Rechtsprechung
| OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
StrEG § 2 § 10 § 13
Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen, Drittschaden - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- archive.org (Leitsatz)
StrEG §§ 2, 10, 13
Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen - Drittschaden - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Anspruch eines Drittgeschädigten auf Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen; Geltendmachung eines Reflexschadens als Folge einer Maßnahme gegen Dritte ; Schädigung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH); Anspruch auf Entschädigung für rechtmäßige ...
Verfahrensgang
- LG Nürnberg-Fürth, 29.04.2002 - 4 O 3139/02
- OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
Papierfundstellen
- NStZ-RR 2003, 62
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (14)
- BGH, 08.02.1977 - VI ZR 249/74
Geltendmachung von Schäden eines Geschäftsführer-Gesellschafters einer GmbH
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
aa) Zwar hat der Bundesgerichtshof in besonders gelagerten Fällen dem wirtschaftlichen Alleininhaber einer geschädigten Kapitalgesellschaft in der Tat einen unmittelbaren Ersatzanspruch gegen den Ersatzpflichtigen zugebilligt (BGH NJW-RR 1991, 551; 1989, 684; NJW 1977, 1283; BGHZ 61, 380).Dabei erscheine die Einmanngesellschaft für die schadensrechtliche Beurteilung praktisch als ein in besonderer Form verwalteter Teil des dem Alleingesellschafter gehörenden Vermögens (BGH NJW 1989, 684; NJW 1977, 1283).
aaa) Der Anspruch des Klägers ginge dann nämlich allenfalls dahin, Leistung an die Gesellschaft zu verlangen, um auf diese Weise deren Vermögensverlust und damit zugleich die Werteinbuße seiner eigenen Gesellschaftsbeteiligung auszugleichen (vgl. BGH NJW 1977, 1283/1284; 1987, 1077/1079; 1988, 413/415;… MüKo-Oetker, aaO., § 249 Rn 275;… Soergel-Mertens, BGB, 12. Aufl., Rn 257 vor § 249;… kritisch Staudinger-Schiemann, aaO., Rn 61 vor § 249).
- BGH, 06.10.1988 - III ZR 143/87
Entschädigung eines Alleingesellschafters einer Kapitalgesellschaft für …
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
aa) Zwar hat der Bundesgerichtshof in besonders gelagerten Fällen dem wirtschaftlichen Alleininhaber einer geschädigten Kapitalgesellschaft in der Tat einen unmittelbaren Ersatzanspruch gegen den Ersatzpflichtigen zugebilligt (BGH NJW-RR 1991, 551; 1989, 684; NJW 1977, 1283; BGHZ 61, 380).Das Unterlassen der gebotenen schadensmindernden Hinweise und Bemühungen wäre dem Kläger und der von ihm vertretenen ASD GmbH als Mitverschulden anzulasten (§ 254 BGB; vgl. BGHZ 63a 209/211 ff.; NJW-RR 1989, 684/685; OLG Hamm, OLG-Report 2001, 129/131;… Meyer, aaO., § 7 Rn 22).
- BGH, 15.11.1990 - III ZR 246/89
Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen: Mehraufwendungen der Gesellschaft …
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
aa) Zwar hat der Bundesgerichtshof in besonders gelagerten Fällen dem wirtschaftlichen Alleininhaber einer geschädigten Kapitalgesellschaft in der Tat einen unmittelbaren Ersatzanspruch gegen den Ersatzpflichtigen zugebilligt (BGH NJW-RR 1991, 551; 1989, 684; NJW 1977, 1283; BGHZ 61, 380).a) Verdienstausfall als Folge einer gegen den Beschuldigten gerichteten Strafverfolgungsmaßnahme ist zwar grundsätzlich entschädigungsfähig (BGH NJW 1988, 1141; NJW-RR 1991, 551/552; OLG Hamm, OLG-Report 2001, 129/131).
- BGH, 13.11.1973 - VI ZR 53/72
Gesellschaftsschaden als Gesellschafterschaden
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
aa) Zwar hat der Bundesgerichtshof in besonders gelagerten Fällen dem wirtschaftlichen Alleininhaber einer geschädigten Kapitalgesellschaft in der Tat einen unmittelbaren Ersatzanspruch gegen den Ersatzpflichtigen zugebilligt (BGH NJW-RR 1991, 551; 1989, 684; NJW 1977, 1283; BGHZ 61, 380).Ursprünglich begründete dies der BGH mit der Überlegung, das GmbH-Vermögen sei letztlich nur ein haftungsrechtlich besonders verwalteter Bestandteil des Vermögens des Alleingesellschafters (BGHZ 61, 380).
- BGH, 10.11.1986 - II ZR 140/85
Schadensersatzpflicht des Vorstandsmitglieds einer Aktiengesellschaft
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte geht der Senat davon aus, dass der Kläger diesen zuletzt vorgetragenen Anspruch auch an letzter Stelle geltend machen will (ein Offenlassen der Reihenfolge wäre unzulässig; vgl. BGH NJW 1987, 1077/1078;… Zöller-Greger, ZPO, 23. Aufl., § 253 Rn 15 m.w.N.).aaa) Der Anspruch des Klägers ginge dann nämlich allenfalls dahin, Leistung an die Gesellschaft zu verlangen, um auf diese Weise deren Vermögensverlust und damit zugleich die Werteinbuße seiner eigenen Gesellschaftsbeteiligung auszugleichen (vgl. BGH NJW 1977, 1283/1284; 1987, 1077/1079; 1988, 413/415;… MüKo-Oetker, aaO., § 249 Rn 275;… Soergel-Mertens, BGB, 12. Aufl., Rn 257 vor § 249;… kritisch Staudinger-Schiemann, aaO., Rn 61 vor § 249).
- BGH, 21.01.1988 - III ZR 157/86
Entschädigung für Verlust des Arbeitsplatzes
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
a) Verdienstausfall als Folge einer gegen den Beschuldigten gerichteten Strafverfolgungsmaßnahme ist zwar grundsätzlich entschädigungsfähig (BGH NJW 1988, 1141; NJW-RR 1991, 551/552; OLG Hamm, OLG-Report 2001, 129/131). - BGH, 08.06.1989 - III ZR 82/88
Anforderungen an Antrag im Betragsverfahren
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
Insoweit fehlt es nämlich am vorgeschriebenen Justizverwaltungsverfahren, das bei StrEG-Entschädigungen dem Rechtsweg vorauszugehen hat und ohne das kein Raum für eine gerichtliche Überprüfung ist (BGHZ 108, 14 ff.; OLG Koblenz, OLG-Report 1999, 127/128;… Meyer, aaO., § 13 Rn. 5, 11-11 b m.w.N.). - OLG Koblenz, 11.11.1998 - 1 U 1102/97
Entschädigung für erlittene Untersuchungshaft; Beweislast nach dem …
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
Insoweit fehlt es nämlich am vorgeschriebenen Justizverwaltungsverfahren, das bei StrEG-Entschädigungen dem Rechtsweg vorauszugehen hat und ohne das kein Raum für eine gerichtliche Überprüfung ist (BGHZ 108, 14 ff.; OLG Koblenz, OLG-Report 1999, 127/128;… Meyer, aaO., § 13 Rn. 5, 11-11 b m.w.N.). - BGH, 29.06.1987 - II ZR 173/86
Schadensersatzpflicht des Unternehmers gegenüber dem stillen Gesellschafter …
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
aaa) Der Anspruch des Klägers ginge dann nämlich allenfalls dahin, Leistung an die Gesellschaft zu verlangen, um auf diese Weise deren Vermögensverlust und damit zugleich die Werteinbuße seiner eigenen Gesellschaftsbeteiligung auszugleichen (vgl. BGH NJW 1977, 1283/1284; 1987, 1077/1079; 1988, 413/415;… MüKo-Oetker, aaO., § 249 Rn 275;… Soergel-Mertens, BGB, 12. Aufl., Rn 257 vor § 249;… kritisch Staudinger-Schiemann, aaO., Rn 61 vor § 249). - BGH, 23.08.1989 - 1 BJs 72/87
Entschädigung eines Zeugen wegen zu Unrecht erlittener Erzwingungshaft
Auszug aus OLG Nürnberg, 26.08.2002 - 4 W 2125/02
a) Anspruch auf Entschädigung für rechtmäßige Strafverfolgungsmaßnahmen nach §§ 2 ff. StrEG hat jedoch - vom hier nicht vorliegenden Ausnahmefall des § 11 StrEG (Ersatzansprüche von Unterhaltsberechtigten) abgesehen - nur der frühere Beschuldigte selbst, nicht ein sonstiger Verfahrensbeteiligter oder ein am Verfahren unbeteiligter Drittgeschädigter (BGHSt 36, 236; OLG Hamburg, MDR 1994, 310; KG NJW 1978, 2406 f.;… Meyer, Strafrechtsentschädigung und Auslagenerstattung, 4. Aufl., Einl. Rn 57; § 2 Rn 17;… Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO, 44. Aufl., Rn 2 vor § 1 StrEG). - BGH, 11.07.1988 - II ZR 243/87
Reichweite und Schutzzweck des § 399 Abs. 1 Nr. 4 AktG
- BGH, 19.06.1952 - III ZR 295/51
Erwerbsschaden eines Arbeitnehmers bei gesetzlicher Verpflichtung zur …
- BGH, 06.04.1995 - II ZR 108/94
Eigenkapitalersatz in einem Vergleichsverfahren
- OLG Hamburg, 13.01.1994 - 2 Ws 620/93
- LG Stuttgart, 26.05.2009 - 15 O 306/08
Strafverfolgungsentschädigung: Ersatzanspruch für die entgangene Möglichkeit zur …
Die vom beklagten Land angeführten Entscheidungen verschiedener Oberlandesgerichte (OLG Celle, Urteil vom 18.3.2003, Az.: 16 U 192/02 - juris; OLG München, Beschluss vom 25.10.2006, Az.: 1 W 2247/06 - juris; OLG Nürnberg, NStZ-RR 2003, 62) betreffen andere Fallgestaltungen. - OLG Karlsruhe, 20.01.2005 - 12 U 334/04
Strafverfolgungsentschädigung: Fehlende Grundlage des Betragsverfahrens mangels …
Entschädigungsberechtigt ist aber nur der in einem Strafverfahren ehemals Beschuldigte wegen gegen ihn vollzogener Strafverfolgungsmaßnahmen hinsichtlich des ihm selbst daraus unmittelbar entstandenen Schadens (vgl. BGHZ 106, 313 unter II 2.; BGH VersR 1979, 179, 180; OLG Nürnberg, OLGR 2003, 55; OLG München, OLGR 2004, 51;… Meyer - Goßner, a.a.O., Vorbemerkung zum StrEG Rn 2, § 2 Rn 7; Schätzler/Kunz, StrEG, § 2 Rn 2 f.;… Meyer, a.a.O., § 2 Rn 14 ff.).Gemäß § 7 StrEG kann der Entschädigungsberechtigte nur Ersatz desjenigen Schadens verlangen, der infolge der Strafverfolgungsmaßnahmen unmittelbar in seinem Vermögen eingetreten ist (vgl. BGHZ 106, 313 II 2; BGH VersR 1979, 179, 180 II 1 b; OLG Nürnberg, OLGR 2003, 55; OLG München, OLGR 2004, 51; Landgericht Rostock, Urteil vom 24. Oktober 2002 - 4 O 160/02).
Denn der Gesellschafter wird grundsätzlich nicht unmittelbar wirtschaftlich berührt, wenn die Gesellschaft einen Schaden erleidet (vgl. BGH VersR 1979, 179, 180; ZIP 1995, 816, 829; OLG Nürnberg, OLGR 2003, 55; OLG München, OLGR 2004, 51; LG Flensburg, JuRBüro 2002, 165, 166; LG Rostock, Urteil vom 24. Oktober 2002 - 4 O 160/02;… Meyer a.a.O., § 7 Rn 16 unter "Gewinnverluste";… Schätzler/Kunz, aaO Rn 48 m.w.N.).
In einer derartigen Situation mag die Einmanngesellschaft im Rahmen der für die Lösung von Schadensersatzfragen gebotenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise als ein in besonderer Form verwalteter Teil des dem Alleingesellschafter gehörenden Vermögens anzusehen sein mit der Folge, dass der Alleingesellschafter den Vermögensnachteil der Gesellschaft als eigenen Schaden geltend machen kann (vgl. BGH VersR 1989, 94; NJW-RR 1991, 551; OLG Nürnberg, OLGR 2003, 55; OLG München, OLGR 2004, 51 jeweils m.w.N.).
- LG München I, 29.10.2025 - 15 O 15353/23
Rechtsanwaltsgebühren, Erlittene Untersuchungshaft, Streitwertfestsetzung, …
Rn. 101 Diese Grundsätze gelten nach der Rechtsprechung nicht nur für Kapitalgesellschaften (siehe z.B. OLG Karlsruhe, Urteil vom 20.01.2005 - 12 U 334/04; für eine brit. Ltd. OLG München, Urteil vom 27.11.2014, 1 U 781/13; OLG Nürnberg, Beschluss vom 26.08.2002, 4 W 2125/02), sondern auch für Personengesellschaften wie die KG (OLG München, Beschluss vom 17.02.2003, 1 U 1599/03) und insbesondere auch für die GbR (OLG Nürnberg, Urteil vom 23.07.2012, Az. 4 U 2315/11).Rn. 109 Soweit die Gesellschaft - wie im Übrigen jeder Drittgeschädigte eines Ermittlungsverfahrens - eine Beeinträchtigung und den daraus entstehenden Schaden nach dem StrEG entschädigungslos hinzunehmen hat, darf diese Entscheidung des Gesetzgebers nicht dadurch unterlaufen werden, dass der Beschuldigte den Schaden der Gesellschaft an sich zieht und ihn an deren Stelle im eigenen Namen geltend macht (OLG Nürnberg, Beschluss vom 26.08.2002 - 4 W 2125/02 sowie OLG Nürnberg, Urteil vom 23.07.2012, 4 U 2315/11).
- LG Rostock, 10.12.2010 - 10 O 141/10
Drittgeschädigter hat keinen Anspruch auf Entschädigung wegen einer Beschädigung …
Drittgeschädigte haben grundsätzliche keine Ansprüche nach dem StrEG (…herrschende Meinung vgl. Meyer, StrEG , 7. Auflage, Rn 15; OLG Nürnberg, NStZ-RR 2003, 62 ; OLG Hamm, Beschluss vom 21.03.2006, Az.: 3 Ws 102/06). - KG, 10.03.2009 - 2 Ws 9/08
Strafverfolgungsentschädigung: Anspruchsberechtigung des im …
Der Beschwerdeführer ist als Eigentümer eines beschlagnahmten Gegenstandes, gegen den sich der die Beschlagnahme anordnende Beschluß nicht gerichtet hat, ein Dritter, dem Ansprüche nach dem Strafrechtsentschädigungsgesetz (StrEG) nicht zustehen (vgl. BGH NJW 1990, 397; OLG Hamm wistra 2006, 359; OLG Nürnberg NStZ-RR 2003, 62, 63; OLG Frankfurt am Main NStZ-RR 2002, 320; OLG Celle NdsRpfl 1986, 38, 48; KG NJW 1978, 2406), auch dann, wenn er - wie hier - Mitbeschuldigter ist (vgl. OLG Hamburg MDR 1994, 310, 311;… Meyer StrEG 7. Aufl. § 2 Rdn. 15, vor § 1 Rdn. 50 ff;… Kunz StrEG 3. Aufl. Einl. Rdn. 41).Rn. 10 Das gewollte Auseinanderfallen von Eigentum und Haltereigenschaft kann ebenso wie die Schaffung unterschiedlicher Rechtspersönlichkeiten bei der Einmanngesellschaft mbH und der damit einhergehenden Doppelfunktion des Gesellschafters als Privatmann und als Organ der Gesellschaft rechtliche Vorteile bieten, weswegen es von den Beteiligten - so auch hier - als rechtliche Gestaltungsalternative gewählt wird (vgl. OLG Nürnberg NStZ-RR 2003, 62, 63).
- OLG Hamm, 21.03.2006 - 3 Ws 102/06
Einstellung des Verfahrens; Kostenentscheidung; Auferlegung der Kosten auf die …
Bloß Verdächtige, wenn sie nicht als Beschuldigte belehrt sind oder zunächst Zeugenstellung haben, auch wenn sie später zu förmlichen Beschuldigten werden oder Drittgeschädigte und auch Mitbeschuldigte haben keine Ansprüche nach dem Strafrechtsentschädigungsgesetz, das insoweit auch nicht analog angewendet werden kann (…vgl. Meyer, StrEG, 5. Aufl., Einl. Rdnr. 50 m.w.N.;… Schätzler/Kunz, StrEG, 3. Aufl., Einl., Rdnr. 35 ff., 38 m.w.N.; OLG Nürnberg, NStZ-RR 2003, 62). - OLG Bamberg, 25.05.2009 - 4 U 198/08
Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen: Prüfung der Ausschlussfrist im …
23 Hiernach ist entsprechend dem Sinn und Zweck der §§ 10, 12 StrEG (vgl. dazu etwa OLG Koblenz OLGR 1999, 127, 128; OLG Nürnberg NStZ-RR 2003, 62, Rdnr. 59f.) das notwendige Justizverwaltungsverfahren auch hinsichtlich des die steuerlichen Nachteile betreffenden Freistellungsbegehrens durchgeführt worden.
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Rechtsprechung
| OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
BGB § 134; ; BGB § ... 139; ; BGB §§ 145 ff.; ; BGB § 151; ; BGB § 170; ; BGB §§ 171 ff; ; BGB § 171 Abs. 2; ; BGB § 172; ; BGB § 173; ; BGB § 242; ; BGB § 780; ; BGB § 873; ; ZPO §§ 78 ff.; ; ZPO § 87; ; ZPO § 89; ; ZPO § 91 Abs. 1; ; ZPO § 543 Abs. 2 Nr. 1 n. F.; ; ZPO § 708 Nr. 10; ; ZPO § 711; ; ZPO § 767; ; ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5; ; ZPO § 795; ; RBerG § 1; ; RBerG § 5 Nr. 2
- rechtsportal.de
Zum Umfang des Vertrauensschutzes nach § 172 BGB
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Unterwerfung unter Zwangsvollstreckung: Kein Gutglaubensschutz
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Nichtigkeit eines Geschäftsbesorgungsvertrags über die Abwicklung eines Grundstückserwerbs im Rahmen eines Bauträgermodells ; Zulässigkeit einer Vollstreckungsabwehrklage ; Unwirksamkeit einer Unterwerfungserklärung ; Nichtigkeit einer Vollmacht wegen Verstosses gegen ...
Besprechungen u.ä.
Verfahrensgang
- LG Halle, 17.05.2002 - 9 O 508/01
- OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
Papierfundstellen
- NJ 2003, 373
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (23)
- RG, 22.02.1935 - V B 2/35
Ist die von einem Vertreter ohne Vertretungsmacht erklärte Unterwerfung unter die …
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
(aa) Die Unterwerfungserklärung stellt eine ausschließlich prozessuale Erklärung dar, die lediglich nach prozessrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen ist (RGZ 146, 308, 312 f.; BGH NJW 1985, 2423;… Zöller-Stöber, ZPO, 23. Auflage, § 794 Rdn 29 m.w.N.).Vorschriften des BGB finden auf die prozessrechtliche Unterwerfungserklärung keine Anwendung (vgl. RGZ 146, 308, 313; BGH NJW 1996, 2792).
Die Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung durch einen vollmachtlosen Vertreter erlangt daher erst mit der Genehmigung des Vertretenen volle Wirksamkeit gegen den Schuldner (RGZ 146, 308, 313;… Zöller-Stöber a.a.O. Rdn. 29 a).
- BGH, 11.10.2001 - III ZR 182/00
Rechtsfolgen der Nichtigkeit eines Geschäftsbesorgungsvertrages zur Abwicklung …
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
Die in einem Großprojekt regelmäßig bereits eingetretenen tatsächlichen Festlegungen durch die Gesamtkonzeption des Objekts sowie durch vorausgegangene Verhandlungen und Vertragsschlüsse zwischen Dritten, etwa des Bauträgers mit den finanzierenden Banken, schließen dabei den Auftrag zur Rechtsbesorgung nicht aus (vgl. BGH NJW 2002, 66, 67).bb) Nach der Zielsetzung des Rechtsberatungsgesetzes nichtig ist zugleich die zur Ausführung des nichtigen Geschäftsbesorgungsvertrags erteilte umfassende Vollmacht (s. BGH NJW 2002, 66, 67).
Mit dieser Zweckrichtung wäre es unvereinbar, den unbefugten Rechtsberater gleichwohl rechtlich - bei Wirksamkeit der Ausführungsvollmacht - in den Stand zu setzen, seine gesetzlich missbilligte Tätigkeit zu Ende zu führen, indem er Rechtsgeschäfte zu Lasten des Geschützten abschließt, und den Rechtsuchenden allein auf Schadensersatzansprüche gegen den Rechtsberater zu verweisen (vgl. BGH NJW 2002, 66, 67 m.w.N.).
- BGH, 11.10.1995 - VIII ZR 25/94
Bedeutung einer salvatorischen Klausel in einem Praxis-Übertragungsvertrag
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
(b) Durch eine salvatorische Klausel, nach der die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen die Wirksamkeit des Vertrages im übrigen nicht berührt und die Parteien verpflichtet sind, die ungültige Bestimmung durch eine dieser wirtschaftlich soweit wie möglich entsprechenden gültigen Regelung zu ersetzen, kann § 139 BGB zulässig abbedungen werden (BGH NJW 1996, 773, 774 m.w.N.), ohne dass indes in allen Fällen ausgeschlossen ist, dass die Nichtigkeit einer einzelnen Bestimmung weitere Vertragsbestimmungen oder den gesamten Vertrag erfasst (BGH NJW 1996, 773, 774).Die salvatorische Klausel verkehrt lediglich die Vermutung des § 139 BGB in ihr Gegenteil (BGH NJW 1996, 773, 774 m.w.N.).
- BGH, 01.10.2002 - XI ZR 71/02
Verfahrensrecht - Revision: Nichtzulassung trotz offensichtlicher Rechtsfehler
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
Grundsätzliche Bedeutung hat eine Rechtssache dann, wenn sie eine entscheidungserhebliche, klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage aufwirft, die über den Einzelfall hinaus Bedeutung für die Allgemeinheit hat (s. BGH NJW 2003, 65, 67 f. m. w. N.). - BGH, 05.04.2001 - IX ZR 309/00
Prüfung der Prozeßvollmacht
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
Eine Prozesshandlung, die ohne wirksame Prozessvollmacht vorgenommen und auch nicht wirksam genehmigt wird, ist unwirksam (BGH NJW 2001, 2095, 2096). - BGH, 19.09.1986 - V ZR 72/85
Formularmäßige Erstreckung der Sicherung und Forderungen aus weiteren Verträgen …
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
(1) In der Übernahme der persönlichen Haftung durch den Eigentümer oder einen Dritten für einen Geldbetrag in Höhe der Grundschuld liegt ein Schuldversprechen im Sinne des § 780 BGB (BGHZ 98, 256, 259; BGH NJW 1992, 971, 972;… Palandt-Sprau, a.a.O., § 781 Rdn. 9;… Palandt-Bassenge, a.a.O., § 1191, Rdn. 2 m.w.N.). - BGH, 08.11.1984 - III ZR 132/83
Beurkundungsbedürftigkeit eines Betreuungsvertrages im Rahmen eines …
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
Dies gilt über den Gesetzeswortlaut hinaus auch dann, wenn eine Vollmacht von Anfang an nicht wirksam erteilt worden ist (BGH WM 1985, 10, 11 m.w.N.). - BGH, 12.07.1996 - V ZR 202/95
Anforderungen an die Bestimmtheit einer in einem Grundstückskaufvertrag …
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
Vorschriften des BGB finden auf die prozessrechtliche Unterwerfungserklärung keine Anwendung (vgl. RGZ 146, 308, 313; BGH NJW 1996, 2792). - BGH, 10.12.1991 - XI ZR 48/91
Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung ohne Eintragung einer Grundschuld
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
(1) In der Übernahme der persönlichen Haftung durch den Eigentümer oder einen Dritten für einen Geldbetrag in Höhe der Grundschuld liegt ein Schuldversprechen im Sinne des § 780 BGB (BGHZ 98, 256, 259; BGH NJW 1992, 971, 972;… Palandt-Sprau, a.a.O., § 781 Rdn. 9;… Palandt-Bassenge, a.a.O., § 1191, Rdn. 2 m.w.N.). - BGH, 09.03.1990 - V ZR 260/88
Fortsetzung der Vollstreckung bei Genehmigung einer befreienden Schuldübernahme …
Auszug aus OLG Naumburg, 09.01.2003 - 2 U 42/02
a) Die Vollstreckungsgegenklage unterliegt nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) der Abweisung, wenn die titulierte Verbindlichkeit zwar nicht besteht, der Schuldner aber schuldrechtlich zur (Wieder-)Herstellung verpflichtet ist (BGHZ 110, 319, 322;… Schmidt in: MünchKomm, ZPO, 2. Auflage, § 767 Rdn. 72). - BGH, 17.03.1998 - XI ZR 59/97
Rechtsfolgen der Rechtsberatung durch den Kreditvermittler
- BGH, 01.02.1985 - V ZR 244/83
Rechtsfolgen der Nichtigkeit eines notariellen Kaufvertrages für eine darin …
- BGH, 18.10.1990 - IX ZR 258/89
Anforderungen an die Klarheit und Eindeutigkeit der Wiedergabe von Erklärungen in …
- OLG Koblenz, 27.03.1990 - 3 U 350/89
Ausgleich des Darlehenskontos als Tilgung; Umbuchung der Schuld vom …
- BGH, 14.05.1992 - VII ZR 204/90
Vollstreckungsgegenklage bei notariell beurkundeter Unterwerfungserklärung - …
- BGH, 27.09.2001 - VII ZR 388/00
Formularmäßige Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung in einem …
- BGH, 18.11.1993 - IX ZR 244/92
Zulässigkeit einer Vollstreckungsgegenklage wegen mangelnder Bestimmtheit eines …
- BGH, 14.05.2002 - XI ZR 155/01
Rechtsfolgen einer unwirksamen Vollmachterteilung
- BGH, 25.06.1962 - VII ZR 120/61
Rechtsanwälte-Ausführung und Rechtsfolgen verbotener Rechtsbesorgungen
- BGH, 28.09.2000 - IX ZR 279/99
Rechtliche Abwicklung eines Grundstückserwerbs im Rahmen eines Bauträgermodells …
- BGH, 18.09.2001 - XI ZR 321/00
Treuhandvertrag im Rahmen eines geschlossenen Immobilienfonds als unerlaubte …
- BGH, 02.05.2000 - XI ZR 108/99
Kein Widerruf von Darlehen zur Finanzierung von Immobilienfondsanteilen
- BGH, 26.07.2001 - III ZR 172/00
Rechtsberatung unter Ehegatten
- LG Magdeburg, 15.05.2009 - 5 O 738/08 Nach der übereinstimmenden Rechtsprechung des III. und XI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes führt eine Zuwiderhandlung gegen das Verbotsgesetz des Art. 1 § 1 Abs. 1 RechtsberG i.V.m. § 134 BGB mit Rücksicht auf den Schutzzweck des Rechtsberatungsgesetzes vielmehr unmittelbar ohne weiteres auch zur Nichtigkeit der Vollmacht (vgl. BGH WM 2001, 2091, 2093; BGH ZIP 2003, 165, 167 [BGH 16.12.2002 - II ZR 109/01] ; BGH ZIP 2003 984, 985 [BGH 18.03.2003 - XI ZR 188/02] ; BGH ZIP 2003, 988, 989 [BGH 25.03.2003 - XI ZR 227/02] ; BGH NJW 2004, 59, 60 [BGH 22.10.2003 - IV ZR 398/02] ; BGH NJW 2004, 62,, 63 [BGH 22.10.2003 - IV ZR 33/03] ; OLG Naumburg Urt. vom 9. Januar 2003, 2 U 42/02 ).
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Rechtsprechung
| OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
Insolvenzverwalterhaftung: Anforderungen an den Entlastungsbeweis bezüglich der Vorhersehbarkeit der Masseunzulänglichkeit bei Begründung von Neuverbindlichkeiten
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 61 InsO ; § 82 KO
Anforderungen an Entlastungsbeweis nach § 61 Satz 2 Insolvenzordnung (InsO); Den Betrieb fortführender Insolvenzverwalter ; Falsche Zahlen in der Zwischenbilanz; Erstellen eines Liquiditätsplans; Voraussehbarkeit später eingetretener Masseunzulänglichkeit ; Begründung der ... - Judicialis
InsO § 61; ; KO § 82
- Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
(Volltext/Leitsatz)
Haftung des Insolvenzverwalters für Neuverbindlichkeiten bei Betriebsfortführung
- rechtsportal.de
InsO § 61; KO § 82
Zum Entlastungsbeweis eines Insolvenzverwalters nach § 61 Satz 2 InsO - Wolters Kluwer (Leitsatz und Volltext)
Anforderungen an Entlastungsbeweis nach § 61 Satz 2 Insolvenzordnung (InsO); Den Betrieb fortführender Insolvenzverwalter ; Falsche Zahlen in der Zwischenbilanz; Erstellen eines Liquiditätsplans; Voraussehbarkeit später eingetretener Masseunzulänglichkeit ; Begründung der ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Hannover, 07.08.2002 - 12 O 6368/01
- OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Papierfundstellen
- ZIP 2003, 587
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (8)
- BGH, 19.07.2001 - IX ZR 62/00
Haftung des Konkursverwalters für Fälschung eines Überweisungsauftrags durch …
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Da der Beklagte sich zur Erfüllung seiner Aufgaben als Insolvenzverwalter eines Mitarbeiters bedient hat, muss er sich dessen Wissen und Handeln gemäß § 278 BGB zurechnen lassen (vgl. BGH ZIP 2001, 1507). - BGH, 04.12.1986 - IX ZR 47/86
Haftung des Konkursverwalters bei Fortführung des Unternehmens; Ansprüche der …
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Nur dann, wenn der Konkursverwalter erkannt habe oder bei Anwendung der im Verkehr gebotenen Sorgfalt habe erkennen können, dass der Betrieb noch nicht einmal seinen Aufwand erwirtschafte und die vorhandene Masse zur Deckung nicht ausreiche, hafte er nach § 82 KO für die gleichwohl begründeten Masseschulden (BGH NJW 1987, 844; NJW-RR 1990, 94). - BGH, 11.10.1984 - IX ZR 80/83
Teilnahme des Bürgen am Konkurs über das Vermögen des Hauptschuldners
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Bereits vor Inkrafttreten der Insolvenzordnung hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung zur Haftung des Konkursverwalters nach § 82 KO die Auffassung vertreten, neuen Gläubigern gegenüber sei der Verwalter uneingeschränkt verpflichtet, Masseansprüche nur dann zu begründen, wenn gegen ihre Befriedigung aus der Masse nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände keine Bedenken bestünden (BGH NJW 1958, 1351; BGH WM 1961, 511; BGH NJW 1973, 1043; BGH NJW 1980, 55; BGH NJW 1985, 1159, 1161).
- BGH, 12.10.1989 - IX ZR 245/88
Persönliche Haftung des Konkursverwalters aufgrund Vertrauenstatbestandes
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Nur dann, wenn der Konkursverwalter erkannt habe oder bei Anwendung der im Verkehr gebotenen Sorgfalt habe erkennen können, dass der Betrieb noch nicht einmal seinen Aufwand erwirtschafte und die vorhandene Masse zur Deckung nicht ausreiche, hafte er nach § 82 KO für die gleichwohl begründeten Masseschulden (BGH NJW 1987, 844; NJW-RR 1990, 94). - BGH, 27.02.1973 - VI ZR 118/71
Konkursverwalter - Gläubiger - Massegläubiger - Weiterführung des Betriebs - …
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Bereits vor Inkrafttreten der Insolvenzordnung hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung zur Haftung des Konkursverwalters nach § 82 KO die Auffassung vertreten, neuen Gläubigern gegenüber sei der Verwalter uneingeschränkt verpflichtet, Masseansprüche nur dann zu begründen, wenn gegen ihre Befriedigung aus der Masse nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände keine Bedenken bestünden (BGH NJW 1958, 1351; BGH WM 1961, 511; BGH NJW 1973, 1043; BGH NJW 1980, 55; BGH NJW 1985, 1159, 1161). - BGH, 10.04.1979 - VI ZR 77/77
Klage gegen einen Konkursverwalter auf Bürgschaft sowie auf Verletzung der …
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Bereits vor Inkrafttreten der Insolvenzordnung hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung zur Haftung des Konkursverwalters nach § 82 KO die Auffassung vertreten, neuen Gläubigern gegenüber sei der Verwalter uneingeschränkt verpflichtet, Masseansprüche nur dann zu begründen, wenn gegen ihre Befriedigung aus der Masse nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände keine Bedenken bestünden (BGH NJW 1958, 1351; BGH WM 1961, 511; BGH NJW 1973, 1043; BGH NJW 1980, 55; BGH NJW 1985, 1159, 1161). - BGH, 04.06.1958 - V ZR 304/56
Rechtsmittel
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Bereits vor Inkrafttreten der Insolvenzordnung hat der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung zur Haftung des Konkursverwalters nach § 82 KO die Auffassung vertreten, neuen Gläubigern gegenüber sei der Verwalter uneingeschränkt verpflichtet, Masseansprüche nur dann zu begründen, wenn gegen ihre Befriedigung aus der Masse nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände keine Bedenken bestünden (BGH NJW 1958, 1351; BGH WM 1961, 511; BGH NJW 1973, 1043; BGH NJW 1980, 55; BGH NJW 1985, 1159, 1161). - LG Köln, 30.04.2002 - 11 S 296/01
Auszug aus OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Kommt es trotz einer derartigen Liquiditätssteuerung letztlich doch zur Nichtbefriedigung von Massegläubigern, muss der Verwalter anhand des von ihm aufgestellten Finanzplans im Einzelnen darlegen und beweisen, dass seine Fehleinschätzung unvorhersehbar und damit nicht pflichtwidrig war (LG Köln NZI 2002, 607;… MünchKomm/Brandes, a. a. O., Rn. 37 m. w. N.).
- OLG Naumburg, 04.02.2004 - 5 U 129/03
Zur Anwendbarkeit der allgemeinen Vorschriften des BGB bei Erfüllungsverlangen …
Kommt es trotz einer derartigen Liquiditätssteuerung letztlich doch zur Nichtbefriedigung von Massegläubigern, muss der Verwalter anhand des von ihm aufgestellten Finanzplans darlegen und beweisen, dass seine Fehleinschätzung unvorhersehbar und damit nicht pflichtwidrig war (OLG Celle, ZIP 2003, 587, 588 m. w. N.).Er war, worauf die Klägerin zu Recht hinweist, zu einer andauernden Kontrolle der Liquidität verpflichtet (OLG Karlsruhe, ZIP 2003, 267, 269; OLG Hamm, ZIP 2003, 1165, 1167; OLG Celle, ZIP 2003, 587, 588).
- OLG Karlsruhe, 04.02.2005 - 12 U 227/04
Vermögensschadenshaftpflichtversicherung: Wissentliche Pflichtverletzung des …
Rn. 40 Der Insolvenzverwalter muss sich anhand eines Liquiditätsplans Gewissheit darüber verschaffen, ob unter Berücksichtigung aller bestehenden und absehbaren Verbindlichkeiten die neuen Masseverbindlichkeiten wahrscheinlich befriedigt werden können (…BGH Urt. v. 17.12.2004 - IX ZR 185/03 - OLG Karlsruhe, ZIP 2003, 267; OLG Celle ZIP 2003, 587). - OLG Brandenburg, 03.07.2003 - 8 U 58/02
Zum Schadenersatzanspruch gegen Insolvenzverwalter wegen nicht vollständiger …
Dazu ist es regelmäßig - im Falle der Betriebsfortführung immer - erforderlich, einen zur Liquiditätssteuerung geeigneten Finanzplan unter Gegenüberstellung von Mittelbedarf und den zu dessen Deckung vorhandenen und zu erwartenden Mitteln aufzustellen und laufend fortzuschreiben (…OLG Hamm a.a.O.; OLG Celle ZIP 2003, 587, 588;… MünchKomm-Brandes, InsO §§ 60, 61 Rn. 37;… Kübler/Prütting-Lücke, InsO § 61 Rn. 4;… Hess/Weis/Wienberg, InsO § 61 Rn. 31;… Uhlenbruck, InsO § 61 Rn. 10).
- LG Mannheim, 07.05.2004 - 3 O 409/02
Persönliche Haftung des Insolvenzverwalters für durch die Insolvenzmasse nicht …
Er ist deshalb bei Fortführung des Geschäftsbetriebs des Schuldners verpflichtet, sich vor Begründung neuer Verbindlichkeiten anhand eines Liquiditätsplans zu vergewissern, ob unter Berücksichtigung aller bestehenden und absehbaren Verbindlichkeiten die neue Masseverbindlichkeit wahrscheinlich befriedigt werden kann (…OLG Karlsruhe a.a.O. ; OLG Brandenburg NZI 2003, 552 [OLG Brandenburg 03.07.2003 - 8 U 58/02] ; OLG Celle ZIP 2003, 587 [OLG Celle 25.02.2003 - 16 U 204/02] ;… Hess Insolvenzordnung 2. Aufl. § 61 InsO Rdnr. 22). - LG Hildesheim, 21.05.2003 - 2 O 144/03
Anspruch; Garantiezusage; Haftung; Insolvenzmasse; Insolvenzverwalter; Masse; …
Er musste sich davon überzeugen, dass die Masse bei der jeweiligen Begründung der Verbindlichkeit für die künftige Entwicklung ausreichte (OLG ... Urt. v. 25.02.2003 - 16 U 204/02 - ArbG ... ZInsO 2002, 893). - AG Neustrelitz, 30.12.2003 - 2 C 463/02
Anspruch des Massegläubigers gegen den Insolvenzverwalter auf Schadensersatz; …
Dem Verwalter obliegt somit die Verpflichtung gegenüber Neugläubigern, eine Verbindlichkeit nur dann einzugehen, wenn aufgrund einer ordnungsgemäßen Prognose mit Sicherheit von einer Befriedigung ausgegangen werden kann oder zumindest eine überwiegende Aussicht auf Befriedigung der Gläubiger besteht (…Lüke/Kübler/Prütting, Kommentar zur InsO § 61 Rdnr. 4, LG Cottbus, NZI 2002, 607; OLG Karlsruhe, ZIP 2003, 267 = DStZ 2003, 248; OLG Celle, ZIP 2003, 587 [OLG Celle 25.02.2003 - 16 U 204/02] ). - LG Bonn, 21.10.2003 - 15 O 276/03
Haftung Insolvenzverwalter bei Betriebsfortführung
Kommt es trotz einer derartigen Liquiditätssteuerung letztlich doch zur Nichtbefriedigung von Massegläubigern, muss der Verwalter anhand des von ihm aufgestellten Finanzplans im einzelnen darlegen und beweisen, dass seine Fehleinschätzung unvorhersehbar und damit nicht pflichtwidrig war (OLG Celle, Urteil vom 25.02.2003 - 16 U 204/02 - zitiert nach Juris, Seite 3). - LG Hildesheim, 21.05.2003 - 2 O 104/03
Haftung des vorläufigen Insolvenzverwalters gegenüber den Gläubigern für die …
Er musste sich davon überzeugen, dass die Masse bei der jeweiligen Begründung der Verbindlichkeit für die künftige Entwicklung ausreichte ( OLG Celle, Urt.v. 25.02.2003 - 16 U 204/02 - ArbG Kiel ZInsO 2002, 893).
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Rechtsprechung
| OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Judicialis
- rechtsportal.de
ZPO § 98 § 101 Abs. 1; AktG § 147 Abs. 4
Streitwertbestimmung bei Beitritt eines Aktionärs als Nebenintervenient zu einem Rechtsstreit, in dem Schadensersatzansprüche gegen ein Organ einer Aktiengesellschaft geltend gemacht werden - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Beitritt eines Aktionärs als Nebenintervenient; Teil einer Minderheit; Risiko einer Kostenerstattung nach § 147 Abs. 4 AktG; Streitwert der Nebenintervention; Kosteninteresse; Kostentragung bei Vergleich der Hauptparteien
Verfahrensgang
- LG Stuttgart - O 80/98
- LG Stuttgart, 29.10.1999 - 4 KfH O 80/98
- OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Papierfundstellen
- BB 2002, 2085
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (43)
- BGH, 23.01.1967 - III ZR 15/64
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Da die Nebenintervenienten am Vergleich der Parteien nicht beteiligt sind, ist auf ihre Anträge hin über die Verpflichtung, die Kosten der Nebenintervention zu tragen, durch Beschluss zu entscheiden (BGH NJW 1960, 460; NJW 1967, 983).Diese Formulierung bedeutet schon keinen Ausschluss etwaiger Kostenerstattungsansprüche, wie sie sich aus der Anwendung der §§ 98, 101 ZPO ergeben können; ein solcher Ausschluss durch Vereinbarung ohne Mitwirkung der Nebenintervenienten wäre auch nicht zulässig (vgl. BGH NJW 1967, 983).
Auch dann, wenn die Parteien im Vergleich, an dem sich der Nebenintervenient nicht beteiligt hat, eine Regelung über die Kosten des Rechtsstreits getroffen haben, ist für die Regelung bezüglich der Kosten der Nebenintervention ausschließlich die unter den Hauptparteien geltende Regelung des Vergleichs maßgebend (BGH NJW 1961, 460, 461; BGH NJW 1967, 983; OLG Hamm MDR 1990, 252).
- OLG Celle, 27.03.2000 - 13 U 147/99
Kosten der Streithilfe: Hauptsacheerledigung durch Prozeßvergleich und Aufhebung …
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Angesichts dieser gesetzlichen Regelung ist für eine entsprechende Anwendung des § 91 a ZPO und demgemäß eine Entscheidung über die Kosten der Nebenintervention nach billigem Ermessen, wie sie der Streithelfer Dr. C. beantragt hat, kein Raum (…h.M.: z.B. OLG Hamm a.a.O.; ferner OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Bremen OLGR 1998, 285; OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG München OLGZ 92, 326;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101, Rdn. 7; Schneider MDR 1983, 801, 802; a.A. OLG Stuttgart MDR 1974, 937 mit krit. Anm. Stürner; OLG Celle VersR 1979, 1155, Schwarz MDR 1993, 1052, 1054).Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119;… in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8;… MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.
Sie gehören mit zu den Kosten des Rechtsstreits, deren Verteilung nach § 101 Abs. 1 ZPO auch für die Verteilung der Kosten der Nebenintervention maßgebend ist (vgl. OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLGR 2001, 16; OLGR 2000, 443; OLG Stuttgart BauR 1992, 119; KG NJW 1953, 1872).
- OLG Dresden, 09.10.1998 - 6 U 2845/96
Erstattung der Kosten des Streithelfers bei Vergleich der Hauptparteien
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Angesichts dieser gesetzlichen Regelung ist für eine entsprechende Anwendung des § 91 a ZPO und demgemäß eine Entscheidung über die Kosten der Nebenintervention nach billigem Ermessen, wie sie der Streithelfer Dr. C. beantragt hat, kein Raum (…h.M.: z.B. OLG Hamm a.a.O.; ferner OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Bremen OLGR 1998, 285; OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG München OLGZ 92, 326;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101, Rdn. 7; Schneider MDR 1983, 801, 802; a.A. OLG Stuttgart MDR 1974, 937 mit krit. Anm. Stürner; OLG Celle VersR 1979, 1155, Schwarz MDR 1993, 1052, 1054).Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119;… in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8;… MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.
Gegen dieses Argument wird zutreffend ausgeführt, die Parteien disponierten in diesem Fall nicht über einen vorgegebenen Erstattungsanspruch, sondern über die Erledigung des Rechtsstreits, und es kennzeichne die prozessrechtliche Stellung des Nebenintervenienten, dass er diese Disposition und die sich daraus ergebenden Folgen der Kostenerstattung wie etwa bei Klagerücknahme oder Anerkenntnis hinzunehmen habe (vgl. z.B. OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741; OLG Celle AnwBl. 1983, 176).
- KG, 31.03.2000 - 25 U 2583/99
Zulässigkeit eines Preisnachlasses als Entgelt für die Anbringung eines kleinen, …
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Angesichts dieser gesetzlichen Regelung ist für eine entsprechende Anwendung des § 91 a ZPO und demgemäß eine Entscheidung über die Kosten der Nebenintervention nach billigem Ermessen, wie sie der Streithelfer Dr. C. beantragt hat, kein Raum (…h.M.: z.B. OLG Hamm a.a.O.; ferner OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Bremen OLGR 1998, 285; OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG München OLGZ 92, 326;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101, Rdn. 7; Schneider MDR 1983, 801, 802; a.A. OLG Stuttgart MDR 1974, 937 mit krit. Anm. Stürner; OLG Celle VersR 1979, 1155, Schwarz MDR 1993, 1052, 1054).Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119;… in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8;… MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.
Sie gehören mit zu den Kosten des Rechtsstreits, deren Verteilung nach § 101 Abs. 1 ZPO auch für die Verteilung der Kosten der Nebenintervention maßgebend ist (vgl. OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLGR 2001, 16; OLGR 2000, 443; OLG Stuttgart BauR 1992, 119; KG NJW 1953, 1872).
- BGH, 11.11.1960 - V ZR 47/55
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Auch dann, wenn die Parteien im Vergleich, an dem sich der Nebenintervenient nicht beteiligt hat, eine Regelung über die Kosten des Rechtsstreits getroffen haben, ist für die Regelung bezüglich der Kosten der Nebenintervention ausschließlich die unter den Hauptparteien geltende Regelung des Vergleichs maßgebend (BGH NJW 1961, 460, 461; BGH NJW 1967, 983; OLG Hamm MDR 1990, 252).Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119; in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11; Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8; MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26; Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7; Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.
- BGH, 10.07.1963 - V ZR 132/61
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Ob in dem Sonderfall, dass sich eine nur stillschweigende Zulassung der Nebenintervention ausschließlich aus der Kostenentscheidung im Urteil ergibt, der Grundsatz der Meistbegünstigung eingreift mit der Folge, dass neben der sofortigen Beschwerde auch die Berufung statthaft ist, ist umstritten (…bejahend Zöller-Vollkommer, ZPO, 23. Aufl., § 71 Rdn. 7; a.A. wohl die o.g. Entscheidungen und Autoren; offen gelassen von BGH NJW 1963, 2027).Abgesehen davon hat der Beklagte diese Entscheidung weder durch eine sofortige Beschwerde noch durch die Berufung angegriffen, die sich ihrem Antrag nach lediglich auf die Hauptsache bezieht (vgl. auch die parallele Fallgestaltung in BGH NJW 1963, 2027) und die als Rechtsmittelgegner nur den Kläger, nicht den Nebenintervenienten als maßgebliche Partei des Zwischenstreits bezeichnet.
- OLG Stuttgart, 06.07.1998 - 5 U 22/98
Entscheidung über die Frage der Zuständigkeit eines deutschen oder eines …
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119;… in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8;… MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.Gegen dieses Argument wird zutreffend ausgeführt, die Parteien disponierten in diesem Fall nicht über einen vorgegebenen Erstattungsanspruch, sondern über die Erledigung des Rechtsstreits, und es kennzeichne die prozessrechtliche Stellung des Nebenintervenienten, dass er diese Disposition und die sich daraus ergebenden Folgen der Kostenerstattung wie etwa bei Klagerücknahme oder Anerkenntnis hinzunehmen habe (vgl. z.B. OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741; OLG Celle AnwBl. 1983, 176).
- OLG Celle, 26.08.1999 - 9 U 316/98
Kosten der Streithelfer bei Vergleich zwischen den Hauptparteien
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Angesichts dieser gesetzlichen Regelung ist für eine entsprechende Anwendung des § 91 a ZPO und demgemäß eine Entscheidung über die Kosten der Nebenintervention nach billigem Ermessen, wie sie der Streithelfer Dr. C. beantragt hat, kein Raum (…h.M.: z.B. OLG Hamm a.a.O.; ferner OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Bremen OLGR 1998, 285; OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG München OLGZ 92, 326;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101, Rdn. 7; Schneider MDR 1983, 801, 802; a.A. OLG Stuttgart MDR 1974, 937 mit krit. Anm. Stürner; OLG Celle VersR 1979, 1155, Schwarz MDR 1993, 1052, 1054).Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119; in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11; Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8; MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26; Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7; Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.
- OLG München, 05.02.1992 - 25 U 3118/90
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Angesichts dieser gesetzlichen Regelung ist für eine entsprechende Anwendung des § 91 a ZPO und demgemäß eine Entscheidung über die Kosten der Nebenintervention nach billigem Ermessen, wie sie der Streithelfer Dr. C. beantragt hat, kein Raum (…h.M.: z.B. OLG Hamm a.a.O.; ferner OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Bremen OLGR 1998, 285; OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG München OLGZ 92, 326;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101, Rdn. 7; Schneider MDR 1983, 801, 802; a.A. OLG Stuttgart MDR 1974, 937 mit krit. Anm. Stürner; OLG Celle VersR 1979, 1155, Schwarz MDR 1993, 1052, 1054).Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119; in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11; Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8; MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26; Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7; Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.
- OLG Karlsruhe, 12.12.1996 - 6 W 137/96
Auszug aus OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Nach überwiegender Ansicht in der Rechtsprechung und nahezu einhelliger Meinung in der Literatur hat die vergleichsweise Kostenaufhebung zur Folge, dass dem Nebenintervenienten gegen den Gegner der Hauptpartei ein Anspruch auf Erstattung der Hälfte seiner außergerichtlichen Kosten zusteht (aus der Rechtsprechung: BGH NJW 1961, 460 unter Hinweis auf KG NJW 1953, 1872; in neuerer Zeit mit ähnlicher und anderen Begründungen z.B. OLG Frankfurt NJW-RR 2002, 431; OLG Celle NJW-RR 2002, 140; OLG München OLGR 2002, 17; OLG Celle OLGR 2001, 16; OLG Koblenz OLGR 2000, 443; OLG Celle OLGR 2000, 60; OLG Schleswig NJW-RR 2000, 1093; OLG Bremen OLGR 1999, 219; OLG Düsseldorf NJW-RR 1998, 1691; OLG Bremen OLGR 1998, 285, OLG Köln JurBüro 1995, 480; OLG Düsseldorf AnwBl. 1995, 320; OLG Stuttgart Justiz 1993, 487; OLG Köln MDR 1993, 472; OLG München OLGZ 1992, 326; OLG Stuttgart BauR 1992, 119;… in der Literatur: Zöller-Herget, ZPO, 23. Aufl., § 101 Rdn. 11;… Musielak-Wolst, ZPO, 3. Aufl., § 101 Rdn. 8;… MünchKomm-Belz, ZPO, 2. Aufl., § 101 Rdn. 34;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 60. Aufl., § 101 Rdn. 26;… Stein-Jonas-Bork, ZPO, 21. Aufl., § 101 Rdn. 7;… Thomas/Putzo, ZPO, 24. Aufl., § 101 Rdn. 4; a.A. - kein Erstattungsanspruch: OLG Stuttgart NJW-RR 2002, 515; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741, OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG München JurBüro 1995, 480; OLG Nürnberg MDR 1995, 533, in Juris vollst.Gegen dieses Argument wird zutreffend ausgeführt, die Parteien disponierten in diesem Fall nicht über einen vorgegebenen Erstattungsanspruch, sondern über die Erledigung des Rechtsstreits, und es kennzeichne die prozessrechtliche Stellung des Nebenintervenienten, dass er diese Disposition und die sich daraus ergebenden Folgen der Kostenerstattung wie etwa bei Klagerücknahme oder Anerkenntnis hinzunehmen habe (vgl. z.B. OLG Dresden NJW-RR 1999, 1668; OLG Karlsruhe MDR 1997, 401; OLG Nürnberg BauR 2000, 1379; OLG Nürnberg JurBüro 1988, 613; OLG Frankfurt OLGR 1998, 363; OLG Frankfurt NJW-RR 2000, 1741; OLG Celle AnwBl. 1983, 176).
- OLG Köln, 07.12.1994 - 13 U 142/94
- OLG Bremen, 12.05.1998 - 2 W 36/98
Entscheidung über die Kosten der Nebenintervention nach einem abgeschlossenen …
- OLG Stuttgart, 23.09.1991 - 19 W 37/91
Erstattung der Hälfte der Streithilfekosten durch den Gegner der von den …
- OLG Nürnberg, 18.02.2000 - 13 U 3837/99
Kostenerstattungsanspruch des Nebenintervenienten
- OLG Frankfurt, 14.04.2000 - 22 U 70/98
- OLG Koblenz, 15.03.2000 - 3 W 148/00
Erstattung der Kosten des Streithelfers bei Abschluss eines Vergleichs
- OLG Schleswig, 31.01.2000 - 11 W 28/99
- OLG München, 21.06.1982 - 12 WF 886/82
- BGH, 14.11.2001 - XII ZR 142/99
Anzeigepflicht des Mieters bei Unmöglichkeit des Gebrauchs der Mietsache
- BGH, 11.02.1982 - III ZR 184/80
Zulassung als Streithelfer als Vorausetzung der Revision gegen die Zurückweisung …
- BGH, 18.12.1980 - II ZR 140/79
Anspruch einer Bank auf Schadensersatz gegen ehemalige Vorstandsmitglieder und …
- OLG Frankfurt, 21.09.2001 - 1 W 27/01
Erstattung von Streithelferkosten bei Kostenaufhebung
- OLG Köln, 07.01.1993 - 7 W 55/92
Vergleich
- OLG Nürnberg, 20.06.1994 - 13 W 3921/93
Kostenerstattungsanspruch des Nebenintervenienten
- VGH Baden-Württemberg, 25.06.1993 - A 16 S 976/93
Berufungszulassung in Asylsachen: Anforderungen an die Darlegung einer …
- OLG Düsseldorf, 23.06.1998 - 22 U 196/97
- OLG Karlsruhe, 21.01.1986 - 8 U 86/85
- OLG Hamm, 01.12.1989 - 26 U 163/88
- OLG Stuttgart, 09.04.1974 - 5 U 103/73
- OLG Celle, 07.08.1979 - 4 U 174/78
- BGH, 09.05.1996 - VII ZR 143/94
Bemessung des Streitwerts bei einseitiger Erledigungserklärung
- BGH, 30.10.1959 - V ZR 204/57
Streitwert einer durchgeführten Nebenintervention?
- OLG München, 29.04.1997 - 11 W 3474/96
Fehlende Eignung eines für vollstreckbar erklärten Anwaltsvergleichs zur …
- BGH, 20.01.1981 - VI ZR 202/79
Eltern - Unterhaltsaufwendungen - Sterilisation - Kind - Geburt
- LG Stuttgart, 29.10.1999 - 4 KfH O 80/98
- OLG Köln, 25.05.1992 - 11 W 25/92
Begrenzung auf das Interesse des Nebenintervenienten (gegen BGHZ 31, 144)
- OLG Schleswig, 25.08.1999 - 2 W 98/99
Beteiligungsmöglichkeit an Verfahren über Ausgleichsanspruch gemäß § 15 UmwG im …
- OLG München, 23.05.1997 - 15 W 1590/97
Streitwertbemessung für den Nebenintervenienten
- OLG Köln, 16.10.1989 - 7 W 37/89
- OLG Bamberg, 17.06.1998 - 3 W 73/98
Bemessung des Streitwerts einer durchgeführten Nebenintervention
- OLG Hamburg, 08.01.1992 - 8 W 2/92
- KG, 07.07.1998 - 4 U 9420/97
- AG Nürtingen, 14.10.1993 - GReg I 1160/93
- BGH, 14.07.2003 - II ZB 15/02
Kostenerstattungsanspruch des Nebenintervenienten
Das Berufungsgericht (OLG-Report Stuttgart 2003, 55 f.) hat die durch die Nebenintervenienten zu 1 und zu 2 entstandenen Kosten jeweils zur Hälfte ihnen selbst und im übrigen dem Kläger auferlegt. - OLG Stuttgart, 14.06.2016 - 3 W 31/16
Prozessvergleich: Bemessung des Streitwerts des Nebenintervenienten bei …
Es kann vielmehr der Gegenstandswert für die Vertretung des Nebenintervenienten hinter dem Hauptsachestreitwert zurückbleiben, wenn der Nebenintervenient nur durch einen Teil der Hauptsache betroffen werden kann, auch wenn er sich den Anträgen der Hauptpartei angeschlossen hat (OLGR Stuttgart 2003, 55, 57;… MünchKomm-ZPO/Wöstmann, 4. Aufl., § 3 Rn. 99;… Zöller/Herget, ZPO, 31. Aufl., § 3 Rn. 16 "Nebenintervention", Kurpat in Schneider/Herget, Streitwertkommentar, 14 Aufl., Rn. 4250 ff. jeweils mwN;… offen gelassen bei BGH, ZfSch 2013, 226 Rn. 2). - OLG Stuttgart, 20.09.2012 - 1 W 43/12
Streitwert der Nebenintervention
Während der Bundesgerichtshof (BGHZ 31, 144 = NJW 1960, 42) die Auffassung vertritt, der Streitwert einer Nebenintervention entspreche immer dem Streitwert der Hauptsache (zustimmend OLG München, NJW 1998, 420; OLG Karlsruhe, MDR 2003, 357 ; OLG Düsseldorf, JurBüro 2006, 200 ), wird in der Rechtsprechung einiger Oberlandesgerichte und im Schrifttum auch die Meinung vertreten, es sei allein auf das Interesse des Streithelfers abzustellen, soweit dieses nicht höher liege (OLG Bamberg, OLGR 1999, 100; KG, NJW-RR 2003, 133 ; OLG Hamm, OLGR 2008, 195; OLG Schleswig, NJW-RR 2009, 238 ;… Zöller/Herget, aaO;… Münchener Kommentar zur ZPO/Wöstmann, 3. Auflage, § 3 ZPO "Nebenintervention"; zu einem nicht vergleichbaren Fall auch OLG Stuttgart, OLGR 2003, 55).
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Rechtsprechung
| OLG Celle, 31.10.2002 - 11 U 44/02 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
Maklervertrag: Keine Nachforschungspflicht des Nachweismaklers bezüglich Genehmigungslage des nachgewiesenen Grundstücks; Provisionspflicht des Käufers bei Doppeltätigkeit des Maklers
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§§ 652 ff BGB
Immobilienmakler; Nachweismakler; Sachkundenachweis; Provisionsforderung; Schadensersatz wegen Schlechterfüllung von Maklerpflichten; Rückzahlungsanspruch bei Maklerhonorar - Judicialis
BGB §§ 652 ff
- zimmermann-notar-rostock.de
Keine Nachforschungspflicht des Nachweismaklers bezüglich Genehmigungslage des nachgewiesenen Grundstücks
- rechtsportal.de
BGB §§ 652 ff.
Nachweismakler bedarf keiner besonderen Sachkunde - ibr-online
Besondere Sachkunde
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Immobilienmakler; Nachweismakler; Sachkundenachweis; Provisionsforderung; Schadensersatz wegen Schlechterfüllung von Maklerpflichten; Rückzahlungsanspruch bei Maklerhonorar
Verfahrensgang
- LG Bückeburg, 11.01.2002 - 2 O 198/01
- OLG Celle, 31.10.2002 - 11 U 44/02
Papierfundstellen
- NJW-RR 2003, 418
- NZM 2003, 159
- ZMR 2003, 273
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (1)
- BGH, 28.09.2000 - III ZR 43/99
Haftung des Maklers für fehlerhafte Angaben
Auszug aus OLG Celle, 31.10.2002 - 11 U 44/02
Dass der Bundesgerichtshof den Makler als zur sachgemäßen Interessenwahrnehmung seines Auftraggebers verpflichtet ansieht (BGH NJW 2000, 3642 f. vom 28. September 2000 - III ZR 43/99), verkennt der Senat dabei nicht.
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Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01 - 137 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
DÜG § 1; ; BGB § 13; ; BGB § ... 14; ; BGB § 133; ; BGB § 157; ; BGB § 247; ; BGB § 280; ; BGB § 269 Abs. 1; ; BGB § 284 Abs. 1 Satz 1; ; BGB § 288 Abs. 1; ; BGB § 311 Abs. 2; ; BGB § 518 Abs. 1; ; BGB § 657; ; BGB § 661 a; ; BGB § 823 Abs. 2; ; BGB § 311 Abs. 2 Nr. 3; ; EuGVÜ Art. 5 Nr. 3; ; EuGVÜ Art. 5 Nr. 3 2. Alt.; ; EGBGB § 1 Abs. 1 Satz 3; ; EGBGB § 2 Abs. 1; ; ZPO § 91 Abs. 1; ; ZPO § 543 Abs. 2 n. F.; ; ZPO § 708 Nr. 10; ; ZPO § 711; ; ZPO § 713
- rechtsportal.de
Anwendbarkeit des Art. 13 EuGVÜ auf § 661a BGB und Voraussetzungen der Ankündigung der unentgeltlichen Leistung eines Preises (Gewinn) im Sinne des § 661a BGB
- Wolters Kluwer
Anspruch auf Gewinnauszahlung aus einem Anschreiben zu Werbematerial; Internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte; Unterbindung der Praxis von Unternehmern Mitteilungen über angebliche Gewinne zu versenden, die sie den Verbrauchern nicht aushändigen; Verletzung von ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 27.08.2001 - 6 O 25/01
- OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01 - 137
Wird zitiert von ... (12) Zitiert selbst (14)
- OLG Dresden, 19.12.2001 - 8 U 2256/01
Gewinnzusage; Gerichtsstand
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
a) Die internationale Zuständigkeit folgt jedoch aus Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ i. V. m. Art. 14 Abs. 1 EuGVÜ, welche gegenüber anderen allgemeinen und besonderen Gerichtsständen vorrangig sind (…vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 36 (Fall Rudolf G) - vgl. unter http://europa.eu.int; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283);… Schlosser, aaO., Art. 13 EuGVÜ, Rdnr. 1; Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).Sinn und Zweck ist es, die Praxis zu unterbinden, dass Unternehmer Verbrauchern Mitteilungen über angebliche Gewinne zusenden, sie den Verbrauchern aber auf Nachfrage nicht aushändigen (…vgl. BT-Drucks. 14/2658, S. 48; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (282)).
Jedoch hat der Gesetzgeber durch die Vorschrift die allgemeine Zielsetzung der Richtlinie aufgegriffen, wettbewerbsrechtliche Verstöße allgemein zivilrechtlich zu sanktionieren (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (282); Lorenz, NJW 2000, 3305 (3306)).
Zu diesem Zweck wurde der bisherige Rechtszustand, wonach bei Gewinnmitteilungen - insbesondere wegen Formnichtigkeit eines Schenkungsvesprechens gemäß § 518 Abs. 1 BGB - kein Anspruch des Empfängers bestand (vgl. OLG Düsseldorf, NJW 1997, 2122 (2123); Karting, aaO., Einl., Rdnr 117), beendet und durch die Vorschrift des § 661 a BGB ausdrücklich ein Anspruch im Gesetz normiert (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (282); Karting, aaO, 2000, Einl, Rdnr 117, Lorenz, NJW 2000, 3305 (3306)).
Auch wenn die Vorschrift nicht unmittelbar auf eine Regelung der Fernabsatzrichtlinie zurückzuführen ist, hat sie somit gleichwohl verbraucherschützenden Charakter (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (232); Lorenz, NJW 2000, 3305 (3306)).
Die Klägerin ist Verbraucherin i. S. d. Art. 13 Abs. 1 EuGVÜ (und gleichlautend § 13 BGB), da sie eine natürliche Person ist, die nicht im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelte (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (282); Geimer/Schütze, Europäisches Zivilverfahrensrecht, 1. Auflage, 1997, Art. 13 EuGVÜ, Rdnr. 14, Schlosser, aaO, Art. 13 EuGVÜ, Rdnr. 3; Palandt-Sprau, Bürgerliches Gesetzbuch, 61. Auflage, § 661 a BGB, Rdnr. 2; Riehm, Jura 2000, 505).
Dieser ging es nicht darum, der Klägerin einen Geldbetrag zuzuwenden, sondern diese mit ihrer Gewinnzusage dazu zu bewegen, die durch die Beklagte angebotenen Waren unter dem Eindruck des vermeintlich bevorstehenden Gewinns ohne kritische Überlegungen zu bestellen (vgl. BT-Drucks. 14/2658, § 49; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (282)).
Da der Gesetzgeber im Falle des Einsatzes derartiger Praktiken im Rahmen einer Vertragsanbahnung dem Verbraucher einen Anspruch auf den zugesagten Gewinn eingeräumt hat, ist die darauf gestützte Klage - unabhängig davon, ob es zu dem vom Unternehmer angestrebten Vertragsabschluss gekommen ist oder nicht - als Klage aus einem Vertrag i. S. d. Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ anzusehen (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
Insbesondere gilt auch insoweit der Zweck des Art. 13 EuGVÜ, den schwächeren Vertragspartner dadurch zu schützen, dass ihm der Entschluss zur gerichtlichen Wahrnehmung seiner Rechte nicht dadurch erschwert wird, dass er bei den Gerichten des Staates klagen muss, in dessen Hoheitsgebiet sein Vertragspartner seine Niederlassung hat (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283) unter Bezugnahme auf die Schlussanträge des Generalanwalts in der Sache C-96/00 (Rudolf G) vor dem EuGH) Die gerichtliche Zuständigkeit kann daher nicht davon abhängen, ob der Verbraucher bereits entsprechende Bestellungen getätigt und dadurch Opfer der unlauteren Werbemethoden geworden ist oder nicht Anders als die Gegenauffassung (…vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2002 - 7 U 199/01) geht der Senat daher davon aus, dass zwar nicht jedwede verbraucherrechtliche Regelung zwingend zur Begründung eines inländischen Gerichtsstands am Wohnsitz des Verbrauchers führt, dass dies aber jedenfalls in Fallgestaltungen wie der vorliegenden der Grundgedanke der Art. 13, 14 EuGVÜ gebietet Den mit Gewinnmitteilungen werbenden Unternehmen würde nämlich andernfalls die Möglichkeit eingeräumt, sich durch entsprechende Gestaltung ihrer Werbezuschriften, insbesondere deren Versendung aus dem Ausland, den Sanktionen des Verbraucherschutzrechts zu entziehen (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
Im Falle des § 661 a BGB ist nämlich ein Wettbewerbsverstoß gegeben, der bei gebotener autonomer, d. h. unabhängig vom nationalen Recht vorzunehmenden, Auslegung des EuGVÜ (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088;… EuGH, Urt. v 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 37 - vgl. unter http://europa.eu.int; MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 38; Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16; Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 146) unter Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ fällt (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); BGH, NJW 1988, 1466 (1467); OLG München, NJW-RR 1994, 190; OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
c) Ob darüber hinaus auch der Gerichtsstand nach Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ begründet ist (so Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)) oder ob der Umstand, dass es sich bei § 661 a BGB um einen gesetzlichen Anspruch handelt, dem entgegensteht (…so OLG Bamberg, Urt. v. 07.05.2002 - 5 U 7/02,OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2000 - 7 U 199/01) kann somit dahinstehen (…vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 59 - vgl. unter http://europa.eu.int; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283 f); bejahend: Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).
Verdeckte Hinweise darauf, dass es sich um ein unverbindliches Gewinnspiel handelt bzw. dass ein Anspruch des Verbrauchers in Wahrheit doch nicht oder nicht in voller Höhe des mitgeteilten Gewinns gegeben ist, sind nämlich regelmäßig nicht geeignet, den Eindruck eines bereits gewonnenen Preises zu mildern (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (284); Lorenz, NJW 2000, 3305 (3306)).
Der allgemeine Hinweis, dass sich die Vergabebedingungen bei den Unterlagen hätten befinden müssen, da die Klägerin andernfalls nicht im Besitz eines Bestellscheins gewesen sei (Bl. 112 d. A.) reicht insoweit nicht aus (ebenso OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (284)).
Die Frage, ob Ansprüche gemäß § 661 a BGB am inländischen Wohnsitzgericht des Verbrauchers oder nur am Sitz des Unternehmens erhoben werden können, hat auch erhebliche praktische Bedeutung (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (284)).
Der Senat hält eine Vorabentscheidung nicht für erforderlich, da er berechtigte Zweifel an der internationalen Zuständigkeit des angerufenen Landgerichts nicht hegt (ebenso OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (284)) und inzwischen eine Entscheidung des EuGH vorliegt (…vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00 - vgl. unter http://europa.eu.int).
- OLG Frankfurt, 19.02.2002 - 8 U 228/01
Gewinnzusage: Gerichtszuständigkeit für Erfüllungsklage bei Mitteilung aus dem …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Nr. L 144 vom 04.06.1997, S. 19 - 27) an, die den Schutz des Verbrauchers vor unseriösen Angeboten im (grenzüberschreitenden) Fernabsatz bezweckt (vgl. Erwägungsgründe 3 und Art. 9 FernabsRL - vgl. OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01).Es handelt sich bei dem Anspruch aus § 661 a BGB um einen solchen, der i. S. d. § 5 Nr. 3 2. Alt. EuGVÜ einer unerlaubten Handlung gleich steht (quasideliktischer Anspruch - vgl. OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01;… Zöller-Geimer, Zivilprozessordnung, 22. Auflage, Anh. I, Art. 5 GVÜ, Rdnr. 14;… Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 147; Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).
Durch Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ werden alle Klagen erfasst, mit denen eine Schadenshaftung des Gegners geltend gemacht wird, die nicht an einen Vertrag i. S. d. Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ anknüpft (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 33 - vgl. unter http://europa.eu.int., OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01, Schlosser, aaO, Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16).
Für Klagen aus § 661 a BGB ist damit das Gericht des Ortes zuständig, an dem der Empfänger einer Gewinnbenachrichtigung wohnt (vgl. OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01; Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).
Im Falle des § 661 a BGB ist nämlich ein Wettbewerbsverstoß gegeben, der bei gebotener autonomer, d. h. unabhängig vom nationalen Recht vorzunehmenden, Auslegung des EuGVÜ (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088;… EuGH, Urt. v 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 37 - vgl. unter http://europa.eu.int;… MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 38;… Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16;… Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 146) unter Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ fällt (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); BGH, NJW 1988, 1466 (1467); OLG München, NJW-RR 1994, 190; OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
Hierdurch verschafft sich der Unternehmer nicht nur gegenüber Mitbewerbern einen Vorteil (so OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01), sondern er verleitet darüber hinaus auch die Adressaten der Gewinnzusagen zu übereilten und unüberlegten Bestellungen.
Da die Vorschrift durch das Gesetz über Fernabsatzverträge und andere Fragen des Verbraucherrechts sowie zur Umsetzung von Vorschriften auf EURO vom 27.06 2000 (BGBl I 2000, 897) eingeführt wurde und gemäß Art. 229 § 2 Abs. 1 EGBGB für Sachverhalte gilt, die nach dem 29.06.2000 entstanden sind (vgl. Palandt-Sprau, aaO., § 661 a BGB, Rdnr. 1, OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02 2002 -8 U 228/01), das maßgebliche, eine Gewinnzusage enthaltende Schreiben der Beklagten jedoch erst im September 2000, also nach dem Inkrafttreten der Norm, zugegangen ist, ist die Vorschrift vorliegend anwendbar.
Es ist aber bei der Auslegung der Gewinnmitteilung nicht auf den Horizont eines besonders misstrauischen, aufgeklärten Verbrauchers abzustellen, sondern nur darauf, wie ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Verbraucher das Schreiben auffassen muss (vgl. OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01).
Auch hier kann es nicht auf einen besonders misstrauischen, aufgeklärten Verbraucher ankommen, sondern nur darauf, wie ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Verbraucher das Schreiben auffassen musste (vgl. OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01).
- EuGH, 11.07.2002 - C-96/00
Gabriel - "Brüsseler Übereinkommen - Ersuchen um Auslegung von Artikel 5 Nummern …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
a) Die internationale Zuständigkeit folgt jedoch aus Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ i. V. m. Art. 14 Abs. 1 EuGVÜ, welche gegenüber anderen allgemeinen und besonderen Gerichtsständen vorrangig sind (vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 36 (Fall Rudolf G) - vgl. unter http://europa.eu.int; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283);… Schlosser, aaO., Art. 13 EuGVÜ, Rdnr. 1; Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).Obgleich es sich bei dem Anspruch aus § 661 a BGB um einen gesetzlichen Anspruch handelt, unterfällt dieser wegen des durch ihn verfolgten Zwecks der Regelung des Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ (vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 60 - vgl. unter http://europa.eu.int).
Zwar ist zwischen ihr und der Beklagten - anders als in dem vom Europäischen Gerichtshof entschiedenen Fall Rudolf Gabriel (EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00 - vgl. unter http://europa.eu.int) - kein Vertrag über die Lieferung einer beweglichen Sache zu Stande gekommen.
Insbesondere gilt auch insoweit der Zweck des Art. 13 EuGVÜ, den schwächeren Vertragspartner dadurch zu schützen, dass ihm der Entschluss zur gerichtlichen Wahrnehmung seiner Rechte nicht dadurch erschwert wird, dass er bei den Gerichten des Staates klagen muss, in dessen Hoheitsgebiet sein Vertragspartner seine Niederlassung hat (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283) unter Bezugnahme auf die Schlussanträge des Generalanwalts in der Sache C-96/00 (Rudolf G) vor dem EuGH) Die gerichtliche Zuständigkeit kann daher nicht davon abhängen, ob der Verbraucher bereits entsprechende Bestellungen getätigt und dadurch Opfer der unlauteren Werbemethoden geworden ist oder nicht Anders als die Gegenauffassung (…vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2002 - 7 U 199/01) geht der Senat daher davon aus, dass zwar nicht jedwede verbraucherrechtliche Regelung zwingend zur Begründung eines inländischen Gerichtsstands am Wohnsitz des Verbrauchers führt, dass dies aber jedenfalls in Fallgestaltungen wie der vorliegenden der Grundgedanke der Art. 13, 14 EuGVÜ gebietet Den mit Gewinnmitteilungen werbenden Unternehmen würde nämlich andernfalls die Möglichkeit eingeräumt, sich durch entsprechende Gestaltung ihrer Werbezuschriften, insbesondere deren Versendung aus dem Ausland, den Sanktionen des Verbraucherschutzrechts zu entziehen (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
Rechtsdogmatisch handelt es sich bei § 661 a BGB zwar um einen gesetzlichen Anspruch, jedoch steht dieser in einem engen sachlichen Zusammenhang mit einem Verbrauchervertrag, auch wenn dessen Abschluss nicht zur Voraussetzung für die Teilnahme am angeblichen Gewinnspiel gemacht wird (so im Falle von EuGH, Urt. v 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr 54 - vgl. unter http://europa.eu int.).
Durch Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ werden alle Klagen erfasst, mit denen eine Schadenshaftung des Gegners geltend gemacht wird, die nicht an einen Vertrag i. S. d. Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ anknüpft (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 33 - vgl. unter http://europa.eu.int., OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01, Schlosser, aaO, Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16).
Im Falle des § 661 a BGB ist nämlich ein Wettbewerbsverstoß gegeben, der bei gebotener autonomer, d. h. unabhängig vom nationalen Recht vorzunehmenden, Auslegung des EuGVÜ (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088; EuGH, Urt. v 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 37 - vgl. unter http://europa.eu.int; MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 38; Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16; Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 146) unter Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ fällt (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); BGH, NJW 1988, 1466 (1467); OLG München, NJW-RR 1994, 190; OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
c) Ob darüber hinaus auch der Gerichtsstand nach Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ begründet ist (so Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)) oder ob der Umstand, dass es sich bei § 661 a BGB um einen gesetzlichen Anspruch handelt, dem entgegensteht (…so OLG Bamberg, Urt. v. 07.05.2002 - 5 U 7/02,OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2000 - 7 U 199/01) kann somit dahinstehen (vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 59 - vgl. unter http://europa.eu.int; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283 f); bejahend: Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).
Der Senat hält eine Vorabentscheidung nicht für erforderlich, da er berechtigte Zweifel an der internationalen Zuständigkeit des angerufenen Landgerichts nicht hegt (ebenso OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (284)) und inzwischen eine Entscheidung des EuGH vorliegt (vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00 - vgl. unter http://europa.eu.int).
- OLG Brandenburg, 17.04.2002 - 7 U 199/01
Zuständigkeit deutscher Gerichte für die Geltendmachung von Ansprüchen aus einer …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Für vorher erhobene Klagen (hier bereits im Jahre 2001) gilt jedoch das EuGVÜ weiter (vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2002 - 7 U 199/01).Dass in Kehl darüber hinaus auf Dauer Geschäfte der Beklagten wahrgenommen wurden, hat die Klägerin nicht dargetan (ähnlich OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2000 - 7 U 199/01).
Hieraus ist jedoch entgegen anderer Auffassung (vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2002 - 7 U 199/01) nicht zu folgern, dass Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 EuGVÜ weder direkt noch analog anwendbar sei.
Insbesondere gilt auch insoweit der Zweck des Art. 13 EuGVÜ, den schwächeren Vertragspartner dadurch zu schützen, dass ihm der Entschluss zur gerichtlichen Wahrnehmung seiner Rechte nicht dadurch erschwert wird, dass er bei den Gerichten des Staates klagen muss, in dessen Hoheitsgebiet sein Vertragspartner seine Niederlassung hat (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283) unter Bezugnahme auf die Schlussanträge des Generalanwalts in der Sache C-96/00 (Rudolf G) vor dem EuGH) Die gerichtliche Zuständigkeit kann daher nicht davon abhängen, ob der Verbraucher bereits entsprechende Bestellungen getätigt und dadurch Opfer der unlauteren Werbemethoden geworden ist oder nicht Anders als die Gegenauffassung (vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2002 - 7 U 199/01) geht der Senat daher davon aus, dass zwar nicht jedwede verbraucherrechtliche Regelung zwingend zur Begründung eines inländischen Gerichtsstands am Wohnsitz des Verbrauchers führt, dass dies aber jedenfalls in Fallgestaltungen wie der vorliegenden der Grundgedanke der Art. 13, 14 EuGVÜ gebietet Den mit Gewinnmitteilungen werbenden Unternehmen würde nämlich andernfalls die Möglichkeit eingeräumt, sich durch entsprechende Gestaltung ihrer Werbezuschriften, insbesondere deren Versendung aus dem Ausland, den Sanktionen des Verbraucherschutzrechts zu entziehen (vgl. OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).
Der Senat folgt insoweit ausdrücklich nicht der von etlichen Gerichten vertretenen Gegenauffassung (…vgl. OLG Bamberg, Urt. v. 07.05.2002 - 5 U 7/02; OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.200 - 7 U 199/01).
Hieraus folgt aber nicht, dass Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ unanwendbar ist (so aber OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2000 - 7 U 199/01).
c) Ob darüber hinaus auch der Gerichtsstand nach Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ begründet ist (so Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)) oder ob der Umstand, dass es sich bei § 661 a BGB um einen gesetzlichen Anspruch handelt, dem entgegensteht (so OLG Bamberg, Urt. v. 07.05.2002 - 5 U 7/02,OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2000 - 7 U 199/01) kann somit dahinstehen (…vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 59 - vgl. unter http://europa.eu.int; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283 f); bejahend: Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).
- OLG München, 17.06.1993 - 29 U 6063/92
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Im Falle des § 661 a BGB ist nämlich ein Wettbewerbsverstoß gegeben, der bei gebotener autonomer, d. h. unabhängig vom nationalen Recht vorzunehmenden, Auslegung des EuGVÜ (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088;… EuGH, Urt. v 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 37 - vgl. unter http://europa.eu.int;… MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 38;… Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16;… Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 146) unter Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ fällt (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); BGH, NJW 1988, 1466 (1467); OLG München, NJW-RR 1994, 190;… OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)).Die Klägerin als Geschädigte hat daher ein Wahlrecht, ob sie am Ort des ursächlichen Geschehens oder an dem Ort, an dem sich der Schadenserfolg verwirklicht hat, Klage erhebt (vgl. EuGH, NJW 1977, 493; KG, VersR 1982, 499 (500); OLG München, NJW-RR 1994, 190; MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 42; Zöller-Geimer, aaO., Anh. I, Art. 5 GVÜ, Rdnr. 15; Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 180; Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 18).
Erfolgsort des schädigenden Ereignisses ist jeder Ort, an dem der Schädigende mit dem Eintritt des Erfolgs rechnen musste und an dem der Erfolg, d. h. der Eingriff in das geschützte Rechtsgut, auch tatsächlich eingetreten ist (vgl. BGHZ 98, 263 (274); OLG München, NJW-RR 1994, 190; MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO, Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 43).
- OLG Bamberg, 07.05.2002 - 5 U 7/02
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Der Senat folgt insoweit ausdrücklich nicht der von etlichen Gerichten vertretenen Gegenauffassung (vgl. OLG Bamberg, Urt. v. 07.05.2002 - 5 U 7/02;… OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.200 - 7 U 199/01).c) Ob darüber hinaus auch der Gerichtsstand nach Art. 5 Nr. 1 EuGVÜ begründet ist (so Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)) oder ob der Umstand, dass es sich bei § 661 a BGB um einen gesetzlichen Anspruch handelt, dem entgegensteht (so OLG Bamberg, Urt. v. 07.05.2002 - 5 U 7/02,OLG Brandenburg, Urt. v. 17.04.2000 - 7 U 199/01) kann somit dahinstehen (…vgl. EuGH, Urt. v. 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 59 - vgl. unter http://europa.eu.int; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283 f); bejahend: Lorenz, NJW 2000, 3305 (3309)).
- BGH, 09.12.1964 - VIII ZR 304/62
Vertragsstatut und Vollmachtsstatut
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Dies gilt insbesondere auch für die Haftung des Vertreters ohne Vertretungsmacht sowie für die Duldungs- und Anscheinsvollmacht (vgl. BGHZ 43, 21 (27); Lorenz, NJW 2000, 3305 (3308)). - EuGH, 30.11.1976 - 21/76
Handelskwekerij Bier / Mines de Potasse d'Alsace
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Die Klägerin als Geschädigte hat daher ein Wahlrecht, ob sie am Ort des ursächlichen Geschehens oder an dem Ort, an dem sich der Schadenserfolg verwirklicht hat, Klage erhebt (vgl. EuGH, NJW 1977, 493; KG, VersR 1982, 499 (500); OLG München, NJW-RR 1994, 190;… MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 42;… Zöller-Geimer, aaO., Anh. I, Art. 5 GVÜ, Rdnr. 15;… Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 180;… Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 18). - BGH, 24.09.1986 - VIII ZR 320/85
Zustellung eines Vollstreckungsbescheides im Ausland; Darlegungs- und Beweislast …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Erfolgsort des schädigenden Ereignisses ist jeder Ort, an dem der Schädigende mit dem Eintritt des Erfolgs rechnen musste und an dem der Erfolg, d. h. der Eingriff in das geschützte Rechtsgut, auch tatsächlich eingetreten ist (vgl. BGHZ 98, 263 (274); OLG München, NJW-RR 1994, 190;… MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO, Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 43). - BGH, 11.02.1988 - I ZR 201/86
Prüfungs- und Streitgegenstand im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung
Auszug aus OLG Saarbrücken, 27.08.2002 - 4 U 686/01
Im Falle des § 661 a BGB ist nämlich ein Wettbewerbsverstoß gegeben, der bei gebotener autonomer, d. h. unabhängig vom nationalen Recht vorzunehmenden, Auslegung des EuGVÜ (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088;… EuGH, Urt. v 11.07.2002 - C-96/00, Rdnr. 37 - vgl. unter http://europa.eu.int;… MünchKomm(ZPO)-Gottwald, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 38;… Schlosser, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 16;… Geimer/Schütze, aaO., Art. 5 EuGVÜ, Rdnr. 146) unter Art. 5 Nr. 3 EuGVÜ fällt (vgl. EuGH, NJW 1988, 3088 (3089); BGH, NJW 1988, 1466 (1467); OLG München, NJW-RR 1994, 190;… OLG Frankfurt a. M., Urt. v. 19.02.2002 - 8 U 228/01; OLG Dresden, OLGR 2002, 281 (283)). - KG, 13.01.2000 - 19 W 5398/99
Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit in Verbrauchersachen
- KG, 27.06.1980 - 3 U 2335/79
Internationale Zuständigkeit, Grichtsstand der unerlaubten Handlung
- OLG Düsseldorf, 14.01.1997 - 22 W 77/96
- LG Wuppertal, 08.09.1993 - 2 O 25/93
- BGH, 19.02.2004 - III ZR 226/03
Anforderungen an die Annahme einer Gewinnzusage
Die Zusendung muß - nach Inhalt und Gestaltung - abstrakt geeignet sein, bei einem durchschnittlichen Verbraucher in der Lage des Empfängers den Eindruck zu erwecken, er werde einen - bereits gewonnenen - Preis erhalten (vgl. OLG Saarbrücken OLGReport 2003, 55, 60;… Jauernig/Mansel, BGB 10. Aufl. 2003 § 661a Rn. 4;… Palandt/Sprau, BGB 63. Aufl. 2004 § 661a Rn. 2;… Schulze in HK-BGB 3. Aufl. 2003 § 661a Rn. 2; Lorenz NJW 2000, 3305, 3306; Leible IPRax 2003, 28, 30; Schneider, BB 2002, 1653, 1654). - OLG Frankfurt, 24.11.2003 - 25 U 89/03
Gewinnzusage: Gerichtliche Auslegung der übersandten Erklärung; Beachtlichkeit …
aa) Bei der Auslegung dieses weit gefaßten Merkmals ist maßgeblich, ob der durchschnittliche Verbraucher aus seiner Sicht nach einem generell-abstrakten Maßstab ohne nähere Prüfung zu der Überzeugung gelangt, den Preis g9wonnen zu haben (OLG Braunschweig, OLGR 2003, 47, 49; OLG Hamm, MDR 2003, 17, 18; OLG Hamm, OLGR 2003, 78, 80; OLG Koblenz, OLGR 2003, 25; OLG Saarbrücken, OLGR 2003, 55, 60; OLG Stuttgart, OLRG 2003, 124, 128f.;… Sprau, in Palandt, BGB, 62. Aufl.;… § 661 a, Rn. 2; LG Potsdam, VersR 2003, 378, 379; Lorenz NJW 2000, 3305, 3306; Schneider, BB 2002, 1653, 1654; Timme, JuS 2003, 638, 641); die Entscheidung über die Vergabe des Preises muß sich dem Verbraucher bereits als vollzogen darstellen.Eben deswegen kann sich der Unternehmer, der den Gewinneindruck erweckt hat, weder auf einen nur bei kritischer Sicht hervortretenden Ernstlichkeitsmangel (§ 118 BGB) noch sonst in versteckter Form von der Gewinnzusage ganz oder teilweise freizeichnen (ähnl. OLG Hamm, MDR 2003, 17, 18 und OLGR 2003, 78, 80; OLG Saarbrücken, OLGR 2003, 55, 60; LG Potsdam, VersR 2003, 378, 380; Lorenz, NJW 2000, 3305, 3306; Schneider, BB 2002, 1653, 1655; im Erg.
- OLG Köln, 24.05.2006 - 16 W 25/06
Internationale Zuständigkeit im selbständigen Beweisverfahren - wirksame …
Die Frage einer Niederlassung in L hätte möglicherweise unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung des EuGH zum Begriff der Niederlassung i. S. v. Art. 5 Nr. 5 EuGVVO (…insbesondere EuGH, Urt. v. 22.11.1978, RIW 1979, 56;… Urt. v. 18.03.1981, IPrax 1982, 64; vgl. auch OLG Saarbrücken, Urt. v. 27.08.2002, OLGR Saarbrücken 2003, 55) noch weiterer Aufklärung bedurft.
- OLG Köln, 07.10.2003 - 16 W 25/03
Gewinnzusage durch Versprechen zur Scheckübersendung
Der veröffentlichten Rechtsprechung zu § 661a BGB liegen daher auch regelmäßig Sachverhalte zu Grunde, bei denen vom Kunden noch ein Tätigwerden verlangt wurde (vgl. etwa BGH NJW 2003, 426 = MDR 2003, 348; BGH, Beschluss vom 27.02.2003 - III ZB 29/02 - OLG Dresden OLGReport 2002, 281 u. 2003, 304; OLG Hamm NJW-RR 2003, 717 u. OLGReport 2003, 78; OLG Stuttgart OLGReport 2003, 124; OLG Saarbrücken OLGReport 2003, 55; OLG Oldenburg OLGReport 2003, 165; Senat OLGReport Köln 2003, 185). - LG Osnabrück, 06.08.2004 - 4 O 260/04
Gewinnzusage, AGB
Dabei genügt es, dass der Eindruck eines Gewinnes erweckt wird, d.h., dass der Empfänger bei objektiver Betrachtung die Mitteilung auf Grund ihres Inhaltes dahin verstehen muss, er werde einen ihm zuerkannten Preis erhalten (OLG Saarbrücken, OLG Report 2003, S. 55 ff. (60); OLG Koblenz VersR 2003, 377 ff.; OLG Oldenburg, 5 U 122/02, Palandt-Sprau, § 661 a Rndz.Rn. 54 Die fehlende Einhaltung von versteckt abgedungenen Gewinnregeln steht dem Anspruch ebenso wenig wie sonst versteckte Einschränkungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen entgegen (OLG Saarbrücken, OLG Report 2003, S. 55 ff. (60); OLG Koblenz, VersR 2003, 377 (379); OLG Oldenburg, 5 U 122/02, 30.04.2003; Palandt-Sprau, § 661 a, Rndz.
- OLG Karlsruhe, 10.03.2004 - 7 U 170/02
Gewinnzusage: Auslegung einer Mitteilung über die Teilnahme an einer Lotterie
Im Hinblick auf Sinn und Zweck der Vorschrift und das mit ihr verfolgte Ziel kommt es aber nicht darauf an, wie ein besonders misstrauischer und aufgeklärter Verbraucher die Zusendung verstanden hätte, wie zwischenzeitlich allgemein anerkannt ist (…vgl. OLG Frankfurt, Urt. v. 19.02.2002, OLGR Frankfurt 2002, 168, 170 = MDR 2002, 1023; OLG Saarbrücken, Urt. v. 27.08.2002, OLGR Saarbrücken 2003, 55, 60;… OLG Braunschweig, Urt. v. 09.09.2002, OLGR Braunschweig 2003, 47, 49;… OLG Koblenz, Urt. v. 26.09.2002, OLGR Koblenz 2003, 25, 26 = VersR 2003, 377, 378;… OLG Hamm, Urt. v. 25.11.2002, OLGR Hamm 2003, 78, 81 jeweils m. w. N.). - LG Saarbrücken, 25.03.2003 - 1 O 429/00
Verbindliche Gewinnzusage
OLG, 27.08.2002 - 4 U 686/01 ).Rn. 26 Trotz der Charakterisierung des, hier in Betracht kommenden, Anspruches gemäß § 661a BGB als gesetzlicher Anspruch, unterfällt dieser infolge des durch ihn verfolgten Verbraucherschutzes der Regelung des Art. 13 I Nr. 3 EuGVÜ ( vgl. Saarl. OLG, 27.08.2002 - 4 U 686/01 ).
- OLG Hamm, 10.03.2005 - 21 W 12/05
Prozesskostenhilfe für die Geltendmachung eines Anspruchs aus einer Gewinnzusage
Dabei ist nicht auf einen besonders mißtrauischen, aufgeklärten Verbraucher abzustellen, sondern darauf, wie ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Verbraucher die Mitteilung nach ihrem Gesamteindruck auffassen muß (Kammergericht, Urteil vom 21.06.2004 - 8 U 10/04; OLG Celle, Urteil vom 02.12.2004 - 11 U 151/04; OLGR Saarbrücken 2003, 55; OLGR Frankfurt 2002, 168). - OLG Saarbrücken, 23.06.2004 - 1 U 578/03
Voraussetzungen einer Gewinnzusage
OLG in OLGR 2003, 55 f. mwNw ; OLG Oldenburg OLGR 2003, 165 ) . - OLG Naumburg, 30.09.2003 - 7 U 79/03
Zum Anspruch nach § 661a BGB i.S.d. Art. 5 EuGVVO
Mit zutreffender Begründung hat das Landgericht das Vorliegen der Anspruchs-voraussetzungen des § 661 a BGB bejaht und bei der Beurteilung der Frage, ob ein Gewinneindruck vermittelt worden ist, in Übereinstimmung mit der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur auf den objektiven Erklärungsinhalt der übersandten Benachrichtigungen abgestellt (so OLG Saarbrücken OLGR 2003, 55, 60; OLG Hamm OLGR 2003, 78, 81; OLG Braunschweig OLGR 2003, 47, 49; OLG Hamm MDR 2003, 17, 18;… Palandt-Sprau, BGB, 62. Auflage, § 661 a Rdn. 2; Lorenz NJW 2000, 3305, 3306). - OLG Stuttgart, 01.03.2004 - 6 U 195/03
Gewinnzusage: Wirksamkeit einer Bedingung zur fristgerechten Abrufung eines …
- OLG Celle, 15.06.2006 - 4 U 43/06
Voraussetzungen des Gerichtsstands der Niederlassung
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Rechtsprechung
| OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Justiz Sachsen
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- Judicialis
SachenRBerG § 116 Abs. 1
- rechtsportal.de
SachenRBerG § 116 Abs. 1
Zur verfassungskonformen Auslegung des § 116 Abs. 1 SachenRBerG - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Voraussetzungen der Eintragung eines Wegerechts als Grunddienstbarkeit nach dem Sachenrechtsbereinigungsgesetz; Verfassungskonforme Auslegung des § 116 Abs. 1 SachenRBerG; Billigung staatlicher Stellen der DDR; Mitbenutzungsrecht; Erforderlichkeit der Nutzung für die ...
Verfahrensgang
- LG Dresden, 28.06.2001 - 17 O 2377/00
- OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
Papierfundstellen
- NJ 2002, 655
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- BVerfG, 21.01.1999 - 1 BvR 645/96
Verstoß gegen das Willkürverbot durch zivilgerichtliche Entscheidung
Auszug aus OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
§ 116 Abs. 1 SachenRBerG ist unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 21.01.1999 - 1 BvR 645/96 - ZOV 1999, 111, 112) verfassungskonform dahin auszulegen, dass die vor dem 03.10.1990 bestehende Mitbenutzung eines fremden Grundstücks, zu deren Absicherung die Bestellung einer Dienstbarkeit begehrt wird, mit Billigung staatlicher Stellen der DDR begründet worden sein muss.Sie sind vielfach auch in den alten Bundesländern in gleicher Form anzutreffen (vgl. Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 21.01.1999, 1 BvR 645/96, ZOV 1999, 111, 112).
- KG, 18.11.1998 - 11 U 1664/98
Auszug aus OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
Erforderlich im Sinne des § 116 Abs. 1 Nr. 2 SachenRBerG ist eine Nutzung, wenn sie den gesetzlichen Zwecken, also der Erschließung oder Entsorgung des eigenen Grundstücks oder Bauwerkes objektiv dient und die Zweckerreichung auf anderem Wege kostspieliger, technisch aufwendiger oder anderweitig belästigender wäre (vgl. KG, Urteil vom 18.11.1998, 11 U 1664/98, VIZ 1999, 356, 359; OLG Dresden, Urteil vom 21.06.1999, 17 U 3693/98, VIZ 2000, 428, 429).Zudem war es auch nicht Zielsetzung des Sachenrechtsbereinigungsgesetzes, tatsächliche Nutzungsverhältnisse auch dort mit Bestandskraft zu versehen, wo sie weder nach dem Recht noch nach der ständigen Verwaltungspraxis der DDR als rechtmäßig zu beurteilen waren (…vgl. Eickmann, SachenRBerG, 7. Lfg. 2/98, § 116 Rn. 3;… Smid in Münchener Kommentar, 3. Aufl., § 116 SachenRBerG Rn. 6; a.A. KG, Urteil vom 18.11.1998, 11 U 1664/98, 356 ff.).
- BGH, 25.02.2000 - V ZR 203/99
Bestellung eines Wegerechts
Auszug aus OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
Wie sich aus dem negativen Tatbestandsmerkmal des § 116 Abs. 1 Nr. 3 SachenRBerG, wonach die Begründung eines Mitbenutzungsrechts gemäß den §§ 321, 322 ZGB unterblieben sein muss, ergibt, tritt der Bereinigungsanspruch des § 116 Abs. 1 SachenRBerG insoweit an die Stelle des nicht zustande gekommenen Mitbenutzungsrechts, das ebenfalls keine Investition des Berechtigten, sondern lediglich ein berechtigtes Interesse voraussetzte (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.2000, V ZR 203/99, WM 2000, 1163; a.A. LG Chemnitz, Urteil vom 17.03.1998, 6 S 4900/97, VIZ 1998, 585).
- BGH, 16.10.1998 - V ZR 390/97
Anspruch der Pächter eines Grundstücks auf Sachenrechtsbereinigung
Auszug aus OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
Eine solche Nachzeichnung des DDR-Rechts in entsprechender Anwendung des § 3 Abs. 2 Satz 2 SachenRBerG (zu diesem Grundsatz - BGH - Urteil vom 16.10.1998 - V ZR 390/97 - VIZ 1999, 40 ff.) ist nicht gerechtfertigt. - OLG Dresden, 21.06.1999 - 17 U 3693/98
Anspruch auf Bestellung einer Grunddienstbarkeit auf einem Nachbargrundstück
Auszug aus OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
Erforderlich im Sinne des § 116 Abs. 1 Nr. 2 SachenRBerG ist eine Nutzung, wenn sie den gesetzlichen Zwecken, also der Erschließung oder Entsorgung des eigenen Grundstücks oder Bauwerkes objektiv dient und die Zweckerreichung auf anderem Wege kostspieliger, technisch aufwendiger oder anderweitig belästigender wäre (vgl. KG, Urteil vom 18.11.1998, 11 U 1664/98, VIZ 1999, 356, 359; OLG Dresden, Urteil vom 21.06.1999, 17 U 3693/98, VIZ 2000, 428, 429). - LG Chemnitz, 17.03.1998 - 6 S 4900/97
Auszug aus OLG Dresden, 05.04.2002 - 21 U 1930/01
Wie sich aus dem negativen Tatbestandsmerkmal des § 116 Abs. 1 Nr. 3 SachenRBerG, wonach die Begründung eines Mitbenutzungsrechts gemäß den §§ 321, 322 ZGB unterblieben sein muss, ergibt, tritt der Bereinigungsanspruch des § 116 Abs. 1 SachenRBerG insoweit an die Stelle des nicht zustande gekommenen Mitbenutzungsrechts, das ebenfalls keine Investition des Berechtigten, sondern lediglich ein berechtigtes Interesse voraussetzte (vgl. BGH, Urteil vom 25.02.2000, V ZR 203/99, WM 2000, 1163; a.A. LG Chemnitz, Urteil vom 17.03.1998, 6 S 4900/97, VIZ 1998, 585).
- BGH, 22.10.2004 - V ZR 70/04
Voraussetzungen eines Bereinigungsanspruchs
a) Nicht in jeder Hinsicht zutreffend ist bereits der rechtliche Ansatz des Berufungsgerichts, das den Bereinigungsanspruch nach § 116 SachenRBerG davon abhängig machen will, daß die Benutzung eines fremden Grundstücks im Sinne des § 10 SachenRBerG mit Billigung staatlicher Stellen aufgenommen worden ist (so auch OLG Dresden, NJ 2002, 655, 656). - OLG Dresden, 27.01.2005 - 10 U 1002/02
Grunddienstbarkeit; Erschließung; Rente; Zufahrt; Reallast
Die Nutzung der Grundstücke der Beklagten zu 1) und 2) ist auch erforderlich im Sinne von § 116 Abs. 1 Nr. 2 SachenRBerG, weil der streitgegenständliche Weg der Erschließung objektiv dient und eine Erschließung auf andere Weise kostspieliger, aufwendiger oder anderweitig belästigender wäre (vgl. KG, Urteil vom 18.11.1998, 11 U 1664/98, VIZ 1999, 78; Senatsurteil vom 05.04.2002, 21 U 1930/01, OLGR Dresden 2003, 55).Der BGH hat insofern einen etwas anderen Maßstab zur Ausgrenzung der oben stehenden Sachverhalte angelegt als der Senat, der in Anlehnung an die Gesetzesmaterialien (…BT-Drs. 12/5992, S. 183) eine Billigung staatlicher Stellen im Sinne der Begriffsbestimmung des § 10 SachenRBerG als ungeschriebene Voraussetzung für den gesetzlichen Anspruch gefordert hat (Urteil vom 05.04.2002 - 21 U 1930/01 - OLGR Dresden 2003, 55).
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Rechtsprechung
| OLG Hamburg, 04.04.2002 - 2 Wx 91/98 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Judicialis
WEG § 14 Ziff. 1; ; WEG § 14 Nr. 1; ; WEG § 22; ; WEG § 47 S. 2; ; FGG § 13 a Abs. 1 S. 2
- rechtsportal.de
Zur Auslegung einer Teilungserklärung hinsichtlich der Abbedingung der gesetzlichen Vorschriften über die Zulässigkeit baulicher Veränderungen nach dem Wohnungseigentumsgesetz
- Wolters Kluwer
Beseitigung einer Holzwand; Auslegung einer Teilungserklärung; Bestimmungen des Wohnungseigentumsgesetzes; Wohnungseigentümer ; Bauliche Veränderung; Sondernutzungsrecht
- ibr-online
Wohnungseigentum
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- ZMR 2002, 621
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (4)
- BGH, 19.12.1991 - V ZB 27/90
Beseitigungsanspruch bei Beeinträchtigung des gemeinschaftlichen Eigentums - …
Auszug aus OLG Hamburg, 04.04.2002 - 2 Wx 91/98
In seiner sorgfältigen Begründung, auf die der Senat zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen ergänzend Bezug nimmt, ist das Beschwerdegericht weiter zu dem Ergebnis gelangt, dass diese bauliche Veränderung, deren Beseitigung die Antragsteller als einzelne Wohnungseigentümer auch ohne Ermächtigung durch die Wohnungseigentümergemeinschaft geltend machen können (vgl. BGHZ 116, 392, 394), weder nach der Teilungserklärung noch deshalb zu dulden ist, weil dadurch keinem der anderen Wohnungseigentümer ein über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinausgehender Nachteil erwächst. - BGH, 21.02.1991 - V ZB 13/90
Zustimmungsbedürftigkeit der Veräußerung von Wohnungseigentum nach Entstehung der …
Auszug aus OLG Hamburg, 04.04.2002 - 2 Wx 91/98
Nach ständiger Rechtsprechung ist bei der Auslegung einer Teilungserklärung nicht etwa auf den Willen des erklärenden Eigentümers abzustellen, sondern es kommt darauf an, welche Bedeutung von Wortlaut und Sinn für einen unbefangenen Betrachter die nächstliegende ist (vgl. BGHZ 47, 191, 195; 113, 374, 379). - BayObLG, 20.04.2000 - 2Z BR 9/00
Anspruch des Mieters im eigenen Namen auf Beseitigung einer baulichen Veränderung
Auszug aus OLG Hamburg, 04.04.2002 - 2 Wx 91/98
So sind von der Rechtsprechung bereits verschiedentlich ähnliche bauliche Maßnahmen im Garten als bauliche Veränderungen bewertet worden (vgl. KG ZMR 85, 27 für die Einzäunung von Sondernutzungsflächen; Köln OLG Rechtspr. Köln 98, 195 für eine 1, 80 m hohe und 3, 70 m lange Sichtschutzwand an der Grenze zweier Sondernutzungsflächen; BayObLG ZMR 2001, 906 für eine Sichtschutzmatte aus Kunststoff). - KG, 23.07.1984 - 24 W 2514/84
Wohnungseigentum; Wohnungseigentümergemeinschaft; Sondernutzungsrecht; …
Auszug aus OLG Hamburg, 04.04.2002 - 2 Wx 91/98
So sind von der Rechtsprechung bereits verschiedentlich ähnliche bauliche Maßnahmen im Garten als bauliche Veränderungen bewertet worden (vgl. KG ZMR 85, 27 für die Einzäunung von Sondernutzungsflächen; Köln OLG Rechtspr. Köln 98, 195 für eine 1, 80 m hohe und 3, 70 m lange Sichtschutzwand an der Grenze zweier Sondernutzungsflächen; BayObLG ZMR 2001, 906 für eine Sichtschutzmatte aus Kunststoff).
- OLG Hamburg, 14.03.2003 - 2 Wx 2/00
Eigentumsverhältnisse an einem Lüftungsrohr für den Dunstabzug einer Gaststätte
Maßgebend für die Auslegung der Teilungserklärung ist der Wortlaut und Sinn, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung ergibt (vgl. BGHZ 113, 374 (379); OLG Hamburg, Beschluss vom 4.4.2002, 2 Wx 91/98). - OLG Hamburg, 21.06.2006 - 2 Wx 33/05
Ungültigerklärung eines Wohnungseigentümerbeschlusses wegen eines Ladungsmangels: …
Maßgebend für die Auslegung der Teilungserklärung ist der Wortlaut und Sinn, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung ergibt (vgl. BGHZ 113, 374 (379); OLG Hamburg, Beschluss vom 4.4.2002, 2 Wx 91/98). - OLG Zweibrücken, 30.01.2004 - 3 W 100/03
Wohnungseigentum: Auslegung der Teilungserklärung; Errichtung eines Wintergartens
Abzustellen ist dabei auf den Wortlaut und Sinn, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung des Eingetragenen ergibt (vgl. etwa BGHZ 113, 374, 378 und 37, 147,149; Senat NJW 1992, 2899 sowie Beschlüsse vom 17. September 2001 - 3 W 87/01 -, 20. August 2001 - 3 W 24/01 - und 30. April 2003 - 3 W 57/03; Hans. OLG Hamburg ZMR 2002, 621 und 2003, 868 f, jeweils zitiert nach juris;… Meikel, Grundbuchrecht 9. Aufl. § 78 Rdnr. 36). - OLG Köln, 19.09.2003 - 16 Wx 139/03
Auslegung der Teilungserklärung; Heranziehung von Bauzeichnungen
Dies entspricht der herrschenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur (vgl. OLG Karlsruhe WuM 2001, 140, 141; Hanseatisches OLG Hamburg, ZMR 2002, 621, 622; BayObLG München, ZMR 1999, 846, 847; OLG Stuttgart, Wohnungseigentümer 1988, 139, 140;… Staudinger-Kreuzer, 12. Aufl., § 10 WEG Rz. 72;… Bärmann/Pick/Merle, WEG, 9. Aufl., § 10 Rz. 53). - LG Hamburg, 20.06.2008 - 318 T 125/07
Wohnungseigentumssache: Haftung einer GmbH als Handlungsstörerin nach Löschung im …
Maßgebend ist ihr Wortlaut und Sinn, wie er sich für einen unbefangenen Betrachter als nächstliegende Bedeutung ergibt (BGHZ 113, 374; HansOLG, Beschluss vom 4.4.2002, 2 Wx 91/98).
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Rechtsprechung
| OLG Köln, 24.01.2003 - 6 W 2/03 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- rechtsportal.de
ZPO § 269 Abs. 3 S. 3, Abs. 4
Verfahrensrecht - Wolters Kluwer
Zur Kostentragungspflicht bei Klagerücknahme vor Zustellung; Nichterforderlichkeit der Rechthängigkeit
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Bonn, 27.12.2002 - 11 O 203/02
- OLG Köln, 24.01.2003 - 6 W 2/03
Papierfundstellen
- NJW-RR 2003, 1509
Wird zitiert von ...
- OLG München, 12.03.2004 - 29 W 2840/03
Kostentragungspflicht nach Klagerücknahme
14/4722, S. 81. *3 Vgl. etwa OLG Köln NJW-RR 2003, 1509 einerseits und Hartmann in: Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 62. Aufl. 2004, § 269 Rz. 39 oder Greger in: Zöller, ZPO, 24. Aufl. 2003, § 296 Rz. 8a, 8b andererseits.
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Rechtsprechung
| OLG Frankfurt, 21.02.2003 - 21 AR 83/02 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
- Justiz Hessen
§ 12 ZPO, § 29 Abs 1 ZPO, § 281 Abs 2 S 4 ZPO
Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses für das aufnehmende Gericht bei objektiver Willkürlichkeit - Judicialis
- rechtsportal.de
Anwaltshonorarklage: Objektiv willkürlicher Verweisungsbeschluss entfaltet keine Bindungswirkung
- Wolters Kluwer (Leitsatz und Volltext)
Bindung einer Anwaltshonorarklage an das Wohnsitzgericht
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- AG Berlin-Schöneberg - 3 C 185/02
- AG Frankfurt/Main - 30 C 1499/02
- OLG Frankfurt, 21.02.2003 - 21 AR 83/02
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (4)
- BGH, 19.01.1993 - X ARZ 845/92
Ausübung des Wahlrechts bei Angabe des Streitgerichts im Mahnbescheidantrag - …
Auszug aus OLG Frankfurt, 21.02.2003 - 21 AR 83/02
Die Bindungswirkung entfällt jedoch, wenn die Verweisung auf der Nichtgewährung rechtlichen Gehörs der Parteien beruht oder jeder Grundlage entbehrt und sich daher als willkürlich erweist (OLG Frankfurt, OLG-Report 93, 250 = NJW 93, 2448; BGH NJW-RR 91, 238, EzFamR ZPO § 281 Nr. 13 und BGB § 11 Nr. 9, NJW 93, 1273 und NJW-RR 94, 126 = FamRZ 94, 437; Fischer NJW 93, 2417 ff). - BGH, 06.10.1993 - XII ARZ 22/93
Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses bei Wohnsitzverlegung des Beklagten
Auszug aus OLG Frankfurt, 21.02.2003 - 21 AR 83/02
Die Bindungswirkung entfällt jedoch, wenn die Verweisung auf der Nichtgewährung rechtlichen Gehörs der Parteien beruht oder jeder Grundlage entbehrt und sich daher als willkürlich erweist (OLG Frankfurt, OLG-Report 93, 250 = NJW 93, 2448; BGH NJW-RR 91, 238, EzFamR ZPO § 281 Nr. 13 und BGB § 11 Nr. 9, NJW 93, 1273 und NJW-RR 94, 126 = FamRZ 94, 437; Fischer NJW 93, 2417 ff). - BGH, 23.03.1988 - IVb ARZ 8/88
Prozeßökonomie - Zuständigkeit - Vermeidung der Verzögerung - Verweisungsbeschluß …
Auszug aus OLG Frankfurt, 21.02.2003 - 21 AR 83/02
Dies wäre möglicherweise anders zu beurteilen, wenn die Beklagten sich vor der vom Amtsgericht Frankfurt am Main ausgesprochenen Verweisung dem Verweisungsantrag der Kläger angeschlossen hätten, denn dann würde der Verweisungsbeschluss auf einem übereinstimmenden Antrag der Beteiligten beruhen (so der Fall BGH FamRZ 1988, 943). - OLG Frankfurt, 06.07.1993 - AR 7/93
Verweisung auf Unzuständigkeit: Unzulässige Verweisung bei Unterschreitung der …
Auszug aus OLG Frankfurt, 21.02.2003 - 21 AR 83/02
Die Bindungswirkung entfällt jedoch, wenn die Verweisung auf der Nichtgewährung rechtlichen Gehörs der Parteien beruht oder jeder Grundlage entbehrt und sich daher als willkürlich erweist (OLG Frankfurt, OLG-Report 93, 250 = NJW 93, 2448; BGH NJW-RR 91, 238, EzFamR ZPO § 281 Nr. 13 und BGB § 11 Nr. 9, NJW 93, 1273 und NJW-RR 94, 126 = FamRZ 94, 437; Fischer NJW 93, 2417 ff).
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Rechtsprechung
| OLG Schleswig, 04.11.2002 - 16 W 130/02 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Judicialis
ZPO § 160
- rechtsportal.de
ZPO § 160
Beschwerde gegen unterlassene Protokollberichtigung - juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Rechtsmittel gegen eine Protokollberichtigung; Zurückweisung eines Protokollberichtigungsantrages
Verfahrensgang
- LG Kiel, 31.07.2002 - 4 O 210/01
- OLG Schleswig, 04.11.2002 - 16 W 130/02
Wird zitiert von ... (2)
- OLG Schleswig, 25.02.2011 - 5 W 7/11
Zulässigkeit der sofortigen Beschwerde gegen die Ablehnung einer …
Insoweit entspricht es einhelliger Ansicht, dass ein Rechtsmittel gegen eine solche Protokollberichtigung - und damit auch gegen die Verweigerung einer "Berichtigung" - schon begrifflich ausgeschlossen ist, weil das Beschwerdegericht nicht wissen kann, was richtig oder unrichtig ist (vgl. OLG Schleswig, SchlHA 2003, 301-302;… Zöller-Stöber, ZPO , 28. Auflage § 164 Rdnr. 11 m.w.N.).Wenn - wie hier - die beantragte Ergänzung des Protokolls aus formellen Gründen wegen Verspätung (als unzulässig) abgelehnt wurde, dann zielt die Beschwerde nicht auf die inhaltliche Richtigkeit des Protokolls, sondern auf eine Beanstandung des Berichtigungsverfahrens (vgl. OLG Frankfurt, Beschluss vom 08.11.2004, OLGR Frankfurt 2005, 463-464 veröffentlicht in juris, Rdziff. 6; OLG Schleswig, Beschluss vom 04.11.2002, SchlHA 2003, 301-302;… Zöller-Stöber, aaO. § 164 Rdnr. 11 m.w.N.).
Ein später gestellter Antrag ist unzulässig (OLG Schleswig, aaO., SchlHA 2003, 301-302; OLGR Frankfurt 2005, 463-464 mit Hinweis auf die Begründung des Rechtsausschusses zum Entwurf des § 164 ZPO in BT- Drucksache 7/2769 Seite 5 f.).
- OLG Dresden, 11.10.2016 - 4 U 556/16
Abweisung der Klage auf Zahlung einer Provision für die Vermittlung eines …
Ein später gestellter Antrag ist unzulässig (OLG Schleswig, SchlHA 2003, 301-302; OLGR Frankfurt 2005, 463-464 mit Hinweis auf die Begründung des Rechtsausschusses zum Entwurf des § 164 ZPO in BT- Drucksache 7/2769 Seite 5 f.).
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