren 2 StR 137/14 aufrechtzuerhalten, weil die Bemessung des Schmerzensgeldes unter Außerachtlassung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten - entgegen der bisherigen Rechtsprechung - nicht zu beanstanden sei.
In dem Verfahren 2 StR 337/14 beabsichtigt der 2. Strafsenat, den Schmerzensgeldanspruch nur dem Grunde nach aufrechtzuerhalten und im Übrigen von einer Entscheidung über den Adhäsionsantrag abzusehen.
Der 2. Strafsenat stellt dies in dem Vorlagebeschluss nicht infrage (s. auch Beschlüsse vom 8. Oktober 2014 - 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14, r+s 2015, 94 Rn. 34 f.).
bb) Vor diesem Hintergrund kann entgegen der Auffassung des 2. Strafsenats eine isolierte Betrachtung dahin, ob es bei der Bemessung des Schmerzensgeldes generell-abstrakt zum einen auf die Vermögenslage des Geschädigten (Beschluss vom 8. Oktober 2014, 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14, r+s 2015, 94 Rn. 23 ff.), zum anderen auf die Vermögenslage des Schädigers (…aaO, Rn. 33 ff.) ankommen dürfe (ebenso teilweise die Literatur, vgl. Pecher, AcP 171 (1971), 44, 69 f.;… Ekkenga/Kuntz in Soergel, BGB, 13. Aufl., § 253 Rn. 16), nicht Platz greifen.
Wenn der Genugtuungsgedanke eine Bedeutung behalten soll, sind "Art und Ausmaß des vom Schädiger wiedergutzumachenden Unrechts" eben nicht in allen denkbaren Fällen abstrakt-generell von seinen Vermögensverhältnissen und insbesondere einem etwaigen wirtschaftlichen Gefälle zwischen den Parteien "gänzlich unabhängig" (2. Strafsenat, Beschluss vom 8. Oktober 2014 - 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14, aaO Rn. 35).
Der 2. Strafsenat stellt dies in dem Vorlagebeschluss nicht infrage (s. auch Beschlüsse vom 8. Oktober 2014 - 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14, r+s 2015, 94 Rn. 34 f.).
bb) Vor diesem Hintergrund kann entgegen der Auffassung des 2. Strafsenats eine isolierte Betrachtung dahin, ob es bei der Bemessung des Schmerzensgeldes generell-abstrakt zum einen auf die Vermögenslage des Geschädigten (Beschluss vom 8. Oktober 2014, 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14, r+s 2015, 94 Rn. 23 ff.), zum anderen auf die Vermögenslage des Schädigers (…aaO, Rn. 33 ff.) ankommen dürfe (ebenso teilweise die Literatur, vgl. Pecher, AcP 171 (1971), 44, 69 f.;… Ekkenga/Kuntz in Soergel, BGB, 13. Aufl., § 253 Rn. 16), nicht Platz greifen.
Wenn der Genugtuungsgedanke eine Bedeutung behalten soll, sind "Art und Ausmaß des vom Schädiger wiedergutzumachenden Unrechts" eben nicht in allen denkbaren Fällen abstrakt-generell von seinen Vermögensverhältnissen und insbesondere einem etwaigen wirtschaftlichen Gefälle zwischen den Parteien "gänzlich unabhängig" (2. Strafsenat, Beschluss vom 8. Oktober 2014 - 2 StR 137/14 und 2 StR 337/14, aaO Rn. 35).
- BVerfG, 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96
Schmerzensgeld bei psychischen Gesundheitsschäden, hier: Nichtannahme einer …
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Das Bundesverfassungsgericht hat zu § 847 BGB aF bereits entschieden, dass die Vorschrift verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist (BVerfG, NJW 2000, 2187 f. [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] ) und gerade wegen der Verwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs "billige Entschädigung" Differenzierungen zulässt, die eine dem Gleichheitssatz entsprechende Anwendung ermöglichen.Insbesondere verletzen abweichende Auslegungen derselben Norm durch verschiedene Gerichte das Gleichbehandlungsgebot nicht (BVerfG, NJW 2000, 2187 [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] mwN).
cc) Die von dem Tatrichter in Ausfüllung seiner originären Aufgabe vorgenommene Bemessung der Entschädigung im Einzelfall sowie deren revisionsrechtliche Kontrolle durch den Bundesgerichtshof (BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 12. Mai 1998 - VI ZR 182/97 , BGHZ 138, 388, 391 ; vom 19. September 1995 - VI ZR 226/94 , VersR 1996, 380) unterliegt der verfassungsrechtlichen Überprüfung darauf, ob die Auslegung und Anwendung des § 253 Abs. 2 BGB auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung der Grundrechte beruht (insbesondere Art. 1 Abs. 1 , Art. 2 Abs. 2 GG ) oder gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstößt (vgl. BVerfG, NJW 2000, 2187 ff. [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] ).
Das Bundesverfassungsgericht hat zu § 847 BGB aF bereits entschieden, dass die Vorschrift verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden ist (BVerfG, NJW 2000, 2187 f. [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] ) und gerade wegen der Verwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs "billige Entschädigung" Differenzierungen zulässt, die eine dem Gleichheitssatz entsprechende Anwendung ermöglichen.
Insbesondere verletzen abweichende Auslegungen derselben Norm durch verschiedene Gerichte das Gleichbehandlungsgebot nicht (BVerfG, NJW 2000, 2187 [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] mwN).
cc) Die von dem Tatrichter in Ausfüllung seiner originären Aufgabe vorgenommene Bemessung der Entschädigung im Einzelfall sowie deren revisionsrechtliche Kontrolle durch den Bundesgerichtshof (BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 12. Mai 1998 - VI ZR 182/97 , BGHZ 138, 388, 391 ; vom 19. September 1995 - VI ZR 226/94 , VersR 1996, 380) unterliegt der verfassungsrechtlichen Überprüfung darauf, ob die Auslegung und Anwendung des § 253 Abs. 2 BGB auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung der Grundrechte beruht (insbesondere Art. 1 Abs. 1 , Art. 2 Abs. 2 GG ) oder gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstößt (vgl. BVerfG, NJW 2000, 2187 ff. [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] ).
- BGH, 05.03.2015 - 3 ARs 29/14
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Schädiger und Geschädigtem …
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Auch der 3. Strafsenat will an dieser herkömmlichen Auslegung des § 253 Abs. 2 BGB festhalten ( Beschluss vom 5. März 2015 - 3 ARs 29/14 , aaO Rn. 16).cc) Die Betrachtung, dass es - generell-abstrakt - nicht zulässig ist, die Vermögenslage des Schädigers oder des Geschädigten einzubeziehen, hätte zudem zur Folge, dass die Genugtuungsfunktion des Schmerzensgeldes unausgesprochen negiert würde (so auch 3. Strafsenat, Beschluss vom 5. März 2015 - 3 ARs 29/14 , aaO).
c) Entsprechendes gilt hinsichtlich der schadensrechtlichen Folgen einer Verletzung der in § 253 Abs. 2 BGB genannten Rechtsgüter (vgl. auch BGH, 3. Strafsenat, Beschluss vom 5. März 2015 - 3 ARs 29/14 , aaO Rn. 17).
Auch der 3. Strafsenat will an dieser herkömmlichen Auslegung des § 253 Abs. 2 BGB festhalten ( Beschluss vom 5. März 2015 - 3 ARs 29/14 , aaO Rn. 16).
cc) Die Betrachtung, dass es - generell-abstrakt - nicht zulässig ist, die Vermögenslage des Schädigers oder des Geschädigten einzubeziehen, hätte zudem zur Folge, dass die Genugtuungsfunktion des Schmerzensgeldes unausgesprochen negiert würde (so auch 3. Strafsenat, Beschluss vom 5. März 2015 - 3 ARs 29/14 , aaO).
c) Entsprechendes gilt hinsichtlich der schadensrechtlichen Folgen einer Verletzung der in § 253 Abs. 2 BGB genannten Rechtsgüter (vgl. auch BGH, 3. Strafsenat, Beschluss vom 5. März 2015 - 3 ARs 29/14 , aaO Rn. 17).
- BGH, 12.05.1998 - VI ZR 182/97
Zur Höhe des Schmerzensgeldes nach Verletzung mit nachfolgender Todesfolge
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Eine solche könnte höchstens durch die Rechtsprechung eines Gerichts - auch des Revisionsgerichts bei der Überprüfung der tatrichterlichen Festsetzung des Schmerzensgeldes auf Rechtsfehler (vgl. BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 12. Mai 1998 - VI ZR 182/97 , BGHZ 138, 388, 391 ; vom 19. September 1995 - VI ZR 226/94 , VersR 1996, 380) - entstehen, wenn die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien im Hinblick auf andere von diesem Gericht getroffene Entscheidungen zu einer nicht durch sachliche Gründe gerechtfertigten Ungleichbehandlung führte.cc) Die von dem Tatrichter in Ausfüllung seiner originären Aufgabe vorgenommene Bemessung der Entschädigung im Einzelfall sowie deren revisionsrechtliche Kontrolle durch den Bundesgerichtshof (BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 12. Mai 1998 - VI ZR 182/97 , BGHZ 138, 388, 391 ; vom 19. September 1995 - VI ZR 226/94 , VersR 1996, 380) unterliegt der verfassungsrechtlichen Überprüfung darauf, ob die Auslegung und Anwendung des § 253 Abs. 2 BGB auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung der Grundrechte beruht (insbesondere Art. 1 Abs. 1 , Art. 2 Abs. 2 GG ) oder gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstößt (vgl. BVerfG, NJW 2000, 2187 ff. [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] ).
Eine solche könnte höchstens durch die Rechtsprechung eines Gerichts - auch des Revisionsgerichts bei der Überprüfung der tatrichterlichen Festsetzung des Schmerzensgeldes auf Rechtsfehler (vgl. BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 12. Mai 1998 - VI ZR 182/97 , BGHZ 138, 388, 391 ; vom 19. September 1995 - VI ZR 226/94 , VersR 1996, 380) - entstehen, wenn die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien im Hinblick auf andere von diesem Gericht getroffene Entscheidungen zu einer nicht durch sachliche Gründe gerechtfertigten Ungleichbehandlung führte.
cc) Die von dem Tatrichter in Ausfüllung seiner originären Aufgabe vorgenommene Bemessung der Entschädigung im Einzelfall sowie deren revisionsrechtliche Kontrolle durch den Bundesgerichtshof (BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 12. Mai 1998 - VI ZR 182/97 , BGHZ 138, 388, 391 ; vom 19. September 1995 - VI ZR 226/94 , VersR 1996, 380) unterliegt der verfassungsrechtlichen Überprüfung darauf, ob die Auslegung und Anwendung des § 253 Abs. 2 BGB auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung der Grundrechte beruht (insbesondere Art. 1 Abs. 1 , Art. 2 Abs. 2 GG ) oder gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstößt (vgl. BVerfG, NJW 2000, 2187 ff. [BVerfG 08.03.2000 - 1 BvR 1127/96] ).
- BGH, 13.10.1992 - VI ZR 201/91
Schmerzensgeld bei Hirnschaden aufgrund Behandlungsfehler des Geburtshelfers
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.In diesen Fällen steht die Zerstörung der Persönlichkeit - die Höhe und das Maß der Lebensbeeinträchtigung (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ) - im Mittelpunkt und muss bei der Bemessung der Entschädigung nach § 253 Abs. 2 BGB einer eigenständigen Bewertung zugeführt werden, wobei wie auch sonst die Schwere der Schuld des Täters und die Leistungsfähigkeit des Schädigers berücksichtigt werden können (BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 5 ff. ; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585, 586).
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
In diesen Fällen steht die Zerstörung der Persönlichkeit - die Höhe und das Maß der Lebensbeeinträchtigung (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ) - im Mittelpunkt und muss bei der Bemessung der Entschädigung nach § 253 Abs. 2 BGB einer eigenständigen Bewertung zugeführt werden, wobei wie auch sonst die Schwere der Schuld des Täters und die Leistungsfähigkeit des Schädigers berücksichtigt werden können (BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 5 ff. ; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585, 586).
- BAG, 18.03.2010 - 8 AZR 1044/08
Altersbezogene Benachteiligung - Entschädigungsanspruch für immaterielle Schäden
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Dem folgend legt das Bundesarbeitsgericht § 15 Abs. 2 Satz 1 AGG dahin aus, dass bei der Entscheidung der Frage, welche Entschädigung angemessen ist, für die Gerichte ein Beurteilungsspielraum besteht, innerhalb dessen sie die Besonderheiten jedes einzelnen Falles zu berücksichtigen haben (BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 39 [BAG 18.03.2010 - 8 AZR 1044/08] ).Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ; BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
Dem folgend legt das Bundesarbeitsgericht § 15 Abs. 2 Satz 1 AGG dahin aus, dass bei der Entscheidung der Frage, welche Entschädigung angemessen ist, für die Gerichte ein Beurteilungsspielraum besteht, innerhalb dessen sie die Besonderheiten jedes einzelnen Falles zu berücksichtigen haben (BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 39 [BAG 18.03.2010 - 8 AZR 1044/08] ).
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ; BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ; BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ; BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
- BGH, 16.01.1996 - VI ZR 109/95
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung des Schädigers für eine vorsätzliche …
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.Sie bringt insbesondere bei vorsätzlichen Taten eine durch den Schadensfall hervorgerufene persönliche Beziehung zwischen Schädiger und Geschädigtem zum Ausdruck, die nach der Natur der Sache bei der Bestimmung der Leistung die Berücksichtigung aller Umstände des Falles gebietet (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ; VI . Zivilsenat, Urteil vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382).
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ;… BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
Sie bringt insbesondere bei vorsätzlichen Taten eine durch den Schadensfall hervorgerufene persönliche Beziehung zwischen Schädiger und Geschädigtem zum Ausdruck, die nach der Natur der Sache bei der Bestimmung der Leistung die Berücksichtigung aller Umstände des Falles gebietet (BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 157 ; VI . Zivilsenat, Urteil vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382).
- BVerfG, 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05
Abweisung einer Schadensersatzklage nach einer Haftunterbringung; Verpflichtung …
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ; BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.Der soziale Wert und Achtungsanspruch eines Menschen, der es verbietet, ihn zum bloßen Objekt staatlichen Handelns zu machen oder ihn einer Behandlung auszusetzen, die seine Subjektqualität prinzipiell in Frage stellt (vgl. BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 12 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ), sowie die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und Freiheit werden nicht dadurch beeinträchtigt oder verletzt, dass bei der Bemessung der Höhe eines zivilrechtlichen Anspruchs alle Umstände des Einzelfalls, darunter auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien, berücksichtigt werden d ü r f e n. Es obliegt vielmehr dem (Tat-)Richter, die Wertentscheidungen des Grundgesetzes bei der Bemessung der "billigen Entschädigung", insbesondere bei der Auswahl und der im Verhältnis zueinander erfolgenden Gewichtung der fallprägenden Umstände im jeweiligen Einzelfall zu beachten.
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., grundlegend BGH, Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 , BGHZ 18, 149, 154 ff. ; BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 18 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ;… BVerfG, NJW 2010, 433 Rn. 25 [BVerfG 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08] ; BGH, VI. Zivilsenat, Urteile vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91 , BGHZ 120, 1, 4 f. ; vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94 , BGHZ 128, 117, 120 f. ; vom 16. Mai 1961 - VI ZR 112/60 , VersR 1961, 727 f.; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 175/74 , VersR 1976, 660, 661; vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92 , VersR 1993, 585; vom 16. Januar 1996 - VI ZR 109/95 , VersR 1996, 382; III. Zivilsenat, Urteil vom 13. Januar 1964 - III ZR 48/63 , VersR 1964, 389; BVerwG, NJW 1995, 3001, 3002 [BVerwG 18.05.1995 - 5 C 22/93] ;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 41; BSG…, Urteil vom 22. August 2012 - B 14 AS 103/11 R , [...] Rn. 20 mwN; vgl. auch Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.
Der soziale Wert und Achtungsanspruch eines Menschen, der es verbietet, ihn zum bloßen Objekt staatlichen Handelns zu machen oder ihn einer Behandlung auszusetzen, die seine Subjektqualität prinzipiell in Frage stellt (vgl. BVerfG, NJW 2006, 1580 Rn. 12 [BVerfG 27.12.2005 - 1 BvR 1359/05] ), sowie die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und Freiheit werden nicht dadurch beeinträchtigt oder verletzt, dass bei der Bemessung der Höhe eines zivilrechtlichen Anspruchs alle Umstände des Einzelfalls, darunter auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien, berücksichtigt werden d ü r f e n. Es obliegt vielmehr dem (Tat-)Richter, die Wertentscheidungen des Grundgesetzes bei der Bemessung der "billigen Entschädigung", insbesondere bei der Auswahl und der im Verhältnis zueinander erfolgenden Gewichtung der fallprägenden Umstände im jeweiligen Einzelfall zu beachten.
- BGH, 06.12.1994 - VI ZR 80/94
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …
Auszug aus BGH, 16.09.2016 - VGS 1/16
bb) Daran hat sich durch die seit der Streichung von § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB aF durch das Gesetz zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs und anderer Gesetze vom 14. März 1990 (BGBl. I S. 478) mögliche Übertragbarkeit und Vererblichkeit des Anspruchs (vgl. BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 6. Dezember 1994 - VI ZR 80/94 , VersR 1995, 353 f.) nichts geändert.Mit der Änderung sollte nicht der höchstpersönliche Charakter des Schmerzensgeldes beseitigt, sondern lediglich den als unwürdig empfundenen Zuständen begegnet werden, zu denen es nach alter Rechtslage gerade bei schwersten Verletzungen gekommen war, weil die Angehörigen sich auf ein "makabres Wettrennen mit der Zeit" (…BT-Drucks. 11/5423, S. 1) einlassen mussten, um beispielsweise bei andauernder Bewusstlosigkeit des Verletzten die gesetzlichen Erfordernisse erfüllen zu können (BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 6. Dezember 1994 - VI ZR 80/94 , aaO, 354; OLG Karlsruhe, NZV 1999, 210, 211 [OLG Karlsruhe 11.07.1997 - 10 U 15/97] ).
bb) Daran hat sich durch die seit der Streichung von § 847 Abs. 1 Satz 2 BGB aF durch das Gesetz zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs und anderer Gesetze vom 14. März 1990 (BGBl. I S. 478) mögliche Übertragbarkeit und Vererblichkeit des Anspruchs (vgl. BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 6. Dezember 1994 - VI ZR 80/94 , VersR 1995, 353 f.) nichts geändert.
Mit der Änderung sollte nicht der höchstpersönliche Charakter des Schmerzensgeldes beseitigt, sondern lediglich den als unwürdig empfundenen Zuständen begegnet werden, zu denen es nach alter Rechtslage gerade bei schwersten Verletzungen gekommen war, weil die Angehörigen sich auf ein "makabres Wettrennen mit der Zeit" (…BT-Drucks. 11/5423, S. 1) einlassen mussten, um beispielsweise bei andauernder Bewusstlosigkeit des Verletzten die gesetzlichen Erfordernisse erfüllen zu können (BGH, VI. Zivilsenat, Urteil vom 6. Dezember 1994 - VI ZR 80/94 , aaO, 354; OLG Karlsruhe, NZV 1999, 210, 211 [OLG Karlsruhe 11.07.1997 - 10 U 15/97] ).
- BGH, 16.02.1993 - VI ZR 29/92
Schmerzensgeldbemessung bei Verlust der Empfindungsfähigkeit
- BGH, 19.09.1995 - VI ZR 226/94
Schadensersatz wegen eines Unfalls - Bemessung der Höhe des Schmerzensgeldes - …
- BGH, 16.05.1961 - VI ZR 112/60
Rechtsmittel
- BGH, 29.11.1994 - VI ZR 93/94
Bemessung des Schmerzensgeldes bei vorsätzlicher Rechtsgutverletzung
- BVerwG, 18.05.1995 - 5 C 22.93
Schmerzensgeld im Sozialhilferecht
- BSG, 22.08.2012 - B 14 AS 103/11 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Zinseinkünfte …
- BVerfG, 11.11.2009 - 1 BvR 2853/08
Verfassungsbeschwerde wegen Versagung eines Schmerzensgeldes bei rechtswidriger …
- BGH, 11.10.1994 - VI ZR 303/93
Billigkeitshaftung des Kfz-haftpflichtversicherten Unfallschädigers hinsichtlich …
- BGH, 18.12.1979 - VI ZR 27/78
Versicherungsrecht; Billigkeitsanspruch; Freiwilliger …
- OLG Karlsruhe, 11.07.1997 - 10 U 15/97
Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung für die Verursachung eines …
- BGH, 16.12.1975 - VI ZR 175/74
Ausgleich einer schwersten Hirnverletzung mit Verlust aller geistigen Fähigkeiten …
- BGH, 13.01.1964 - III ZR 48/63
- BGH, 13.05.1996 - GSSt 1/96
Hörfalle
- BGH, 17.03.2015 - GSSt 1/14
Divergenzvorlage an den Großen Senat für Strafsachen (Zulässigkeit; …
- BVerfG, 20.10.1992 - 1 BvR 698/89
Zur Auslegung des Gewaltdarstellungsverbotes nach § 131 StGB
- BGH, 29.09.1952 - III ZR 340/51
Schmerzensgeld und Haftpflichtversicherung
- OLG Schleswig, 29.06.1989 - 16 U 201/88
Schmerzensgeld; Erhöhung; Wirtschaftliche Verhältnisse des Geschädigten
- BGH, 05.03.2014 - 2 StR 503/13
Beweisantrag auf Einholung eines psychologischen Gutachtens (Ablehnung wegen …
- BGH, 19.02.2014 - 2 StR 239/13
Rechtsfehlerhafte Entscheidung über den Adhäsionsantrag (Erörterung aller für das …
- OLG Frankfurt, 18.10.2018 - 22 U 97/16
Zur Berechnung von Haushaltsführungsschaden und Schmerzensgeld
Unter dem 16. September 2016 (VGS 1/16) haben die Vereinigten Großen Senate des BGH entschieden, dass alle Umstände eines Falles zu berücksichtigen sind und die wirtschaftlichen Verhältnisse beider Seiten dabei nicht von vornherein ausgeschlossen werden können. - BGH, 07.09.2017 - III ZR 71/17
Schmerzensgeld auch für Verletzungen bei rechtmäßigen Behördenmaßnahmen möglich
Auch soweit der Senat in diesem Zusammenhang auf die Verschuldenshaftung und den Gedanken der Genugtuung abgestellt hatte, ist dieser Argumentation nach der Einbeziehung der Gefährdungshaftung in die Änderung des Schadensersatzrechts die Grundlage entzogen, abgesehen davon, dass der Gedanke der Genugtuung regelmäßig nur bei besonderen Fallgestaltungen eine Rolle spielt, während für die Bemessung des Schmerzensgeldes der Entschädigungs- oder Ausgleichsgedanke im Vordergrund steht (vgl. nur BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, VersR 2017, 180 Rn. 48 f mwN; siehe auch Begründung der Bundesregierung zum Entwurf des Zweiten Gesetzes zur Änderung schadensersatzrechtlicher Vorschriften, BT-Drs. 14/7752 S. 15). - BGH, 15.02.2022 - VI ZR 937/20
BGH verwirft sog. "taggenaue Berechnung" des Schmerzensgeldes
Dabei ist in erster Linie die Höhe und das Maß der entstandenen Lebensbeeinträchtigung zu berücksichtigen; hier liegt das Schwergewicht (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48 Rn. 54, 70;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, 157, 167, juris Rn. 19, 42).Als solches ist sie aber den ebenfalls wichtigen Kriterien der Größe und Heftigkeit der Schmerzen nicht vorrangig (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48 Rn. 54;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, 167 f., juris Rn. 42); ein Rangverhältnis lässt sich insoweit nicht aufstellen (vgl. Müller, MedR 2021, 737, 739).
Wird das Schmerzensgeld, wie das Berufungsgericht es getan hat, gleichwohl unter Heranziehung dieser materiellen Größe bestimmt, um die "Gleichheit vor dem Schmerz" mit der "Gleichheit vor dem Durchschnittseinkommen" zu koppeln (…so ausdrücklich Schwintowski, aaO, S. 64 Rn. 182), liegt hierin eine unzulässige Abkopplung von dem eigentlichen Maßstab zur Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld (§ 253 Abs. 2 BGB), nämlich der gerade individuell zu ermittelnden Lebensbeeinträchtigung des Geschädigten, wobei auch die konkreten wirtschaftlichen Verhältnisse des Geschädigten (wie auch des Schädigers) nicht von vornherein von einer Berücksichtigung ausgeschlossen werden können (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48).
- LG Düsseldorf, 14.06.2023 - 12 O 55/22
Rachepornografie: Rekordschmerzensgeld von 120.000 Euro
Denn bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 253 Abs. 2 BGB können nach höchstrichterlicher Rechtsprechung alle Umstände des Falles berücksichtigt werden, wobei die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten dabei nicht von vornherein ausgeschlossen werden können (vgl. BGH, Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16.09.2016, Az. VGS 1/16,Rn. 29). - BGH, 08.02.2022 - VI ZR 409/19
Schmerzensgeldbemessung in Arzthaftungssachen: Gesichtspunkt der Genugtuung; …
Es soll aber zugleich dem Gedanken Rechnung tragen, dass der Schädiger dem Geschädigten für das, was er ihm angetan hat, Genugtuung schuldet (Genugtuungsfunktion, st. Rspr., vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48, Rn. 48;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, juris Rn. 14, jeweils mwN).Im Hinblick auf diese Zweckbestimmung des Schmerzensgeldes bildet die Rücksicht auf Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen, Leiden und Entstellungen die wesentliche Grundlage bei der Bemessung der billigen Entschädigung (BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48, Rn. 49, 54;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, juris Rn. 15, 19).
Das alleinige Abstellen auf den Ausgleichsgedanken ist unmöglich, weil sich immaterielle Schäden nicht und Ausgleichsmöglichkeiten nur beschränkt in Geld ausdrücken lassen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48, Rn. 46 f., 60;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, juris Rn. 15, 17;… Senatsurteil vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94, BGHZ 128, 117, juris Rn. 14).
Die Genugtuungsfunktion bringt eine durch den Schadensfall hervorgerufene persönliche Beziehung zwischen Schädiger und Geschädigtem zum Ausdruck, die es aus der Natur der Sache heraus gebietet, alle Umstände des Falles in den Blick zu nehmen und, sofern sie dem einzelnen Schadensfall sein besonderes Gepräge geben, bei der Bestimmung der Leistung zu berücksichtigen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48, Rn. 49, 51, 55, 70;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, juris Rn. 19;… Senatsurteil vom 29. November 1994 - VI ZR 93/94, BGHZ 128, 117, juris Rn. 14).
Zu diesen Umständen gehört auch der Grad des Verschuldens des Schädigers (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48 Rn. 51, 55;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, Rn. 16, 20;… Senatsurteile vom 16. Februar 1993 - VI ZR 29/92, VersR 1993, 585 Ls. und juris Rn. 13;… vom 12. Juli 2005 - VI ZR 83/04, VersR 2005, 1559, juris Rn. 41, insoweit in BGHZ 163, 351 nicht abgedruckt;… vom 10. Februar 2015 - VI ZR 8/14, VersR 2015, 590 Rn. 8).
Soweit sich die Revisionserwiderung in diesem Zusammenhang auf das Senatsurteil vom 13. Oktober 1992 (…VI ZR 201/91, VersR 1993, 327 juris Rn. 34, insoweit in BGHZ 120, 1 nicht abgedruckt; vgl. auch OLG Frankfurt…, Urteil vom 31. Januar 2017 - 8 U 155/16, juris Rn. 39) beruft, übersieht sie, dass diese Entscheidung die besondere Fallgruppe der Zerstörung der Persönlichkeit des Verletzten durch Fortfall oder Vorenthalten der Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit betrifft, die einer eigenständigen Bewertung zugeführt werden muss (BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48, Rn. 51;… Senatsurteil vom 13. Oktober 1992 - VI ZR 201/91, BGHZ 120, 1, juris Rn. 31).
Dem sind die Vereinigten Großen Senate des Bundesgerichtshofs in ihrem Beschluss vom 16. September 2016 (VGS 1/16, BGHZ 212, 48 Rn. 51) gefolgt.
- LG Köln, 13.06.2023 - 5 O 197/22
Sexueller Missbrauch, katholische Kirche, Schmerzensgeld, Schadensersatz, …
Davon zu unterscheiden ist die Frage, wie die einzelnen Umstände bei der Bemessung des Schmerzensgeldes zu gewichten sind (BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16 -, BGHZ 212, 48-70, Rn. 53).Bei den unter dem Gesichtspunkt der Billigkeit zu berücksichtigenden Umständen hat die Rücksicht auf Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen, Leiden und Entstellungen stets das ausschlaggebende Moment zu bilden; der von dem Schädiger zu verantwortende immaterielle Schaden, die Lebensbeeinträchtigung steht im Verhältnis zu den anderen zu berücksichtigenden Umständen immer an der Spitze (BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16 -, BGHZ 212, 48-70, Rn. 54).
Ein allgemein geltendes Rangverhältnis aller anderen zu berücksichtigenden Umstände lässt sich nicht aufstellen, weil diese Umstände ihr Maß und Gewicht für die Höhe der billigen Entschädigung erst durch ihr Zusammenwirken im Einzelfall erhalten (BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16 -, BGHZ 212, 48-70, Rn. 55).
Erst dadurch, dass der (Tat-)Richter im ersten Schritt alle Umstände des Falles in den Blick nimmt, dann die prägenden Umstände auswählt und gewichtet, dabei gegebenenfalls auch die (wirtschaftlichen) Verhältnisse der Parteien zueinander in Beziehung setzt, ergibt sich im Einzelfall, welche Entschädigung billig ist (BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16 -, BGHZ 212, 48-70, Rn. 56).
- BGH, 29.11.2016 - VI ZR 606/15
Haftung eines schuldlosen Schädigers auf Schmerzensgeld aus Billigkeitsgründen
Deswegen ist, entsprechend dem Wortlaut der Vorschrift, nach ständiger Rechtsprechung des Senats ein Schadensersatzanspruch aus § 829 BGB nicht schon dann zu gewähren, wenn die Billigkeit es erlaubt, sondern nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern (Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, Rn. 36, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt; Senatsurteile vom 24. Juni 1969 - VI ZR 15/68, NJW 1969, 1762; vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 303/93, BGHZ 127, 186, 192). - BGH, 06.12.2022 - VI ZR 73/21
Bemessung der Höhe der Hinterbliebenenentschädigung
Insoweit entsprechen sie den in § 253 Abs. 2 BGB, § 15 Abs. 2 Satz 1 AGG geregelten Ansprüchen auf Ersatz immateriellen Schadens (vgl. Katzenmeier, JZ 2017, 869, 875), für die die Pflicht des Tatrichters, die Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalles zu berücksichtigen, anerkannt ist (vgl. zu § 253 BGB: BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48 ff.;… Senatsurteile vom 22. März 2022 - VI ZR 16/21, VersR 2022, 819 Rn. 8;… vom 8. Februar 2022 - VI ZR 409/19, VersR 2022, 635 Rn. 11 f.;… zu § 15 AGG: Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung europäischer Richtlinien zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung, BT-Drucks. 16/1780, S. 38;… BAG, NJW 2010, 2970 Rn. 39).Das alleinige Abstellen auf den Ausgleichsgedanken ist unmöglich, weil sich immaterielle Schäden nicht und Ausgleichsmöglichkeiten nur beschränkt in Geld ausdrücken lassen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16, BGHZ 212, 48 Rn. 46 f., 60;… vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, juris Rn. 15, 17;… Senatsurteil vom 8. Februar 2022 - VI ZR 409/19, VersR 2022, 635 Rn. 12).
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 137/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: Grundsätze der …
Nach der Entscheidung der Vereinigten Großen Senate des Bundesgerichtshofs vom 16. September 2016 - VGS 1/16 (JR 2017, 179), bei dem der Senat mit Beschluss vom 14. April 2016 - 2 StR 137/14 u.a. die Frage vorgelegt hatte, ob bei der Bemessung der billigen Entschädigung in Geld (§ 253 Abs. 2 BGB) die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten berücksichtigt werden dürfen und wenn ja, nach welchen Maßstäben, war nunmehr die gegen die Adhäsionsentscheidung gerichtete Revision des Angeklagten zu verwerfen.Die Vereinigten Großen Senate haben entschieden, dass bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 253 Abs. 2 BGB (§ 847 BGB a.F.) alle Umstände des Falles berücksichtigt und dabei die wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten nicht von vornherein ausgeschlossen werden können (Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16).
Daneben können aber auch alle anderen Umstände berücksichtigt werden, die dem einzelnen Schadensfall sein besonderes Gepräge geben, wie etwa der Grad des Verschuldens des Schädigers, im Einzelfall aber auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Geschädigten oder diejenigen des Schädigers (Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, juris, Rn. 55).
Ein mit zu berücksichtigender Umstand kann dabei die Verletzung einer "armen' Partei durch einen vermögenden Schädiger etwa bei einem außergewöhnlichen "wirtschaftlichen Gefälle' sein (Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, juris, Rn. 57).
Indem der (Tat-)Richter im ersten Schritt alle Umstände des Falles in den Blick nimmt, dann die prägenden Umstände auswählt und gewichtet, dabei gegebenenfalls auch die (wirtschaftlichen) Verhältnisse der Parteien zueinander in Beziehung setzt, ergibt sich im Einzelfall, welche Entschädigung billig ist (Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, juris, Rn. 56, 70).
Feststellungen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen von Schädiger und Geschädigtem und Ausführungen zu deren Einfluss auf die Bemessung der billigen Entschädigung sind dabei nur geboten, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse dem Einzelfall ein besonderes Gepräge geben und deshalb bei der Entscheidung ausnahmsweise berücksichtigt werden mussten (Vereinigte Große Senate, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16, juris, Rn. 72).
- OLG Frankfurt, 22.12.2020 - 8 U 142/18
Zur Bemessung des Schmerzensgeldanspruchs einer nach einem ärztlichen …
Ein allgemein geltendes Rangverhältnis aller anderen zu berücksichtigenden Umstände lässt sich nicht aufstellen, weil diese Umstände ihr Maß und Gewicht für die Höhe der billigen Entschädigung erst durch ihr Zusammenwirken im Einzelfall erhalten (st. Rspr. vgl. insb. BGH, Beschlüsse vom 16. September 2016 - VGS 1/16 -, BGHZ 212, 48-70 und vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 -, BGHZ 18, 149).Dafür müssten die wirtschaftlichen Verhältnisse dem Einzelfall ein besonderes Gepräge geben (BGH, Beschluss vom 16. September 2016 - VGS 1/16 -, BGHZ 212, 48-70).
- OLG Brandenburg, 17.06.2019 - 12 U 179/18
Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall
- OLG Frankfurt, 18.02.2025 - 8 U 8/21
Geburtsschaden bei Hochrisiko-Zwillingsschwangerschaft
- OLG Saarbrücken, 01.06.2017 - 4 U 122/16
Personenschaden bei Verkehrsunfall: Haushaltsführungsschaden eines im Haushalt …
- LAG Nürnberg, 09.06.2017 - 7 Sa 231/16
Auszubildende - Blutentnahme - Arbeitsunfall - Vorsatz - Schmerzensgeld
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 337/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BAG, 24.10.2018 - 10 AZR 285/16
Bonuszahlung - billiges Ermessen - Revisibilität
- LG Offenburg, 30.07.2019 - 3 O 311/15
Verkehrsunfall mit Personenschaden: Bemessung eines Schmerzensgeldes bei einer …
- OLG Nürnberg, 20.08.2020 - 13 U 1187/20
Fahrradhelm und Schmerzensgeld
- OLG Brandenburg, 16.04.2019 - 3 U 8/18
Schadensersatzansprüche wegen der Beißattacke eines Hundes
- OLG Saarbrücken, 20.04.2023 - 3 U 7/23
Ermittlung des Haushaltsführungsschadens infolge eines Verkehrsunfalls
- OLG Schleswig, 23.02.2021 - 7 U 149/20
Bemessung des Hinterbliebenengeldes
- LG Düsseldorf, 08.12.2020 - 7 KLs 6/20
- BGH, 22.03.2022 - VI ZR 16/21
Keine taggenaue Berechnung des Schmerzensgeldes
- OLG Hamm, 11.05.2021 - 7 U 104/19
Sleeping policeman; streckenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzung; Stoppschild; …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 374/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 522/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 420/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 23.05.2023 - VI ZR 161/22
Bemessung der Höhe der Hinterbliebenenentschädigung
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 518/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 428/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- OLG München, 23.12.2022 - 13 U 1972/18
Bemessung eines Schmerzensgeldanspruchs
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 159/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 203/14
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 550/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 257/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 151/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 338/15
Bemessung der billigen Entschädigung in Geld im Adhäsionsverfahren (nur …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 401/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 543/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 8/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 332/15
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- OLG Zweibrücken, 26.01.2022 - 1 U 209/20
Verletzung der Verkehrssicherungspflicht eines Geschäftsbetreibers: Höhe des …
- BGH, 06.06.2018 - 2 StR 337/14
Adhäsionsverfahren: Gebührensstreitwert für Feststellung der Haftung für künftige …
- OLG Köln, 27.01.2025 - 5 U 69/24
Angestellter Arzt muss Anweisungen seiner vorgesetzten Ärzte widersprechen, wenn …
- OLG Dresden, 13.07.2022 - 1 U 2039/21
Dem Geschädigten steht gegenüber dem Schädiger kein Anspruch auf Schadenersatz …
- OLG Oldenburg, 27.03.2019 - 5 U 112/18
Bagatelltrauma; Sicherungsaufklärung; Therapeutische Aufklärung
- BGH, 28.11.2017 - 5 StR 438/17
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse bei der Bemessung einer …
- BGH, 30.08.2017 - 4 StR 255/17
Immaterieller Schaden (Adhäsionsausspruch: Berücksichtigung der wirtschaftlichen …
- LG Freiburg, 15.10.2018 - 1 O 240/10
Produkthaftung bei einer Hüfttotalendoprothese
- LG Ellwangen/Jagst, 08.01.2026 - 6 O 56/24
Bemessung der Ansprüche auf Hinterbliebenengeld bzw. Schmerzensgeld im Fall der …
- BGH, 02.10.2024 - 6 StR 278/24
Adhäsionsverfahren (Schmerzensgeld: Verzinsung
- AG Bad Urach, 14.02.2024 - 1 C 161/23
Entschädigungsanspruch wegen geschlechtsspezifischer Benachteiligung durch eine …
- OLG Köln, 06.03.2020 - 11 U 274/19
Unfall im Bärenkostüm - An Karneval ist mit alkoholisierten Fußgängern zu rechnen
- LG Wuppertal, 18.06.2019 - 17 O 31/13
Zur Deliktshaftung einer Aufsichtsperson wegen Ertrinken eines Kindes im Freibad
- OLG Düsseldorf, 10.09.2025 - 5 St 2/25
Mord aus islamistischen Motiven und mitgliedschaftliche Beteiligung an der …
- OLG Koblenz, 16.12.2020 - 5 U 836/18
Schmerzensgeldbemessung bei einem Geburtsschaden mit lebenslangen Dauerschäden
- OLG Dresden, 02.06.2026 - 4 U 993/25
- OLG Brandenburg, 26.08.2021 - 12 U 179/20
Haftungsverteilung bei Kollision eines Pkw mit einem vom Geh- bzw. Radweg auf die …
- OLG Hamm, 11.01.2019 - 7 U 27/18
Schmerzensgeld; Ausgleichsfunktion; ererbter Anspruch
- LG Freiburg, 02.08.2019 - 1 O 223/12
Produkthaftung: Konstruktions- und Instruktionsfehler bei einer …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 324/14
Bemessung der billigen Entschädigung in Geld im Adhäsionsverfahren (nur …
- KG, 11.12.2024 - 25 U 135/22
Haftungsquote bei mehreren erheblichen Verkehrsverstößen
- KG, 18.02.2019 - 25 U 16/18
Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall mit Personenschaden: Kollision eines vom …
- OLG Köln, 07.01.2026 - 5 U 115/24
Zum richtigen Vorgehen eines Notarztes bei einem Nabelschnurvorfall
- OLG Jena, 20.11.2024 - 2 U 119/22
Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld aufgrund eines durch die …
- OLG Dresden, 23.07.2024 - 4 U 1610/21
Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen einer behaupteten …
- OLG Brandenburg, 06.06.2019 - 12 U 119/18
Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall
- OLG Köln, 20.04.2026 - 5 U 105/23
Aufklärungspflicht bei Operation: Schmerzensgeld bei zu später Aufklärung
- OLG Köln, 09.03.2026 - 5 U 5/24
Bei eindeutigem Riss der Gebärmutter muss Arzt das Kind sofort entbinden
- LG Essen, 25.04.2025 - 16 O 204/24
Schmerzensgeld, sexueller Missbrauch
- LG Bonn, 10.02.2025 - 24 Ks 14/24
- OLG Brandenburg, 03.02.2020 - 12 U 98/19
Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall
- OLG Nürnberg, 15.01.2024 - 5 U 1663/21
Haftung bei nicht hinreichender Einrichtung eines fachärztlichen Nachtdienstes im …
- LG Paderborn, 08.06.2026 - 4 O 107/25
Behandlungsfehler bei Geburt: Haftung nach Tod des Zwillings
- BGH, 11.07.2017 - 3 StR 231/17
Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse bei der Bemessung einer …
- OLG Brandenburg, 14.12.2023 - 12 U 107/23
Zahlungsanspruch eines Geschädigten auf Schadensersatz und Schmerzensgeld nach …
- OLG Brandenburg, 08.10.2020 - 12 U 97/20
Beginn der Verjährung von Arzthaftungsansprüchen; Anforderungen an die Kenntnis …
- BGH, 11.05.2017 - 2 StR 495/13
Schmerzensgeld (Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld: …
- LG Bonn, 16.01.2019 - 5 S 106/18
Schmerzensgeldanspruch gegenüber dem Tierhalter
- OLG Bamberg, 28.03.2023 - 5 U 122/22
Unfallbedingter Verdienstausfall des Alleingesellschafters und Geschäftsführers …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.07.2022 - 6 A 2092/20
Schmerzensgeld; Erfüllungsübernahme; Einstandspflicht; Dienstherr; …
- BGH, 09.03.2021 - 6 StR 48/21
Verbot der Schlechterstellung (keine Erhöhung der Einzelstrafen); Feststellungen …
- OLG Brandenburg, 06.07.2023 - 12 U 28/22
Anspruch auf Haushaltsführungsschaden nach einem Verkehrsunfall; Bemessung von …
- OLG Köln, 10.02.2025 - 5 U 33/23
Grober Befunderhebungsfehler bei Ultraschalluntersuchung einer adipösen und an …
- OLG Zweibrücken, 28.06.2023 - 7 U 106/21
Ansprüche eines Baufachwerkers im Zusammenhang mit der Explosion einer …
- LG Köln, 03.12.2020 - 113 KLs 23/19
- LG Bielefeld, 08.02.2019 - 8 O 342/18
Verkehrsunfall - Schmerzensgeldbemessung - Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion
- OLG Dresden, 05.11.2025 - 1 U 305/25
- OLG Köln, 08.10.2025 - 5 U 169/19
Zahlungsanspruch eines Geschädigten auf Schmerzensgeld wegen fehlerhafter …
- OLG Brandenburg, 14.10.2021 - 12 U 89/21
Schadensersatzansprüche nach einem Verkehrsunfall Einrede der Verjährung …
- OLG Koblenz, 17.03.2021 - 5 U 1651/19
Arzthaftung: Anforderungen an die ordnungsgemäße Aufklärung über einen …
- OLG Köln, 20.04.2026 - 5 U 122/25
Arzthaftung wegen Injektion: Schmerzensgeld bei Nervenschäden
- OLG Brandenburg, 11.09.2025 - 12 U 96/24
- OLG Brandenburg, 09.11.2021 - 12 U 226/20
Ansprüche nach einem Verkehrsunfall Kriterien für die Bemessung eines …
- OLG Brandenburg, 25.09.2023 - 12 U 209/22
Voraussetzungen bezüglich des Nachweises diverser Schadensersatzansprüche aus …
- KG, 02.09.2019 - 25 U 163/17
Haftung bei Kfz-Unfall: Bewertung der Aussagen von Unfallzeugen; Anscheinsbeweis …
- LG Freiburg, 02.08.2019 - 1 O 266/12
Produkthaftung: Konstruktions- und Instruktionsfehler bei einer …
- BGH, 18.12.2025 - V ZB 42/25
Verwerfung der Rechtsbeschwerde als unzulässig; Verschulden des …
- OLG Hamm, 20.03.2020 - 7 U 22/19
Verkehrsunfall, Schmerzensgeld, wirtschaftliche Verhältnisse
- OLG Celle, 05.06.2018 - 1 U 71/17
Anspruch auf Schmerzensgeld aufgrund fehlerhafter ärztlicher Behandlung; …
- LG Oldenburg, 18.01.2023 - 3 O 2827/21
Schadensersatz und Schmerzensgeld eines Lokführers nach Suizid gegen Erben
- OLG München, 28.07.2022 - 24 U 404/21
Geltendmachung von Ansprüchen auf materiellen und immateriellen Schadensersatz …
- OLG Saarbrücken, 05.02.2020 - 1 U 40/19
Schadensersatz und Schmerzensgeld nach einem tätlichen Angriff Ausgleichs- und …
- OLG Düsseldorf, 02.10.2023 - 19 U 14/23
Faustschlag, Fußballspiel, deliktischer Anspruch, Notrwehrlage, Schmerzensgeld
- LG Köln, 20.10.2022 - 105 Ks 8/20
- LG Saarbrücken, 14.12.2018 - 13 S 111/18
Deliktshaftung für psychische Primärschäden: Vorsätzlich falsche Todesnachricht …
- OLG Stuttgart, 10.08.2017 - 1 U 52/15
Arzthaftung: Schmerzensgeldanspruch wegen eines Schockschadens bei dem Tod eines …
- OLG Brandenburg, 17.07.2025 - 12 U 33/24
- LG Köln, 09.04.2025 - 322 KLs 16/24
- OLG München, 07.07.2022 - 24 U 404/21
Schnerzensgeldbemessung
- OLG Hamburg, 04.04.2019 - 2 Rev 7/19
Eröffnung des Hauptverfahrens durch einen Verbindungsbeschluss
- LG Köln, 23.01.2024 - 14 O 58/22
- LG Freiburg, 15.10.2018 - 1 O 26/17
Produkthaftung bei einer Hüfttotalendoprothese
- LG Köln, 13.05.2022 - 12 O 459/19
Schmerzensgeld zugesprochen: Sah aus wie Limo, war aber Ammoniak
- OLG Brandenburg, 16.05.2024 - 12 U 139/23
Arzthaftungsrechtlicher Anspruch auf Schmerzensgeld wegen einer fehlerhaften …
- OLG Bamberg, 19.12.2023 - 5 U 314/22
Schmerzensgeldbemessung, Unfallkausalität, Beweiswürdigung, …
- LG Aachen, 10.03.2021 - 95 KLs 4/20
- BGH, 18.05.2017 - 2 StR 473/16
Tatrichterliche Beweiswürdigung (revisionsrechtliche Überprüfbarkeit; Darstellung …
- OLG Brandenburg, 30.10.2019 - 7 U 147/15
Haftung des Betreibers eines Reiterhofs für Verletzungen eines Reiters beim …
- OLG Hamm, 15.03.2022 - 21 U 170/21
Schadensersatz wegen einer vertragswidrig durchgeführten Seebestattung; …
- LG Lübeck, 07.03.2025 - 10 O 300/23
Schmerzensgeld nach schwerem Motorradunfall: Wann verweigerte Therapie die Summe …
- OLG Brandenburg, 16.12.2025 - 3 U 5/25
Vermutung des Verschuldens eines Grundstücksbesitzers hinsichtlich Ablösung eines …
- LAG Hamm, 23.11.2016 - 4 Sa 656/16
Ersatzanspruch des Helfers bei körperlicher Verletzung; Psychischer Schaden als …
- OLG Brandenburg, 10.10.2024 - 12 U 39/24
Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen, Leiden und Entstellungen als …
- BGH, 19.10.2021 - 6 StR 413/21
Adhäsionverfahren in einem Fall sexueller Nötigung
- LG Aurich, 22.10.2018 - 13 KLs 4/18
- OLG Bamberg, 15.01.2019 - 5 U 144/18
Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld aus einem Verkehrsunfall im …
- LAG Hamm, 23.11.2016 - 4 Sa 657/16
Deliktischer Ersatzanspruch bei Gesundheitsverletzung durch helfendes Eingreifen; …
- LG Kempten, 12.05.2022 - 31 O 1173/20
Kein (weiteres) Schmerzensgeld und Verdienstausfall nach Verkehrsunfall
- OLG Brandenburg, 29.10.2019 - 7 U 147/15
- LG Essen, 09.11.2021 - 3 O 73/18
Radfahrer, Abstand
- LG Köln, 24.09.2021 - 12 O 459/19
- LG Nürnberg-Fürth, 24.02.2021 - 8 O 6262/20
Schmerzensgeld für 73 Jahre alte Unfallverletzte bei Oberarmamputation und …
- VG Magdeburg, 13.11.2020 - 8 A 299/19
Erfüllungsübernahme von Schmerzensgeldansprüchen der Landesbeamten; …
- LG Darmstadt, 29.08.2022 - 27 O 12/22
- LG Düsseldorf, 18.07.2025 - 14e O 181/22
- VG Würzburg, 09.03.2023 - W 3 K 20.896
Verwaltungsrechtsweg, öffentlich-rechtlicher Vertrag über Grundabtretung zur …
- LG Kleve, 30.11.2018 - 140 Ks 1/18
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".